Simplon Dilly 275 mit Neodrive

Diskutiere Simplon Dilly 275 mit Neodrive im sonstige Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo, mit großer Freude konnte ich heute mein neues Pedelec - Simplon Dilly 275 - vom Händler abholen, 6 Tage früher als angekündigt. Leider hat...
AndreasD

AndreasD

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Hallo,

mit großer Freude konnte ich heute mein neues Pedelec - Simplon Dilly 275 - vom Händler abholen, 6 Tage früher als angekündigt. Leider hat das Wetter für einen ausgiebigen Test bei uns heute nicht mitgespielt und das Akku musste auch erst noch voll geladen werden. So werde ich heute leider nur noch zur Bedienungsanleitung bei einem schönen Glas Wein kommen und morgen dann zur ersten Ausfahrt.

Einen Kilometer durch unseren Ort, in absoluter Hanglage, habe ich es allerdings schon getrieben und wurde direkt in meiner Annahme bestätigt: steile Anstiege sind auch mit einem Hinterradmotor möglich und man hört ihn dabei noch nicht mal. Letzters war ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des neuen Rades.

Der Antrieb ist kräftig und ich empfand das Erreichen der V-max etwas schneller als bei meinem bisherigen Stevens/X6/Bosch/250/2013.

Die Sitzhaltung erscheint für's erste gut, ich habe einen etwas höheren Vorbau gewählt - das Bike soll mich hauptsächlich täglich einfach 20 Kilometer zur Arbeit bringen. Wie gut es passt werde ich in ein paar Tagen wissen/merken.

Sehr angenehm ist die Anordnung der Funktionen am Lenkrad. Alles ist mit den Fingern sehr gut und ohne umgreifen zu erreichen, selbst die Klingel, auch wenn sie nicht die schönste ist.

Da ich noch überlege ob ich es im August für eine Urlaubsfahrt nehme, bleiben die Reifen erst mal drauf. Die Zielbestückung sind aber höchstwahrscheinlich 2 Schwalbe BigBen oder Super Moto, sobald in 27,5" erhältlich.

Einen Gepäckträger wird es "leider" auch bekommen, der wurde heute aus blankem Edelstahl gefertigt und kommt im Laufe der Woche per Post zu mir. Ich bin sehr gespannt auf dieses sehr schlichte Stück Metall. Fotos folgen.

Von besonderem Interesse für mich ist auch die Akkuleistung. Mit meinem Bosch 400 Wh Akku komme ich im Turbomodus je nach Windbedingungen bis ca. 65 KM weit, daran muss sich der Neodrive 512 Wh Akku messen lassen.

Weitere Infos folgen, sobald ich meine ersten Erfahrungen mit dem Rad gemacht habe.

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Sunrise

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Hallo Andreas, viel Freude mit Deinem neuen Bike, hast Dich also doch für das Dilly 275 entschieden, schönes Rad, gratuliere. Ein Tip, das sMMI zerkratzt sehr leicht, im Internet gibt es eine Selbstklebe Folie für ein paar EUR.
http://www.amazon.de/dp/B00EYXXT0C/?tag=pedelec-forum-21
 
franz_elektro

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Sehr schönes Rad, gratuliere!
Und genieße den völlig lautlosen Antrieb, da sind die Direktläufer einfach nicht zu toppen.
Viel Spaß damit!
 
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sundance

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tolle Fotos!
(btw, die RaceKing sind super, BigBen sind auch nicht schneller und SuperMoto nicht pannensicherer:) )
 
AndreasD

AndreasD

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Ja die Race King sind auf der Straße verdammt schnell und auch sehr leise, aber nicht lautlos. Das sind jetzt die neuen Race King Protection. Auf meinem 29er habe ich die alte Version und ich bilde mir ein, sie wäre etwas lauter im Abrollgeräusch. Ich bin sehr auf die Laufleistung beim Pedelec gespannt.

Nach dem der Regen sich gegen Abend verzogen hat, die 2 Teller Spaghetti Bolognese schwer im Magen lagen und die Kinder im Bett waren, sprach alles dafür die Stunde vor Einbruch der Dunkelheit in eine Einführungsrunde zu investieren :D

Nach 21 KM kann ich sagen: Wow, sensationell!

