Straßenverkehr aus der Radfahrerperspektive

Diskutiere Straßenverkehr aus der Radfahrerperspektive im Plauderecke Forum im Bereich Community; Das mit dem frühzeitigeren Klingeln funktioniert tatsächlich besser, seit dem ich eine elektronische Klingel habe, deren Bedienteil ich so...
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Trekker

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Mensch, da hast du dich ja mal geäußert. Ich bin schon regelmäßig beeindruckt, dass du bei kaum einem deiner anderen Videos deine Klingel extremer benutzt bzw Menschen angebrüllt hast. ^^
Das mit dem frühzeitigeren Klingeln funktioniert tatsächlich besser, seit dem ich eine elektronische Klingel habe, deren Bedienteil ich so unterhalb des STI Schalt-/Bremshebels am Hornlenker anbringen kann, dass ich die Klingel bei Oberlenkerhaltung (Hände umgreifen den STI Schalt/Bremshebel) ohne auf eine andere Stelle umzugreifen und auf Knopfdruck einsetzen kann. Die im Handel erhältlichen konventionellen Klingeln sind alle nicht für Hornlenker konzipiert. Durch Umgreifen am Hornlenker verliert man viel Zeit, die man sonst mit Klingeln verbringen kann. :)

Edit: ich findes schade, dass es noch keine STI Schalt-/Bremshebel gibt, in die - elektronische - Klingeln integriert sind.

Das was ich da gerufen habe, war gespielte Aufregung. Dass die Dame weder auf aus meiner Richtung kommende Autos noch auf den Radverkehr achtet, war ja schon von weitem erkennbar.
 
perro

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Kreise und Kommunen können Geld nicht bei Bedarf erzeugen also werden Kann-Leistungen zugunsten von Pflichtleistungen gestrichen.
ist das ein Naturgesetz oder sollten da nicht die überbezahlten und desinteressierten Politiker genau diese Bedingungen geschaffen haben - aus irgendwelchen streng geheimgehaltenen Gründen?
 
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Freno

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Es gibt eine Reihe von Vorschriften, die für den Radfahrer einigermaßen nervig sind. In der FAZ wurde schon vor mehreren Jahren mal ein "Fall" beschrieben, in dem eine 17-jährige Radlerin an einem Stoppschild nur einen Fuß am Boden hatte, anstatt der vorgeschriebenen 2 Füße. Hinter ihr: ein Streifenwagen, der sie dann prompt anhielt, obwohl sie sich ansonsten ordnungsgemäß verhalten hatte. Verwarnungsgeld wurde nicht akzeptiert, Bußgeldbescheid und Einspruch - ihr Vater war Rechtsanwalt und stand hinter seiner Tochter. Amtsgericht, Oberlandesgericht - alle bestanden auf 2 Füßen am Boden am Stoppschild. Die Radlerin zahlte das Bußgeld - ihre Familie immer noch hinter ihr - nicht und so wurde Ersatz-Jugend-Freiheitstrafe von 1 Tag verhängt, den die Deliquentin sehr kurzweilig auf der für ihren Wohnsitz zuständigen Polizeiwache verbrachte. Auch die diensttuenden Beamten waren wohl der Auffassung "Die spinnen, die Römer !"

Okay - auch ich selbst nutze (auch ohne Stoppschild) die "2 Füße am Boden" um zu signalisieren: "Ich warte!" - ein Fuß am Pedal soll heißen: "Ich fahre bei Gelegenheit los!" Aber muß so eine Vorschrift wirklich sein ?

Dann ist es heute so, daß der Radfahrer weder Zebrastreifen, noch "Fußgänger-Grün" nutzen darf - in meiner Verkehrserziehung in den 1970er Jahren wurde uns noch eingebleut, daß "Fußgängergrün" zu nutzen. Nein - der Radler muß absteigen, wenn er Zebrastreifen bevorrechtigt nutzen will oder "Fußgänger-Grün". Ich bekenne: ich tue das nicht, ich radle über Zebrastreifen und nutze "Fußgänger-Grün" und das wird hier in Leipzig auch ganz allgemein vom Kraftverkehr akzeptiert, nur 2 x in Leipzig brüllte mich ein Autofahrer darob an.

