S-Pedelec für den Arbeitsweg, wäre das diamant zouma supreme 2016 geeignet?

Diskutiere S-Pedelec für den Arbeitsweg, wäre das diamant zouma supreme 2016 geeignet? im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; hallo, ich suche ein s-Pedelec, um damit 22km (einfach) auf die Arbeit zu fahren. Ob ich das dauerhaft durchhalte, kann ich noch nicht absehen...
M

MarkusSi

Mitglied seit
21.03.2020
Beiträge
11
hallo,

ich suche ein s-Pedelec, um damit 22km (einfach) auf die Arbeit zu fahren. Ob ich das dauerhaft durchhalte, kann ich noch nicht absehen. Daher möchte ich für den Anfang eigentlich nicht beliebig viel Geld ausgeben.
In Streckenverlauf hat mindestens eine 14% Steigung und ca. 400HM (abhängig von der genauen Route).
Meine bisherige Suche verlief von Haibike über Stromer und Klever zu Riese&Müller.
Alles mit Mittelmotor hat den Nachteil eines gigantischen Kettenverschleiß. Zudem haben viele weit verbreitete Motoren das Problem, dass sie die Abregelgeschwindigkeit nicht vernünftig erreichen. Da es bei meiner Strecke eigentlich permanent bergauf oder bergab geht, wäre eine Unterstützung bis 45km/h bei leichten Gefällestrecken sicherlich hilfreich.
Aufgrund der Nachteile des Mittelmotors (Kettenverschleiß) hatte ich dann mal nach Nabenmotoren geguckt. Leider kosten die ungefähr das doppelte gegenüber einem Mittelmotor S-Pedelec. Zusätzlich hat der Nabenmotor den Nachteil, dass er bei starken Steigungen schwächelt. Google Maps ist sich mit den Verkehrsschildern nicht ganz einig, ob es wirklich 14% sind, aber es geht gut bergauf.
Als Kompromiss wäre vielleicht ein Riemenantrieb mit Mittelmotor eine Alternative. Das scheint es unter anderem bei Riese+Müller zu geben.
Was mich am Mittelmotor allerdings maßlos stört, ist die fehlende Rekuperation.

Was wäre eure Empfehlung?

Beim Stöbern im Gebrauchtmarkt bin ich auf ein diamant zouma supreme aus 2016 gestoßen. Was mich irritiert ist die Beschriftung des Motors mit 250W und 25km/h. Die COC deutet aber auch ein S-Pedelec hin. Wäre das vielleicht eine Alternative zu den oben genannten Bikes, um das S-Pedelec-Fahren mal auszuprobieren?

Was haltet ihr von diesem Bike? Leider ist wohl der Frontscheinwerfer ohne Funktion. Als Elektriker sollte man das vermutlich leicht beheben können?
Wie sieht es mit Nachbauakkus oder generell mit neuen Akkus aus?

Gruß Markus
 

Anhänge

S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
ich suche ein s-Pedelec, um damit 22km (einfach) auf die Arbeit zu fahren. Ob ich das dauerhaft durchhalte, kann ich noch nicht absehen. Daher möchte ich für den Anfang eigentlich nicht beliebig viel Geld ausgeben.
In Streckenverlauf hat mindestens eine 14% Steigung und ca. 400HM (abhängig von der genauen Route).

Beim Stöbern im Gebrauchtmarkt bin ich auf ein diamant zouma supreme aus 2016 gestoßen. Was mich irritiert ist die Beschriftung des Motors mit 250W und 25km/h. Die COC deutet aber auch ein S-Pedelec hin. Wäre das vielleicht eine Alternative zu den oben genannten Bikes, um das S-Pedelec-Fahren mal auszuprobieren?
Das Zouma Supreme auf dem Bild bin ich ein paar Jahre lang zum Pendeln gefahren. Es ist aber das 2013er Modell, gabs sicher 2014 auch noch - ich hatte meins Anfang 2015 als Restposten Vorjahresmodell gekauft, also 2016 gab es das längst nicht mehr.