Der Motor ist absolut geräuschlos und die Unterstützung ist präsent und druckvoll. Da haben wir dann auch schon die größten Unterschiede zum Mittelmotor, den man pausenlos hört, aber bei seiner Unterstützung kaum merkt.

Was mir beim Neodrives sehr schnell auffiel ist ein leichtes "Schubsen" während der Fahrt. Ich gehe aber davon aus, dass ich das in 14 Tagen nicht mehr spüre.

Die von mir zu meisternden Hügel hat der Neodrive heute mit der gleichen Geschwindigkeit gemeistert, die ich auch vom Bosch kenne, aber wie gesagt eben geräuschlos.

Meine Schweissfrei-Wohlfühl-Geschwindigkeit habe ich beim Bosch 250 2013 im Turbo Modus erreicht. Sie endete in einem 26er Schnitt. Der Neodrive verleiht mir das gleiche Gefühl bereits im Tour Modus, den Boost Modus behalte ich also zunächst mal als Reserve. Was der Bosch an Reichweite im Turbo Modus bei mir real ablieferte, verspricht der Neodrive im Tour Modus auf dem Tacho als Restreichweite - Überprüfung folgt.

Den Eco Modus des Bosch Motors habe ich nie genutzt, da ich das Winseln und Schleifen des Antriebs in Verbindung mit dem kaum wahrnehmbaren Nutzen nicht ertragen habe. Der Eco Modus des Neodrive ist in meinen Augen absolut stimmig.

Die Bremsleistung bei Rekuperation ist phänomenal, wenn es also nicht das Ziel ist den Pass runter zu rasen um den Schnitt zu pimpen, kann man bequem ohne Bremsen ins Tal rollen und den Akku wieder füllen.

Ich bin gespannt auf die nächsten Tage.

Der Gepäckträger wird übrigens dieser hier - ich stehe auf handgemacht:

Quelle: Youtube / Christian Nitschke / www.urbix-berlin.de

Bei der aktuellen Version des GT wurden die Kunststoffverbinder gegen ein System aus Edelstahl getauscht. Sieht man auf der Homepage unter der Rubrik "Montage".

Werbung mache ich erst dann dafür, wenn ich ihn in den Händen halte und er so gut ist wie er aussieht. Ich kenne ihn bislang nur per Zufall über Google, dann Youtube und zum Schluss aus einem netten Telefonat mit Herrn Nitschke.
 
shoei

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@AndreasD

in welcher Version fährst du das bike, offen oder die gedrosselte 25km/h Version???
In welchen Modus ist das "schupsen" am stärksten???
 
AndreasD

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Ich habe das Dilly 275 in einer Version, die mir persönlich ein Gefühl der freieren Entfaltung bietet.

Was das Schubsen angeht würde ich gerne noch ein paar Tage damit fahren, bevor ich das näher beschreiben kann. Es ist auf keinen Fall störend, aber nach 7.000 KM Bosch-Antrieb spürt man es eben sofort, weil es sich einfach anders fährt.
 
shoei

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Ich habe das Dilly 275 in einer Version, die mir persönlich ein Gefühl der freieren Entfaltung bietet
Ja nee is klar, kann ich nachempfinden :sneaky:

Das schupsen empfand ich am stärksten wenn der Parameter Agilität auf vier steht, du wirst wahrscheinlich Firmware drauf haben mit dem "boost" Modus, lass dir mal beim Händler die Agilität auf 1 oder 2 stellen, ggf. den Nachlauf verstellen damit solltest du es merklich beeinflussen können, bei mir war es dann nicht mehr so heftig im Offroad Fahrprofil, Schlussendlich steht es nun wieder auf 4 und Nachlauf eben höher als werkseitig, der Mensch gewöhnt sich an ( fast ) alles, aber trotzdem schön zu wissen woher es kommt.
 
