S-Pedelec temporär als 25 km/h Pedelec nutzen?

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schmadde

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Die Technik nennt sich übrigens Strohman-Argumentation.
Welche Technik, welcher Strohmann? Der von Dir eingesetzte? Ich habe lediglich ausgeführt warum ich wahrnehme, dass sich Bosch fast gar nicht für S-Pedelecs interessiert. Sonst würde sie die Motoren nicht so bauen, dass sie die meisten S-Fahrer abschreckt.
 
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Elmo

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Sonst würde sie die Motoren nicht so bauen, dass sie die meisten S-Fahrer abschreckt.
Vielleicht habe ich mich nicht präzise genug ausgedrückt, sorry.

Ich denke nicht, daß die Motoren die meisten S Pedelecfahrer abschrecken. Wir Stromerfahrer hatten unsere Gründe. Meine Frau z.B. ist umgestiegen und sehr zufrieden mit Ihrem Bosch. Das hatte viele Gründe, die lausige Motorsteuerung über Drehmoment beim Stromer ein wichtiger.

Und wenn Stromer bis Ende nächsten Jahres keine bessere Gepäckträgerlösung anbietet, könnte ich auch wechseln.

Entwicklungskapazität für einen leistungsfähigeren Motor zu opfern, ist für Bosch gegenwärtig offenbar nicht wirtschaftlich. Die 400% Regelung lässt für die Mehrheit der Kunden gar nicht zu, dass der Motor bei echter Leistungsmessung in die Gefilde eines Stromer vordringt.

Der wichtigste Bosch eBike Kunde R&M setzt noch immer systematisch auf S-Pedelecs.
Absolut gesehen dürfte es sich trotz geringerer Relevanz um einen 2 stelligen Millionenbetrag pro Jahr an Umsatz handeln. Kundenbindung eines Exklusivpartners sollte man auch nicht unterschätzen. Es wird ihnen somit nicht gleichgültig sein.

Die Zuwachsraten im 25er Bereich sind größer als das gesamte Marktvolumen der S Pedelecs.

Wenn sich die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern würden - wovon ich nicht ausgehe - hätten wir eine völlig neue Situation. Dieser Ansicht ist zumindest Herr Riese.

Dann könnte es (Spekulation) sinnvoller sein, 2-3 Jahre Entwicklungszeit einzusparen, indem man einen vergleichsweise kleinen Konkurrenten vom Markt nimmt und dessen Technik weiter entwickelt. Stromer wäre 2 Jahre später vermutlich weg vom Fenster.
 
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Elmo

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Nachtag: Konkurrenzfähige Motorleistung würde zudem 48V Akkutechnik erfordern. Darauf hatte ich gehofft. Dass die nicht kam ist ein schlechtes Zeichen für leistungsfähigere S Motoren von Bosch.
 
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schmadde

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Nachtag: Konkurrenzfähige Motorleistung würde zudem 48V Akkutechnik erfordern. Darauf hatte ich gehofft. Dass die nicht kam ist ein schlechtes Zeichen für leistungsfähigere S Motoren von Bosch.
Ich finde das ehrlich gesagt gut, dass Bosch über viele Jahre hinweg die Akkus kompatibel gelassen hat. Es braucht auch nicht unbedingt 48V Technik, die Motoren von Bosch sind stark genug. Die 400% reizen sie ja auch gar nicht aus - der alte Performance Speed hatte glaube 300 oder 350% max und das ist mehr als ausreichend. Weiss aber nicht wie das beim neuen ist. Nervig finde ich beim Bosch die konsequente Abschaltung bei 41km/h, die Zugkraftunterbrechung beim Schalten (das hab ich beim Rennrad noch nie gemacht, die Schaltung hat es stets ausgehalten) und neuerdings die Beschränkung der Trittfrequenz durch blödsinnige "Anti-Tuningmaßnamen" die sie vom Pedelec Motor übernommen haben die beim S-Pedelec aber gar nicht nötig wären.
 
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Entwicklungskapazität für einen leistungsfähigeren Motor zu opfern..
ist für Bosch gar nicht nötig.
Die bauen schon länger leistungsfähige Rollerantriebe.

Kannst mal hier schauen : Klick

1631899801201.jpeg

 
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Elmo

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Es braucht auch nicht unbedingt 48V Technik, die Motoren von Bosch sind stark genug.
Es geht um die Akkuströme. Ich hatte mit meinem E45 nie eine Sonne gegen das ST2 meiner Frau, trotz 100 W+ mehr Eigenleistung.

