S-Pedelec: Hohes Potenzial als Verkehrsmittel - aber durch restriktive Vorschriften ausgebremst

Diskutiere S-Pedelec: Hohes Potenzial als Verkehrsmittel - aber durch restriktive Vorschriften ausgebremst im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Der Mann von Welt hat einen Chauffeur. War gestern mal wieder nur mit T-Shirt unter der Skijacke bei 0 Grad und dichtem Schneeregen auf dem...
mawadre

mawadre

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Wenn ich morgens mein Auto frei kratzen muß und dann in das kalte Auto steige, dann friere ich mehr, als auf dem S-Pedelec.
Der Mann von Welt hat ein Carport.
Der Mann von Welt hat einen Chauffeur.
Bei 45 ist das noch unangenehmer.
War gestern mal wieder nur mit T-Shirt unter der Skijacke bei 0 Grad und dichtem Schneeregen auf dem S-Pedelec unterwegs und musste aufpassen, dass ich vor der Arbeit nicht ins Schwitzen komme... :LOL:
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schmadde

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Zitat aus dem Artikel:

Der Grund für diese Einschränkung liege wohl darin, dass ursprünglich S-Pedelecs deutlich größer und schwerer waren als „normale“ Pedelecs, erklärt Thilo Knoblich von der Niedersachsentarif GmbH, in der die niedersächsischen Eisenbahn-Nahverkehrsunternehmen organisiert sind.
Was für ein ausgemachter Unsinn. Der Grund dürfte schlicht darin bestehen, dass S-Pedelecs unsinnigerweise mit Benzin-Mopeds in eine Klasse geworfen wurden und eine unterscheidung zwischen S-Peds und Bezinmopeds in den Beförderungsbedingungen und die Hirne der Kontrolleure zu bringen einen nicht ganz vernachlässigbaren Aufwand bedeuten würde und keiner das angehen würde für die 10 Beförderungsfälle pro Jahr.

Wären Pedelecs mit Mofas gleichgestellt (was technisch gesehen eigentlich die logische Konsequnz wäre) dann dürften die auch nicht im Zug mitfahren.

Dass E-Scooter ganz offiziell mit dürfen erstaunt mich. Es gibt ja auch schon Verkehrsverbünde, die S-Pedelecs zulassen. Also ganz unmöglich wäre es nicht.
 
trifi70

trifi70

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Ich vermute auch versicherungstechnische Gründe. Es gibt absurde Konstellationen mit normalen Kfz ("Auto") wo völlig unklar ist wer haftet. Und so ein "S" hat nun Mal ein bis zwei zusätzliche Versicherungen dabei. Nicht auszudenken, wenn da auf Bahnsteig, Treppe, im Fahrstuhl oder gar im Zug was beschädigt wird oder sich jemand verletzten sollte... :rolleyes:

Jetzt gibts also einen Anlass, dass sich da mal jemand hinterklemmt. Finde ich gut (y) Mein eigenes S habe ich genau ein Mal im Zug transportiert und hatte dabei nichtmal ein schlechtes Gewissen :)
 
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tuscience

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Ob ein S-Ped nicht wieder vermittelbar wäre würde ich zu bezweifeln wagen.
Da stimme ich Dir zu, nur die Meinung eines Dickschädels zu ändern ist - zumindest bei uns in der Firma - nicht eben leicht, wenn dieser Dickschädel noch cholerisch veranlagt ist.

...und die €50 p.a. machen den Kohl nicht fett.
Bei meiner Frau ist das so (Rad über Bikeleasing-service.de), dass die Haftpflicht durch den MItarbeiter getragen wird. Das sind bei uns 29€ bei der LVM / Jahr.
Der Arbeitgeber muss das Rad versichern. Sind 11,90 € / Monat (Diebstahl usw). Diese 11,90€ egalisieren sich mit den eingesparten Lohnnebenkosten durch die Leasingrate.
Insgesamt hat der Arbeitgeber finanziell weder Vor- noch Nachteile. Jetzt konkret beim Stromer meiner Frau.
Lediglich die Einführung des Dienstrades hat einmal etwas Verwaltungsarbeit gekostet.

