S-Pedelec für den Arbeitsweg

Diskutiere S-Pedelec für den Arbeitsweg im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Hallo Pedelecforum! Seit Wochen spiele ich nun schon mit dem Gedanken, meine tägliche Pendelzeit zu verkürzen und dabei möglichst auch noch etwas...
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MRichter91

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Hallo Pedelecforum!
Seit Wochen spiele ich nun schon mit dem Gedanken, meine tägliche Pendelzeit zu verkürzen und dabei möglichst auch noch etwas für meine Fitness zu tun.
Aktuell fahre ich die 16km quer durch die Stadt (Dresden) mit dem Bus. Das dauert morgens (05:10 Uhr) 50min und zum Feierabend (15 Uhr) 60min wenn nicht irgendwo Stau ist oder sonstige Problemchen auftreten.
Das mache ich jetzt schon 4 Jahre lang so, doch so langsam geht mir die fremdbestimmte Pendelei auf den Keks und mit Kind würde ich die sinnlose Pendelzeit gerne anders nutzen (ich bin nicht gerne unterwegs, lieber gleich am Ziel, aber teleportieren gibts ja leider noch nicht :p).
Ich fuhr schon ein paar Mal mit dem Trekking-Rad auf Arbeit, aber da brauche ich auch eine Stunde und muss noch duschen. Hier meine Strecke auf Google Maps (Start und Ziel sind nicht mein Wohn- bzw. Arbeitsort, aber in der Nähe): Nürnberger Platz to Bautzner Landstraße
Da wir aktuell kein Auto haben (braucht man in der Stadt sonst nicht, würde 80% der Zeit nur rumstehen und dazu ists uns zu teuer) und ich mich auch gerne mehr bewegen würde, liegt natürlich die Anschaffung eines Pedelecs nahe. Da ich mit 25km/h aber nicht schneller als mit dem Muskelrad wäre und mir praktisch nur die Duschzeit sparen würde, dachte ich über ein S-Pedelec nach. Dafür müsste ich meine bisherige Fahrradstrecke nur geringfügig anpassen und würde eben auf der Straße mit den Autos fahren. Die 45km/h kontrollieren zu können bereitet mir keine Kopfzerbrechen, immerhin habe ich auch den Führerschein A1 für Kleinkrafträder bis 125cm³.
Jetzt habe ich mich auch schon etwas ins Thema eingelesen und als bevorzugte Variante die Nabenmotoren herausgearbeitet (weniger Verschleiß von Kette + Ritzel, Rekuperation, knackigeres Fahrgefühl). Ist man erstmal bei S-Pedelec und Nabenmotoren, ist man auch ganz schnell bei Stromer. Ich war auch schon ein ST1 im Fahrrad XXL in der Nähe probefahren (die wenig befahrene Nebenstraße rauf und runter) und das macht schon Laune, wie schnell man dort auf Fahrt kommt. Nur leider lässt sich Stromer diesen Spaß auch äußert gut bezahlen. Ein ST3 mit mittlerem Akku, Federgabel vorne und Pinion-Schaltung (mein Muskelrat hat eine Rohloff, ich bin praktisch verwöhnt^^) ist man ganz schnell bei 8000€!!! Für ein gutes Kleinkraftrad würde ich circa 5000€ zahlen. Aber gut, es gibt ja noch den Fitness-Aspekt, den man nicht mit Geld aufwiegen kann....ich bin Programmierer und sitze den ganzen Tag.

Da es sich bei S-Pedelecs ja um Fahrzeuge handelt, ist die Reperatur aufwändiger als bei einem Fahrrad. Da ich schon in vielen Foren von allerhand Defekten las (Motor, Akku, Kabelbaum, Steuerelektronik...ja eigentlich alles) und heute sogar diesen Beitrag im Pedelecmonitor entdeckte (Lillys Stromer ST1X mit Cyro Drive (10.000km+) - Pedelecmonitor | Real Biker - Real Feedback), wird mir ganz bange. Ich wäre ja bereit 8k für ein Fahrzeug auszugeben, welches die ersten 4 Jahre keinerlei Probleme hat (bin hier gedanklich bei einem Neuwagen) und dann jährlich vielleicht 300-500€ für die Wartung fordert (Fahrzeuge kosten halt, das ist einfach so). Aber wenn schon der neue Akku bei Stromer 2000€/kWh kostet, dann will ich nach den restlichen Teilen oder gar dem Motor gar nicht erst fragen!

