Scheibenbremse schleift nach Einbau neuer Belege an beiden Backen

Diskutiere Scheibenbremse schleift nach Einbau neuer Belege an beiden Backen im Fahrradkomponenten, Zubehör, Ausrüstung Forum im Bereich Diskussionen; Hallo! ich habe an einer BR-MT400 mit RT-30 die alten Bremsbelege durch B01S getauscht. Letztere sollen kompatibel mit der BR-MT400 seien...
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Lorz

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Hallo!

ich habe an einer BR-MT400 mit RT-30 die alten Bremsbelege durch B01S getauscht. Letztere sollen kompatibel mit der BR-MT400 seien. Jedoch lässt sich das Hinterrad nicht mehr drehen und die Bremse kaum noch drücken. Vor dem Einbau den neuen Belege ich die Bremsbacken auseinander gedrückt. Trotzdem anscheinend zu eng..
Finde Videos, um den Druck auf die Bremse zu erhöhen, jedoch wenig, wie man den Druck erniedrigt - falls das bei mir überhaupt das Problem ist.

Freue mich sehr über Rat:)
 
heli_jupp

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Freue mich sehr über Rat:)
Dein System ist überfüllt:
Bremshebel waagerecht ausrichten.
Laufrad ausbauen, oder Bremssattel abbauen.
Obere Befüllschraube heraus drehen.
Offene Spritze aufstecken oder Öffnung mit Lappen umwickeln.
Beide Bremsbeläge/Kolben mit geeignetem Werkzeug bis zum Anschlag zurück drücken.
Obere Befüllschraube wieder verschließen. (Nur ganz leicht andrehen)
Laufrad, Bremssattel wieder montieren.

Damit sollte das Thema erledigt sein.
 
bibro

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Hast du den Bremssattel mal gelöst, hin und her bewegt bei drehendem Rad und geschaut, ob es eine Position gibt, in der nichts schleift? Es muss nicht unbedingt sein, dass zu viel Bremsflüssigkeit im System ist.
 
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Lorz

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Dein System ist überfüllt:
Bremshebel waagerecht ausrichten.
Laufrad ausbauen, oder Bremssattel abbauen.
Obere Befüllschraube heraus drehen.
Offene Spritze aufstecken oder Öffnung mit Lappen umwickeln.
Beide Bremsbeläge/Kolben mit geeignetem Werkzeug bis zum Anschlag zurück drücken.
Obere Befüllschraube wieder verschließen. (Nur ganz leicht andrehen)
Laufrad, Bremssattel wieder montieren.

Damit sollte das Thema erledigt sein.
Danke für die rasche Antwort!
"Ich habe es jetzt so gemacht bis zum Schritt "Beide Bremsbeläge/Kolben mit geeignetem Werkzeug bis zum Anschlag zurückdrücken."
Jedoch kommt bei mir keine Flüssigkeit im den Lappen. Zumindest sehe ich nix...
Ich hatte eigentlich auch schon vor dem Einbau beide Kolben maximal zurück gedrückt...
Sollte es denn das Ziel sein, dass Flüssigkeit entweicht? Wahrscheinlich schon, ne, wozu sonst der Lappen..
 
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Lorz

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Hast du den Bremssattel mal gelöst, hin und her bewegt bei drehendem Rad und geschaut, ob es eine Position gibt, in der nichts schleift? Es muss nicht unbedingt sein, dass zu viel Bremsflüssigkeit im System ist.
Leider schleift es immer. Habe den Bremssattel schon lose geschraubt, um ihn zu zentrieren. Aber da komme ich gar nicht erst hin.
Auffällig war, als ich die Belege getauscht, dass nur einer der Belege abgenutzt war - und zwar bis aufs Metall runter. Der andere Belag ist fast unversehrt. Dh die Bremse muss zumindest vorher nicht zentriert gewesen sein.
 
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Lorz

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Also ich wollte sehen, ob ich überhaupt irgendeinen Einfluss auf die Bremse habe und habe deshalb bei ausgebauter Scheibe den Bremshebel gedrückt, daraufhin ist der Kolben herausgefallen und sehr viel Öl herausgelaufen... vermutlich war es dann für heute mit Bremse wieder heil bekommen.
Welches Öl ist geeignet, um die Bremse wieder aufzufüllen?
 