AndreasD

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@shoei:

Danke für den Hinweis, werde ich die Tage mit meinem Freundlichen Dealer besprechen, er hat schon erwähnt, dass er mir nach der Eingewöhnung da noch diverse Veränderungen durchführen kann und ja, ich habe die Firmware mit dem Boost Modus.

Heute Morgen bin ich meinen Arbeitsweg - in Verbindung mit Brötchen holen - gefahren, um weitere Erfahrungen mit der Akkuleistung zu erhalten. Ich war, mit wenigen kurzzeitigen Ausmahmen an Steigungen, im Tour-Modus und dort auf Stufe 3 von 5 unterwegs. Für 42 Kilometer habe ich ca. 55 % der Akkuleistung benötigt und kam auf einen Schnitt von 27,2. Damit bin ich schon mal sehr zufrieden.

Ohne dies jetzt mathematisch genau auszuwerten, komme ich zu der Erkenntnis, dass der Neodrive mit seinen 115 Wh mehr, gegenüber dem Bosch-Akku, die höhere Geschwindigkeit finanziert, unter dem Strich aber beide auf ca. die gleiche Reichweite kommen. Für den Bosch ist es allerdings das Maximalangebot an Unterstützung und für den Neodrive Stufe 8-9 von 15 Stufen. Da für mich von Mo-Fr Bewegung unterhalb der Schweissgrenze und eine hohe Reichweite des Akkus im Vordergrund stehen, damit ich nach Feierabend meinen Heimweg auch mal ausweiten kann, passt der Tour-Modus zumindest für den Moment perfekt.

Der Gepäckträger ist als Provisorium akzeptabel, aber natürlich alles andere als eine Schönheit.

Die 27,5er Reifengröße macht sich auch sehr gut, ist deutlich wendiger als die 29er meines Hardtails.

Impression von heute Morgen - da muss ich jeden Tag lang :sneaky:

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Sunrise

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Hallo Andreas, schön dass das Rad so bei Dir einschlägt, Du bist einer der wenigen die dann direkt Neodrives mit Bosch praxisnah vergleichen können, Objektivität ist da sehr wichtig, jedoch nicht immer möglich.
Denn auch mich nervt jedes Geräusch, das nicht zum normalen Fahradbetrieb gehört, das einzige was Musik in meinen Ohren ist, ist das Klicken des Freilaufes im Zahnkranz, Motorgejaule gehört da nicht dazu, da möchte ich dann am liebsten in das Rad rein treten, nicht in die Pedale sondern in den Motor, ist aber ganz meine persönliche Meinung :whistle:
Nach 7 tkm Mittelantrieb musst Du auch eventuell deine Fahrtechnik ein wenig umstellen, hohe Kadenz ist beim Heckantrieb gefragt, speziell am Berg, da der Drehmomentsensor im Motor sitzt, ist die Unterstützung des Motors auch von der jeweiligen Übersetzung abhängig, auf gut Deutsch, bei kleinerer Übersetzung geht es nicht nur spürbar leichter weil Du weniger Kraft brauchst, Du kriegst auch mehr vom Motor, solange Du nicht komplett in der Begrenzung des Systems bist.
 
AndreasD

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Das mit der hohen Kadenz habe ich heute Morgen schon angewendet, dann ist das "Schubsen" auch weg. Das passiert eher wenn man einfach so vor sich hin tritt bei 50-60 Kurbelumdrehungen und der Motor ständig denkt er müsse massiv eingreifen. Bedeutet wahrscheinlich aber auch: Heckmotor ist eher für sportlich orientierte Fahrer.
 
