Straßenverkehr aus der Radfahrerperspektive

Diskutiere Straßenverkehr aus der Radfahrerperspektive im Plauderecke Forum im Bereich Community; Da hast du selbstverständlich recht.
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Man sollte doch aber generell auch dafür Verständnis haben, erstmal unabhängig durch welches Fahrzeug, wenn man den Wunsch hat den Weg zur Arbeit -welcher ja auch Lebenszeit ist- mit Bewegung und Sport zu verbringen anstatt wie auf den Lokus doof rum zu sitzen und den Bierbauch immer größer werden zu lassen.

Da hast du selbstverständlich recht.
 
TeJo

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Ohwieschön: sie schreiben darin von "Pedelec 25 und Pedelec 45" (Seite 2, 3. Zeile unter "Impressum")
! 😁 Die BASt hat die Zeichen der Zeit erkannt! 😁
Aber auch: "Zu den Nutzern von S-Pedelecfahrern und ihrem Unfallgeschehen lassen sich aufgrund geringer Fallzahlen keine belastbaren Aussagen treffen." (S. 3).
Naja, es gibt auch sogenannte "n=1-Studien", die Fragen beantworten können, die doppelblind randomisierte Studien (RTCs) und Metaanalysen nicht beantworten können (z.B. wirkt ein bestimmtes medikament mit einer guten Wirkung in RTSc und Metaanalysen auch bei einem konkreten Patienten?).
😉
 
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Ohwieschön: sie schreiben darin von "Pedelec 25 und Pedelec 45" (Seite 2, 3. Zeile unter "Impressum")
! 😁 Die BASt hat die Zeichen der Zeit erkannt! 😁
Aber auch: "Zu den Nutzern von S-Pedelecfahrern und ihrem Unfallgeschehen lassen sich aufgrund geringer Fallzahlen keine belastbaren Aussagen treffen." (S. 3).
Naja, es gibt auch sogenannte "n=1-Studien", die Fragen beantworten können, die doppelblind randomisierte Studien (RTCs) und Metaanalysen nicht beantworten können (z.B. wirkt ein bestimmtes medikament mit einer guten Wirkung in RTSc und Metaanalysen auch bei einem konkreten Patienten?).
😉
Ab Seite 30 ist es für S-Pedelecfahrer interessant. Die dortigen Ausführungen basieren, wenn ich alles richtig verstanden habe, aber im Wesentlichen auf Daten aus der Schweiz, wo S-Pedelecs erheblich verbreiteter sind als in Deutschland.
 
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...................... und zeig mal eine 20km Fahrt von Dir zur Arbeit. Dann können wir analysieren wie perfekt Du fährst.

Nachdem du so interessiert bist und ich kein Video vom Arbeitsweg habe, stelle ich mal eines von vor etwa 14 Tagen ein.

Ich bin mit dem Pedelec gefahren und du kannst somit nicht nur alle Verkehrsverstöße auf 20 km sondern auch auf 136 km herausfinden. Die Chancen stehen also besser für dich.


Ich überlege mir inzwischen eine Belohnung für den Fall du findest etwas. Zum Beispiel könnte ich meinen Weg zur Arbeit nochmals nachstellen und ein Video machen. Aber welches Fehlverhalten willst du mir in der U-Bahn oder dem Laufen zu der Station nachweisen? U-Bahn - heute immer Schutzmaske.
 
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schmadde

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ich sprach schmadde an. Von dem weiß ich, dass er wenige Gehminuten von einer S-Bahnstation entfernt wohnt. Die fahren im 20 Minuten Takt. Und viele Firmen in München, damit meine ich nicht den Einzelhandel, haben Gleitzeit damit kann man sich persönlich gut auf eine Zeit einstellen.

Sofern man mit öffentlichen Verkehrsmittel viel länger als mit dem S-Pedelec unterweks ist, verstehe ich natürlich die Bevorzugung des S-Pedelec.
Ich habe es ein paar Mal mit der S-Bahn versucht. Ich hatte sogar ein paar Jahre lang ein (letztlich selten genutztes) Jahresabo des MVV. Es war zumindest dort wo ich wohne nicht praktikabel. In Berlin bin ich gerne und oft ÖPNV gefahren - in München und Umland wo ich ihn er-fahr-en habe war er praktisch unbenutzbar.

