S-Pedelec Bosch Performance Line Speed Gen. 2: Bestandsaufnahme nach 25.000km und Erfahrung Kundendienst

Diskutiere S-Pedelec Bosch Performance Line Speed Gen. 2: Bestandsaufnahme nach 25.000km und Erfahrung Kundendienst im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Liebe Mitfahrer:innen, ende letzten Jahres verließ mein Bosch Performance Line Speed (45 km/h) seine Garantiezeit, Anfang des Jahres, nach 27...
Hektor1989

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Bosch Performance Speed 350W Gen. 2
Liebe Mitfahrer:innen,

ende letzten Jahres verließ mein Bosch Performance Line Speed (45 km/h) seine Garantiezeit, Anfang des Jahres, nach 27 Monaten und ca. 25.000km habe ich es dann endlich gewagt, den Motor zu öffnen und eine Bestandaufnahme zu machen. Vorrangig wollte ich den Grund für die Geräuschkulisse erörtern, die mich seit November 2019 mal eine Zeit lang begleitete und Abhilfe für die Zukunft schaffen.

Das Ergebnis dieser Untersuchung ist hier zu finden:
sonstige(s) - Mittelmotorgetriebe warten/schmieren

Geöffnet.jpg


Daher möchte ich gerne meine Erfahrungen mit Bosch bzw. dem Kundendienst teilen. Insbesondere für Vielfahrer und Pendler, die in Kurzer Zeit viele Kilometer fahren, ist dieser Bericht hoffentlich interessant. Wer nur 500km im Jahr fährt, wird wohl auf lange Zeit keine Probleme haben.


Und los geht`s…

09.03.: Kulanzantrag beim Händler gestellt, sofort Rückmeldung bekommen mit Frage zur Gesamtkilometerzahl -> 24.301km. Händler hat Daten an Bosch übermittelt.

10.03.: Erste Rückfrage über den Händler seitens Bosch: Foto der Drive Unit wegen Seriennummer, welche unverzüglich beantwortet wurde


Dann erstmal 3 Wochen Ruhe…


30.03.: Nachfrage beim Händler zum aktuellen Stand und ob Bosch schon entschieden hat. Händler reagierte prompt, hat aber nichts gehört und nochmal nachgefragt


31.03.: Rückmeldung vom Händler: Bosch braucht aktuellen „Händler-Diagnosebericht“ und schreibt dabei: „Zu Ihrer Info, das wird keinen geben“
Da mein Händler 90km entfernt sitzt, war es für mich keine Option, dorthin zu fahren. S-Pedelecs und Händler gibt es leider nicht wie Sand am Meer…

Auf meine Rückfrage, wie der letzte Satz zu verstehen sei, kam sinngemäß: Er geht nicht davon aus, dass Bosch irgendetwas ersetzen wird. Anderweitig machen die nicht so einen Zirkus, da kommt einfach ein neuer Motor und gut ist.

Wegen der Distanz und aktuellen Situation am Radmarkt, habe ich meinem Händler vorgeschlagen, das Auslesen des Rades auf meine Kosten bei einem Händler in der Gegend vornehmen zu lassen und ihm anschließend den Bericht zu schicken. Dies wurde bejaht und bemühte mich, einen Bosch-Händler samt Diagnosegerät ausfindig zu machen.


01.04.: Nach etwas Telefonieren passenden Händler gefunden und vorbei gefahren. Leider war das dortige Personal damit überfordert und ich musste helfen, obwohl ich die Software zum ersten Mal live gesehen habe. Nach 20 Minuten und 25€ ärmer hatte ich dann den Diagnosebericht in der Hand. Wie sich später herausstellte, nicht der Richtige - es war der Kundenbericht. Den Bericht hat mein Händler am selben Tag an Bosch weitergeleitet. Mittlerweile ist mein Ersatzakku auch noch ausgefallen. Wenn es kommt, dann richtig.


07.04.: Rückmeldung vom Händler: Bosch braucht den IBD-Servicebericht sowie Kaufbeleg, der das Kaufdatum mit Jahreszahl eindeutig belegt. Händler hat keine Ahnung, was Bosch damit meint. Also musste ich es mir selber beibringen -> es gibt einen Kundenbericht und einen Händlerbericht, den man beim Auslesen anzeigen lassen kann. Ich dachte, der Kundenbericht reicht aus, aber nein…

Kommentar: Kaufbeleg hatte ich meinem Händler schon bei der ersten Mail beigefügt. Trotzdem war in diesem Falle die Frage von Bosch berechtigt, weil auf der Rechnung keine Jahreszahl drauf stand, nur Tag und Datum… So etwas kann ich leider auch nicht nachvollziehen.