Sunrise

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Bingo ! Andreas, aber Du wirst sehen nach der Umgewöhnungsphase (dauerte bei mir keine 3 Wochen) geht alles viel leichter, sobald man die Atmung von der Trittfrequenz entkoppelt, das Geheimnis ist dass die Muskelkontraktion zeitlich viel kürzer ist und damit die Muskelermüdung abnimmt, ist aber nicht meine Erkenntnis, sondern meine staunende Erfahrung nach dessen Umsetzung. :)

Das mit dem Schubsen kann ich auch bestätigen. allerdings nur dann, wenn ich mal ausnahmsweise vor mich hin tümple, relativ hohe Unterstützung gewählt habe (Tour 3), passiert mir allerdings nur wenn ich hinter nicht motorisierten Radlern herfahre um zu sehen wie es denn so geht ohne Motor :whistle:
Sobald ich aber wieder etwas Power auf die Pedale bringe ist es verschwunden

Das Schubsen lässt sich sicher mit den Agilitätsparametern reduzieren, kann aber nur der Händler einstellen, da ist vielleicht auch noch ein Tuning seitens Alber erforderlich, da bin ich aber guter Dinge dass dieser zeitweilige Schönheitsfehler auch bald abgestellt wird. Alber ist ja erst das 2.Jahr voll dabei, dafür geht die Antriebseinheit schon sehr ordentlich und geschmeidig. ;)
 
K

Kralli

Sehr schönes Fahrrad, gefällt mir ausgezeichnet! Halte uns bitte weiterhin auf dem laufenden. Bei mir rückt das SilkCarbon so langsam in greifbare Nähe.
 
AndreasD

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Heute habe ich die 550 KM Marke erreicht und kann nun auf die ersten Erfahrungswerte zurückgreifen.

Ich fange mal mit dem Gepäckträger Urbix GT an, von dem ich vor kurzem noch so geschwärmt habe. Er sah ohne Frage toll aus und machte am Radl einen schlanken Fuß, fiel also kaum auf und sah sehr elegent aus. Leider hatte er zwei funktionale Nachteile. Das Montageelement, das an der Rahmenbrücke befestigt werden soll, saß so dicht am Rahmen an, dass es bei schwerer Beladung am Rahmen hätte scheuern können. Das lag sicher daran, dass man es beim Dilly 275 nur an der dem Sattelstangenrohr zugeneigten Seite montieren kann. Dadurch war es etwas zu kurz. Der weitaus größere Nachteil war, dass selbst die "kleinen" Ortlieb Frontroller Taschen am Rahmen des Rades anliegen. Damit hätte ich mir den Rahmen zerstört! Liegt vielleicht auch am kurzen Hinterbau des 27,5er Rahmens, sicher aber auch am Konzept des Urbix GT.

Ich habe mir dann einen Tubus Träger aus Titan gegönnt, der mich sicherlich bis ans Lebensende rostfrei begleiten wird, dabei super leicht ist, in meinen Augen geil aussieht und mir ein tiefes Loch in die Tasche gerissen hat :cry: Dafür eignete er sich hervorragend um ein "kleines" und günstiges Schutzblech darunter zu verstecken.

Nun zum Dilly 275 und zum Neodrives:

Das Dilly 275 hat sich in meinen Augen als hervorragendes Rad erwiesen. Der Rahmen ist steif und unterstützt das Tempo machen. Die beiden RaceKings übernehmen die Federung zusammen mit der Rock Shox Gabel und sorgen für ein dennoch komfortables Fahren, egal auf welcher Art von Weg. Lenkerbreite und Krümmung kommen meiner Körperhaltung entgegen. Taubheitsgefühle sind sehr rar. Der Originalsattel von Selle war nicht schlecht, auf "meinem" Selle sitze ich jedoch besser, daher habe ich ihn getauscht. Am Rad klappert nichts.

Der Neodrives Antrieb ist sehr kraftvoll und steht seinem Bosch-Vorgänger - an den von mir zu fahrenden Hängen - in nichts nach, sofern man rechtzeitig den passenden Gang eingelegt oder die Unterstützungsstufe nach oben geregelt hat. Wenn man ihn jedoch auf 10 km/h absinken läßt, macht er sich akkustisch bemerkbar. Seine Stimme erzeugt Mitleid. Ich musste diese Situation aber absichtlich herbeiführen, da ich viel darüber gelesen hatte und es selbst erfahren wollte. Ich der Praxis komme ich nicht in diese Situation, da ich nur sehr selten und geringfügig unter 15 km/h zurückfalle. Ich werde dieser Tage mal ein Höhenprofil meiner Hausstrecke erstellen und es posten.

