S-Pedelec: Hohes Potenzial als Verkehrsmittel - aber durch restriktive Vorschriften ausgebremst

Diskutiere S-Pedelec: Hohes Potenzial als Verkehrsmittel - aber durch restriktive Vorschriften ausgebremst im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Völlig Korrekt! Bisher fliegt man noch unter dem Radar...
Jenss

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Völlig Korrekt!

Bisher fliegt man noch unter dem Radar...
 
tehdon

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Persönlich bin ich sicher, dass es nur schlimmer werden kann. Ich bin mit dem Status Quo recht zufrieden, denn das was die meisten hier wollen, wie Recht zur Nutzung von Radwegen, von (Kinder)anhängern und weniger aufwändige Zulassungsvorschriften wird ganz sicher nicht kommen. Wenn dann wird es eher mehr Restriktionen geben. Noch profitieren wir davon, dass die Gattung kaum einer kennt und wir zahlenmäßig zu wenige sind, dass man sich um das Phänomen kümmern muss.
Auch wenn ich ebenso von der niedrigen Verbreitung dem "unterm-Radar-fliegen" profitiere: Nö. Das will ich nicht akzeptieren. Diese Schwarzmalerei und das Hände-in-den-Schoß-legen widerstrebt mir zutiefst.
 
S

schmadde

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In wie fern denn? Was soll denn noch schlimmeres passieren? Als Moped ist das S schon eingestuft.
Ja, in der Theorie schon. Da darf man nur auf der Fahrbahn fahren, auch wenn reale Reichweiten nur ca. 30km/h hergeben und die Fahrzeuge selbst nur 40, während die gleichartig eingestuften fast 10km/h mehr vmax bieten.
Umbauten an den Fahrzeugen (die praktisch jeder macht, weils gar nicht anders geht) interessieren niemanden.

Niemand hält sich derzeit daran, keiner! Denn es geht de facto gar nicht. Wenn aber an einer der Schrauben mal geringfügig gedreht werden sollte aber dafür stringent kontrolliert, dann ist das nix mehr was man noch sinnvoll nutzen könnte.
 
iGude

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Ja, in der Theorie schon. Da darf man nur auf der Fahrbahn fahren, auch wenn reale Reichweiten nur ca. 30km/h hergeben und die Fahrzeuge selbst nur 40, während die gleichartig eingestuften fast 10km/h mehr vmax bieten.
Umbauten an den Fahrzeugen (die praktisch jeder macht, weils gar nicht anders geht) interessieren niemanden.

Niemand hält sich derzeit daran, keiner! Denn es geht de facto gar nicht. Wenn aber an einer der Schrauben mal geringfügig gedreht werden sollte aber dafür stringent kontrolliert, dann ist das nix mehr was man noch sinnvoll nutzen könnte.
Was hierbei aber immer auf „unserer“
Seite sein wird. Wie soll das alles jemals bei einem S was zu 99,9% mit Fahrradtechnik aufgebaut wurde zu kontrollieren sein?
Ich halte das für schier unmöglich.
 
SeDu

SeDu

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Ich bin da etwas zwiegesplaten und kann beide Sichtweisen nachvollziehen. So richtig interessiert das S-Pedelec momentan niemanden und bleibt so weitesgehend unter dem Radar. Dennoch finde ich die Situation auch unbefriedigend, zumal Nachbarländer es ja auch brauchbar geregelt bekommen. Aber irgendwie sind wir Deutschen uns anscheinend einfach oft zu fein, gute Lösungen der Nachbarn zu aktezeptieren und für uns zu übernehmen. Da muss immer irgend ein Sonderweg her, der vermeintlich alles besser macht. Aber solange die gesamte Politik die nötige Verkehrswende nur herbeiredet aber nicht entsprechend agiert, wird sich wohl so schnell nichts ändern.
 
Jenss

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So ist es!

Man WILL einfach den möglichen Beitrag von ebikes aller Art zum Klima, Verkehrswende usw. nicht akzeptieren/fördern.
 