Trektrialer

Trektrialer

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Hallo Lorz,

zuerst mal die Nachstellschrauben an den Griffen zurückstellen.
Dann nimm eine kleine Schraubzwinge und drück damit einen Kolben kpl. zurück.
Jetzt pumpe den anderen Kolben ca 4mm raus. Ich geb dann etwas Nähmaschienen Öl (harzfrei) auf die Laufbahn.
Jetzt die Zwinge lösen und auf den anderen Kolben setzen und gleich vorgehen.
Die Kolben sollten sich leicht bewegen, sonst mehrmals rauspumpen und wieder reindrücken.
Nach dem Ölen den 2ten Kolben mit der Zwinge reindrücken.
Jetzt sind beide Kolben drinn und damit der Einbau einfach.
Bremssattel mittig ausrichten und die Beläge mit leichtem Pumpen währen langsamen Schieben
anlegen. Eventuell wenn nötig die Beläge mit einem Messer noch mal etwas auf Distanz bringen,
den Sattel leicht lösen und durch anpumpen der Beläge sich selbst ausrichten lassen und
während dem Druck festschrauben.

Hoffe, ich konnte Dir damit helfen.

Lieber Gruß
Trektrialer
 
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Lorz

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Hallo Lorz,

zuerst mal die Nachstellschrauben an den Griffen zurückstellen.
Dann nimm eine kleine Schraubzwinge und drück damit einen Kolben kpl. zurück.
Jetzt pumpe den anderen Kolben ca 4mm raus. Ich geb dann etwas Nähmaschienen Öl (harzfrei) auf die Laufbahn.
Jetzt die Zwinge lösen und auf den anderen Kolben setzen und gleich vorgehen.
Die Kolben sollten sich leicht bewegen, sonst mehrmals rauspumpen und wieder reindrücken.
Nach dem Ölen den 2ten Kolben mit der Zwinge reindrücken.
Jetzt sind beide Kolben drinn und damit der Einbau einfach.
Bremssattel mittig ausrichten und die Beläge mit leichtem Pumpen währen langsamen Schieben
anlegen. Eventuell wenn nötig die Beläge mit einem Messer noch mal etwas auf Distanz bringen,
den Sattel leicht lösen und durch anpumpen der Beläge sich selbst ausrichten lassen und
während dem Druck festschrauben.

Hoffe, ich konnte Dir damit helfen.

Lieber Gruß
Trektrialer
Schon mal vielen Dank! Leider habe ich kein Nähmaschinenöl... Du sagst Harzfrei. Also da haben tue ich Öl für die Fahrradkette und Speiseöl (Oliven, Sonnenblumen), sowie Motorsägenöl..
Eine Beobachtung, die vielleicht wichtig ist: der andere Kolben ist übrigens gar nicht herausgekommen, wäre der andere ja herausfallen ist.
Und zum weiteren Vorgehen. Also ich kann leider die Kolben nicht mehr herauspumpen, weil wohl zu wenig Öl in den Bremsschläuchen ist. Vermutlich muss ich nun erst mal das richtige Öl besorgen...
 
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Slomotion Man

Slomotion Man

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Ich bin geradezu fanatisch, wenn es um selber machen geht. Es gibt aber Menschen, die sollten sich auf ihre Kernkompetenzen beschränken und das Arbeiten an Bremsanlagen aller Art dafür begabten Personen überlassen.

Offenbar ist ein Kolben des Bremssattels fest.
Statt jetzt für viel Geld Dichtungen, Entlüftungssätze, Öle und sonst etwas zu kaufen, wäre die Montage eines kompletten, fertig befüllten Systems, aus Hebel, Leitung und Sattel, zu empfehlen.
Für Laien ist das die beste Lösung, Profis machen sowieso nichts anderes.

Oder in Anlehnung and Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Finger davon lassen."
 
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Lorz

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Ich bin geradezu fanatisch, wenn es um selber machen geht. Es gibt aber Menschen, die sollten sich auf ihre Kernkompetenzen beschränken und das Arbeiten an Bremsanlagen aller Art dafür begabten Personen überlassen.