Na ja, ich bin von Haus aus skeptisch, wenn jeder geltende Regeln, gleich in welchem Bereich, so zurecht legt, wie es gerade passt.
Da gebe ich Dir grundsätzlich Recht. Gesellschaftliche Regeln funktionieren nur, wenn sie alle wenigstens grob einhalten. Bzgl. Radverkehr ist es aber einfach so, dass ich in nunmehr 45 Jahren, in denen ich überwiegend das Fahrrad als Verkehrsmittel nutze gelernt habe, dass es einfach nicht möglich ist, sich an alle Regeln zu halten.

Da hören Radwege an Baustellen einfach auf, manchmal auch ohne Baustellen, der gesetzlich vorgeschriebene Überholabstand ist auf 99,9% der Radwege nicht einhaltbar, der Radweg ist mal freiwillig (und aufgrund der Beschaffenheit und Enge nicht sinnvoll nutzbar), aber man soll auf der Fahrbahn die Fußgängerampel nutzen (was kein Autofahrer versteht - ist zum Glück nicht mehr der Fall) usw usf usa.

Bei vierrädrigen Kfz würdest du - so vermute ich - einen erheblich strengeren Maßstab anlegen
Ja, würde ich. Es ist aber nunmal so, abgesehen vom deutlich erhöhten Gefährdungspotenzial, dass die Regeln seit Jahrzehnten von und für Autofahrer gemacht wurden und für Autofahrer jeder Furz ausgeschildert wird, jede Umgehung extra geplant, jedes Schlagloch, dass der ADAC mal in seiner Treppenliftpostille erwähnt hat wird aus Furcht vor Klagen schleunigst beseitigt - bei Radfahrern: handtuchbreite Mondlandschaften wo ein Fully zu kämpfen hat werden verpflichtend für alle, bei Baustellen stellt ein Bauarbeiter irgendein Schild auf, was er grade auf seinem LKW gefunden hat, meist mit Zusatzzeichen "Radfahrer absteigen" und behördliche Anordnungen dafür gibts keine weil kein Bock und kein Plan seitens der Verwaltungen.

(was ich ja durchaus richtig fände), oder? Beispiel verkehrsberuhigter Bereich, Verkehrszeichen 325. Erlaubt ist Schrittgeschwindigkeit für alle. Ist aber doch weit und breit niemand, auch kein Kind, auf der Straße zu sehen, also kann ich doch Gas geben?
Verkehrsberuhigte Bereiche, wo man im Rahmen des Anhaltewegs sehen kann ob da was kommen könnte hab ich noch nie irgendwo gesehen. Das sind meist schmale zugeparkte Sträßchen wo hinter jedem Auto ein Kind hervorkommen könnte.
Nachdem du so interessiert bist und ich kein Video vom Arbeitsweg habe, stelle ich mal eines von vor etwa 14 Tagen ein.

Ich bin mit dem Pedelec gefahren und du kannst somit nicht nur alle Verkehrsverstöße auf 20 km sondern auch auf 136 km herausfinden. Die Chancen stehen also besser für dich.

Ein sehr schönes Video von einer sehr schönen Tour. Diese Runde ist meine Lieblingsrunde und ich versuche sie jedes Jahr wenigstens einmal zu fahren. Ich würde allerdings empfehlen sie andersrum zu fahren, dann kann man die verkehrsarme Mautstraße zur Valepp bergauf fahren und den Teil wo viele Autos sind vom Spitzingsattel mit 80 runterdüsen :D

Aber mal ganz ehrlich: Wenn ich so wie Du alle Teile rausschneide, wo andere Leute zu sehen sind, gibts klar keine Konflikte. Mein Video war End-To-End, im Berufsverkehr wo alles dabei war was ich getroffen habe. Das ist schon was anderes.
@Reiseradler
@schmadde

Was haltet Ihr davon, den Austausch eurer persönlichen Freundlichkeiten als Privatunterhaltung fortzuführen? Nur so eine Anregung.
Nope. Ich lasse mich zwar zu oft provozieren, aber auf Privatunterhaltungen im Stil Müller-Lüdenscheidt vs. Dr. Klöbner hab ich nicht wirklich Bock.
 