Rechnung nochmal verschickt sowie meinen Ausdruck der EC-Abrechnungen. Hätte ich bar bezahlt, hätte es keinen Nachweis gegeben und die Sache wäre hier zu Ende (oder der Händler durchforstet seine Bücher). Händler wurde informiert, dass ich dann wohl ein zweites mal zum Auslesen fahren werde. Zuvor bei Bosch nachgefragt, ob dies dann der richtige Bericht wäre.


08.04.: Bestätigung von Bosch zur Richtigkeit des Berichts (hatte ein Muster im Internet gefunden). Händler wird sichtlich genervt und drängt auf Entscheidung. Bosch besteht auf Diagnosebericht.


09.04.: Neuer Versuch beim anderen Radhändler wegen des Händlerberichts. Immerhin dieses Mal kostenlos. Bericht passte nun auch. Erneute Übermittlung des Berichts sowie Rechnung an meinen Händler.


15.04.: Nachricht vom Händler: Ich soll ihm den vollständigen Motor zusenden.

Kommentar: ich hatte angeboten, dass ich den Motor sowohl aus- als auch einbauen könnte, um die Sache für ihn zu vereinfachen und das ganze Spiel etwas zu beschleunigen, wenn Bosch da keine Vorgaben zu gibt, wie das abzulaufen hat. Und ich weiß, dass es vernünftig gemacht wird…

Meine Nachfrage, ob Bosch den Kulanzantrag nun genehmigt hätte, wurde verneint. Der Motor würde erst überprüft werden und dann hoffentlich ein neuer Motor verschickt werden.

Einbauen müsste ich dann selber (ist in Ordnung, wie gesagt). Sofern dabei etwas kaputt gehen sollte, liegt die Haftung bei mir (kann ich nachvollziehen -> OK).

ABER der Hinweis: Sofern es einen neuen Motor (oder Ersatz / Austauschmotor ) geben sollte, so gibt es auch KEINE neue Gewährleistung oder Garantie auf diesen.


16.04.: Ich bat ihm, mir ein paar Tage Gedenkzeit zu geben, damit ich darüber nachdenken konnte, wie ich mit den Aussagen und Abwälzen der Risiken auf mich umgehen sollte. Ich stellte noch eine für mich nicht ganz unwichtige Frage zum ausgelieferten Softwarecontainer bei einem Austauschmotor. Denn: Es gibt Software, die nach der gemessenen Geschwindigkeit abriegelt (so wars bisher) oder zusätzlich die Kadenz bestimmt und beschneidet (wie wohl bei den aktuellen Motoren der Generation 4 und wohl auch den letzten ausgelieferten der Generation 2 der Fall -> Anti-Tuning-Maßnahme?!). Dort wird einigen Forenbeiträgen zufolge wohl irgendwo bei 75er Kadenz die Unterstützung heruntergefahren. Und das wäre für mich das absolute KO-Kriterium gewesen und das Rad für mich unbenutzbar geworden. Trete sonst irgendwo bei 90 bis 105 rum.

Um sich dieser Thematik bewusst zu sein, muss man aber schon tiefer in der Materie drin stecken, der Durchschnittsuser wird davon wohl noch nie gehört haben und wird sein blaues Wunder erleben.


21.05.: bis heute nichts mehr gehört, keine Antwort. Es sind nun 9 oder 10 Wochen rum.


********************


Wie habe ich mich nun also entschieden?



Es gab einige gute Hilfestellungen dazu hier im Forum (besten Dank an @cube_one für die bereitgestellten Bilder seines Innenlebens) und die Weiterleitung an Thomas über eBay Kleinanzeigen. Er könnte dem ein oder anderen bestimmt auch weiterhelfen, ich habe es nicht gebraucht 😉


Ich habe viel recherchiert und genug Videos geschaut, um den Motor mittlerweile so gut zu kennen wie keinen anderen zuvor. Letztlich konnte ich mir zusammenreimen, welche Teile ich brauche und konnte den Motor zwar mit relativ geringem Materialeinsatz (ca. 30€), dafür aber mit viel Handarbeit und Zeiteinsatz wieder Instandsetzen. So war ich nach zwei bis drei Wochen wieder mobil und konnte der Entscheidung von Bosch relativ gelassen entgegen gehen. Seitdem läuft er wieder, meinem Empfinden nach auch etwas leiser (schließlich ist jetzt wieder alles vernünftig gelagert und das Zahnrad schabt nicht mehr am Gehäuse), wenn auch mit typischer Bosch-Lautstärke. Ein Leisetreter wird’s wohl nicht mehr. > 1000 km sind seitdem runter und habe bisher keine Probleme gehabt.