Daher nach laaaaanger Vorgeschichte meine Frage an euch: Wie sind eure Erfahrungen mit Stromer in Bezug auf Langlebigkeit? Hat die Lilly beim Pedelecmonitor einfach nur ein Montagsrad erwischt und dazu noch schlechten Service erhalten, oder sind diese Bikes eher Geldgrab denn Besitzerstolz?

PS.: Ich bin grundsätzlich auch anderen Marken gegenüber offen eingestellt, habe bisher aber eben nur das ST1 probegefahren und schon hier im Forum gelesen, dass die beim Komfort-Vergleich immer vorne liegen. Als praktischer Mensch bevorzuge ich jedoch die Haltbarkeit / Zuverlässigkeit dem Komfort.
PSS: Kollegen (Rennrad Fetischisten) rieten mir auch schon zu einem Hardtail Gravel-Bike und vielleicht 2-3 Tage die Woche auf Arbeit radeln. Da wäre ich ein bisschen schneller als mit meinem Trekkingrad, die Wartung / Reperatur kann ich alleine machen und das Bike hält ganz sicher 10 Jahre ohne groß anfallende Kosten...

Beste Grüße
MRichter91
 
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Gast63836

Hallo @MRichter91, willkommen im Forum und Glückwunsch zu Deinem guten Plan.
Zu den Stromern gibt es unterschiedliche Erfahrungen.
Ich bin mit dem ST1 (aktuelles Modell mit 27,5“) seit März 2020 8.500km im Ganzjahresbetrieb unterwegs und hatte 1 Defekt - Controller durch Feuchtigkeit oxidiert und Totalausfall. Wurde anstandslos auf Garantie getauscht.
Ansonsten bisher alles problemlos trotz Betrieb auch bei Regen, Schnee und Salz und wenig Zuwendung.
Auf die Federgabel kann ich verzichten und für die Stadt und in der Ebene reicht die Leistung und Ausstattung des ST1 locker.
Akku (983Wh) zeigt bisher noch keine Alterserscheinungen.
Aber ja, Ersatzteile außerhalb der Garantie sind teuer, das muss man im Hinterkopf (und in der Kalkulation) behalten.
Mein Gedanke beim Kauf war: ich spare mir den Aufpreis zum ST3 oder ST5 und lege das Geld gedanklich zurück wenn was kommt - dann tut es gefühlt nicht so weh. Bin bisher mit meiner Entscheidung zufrieden.
Viel Erfolg bei der Auswahl!
 
Chaos

Chaos

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Ich hatte beim St1X bis zum Diebstahl auch einmal nach ca. 1.000km Motor (Garantie, in unter 2 Wochen getauscht) einmal Controller ( nicht mehr Garantie, knapp 600Euro mit Einbau, 2-3 Monate nach Garantieende keine Kulanz ) .
Andere sind mit ihren viele 10kkm und hatten bis auf Verschleiss und vllt kaputtem Gepäckträger keine Probleme, wie @Gast35493

Auf den Controller hat mein Händler viele Wochen gewartet, das ist was was mich persönlich eher von Stromer für Neukauf wegbringt und auch daher hab ich mir Alternativen gesucht (ist ein qwic RD11Speed geworden, nicht so teuer, nicht so viel Power)

Kettenschaltungen, wo kein Mittelmotor dran zieht, lassen sich auch komfortabel schalten und das auch unter (reduzierter) Last, musst du überlegen ob der Mehrpreis sich für dich lohnt.

Ich muss sagen Federgabel bei 45km/h lohnt sich, hatte ich erst nachgerüstet, war eine gute Entscheidung.

Ich hatte von der Enra den Vollschutz, tut zwar beim Kauf weh (bei Vorauszahlung über 5 Jahre ist es deutlich günstiger), aber defekte Teile wie mein Controller nach Garantieende sowie Diebstahl sind inbegriffen und nur noch die Reparaturzeit ist nervig.

Akkubedingungen in der Versicherung sind leider schlechter geworden, bzw. muss man extra zubuchen wenn nicht quasi nur Totalausfall abgesichert ist.

In der Vergangenheit waren die 800er und 900er Akkus von Stromer nicht vergossen und Zellenaustausch war möglich.

Ich würde auf jeden Fall noch Klever probefahren, da gibt es bezüglich Ersatzteile hier einige positivere Berichte.
 
jm1374

jm1374

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Ich würde auf jeden Fall noch Klever Probe fahren,…

Dann aber auf jeden Fall die Grundstrasse rauf. Glaube nicht, dass die Steigung mit einem Klever Spass macht.

