Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Diskutiere Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden im Controller/Regler, Fahrerinformation, Elektronik Forum im Bereich Diskussionen; Hallo zusammen! Ich habe mir gerade ein schickes Pedelec zusammengeschustert. Ich verwende zur Verbindung von Akku und Controller Bullet...
G

Getriebe

Hallo zusammen!

Ich habe mir gerade ein schickes Pedelec zusammengeschustert. Ich verwende zur Verbindung von Akku und Controller Bullet Connectors 4mm ohne einen Schalter zu haben. Jedes mal wenn ich die Stecker verbinde und trenne gibt es einen kleinen Funken.
Was kann ich tun um diesen zu vermeiden? Einen Kondensator parallel einlöten oder so etwas?

Ich habe die SuFu schon benutzt, aber nichts gefunden.

Danke und beste Grüße
 
volkerster

volkerster

Mitglied seit
31.10.2008
Beiträge
40
Ort
bornheim 53332
Details E-Antrieb
cyclone/lohmeyer 500W im A4
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Ich habe irgendwo im Forum gelesen, man kann zuerst über einen Widerstand die Kondensatoren vorladen und dann erst richtig verbinden. Ich hab das bei mir mit einem ON/OFF/ON Schalter und einem 100Ohm 11Watt Widerstand nachgebaut. Scheint zu klappen.
 
Segafredo

Segafredo

Mitglied seit
04.12.2008
Beiträge
334
Ort
12623 Berlin
Details E-Antrieb
9C 154, 48V 12Ah-LiMnCo, FC
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Hat Dein Controller keine dünne rote Leitung, die zum Ein/Ausschalten gedacht ist?
Wenn nicht, dann einen passenden Power-MOSFET und 2 Widerstände und einen beliebigen kleinen Schalter und das Problem ist gelöst.
 
G

Getriebe

AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Danke für die Antworten.

@volkerster:
Fließt dann auch der ganze Strom durch deinen Schalter?

@Segafredo:
Ich kann keine dünne rote Leitung finden. Wie muss ich denn den MOSFET integrieren? Einfach in eine Leitung löten? Und was bewirken die Widerstände?

Grüße
 
Segafredo

Segafredo

Mitglied seit
04.12.2008
Beiträge
334
Ort
12623 Berlin
Details E-Antrieb
9C 154, 48V 12Ah-LiMnCo, FC
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Ich habe mal skizziert, wie der MOSFET einzufügen ist. Du mußt nur einen passenden verwenden, also wenigstens 75A und 60V und geringen Rdson, <10mOhm.
Da gibts bei Reichelt oder Conrad immer was für kleines Geld.
Der Schalter kann beliebig klein sein.
 

Anhänge

G

Getriebe

AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Vielen Dank!!

Dann werde ich mich mal ans Löten machen, sobald ich ein MOSFET besorgt habe.
 
H

Hkingo

Mitglied seit
13.11.2008
Beiträge
3
Ort
Bei Aachen
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Blitz vermeiden: Hier findet man umfassende Info's zum Thema:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=62863

Meine Meinung und Erfahrung (auch aus dem Modellbaubereich):
Der an vielen Stellen beschriebene Zusatzaufwand ist nicht nötig, wenn man beim Zusammenstecken darauf achtet, daß der "Erstkontakt" mit Blitz an "unkritischen" Stellen von Stecker und Buchse stattfindet, wo der Abbrand beim "Blitzen" nicht weh tut.

lg
Hannes
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

Mitglied seit
20.07.2008
Beiträge
17.928
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

ich hab einfach einen Widerstand so in die Leitung beim stecker eingelötet, dass er leicht übersteht
beim zusammenstecken berühre ich einfach ne Sekunde lang den widerstand, sehe wie bei meinem Eagletree das lichtlein angeht, und stecke dann zusammen ;)
kein Funken
 
dann

dann

Mitglied seit
16.07.2009
Beiträge
1.490
Ort
Bodensee, CH
Details E-Antrieb
Nazca Gaucho 26", Q100H VR, 12S-Headway LiFePO4
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Ist der Funken eigentlich schädlich für den Regler oder ist es lediglich ein "kosmetisches" Problem ( dass mit der Zeit Stecker schwarz färbt;))
Der Funken selber stört mich kaum, es irritiert einfach und sieht etwas ungesund aus..
 