Was die Unterstüzungsmodi (Eco - Tour - Boost, mit je 5 Unterstufen) und die Reichweite angeht läßt sich folgendes sagen:

Motor aus, Reichweite solange die Beine radeln und der Kopf die Lust behält. Man merkt das schwere Hinterrad deutlich. Man kann ohne Unterstützung sehr gut fahren dank der 30 Gänge, Spaß macht jedoch etwas anderes.

Eco, Stufe 1, Reichweite 120 km, blendet das Mehrgewicht des Rades und bereits auch leichten Gegenwind aus, erhöht die Durchschnittsgeschwindigkeit gegenüber einem Rad o. M. leicht.
Echt nutzbare Stufe - im Gegensatz zum Bosch 2013 - wenn man mal sehr sportlich - auf Eigenleistung - fahren möchte und dabei das Gefühl eines "normalen" Rades zu haben.

Eco, Stufe 2, Reichweite 110 km, da bin ich dauerhaft bereits mit 27 km/h unterwegs.

Eco, Stufe 3, Reichweite 95 km, da bin ich dauerhaft bereits mit 30 km/h unterwegs.

Eco, Stufe 4, Reichweite 85 km, da bin ich dauerhaft bereits mit 33 km/h unterwegs und an leichten Steigungen kann man die 30 halten.

Eco, Stufe 5, Reichweite 75 km, den Mehrgewinn konnte ich noch nicht erkennen/erfahren.

Tour, Stufen 1-5, jeweils ca. 10-15 km weniger Reichweite als Eco, dafür etwas leichter beim Treten, erreichte Geschwindigkeiten jeweils eine Stufe früher.
Den Tour-Modus III nutze ich von Montag bis Freitag auf dem Weg zur Arbeit, abends und am Wochende zum Einkaufen dann Eco II.

Boost, habe ich jetzt mehrfach getestet und komme zu dem Ergebnis, dass ich den Modus nicht brauche. Ist aber schön zu wissen, dass man noch eine Reserve hat.

Insgesamt ist die Reichweite des Neodrives gegenüber dem Bosch 2013 deutlich größer, bei gefühlt gleicher Unterstützung, dafür ab höherer Geschwindigkeit (wann man will). Ich fahre nicht immer 33 km/h. Meist bin ich um die 29 km/h unterwegs. Der größte Vorteil ist, dass man bei 27,5 km/h nicht laufend in die abgeregelte Zone fährt und denkt man hätte auf einmal Blei an den Füßen.

Fehlermeldungen hatte ich noch keine. Auch kann man beim Neodrives schon pedalieren, während das System noch bootet. Es schaltet sich dann einfach zu und schiebt an, ohne Fehlercode "Pedal entlasten".

Mit der Rekuperation muss ich noch üben. Auf Stufe 2 ist sie eine ordentliche Bremse, die aber nicht verhindern kann, dass die Rollgeschwindigkeit sich über die Grenze von 35 km/h hocharbeitet, wenn das Gefälle zunimmt. Dann schaltet die Ladefunktion aus und man muss mit der normalen Bremse wieder in den Bereich zurückbremsen, was ein wenig nervt und auch auf die Bremse geht. Es wäre sicherlich einfacher, wenn man die Rekuperation bis 50 km/h nutzen könnte.

Die Akkuhalterung und der Magnetstecker sind eine Wucht. Zwar verhindert die Akkugröße die Montage einer Trinkflasche oder eines Faltschlosses am Rahmen, dafür sitzt das Akku bombenfest - auch im Gelände - es klappert nicht und der Stecker ist seitlich und wasserdicht. Damit kann man ungeniert das Rad mit dem Gartenschlauch abbrausen und es läuft kein Schmutzwasser in den Kontaktbereich des Akkus. Dass Akkugehäuse könnte einen kleinen Haltegriff zum sicheren Tragen vertragen.

Das Bedienteil ist chic und deutlich lesbar. Auch die Menufunktionen sind logisch angeordnet und leicht erreichbar. Die Bedienknöpfe am Lenker hätte ich jedoch schwarz gemacht. Zwar sind sie in dem grau gut sichtbar, aber das Silikonmaterial ist schmutzanfällig.