Auch die Inanspruchnahme von Gehwegen - "Bürgersteigen" - durch Radler wird hier ganz allgemein akzeptiert, sofern die Radler mit angemessener Geschwindigkeit fahren. Das muß nicht unbedingt "Schrittgeschwindigkeit" sein, die einzuhalten mit dem Fahrrad noch viel schwieriger ist, als mit dem Auto, weil man als Zweiradfahrer dann unterhalb der "Kentergeschwindigkeit" unterwegs ist. Auch ich fahre öfters auf dem Gehweg, wenn er mir komplizierte und gefährliche Manöver auf "suboptimalen" Straßen erspart.

Ich habe schonmal gesagt: in Leipzig ist die Bereitschaft zur gegenseitigen Rücksichtnahme sehr groß. Fast alle Verkehrsteilnehmer hier in der Leipziger Tieflandsbucht sind eben auch Radler, selbst wenn sie mal zu Fuß, mit PKW, Krad, LKW, Bussen oder Straßenbahnen unterwegs sind.

Damit will ich kein Plädoyer halten dafür, die entsprechenden Vorschriften zu ändern. Hier in Leipzig läuft das alles ganz gut - "die Behörde" macht von ihrem Opportunitätsprinzip Gebrauch, was (in ungefähr) besagt, daß Ordnungswidrigkeiten nicht unbedingt verfolgt werden müssen, wenn der Rechtsfrieden durch die jeweilige Ordnungswidrigkeit nicht gestört wird. Man kann vielleicht ein gewissen Vertrauen in die jeweiligen Behörden setzen, daß sie mit Augenmaß vorgehen und den Verkehr, wenn er funktioniert, auch funktionieren lassen.
 
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stardealer

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Auch die Inanspruchnahme von Gehwegen - "Bürgersteigen" - durch Radler wird hier ganz allgemein akzeptiert, sofern die Radler mit angemessener Geschwindigkeit fahren.
/../
Auch ich fahre öfters auf dem Gehweg, wenn er mir komplizierte und gefährliche Manöver auf "suboptimalen" Straßen erspart.
/../
Damit will ich kein Plädoyer halten dafür, die entsprechenden Vorschriften zu ändern.
Hier gibt es ein 150m langes Stück Gehweg das vorschriftswidrig und auch noch gegen die übliche Fahrtrichtung gerne von Radlern genutzt wird, um ein sonst erforderliches doppeltes Linksabbiegen zu vermeiden, man könnte sagen - durchaus verständlich.
Regelmäßig kommt es dadurch zu Beinaheunfällen mit Fußgängern, die aus einem angrenzenden Park, abgeschirmt durch eine Hecke, auf den Gehweg wechseln.
Darüber hinaus wird man als Radler auf der Straße gelegentlich angehupt oder angepöbelt weil der KfZ-Verkehr aufgrund der hohen Frequentierung des Gehwegs durch Radler davon ausgeht dass es sich um einen benutzungspflichtigen Radweg handelt.

Ich möchte ein Pladoyer dafür halten dass entweder die Vorschriften geändert, bzw. fast alles abgeschafft wird und somit z.B. jeder Fußgänger, der einen Gehweg seitlich betritt, sich der zu erwartenden Gefahr bewusst ist, oder dass sich einfach jeder an die Regeln hält.
Weitgehende Regellosigkeit funktioniert durchaus auch einigermaßen sicher, siehe Bangkok, Mumbai, etc., zieht aber auch bestimmte Konsequenzen nach sich.
Einerseits auf das Einhalten des Regelwerks durch KfZ zu pochen, sich andererseits herauszunehmen es für sich selbst nach eigenem Gusto jederzeit ignorieren zu dürfen, ist inkonsequent und in meinen Augen auch ein wenig asozial
 