Offenbar ist ein Kolben des Bremssattels fest.
Statt jetzt für viel Geld Dichtungen, Entlüftungssätze, Öle und sonst etwas zu kaufen, wäre die Montage eines kompletten, fertig befüllten Systems, aus Hebel, Leitung und Sattel, zu empfehlen.
Für Laien ist das die beste Lösung, Profis machen sowieso nichts anderes.

Oder in Anlehnung and Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Finger davon lassen."
Ich würde das liebend gern abgeben. Es gibt aber keinen Fahrradladen in meiner Nähe, der dies derzeit macht. Zunächst gibt es keine regulären Öffnungszeiten, Kontakt über Telefon oder Email kommt nur sehr zeitverzögert zu Stande. Wenn man dann endlich wen erreicht hat: "Ich habe eigentlich keine Zeit in den nächsten Wochen."

Hinzukommt, dass ich oft erlebe, dass Fahrradläden ihre Sache nicht gut machen. Hier mal drei Beispiele:
1. Die Bremse an einem Rad geht nicht. Bereits zum zweiten Mal gebe ich es in Reparatur, jedes Mal haben die Bremshebel ausgetauscht. Der Defekt lag aber in einem verrostetem Kabelzug (der letzte Weg zum Schaltwerk), dadrin hat sich nix mehr bewegt.
2. Schaltung falsch eingestellt, die zwei kleinsten Gänge gehen nicht. Außerdem waren ein paar andere Dinge zu machen - die wichtiger waren. Beim Abholen konzentriere ich mich auf die wichtigeren Sachen. Erst in den nächsten Tagen bemerke ich: Schaltung ist genauso falsch eingestellt, wie vorher, obwohl der Mann aus der Werkstatt es als erledigt erwähnt hat.
3. Gripshiftschaltung austauschen lassen: Ich bringe Fahrrad und die neue Schaltung zu einem Fahrradladen hin, weil es die Schaltung nur in ganz wenigen Shops zu kaufen gibt (Gripshift für Triathlonaufsatz mit 2x8). Die Ladeninhaberin nimmt die Schaltung in die Hand, dreht an den Griffen und sagt: "Die ist kaputt." Ich lege das Thema erst mal ad acta und schicke die Schaltung zurück. Zwei Jahre später komme ich hin, mit einen weiteren neuen Gripshift-Schaltung. Sie nimmt das Ding in die Hand, dreht daran und sagt: "Die ist kaputt." Ich stutze und erkläre ihr das Deja-vu und frage, ob es nicht vielleicht notwendig ist, dass der Zug unter Spannung steht. Ich ziehe am Zug, sie dreht und siehe da - es klackt, die Schaltungsgriffe rasten ein. Danach sagt sie jedoch: "Ich habe jetzt keine Zeit, ich bin aber 20 Min wieder da". Alle anderen Mitarbeiter im Laden sagten, dass sie sich nicht mit dem Typ Schaltung, den ich mitgebracht habe, auskennen. Nur die Chefin sei kompetent genug. Letztlich kam sie aber erst nach 1,5 h wieder. Ich habe in derzeit - obwohl ich noch nie zuvor eine Schaltung eingebaut habe - sie dann selbst eingebaut und die Schaltung eingestellt.
 
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Slomotion Man

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Das deckt sich leider mit dem was ich seit über 30 Jahren mit Handwerkern aller Couleur erlebe. Nur, wenn Du es nicht kannst, macht das doch auch nichts besser, oder?
Um praktisch zu helfen: Es gibt Bremsen, entweder für vorne oder hinten, fertig montiert und befüllt. Du musst also nur den Hebel am Lenker abschrauben und den Sattel hinten, dazwischen die Leitung am Rahmen befestigen. Das sehr komplikationsanfällige Entlüften ist schon erledigt. Nein, ist nicht teuer!
So eine Bremse von Shimano z.B. kostet um die 50 Euro, dafür nimmt Dein Fahrradladen noch nicht mal Dein Rad an. Schau was Du eingebaut hast und vergleiche dann im Netz Preise. Es lohnt sich. Einen Anbieter von Teilen unbedingt meiden, der liefert, wenn überhaupt, erst nach Monaten. Meistens storniert er aber die Bestellung und erstattet das Geld, weil er sich nur mit Deiner Vorauszahlung günstig refinanziert. Den Namen schicke ich Dir per PM.
Wenn Du unsicher bist, mache gute Bilder von Deinen Komponenten und poste sie hier, findet sich immer einer der Dir hilft das richtige raus zu suchen.
 