Wie sind eure Erfahrungen mit Stromer in Bezug auf Langlebigkeit?

Ich fahre seit März 2020 ein ST2S. Demnächst mache ich die 20.000km voll und hatte bisher noch kein Problem. Ziel sind mindestens 100.000km. Gekauft habe ich das ST2S gebraucht mit 2000km auf dem Tacho.
Vorher hatte ich ein Bulls Green Mover E45, das 90.000km durch gehalten hat. Mit dem bin ich auch durch Dresden geradelt und ganz gut die Grundstrasse bis Bühlau hoch gekommen. Das klappt auch mit einem Stromer. Die Akkus von Stromer sind auch mir zu teuer. Deshalb hab ich mir einen Extenderakku angeschlossen. Ist ein bisschen Bastelarbeit, aber ich hoffe mit den beiden Akkus die kompletten 100.000km zu fahren. Ansonsten rechne ich mit Wartungskosten von 3cent/km. Das hat beim vorigen Rad schon so.

Ich kenne die Strassen von Dresden recht gut. Die sind teilweise eine Tortour für jedes Rad. Du musst deine Strecke genau austüfteln um die Technik so wenig wie möglich durchzurütteln.
 
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MRichter91

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Hallo zusammen,
vielen Dank für die Antworten und die Empfehlungen, die schaue ich mir mal näher an!
Zumindest stimmt es mich erstmal zuversichtlich, dass Lillys Erfahrungsbericht scheinbar ein Extremfall ist.
Von Feuchtigkeitsschäden wie @Gast63836 berichtet hörte ich auch schon öfter....komisch eigentlich, müssten die Hersteller doch wissen dass so ein Bike auch mal klatschnass wird und alles entsprechend doppelt und dreifach abdichten :unsure:
Mit Versicherungen habe ich mich bisher noch gar nicht beschäftigt. Der Vollschutz klingt erstmal sinnvoll, so schnell wie vergleichsweise große Schäden auftreten können (600€ für den (Akku?) Controller von @Chaos). Ist der Enra Vollschutz eine Vollkasko-Versicherung oder noch mehr darüber hinaus? Kann leider gerade nicht nachsehen, weil die Website down ist. Mit anderen Versicherungen komme ich auf rund 800 bis 1000€ in 5 Jahren für Vollkasko...im Vergleich zu möglichen Reperaturkosten am Stromer ist das ja ein Lacher!
Von Extenderakkus las ich hier auch schon oft und das klingt sehr interessant! Leider bin ich nicht sehr im elektrischen Basteln begabt und hätte Angst mir etwas zu zerschießen. Ganz davon zu schweigen, dass mir die Verkabelung auf den ersten Blick alles andere als regenfest erscheint 😰 Und außerdem würde sich das ja mit der Garantie und der Versicherung beißen.
 
Chaos

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Mein Motor-Controller war mutmaßlich auch Feuchteschaden, aber gesehen hat man nix. Die Schutzlackierung hätte aber vollflächiger sein können.

Enra und ähnliche, kenne aber nur noch eine andere die speds versichert, ist Mehr als du bei einer KFZ Vollkasko bekommst, so ziemlich alle Arten von Schäden abgedeckt (bei fahrlässigen wie Akku fallen gelassen allerdings auf ein Schadensereignis beschränkt), auch Eigenunfall, z.b. auf Glatteis hingelegt.


Aber wie gesagt ohne Akkuzusatz (mit Kosten) ist quasi nur Totalausfall vom Akku abgedeckt, das war früher besser.

Elementarschäden ala Flutkatastrophe müsste man nachlesen...

Ein Forumskollege slaytalix ,glaube ich, hat seins über eine Maschinenkasko versichert, suche bei Interesse danach, er empfiehlt dafür irgendwo auch einen Makler und er verleiht auch ein paar Peds und Speds.
Für ein Rad unter 4k kostet die Enra Versicherung 700euro für 5 Jahre, kommt aber auf den Wohnort an, meiner ist eher teures Pflaster, versicherungstechnisch.

Edit: bei den älteren Modellen wie mein ST1x war unten eine Plastikabdeckung da kann man die Kabel einführen, ggf. mit Silikon abdichten, jm1374 hat das für sein Stromer im St2s Erfahrungsbericht Thread beschrieben.(edit: er hats ja sogar oben verlinkt ;) )
Aber ich persönlich würde sowas auch erst nach Garantieende machen.
 
