Simplon Inissio PMax und Kiaro PMax (ebikemotion X35)

Diskutiere Simplon Inissio PMax und Kiaro PMax (ebikemotion X35) im sonstige Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Nachdem Simplon mit dem Inissio PMax (Gravel) und den Kiaro PMax (Road) zwei sehr leichte, interessante Bikes mit dem ebikemotion X35 System von...

Stefan MUC

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Nachdem Simplon mit dem Inissio PMax (Gravel) und den Kiaro PMax (Road) zwei sehr leichte, interessante Bikes mit dem ebikemotion X35 System von Mahle herausgebracht hat, sollten wir hier im Forum dafür auch ein eigenes Thema haben.

Inissio PMax
Product_2020_E-Roadbike_InissioPmax_IslandBlueGlossy-BlackGlossy@2x.png


Kiaro PMax
Product_2020_E-Roadbike_KiaroPmax_CosmicRedGlossy-BlackGlossy@2x.png
 

Stefan MUC

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Ich hatte nach einem e-Gravelbike gesucht, wollte eines, dass trotz Motor und Akku noch sehr leicht ist und auch optisch vergleichsweise schlank bleibt. Da ich seit 5 Jahren mit einem Specialized Levo unterwegs bin, war mir klar, dass in erster Linie die Motorcharakteristik passen muss. Daher habe ich Probefahrten mit verschiedenen Antriebssystemen gemacht (Simplon und Orbea mit ebikemotion, Centurion und Bergamont mit Fazua (1x ohne und 1x mit Black Pepper Update), Specialized Creo). Das Creo ist ein tolles, leichtes Rad mit einem Motor, dessen Charakteristik mir gut gefallen hat. Der Motor war allerdings immer gut hörbar. Für mich an einem derartig teuren Rad ein NoGo. Das Geräusch des Fazua ist klanglich ganz anders, auch sehr präsent und in meinen Ohren noch nerviger. Ohne Black Pepper empfand ich den Fazua schlapp, mit Black Pepper zog er bedeutend besser. Aber das simple ebikemotion System (3 fixe Stufen, kein Drehmomentsensor, sehr leise, erlaubt die leichtesten Räder) hat mir am besten gefallen. Und hier ging der Vergleich zwischen Orbea Gain M20 und Simplon Inissio PMax ganz klar zugunsten des Inissio aus: Das Rad hat sich von allen Rädern mit Abstand am komfortabelsten angefühlt.
 
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Stefan MUC

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Und so fahre ich jetzt seit ein paar Tagen das Simplon Inissio PMax. Erste Erkenntnisse zu Motor und Verbrauch:
Da man mit dem Rad die 25er Grenze ruck zuck erreicht, ist der Motor im Prinzip nur an Steigungen im Einsatz. Da der Motor mit 250W / 40Nm nicht sehr stark ist, verbraucht er auch viel weniger als z.B. die starken MTB-Systeme von Bosch oder Brose. ich habe bewusst bislang nur die "rote" Stufe gefahren (also maximale Unterstützung), damit mir das neue Rad im Vergleich zu meinem Specialized Levo nicht zu schlapp erscheint. Trotzdem komme ich hier im hügeligen Alpenvorland mit dem internen 250Wh Akku enorm weit. Nach jetzt 5 Fahrten komme ich auf 128km Reichweite bei 1200 Höhenmetern bei 250Wh Verbrauch. Das Ganze wird deutlich anders aussehen, wenn ich das Rad mal an einem echten Berg mit einer langen Steigungsstrecke nutze. Bin gespannt, wie schnell sich der Akku dann leert. Für diesen Fall habe ich auch den zusätzlichen Range Extender. Ich weiss aber bereits jetzt, dass der Range Extender für meine normalen Touren (eigentlich selten über 100km, nie über 120km) zuhause bleiben darf.
Der Motor funktioniert im besten Sinne unauffällig. Unmerkliches Ein- und Ausfaden an der 25er Grenze. Letzte Reste von Unterstützung bis knapp 27, darüber meine ich keinerlei Unterstützung mehr zu spüren. Fast kein Geräusch. Fahren über der 25er Grenze ohne Bremswirkung durch den Motor.
 