Und wie siehts mit dem Austauschmotor aus? Tja, das weiß man nicht. Offiziell ist das Ticket noch nicht geschlossen. Ich fühle mich aktuell ganz wohl mit meinem Motor und hoffe, dass er nochmal 25.000km hält. Lager sind alle in Ordnung gewesen, Freiläufe machen keine Probleme, kein Wassereintritt, Zahnräder machen vernünftigen Eindruck. Frage ist, welche Lebensdauer der eigentliche E-Motor typischerweise hat…

Daher sehe ich aktuell keinen Bedarf nach einem Austausch, der ja noch nicht mal sicher wäre, selbst wenn ich den Motor jetzt zur Verfügung stellen würde.


Die zentralen Fragen waren für mich:

  • Sollte ich es riskieren, meinem Motor mindestens viermal mal auf den Versandweg zu geben, falls ein Austausch nicht durchgeführt wird? (von mir zum Händler zu Bosch zum Händler zu mir)
  • Kann ich sicher sein, dass der Austauschmotor nicht doch den (unpassenden) Kadenzcontainer aufgeflasht hätte?
  • Weiß ich, dass der neue Motor dafür nicht ein anderes Problem bringt, auf kurz oder lang? Garantie sowie Gewährleistung gibt’s auf den Neuen ja auch nicht. Bei meinem weiß ich, woran ich bin und das Innere sonst super aussieht.

Wenn Interesse besteht, kann ich gerne auch noch meine Reparatur beschreiben. Wie gesagt, Materialeinsatz irgendwo um 30€. Es war nur etwas Zeit- und Rechercheintensiv. Aber ist ja trotzdem schön, wenn man etwas Neues lernt ;)

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich für meine Bekannten Bosch-Pedelecs mit Generation 2-Motoren empfehlen würde, wenn es unbedingt Bosch sein soll. Da kann ich mittlerweile selbst Hand anlegen und die größten Macken sind bekannt oder bereits von Bosch behoben, wie z.B. der Filzring am rechten Lager.


Ich habe hier schon öfters gelesen, dass Bosch sich doch ehr Kulanz zeigt, auch wenn man aus der Garantie heraus ist. Das konnte ich zumindest für meinen Fall nicht bestätigen.
Meine Probleme fingen nach etwa ziemlich genau einem Jahr und zwischen 10.000-11.000km an. Seitdem ist diese Situation wahrscheinlich so wie oben beschrieben gewesen.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht?
 
Jenss

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Sehr interessant, danke fürs Teilen!

Das hört sich an als würdest auch du den bosch motor eher NICHT für Pendler/Vielfahrer empfehlen?
 
Hektor1989

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Da kann ich keine klare Antwort drauf geben.
Generell bin ich ziemlich problemlos 25.000km gefahren. Und aktuell läuft er auch wieder zu meiner Zufriedenheit.
Ansonsten bin ich mit dem Ökosystem (mit Nyon und eBike Connect) auch sehr zufrieden.

Man sollte sich aber schon etwas mit dem System befassen und evtl. Fehlerquellen kennen und am Besten von vorneherein beheben. Ich denke, da damit kann man die Lebenszeit um einiges verlängern.

Ich hab das Rad knapp 2 Jahre lang auch wirklich gequält mit ca. 110km am Tag Pendeln, 3 bis 4 Mal die Woche. Alterung im Schnelldurchlauf...
Mittlerweile habe ich nur noch 40km am Tag und der Verschleiß ist deutlich geringer geworden. Merke es aktuell am Lebenszyklus der Ketten.

Ob ein Wechsel zu einem anderen Hersteller Sinn machen würde ist auch fraglich. Da läuft auch nicht alles Bestens und man fängt wieder von vorne an... Kein Zweitakku, anderes Werkzeug für die Reparaturen...
Wenn man einmal im Ökosystem gefangen ist, ist es schwer da wieder herauszukommen.
 
Singing-Bard

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@Hektor1989

Danke für den ausführlichen Bericht. Klingt für mich jetzt nicht besonders ungewöhnlich.
Das Bosch erst mal zurückhaltend reagiert wenn ein Kulanzantrag gestellt wird bei dem die relevanten Informationen nicht übermittelt werden und dann noch der falsche Diagnosebericht übermittelt wird, der auch noch von einem weiteren Händler stammt.... (90 Km ist nun echt nicht so weit, Bike in ein Auto gepackt und man ist in einer Stunde da)
Kein Wunder das Bosch sich bei der Laufleistung erst mal den Motor ansehen will.