LRunner

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In der FAZ wurde schon vor mehreren Jahren mal ein "Fall" beschrieben, in dem eine 17-jährige Radlerin an einem Stoppschild nur einen Fuß am Boden hatte, anstatt der vorgeschriebenen 2 Füße. Hinter ihr: ein Streifenwagen, der sie dann prompt anhielt, obwohl sie sich ansonsten ordnungsgemäß verhalten hatte. Verwarnungsgeld wurde nicht akzeptiert, Bußgeldbescheid und Einspruch - ihr Vater war Rechtsanwalt und stand hinter seiner Tochter. Amtsgericht, Oberlandesgericht - alle bestanden auf 2 Füßen am Boden am Stoppschild. Die Radlerin zahlte das Bußgeld - ihre Familie immer noch hinter ihr - nicht und so wurde Ersatz-Jugend-Freiheitstrafe von 1 Tag verhängt, den die Deliquentin sehr kurzweilig auf der für ihren Wohnsitz zuständigen Polizeiwache verbrachte. Auch die diensttuenden Beamten waren wohl der Auffassung "Die spinnen, die Römer !"
Ist das wirklich (immer noch) so? Kann ich mir nicht vorstellen. Beim Stoppschild muss man doch nur anhalten, sprich die Geschwindigkeit auf 0 reduzieren, oder?
Vielleicht kann uns ja mal unser Rechtsexperte @Trekker aufklären
 
der Jo

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Ich kenne Motorradfahrer, die auf dem Motorrad sitzend, nicht mit beiden Füßen auf den Boden kommen.
Müssen die dann nach Ansicht der Richter ganz vom Motorrad runter und sich daneben stellen? 😂
 
perro

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Aber muß so eine Vorschrift wirklich sein
die gibt es überhaupt nicht! für Österreich kann ich sagen, daß nirgends etwas von einem Fuß auf dem Boden - schon garnicht von beiden!! steht. Auch bei uns gibt es Polizisten, die nicht glauben dass man angehalten hat, weil sie das selber nicht können, und die Beweisfrage ohne Cam ist schwierig ("Polizei hat immer recht...")
Ich wette, auch in der deutschen StVO steht nichts davon...
 
Cyberbike

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In der FAZ wurde schon vor mehreren Jahren mal ein "Fall" beschrieben
Geschrieben wird immer viel wenn der Tag lang ist.
Das Problem ist oft, dass die Schreiberlinge Null Ahnung von der Materie haben.

Ich war auch nicht dabei, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Polizei bemängelt hat, dass das Rad nicht stand und die Fahrerin dann meinte sie hatte aber einen Fuß am Boden. Dann uneinsichtiges Wort Gefecht, dann Strafe um der Dame zu zeigen wer Recht hat.
 
perro

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Nov.2021 hat "die Stadt" Graz einen Prozeß verloren, weil sie nicht glauben konnte, dass ein Fahrrad (Lastenrad in dem Fall) ein Fahrzeug ist und auf der Strasse parken darf...
Nach § 23. Absatz 2. StVO dürfen Fahrzeuge „am Rand der Fahrbahn und parallel zum Fahrbahnrand“ geparkt werden, „sofern sich aus Bodenmarkierungen oder Straßenverkehrszeichen nichts anderes ergibt“ (und zwei Fahrstreifen frei bleiben)
Traurig, dass nicht nur Polizisten so schlecht im Gesetz bewandert sind, sondern auch Behörden derart leichtfertig mit Steuergeld umgehen!
Und natürlich wird kein Radler wagen, einem PKW einen Parkplatz wegzunehmen....
 
perro

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Amtsgericht, Oberlandesgericht - alle bestanden auf 2 Füßen am Boden am Stoppschild.
gerade das bezweifle ich - da müßte man das Urteil sehen. Es KANN nur ums Anhalten gegangen sein, nicht um ein oder zwei Füße am Boden. Auch in den deutschen Gesetzen hab ich nichts davon gefunden.
Es hilft nur die Dashcam (am Bike erlaubt) um zu beweisen, daß man wirklich gehalten hat....
 