Es ist ein gutes Rad, hat mir viel Spaß gemacht, die 250W auf dem Aufkleber kannst vergessen, das ist genauso Phantasie wie bei den Pedelec Motoren wo 250W draufsteht und 800W Leistung rauskommt. Das Diamant zieht mitunter >1kW aus dem Akku.

Und der Akku ist auch die Achillesferse: Diese Serie an Akkus hat reihenweise Elektronikdefekte gehabt, die zur Fehlfunktion des Akkus und letztlich Zerstörung geführt haben. Nicht alle Akkus haben das Problem, aber auch bei korrekt funktionierendem Akku wirst Du die 22km und 400hm nur dann schaffen, wenn Du Dich bei der Unterstützung stark zurückhälst und danach darfst Du den Akku 6-8h an die Steckdose hängen bis er wieder voll ist. Ich hatte den großen Akku, der zum Rad gehört und der hat bei sinnvoller Unterstützung (ca. 100%, wäre beim Bosch "Tour") etwa 25-30 flache Kilometer durchgehalten. Dieser Akku hatte übrigens nicht das Defektproblem.

Der Hersteller des Antriebs ist längst insolvent und Ersatzteile gibt es zwar noch, aber nur von Privat gebraucht auf ebay und viele davon defekt (nicht jeder sagt das auch dazu), andere sind wegen Knappheit schon recht teuer geworden (G2 Konsolen z.B.).

Man kann die Akkus aber neu bestücken (lassen) mit größeren Zellen, es gibt auch welche die die Elektronik reparieren und man kann "Extender" anschliessen. Es lässt sich auch umfangreich parametrisieren, wenn man in ein TinyCAN investiert und sich die Software besorgt.

Vom Fahrgefühl und der Endgeschwindigkeit her ist das Ding wesentlich besser als das Bosch S-Pedelec, das ich jetzt habe, wenn Du also ein paar Hundert Euro für Zellentausch und/oder Extender in die Hand nehmen willst, dann ist das ein gutes Rad, allerdings war zumindest meins eine Mimose und es ging immer mal wieder irgendwas kaputt. Also ein wenig Wille zum Basteln und Kleingeld für Ersatzteile solltest Du auch haben, sowie ein Ersatzgefährt für die Zeit wo es nicht geht.

Meine Empfehlung ist im Übrigen, dass Du die Sache mit dem Kettenverschleiss nicht überbewertest (ich habe jetzt beim Bosch keinen höheren Kettenverschleiss als beim Diamant früher, die Kette geht bei mir eher wegen Witterung kaputt, idR im Winter) und was die 45km/h anbetrifft: Das interessiert nur in der Ebene bei ansonsten freier Strecke. Bergauf zählt die Leistung, da erreicht sowieso nix 45km/h und bergab bekommt man die je nach Gefälle idR auch ohne Motor hin.
 
M

MarkusSi

Mitglied seit
21.03.2020
Beiträge
11
hallo Schmadde,

danke für die Ausführliche Antwort. Also ist mein Gefühl richtig, dass ich mit dem Bike (wenn es günstig ist) nicht viel falsch mache und erstmal "testen" möchte, ob das Speed-E-Biken überhaupt etwas für mich ist. Danach merke ich dann vermutlich auch, ob eher die "bösen Berge" oder "die Endgeschwindigkeit" das Problem auf meiner Pendlerstrecke sind.
Wie Umfangreich kommuniziert der Akku mit dem Pedelec? Ist es realistisch, da einfach einen anderen 48V Akku dran zu bauen? Wo/wie wird ein Range Extender angeschlossen?

Gruß Markus
 
Blackbird

Blackbird

Mitglied seit
08.06.2019
Beiträge
231
Ort
Westallgäu
Details E-Antrieb
Bosch Performance Speed 350W
Alles mit Mittelmotor hat den Nachteil eines gigantischen Kettenverschleiß.
Also ich habe die erste Kette bei meinem Haibike mit Mittelmotor nach 3000km und ca. 50.000Hm getauscht. Aber nur, weil die Kettenlehre das Verschleißmaß angezeigt hat. Übergesprungen ist da noch nichts.