Ein Austauschmotor auf Kulanz verschickt erzeugt natürlich keine neue Garantiezeit. Das wäre ja der Tod des Kulanzgedankens wenn er neue Verbindlichkeiten erzeugt.

Der neue Motor würed wahrscheinlich mit der aktuellen Softwareversion ausgeliefert. Das ist nicht ungewöhnlich,

Wer soll dir im Forum auf die Frage antworten können ob ein Austauschmotor in Zukunft für andere Problem sorgen könnte?

Der Vierfach Versandweg fällt ja nur an weil Du einen Händler gewählt hast der 90 km (und damit für dich zu weit entfernt) ist.

Wenn Du den Motor dann nicht zu Bosch schicken willst, ja was soll da gross passieren, zumal nach deiner Eigenreparatur die Kulanzwahrscheinlichkeit nach Inspektion auf seiten von Bosch wohl geringer ausfallen könnte?
 
Hektor1989

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Alles gut, sehe das größtenteils auch so wie du. ;)

Wenn man sich genauer ausdrücken würde, was denn gebraucht wird, wäre das nicht passiert. Soll man halt schreiben, dass man den Händlerbericht braucht und nicht den Kundenbericht. Auf dem Bericht stand keine Adresse des Händlers drauf, von daher weiß Bosch nicht, wer das Rad ausgelesen hat. Und eigentlich ist das die größte Stärke von Bosch und damals ein Grund für mich zum Kauf gewesen - die breite Verfügbarkeit von Händlern bzw. Werkstätten.

Problem ist auch nicht die Entfernung (obwohl eigentlich auch, weil ich kurz vorher mein Auto verkauft habe, da ich mit dem S-Ped im Alltag gut zurecht komme), sondern eher die aktuelle Situation am Fahrradmarkt mit den verbundenen Wartezeiten. Da wo ich war, konnte ich mal eben so nach Feierabend auf dem Heimweg reinspringen.

Auch die neue Softwareversion ist nicht das Problem, es geht um den Container, der die Unterstützungsleistung bzw. die Beschneidung derselben ab einer bestimmten Trittfrequenz bestimmt. Und das ist der Knackpunkt.

Ich bin Bosch nicht böse, dass man die Sachen verlangt, warum aber tröpfchenweise über 5 Wochen verteilt? Soll man direkt sagen was man alles braucht, wäre es gut gewesen. Wird doch intern einen Prozess dazu geben, der das regelt. Hätte man direkt die Kulanz abgelehnt wäre es für mich auch gut gewesen. Würde man das bei seinem defekten PKW auch akzeptieren, dass man 5 Wochen auf eine Entscheidung wartet?

Wie dem auch sei, ich bin glücklich und das Rad läuft wieder :)
 
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Omarad

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110km am Tag mit Bosch ist schon erstaunlich. Mit ganz normalen Powerpacks ohne Extender? Wie lange hält dir da eine Kette?
 
Hektor1989

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Jetzt nicht mehr, aber bis Okt. letzten Jahres. ;)
Ja, mit zwei PowerPacks 500 habe ich das geschafft, also je Richtung. Aufladen auf der Arbeit ist natürlich Pflicht. Im Winter und bei Gegenwind wird`s damit dann irgendwann eng, muss man mal eine Unterstützungsstufe herunterschalten.

Ich hatte immer drei Ketten im Einsatz, die ich monatlich gewechselt habe (Monatsfahrleistung zw. 1000-1500km). Das konnte ich 3-4 Mal wiederholen. Meistens hat eine Kette 3.000 - 4.000km überlebt. Im Sommer länger als im Winter.
 
jm1374

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Meine Probleme fingen nach etwa ziemlich genau einem Jahr und zwischen 10.000-11.000km an. Seitdem ist diese Situation wahrscheinlich so wie oben beschrieben gewesen.

Wenn du zu der Zeit schon bei Bosch vorstellig geworden wärst, hättest du nicht auf Kulanz hoffen müssen. Da warst du ja noch in der Gewährleistungs-/Garantiezeit drin.

Danke für deinen Beitrag und Glückwunsch zu den 25.000km. Mit deinem jetzigen Wissen wirst du mit dem Motor noch sehr lange fahren können. Vielleicht findest du die Zeit um die notwendigen Werkzeuge, Ersatzteile und Arbeitsschritte darzulegen.
 
WeliJohann

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Wenn man sich genauer ausdrücken würde, was denn gebraucht wird, wäre das nicht passiert. Soll man halt schreiben, dass man den Händlerbericht braucht und nicht den Kundenbericht.