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MRichter91

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Nach einem S-Pedelec-Verleiher hier in Dresden habe ich auch schon vergeblich gesucht, das wäre ja mal Klasse! Denn es ist etwas ganz anderes, das Bike bis auf Arbeit zu fahren, als nur mal die 100m Straße neben dem Laden rauf und runter.
Wenn es dir nicht zu viel Arbeit bereit, wäre auch die Versicherung per Maschinenkasko interessant, wie auch immer sowas zu nem S-Pedelec passt 😅
 
Chaos

Chaos

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Maschinenkasko und Makler: Versicherungen für S-Pedelecs: Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko?

Andere Versicherung oder doch eher Makler?
https://e-bikeschutz.de/
ich find den Ablauf und Aufmachung etwas komisch und da ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe bin ich lieber bei Enra geblieben.

Edit: Achja, es gibt manche Händler die Räder verleihen und die Leihgebühr dann ggf. auf einen Kauf anrechnen. Oder bei ernsthafter Kaufabsicht auch einfach so für einen Tag verleihen.

Allerdings hatten meine Händler meist nicht mal ein Versicherungskennzeichen da :D
 
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VBG

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Aber wenn schon der neue Akku bei Stromer 2000€/kWh kostet,
Was??? Krass, mein E45 hat alles in allem mit Extenderakku (insgesamt 1,3 kWh) 2500€ gekostet (ok und ganz viel Arbeit). Ein neuer Extenderakku mit so 700-900 kWh kostet so 400€. Da nehme ich die etwas geringere Leistung in Kauf. Nach jm1374 reicht ein E45 evtl. ja in Dresden. Ich zitiere mich mal selbst aus dem Nachbarthread:
Kauf dir ein gebrauchtes E45, am besten gleich mit parallel geschalteten 2. Akku.

Nicht so schnell wie Stromer / Klever, dafür günstiger und bei Nichtgefallen ohne oder mit kaum Wertverlust weiter zu verkaufen. Damit Erfahrungen sammeln. Dann ggf. auf Stromer/Klever wechseln oder auch E45 behalten :D

Sehr viel kann man selbst warten, Hilfe zur Wartung und bei Problemen gibt es hier im Forum oder von Brako per Fernwartung/Post.

Überlege meins zu verkaufen, aber das ist viel zu weit weg für Dich.
Wichtig ist, das Du für Dich das richtige entscheidest, aber 8k€ für ein S-ped wäre mir viel zu viel Geld.
 
jm1374

jm1374

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Von Extenderakkus las ich hier auch schon oft und das klingt sehr interessant! Leider bin ich nicht sehr im elektrischen Basteln begabt und hätte Angst mir etwas zu zerschießen. Ganz davon zu schweigen, dass mir die Verkabelung auf den ersten Blick alles andere als regenfest erscheint 😰 Und außerdem würde sich das ja mit der Garantie und der Versicherung beißen.

Die Verkabelung ist definitiv wasserdicht. Mein Extenderakku am Stromer ist nun schon ein Jahr in Betrieb. Absolut störungsfrei. Ich glaube nicht dass man besondere Begabung im elektrischen Bereich benötigt um das zu realisieren. Es sind nur zwei Kabel. Falls man es sich nicht zutraut, kann man durchaus einen Elektriker fragen. @MarkusSi hat seinen Extenderakku an eine Steckverbindung im Rahmen angeschlossen. Das ist rückbaubar und somit kann weder Stromer noch die Werkstatt heraus finden, dass ein weiterer Akku im Einsatz war. Der Versicherung ist der Extenderakku eh egal.
 
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MarkusSi

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Stromer ST2 und Diamant s-ped mit BionX Motor
Das ist rückbaubar und somit kann weder Stromer noch die Werkstatt heraus finden, dass ein weiterer Akku im Einsatz war.
Anhand der Durchschnittsgeschwindigkeit und dem protokollierten Stromverbrauch in der Omni App kann man sehr wohl erkennen, dass da "zusätzliche" Energie im Einsatz war.
Da ich den Extender nur zeitweise nutze, sieht man in den Verbrauchsstatistiken deutliche Unterschiede.
 