Was mich am Mittelmotor allerdings maßlos stört, ist die fehlende Rekuperation.
Was genau erwartest du dir von der Rekuperation? Die Erhöhung der Reichweite ist zu vernachlässigen. Evtl. werden die Bremsen etwas geschont, je nach Fahrprofil.
 
M

MarkusSi

Mitglied seit
21.03.2020
Beiträge
11
Also ich habe die erste Kette bei meinem Haibike mit Mittelmotor nach 3000km und ca. 50.000Hm getauscht. Aber nur, weil die Kettenlehre das Verschleißmaß angezeigt hat. Übergesprungen ist da noch nichts.
Im Forum (ein Haibike Thread war es glaube ich) war von 1500km Standzeit der Kette zu lesen. Das finde ich schon kurz... Aber vielleicht muss ich mir einfach die Erwartung abgewöhnen, dass eine Fahrradkette ein halbes Fahrradleben reicht (wenn man nur in der Freizeit ein bisschen fährt).
Was genau erwartest du dir von der Rekuperation? Die Erhöhung der Reichweite ist zu vernachlässigen. Evtl. werden die Bremsen etwas geschont, je nach Fahrprofil.
Ein Arbeitskollege pendelt mit einem Pedelec die gleiche Strecke, nach seiner Aussage holt er ungefähr 20% wieder rein. Bei S-Pedelec wird das naturgemäß (höherer Verbrauch) weniger sein, aber 10% sind auch nicht nix. Aber genau deshalb finde ich die Idee, erstmal ein gebrauchtes zu kaufen ja interessant. Danach kann man (für eine überschaubare Investition) viel besser als mit jeder Probefahrt abschätzen, was man braucht.

Gruß Markus
 
S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
Wie Umfangreich kommuniziert der Akku mit dem Pedelec? Ist es realistisch, da einfach einen anderen 48V Akku dran zu bauen? Wo/wie wird ein Range Extender angeschlossen?
Ohne den Originalakku tut das System überhaupt nichts - es lässt sich nichtmal einschalten. Das ist ein ganz normales System bei dem alle Komponenten über CAN Bus kommunizieren wie es heute bei praktisch allen Pedelecs der Fall ist die dem Stand der Technik entsprechen. Den Extender kannst Du entweder in das Motorstromkabel einschleifen oder direkt in den Akku, wenn Du hinter die SIcherung direkt am Zellpack eine Buchse einlötest.

Etwas Willen, Geschick und Werkzeug zum Basteln solltest Du bei diesem Rad auf jeden Fall haben. Draufsteigen und losfahren und sich weiter um nix kümmern wird da schief gehen.
 
Blackbird

Blackbird

Mitglied seit
08.06.2019
Beiträge
231
Ort
Westallgäu
Details E-Antrieb
Bosch Performance Speed 350W
Man muss unterscheiden, ob das E-Bike viel im Gelände mit Dreck, etc. oder hauptsächlich auf der Straße gefahren wird.
Außerdem ist immer schwer zu beurteilen, wie gut die Kettenpflege war.
Ich fahre fast ausschließlich im Power Modus und die Kettenpflege ist mittelmäßig. Dafür fast nur Straßenbetrieb.

20% über Rekuperation zurück zu gewinnen wäre sehr beachtlich, kann ich aber fast nicht glauben.
Aber ich hatte noch nie ein Rad mit Nabenmotor, deshalb kann ich dazu nichts aus der Praxis beitragen.
 
S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
Im Forum (ein Haibike Thread war es glaube ich) war von 1500km Standzeit der Kette zu lesen.
Du musst nicht alles glauben, was Du in Foren liest. Bei meinem Bosch S-Pedelec hat die erste Kette 3.500km gehalten bis die Rohloff-Lehre das Tauschen angeregt hat. Bei meinem Diamant Heckmotor-S-Pedelec hat sowohl die erst als auch die dritte Kette auch etwa 3.500km gehalten. Die zweite Kette war nach 300km kaputt wegen Streusalz, die vierte war noch gut als ich es verkauft habe.