Ein jeder vernünftige Händler weiß genau wie das läuft mit Antrag auf Kulanz und das ist völlig problemlos.
Das liegt eindeutig an dem Händler und dir mit der Entfernung.
Wir arbeiten sehr viel mit Bosch und die sind stets sehr schnell und extrem kulant. Längste Wartezeit waren zwei Wochen von einschicken Motor bis neue Motor bei uns.
Antrag auf Kulanz geht normal in zehn Minuten per Telefon und Mail wenn man alle relevanten Dinge wie Rechnung und Bericht und die Fehlerbeschreibung mit Video und oder Fotos hat.
Bosch gewährt zwei Jahre Garantie und noch ein Jahr Kulanz.
Vor dem Öffnen des Motors hätte es sicher einen neuen Motor ohne jede Berechnung gegeben.

So wird das deutlich schwerer.
 
Hektor1989

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Naja... Habe das damals checken lassen. Mir wurde gesagt, dass der Bosch halt lauter wäre und ich mir keine Sorgen machen sollte. Das wäre normal. Der Händler darf ja auch nicht den Motor öffnen. Und ohne reinzuschauen, hat man davon nichts mitbekommen, außer diese Lautstärke. Unterstützung hatte der Motor immer noch ohne Probleme, auch bis zuletzt.
Damals war ich ja auch noch in der "Beginner-Phase" und habe darauf vertraut, dass das so seine Richtigkeit hat. Heutzutage würde ich da auch anders vorgehen.
Im Grunde ist da drinne auch kein Hexenwerk. Paar Zahnräder und ein paar Lager, ganz normales Getriebe.

Vielleicht liegt das Problem auch eher am Händler als an Bosch, alle oben genannten Unterlagen (bis auf den Diagnosebericht) hatte ich (auch digital) Vorliegen. Und den hatte ich 2 Tage später abgeliefert.

ABER: es soll hier kein Bosch-Bashing sein. Andere kochen auch nur mit Wasser. Stromer, Klever, Brose haben auch Ihre Krankheiten.

Mir kommt es nur darauf an, potentielle Pendler mit vielen Kilometern zu sensibilisieren, sich etwas mit der Materie zu beschäftigen, wenn man Spaß und Lust aufs Pendeln mit dem S-Ped hat. So kann man lange Zeit Freude daran haben und sich zur Not selber helfen.
 
tehdon

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Hey Hektor, mich würden deine Wartungsarbeiten auch sehr interessieren, vielleicht findest du ja die Zeit für nen ausführlichen Bericht!

Da wir so ziemlich das gleiche Modell fahren, kann ich dich in einer Sache etwas beruhigen: mein Austauschmotor von Bosch (11/20) hatte keine Auswirkungen auf die Kadenz. Da kann ich nach wie vor auch in den dreistelligen Bereich. Allerdings nur im Dienste der Wirtschaft. Auf Dauer bin ich lieber um die 90 unterwegs.
 
Jenss

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Solche Erfahrungen wie diese hier sind auf jeden Fall Gold wert!

Meist ließt man eher .... Mein bike ist super geil...5500km in 8 Jahren ohne Probleme...

Da muss ich immer schmunzeln, aber leider werden die meisten bikes kaum gefahren.
 
Hektor1989

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Jaa, so wie bei meiner Mutter. :D Hat nach 2 Jahren mit Ach und Krach die 1.000 voll. Da hält sogar der Impulse 2.0-Motor... der bei mir 2 Mal getauscht wurde. Aber der dritte läuft mit der letzten Revision zuverlässiger.
 
Blackbird

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Klasse Bericht! Danke dafür. :)
Das Kadenzthema habe ich bei meinem Motor. Im nächsten Winter werde ich versuchen, das ändern zu lassen.

Auf den Reparaturbericht bin ich auch mal gespannt.
 
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Ja es ist das 2019er Modell, gekauft im Juni 2019.
Laut Nyon wird die Kadenz bei 72-75rpm beschnitten.
Das ist gerade am Berg sehr ärgerlich, wenn man etwas schneller könnte, der nächste Gang aber doch zu schwer ist.

An die Kadenz an sich gewöhnt man sich. Ich habe auf dem MTB eigentlich auch eine höhere, aber die Gewöhnung hat nur etwa 1 Monat gedauert.
Ok von einer Renradkadenz jenseits der 90 wird man sich sicherlich schwerer umgewöhnen.
 
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So, wie versprochen möchte ich noch meine Reparatur dieses spezifischen Fehlers beschreiben.