Bei geschätzten 60° Sitzposition fahr ich mein aktuelles Stromer zur Not mit nem Puls von etwa 100 an die Abriegelung von 46 kmh GPS. Lt Kreuzotter bräuchte es dazu knapp unter 1200W. Ich tippe auf etwa 1000 W aus dem Motor.

Wie man es auch dreht und wendet. Die 400% sind eine bedeutsame Limitierung.

Mehr Leistung bedeutet höhere Ströme. 48V halte ich da für unabdingbar. Da in Zukunft eh nix mehr abwärtskompatibel ist, hätte man den Schritt auch machen können. Ich verstehe aber, weshalb das nicht geschah.
 
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Mehr Leistung bedeutet höhere Ströme.
oder eine höhere Spannung.
Leistung ist das Produkt aus den Faktoren Spannung und Strom.
Daher bedeutet eine höhere Leistungsanforderung bei der Produktentwicklung natürlich nicht automatisch höhere Ströme.
Das hängt ausschließlich von der Gesamtauslegung des Systems ab, ob der Hersteller eine Leistung von z.B. 1000W mit 36V oder mit 48V oder mit noch höherer Spannung erzielen will.
 
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Du verstehst schon
Klar!
Von wegen P= U x I und so?
Das kleinste Einmaleins der Elektrotechnik, aus dem ja hervorgeht, dass man beide Wege zur Leistungserhöhung bgehen kann.
Bei höherer Spannung kann ich natürlich geringere Leiterquerschnitte wählen, was sicher ein Vorteil ist.
Nicht umsonst werden Überlandleitungen mit Spannungen von bis zu mehreren 100000V betrieben.

Wie auch immer, natürlich sind es Peanuts für Bosch, leistungsstärkere Systeme anzubieten.
Bei Mittelmotoren ist man aber sicher bei einem systembedingten Maximum angekommen, da die Kräfte ja nicht über Motoradantriebsstränge übertragen werden sollen.
Für wirklich hohe Motorleistungen im "Fahrradbereich" ist nur der Nabenmotor sinnvoll -> S-Pedelec.
Auch das kann Bosch natürlich. Siehe auch den verlinkten Rollerantrieb von z.B. NIU.
 
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schmadde

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Mehr Leistung bedeutet höhere Ströme. 48V halte ich da für unabdingbar.
Ja, wenn man 1.000W und mehr braucht. Ich brauch es nicht - was soll das auch? Was hab ich davon wenn der Akku in ner halben Stunde leer ist? Ein S-Pedelec ist für mich ein motorunterstütztes Fahrrad ohne die dämliche Abregelung bei Jogginggeschwindigkeit - kein Motorrad mit Pseudopedalen dran. WIe gesagt: mir reicht die aktuelle Leistung des alten Performance Speed völlig aus, der neue soll ja noch stärker sein und geht auch mit 36V.

Und wenn schon: bei Bosch war das Problem bisher eher die Parallelschaltung von lediglich 4 Zellen bei nur 36V Nennspannung. Da kann man keine hohen Ströme rausholen ohne dass der Akku früh schlapp macht. Da kommen sie ja langsam weg davon. Die Heckmotoren haben das Problem von langen Motorstromkabeln die für hohe Ströme viel Querschnitt haben müssen und dennoch hohe Leitungsverluste. Bei Bosch sitzt der Akku direkt am Motor die haben da drin vermutlich gar keine Motorstromkabel, sondern nur massives Metall vom Kontakt zur Leistungselektronik - oder wenigstens nur sehr kurze.

800W sind beim 36V Akku 20-25A das ist handlebar. BionX hat sogar 30A durch die Leitungen gejagt, damit bekommt man auch fast 1.000W hin beim 10s Akku. 48V sind sicher besser, aber nicht notwendig.

Und das wars von mir hier in dem Thema - wir sind im falschen Thread dazu. Die Mods werden das sicher bald abtrennen oder löschen und zu Recht.
 
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cephalotus

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elfKW+mmc3 / Cute 85 / BionX 25kmh / BionX 45kmh
Das City El konnte vor über 20 Jahren schon 7000W Motorleistung aus 36V Systemspannung.

Bei 1000W ist es völlig egal, ob das jetzt ein 36V oder 48V System ist...

MfG
 
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cephalotus

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elfKW+mmc3 / Cute 85 / BionX 25kmh / BionX 45kmh
....Der Forscher kam zu dem Schluss: „Wenn Sie nicht Chris Hoy sind, ist es unmöglich, eine Geschwindigkeit von 45 km/h mit dem Faktor 4 zu erreichen.