Kosten und Aufwand von Kettentausch sind das allerletzte worüber ich mir beim S-Pedelec Gedanken machen würde. Die Kosten und Ärger von Akkuverschleiss lagen um Größenordnungen höher. Einen defekten Motor hatte ich am Diamant auch schon. Beim Bosch bisher: nichts, alles läuft und läuft und läuft. Drum fahre ich ihn ja auch.
Ergänzung:

20% über Rekuperation zurück zu gewinnen wäre sehr beachtlich, kann ich aber fast nicht glauben.
ist völlig unrealistisch. Ich habe mal 5% über die Gesamte Strecke von 150km zurückgewonnen (zwei Akkus mit insgesamt 1.000Wh verbraucht auf der Strecke). Das ging aber nur weil eine kilometerlange sehr steile Abfahrt dabei war und ich sehr langsam in der niedrigsten Stufe gefahren bin.

Im Realbetrieb spart die Reku Brembeläge, die Energierückgewinnung ist zumindest am S-Pedelec vernachlässigbar. Ich habe die bergab schon überhaupt nicht mehr genutzt, weil das Rad eh schon deutlich langsamer war als z.B. das Rennrad. Bei 40 Sachen bergab schalte ich keine Reku mehr ein nur damit ich unter 30 komme. Der potenzielle Gewinn an Akkukapazität ist so gering, dass man es idR gar nicht erst merkt.

Man kann sicherlich 20% erreichen, dazu muss man aber eine sehr hügelige Strecke mit fast keiner Unterstützung und viel Eigenleistung hochfahren und bergab immer auf möglichst hoher Stufe rekuperieren, am besten noch selbst mittreten. Ist nix was man im Alltag tun würde.

Achso, noch was: der Motor braucht Schraubkranz, keine Kassette wie heute üblich, die sind in brauchbarer Qualität deutlich teurer als Kassetten und nicht in allen Abstufungen zu bekommen (9fach gibts aber von Sunrace) - zudem sind die Lager problematisch, vor allem wenn man viel auf den kleinen Ritzeln fährt wie beim S-Pedelec üblich. Also lieber nicht im Wiegetritt voll reinsteigen.

Doppelte Laufleistung der Kette sagt also wenig aus, wenn Du den Schraubkranz häufiger ersetzen musst als eine halb so teure Kassette (und das ist meiner Erfahrung nach tatsächlich gegeben).
 
Zuletzt bearbeitet:
M

MarkusSi

Mitglied seit
21.03.2020
Beiträge
11
Ohne den Originalakku tut das System überhaupt nichts - es lässt sich nichtmal einschalten. Das ist ein ganz normales System bei dem alle Komponenten über CAN Bus kommunizieren wie es heute bei praktisch allen Pedelecs der Fall ist die dem Stand der Technik entsprechen. Den Extender kannst Du entweder in das Motorstromkabel einschleifen oder direkt in den Akku, wenn Du hinter die SIcherung direkt am Zellpack eine Buchse einlötest.

Etwas Willen, Geschick und Werkzeug zum Basteln solltest Du bei diesem Rad auf jeden Fall haben. Draufsteigen und losfahren und sich weiter um nix kümmern wird da schief gehen.
Das Geschick wäre durchaus vorhanden, auch wenn es der erste Zellentausch im Lithium-Zeitalter wäre. Wobei ich aufgrund der Pendlerstrecke eher zum Range Extender tendiere, wenn der Originalakku noch halbwegs was macht. Würde das BMS neue Zellen Problemlos akzeptieren?
Was darf ich denn am S-Pedelec überhaupt selbst basteln, wenn ich legal bleiben will? Von den Probefahrten abgesehen will ich es eigentlich schon "legal" und mit Nummernschild betreiben.
Man kann sicherlich 20% erreichen, dazu muss man aber eine sehr hügelige Strecke mit fast keiner Unterstützung und viel Eigenleistung hochfahren und bergab immer auf möglichst hoher Stufe rekuperieren, am besten noch selbst mittreten. Ist nix was man im Alltag tun würde.
Muss den Kollegen am Montag nochmal fragen, ob ich das richtig in Erinnerung habe. Er hat fast die gleiche Strecke wie ich.
Auch sein Schnitt war für ein normales Pedelec beachtlich, er sprach von 27km/h an guten Tagen. Aber der fährt auch bei Wind und Wetter.