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Huberer

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Dennoch finde ich die Situation auch unbefriedigend, zumal Nachbarländer es ja auch brauchbar geregelt bekommen. Aber irgendwie sind wir Deutschen uns anscheinend einfach oft zu fein, gute Lösungen der Nachbarn zu aktezeptieren und für uns zu übernehmen.
Bitte aber nicht auf uns Österreicher schauen. Hier bei uns gilt ein S-Pedelec als Motorfahrrad (Moped). D.h. Kennzeichen, Versicherung, Motorradhelm, Radwege verboten, ja sogar ein Verbandszeug muss mitgeführt werden, Rückspiegel muss vorhanden sein, fix verbundenes Licht, usw.
Bei einem Unfall (vor allem mit Personenschaden) gibt es sonst keine Haftung und muss alles aus der eigenen Tasche bezahlen (wenn nicht angemeldet), abgesehen von der strafrechtlichen Komponente.
Dies steht auf der Homepage des ÖAMTC (Autofahrerclub in Ö.)
Interessant ist auch der Kommentar unter dem von mir verlinkten Beitrag:
Wer ist auf die Idee gekommen genau bei 25 km/h die Grenze zu ziehen? Mit einem guten Bike (von Rennrad gar nicht reden) fährt man doch auch wohl 30 oder schneller. Das Argument mit "nicht ausgelegt auf höhere Geschwindigkeiten" kann nicht gelten weil dann dürfte man ja abwärts auch nur 25 km/h fahren - da sind dann mal gerne 60 oder nochmehr und das gute Rad fliegt nicht auseinander. Mit 25 km/h ist das Pedelec KEINE attraktive Alternative zum Auto. Mit 35 oder 40 max. Geschwindigkeit sehr wohl. Es wäre doch einen Versuch wert die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 oder noch besser 35 zu erhöhen, das wäre der Technik der Räder gerecht. Das Problem mit dem Alter ist eines ja, aber warum dürfen Menschen die ein Fahrrad mit 25 km/h nicht beherrschen ein Auto lenken? Problem seh ich eher mit der Erfahrung, jetzt haben viele mit dem Radfahren angefangen ohne dass sie vorher mit einem normalen Rad Erfahrung gesammtelt haben - so verhalten sich viele auch auf den Radwegen.
Der Punkt "nicht ausgelegt auf höhere Geschwindigkeiten" geht es um das Tuning eines Pedelecs um die 25km/h-Grenze zu erhöhen.
 
SeDu

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Bitte aber nicht auf uns Österreicher schauen. Hier bei uns gilt ein S-Pedelec als Motorfahrrad (Moped). D.h. Kennzeichen, Versicherung, Motorradhelm, Radwege verboten, ja sogar ein Verbandszeug muss mitgeführt werden, Rückspiegel muss vorhanden sein, fix verbundenes Licht, usw.
Bei einem Unfall (vor allem mit Personenschaden) gibt es sonst keine Haftung und muss alles aus der eigenen Tasche bezahlen (wenn nicht angemeldet), abgesehen von der strafrechtlichen Komponente.
Dies steht auf der Homepage des ÖAMTC (Autofahrerclub in Ö.)
Interessant ist auch der Kommentar unter dem von mir verlinkten Beitrag:


Der Punkt "nicht ausgelegt auf höhere Geschwindigkeiten" geht es um das Tuning eines Pedelecs um die 25km/h-Grenze zu erhöhen.
Oh Gott.....schlimmer geht immer. Das ist ja wirklich übel. Wer kommt nur auf so etwas?
 
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Huberer

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Es gibt kein Mittelding bei uns. Entweder Fisch (also Pedelec) oder Fleisch (also Moped). Vielleicht gibt es noch zu wenige S-Pedelecs damit sie (Politik) ein Mittelding schaffen können
 
S

schmadde

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Bitte aber nicht auf uns Österreicher schauen. Hier bei uns gilt ein S-Pedelec als Motorfahrrad (Moped). D.h. Kennzeichen, Versicherung, Motorradhelm, Radwege verboten, ja sogar ein Verbandszeug muss mitgeführt werden, Rückspiegel muss vorhanden sein, fix verbundenes Licht, usw.
Bei einem Unfall (vor allem mit Personenschaden) gibt es sonst keine Haftung und muss alles aus der eigenen Tasche bezahlen (wenn nicht angemeldet), abgesehen von der strafrechtlichen Komponente.
Bis auf den Verbandskasten ist das bei uns in Deutschland ganz genau gleich geregelt
 
Seemann

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Aber irgendwie sind wir Deutschen uns anscheinend einfach oft zu fein, gute Lösungen der Nachbarn zu aktezeptieren und für uns zu übernehmen.
Das ist ein wichtiger Punkt und ich verstehe auch nicht, warum wir da immer so gebremst handeln.

Anstatt das (überegional einheitliche) Verkehrssystem der Niederlande 1:1 zu kopieren,
macht hier JEDES Kaff seine eigene Verkehrspolitik, seine eigenen Radwege u.v.m.

Statt das Radsystem in Kopenhagen zu kopieren, werden hier mit unausgereiften pop-up Radwegen,
Muster Fahrradstraßen und Fahrradweg Einzelstücken aller Sorten Experimente gepflegt.

Das gilt auch bei der S-Pedelec Gesetzgebung.
Leider sind wir immer noch vom reinen Autofahrerdenken durchsetzt.
 
