Tour Sitzfleischpflege?

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maspalomas

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Hallo Langstreckenfahrer.
Wie und womit pflegt man den Sitzfleisch, gegen Schuerfungen und Roetungen, bei einer +10Taegige Tour und taeglich +8h in Sattel?
Wuerde da zB. Talkpuder was nuetzen?
Gruß.
 
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DJTornado

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Linola Schutzbalsam, schützt und ist atmungsaktiv, verklebt nichts.
 
rolan

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Ein passender Sattel hilft zu 90%. Wenn Du dann noch Probleme bekommst, hilft, abends den Hintern mit Nivea-Creme behandeln. Auch während der Fahrt öfter eine ganz kleine Pause, z.B. fotografieren, dreimal ums Rad gehen. Bei mir hilft zudem eine dünne Lederhose ohne Einlage. Nie geholfen haben Radlerhosen und ähnliche Dinge, ganz schlecht war ein Brooks-Sattel.


Ob du diesen meinen Rat annimmst?
 
RheaM

RheaM

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nahtlose Unterhose aus Microfaser o.ä., Cremes hab ich noch nie gebraucht.
 
E

erbse

Einfach den richtigen Sattel suchen und finden. Dann gibt es auch keine Rötungen und Schürfungen(?!) die man behandeln müsste. Kurz gesagt: Der Sattel ist falsch (oder bezogene Einstellungen wie Höhe, Winkel usw.)
 
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DJTornado

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Sorry, es stimmt einfach nicht, dass der Sattel falsch ist, wenn es zu Rötungen kommt. Diese Aussagen passen nur, wenn man solche Probleme als trainierter Mensch schon bei kurzen Touren bekommt. Wenn man wie der TO täglich 8h über 10 Tage auf dem Rad verbringt, ist die Haut dies üblicherweise nicht gewohnt. Kommt dann neben der Reibung noch Schwitzen hinzu, kann es sehr leicht zu Problemen führen. Die Tipps von Rolan, Pausen einzulegen etc. sind sehr hilfreich, ein Pflege der Haut gehört bei diesem "Dauerstress" für die Haut dazu, die Mittelchen, die dann helfen, sind sicherlich sehr individuell.
 
christiank

christiank

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Meine, völlig schmerzfreie, Kombination:

Assos Radhose (für mich nur mit Trägern, da verrutscht nichts) - IMO gibts nicht besseres.
Der Schweiss wird auch im Polsterbereich abtransportiert, kein Hitzestau - einfach Perfekt.
https://www.assos.com/men/bib-shorts
Die Preise sind heftig, die Qualität makellos und die Dinger halten ewig.
Nachteil: Wer diese Qualität mal gewohnt ist trägt nicht anderes mehr...

statt Unterhose das hier:
https://www.carefree.de/produkte/plus-large-aloe
.. das ist kein Witz sondern die pragmatische Lösung eines Problems das mich Jahrelang gequält hat = Abszesse, wundgescheuert durch Unterhosen, Talgwimmerl durch Falten in der Unterhose, etc..

Sattel:
https://www.bike-components.de/de/Terry/Figura-GTC-Gel-Men-Sattel-p48231/
 
systemgewicht

systemgewicht

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Natürlich trägt man überhaupt keine UHose zur Fahrradhose.

Man kann präventiv Sitzcreme nehmen.https://www.bike-components.de/de/ASSOS/Chamois-Creme-Sitzcreme-p34821/

Und ein gut passender Sattel von Ergon oder Sqlab hilft auch.

Nach der Fahrt gleich umziehen und jeden Tag eine frisch gewaschene Fahrradhose.
Und da hat Christian völlig recht: sparen lohnt da nicht, es gibt riesige Q-Unterschiede bei Bibshorts.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Kugel

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Nach vielen Experimenten und Touren haben wir die Gore Radlerhosen als die für uns besten gefunden. Die mit Träger und die tragen wir unter der normalen Hose. Kosten allerdings auch um die 100€. Die tragen wir bei längeren Touren und 100km . Bis 50km auch die Vaude Radlerunterhose mit Träger. Aber die ist nicht so gut wie die Gore.

Sehr gut ist die Scott, aber die gibts leider nicht mehr.

Vor längeren Touren hat sich Einreiben vor der Fahrt mit ganz normaler Babaypenatencreme empfohlen.

Über allem aber steht der passende eingesessene Sattel. Bei mir ein Brooks Flyer mit über 30.000km gut eingesessen.

Dass mit der täglich frisch gewaschenen Radlerhose klingt gut, aber auf unseren 3 Wochentouren mit 80 bis über 100km am Tag kaum machbar und auch nicht notwenig. So alle 3-5 Tage reicht.

Mit SQlab Sätteln bin ich trotz mehrerer Versuche nicht klar gekommen. Ich finde sie auch nicht so gut.