Gruß Markus
Ergänzung:

Kosten und Aufwand von Kettentausch sind das allerletzte worüber ich mir beim S-Pedelec Gedanken machen würde. Die Kosten und Ärger von Akkuverschleiss lagen um Größenordnungen höher. Einen defekten Motor hatte ich am Diamant auch schon. Beim Bosch bisher: nichts, alles läuft und läuft und läuft. Drum fahre ich ihn ja auch.
Ja, das ist nachvollziehbar. Wie ist das mit dem "Ausschleichen" der Unterstützung bei hohen Geschwindigkeiten? Oder kommt man eh nicht auf "TopSpeed", so dass es eine Rolle spielt? Die ist beim Nabenmotor ja wohl auch besser.

Achso, noch was: der Motor braucht Schraubkranz, keine Kassette wie heute üblich, die sind in brauchbarer Qualität deutlich teurer als Kassetten und nicht in allen Abstufungen zu bekommen (9fach gibts aber von Sunrace) - zudem sind die Lager problematisch, vor allem wenn man viel auf den kleinen Ritzeln fährt wie beim S-Pedelec üblich. Also lieber nicht im Wiegetritt voll reinsteigen.

Doppelte Laufleistung der Kette sagt also wenig aus, wenn Du den Schraubkranz häufiger ersetzen musst als eine halb so teure Kassette (und das ist meiner Erfahrung nach tatsächlich gegeben).
Danke, auch ein guter Hinweis...

Es bleibt schwierig.
Entweder 2000€ in das gebrauchte Bike + neue Akkus investieren und hoffen das es noch eine Weile hält.
Oder 4000€ in eins mit Bosch-Motor
Oder gleich 6-8000€ in einen Mercedes (Stromer usw.)

Wenn ich wirklich regelmäßig fahre, könnte ich mir auch den Mercedes vorstellen. Ich glaube das gebrauchte ist zum Testen nicht die schlechteste Lösung. Und - wenn es noch funktioniert - vielleicht/hoffentlich mit wenig Wertverlust weiter zu verkaufen. Im Zweifel bei eBay in Einzelteilen.
Den (überholten) 48V Akku könnte ich, wenn ich ihn nicht mit dem Rad verkaufen kann/will auch noch parallel zu meinem 48V Akku an der PV-Anlage weiter nutzen.

Wieweit darf ich denn am S-Pedelec selbst Hand anlegen (Akku tauschen, Rangeextender), wenn ich die Zulassung behalten will? Ich will es eigentlich schon "legal" und mit Nummernschild betreiben.

Gruß Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
Das Geschick wäre durchaus vorhanden, auch wenn es der erste Zellentausch im Lithium-Zeitalter wäre.
Tu es nicht selbst! Ich habe es gemacht und würde es nie wieder tun. Die Zellen in diesem Akku sind derart beschixxen organisiert, dass es sehr aufwändig ist, die zu verschweissen. Und du brauchst ein Punktschweissgerät, löten kannst Du vergessen. liofit verlangt 462€ für den Tausch der Zellen gegen 35E - die solltest Du mindestens haben und das solltest Du einkalkulieren. Oder einen Softpack von Enerdan als Extender. Die haben leider zu schwache BMS für rekuperation also musst Du dort einen sehr großen nehmen und kommst auch nicht günstiger weg.

Was darf ich denn am S-Pedelec überhaupt selbst basteln, wenn ich legal bleiben will? Von den Probefahrten abgesehen will ich es eigentlich schon "legal" und mit Nummernschild betreiben.
Mache das, was Du für sicher hälst und weiche nicht zu weit von der Werkskonfiguration ab. 100% legal kannst Du ein S-Pedelec in Deutschland eh nicht betreiben, interessiert auch niemanden. Bei dem Modell hat @cephalotus mal vom Hersteller die Zulassungsunterlagen bekommen und der Akku war IIRC nicht Teil davon.