Quelle:
Das mag für Moped ähnliche sPed gelten.

Würde man stattdessen schnelle effiziente Fahrräder testen kommt man mit 750W auf 45km/h.
Dazu müsste man also selber 150W treten.
Das ist nicht unmöglich.

Die meisten sPed halten sich doch eh nicht dran.
 
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schmadde

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Stromer ST2 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
Würde man stattdessen schnelle effiziente Fahrräder testen kommt man mit 750W auf 45km/h.
Dazu müsste man also selber 150W treten.56km
Man braucht keine 750W für 45km/h. Anbei ein Screenshot von Strava. Da bin ich mit einem ganz normalen Fahrrad ohne Motor, aber mit Leistungsmesser gefahren (Powertap Elite, ist recht genau). Man achte auf Maximal-Leistung und -Geschwindigkeit. Ja, es ist leicht abschüssig aber es sind auch 56km/h und nicht 45 (aufgezeichnet mit nem GPS Gerät, das sollte ausreichend genau sein). Das ist genau die Strecke mit der Ampelschaltung die ich mit Rennrad und Stromer grade noch so bei grün bekomme, mit Bosch nicht. Schnitt und Durchschnittsleistung kann man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen für alle die glauben man braucht 1.000W um schneller als ein Pedelec zu sein. Die max. Trittfrequenz stimmt nicht, der Sensor hat schon seit einiger Zeit nen Hau. Keine Ahnung was er da gemessen hat.

leistung-45.PNG
 
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schmadde

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ja, schön, Physik halt.
Hab ich studiert. Ich hab auch gemessen. Man braucht keine 1.000W für 45 km/h - auch nicht an vielen real existierenden Rädern. Besondere Mißgeburten gibts natürlich immer. Und mit Bosch und Eigenleistung wären 1.000W+ drin. Nur keine Unterstützung - die wird nämlich bei Bosch rädern deutlich unter 45 komplett deaktiviert. Immer. Warum auch immer.
 
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Elmo

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Hab ich studiert. Ich hab auch gemessen. Man braucht keine 1.000W für 45 km/h
Bin auch Naturwissenschaftler und fahre Rennrad mit PM. Wie @cephalotus bereits schrieb, braucht es dazu effiziente Räder. Dein Haibike (nein Bulls?) Rennrad zum Beispiel.

Ein 35 kg Bock mit einem großen Dude drauf und billigen breiten Walzen in 50 oder 60° Sitzhaltung braucht mehr als das.

Und ich sitze aufgrund der langen Beine noch vergleichsweise flach auf dem "Moped".

Warum Bosch so früh abregelt weiß ich nicht. Meine Vermutung war, um den Akku zu schonen und für mehr Reichweiteneffizienz. Ist ja an den meisten Rädern (ohne Nyon) nix individualisierbar an den U-Stufen.

Am 36V E45 war der Leistungsabfall über den Spannungsabfall eklatant spürbar. Die Stromstärke war ablesbar. Wenn man ehrlich ist, spielt es objektiv für die Fahrzeit bei vielen Strecken eigentlich meistens keine große Rolle, ob 41 oder 45 km/h die vmax ist. Mein Schnitt in den letzten 3 Jahren liegt knapp 33 km/h. Da ist ja fast Rennradgeschwindigkeit (Äpfel und Birnen) 😉.

Auf meiner Pendelstrecke macht es einen Unterschied, da ich 85% voll fahren kann. Auf der Strecke meiner Frau hingegen schafft man gerade so einen 30 km/h Schnitt.

Wichtiger als die reine Endgeschwindigkeit ist in der Praxis häufig die Beschleunigung. Beim Stop and go in der Innenstadt ist der Bosch gegenüber dem Stromer schon krass deutlich im Nachteil. An der nächsten Ampel stehen beide dann doch wieder.
 
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Omarad

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Meine Vermutung war, um den Akku zu schonen und für mehr Reichweiteneffizienz.
Das vermute ich auch. Denn die 40 Zellen Akkus machen den Stress nicht lange mit.
Wenn man so einen Akku regelmäßig in 45 Minuten leersaugt ist der bald kaputt.
Wenn man ehrlich ist, spielt es objektiv für die Fahrzeit bei vielen Strecken eigentlich meistens keine große Rolle, ob 41 oder 45 km/h die vmax ist.
So ist es. Nur wer wirklich rein Vollgasgeraden hat, bei dem macht das 10% aus, beim Rest weniger.
 
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