P

Pöhlmann

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Statt das Radsystem in Kopenhagen zu kopieren
"Kopieren" von einer gewachsenen Stadt in eine andere, anders gewachsene Stadt ist nicht so einfach. Die Pop-Up-Radwege sind ein recht preiswertes Provisorium, um anzutesten, wie das Prinzip, den Kfz Platz wegzunehmen, beim Wahlvolk so ankommt. Da kann man sehr viel zügiger und preiswerter als bislang nachbessern, wenn man danebengehauen hat.

Für Radverkehrsanlagen wie in Kopenhagen wären deutlich über 30€ pro Einwohner und Jahr erforderlich. In Berlin waren es 2018 um 5€ pro Nase.
35€ wären zwar Peanuts u.a. gegenüber den Ausgaben für den BER, für den der Steuerzahler derzeit im Jahr ca. 400 Millionen Euro aufgewendet hat. Man sieht aber an der Website der Flughafengegner, dass die die Ausgaben nicht in Radwege-Kilometer, sondern lieber in Autobahn-Kilometer umrechnen. Auch wenn sich inzwischen Mehrheiten für mehr Radverkehr finden, wie der "Volksentscheid Fahrrad" bewiesen hat, ist der politische Widerstand gegen mehr Raum für das Fahrrad erheblich - siehe die Klage der AfD gegen Pop-Up-Radwege.

Kopenhagen hat bereits in den 70ern angefangen, die Stadt für den Radverkehr umzubauen.
Aus dem Stand lassen sich Betonköpfe in den Berliner Verwaltungen aber auch von RRG im Senat nicht so einfach in erfahrene Alltags - Radfahrer verwandeln, wie es für einen zielführenden Umbau hin zum Radverkehr sinnvoll wäre.

Für das S-Pedelec müssen außerhalb von temporären Modellversuchen wie in Tübingen nicht zuletzt die Weichen im Bund gestellt werden. Damit würde ich - wenn überhaupt - erst nach einem Wechsel zu Schwarz-Grün im Bund rechnen.

Es gibt viel zu tun - nix wie weg :p
 
jm1374

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Damit würde ich - wenn überhaupt - erst nach einem Wechsel zu Schwarz-Grün im Bund rechnen.
In BaWü passiert trotz Grün-Schwarz nichts. Der grüne MP hängt rektal voll beim Daimler drin. Einfach nur peinlich.

Man muss es mal ganz krass und voller Sarkasmus zu sagen. Die Mehrheit muss Auto fahren. Wir können es uns wirtschaftlich nicht leisten eine signifikante Menge auf sinnvollere Alternativen umsteigen zu lassen. Man stelle sich vor es werden pro Jahr 1 Million weniger Autos verkauft.
Erst wenn wir diese Argumentation durchbrechen, kann sich etwas ändern.
 
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schmadde

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Statt das Radsystem in Kopenhagen zu kopieren, werden hier mit unausgereiften pop-up Radwegen,
Muster Fahrradstraßen und Fahrradweg Einzelstücken aller Sorten Experimente gepflegt.
Ganz ehrlich: wenn ich mir anschaue, was Kopenhagen (eine Stadt mit weniger als 1/5 der Einwohner und daher eigentlich gar nicht vergleichbar) mit seiner ach so tollen Radverkehrsinfrastruktur erreicht hat: nämlich exakt den gleichen KfZ-Anteil wie die Autostadt München bin ich mir nicht so sicher, ob das eine Nachahmung wert ist. Für Radfahrer sind manche Sachen da auch nicht grade ideal. Die haben sicher einiges richtig gemacht aber das ganze 1:1 kopieren ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

DIe Pop-Up Radwege sind halt keine geplante Infrastruktur, sondern aus der Not geboren und was ich an denen gut finde ist, dass dem Radverkehr mehr Platz gegeben wird. Das ist halt genau das was den Braunen so sauer aufstößt und weswegen die geklagt haben.

Das ist auch das Hauptproblem des Radverkehrs hierzulande. Dem Radverkehr wird keine Bedeutung und daher auch kein Platz auf der Straße zugestanden und die Belange von Radfahrern werden in der Verkehrsplanung meist überhaupt nicht oder erst ganz zum Schluss berücksichtigt. Das ist der Grund für die Probleme der Radfahrer und nicht dass man Dinge aus fremden Ländern mit völlig anderen Gegebenheiten nicht 1:1 kopiert.
 
S

Sheeara

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Ich habe meine Zweifel ob das gut ist, wenn sich die Politik mit S-Pedelecs beschäftigt. Verkehrspolitisch fände ich es sinnvoll, vorausgesetzt es kommt was brauchbares raus.

Persönlich bin ich sicher, dass es nur schlimmer werden kann. Ich bin mit dem Status Quo recht zufrieden, denn das was die meisten hier wollen, wie Recht zur Nutzung von Radwegen, von (Kinder)anhängern und weniger aufwändige Zulassungsvorschriften wird ganz sicher nicht kommen. Wenn dann wird es eher mehr Restriktionen geben. Noch profitieren wir davon, dass die Gattung kaum einer kennt und wir zahlenmäßig zu wenige sind, dass man sich um das Phänomen kümmern muss.
So, jetzt kann ich endlich mal in Ruhe antworten.