Wenn ich wirklich regelmäßig fahre, könnte ich mir auch den Mercedes vorstellen. Ich glaube das gebrauchte ist zum Testen nicht die schlechteste Lösung. Und - wenn es noch funktioniert - vielleicht/hoffentlich mit wenig Wertverlust weiter zu verkaufen. Im Zweifel bei eBay in Einzelteilen.
So lange es funktioniert ist es ein gutes Rad, ich trauere ihm immer noch ein wenig nach. Beim Thema "mit wenig Verlust weiterverkaufen" wäre ich vorsichtig. Das System ist bekannt dafür dass wesentliche Dinge immer mal wieder kaputt gehen können - auch wenn es durch aus nicht wenige gibt, die jahrelang und zigtausende Kilometer ohne Defekte gefahren sind.

Aber die meisten BionX Fahrer die hier im Forum noch unterwegs sind haben zuhause ansehnliche Lager an Ersatzteilen rumstehen, die alleine schon den von Dir projektierten Wert des Bosch Rades umfassen. Motorschäden kommen nicht soo selten vor und die Akkus sind m.E. wirklich die Achillesferse des Systems. Selbst wenn sie keine Defekte entwickeln verlangt ihnen die Steuerung so viel ab, dass auch die Zellen nicht allzu lange durchhalten. Drum ist der Extender einem großen Akku wohl vorzuziehen. Wenn es aber läuft ist es ein geiles System.

Alles in allem eher was für Liebhaber. Aber einen Vorteil hat das Diamant im Vergleich zu meinem Bosch: wenn der Akku mal leer ist, fährt es sich wie ein normales Trekkingrad. Dank dreifach Kettenblatt kommst Du auch ohne Motor noch steilste Steigungen hoch. Wenn bei meinem Bosch Rad der Akku leer ist oder gar beim Stromer, dann wirds finster. Im Flachen kann man sich mit hoher Anstrengung und geringer Geschwindigkeit noch irgendwie nach Hause retten, am Berg hast Du dann verloren, da kannst nur noch schieben. Ich hatte das 2-3 mal dass der Akku leer war. Selbst im Eco Mode ist das Ding schwer zu bewegen, ohne Motorunterstützung echte Knochenarbeit.
 
H

Hannes Buskovic

Mitglied seit
26.02.2020
Beiträge
61
Hallo Markus

Also wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich mir mal ein S-Ped ausleihen oder mieten, am besten für mehrere Tage um das mal zu testen. Eventuell können die Händler in deinem Umkreis da etwas anbieten?

14 % und Nabenmotor ist hart aber nicht unmöglich. Kommt auf die Länge der Steigung an (und Systemgewicht + Fitness). Angenommen es ist nur ein kurzer Abschnitt, macht ein guter Nabenmotor á la Stromer meiner Meinung nach trotzdem Sinn. Schliesslich ist der Rest der Strecke dann doch der deutlich grössere Teil.
Jedoch müsste es dann schon einer der stärkeren Nabenmotoren sein. Bei Stromer: ST2/S, ST5 oder ST3 ... so in der Reihenfolge meiner Meinung nach.

Eine "Baustelle" würde ich mir eher nicht kaufen.

Viele Grüsse
Hannes
 
Zuletzt bearbeitet:
M

MarkusSi

Mitglied seit
21.03.2020
Beiträge
11
Also wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich mir mal ein S-Ped ausleihen oder mieten, am besten für mehrere Tage um das mal zu testen. Eventuell können die Händler in deinem Umkreis da etwas anbieten?
Der Händler in Siegen hat nichts in der Richtung. Da wurde ich nur verständnislos angeguckt. Der nächste S-Pedelec Händler wäre in Gießen. Wobei ich eben gesehen habe, dass mein Fahrradträger nur 17kg darf. Mal abgesehen davon, dass die meisten Rahmenrohre zu dick sein dürften. Da wäre schon das abholen und wieder hin bringen eine Herausforderung.
Die Pendlerstrecke wäre grob von Siegen über die B54 bis zur Landesgrenze Richtung Haiger. Alternative Routen natürlich möglich, aber um die gravierendste Steigung von Wilnsdorf zur "Kalteiche" wird mal nicht umfahren können. Das Ziel ist das Industriegebiet "Kalteiche-Ring".