Ich bin restlos begeistert von meinem Simplon Dilly 275 und vom Neodrives und würde die Kombi immer wieder kaufen.

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Hallo Kralli,

das abgebildete Schutzblech ist das vordere SKS Beavertail XL. Das hintere ist in beide Richtungen etwas länger und wird in der Nähe der Schaltung an den Rahmen geklemmt. Das Ausfallende ist etwas breiter gestaltet und steht etwas über und vom Reifen weg. Da ich das Vordere dezenter fand, habe ich mich zunächst dafür entschieden. Nach der ersten Regenfahrt wird sich entscheiden, ob es bleiben darf. Sollte der Schutz nicht ausreichen kommt das Hintere drauf. Unterhalb der Lampe habe ich es mit Schutzblechstrebenmontageteilen aus dem Altbestand mit 2 Schrauben am Gepäckträger und einer am Schutzblech befestigt. Sitz absolut mittig und wackelt nicht. Die schwarzen Kunststoffteile nimmt man kaum wahr.

http://www.sks-germany.com/?l=de&a=product&r=Radschützer&i=5296400000&BEAVERTAIL XL Set

Wie angedacht habe ich heute meine Rundtour mal mittels GPS Gerät aufgezeichnet, damit man mal sieht, dass auch ein Direktantrieb am Hang zu gebrauchen ist :sneaky:

Beim Start versprach das Display bei frisch geladenem Akku und Wahl des Eco II Modus eine Reichweite von 104 KM. Das gilt für einen Einsatz im Flachland.

Gefahren bin ich auch zu 90 % im Eco II Modus, nur an 2 Anstiegen habe ich kurz in den Eco III Modus gewechselt. Das Ergebnis nach 53,8 KM Wegstrecke sind ein Schnitt von 27,9 km/h und eine Restreichweite von 28 KM, laut Angabe des Display. Damit haben mich die 540 Höhenmeter ca. 22 Entfernungskilometer gekostet, was ich für akzeptabel halte.

Diese Fahrt hat natürlich mehr als nur einen Tropfen Schweiß gekostet. Den Eco Modus empfinde ich persönlich als Reichweitenverlängerer + Durchschnittsgeschwindigkeitserhöher bei permanent sportlicher Fahrweise.

Wer echte Entlastung benötigt/sucht, sollte allerdings den Tour III Mouds auswählen.

2014 07 20 Dilly Rundtour.jpg
 
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Also entweder brauchst du gar kein Pedelec, denn wenn du mit einer Durchnittsgeschwindigkeit von ca. 28 km/ h unterwegs bist nach 53 km und 540 Hm, im Eco-Modus? Wieso holst du dir kein leichteres Rad? Oder hast du den Rückspiegel vergessen?

Unnötiges Wiederholungs-Vollzitat auf den vorherigen Beitrag gelöscht [Christof]
 
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Hallo Ariovist,

Ich habe ein normales Rad und damit fahre ich am Wochende auch. Allerdings schaffe ich auf dieser Strecke dann eher einen 22er Schnitt.

Da mein Dilly 275 aber quasi noch brandneu und faszinierend ist, bekommt es derzeit noch den Vorrang. Gedacht ist es für den entspannten Weg zur Arbeit und dann im Modus Tour III.
 
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Hallo Andreas,
ich will mir ja auch noch ein weiteres MTB Pedelec anschaffen, neben meinem Cannondale RZ1, mit beiden würde ich aber auch keinen 28er Schnitt unter den von dir genannten Bedingungen schaffen. Daher frage ich, denn dass würde ich schon doch irgendwie wollen......

Geplant in das Wheeler Falcon, aber das kann ich erst am nächsten WE ausführlich testen.
 
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Fidel68

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Du darfst nicht vergessen, dass es sich hier um ein 'offenes' Dilly handelt, das bis 33km/h unterstützt. Da ist ein 28er Schnitt nicht mehr so außergewöhnlich.
 
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