01) Problemstellung:

Es gab Ende November 2019 nach über 10.000km ein rhytmisches Knacken im Motorraum, dass nach einiger Zeit wieder verschwand. Da ich damals verschiedene Lösungsmöglichkeiten ausprobiert habe, konnte ich nicht genau sagen, was letztendlich zur Behebung des Problems beigetragen hatte. Mittlerweile würde ich sagen, dass das gar nicht an meinen Arbeiten lag, sondern sich mit der Zeit einfach das Kugellager soweit zerlegt hatte, dass es keinen Widerstand mehr gab und sich die Zahnräder wieder frei drehen konnten.

Daher habe ich mittlerweile das Motorgehäuse geöffnet und dieses Innenleben war zu sehen:

01 - nach dem ersten Öffnen.jpg


Auf den ersten Blick sieht man eine Menge Krümel und Schleifstaub, am Gehäuseboden kann man die Kugeln aus dem geschrotteten Kuggellager erkennen.

02 - nach dem ersten Öffnen.jpg


Nachdem ich alles von den Spänen befreit hatte, sieht man schon deutlich mehr, was das eigentliche Problem ist und was sich in der ganzen Zeit getan hat.

03 - geputzt auf aufgeräumt.jpg


Die Kugeln des Kugellagers haben vermutlich noch eine ganze Zeit lang Ihre Bahnen zwischen dem Zahnrad und den Gussgehäuse gedreht. Der Aluguss ist weicher als die Stahlkugeln und so hat es eine schöne Kreisbahn abgebildet. Das Kunststoffzahnrad hat ebenfalls am Gehäuse des E-Motors und des Drehmomentsensors gerieben. ABER: das Zahnrad scheint davon ziemlich unbeeindruckt gewesen zu sein. Das Zahnprofil sah noch gut aus und es ist kein Zahn herausgebrochen. Das hat mich sehr überrascht, der Kunststoff hält so einiges aus.

Außerdem war das Lager auf einer kleinen Achse geführt, welche in einer Bohrung steckte. Die Bohrung war etwas unrund und deutlich größer als die Achse. Ich befüchtete, die Bohrung war durch das Herumeiern der Achse so weit ausgeschlagen. Wie sich später herausstellte, fehlen da aber noch ein paar andere Bauteile, daher sieht es hier schlimmer aus, als es eigentlich ist. Die oberflächlichen Beschädigungen vom Drehmomentsensor und des E-Motorgehäuses waren für die Funktion zu vernachlässigen.


02) Recherche:

Es gab einige sehr nützliche Websites, Shops und YouTube-Kanäle bzw. Videos, die ich hier kurz gesammelt vorstellen möchte:

  • PerfomanceLineBearings.com aus UK: viele nützliche Videos zu Bosch-Motoren, aber auch zu anderen Herstellern
  • Website: The home of ebike motor parts -
  • YouTube:


  • gut verständliche Anleitung zum Öffnen des Motors
  • YouTube:


Eine gute, erste Übersicht über verbaute Komponenten und insbesondere Lager gibt die oben verlinkte Seite vom eBike-Doktor; hier konnte ich anhand der Größenverhältnisse auch schnell mein beschädigtes Lager ausfindig machen. Gegenprobe zur kleinen Achse gemacht, Maße passten -> CHECK.

03 - eBike Doktor - alle Lager in der Übersicht.png


Das Lager ist ein Standardlager nach DIN625 und habe es woanders bestellt, weil ich erst später entdeckt habe, dass es das beim eBike-Doktor auch gibt. Hätte ich mir etwas Recherche ersparen können und wäre direkt sicher gewesen, dass es passt. Naja, beim nächsten Mal.

02 - Beispiel Kugellager.png


Preislich kein großes Hindernis. Habe zur Sicherheit gleich zwei Stück bestellt. Man weiß ja nie.

Das war der einfache Part. Wie gesagt, war die kleine Achse vom Durchmesser her kleiner als die Bohrung im Gehäuse. Durch viel googeln bin ich dann irgendwan wieder aufs Pedelecforum gestoßen und habe einen Beitrag vom User/Händler eBike-Doktor.de gefunden. Dort ist schön das fehlende Puzzleteil zu sehen.

