Steigung richtig messen (30%) - was schafft man mit einem E-Bike maximal?

Diskutiere Steigung richtig messen (30%) - was schafft man mit einem E-Bike maximal? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Eine Steigung meiner Touren hab ich jetzt mal gefunden in der Karte. Echte 26% auf fester Schotterpiste. Diese sind noch relativ problemlos...
lusi22

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Eine Steigung meiner Touren hab ich jetzt mal gefunden in der Karte. Echte 26% auf fester Schotterpiste. Diese sind noch relativ problemlos befahrbar. Ohne akrobatische Übungen, aber mit ordentlich Schweiß auf der Stirn.
 

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Georg

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Wie lang war die Wasserwaage? So ne 2 m Waage wäre vielleicht ok, aber so kurze sind doch viel zu ungenau. Da reicht ein Steinchen und die Waage steht schiefer als der Weg eigentlich ist.
Wenn man es genauer mache will, dann könnte man sich nen Laserpointer nehmen und diesen unten auf der Straße im gleichen Abstand wie in 100 Meter weiter nach oben strahlen lassen. Dann mit nem ausgerichteten geodreieck den Laserstrahl ausmessen ... Oder so ;)
Es wird immer besser! Tolle Idee.
Aber dann musst Du auch Grad in Prozent umrechnen. Kann das Dein Taschenrechner überhaupt? :eek:
 
lusi22

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Und hier im Gegensatz eine Strecke die ich regelmäßig Schiebe. Nur 21%, aber schwerer tiefer Waldboden.


Steigung5.jpg
 
torcman

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Thread Titel

Steigung richtig messen

Seit 5 Monaten wegen häufiger andere Anwendung benutze ich folgendes

Tacklife S2-40 Premium Laser-Entfernungsmesser Distanzmessgerät mit Multifunktion inkl. Winkelmessung, automatische Messung, drei Pythagoreische Messungsmodi

https://www.amazon.de/gp/aw/d/B01N7...i=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=tacklife+s2-40

Der Winkel wird zuverlässig mit 0.1° gezeigt. Habe schon einige Steigungen damit vermessen. Am besten abends, dann sieht man den Laser besser in weiter Entfernung. Speziell wenn man Reflektoren (zB Speichenrückstraler) benutzt. Stativ ist sehr hilfreich für beide Enden der Messstrecke und erhöht enorm die Genauigkeit der Messung. Somit sind 0,5% erreichbar und reproduzierbar.

Nach den vielen Methoden die ich hier über die Jahre präsentiert hatte erscheint mir diese Methode die Genauste für kurze Strecke.

Für 60 bis 100hm was ich als vernuftige Höhendifferenz betrachte , um Steigungen anzugeben, ist ein barometrischer Höhenmesser plus GPS am besten. (Meistens in einem Gerät). Plus ein bisschen Arithmetik.

Beispiel einer genauen Vermessung von 2011, gehe zu Punkt Messstrecke

www.pedelecforum.de/wiki/doku.php?id=elektrotechnik:rekuperation
 
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Für 60 bis 100hm was ich als vernuftige Höhendifferenz betrachte , um Steigungen anzugeben
Halte ich im hier diskutierten Kontext ("welche Maximalsteigung kann man noch schaffen") für mindestens eine Größenordnung zu viel. 60-100hm sind richtig viel, da braucht man mit dem Fahrrad so 5-10 Minuten dazu. Ein kurzer Stich muss nur einige Meter lang sehr steil sein, damit man nicht mehr fahrend weiterkommt. Bei 30% reichen da 10-20m, also vielleicht 5hm.

Mit dem Fahrrad befahrbare Steigungen mit 30% über 60-100hm gibt es wohl nirgendwo. Nichtmal bekannt steile Wanderwege wie z.B. zum Edmund Probst Haus am Nebelhorn bringen das. Die 20% auf 100hm oder mehr reissen auch nur ganz wenige Orte.
 
torcman

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also vielleicht 5hm

das faehrst Du mit beliebigem Fahrad, ohne Motor, nur mit dem Schwung. Somit hat es nichts zu tun mit der Faehigkeit des Hybrid-Antriebs Mensch-Motor. Und wenn Mensch, dann auch einigermassen angeschwungene Leistung, daher 5-10 Minuten, keine 5s Sprint.