etretera

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betr "Schnürsenkelkreuzung" ; "Mensch, wie hat die sich verändert ..." , wann bin ich das letzte Mal da vorbei gekommen? An die Gebäude links kann ich mich nicht erinnern!!! 🤔
Die waren so 2019 einigermaßen bezugsfertig. Hatte kurzzeitig überlegt, mir dort eine Wohnung anzuschauen. Dann habe ich die Nutzungsarten gesehen und für mich entschieden, dass das eher Studentenwohnungen sind. Auch wenn die Wohnungen auf der Hofseite ganz nett sind: Die Aussicht wird (oder ist schon) zugebaut von der Bayreuther Straße her. Ist ja ok. Die Ecke war vor 100 Jahren auch schon rel. dicht bebaut.

Ich kenne Motorradfahrer, die auf dem Motorrad sitzend, nicht mit beiden Füßen auf den Boden kommen.

Ich habe in der Fahrschule gelernt, dass man "um zu signalisieren, dass man hält" kurz beide Füße am Boden haben sollte. Vorschrift sei das allerdings nicht.

Allerdings halte ich es für ziemlich gefährlich, wenn man ein Motorrad fährt, bei dem man nicht mit beiden Füßen, normal sitzend, gleichzeitig auf den Boden kommt. Ein etwas schiefer Parkplatz mit etwas losem Untergrund kann da schon zu nervigen Situationen führen.

Beim Fahrrad beide Füße runternehmen zu müssen, halte ich für eine sehr verwirrte Posse. Wenn man mit dem Fahrrad einen Fuß auf dem Boden hat, muss man stehen (stoppen), denn führe man dabei, fiele man gepflegt auf die Fresse. Das hätte man irgendwann in der Instanzenkette anerkennen müssen.
 
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Die waren so 2019 einigermaßen bezugsfertig. Hatte kurzzeitig überlegt, mir dort eine Wohnung anzuschauen. Dann habe ich die Nutzungsarten gesehen und für mich entschieden, dass das eher Studentenwohnungen sind. Auch wenn die Wohnungen auf der Hofseite ganz nett sind: Die Aussicht wird (oder ist schon) zugebaut von der Bayreuther Straße her. Ist ja ok. Die Ecke war vor 100 Jahren auch schon rel. dicht bebaut.



Ich habe in der Fahrschule gelernt, dass man "um zu signalisieren, dass man hält" kurz beide Füße am Boden haben sollte. Vorschrift sei das allerdings nicht.

Allerdings halte ich es für ziemlich gefährlich, wenn man ein Motorrad fährt, bei dem man nicht mit beiden Füßen, normal sitzend, gleichzeitig auf den Boden kommt. Ein etwas schiefer Parkplatz mit etwas losem Untergrund kann da schon zu nervigen Situationen führen.

Beim Fahrrad beide Füße runternehmen zu müssen, halte ich für eine sehr verwirrte Posse. Wenn man mit dem Fahrrad einen Fuß auf dem Boden hat, muss man stehen (stoppen), denn führe man dabei, fiele man gepflegt auf die Fresse. Das hätte man irgendwann in der Instanzenkette anerkennen müssen.

Naja, man kann sehr wohl mit der Fußspitze im Rollen den Boden antippen und dann wieder weiterfahren. Dann hatte man einen Fuß auf dem Boden, hat aber nicht gestoppt.

Beide Füße auf dem Boden hieße aber bei korrekter Sattelhöhe bei den allermeisten Leuten, dass sie nach vorne aus dem Sattel gehen und beide Füße natürlich von den Pedalen nehmen müssen. Genauso könnte man von Autofahrern verlangen, dass sie die Handbremse ziehen, die Tür öffnen und die Füße auf den Boden stellen müssen...
 