In der aktuellen Lage haben die Händler tendenziell geschlossen. Andererseits dürfte man um jeden Verkauf froh sein, so dass man vielleicht etwas flexibler ist was längerfristige Probefahrten angeht.

Gruß Markus
 
H

Hannes Buskovic

Mitglied seit
26.02.2020
Beiträge
61
Hi Markus

eventuell übersehe ich etwas?:
Von Wilnsdorf ausgehend auf der B54 (kann man da fahren mit dem Velo??) bis zum relevanten Ende der Steigung in Richtung Wanderparkplatz Kalteiche sind es knapp 200 Höhenmeter auf 3 Kilometer Strecke. Das entspricht rund 6,6 % Steigung.

Mit meinem Stromer ST2S würde ich die Steigung mit um die 40 km/h fahren können.

Ja, leider ist die Lage für S Pedelecs in Deutschland immer noch sehr traurig. Wenn der nächste Händler soweit weg ist kann das schnell ungemütlich werden.

Viele Grüsse
Hannes
 
M

MarkusSi

Mitglied seit
21.03.2020
Beiträge
11
eventuell übersehe ich etwas?:
Von Wilnsdorf ausgehend auf der B54 (kann man da fahren mit dem Velo??) bis zum relevanten Ende der Steigung in Richtung Wanderparkplatz Kalteiche sind es knapp 200 Höhenmeter auf 3 Kilometer Strecke. Das entspricht rund 6,6 % Steigung.
Ich denke du übersiehst nix. Die Steigung ist auf den ersten Metern ab Ortsausgang Wilnsdorf heftiger und wird dann flacher. Laut Schild an der Gefällestrecke 14%. Ich habe in Maps gerade nochmal genauer hingeguckt. Die ersten 300m zwischen Ortsausgang und dem Wilnsdorfer Weiher haben 14%. Danach wird es flacher. Insgesamt sind es 230m Höhenunterschied auf gut 3km. In Siegen gibt es noch 700m mit 10% Steigung.
Was meinst du mit "kann man da fahren?" Also verboten ist es nicht. Und der Teil der Strecke ist eigentlich auch Übersichtlich (und relativ alternativlos).

Gruß Markus
 
S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
14 % und Nabenmotor ist hart aber nicht unmöglich.
Ist für das hier besprochene Rad überhaupt kein Thema, solange es nicht die ganze Zeit so hochgeht. Ich habe hier in der Gegend einige Rampen mit um die 15% - mal knapp drunter, mal knapp drüber und da bin ich mit dem Diamant immer ganz gut hochgekommen. Natürlich nicht mit 40 Sachen und man muss die Unterstützung natürlich etwas hochdrehen.

Erst bei über 20% ward es mit diesem S extrem ungemütlich. Das war aber bei beiden Bosch Rädern die wir haben auch nicht besser, denn die sind idR viel zu dick übersetzt - beim S geht das auch gar nicht anders, wenn man nur ein Kettenblatt hat. Das ist aber auch extrem steil und solche Rampen findet man nur sehr sehr selten.
 
H

Hannes Buskovic

Mitglied seit
26.02.2020
Beiträge
61
Ich denke du übersiehst nix. Die Steigung ist auf den ersten Metern ab Ortsausgang Wilnsdorf heftiger und wird dann flacher. Laut Schild an der Gefällestrecke 14%. Ich habe in Maps gerade nochmal genauer hingeguckt. Die ersten 300m zwischen Ortsausgang und dem Wilnsdorfer Weiher haben 14%. Danach wird es flacher. Insgesamt sind es 230m Höhenunterschied auf gut 3km. In Siegen gibt es noch 700m mit 10% Steigung.
Was meinst du mit "kann man da fahren?" Also verboten ist es nicht. Und der Teil der Strecke ist eigentlich auch Übersichtlich (und relativ alternativlos).