Bleibe weiter bei der Meinung 60-100Hm, Du kannst natuerlich bei Deiner bleiben und zu "Steigung richtig messen" habe ich mich vorher geaeussert :)
 
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schmadde

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das faehrst Du mit beliebigem Fahrad, ohne Motor, nur mit dem Schwung.
Du fährst in einem Anstieg wo Du vielleicht schon ne halbe Stunde mit 5km/h hochgekeucht bist weil es weit über 10% Steigung hat 17 Meter weit (5hm, 30%=17,4m) mit Deinem Schwung? Respekt. Da reicht bei mir der Schwung nichtmal für einen halben Meter. Man kann sicher für ein paar Meter noch wesentlich mehr Leistung mobilisieren als über einen längeren Zeitraum, aber 60-100hm? Never. 30% Stiche kommen meist nicht plötzlich aus der Ebene geschossen, das sind idR Maximalsteigungen in einem längeren Anstieg.

Bleibe weiter bei der Meinung 60-100Hm, Du kannst natuerlich bei Deiner bleiben.
Kommt halt immer drauf an, was man ausdrücken möchte. Bei 60-100hm ist das ein Problem von kurzzeitiger Dauerleistung von Mensch und Motor, nicht von "was kann man maximal schaffen". Ich bin hier bei der Fragestellung davon ausgegangen, dass man wissen will, welche Steigung man definitiv nicht mehr hochkommt, egal wie lang sie ist.

Die Grenzen sind natürlich fliessend. Ob man nun 10, 20, 30 oder 50 Meter Länge als Maßstab nimmt da kann man sicher drüber streiten. Aber 100hm bei 20% ist schon ein halber Kilometer, da gehts für mich schon eher im Dauerleistung als um Maximalleistung.
 
torcman

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Frage der Definition.

Ist schon eine einzige Treppenstuffe mit 35% das Mass? Oder ein Stein am Wege?

Ich weiss, dass ihr da sehr nach hohen Zahlen fuer die Steigungen geil seid. Ich nicht. Deshalb uebertreibe ich nicht so massloss mit den Steigungen, sondern weiss ganz genau wie lange ich fuer 100 oder 300Hm brauche.

Und schliesslich ist die kurze max. Steigung nicht unbedingt von dem Motor abhaengig, sondern von der Schaltung (Entfaltung) und dem Mensch.
 
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schmadde

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Deshalb uebertreibe ich nicht so massloss mit den Steigungen, sondern weiss ganz genau wie lange ich fuer 100 oder 300Hm brauche.
Ich auch. Aber das ist ne völlig andere Fragestellung. Ich kann Jaufenpass und Timmelsjoch hintereinander hochfahren mit einem normalen Rennrad ohne allzu kleine Gänge und ohne Motor - ohne große Probleme. Aber bei dem Stich wenn ich von der anderen Isarseite nach Hause komme, die Gesamtsteigung sind vielleicht 30 oder 40 hm - da habe ich regelmässig allergrößte Probleme auf den letzten 10m die wirklich sehr steil sind. Wenn ich mit dem Lastenrad fahre, dann auch trotz voller Motorunterstützung.

Drum seh ich das als zwei unterschiedliche Problemstellungen an.

Und schliesslich ist die kurze max. Steigung nicht unbedingt von dem Motor abhaengig, sondern von der Schaltung (Entfaltung) und dem Mensch.
Auch hier bin ich nicht ganz bei Dir. Ab unterschreiten einer gewissen Geschwindigkeit wird es sehr schwer, das Rad noch grade zu halten. Beliebig langsam geht eigentlich nur mit einem Dreirad. Auch bei üblichen Fahrradgeometrien hat man bei den hier angesprochenen Steigungen meist Schwierigkeiten den Schwerpunkt so zu wählen, dass weder das Vorderrad hochkommt und man hinten runterfällt noch dass das Hinterrad durchdreht - und das bei vollem körperlichen Einsatz.
 
torcman

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Aber bei dem Stich wenn ich von der anderen Isarseite nach Hause komme, die Gesamtsteigung sind vielleicht 30 oder 40 hm - da habe ich regelmässig allergrößte Probleme auf den letzten 10m die wirklich sehr steil sind. Wenn ich mit dem Lastenrad fahre, dann auch trotz voller Motorunterstützung.

OK, verstanden und fuer mich plausibel. So definiert hat auch fuer Dich Sinn.

Ab unterschreiten einer gewissen Geschwindigkeit wird es sehr schwer, das Rad noch grade zu halten. Beliebig langsam geht eigentlich nur mit einem Dreirad.