Stefan MUC

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Thema Licht: Simplon verkauft das Inissio PMax auch mit Licht. Wahlweise vorne an der Gabel oder oben am Vorbau montiert, ab Werk nur in Kombination mit Schutzblech/Gepäckträger wegen der Rückleuchtenbefestigung. Die Frontleuchte ab Werk ist die Busch&Müller IQ-IS (3W, 70lx). Ich fand deren Lichtausbeute und vor allem Lichtverteilung als ziemlich schwach. Daher hab ich eine Leuchte gesucht, die die IQ-XS toppt und dabei nicht mehr Strom zieht, als das ebikemotion-System liefert (Lichtausgang für Front- und Rücklicht: maximal 4,8W). Bei Lupine hatte man für mich nur ein mitleidiges Achselzucken übrig, bei Supernova kann man zwar auch nicht in der Königsklasse einsteigen, aber immerhin klappt es mit der Mini 2, die aus einem sehr kompakten Gehäuse immerhin 100lx / 235 lm holt und dabei exakt 4,8W zieht. Weswegen ich ein Rücklicht mit eigenem Akku habe (Cateye Rapid Mini mit ICS). Die Lichtausbeute (nur Ablendlicht) der Mini 2 ist wirklich gut (siehe Fotos)
IMG_5870.jpeg
IMG_5887.jpeg
 

Fritti

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Vielen Dank für den Bericht! Dann weiß man schon etwas genauer, was einen mit dem schönen Simplon erwartet. Schön auch, dass der Motor nicht so aufdringlich klingt.
 

charly86

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Das Ganze wird deutlich anders aussehen, wenn ich das Rad mal an einem echten Berg mit einer langen Steigungsstrecke nutze. Bin gespannt, wie schnell sich der Akku dann leert.
Konntest du inzwischen das Rad in bergigem Gelände testen? Wie macht sich der Akku da?
Deine Meinung nach 3 Wochen?
 

Stefan MUC

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Bislang habe ich noch keine langen Steigungen gefahren, eigentlich alles im Bereich um 70-100 Höhenmeter. Insofern kann ich zum Stromverbrauch an langen Steigungen noch nichts sagen.
Was aber schon klar ist: Der Motor in der Hinterradnabe unterstützt vor allem dann gut, wenn sich das Hinterrad einigermaßen schnell dreht. Ich würde sagen, dass man ab etwa 18 km/h volle bzw. nahezu volle Unterstützung hat. Ist der Berg zu steil, sodass die kombinierte Power des Motors und der eigenen Beine nicht reicht um 18+ zu halten, dann merkt man, dass der Motor nicht mehr soviel hilft. An richtig steilen Stichen (18 und mehr Prozent) knicke ich mit dem Rad in Geschwindigkeitsbereiche ein, die ich auch mit unmotorisierten Rädern fahre: um 5 km/h
Das ist natürlich bitter, denn genau dort hätte man natürlich gerne auch die Power des Motors zu Hilfe gehabt.
Was ergibt sich daraus für meinen Fahrstil? Ich powere mit maximalem Krafteinsatz die Berge rauf, damit die Unterstützung des Motors nicht einbricht. D.h. Puls am Anschlag und dafur überall neuer Streckenrekord. Das wäre z.B. mit einem Specialized Creo komplett anders: Der Motor ist zwar in etwa gleichstark, ist aber als Mittelmotor nicht von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Hinterrads abhängig.
Daher mein Fazit: Das ebikemotion System mit Hinterradnabenmotor ist nichts für Menschen, die umgeben von richtig steilen Bergen sind. Diese sollten eher auf ein System mit Motor beim Tretlager setzen. Für meine Umgebung passt es aber (glücklicherweise) gut.
 

jodi2

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Ist aber für ein Gravelbike und vor allem 25er dann besonders schade. Könnte alles so viel einfacher und besser sein ohne diese unsägliche 25er Grenze, Rad einfach bis 45km/h unterstützen lassen wie in den USA, bei 250W kommt da deutlich über 25km/h eh nicht mehr viel Tempogewinn raus/kein mörderisches Moped, aber der Fahrer hätte in der Ebene/im Flachen viel mehr vom Antrieb.
 

Fritti

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Und wer etwas mehr Unterstützung am Berg haben möchte - und dafür sehe ich eigentlich den Einsatz eines Motors -, muss wohl auf einen stärkeren Mittelmotor zurückgreifen, leider verbunden mit viel mehr Gewicht. Unter 16kg geht das dann wohl nicht, leider.
 

Waldamsel

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Kann das Creo nach 2000 km nur empfehlen. Heute z.B. eine 65km Gravelrunde mit 850 hm gefahren und keine 100 wh verbraucht. Die Unterstützung des Mahlemotors ist in allen Lagen mehr als ausreichend und das Rad wiegt knapp über 12 kg.
 

jodi2

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Lasst uns hier besser beim Inissio bleiben.
Schreib doch deine Erfahrungen mit dem creo lieber im creo Thread, da ist eh viel zu wenig los für das schöne Rad, hast du den schon gesehen?

Und wer etwas mehr Unterstützung am Berg haben möchte - und dafür sehe ich eigentlich den Einsatz eines Motors -, muss wohl auf einen stärkeren Mittelmotor zurückgreifen, leider verbunden mit viel mehr Gewicht. Unter 16kg geht das dann wohl nicht, leider.
Offensichtlich sehen dass nicht alle so, denn sonst würde sich kaum ein Rad mit leichtem assist Antrieb verkaufen.
Und den Nachteil eines starken Antriebs führst du ja gleich selbst an.
 
Thema:

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