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MisterFlyy

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Hinter mir fuhren noch 3 Radfahrer auf dem Radweg, jedenfalls standen 3 an der letzten Kreuzung hinter mir. Einschließlich der jungen Dame, die ihr Pedelec auf dem Gehweg schob, waren wir also 5. Bei 4 Geisterfahrern sind diejenigen, für die das Wort "Straßenverkehrsregel" kein Fremdwort ist, wenigstens noch knapp in der Mehrheit.



Hm, na ja, wenn ein vierrädriges Kfz an in der Mitte der Straße gelegenen Straßenbahnhaltestelle ohne abzubremsen vorbeifahren würde, was ich leider schon erleben musste, würden wohl alle zu Recht aufschreien. Vor mir fuhr ein Pedelec.

 
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schmadde

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Ganz ehrlich @Trekker: wenn ich mir Deine Videos hier im Thread so anschaue, dann ist das bei weitem schlimmste und unfallträchtigste Fehlverhalten was ich dort sehe auf Seiten der Verkehrsplaner zu suchen.

Das ist ja grotesk was da für eine untaugliche Radverkehrsinfrastruktur angeboten wird. Ich hab noch nirgends ein Schild gesehen, in Gegenden wo der Staat noch halbwegs funktioniert, wären diese Wegelchen längst entschildert worden. Falls da noch welche sind, würde ich empfehlen, Deine Energie ins wegklagen dieser Schilder zu investieren und nicht ins Anprangern von Leuten, die irgendwie versuchen, mit dieser Schrott-Infrastruktur zurecht zu kommen.

Ich würde an solchen Stellen mit egal welchem Zweirad (S-Pedelec, Pedelec oder Fahrrad) nur auf der Fahrbahn fahren, weil diese Handtuchstreifen einfach komplett unbenutzbar sind.
 
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Ich würde an solchen Stellen mit egal welchem Zweirad (S-Pedelec, Pedelec oder Fahrrad) nur auf der Fahrbahn fahren, weil diese Handtuchstreifen einfach komplett unbenutzbar sind.

Ich habe nicht das geringste Problem mit diesen Radwegen, solange mir keine Geisterfahrer entgegenkommen. Und soweit ich das beurteilen kann, auch alle andern Radfahrer nicht, die die richtige Richtung benutzen. Wir haben nun mal nur begrenzte Möglichkeiten, die Radwegeinfrastruktur auszubauen, es sei denn, man beginnt in zahlreichen Bereichen die vorhandene Wohnbebauung abzureißen.

Hm, wie lange doch eine rote Ampel leuchten kann. War eine ältere Dame. Ob sie das auch Ihren Enkeln vorführt? Ich hoffe nicht. Aber vielleicht hat ja von euch einer eine Erklärung parat, warum die Dame mit dieser Geschwindigkeit keine Zeit hat, an einer roten Ampel zu halten.

 
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schmadde

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Ich habe nicht das geringste Problem mit diesen Radwegen, solange mir keine Geisterfahrer entgegenkommen. Und soweit ich das beurteilen kann, auch alle andern Radfahrer nicht, die die richtige Richtung benutzen.
Wie überholst Du auf sowas (legal!) Oma Krasulke, die mit 6 km/h vor sich hingondelt? Oder lässt Du Dich stets auf Fußgängergeschwindigkeit einbremsen? ist es kein Problem für Dich, dass da Autos und LKW in Zentimeterabstand neben Dir fahren (der Weg ist ja nicht breiter als ein Fahrradlenker)? Was machst Du, wenn wie so oft Mülltonnen, Wahlplakate und ähnliches da drauf rumstehen?

Ich finde solche Radwege eine Zumutung und ehrlich gesagt auch eine Unverschämtheit Radfahrern gegenüber denen man nichtmal ausreichend Platz zum fahren lässt - obwohl sie die für den Staat billigsten Verkehrsteilnehmer sind und umweltfreundlich obendrein.

Nicht nachvollziehbar.
 
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Wie überholst Du auf sowas (legal!) Oma Krasulke, die mit 6 km/h vor sich hingondelt? Oder lässt Du Dich stets auf Fußgängergeschwindigkeit einbremsen?