Ja, das ist auch richtig.

Bei 25% Steigung (genau barometrisch gemessen, ueber mehrere Punkte) schaffe ich 9kmh:

https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/messung-25-steigung-mit-bionx-pl-250-ht.8083/

Ab unterschreiten einer gewissen Geschwindigkeit wird es sehr schwer, das Rad noch grade zu halten. Beliebig langsam geht eigentlich nur mit einem Dreirad.

bei 30% wird wahrscheinlich 25/30*9=7.5kmh somit immer noch nicht zu langsam.
 
Angellocher

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31% Steigung auf Schotterweg geschafft

Schweißtreibende max 31% Steigung auf den Salzunger Berg und Abstecher zur Kryenburg🤠 | E-Mountainbike-Tour | Komoot
Auch wenn hier der letzte Eintrag vor drei Jahren eingestellt wurde, so möchte ich meine heutige Erfahrung hier ergänzen.
Ich bin vor 18 Monaten vom Kraigau in die Rhön gezogen. Direkt vor meiner Haustür gibt es im Nachbarort Weilar eine Steigung, welche auf den Komoot-Karten nicht verzeichnet ist und lediglich ein Serviceweg für eine Gasleitung darstellt.
Im März 2021 habe ich das erste Mal versucht hinaufzukommen und habe auf halber Höhe abbrechen müssen, als mein Hinterrad durchrutschte (meine Schuld, das Profil der Nobby Nic war fast abgefahren).


IMG_20210307_135448_0.jpg


Gestern haben wir die Steigung endlich geschafft, siehe Grafik. Auf knapp 700 Meter Strecke fast 130 Hm gemacht. In der Spitze 31% Steigung.
Wir sind beide froh, dass unsere Brose Motoren 90 Nm leisten. Mit weniger hätten wir (Meine Frau hat nur 1 funktionierendes Bein, ich knapp 100 kg Kampfgewicht) die Steigung vermutlich nicht geschafft. Der Aufstieg hat alles abverlangt, nicht nur konditionell, sondern auch von der Geschicklichkeit.

Gerade so knapp über 6 km/h, Gewicht nach vorne und den Lenker gerade halten, ohne an ihm zu reißen. Auf dem Schotter war 100% Konzentration gefordert.

IMG_20210723_180157.jpg
31-Prozent-Steigung-1.PNG


Mein Fazit: Grenzerfahrung, jüngere und sportlichere Biker kommen bestimmt auch mit 60 Nm hin.
 
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Auf knapp 700 Meter Strecke fast 130 Hm gemacht. In der Spitze 31% Steigung.
Wir sind beide froh, dass unsere Brose Motoren 90 Nm leisten.
Mit meinem Bosch mit 85 Nm schaffe ich eine ähnliche Strecke mit 32% Steigung. Hätte ich nur "1 funktionierenden Bein" ging dies mit dem Bosch nicht.
 
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Ich weiss nicht, welche Prozentzahl die Steigungen haben, aber wenn sich das Vorderrad abhebt, ist offensichtlich eine Grenze erreicht. So geschehen auf der letzten Sternradfahrt im Kreis Görlitz.
 
Inzingersimon

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Gerade bei uns in der Gegend die steilste Forststraße die ich bisher gefahren bin mit Komoot nachgemessen. 150 Höhenmeter konstant um die 30%, 42% an einer Stelle. Mit der richtigen Technik geht aber vermutlich noch ein wenig mehr, kommt aber auf den Untergrund an.
 

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Zwischen den Weinbergen hier in der Gegend gibt es Steigungen mit 35% (per GPS Höhendaten errechnet).
Nur kann man da (ich) nicht fahren. Würde sonst gerne auch mal testen was so geht.
30% Steigung müssen es nicht sein, 20% mal ein paar Meter länger würden mir genügen.

Was technisch möglich ist? Mit Möglichst wenig Federweg, passender Sitz- und Sattelposition, Reifen, und am Wichtigsten
der entsprechenden Übersetzung geht schon was. An meinem "günstigen" Rad geht es halt hinten nur bis zum 36er Ritzel.
Mit einem 50er oder 51er Ritzel, und einem Bosch CX, lässt sich sicher echt Spaß haben, beim Testen.
 
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Steigung richtig messen (30%) - was schafft man mit einem E-Bike maximal?

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