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Nord-flyer

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Panasonic 250 W, 26 V, 10 AH, Bosch CX Gen 4
Ich würde vor dem Kauf von einem S-Ped zunächst die Strecke daraufhin überprüfen, ob die etwas höhere Geschwindigkeit überhaupt einen Zeitgewinn bringt, der das viele Geld wert ist.
Dazu gehört die Prüfung der Fragen, wie viele Ampeln auf dem Weg sind und ob man mit dem S-Ped die eventuelle grüne Welle schafft. Wenn man bei jeder 2. Ampel warten muss ist der Zeitvorteil gleich wieder dahin. Auch häufige Staus auf der Straße, Bahnübergänge mit häufig schließenden Schranken, Bushaltestellen oder viele Abbiegevorgänge können einen Zeitvorteil schnell dahin schmelzen lassen.
Ich habe einen Arbeitsweg von 12 km, auf dem sehr wenige Ampeln und sonstige Hindernisse vorkommen. Trotzdem bin ich auf der Strecke mit dem S-Ped gerade mal 5 Minuten (25 Min) schneller als mit dem "normalen" Pedelec (30 Min), dafür aber sehr viel durchgeschwitzter. Der Trainingseffekt ist daher mit dem S-Ped deutlich höher.

Aber auch die Zahl der kritischen Verkehrssituationen wie die bekannten Konflikte mit Autofahreren, Bussen usw..

Ich gönne mir mittlerweile die 5 Minuten länger und fahre dafür entspannt auf Radwegen und durch die Natur auf einer Strecke die für das S-Ped nicht geeignet wäre (unübersichtlicher unbefestigter Wanderweg mit vielen Kurven).
 
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Rückenwind71

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Stromer Cyro Drive
Nabend zusammen! Ich fahre ein St1x seit 16000km. Defekte bisher: Totalausfall bei Regen. Das Ganze wurde von der Werkstatt anhand einer Arbeitsanweisung von Stromer mit Schrumpfschläuchen abgedichtet. Seitdem ist Wasser kein Problem mehr.
Der Drehmomentsensor ist eine Mimose.
Meiner spinnt manchmal rum wenn es sehr warm ist. Dann kann es passieren, dass das Rad auch ohne Treten beschleunigt. Ich habe ihn diverse Male gereinigt, mit Präzisionsdrehmomentmesser und gefetteten Schraubenköpfen wieder reingedreht, Ich habe die Achse mehrfach gelöst und mit dem richtigen Moment wieder angezogen, aber der Sensor macht manchmal trotzdem was er will.
Ganz im Stich gelassen hat er mich jedoch noch nicht.

Ich habe mir eine Federgabel angebaut und eine gefederte Sattelstütze dran gemacht. Außerdem habe ich den Rückspiegel gegen das Ergon Modell getauscht. Einen Triathlon Lenker habe ich noch dran montiert.

Insgesamt bin ich mit dem Rad sehr zufrieden. Bei meinem täglichen Pendeln zur Arbeit hat es mich bis auf die Sache mit dem Feuchtigkeitsproblem noch nie richtig im Stich gelassen.

Einzig die Sache mit dem Drehmomentsensor nervt mich ein wenig.
 
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Gast63836

Ich würde vor dem Kauf von einem S-Ped zunächst die Strecke daraufhin überprüfen, ob die etwas höhere Geschwindigkeit überhaupt einen Zeitgewinn bringt, der das viele Geld wert ist.
Dazu gehört die Prüfung der Fragen, wie viele Ampeln auf dem Weg sind und ob man mit dem S-Ped die eventuelle grüne Welle schafft. Wenn man bei jeder 2. Ampel warten muss ist der Zeitvorteil gleich wieder dahin. Auch häufige Staus auf der Straße, Bahnübergänge mit häufig schließenden Schranken, Bushaltestellen oder viele Abbiegevorgänge können einen Zeitvorteil schnell dahin schmelzen lassen.
Ich habe einen Arbeitsweg von 12 km, auf dem sehr wenige Ampeln und sonstige Hindernisse vorkommen. Trotzdem bin ich auf der Strecke mit dem S-Ped gerade mal 5 Minuten (25 Min) schneller als mit dem "normalen" Pedelec (30 Min), dafür aber sehr viel durchgeschwitzter. Der Trainingseffekt ist daher mit dem S-Ped deutlich höher.

Aber auch die Zahl der kritischen Verkehrssituationen wie die bekannten Konflikte mit Autofahreren, Bussen usw..

Ich gönne mir mittlerweile die 5 Minuten länger und fahre dafür entspannt auf Radwegen und durch die Natur auf einer Strecke die für das S-Ped nicht geeignet wäre (unübersichtlicher unbefestigter Wanderweg mit vielen Kurven).
Erstaunlich dass Du mit dem S-Ped nur einen 29er Schnitt fährst (das muss wirklich eine ungünstige Route sein) aber mit dem normalen Pedelec einen 24er Schnitt schaffst, also quasi durchgehend Vollgas fahren kannst. Sind tatsächlich beide Strecken gleich lang?
Bei 12km kann man sich natürlich auch überlegen obs überhaupt einen Motor braucht, je nach Gelände und eigener Fitness.
 