Ja natürlich. Dann muss ich halt mal ein paar Meter langsam fahren. Wo ist das Problem? Ich überhole, wenn es der Verkehr zulässt.

Ich finde solche Radwege eine Zumutung und ehrlich gesagt auch eine Unverschämtheit Radfahrern gegenüber denen man nichtmal ausreichend Platz zum fahren lässt - obwohl sie die für den Staat billigsten Verkehrsteilnehmer sind und umweltfreundlich obendrein.

Und, rechtfertigt dies ein Rotlichtverstoß? Sicher nicht.
 
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Ja natürlich. Dann muss ich halt mal ein paar Meter langsam fahren. Wo ist das Problem? Ich überhole, wenn es der Verkehr zulässt.
Das ist in einer Ausnahmesituation kein Problem. Das Problem besteht darin, dass eigentlich immer irgendwelche sehr langsamen Radfahrer auf Radwegen unterwegs sind und man auf solche Wegelchen im Prinzip dauerhaft auf Fußgängergeschwindigkeit ausgebremst wird, wodurch das Radfahren sinnlos wird. Dann kann man auch gleich zu Fuß überall hin gehen.

Und, rechtfertigt dies ein Rotlichtverstoß? Sicher nicht.
Wo habe ich das behauptet?
 
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Das ist in einer Ausnahmesituation kein Problem. Das Problem besteht darin, dass eigentlich immer irgendwelche sehr langsamen Radfahrer auf Radwegen unterwegs sind und man auf solche Wegelchen im Prinzip dauerhaft auf Fußgängergeschwindigkeit ausgebremst wird, wodurch das Radfahren sinnlos wird. Dann kann man auch gleich zu Fuß überall hin gehen.

Persönlich habe ich kein Problem mit dieser Situation. Haben denn langsam fahrende Radfahrer kein Recht, Rad zu fahren und Radwege zu benutzen? Plädierst du für eine Mindestgeschwindigkeit auf Radwegen?

Wo habe ich das behauptet?

Das hast du nicht behauptet. Es war eine rhetorische Frage.
 
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schmadde

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Persönlich habe ich kein Problem mit dieser Situation. Haben denn langsam fahrende Radfahrer kein Recht, Rad zu fahren und Radwege zu benutzen? Plädierst du für eine Mindestgeschwindigkeit auf Radwegen?
Nein, ich plädiere für ausreichend Platz zum Ausweichen und Überholen auf Radwegen, da dort die Geschwindigkeitsdifferenz erheblich höher ist als z.B. auf der Autobahn, wo es *immer* zwei Richtungsfahrbahnen gibt um das Überholen zu ermöglichen. Zwischen langsamen und schnellen Radfahrern auf Radwegen liegt Faktor 5-6, das wäre so als ob auf der Autobahn Fahrzeuge mit 80 und welche mit 480 unterwegs wären.
 
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Nein, ich plädiere für ausreichend Platz zum Ausweichen und Überholen auf Radwegen, da dort die Geschwindigkeitsdifferenz erheblich höher ist als z.B. auf der Autobahn, wo es *immer* zwei Richtungsfahrbahnen gibt um das Überholen zu ermöglichen. Zwischen langsamen und schnellen Radfahrern auf Radwegen liegt Faktor 5-6, das wäre so als ob auf der Autobahn Fahrzeuge mit 80 und welche mit 480 unterwegs wären.
Hm, Faktor 5-6 würde bedeuten, dass - wenn ein Radfahrer 10-15km/h auf dem Radweg fährt, ich mit 50 km/h (5x10) bis 90 km/h (6 x 15 km/h) fahren würde. Faktor 5-6 kann ich mir nicht vorstellen. Ich fahre beim Pendeln mit einem Durchschnitt zwischen 23 km/h und 26 km/h, je nach Lust, Laune und Gegenwind.
 
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Bei einer kompletten Neuanlage von Straßen einschließlich der angrenzenden Bebauung (also komplett neue Städte) wäre es sicher möglich für Alle Beteiligten gneügend Platz zu schaffen. Aber unser Städte mit ihren Verkehrsanlagen sind gewachsene Strukturen, wo die Anlage von breiteren Fuß- und Radverkehrsanlagen immer einen Kompromiss darstellt.
Deshalb sollten wir Alle ein bisschen Rücksicht auf die anderen nehmen, dann wäre das Leben um Einiges leichter!
 