Konkret geht es also um diese Teile, die ich neu brauchte:

06 - Lagerpin Explosionszeichnung.png

  • Lagerpin (die beschädigte Achse)
  • Gummi-Bundhülse (die Lösung des Rätsels)
  • Schutzscheibe mit einseitigem Klebebad

Von der Gummi-Bundhülse konnte ich in meinem Motor nichts mehr erkennen. Diese ist wohl einfach so weit zerstört worden, dass der Lagerpin nur noch alleine in der Bohrung lag. Gleichzeitig war diese Gummitülle aber auch die Rettung, denn somit war klar, dass die Bohrung nicht so weit ausgeschlagen wurde, sondern die Gummitülle den Durchmesser von Bohrung zum Lagerpin verkleinert. Gleichzeitig absorbiert diese Tülle wohl auch Vibrationen und gleicht in gewissem Maße auch Fluchtungsfehler aus. Bei früheren Gehäuserevisionen gab es diese Kombination wohl nicht, sondern da wurde der Pin als Gehäuse mitgegossen. Da war der Motor wohl noch lauter gewesen, da sich Vibrationen über den Pin direkt aufs Gehäuse übertragen haben.

Diese drei Teile konnte ich vom eBike-Doktor zu einem kleinen Preis um die 12 oder 13€ beziehen.


Jetzt fehlten nur noch Kleinigkeiten: vernünftiges Lagerfett, eine Karosseriescheibe und Kleber bzw. Haftgel. In Summe vielleicht 5€, wenn man das Lagerfett auf die tatsächlich benötigte Menge reduziert. Somit sind wir bei einem reinem Materialwert von unter 25€.


03) Reparatur:

Nachdem alles vollständig war, konnte es mit der Reparatur losgehen.



Am zeitintensivsten war es, den Außenring des Lagers von der zusätzlichen Büchse das Zahnrads zu trennen. Dieses wird standardmäßig eingepresst. Dadurch dass das Lager aber zerstört war, konnte ich das Lager nicht durch Austreiben entfernen, da ich keinen Druck über das Innenlager ausüben konnte. Letztlich musste ich den Außenring soweit ausdremeln und abschleifen, dass er auseinanderspringt und man ihn entfernen kann. Hört sich erstmal einfach an, war aber eine ganze Menge Arbeit, weil der Außenring gehärtet sein müsste und sich sehr widerstandsfähig zeigt. Aber irgendwann gab er dann doch nach. Leider habe ich davon keine Bilder gemacht.

Kommen wir nun zum Gehäuse. Dort gab es ja eine Laufbahn durch die Kugeln um die Bohrung herum und die Auflagefläche war auch nicht mehr ganz eben.

Zufällig hatte ich eine Karosseriescheibe in meinem Kleinteilekästchen, welche genau vom Außendurchmesser her an die runde Auflageflöche des Gehäuses passte. Diese habe ich erstmal mit Schmiergelpapier beidseitig bearbeitet und so gut es geht parallel und eben geschliffen. Das sind Scheiben fertigungsbedingt normalerweise nämlich nicht.

02 - Scheibe an alte Stelle geklebt (1).jpg


Nachdem diese nun nahezu eben war, konnte ich auch die Unebenheit am Gehäuse feststellen, indem man die Scheibe dort etwas kippelt. Das Gehäuse wurde auch mit Schleifpapier bearbeitet und die Auflagefläche eben gemacht. So passten Gehäuse und Scheibe gut zusammen. Die Laufspur der Kugeln war überdeckt und es ergab wieder eine neue Fläche mit vernünftiger Auflage für die Gummitülle, Lagerpin und Kugellager. Außerdem kam ich vom Niveau wieder etwas höher, sodass das Zahnrad nicht mehr am Motor oder Drehmomentsensor schleifen kann.

Die Karosseriescheibe war aber noch zu dick und musste diese auf Maß schleifen, damit sich alles nachher frei drehen lässt und der Gehäusedeckel nicht klemmt. Das war etwas Ausprobiererei mit mehrmaligen Öffnen und Schließen des Deckels, aber irgendwann hatte ich das richtige Maß gefunden.

01 - Scheibe auf Maß geschliffen.jpg


Nachdem ich mit der Feineinstellung zufrieden war, wurde die Karosseriescheibe mit dem Gehäuse verklebt. Dazu habe ich UHU Alleskleber KRAFT benutzt. Dieser ist nicht flüssig sondern gelartig, so tropft da nichts und läuft mir sonst wo hin. Der war wirklich gut zu dosieren und konnte präzise da kleben, wo es notwendig war.

02 - Scheibe an alte Stelle geklebt (2).jpg


Anschließend wurde die Gummitülle mit der Schutzscheibe angebracht:

03 - Gummitülle.jpg


Und danach noch der Lagerpin eingesteckt:

04 - Lagerpin.jpg


Kommt dem Original ziemlich nahe.


Das neue Kugellager wurde dann in die Hülse am Zahnrad gedrückt/gepresst. Das ging ziemlich einfach und ging auch von Hand sehr gut. Dazu ist kein Werkzeug notwendig.