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LZ_

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Es gibt von Shimano für jedes Bauteil super Anleitungen zum Studieren. Es gibt auch frei verfügbare Werstattanleitungen mit genauesten Daten und Tipps.
Wer derart null Ahnung hat, keine Werkstattausrüstung zur Verfügung hat ( - Speiseöl ! sic - ) sollte einfach die Finger davon lassen. Zumal es bei sich bei der Bremsanlage um ein eher wichtiges und sicherheitsrelevantes Bauteil handelt.

Das die Branche am Anschlag ist dürfte allgemein bekannt sein, wer nun seinen Laden derart unorganisiert hat das er keine Termine verwalten kann wird auch vor einem Kunden mit einem Notfall kapitulieren müssen. Das ist eben nicht zu ändern und auch unmittelbar die Folge von " ich mache alles selber - ich kaufe alles im Netz ".
Eventuell erwägst du den Besuch einer Selbsthilfewerkstatt oder Bikekitchen.
Hier in einem Forum ungeprüfte Ratschläge ( - Schraubzwingen an Bremssättel - ) anzuwenden ist einfach nicht ideal.
 
S

super-michi

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2xBionx, 4xBosch, 1xShimano und 2x E Auto
Den Bremssattel mit dem herausgefallenen Kolben würde ich gar nicht weiter anschauen wenn der andere Kolben sowieso schwergängig ist.
Shimano Scheibenbremsen | CNC - Online Shop - Christoph Nies Cycles
Wenn es vorn ist gleich eine neue günstige fertig befüllte Bremse kaufen oder wenn hinten dann einen einzelnen Sattel, Entlüftungsset und Youtubevideo als Anleitung zum entlüften.
 
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paddy72

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Bist Du wirklich sicher, dass die B01S für die MT-400 geeignet sind? Ich habe die B01S an meiner BT-200 und meine die passen nicht für MT-400?
Nun wo Hydrauliköl fehlt, muß dies zwingend nachgefüllt werden und zwar das richtige Öl in der richtigen Menge. Mit einem beliebigen Öl kannst Du da viel falsch machen! Das Hydrauliköl ist sehr dünnflüssig, Motoröl oder Sägekettenöl sind da höchst ungeeignet! Feines, niedrigviskoses Paraffinöl geht vermutlich, aber das wirst Du wohl auch nicht da haben.
Also laß es bei einer seriösen Werkstatt machen anstatt da herum zu experimentieren - mit der Bremsanlage sollte man auf Nr. sicher gehen! :)

Das der eine Kolben herausgefallen ist und der andere nicht - bei ausgebauter Bremsscheibe - lässt sich m.E. nichts schließen. Der Kolben mit dem geringsten Widerstand fällt als erstes heraus und dann ist ja der Druck sofort weg. Der andere hätte sich bei mehr Druck evtl. auch bewegt, aber das mußt Du mit einem Stück Blech dazwischen testen, so dass beide Kolben Druck bekommen können. Es ist wohl normal das einer leichtgäniger ist als der andere. Wenn ein Kolben aber recht fest sitzt, zieht er sich nicht oder später wieder zurück - dadurch evtl. die Schleifgeräusche.

Als ich meine B01S gewechselt habe, hatte ich auch die ersten 100 - 150 km Schleifgeräusche - hat sich dann aber gegeben.
 
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paddy72

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O.k. dann waren das die MT-420 - da passen die B01S nicht - komme da immer durcheinander.
 
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Lorz

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Danke für die vielen Antworten. Grundsätzlich traue ich mir viele Reparaturen zu, weil ich beruflich physikalische Experimente aufbaue und Geräte repariere. Natürlich erwarte ich nicht ohne weiteres, dass Speiseöl geeignet ist. Ich glaube hier wurde mein selbstgesetztes Fragezeichen zwischen den Zeilen überlesen. (Mir erst mal maximale Blödheit unterstellen, macht wahrscheinlich mehr Spaß/ist spektatkulärer, ist aber hoffentlich nicht nötig;)).