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10tausender

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Ist das wirklich (immer noch) so? Kann ich mir nicht vorstellen. Beim Stoppschild muss man doch nur anhalten, sprich die Geschwindigkeit auf 0 reduzieren, oder?
Vielleicht kann uns ja mal unser Rechtsexperte @Trekker aufklären
Laut einer Diskussion in verkehrsportal.de war das schon 2008 eine Urban Legend.
 
Trekker

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Ist das wirklich (immer noch) so? Kann ich mir nicht vorstellen. Beim Stoppschild muss man doch nur anhalten, sprich die Geschwindigkeit auf 0 reduzieren, oder?
Vielleicht kann uns ja mal unser Rechtsexperte @Trekker aufklären
In der StVO steht nur "Wer ein Fahrzeug führt, muss anhalten und Vorfahrt gewähren". Ich habe nichts dazu gefunden, ob und wie viel Füße dabei auf dem Boden stehen müssen. Bis gerade eben habe ich nicht mal im Traum darüber nachgedacht, dass es ein Problem sein könnte, ob man nur einen oder beide Füße auf den Boden stellt.

Ich selbst nehme auch nur einen Fuß vom Fahrradpedal, gleich ob Flatpedal oder Klickpedal.

Ich würde allenfalls darüber nachdenken, ob es für ein anhalten ausreicht, das Rad, ohne die Füße von den Pedalen zu nehmen, im Stand auszubalancieren, da man in diesem Fall wohl mehr mit dem Ausbalancieren beschäftigt ist als dem Zweck von Zeichen 206 nachzukommen und sich zu vergewissern, dass man kein vorfahrtberechtigtes Fahrzeug übersieht.
 
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Zum Thema Stoppschild, Radfahrer und Rest des Straßenverkehrs finde ich das sich aus dem Link folgende Video interessant (Werbung wegklicken).


Da sind meine Videos der gespielte Witz.
 
Sack84

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Ist das Stoppschild nur für Radfahrer? Die Sichtlinie ist bei einem Radfahrer anders als bei einem Autofahrer.
Falls möglich (erlaubt), würde es sich Anbieten, dass Schild mal auf "halbe Höhe" zu hängen.
Nur eine Vermutung: Aber abgesehen von den üblichen Verdächtigen übersehen das bestimmt ein paar Leute.
 
Trekker

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Ist das Stoppschild nur für Radfahrer? Die Sichtlinie ist bei einem Radfahrer anders als bei einem Autofahrer.
Falls möglich (erlaubt), würde es sich Anbieten, dass Schild mal auf "halbe Höhe" zu hängen.
Nur eine Vermutung: Aber abgesehen von den üblichen Verdächtigen übersehen das bestimmt ein paar Leute.
Ja, das Stoppschild ist nur für Radfahrer. Für den Kfz-Verkehr ist die Durchfahrt komplett gesperrt.

Das Stoppschild ist wohl zwischenzeitlich wieder beseitigt, so dass geradeaus fahrende Radfahrer Vorfahrt haben.
 
Sack84

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Das Stoppschild ist wohl zwischenzeitlich wieder beseitigt, so dass geradeaus fahrende Radfahrer Vorfahrt haben.
Dann haben sie es entweder aufgegeben, oder es war an der Stellung wirklich so nicht sinnvoll.
Solls ja auch mal geben. ;)
 
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Wobei ich die Idee richtig gut finde: Ein paar Fahrradaktivisten fahren einfach mal einen Tag lang ganz vorbildlich durch die ganze Stadt. Natürlich ohne zu missionieren. Einfach nur mit Masse vorführen, wie es richtig geht. Also so einfache Sachen wie "um die Haltestelle fahren" (wie Trekker in Löbtau) oder "bei Rot anhalten" (ächt? das gilt auch für Räder?!) oder "in der dicht bevölkerten Fußgängerzone schieben" (wozu hab ich sonst das Rad bei, wennich zum Faahn). Usw.

Das fänd ich zig-mal besser als Demonstrationen, Aktivismen und so.

🙃
 
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Straßenverkehr aus der Radfahrerperspektive

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