jimmy

jimmy

Mitglied seit
16.05.2009
Beiträge
600
Ort
Berlin
Details E-Antrieb
Xin Feng VR, NC 154 VR, Vitenso VR, 5AH Konion
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Schädlich für den Regler nicht unbedingt (gut natürlich auch nicht).
Das Hauptproblem ist der Abbrand an den Kontakten, der den Übergangswiderstand mit der Zeit erhöht (Spannungsabfall) und somit wertvolle Volt kosten kann.

Pedelec-konkret bricht die Spannung bei hohen (Strom) Belastungen mehr ein als üblich und somit die Leistung.
Der Stecker wird heiss, oder kann im Extremfall schmelzen, wobei eine Sicherung in diesem Fall nicht ansprechen muss.

(Die Verluste steigen im Quadrat zum Strom P=R*I*I).

Bei kleinen Strömen ist das also nicht so relevant, aber wenn es um so um pedelecübliche 3 - 20 A geht, lohnt es sich auf geringe Übergangswiderstände zu achten.

Ich habe einen Ein/Aus Schalter (im 'kleinen roten Kabel' zum Controller) das mindert dieses Problem, sofern man es nicht vergisst diesen zu benutzen.

jimmy
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwipp

Schwipp

Mitglied seit
09.05.2009
Beiträge
1.097
Details E-Antrieb
20" Klapprad, Tandem 26" Xiongda Double Speed
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Ich habe einen Ein/Aus Schalter (im 'kleinen roten Kabel' zum Controller)
und beim 11KW Regler?
Dennoch - wenn die Akku abgehängt und dann wieder angeschlossen wird, muss doch der Kondensator geladen werden???

Bitte Links wenn vorhanden.

Danke Schwipp
 
Schwipp

Schwipp

Mitglied seit
09.05.2009
Beiträge
1.097
Details E-Antrieb
20" Klapprad, Tandem 26" Xiongda Double Speed
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Ich habe mal skizziert, wie der MOSFET einzufügen ist.
Wie schnell schaltet denn so ein Mosfet? Hat der eine hohe innere Kapazität, und hast Du deswegen die Widerstände so groß gewählt, um keine zu kleine Zeitkonstante zu erhalten?

Wenn das Schalten zu schnell wäre, würden ja wieder unschöne hohe Ströme in die zu ladenden Kapazitäten des Controllers ließen.
Wenn man z.B. einen Kondensator mit 10 nanofarad parallel zu dem 100 KiloOhm Widerstand schaltet, ergibt sich eine externe Einschalt-Zeitkonstante von näherungsweise rund 5 Millisekunden.
Wenn die Kapazität im Controller zum Beispiel 10 Mikrofarad beträgt, würden bei 40 V Akkuspannung 0,4 Milli Coulomb geladen werden müssen. Das kann ein durchschnittlicher Strom von rund 100 mA leisten in 1 Millisekunde. Dann wäre man also auf der sicheren Seite, was die Höhe der Kondensator-Ladeströme beim Einschalten anbelangt und auch der Mosfet würde dabei nicht überlastet werden können.

Kann jemand einen Vorschlag für den Mosfet machen? Das würde vielleicht vielen helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
C

Christian

Mitglied seit
20.07.2008
Beiträge
4.262
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Ich habe mal versucht, das ganze zu simulieren. Irgendwo muss da noch ein Fehler bei mir stecken ... :confused:



Geschaltet wird bei 100 ms. Der MOSFET hat einen Kanalwiderstand von 10 mOhm und eine Gateladung von 3,5e-8 C. Alle Spannungsquellen und Schalter haben einen Innenwiderstand von 10 mOhm.