Zu Euren Lösungshinweisen: Auch vielen Dank dafür!

  • Eine befüllte Bremse kaufen. Gut zu wissen, dass es sowas gibt. Sogleich dem Vorschlag folgen: Jein. Also zum einen ist mein Rad keine 2 Jahre alt und fabrikneu gekauft. Dass schon jetzt das Bremssystem hinüber sein soll, sehe ich nicht so ganz ein. Wenn doch, so habe ich folgende Bedenken - inwieweit kann die "Zuglänge" fertig geliefert sein? Die ist doch bei jedem Rad anders. Klar kann ich die alte ausmessen (falls dies überhaupt von Interesse ist und nicht Standardlängen verkauft werden und man den Rest des Kabel sonst wo rumtüdeln muss), aber die neue Bremse wird ja vielleicht anders sitzen. Oder kann man die alten Bremshebel weiter benutzen? Dennoch habe ich bedenken mit dem Bremssattel, ob da geringfügige Änderungen die Zuglänge unbrauchbar machen könnten. Auch weiß ich nicht, was mich erwartet: hat der Hersteller alles tatsächlich korrekt eingestellt? Sind die Bauteile heile? Ist der Einbauaufwand niedriger als die Reparatur der "alten" Bremse? Kommt die Lieferung überhaupt an - und wenn ja, wann? In 6 Wochen... so lange kann ich leider nicht warten. Ich mache alles mit Fahrrad, meinen Weg zu Arbeit (10 bis 13 km), Kindertransport usw.
  • Grundsätzliche Skepsis mit einem aus der Hand gebenen Problem: siehe obige Erfahrung plus derzeitige Situation, hier übrigens auch die Namen der Fahrradshops Bsp1: 123-Rad in Bremen. Bsp2: BOC-Bremen/Stuhr. Von BOC ist auch das betroffene Rad, ein Raleigh. Bsp3: RadUp in Hannover. Ich finde es daher nicht sinnvoll, ein Bauteil am Rad zu haben, dass ich so gar nicht kontrollieren kann. Wenn ich selbst nüscht an der Scheibenbremse einstellen kann und ich das Ding nach kurzer wegschmeißen muss, dann würde ich sie sogar lieber komplett demontieren. Bisher habe ich ja eh nur Ärger damit und dass die Kosten einen Faktor 10 höher sind (Scheiben + Beläge tauschen vs Bremsklötze tauschen), als bei einer "Old-School"-Bremse, huh, das hätte ich auch nicht gedacht.
Fazit: Wer so viel auf sein Fahrrad angewiesen ist wie ich, muss leider die meisten Reparaturen selbst machen. "Mal eben das Rad zum 6 km entfernten BOC zu Öffnungszeiten hingezaubert und nach 10 Min zurückgezaubert" ist ja nun mal auch nicht. Die Rechnung "Lass es wen anderes machen = Null Aufwand und Perfektes Ergebnis" sehe ich als nicht pragmatisch an.

Daher noch mal zum Bremskolben, der nicht herausgefallen ist. Den anderen Festklemmen mit Hilfe (muss ja nicht mit direktem agressiven Kontakt sein) einer Schraubzwinge sollte doch gehen?! Vorher muss ich die Bremse dann wohl neu befüllen, um überhaupt Druck weitergeben zu können. Equipment dazu habe ich bestellt. Was kann ich nun erwarten? Ist der Bremskolben vielleicht deformiert und deshalb tatsächlich nicht mehr beweglich? Ist sowas reparabel? Kann man Kolben einzeln kaufen. Kann sogar die Kolbenaufnahme die Ursache sein? Dann bietet sich wohl tatsächlich ein Neukauf an.

Und ist meine Beobachtung überhaupt richtig, dass das Öl aus der Öffnung hinter dem Kolben austrat? Nicht dass das Öl eigentlich irgendwo anders ausgetreten sein muss, weil es gar nicht bis an den Kolben heranreicht (der Impuls müsste dann über einen anderen Mechanismus an den Kolben gelangen).
 
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