Danach kann der Gehäusedeckel samt montierten Zahnrädern wieder aufgesteckt und geschlossen werden. Vorher nochmal die Silikondichtung auf dem Gehäusedeckel kontrollieren. Diese muss intakt sein und darf beim Öffnen nicht beschädigt werden!


Für den Zusammenbau kann man sich auch gleich noch um eine neue Dämpfungsfolie auf der Montageplatte bemühen. Diese ist auch gerne durchgeschäuert und der Motor knarzt dann am Rahmen/Motoraufnahme. Die war bei mir aber noch intakt, möchte es aber trotzdem gerne erwähnen, da das auch häufiger ein Grund ist, warum der Motor „knackt“.

05 - Dämpfungsfolie.jpg


Beim Motoreinbau auf die Drehmomente der Schrauben achten. Ob die nachfolgenden die richtigen sind, kann ich nicht sagen, habe es damit aber gemacht und bisher keine Probleme:

06 - Drehmoment der Motoraufhängungsschrauben.jpg


Auf jeden Fall sollte man auch die Situtation am rechten Lager beaobachten. Bei meinem Motor war das Lager zwar mit dem Lagerschutzring versehen, aber ohne Filzring ausgeliefert worden.
Beides sollte auf jeden Fall angebracht werden, wenn etwas fehlt. Und beides gibt`s zum Nachrüsten auch beim eBike-Doktor zum überschaubaren Preis. Damit hat man schon viel für die Lebensdauer des Motors vorbeugend getan.

07 - Lagerschutzring unbedingt verbauen.png


08 - Filzringe verbauen (fehlten bei meinem Motor).png



Wobei beides wohl nicht ursächlich für meinen Schaden war. Denn bei mir gab es definitv keinen Wassereintitt, innen drin war es trocken und auch die Lager hatten keinen Wasserkontakt. Fahre mit dem S-Pedelec aber auch nicht auf’m Trail und durch Flüsse ;)


04) Kontrolle:

Nach drei Wochen und ein paar Pendeltagen habe ich den Motor nochmal geöffnet. Dort war an der Reparaturstelle alles unauffällig. Scheibe ist fixiert, Gummitülle ist intakt und am Lagerpin gab es auch keine Auffälligkeiten.

01 - Motorinspektion nach Reparatur und 3 Wochen gefahren.jpg


02 - Motorinspektion nach Reparatur und 3 Wochen gefahren.jpg


Trotzdem werde ich da weiterhin ein Auge drauf halten und in Zukunft bei merkwürdigen Geräuschen aus dem Motorraum mal eher wieder reinschauen, die Garantie ist ja eh egal… Bisher nach 1.500km gibt es nichts negatives mehr zu berichten und ich bilde mir ein, dass der Motor auch etwas leiser geworden ist. Trotzdem bleibt er noch ziemlich laut, wenn ich ihn mit meinem Impulse 2.0-Motor vergleiche. Aber da das Zahnrad nicht mehr am Gehäuse schabt und wieder vernüftig gelagert ist, würde es nur Sinn machen, dass er dadurch leiser wird.

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Trotz aller Ausführlichkeit habe ich betimmt noch das ein oder andere vergessen. Wenn jemand konkrete Fragen zu bestimmtem Punkten hat, werde ich die noch mit euch teilen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen interessanten Einblick in die Reparatur geben und ihr könnt davon profitieren. Abschließend habe ich meine Entscheidung auch nicht bereut, es selbst durchgezogen zu haben und keinen Austauschmotor zu nehmen.


Mal sehen, wie viele Kilometer ich mit dem Schätzchen noch abspulen kann, ehe wirklich etwas kaputt geht, was irreperabel ist. Eigentlich kann das nur die Platine oder der E-Motor sein, alles andere bekommt man als Ersatzteil oder aus einem defekten Motor.

To be continued...
 

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Danke für die ausführliche Beschreibung. Aber das ist doch ein Armutszeugnis für Bosch, sieht nach einem Herstellungsfehler aus und dann lässt man den Kunden auch noch damit im Regen stehen.

Ich hab schon ein wenig Angst, dass auch mein Motor nach +/- 20.000km versagt - wenn ein Ersatzmotor dann 1.000€ kostet wär jetzt nicht unbedingt das Riesenproblem bei Stromer wär er teurer, aber ich werde die 20.000km sicher irgendwann in den nächsten Jahren knacken (dank Pandemie ca. 2 Jahre später) und ob es dann noch einen Tauschmotor gibt oder der auch kadenzbeschränkt ist (was für mich gleichbedeutend mit "gibt keinen Motor mehr" wäre) ist eine Frage die mich hin und wieder umtreibt.
 
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