Gruß,

Christian
 
Segafredo

Segafredo

Mitglied seit
04.12.2008
Beiträge
334
Ort
12623 Berlin
Details E-Antrieb
9C 154, 48V 12Ah-LiMnCo, FC
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Häng' doch mal einen Verbraucher, eine Birne oder sowas mit dran, damit der Strom weiterfließen kann.
 
C

Christian

Mitglied seit
20.07.2008
Beiträge
4.262
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Häng' doch mal einen Verbraucher, eine Birne oder sowas mit dran, damit der Strom weiterfließen kann.
Ja, das war's. :)

Habe mal bewusst einen kleinen Verbraucher gewählt, da die Endstufe beim Einschalten nicht aktiv ist:



Durch Veränderung des Spannungsteilers lässt sich der max. Einschaltstrom verändern:



Sehr nette kleine Schaltung.

Gruß,

Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
jimmy

jimmy

Mitglied seit
16.05.2009
Beiträge
600
Ort
Berlin
Details E-Antrieb
Xin Feng VR, NC 154 VR, Vitenso VR, 5AH Konion
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

und beim 11KW Regler?
Dennoch - wenn die Akku abgehängt und dann wieder angeschlossen wird, muss doch der Kondensator geladen werden???
Das stimmt schon, der muss geladen werden.

Nur: Der Elko
(btw.: wurde bei mir durch eine Low-ESR Version ersetzt, da ich vor einger Zeit diesen durch Falschpolung beschädigt hatte)
behält seine Ladung über dann über viele Stunden, wenn man diesen Ein/Ausschalter benutzt.

Den Akku mal eben zum shoppen/nach der Arbeit ab-/anklemmen ist damit kein Problem, gibt keinen Funken.

Nach längerer Standzeit gibt es natürlich doch mal einen Einschaltfunken.

Scheint meinen Steckern (nutze z.Zt. die Conrad 'Wieland' Stecker, 25A (Beispiel)) nicht allzuviel auszumachen, ich habe jedenfalls noch keine wesentliche Erhöhung des Überganswiderstandes festgestellt (neulich nochmal mit Last gemessen. jedenfalls nicht dort*) - ansonsten wird der Stecker halt irgendwann ersetzt.


Die MOS-Fet Variante hat natürlich etwas für sich - nur dann habe ich u.a. neben Spannungswandler für Tagfahrlicht, Gleichrichter für Lichtspeisung über den Motor ohne Akku noch eine weitere kleine Komponente, die eingeschleift werden müsste...


jimmy

* Aber sehr wohl an den drei Standard-AMP Rundstecker-Verbindungen zwischen Controller und Motoranschlusskabeln (das-elektrorad) (angeschmort/zusammengebacken, ausgetauscht).

Der Härtetest im Sommerurlaub von 1300 auf 2800 Höhenmeter dürfte die Ursache gewesen sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwipp

Schwipp

Mitglied seit
09.05.2009
Beiträge
1.097
Details E-Antrieb
20" Klapprad, Tandem 26" Xiongda Double Speed
H

haegar

Mitglied seit
12.10.2008
Beiträge
2.184
Ort
34379
Details E-Antrieb
Bafang 36V mit A123 +LiMn
AW: Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Was für ein Controller ist das denn?
Hab meinen von LSDZS neulich "gepimpt", der Widerst and für die 5Volt versorgung war etwas unterdimensioniert mit 2W, wurde echt warm. Hab jetzt nen 5W eingelötet und dazwischen gleich noch nen Schalter gesetzt und einen Temperaturschalter in Reihe der den Controller bei etwa 55 grad abschaltet.
Verbrauch im Standby jetzt nicht meßbar, die Bereitschafts LED ist dann auch aus aber die Dicken elkos sind direkt an den 36V zuleitungen.
Funken würd jetzt nur was beim Trennen vom Akku
Mein älterer Infinion Controller hat ja die Einschaltfunktion über das Rote dünne Kabel aber auch der hatte wohl gefunkt beim Anstöpseln.
 
Thema:

Steckverbinder - wie Abbrand vermeiden

Werbepartner

Oben