Und am meisten hilft viel Fahren. Der Körper gewöhnt sich an alles,
 
S

Stromknecht

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Wildwolf

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.. das ist kein Witz sondern die pragmatische Lösung eines Problems das mich Jahrelang gequält hat = Abszesse, wundgescheuert durch Unterhosen, Talgwimmerl durch Falten in der Unterhose, etc..
You MadeMyDay! Und den von meinem Mädel auch. :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO: Lachflasch! DANKE!:cool::D:D:D

Dass die Methodik super ist glaube ich Dir sofort.:D:D:D:D:D

Ich kenne es bis dato wirklich nur in Verbindung mit Witzen, Einlegesohle für Sportschuhe etc.pp


Nice Day

Wolf
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Singing-Bard

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1. Sattel muss passen. Für lange Touren sind die Gel-Sättel ganz gut. Mit mehr Auflagefläche (etwas breiterer Sattel) kann man die Sitzposition auf einem Pedelec auch leicht variieren. Bei meiner letzten Skandinavien-Tour hatte ich mit meinem Selle-Royal Gelsattel deutlich weniger Problem als die Kollegen auf den schmalen Sätteln.

2. gute Radlerhose. Auf den längeren Touren eine hochwertige Radlerhose mit Trägern, damit die während der Fahrt nicht verrutscht.

3. Parallelogramm-Sattelstütze ist aus meiner Sicht ein muss bei solchen Touren, die dämpfen die Schläge
Suntour NCX SP12 Federsattelstütze

4. 10 tage * 8,5h = 85 Stunden * 20 km = 1700 km . Respekt das klingt wie ein sehr ehrgeiziges Unterfangen im sonnigen Spanien. Da kommt so mancher Hintern einfach physisch an seine Belastungsgrenzen. Trainingstouren helfen ein bischen.
 
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Kugel

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Ja die Sattelstütze habe ich vergessen, die muss auch sein. Ich habe die Thudbuster und bin zufrieden damit. Rügen Schotterstrassen erprobt.
 
rolan

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1. Sattel muss passen. Für lange Touren sind die Gel-Sättel ganz gut. Mit mehr Auflagefläche (etwas breiterer Sattel) kann man die Sitzposition auf einem Pedelec auch leicht variieren.
Gerade andersrum ist richtig. Als Beispiel könnten die Radrennfahrer dienen.

Nur wenn du ein Oma- Rad fährst und nach 34,9 Tagesstrecke das gebuchte Hotel ansteuerst, ist ein breiter Sattel verwendbar
 
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Das stimmt. Gel Sättel sind eigentlich was für Stadtverkehr, aber für Langstrecke nicht optimal. Ganz im Gegenteil drücken sie genau die Gefäße zusammen, die Schmerzen bereiten.

Über die Breite kann man diskutieren. Die muss einfach passen und vor allem zur Sitzposition passen. So schmal wie die Renner nicht, aber auch nicht Oma Style.

Je aufrechter umso breiter und umgekehrt. Für die leicht gebeugte Trekkinghaltung also ein Mittelding.
 
Singing-Bard

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Gerade andersrum ist richtig. Als Beispiel könnten die Radrennfahrer dienen.

Nur wenn du ein Oma- Rad fährst und nach 34,9 Tagesstrecke das gebuchte Hotel ansteuerst, ist ein breiter Sattel verwendbar
Auf der letzten Tour waren die anderen mit Rennrädern und entsprechenden Sätteln unterwegs. Einige hatten echte Probleme mit dem Hintern.

Und ich denke nicht das es sinnvoll ist einen ProfiRennradfahrer mit einem Pedelec-Urlaubsfahrer zu vergleichen.
Der Hintern vom Rennradler besteht vollständig aus durchtrainierten Muskeln und der Sattel soll so leicht wie möglich sein (hier z.b. schicker CarbonSattel ) . Ein Urlaubs-Pedelec-tourer(in) hat häufig ein gewisses eingebautes Pölsterchen bei sich. :)

Das Gelsättel häufig preiswerter sind als Voll-Ledersättel verleitet den ein oder anderen dazu zu denken die teueren wären auch besser. Trugschluss Gel-Sättel sind eine tolle Weiterentwicklung, wenn auch die "alten Hasen" niemals einen ausprobieren würden und auf ihren alten Brooks schwören. (Viele geben sogar zu niemals einen Gelsattel im Langzeitversuch gefahren zu haben.)
 
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Kugel

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Ich habe min 10 diverse Sattel, aller Arten. Natürlich auch Gel. Sattel ist ein sehr spezielles Thema, der muss einfach passen. Natürlich kann man Rennfahrer nicht mit Urlaubsfahrern vergleichen. Und Gelegenheitsrennfahrer erst recht nicht. Und für den normalen Urlaubsfahrer tuts auch ein Gel. Z.B. mein Respiro ist gar nicht so schlecht. Gibt ja durchaus gute. Aber Gel ist nicht optimal, das ist eigentlich bekannt. Weder auf dem Fahrrad noch auf dem Mopped.

Aber wenn einer damit zurecht kommt ist's ja ok. Ich will ihn keinem ausredenn.

Aber wenn's mal über 100km am Tag geht, dann gibts keine Kompromisse mehr. Und der Preis spielt dann schon gar keine Rolle mehr.
 
rolan

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... habe ich immer ein offenes Ohr.
Du hast ja jetzt einige Meinungen gelesen, obwohl die Diskussion ja von der nachgefragten Pflege abgedriftet ist zu den Überlegungen, was zur Verhütung des Problems beiträgt. Was also war in deinen Augen eine vernünftige Meinung?
 
RheaM

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Aber wenn's mal über 100km am Tag geht, dann gibts keine Kompromisse mehr. Und der Preis spielt dann schon gar keine Rolle mehr.
ich bin schon 180km am Tag gefahren. Mit 8€- Gelsattel . Und Unterhose. Preis spielt wirklich keine Rolle.
 
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