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Hm, Faktor 5-6 würde bedeuten, dass - wenn ein Radfahrer 10-15km/h auf dem Radweg fährt, ich mit 50 km/h (5x10) bis 90 km/h (6 x 15 km/h) fahren würde.
Nein. Auf Radwegen sind regelmäßig Leute unterwegs, die das Fahrrad als Gehhilfe begreifen und mit 5-6km/h unterwegs sind. Faktor 5-6 sind da ca. 30km/h was eine übliche Geschwindigkeit auf Radwegen darstellt.

Bei einer kompletten Neuanlage von Straßen einschließlich der angrenzenden Bebauung (also komplett neue Städte) wäre es sicher möglich für Alle Beteiligten gneügend Platz zu schaffen.
Es ist auch bei bestehenden Straßen möglich. Dann macht man halt den Radweg weg, verbreitert die Straße und setzt das Tempolimit auf 30 oder weniger runter.

Wird gemacht funktioniert und ist daher ein bewährtes Konzept.

Wenn man aber alle auf Fußgängergeschwindigkeit einbremst, kann man sich das Thema "Verkehrswende" gleich in die Haare schmieren. Dann bedeutet "Verkehrswende" einfach nur, dass alle Autos eine halbe Tonne schwerer werden und in 5 Sekunden von 0-100 beschleunigen. Radfahren im Alltag ist dann für die meisten nicht mehr möglich.
 
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Nein. Auf Radwegen sind regelmäßig Leute unterwegs, die das Fahrrad als Gehhilfe begreifen und mit 5-6km/h unterwegs sind. Faktor 5-6 sind da ca. 30km/h was eine übliche Geschwindigkeit auf Radwegen darstellt.

Das entspricht nicht meiner Erfahrung, sieht man einmal von den Bereichen des Elbradweges ab, die in den Stadtgebieten liegen. So langsam fahrende Radfahrer halte ich eher für Ausnahmen. Aber das scheinen wir unterschiedliche Erfahrungen zu machen.

Es ist auch bei bestehenden Straßen möglich. Dann macht man halt den Radweg weg, verbreitert die Straße und setzt das Tempolimit auf 30 oder weniger runter.

Wird gemacht funktioniert und ist daher ein bewährtes Konzept.

Wenn man aber alle auf Fußgängergeschwindigkeit einbremst, kann man sich das Thema "Verkehrswende" gleich in die Haare schmieren. Dann bedeutet "Verkehrswende" einfach nur, dass alle Autos eine halbe Tonne schwerer werden und in 5 Sekunden von 0-100 beschleunigen. Radfahren im Alltag ist dann für die meisten nicht mehr möglich.

Deine Vorstellungen zum Ausbau von Radwegen bzw. Änderung der Infrastruktur vermag ich ja durchaus nachzuvollziehen, sie sind m.E. aber aufgrund der gewachsenen Stadtstrukturen bei weitem nicht überall, vermutlich sogar nur in städtischen Außenbereichen oder ländlich geprägten Regionen, realisierbar und schon gar nicht von heute auf morgen. Insoweit stimme ich @Brerahtol zu.
 
Geierlamm

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Deine Vorstellungen zum Ausbau von Radwegen bzw. Änderung der Infrastruktur vermag ich ja durchaus nachzuvollziehen, sie sind m.E. aber aufgrund der gewachsenen Stadtstrukturen bei weitem nicht überall, vermutlich sogar nur in städtischen Außenbereichen oder ländlich geprägten Regionen, realisierbar und schon gar nicht von heute auf morgen. Insoweit stimme ich @Brerahtol zu.
Die "gewachsenen" Stadtstrukturen sind seit den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts systematisch auf den Autoverkehr ausgerichtet worden.
Fußgänger und Radfahrer wurden nicht , wie " gewachsen" suggeriert , durch einen natürlichen evolutionären Prozess ausgegrenzt , sonders durch bewusste politische Entscheidungen an den Rand gedrängt.
Das kann man selbstverständlich rückgängig machen. Die Finanzierung wäre einfach:
Autoverkehr mit den tatsächlichen Kosten belasten und nicht noch zusätzlich subventionieren.

Gruss

Geierlamm
 
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