Wie es schlimmer werden kann:

Für S-Peds würde alles beim Alten bleiben.

Sollte sich die Politik jedoch wirklich mal des Themas annehmen, so wird ihnen garantiert auffallen, dass Peds und Escooter eines gemeinsam haben: 25 km/h. Und nur eines davon ist versichert.

Ihr werdet nun sagen, "Aber das eine unterstützt nur bis 25, das andere fährt 25!"

Habt ihr Vertrauen darin, dass das irgendwer berücksichtigen wird?

In der Folge werden dann auf einmal auch normale Peds versicherungspflichtig, wegen "Gründe".

Oder Peds und Scooter werden auf 20 gedrosselt. Dafuk.

Ich sehe das zwar eher pessimistisch, lasse mich aber auch gerne positiv überraschen.
 
SeDu

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Ihr werdet nun sagen, "Aber das eine unterstützt nur bis 25, das andere fährt 25!"

Habt ihr Vertrauen darin, dass das irgendwer berücksichtigen wird?

In der Folge werden dann auf einmal auch normale Peds versicherungspflichtig, wegen "Gründe".

Oder Peds und Scooter werden auf 20 gedrosselt. Dafuk.
Dann aber, nach dieser Logik, auch Versicherung für alle Fahrräder bzw. Radfahrer die schneller als 25 km/h fahren. Gleichbehandlungsgrundsatz und so...... ;)
 
U

Ullerich

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In der Folge werden dann auf einmal auch normale Peds versicherungspflichtig, wegen "Gründe".
Wenn dann im Gegenzug die private Haftpflicht geringer würde, da dieses Risiko kaum noch abgebildet werden muss, wäre das evtl. verschmerzbar. Aber wenig wahrscheinlich.

Ich sehe das zwar eher pessimistisch, lasse mich aber auch gerne positiv überraschen.
Wobei, wenn die die Diskussionen um das Tuning mitverfolgt hast, das eigentliche Problem gefühlt woanders liegt, möglicherweise aber als Aufhänger benutzt werden könnte. Aber Tuning ist eine andere Abteilung.

Ob allerdings Deutschland einen Alleingang machen würde, kann ich kaum beurteilen. Dagegen sprechen schon unterschiedliche Regelungen:Fahrrad, Pedelec, E-bike - Gesetze & Verkehrsregeln in Europa - Patascha's World
 
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schmadde

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Wenn dann im Gegenzug die private Haftpflicht geringer würde, da dieses Risiko kaum noch abgebildet werden muss, wäre das evtl. verschmerzbar. Aber wenig wahrscheinlich.
Das Problem am S-Pedelec ist ja nicht, dass man eine Versicherung oder einen Führerschein braucht - das eine kostet fast nix und das andere hat fast jeder. Das Problem ist, dass man für die Dinger eine Betriebserlaubnis braucht und jegliche Modifikation oder gar Selbstbau mit so hohem Aufwand verbunden ist, dass es praktisch unmöglich wird.

Die real existierenden S-Peds haben eigentlich alle irgendwo Schwachpunkte die von fähigen Bastlern leicht zu beheben wären, kann bzw. darf man aber nicht. Das ist das Hauptproblem. Ein weiteres Problem ist, dass man signifikante Anteile der Antriebsleistung selbst erbringen muss und das bedingt eine gute Ergonomie, die fast immer nur durch Austausch von Teilen wie Sattel, Vorbau, Lenker etc. ermöglicht werden kann, das darf man aber meist gar nicht.

Und eine Betriebserlaubnis würde man dann auch für Pedelecs brauchen, wenn es denn eine Versichrungspflicht gäbe, denn alles andere würden die Versicherer nicht schlucken.

Aber ich bezog mich hier rein auf S-Pedelecs. Wenn die mal populär werden, würde auch die Nutzung von Radwegen, Anhängern, Modifikationen geprüft und ich behaupte mal der Anteil der S-Pedelec-Fahrer, die sich 100% an alle S-Pedelec-Regeln halten und keinerlei Modifikationen an ihren S-Peds durchgeführt haben dürfte verschwindend gering sein, falls überhaupt welche existieren. Davor hätte ich am meisten "Angst". Denn schon alleine nur dort zu fahren wo S-Peds theoretisch fahren müssten, kommt in vielen Gegenden einem Todesurteil gleich. Man sieht ja was Vielfahrern wie @jm1374 dort wo sie fahren müss(t)en passiert, obwohl sie die Regeln sowieso schon "großzügig" auslegen.
 
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