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Nord-flyer

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Ist sogar die identische Strecke und gar nicht einmal so ungünstig. Das S-Ped ist halt ein altes mit Panasonc 26V-Motor. Trotzdem kann ich bei freier Fahrt die 35 km/h halten. Die gemessene Zeit ist eben einschließlich Ampeln, undTempo-30-Zonen. Über Land läuft das anders, aber in der Stadt kann man eben mit dem S-Ped nicht durchziehen. Da hängt man alle anderen nach der Ampel ab und steht dann aber an der nächsten wieder und wird dort selbst von den Bio-Radlern wieder eingeholt. Daher ist gerade die Stadt nach MEINER Erfahrung kaum für ein S-Ped geeignet, wenn man Zeitvorteile heraus fahren will.
Und dann ist man ja ständig versucht, sich bei Rückstaus an den Ampeln auf die Radwege zu mogeln, kombinierte Fuß/Radwege oder reine Radwege mit zu benutzen, wenn es da besser läuft. Zwischen den Autos ist es einfach nur nervig und auf keinen Fall schneller. Dann sind da oft noch die Gullis am Straßenrand, so dass man dann etwas mehr in der Mitte fährt und von allen anderen zum Hassobjekt erklärt wird. Da braucht man schon ein dickes Fell für ein kleines bisschen Zeitgewinn. Da wird auch ein modernes S-Ped nichts daran ändern, auch wenn man noch ein paar km/h schneller unterwegs ist.
 
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Gast63836

Verstehe ich, aber für diese Widrigkeiten ist ein 24er Schnitt mit dem Pedelec dann doch erstaunlich hoch, außer es gibt eine grüne Welle für Radler bei 25kmh.
Mich wundert also weniger wie langsam das S-Ped ist sondern wie schnell das Pedelec.
 
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Mich wundert also weniger wie langsam das S-Ped ist sondern wie schnell das Pedelec.

Es kommt halt darauf an, wie man fährt.... Ist halt ein Bosch PerformanceLine CX Gen4, das man bergab kaum langsamer fährt wie das S-Ped. Damit ist auch Tempo 40 kein Problem. Bergauf geht es dann im Tour/Sportmodus mit 26 km/h und auf gerader Strecke fahre ich oft sogar ohne Motorunterstützung im BIO-Modus mit 28-30 km/h(wenn kein Gegenwind), weil der Motor dann abschaltet.
 
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Wer in Dresden in der Stadt Rad fährt, spielt meiner Meinung nach mit seiner Rente. Ich habe es selbst schon probiert. Es ist gefährlich und macht keinen Spaß. Dazu kommt noch, das Fahrten in die Umgebung, auch nur bedingt lustig sind. Der Elberadweg ist schmal, teilweise schlecht ausgebaut und spätestens in Königstein, fällt dir auf dem Naturpflaster das Gebiss raus. Deswegen mein Rat: Kauf dir wieder ein Moped. Es ist zwar ökologisch eine Katastrophe, bringt dich aber einigermaßen sicher durch die Stadt. Damit sparst du etwa die Hälfte deiner bisherigen Fahrzeit und eine Menge Geld im Vergleich zur Anschaffung eine S-Pedelecs.
 
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Der Elberadweg ist schmal, teilweise schlecht ausgebaut und spätestens in Königstein, fällt dir auf dem Naturpflaster das Gebiss raus
Elberadweg darf man mit einem S-Ped gar nicht legal fahren. Außerdem müsste man ständig alle übrigen Radler zur Seite klingeln, was die aber wg. Kopfhörern gar nicht so schnell mitbekommen. Da könnte man auch mit dem S-Ped nicht Vollgas fahren. Schon gar nicht, wenn man Rücksicht auf die anderen nehmen will...
Das ist schon mit den Rennradlern dort total nervig, zumal die aus Prinzip noch nicht mal eine Klingel am Rad haben und sich dann vorbei drängeln.
 
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Sag ich doch. Es macht keinen Spaß. Das ist hier auf dem Donau Radweg ein wenig anders. Er ist landschaftlich lange nicht so schön, wie der Elbe Radweg, dafür aber sehr gut ausgebaut. hier kannst du stressfrei Kilometer machen.
 
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