Gruß Markus
A) ob es erlaubt ist. Wobei ein S-ped ja kein Velo ist, klar.... Und B) ob es verkehrstechnisch drin liegt oder ob man jeden Moment todesangst ausstehen muss

Es sind ja keine langen Steigungen auf dr Strecke die steil sind, daher würde ich behaupten ein Rad mit gutem Nabenmotor wäre topp. Mindestens auf den restlichen 21km einfach hättest Du nur Vorteile mit einem Nabenmotor :).

@schmadde wie schnell liess sich so ein Diamant bei recht guter Fitness noch so bewegen bei 15 % Steigung? Bei meinem ST2S würde ich so auf 16-18 km/h tippen. (Systemgewicht ca 95 kg)
 
S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
@schmadde wie schnell liess sich so ein Diamant bei recht guter Fitness noch so bewegen bei 15 % Steigung? Bei meinem ST2S würde ich so auf 16-18 km/h tippen. (Systemgewicht ca 95 kg)
Keine Ahnung. Ich habe an dem Rad fast nie die höchste Unterstützungs-Stufe verwendet, ausser der Akku war fast leer (die Leistung lässt bei geringer werdender Akkuspannung erheblich nach). Aber so um die 15-20 km/h denke ich ist auch was ich gesehen habe.
 
TeJo

TeJo

Mitglied seit
03.07.2016
Beiträge
1.010
Ort
östliches Ruhrgebiet
Details E-Antrieb
2 x E45 GO SwissDrive
In Siegen gibt es noch 700m mit 10% Steigung.
Diese Strecke regelmäßig gefahren könnte einem Nabenmotor in der Tat an seine Grenze bringen, außer vielleicht einen Stromer. Ich fahre regelmäßig mit Go SwissDrive 30 km einfach mit ca. 300 hm rauf und runter (sattelförmiges Streckenprofil). Der Hinweg ist seit gut 3,5 Jahren kein Problem, aber die Steigung auf dem Rückweg erstreckt sich auf die letzten ca. 5 km und die letzten 600 m steigern sich dann von 6 bis ca. 10 % (es können auch 11 oder 12 % sein, ist eine Navimessung mit Locus Map Pro, genauer hab ich's noch nicht rausbekommen).
Ab ca. 23 Grad Außentemperatur bekomme ich auf den letzten paar hundert Meter dann täglich eine Wärmewarnung, je wärmer es ist, um so früher. Es hängt aber auch davon ab, wie lange ich vorher gefahren bin, wenn ich nur die 5 km aus der Stadt zurück fahre, kommt sehr viel seltener eine Warnung. Das hängt (zumidest beim GSD) also davon ab, wie lange man schon gefahren ist. Bei 22 km und den Steigungen im Siegener Land käme die sicher häufiger. Der Motor macht dies seit fast 25.000 km ohne Probleme mit.
Ich hatte auch noch nie eine Abregelung oder Reduktion der Motorleistung, auch nicht bei 36 Grad Außentemperatur. Da gibt es also schon Reserven.
 
Zuletzt bearbeitet:
S

schmadde

Mitglied seit
21.04.2013
Beiträge
4.058
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
Diese Strecke regelmäßig gefahren könnte einem Nabenmotor in der Tat an seine Grenze bringen, außer vielleicht einen Stromer. I
Glaube ich nicht. Die Strecke in den Routenplaner bei google Maps angegeben sind etwas über 400hm gesamt (ich dachte ursprünglich am Stück) verteilt über 30km. Das ist überhaupt kein Problem, ich bin auch schon 400hm am Stück mit zweistelligen Steigungsprozenten zwischendrin gefahren ohne dass da was überhitzt wäre. Sollte das wirklich ein Problem sein, könnte man ja versuchen einen D-Motor eintragen zu lassen - hat hier der erwähnte Kollege bei seinem baugleichen Diamant schon erfolgreich gemacht.
 
Thema:

S-Pedelec für den Arbeitsweg, wäre das diamant zouma supreme 2016 geeignet?

Oben