Also, wenn ein Arbeitgeber will, kann der sowohl normale als auch S-Pedelecs ohne finanziellen Aufwand (für das Unternehmen) den Mitarbeitern anbieten.
 
S

schmadde

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Ich vermute auch versicherungstechnische Gründe. Es gibt absurde Konstellationen mit normalen Kfz ("Auto") wo völlig unklar ist wer haftet. Und so ein "S" hat nun Mal ein bis zwei zusätzliche Versicherungen dabei. Nicht auszudenken, wenn da auf Bahnsteig, Treppe, im Fahrstuhl oder gar im Zug was beschädigt wird oder sich jemand verletzten sollte... :rolleyes:
Ist nicht ausgeschlossen, halte ich aber für ziemlich konstruiert. Es fährt ja niemand im Zug damit rum und ein Schaden der mit "Betriebsgefahr" o.ä. der KFZ-Versicherung zugeordnet werden könnte finde ich auch nicht realistisch.

Vor allem: wie geht das dann bei den E-Scootern? Das sind ja auch KFZ.
 
seifenchef

seifenchef

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Hi,

Ergebnis und Siegerehrung: Man hat sich an der gesetzlichen Definition von "Fahrrad" orientiert. Demnach werden vom AG lediglich Peds gesponsert. Ergo: Für AN die von auswärts kommen (also zwischen zwei Städten pendeln müssen) ist die Lösung schon wieder uninteressant. :rolleyes:
Das ist sehr ärgerlich, wo man doch Mobilität und Umweltschutz/Welterhaltung unter einen Hut bekommen will (oder will man dies gar nicht?) ....

gruß seifenchef
 
mawadre

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mawadre

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Und es geht dort tatsächlich um die dort in den Zügen verbotenen S-Pedelecs:

"Hannover. Die Mitnahme von versicherungspflichtigen Elektrofahrrädern in Nahverkehrszügen ist bislang in Niedersachsen verboten.

Nach jüngst geäußerter Kritik soll das aber künftig erlaubt sein. Das Verkehrsministerium habe die zuständige Niedersachsentarif GmbH beauftragt, die Beförderungsbestimmungen entsprechend anzupassen"
 
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SPedelecer

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Na geht doch! Da kann man das Schild ja guten Gewissens in der Tasche verstauen.:)
Pssst, aber nix vom Zweitakku in der Tasche erzählen! Gefahrengut! :cool:
 
alex17

alex17

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Das ging jetzt aber brutal schnell. Am 25.2. steht das mit Frau Kebschull in den Westfälischen Nachrichten und bereits zwei Tage später gibt das Verkehrsministerium den Änderungsauftrag raus! 😲

Ich habe mal bei Verkehrsminister Hermann nachgefragt, ob wir das im "grünen" Ba-Wü nicht auch können und die beiden Links mitgeschickt 😇
 
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trifi70

trifi70

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Geht doch (y) Und so schnell :LOL:
Interessanterweise aber wieder der sachlich falsche "Fakt", dass das Verbot aus Zeiten herrühre wo die S-Pedelecs noch so verdammt schwer waren... :unsure::rolleyes:
 
S

Stevie

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Das ist sehr ärgerlich, wo man doch Mobilität und Umweltschutz/Welterhaltung unter einen Hut bekommen will (oder will man dies gar nicht?) ....
Das sind halt die Excel-Könige und SAP-Maskenbediener mit Krawatte um den Hals oder im kurzen Business-Kostümchen. Es wird so lange gerechnet, bis das gewünschte / vorgegebene Ergebnis vorliegt. Einen Sachverhalt tatsächlich mal from ground up und vorurteilsfrei recherchieren (wie z.B. die angesprochene Kostenneutralität) findet schlicht nicht statt.
Wenn sich Techis so etwas erlauben würden, säßen wir heute noch in Höhlen...:rolleyes:
 
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