S-Pedelec auf dem Radweg: Praxisversuch in Rotterdam

Diskutiere S-Pedelec auf dem Radweg: Praxisversuch in Rotterdam im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Ich hatte es ja vor vielen Seiten schon geschrieben: Praxis vs. Theorie. Keiner bestreitet die Rechtslage aber das bringt mich jeden...

StromerLE_ST1

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Stromer ST1
Ganz im Gegenteil!

Was in diesem Thread vom überwiegenden Teil der S-Pedelec-Lobbyisten an Pseudo-Argumenten angeführt wird, ist pubertär bis kindisch:
"MAAAAMMMIII!!! Die Autofahrer sind gaaaaaanz böse zu mir. Ich will auch auf den Fahrradweg. Raaaabäähäääh!!"
Werdet erwachsen und hört auf euch gegenseitig die Märchen von "Notwehr", "gezwungen sein", "die anderen begehen doch auch Ordnungswidrigkeiten", "wenn die Polizei mich nicht sofort auf dem Radweg anhält, darf ich da auch in Zukunft fahren", usw. zu erzählen!

Die Rechtslage ist und bleibt trotz aller Relativierungsversuche klar:
Das Benutzen eines nicht freigegebenen Radwegs mit einem S-Pedelec oder anderen Mopeds ist schlicht illegal und die Fahrer Rechtsbrecher.

Dass die geringe Pönalisierung entsprechender Verstöße als Ordnungswidrigkeit angesichts des Verhaltensunwerts, der erheblichen Gefährdung und der ausweislich dieser Diskussion praktisch nicht gegebenen generalpräventiven Wirkung, de lege ferenda zu überdenken ist, erscheint evident.

Aus berufenem Munde liest sich die Beschreibung der Rechtslage etwas weniger pointiert so (man beachte bitte auch den zweiten Absatz):

"S-Pedelecs sind Kraftfahrzeuge und werden nach den EU-Typgenehmigungsvorschriften als Kleinkrafträder eingestuft. Für sie gilt die Pflicht zur Benutzung der Straße. Eine generelle Nutzung von Radwegen kommt für S-Pedelecs aus Verkehrssicherheitsgründen nicht in Frage. Radwege sind speziell für den Verkehr mit Fahrrädern gebaut worden und daher dem Radverkehr vorbehalten. Sie sind für die mit S-Pedelecs erreichbaren hohen Geschwindigkeiten oftmals nicht ausgelegt. Entscheidend ist aber auch der zwischen Fahrrädern und S-Pedelecs vorhandene hohe Überholdruck, der aus der größeren Beschleunigungswirkung der S-Pedelecs resultiert. Die vorhandene Radinfrastruktur lässt in vielen Fällen ein Nebeneinanderfahren zweier Radfahrer nicht ohne Risiken zu. Eine Öffnung der Radwege für S-Pedelecs muss daher der Prüfung im Einzelfall (ausreichende Breite, Überholsichtweiten etc.) vorbehalten bleiben.

Es ist heute bereits möglich, Radwege auch für S-Pedelecs im Einzelfall zu öffnen: Die für die Durchführung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zuständigen Straßenverkehrsbehörden der Länder dürfen bei Bedarf auch Radwege für andere Verkehrsarten mittels Zusatzzeichen öffnen. Dies entscheiden sie in eigener Zuständigkeit nach pflichtgemäßem Ermessen anhand der konkreten Verkehrsverhältnisse und Örtlichkeit. In diesen Fällen müssen diese Krafträder dann aber auf den Radverkehr Rücksicht nehmen. Sie müssen erforderlichenfalls die Geschwindigkeit an den Radverkehr anpassen (vgl. Anlage 2 zu § 41 StVO, lfd. Nr. 16 Nr. 3, Zeichen 237)."

(Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Norbert Barthle (BMVI) auf die Frage des Abgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann vom 18.01.2018 - BT-Drucks. 19/484 Rn. 64)
Ich hatte es ja vor vielen Seiten schon geschrieben: Praxis vs. Theorie.
Keiner bestreitet die Rechtslage aber das bringt mich jeden (Werktags-)-Morgen und Abend nicht weiter - und die Verkehrswende auch nicht. Mit diesem „Rechtsbruch“ lebe ich besser als mit 70km Autofahren am Tag. Muss jeder für sich entscheiden.
 

Seemann

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Dass die geringe Pönalisierung entsprechender Verstöße als Ordnungswidrigkeit angesichts des Verhaltensunwerts, der erheblichen Gefährdung und der ausweislich dieser Diskussion praktisch nicht gegebenen generalpräventiven Wirkung, de lege ferenda zu überdenken ist, erscheint evident.

Nach diesem Satz habe ich aufgehört zu lesen...........
 

Seemann

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Warum sollte sie das können ?

Na ja, hatte ich doch geschrieben.

Weil die PRIVAT Haftpflicht auch bei "grober Fahrlässigkeit" wie unangemessene Geschwindigkeit aussteigen darf und wenn dir in einer Unfallsituation (auf dem Radweg) unangemessen hohe Geschwindigkeit auf dem 25 km/h Pedelec nachgewiesen wird, können sie dich zum Regress zwingen.

Der Regress ist bei der PRIVAT-Haftpflicht i.d.R. nicht gedeckelt, wie bei der KFZ-Pflichtversicherung.

Also wenn es ganz blöd läuft kann ein Unfall auf dem Radweg mit dem Pedelec finanziell schlimmer ausgehen als mit einem S-Pedelec.

Ich gebe zu, das dies sehr unwahrscheinlich ist, aber es ist halt beileibe nicht so, dass man bei einem
Unfall auf dem Radweg mit dem S-Pedelec schlechter gestellt ist als mit dem Pedelec.

Unangemessene Geschwindigkeit nun mal unangemessen und den Umständen entsprechend zu schnell, egal mit welchem Verkehrsmittel der Unfall verursacht wurde. Dabei muss man noch nicht einmal ein Tempolimit oder Fahrverbot verletzt haben. Die Verkehrssituation an sich kann schon erfordern, dass die Geschwindigkeit unangemessen ist, z.B. wenn eine Horde Kinder auf dem Radweg herumläuft. Dann muss ich notfalls anhalten und absteigen.

Vollkommen richtig, es ging aber darum wie das das Fehlverhalten haftungsmäßig abgesichert ist. (s.o.)

Dass wir hier im Forum zu Unfällen mit S-Pedelecs auf Radwegen nur sehr wenige Beispiele diskutieren können (was im übrigen auch bei den Mofas so ist, es gibt fast keine Anschauungsfälle), zeigt doch nur, dass es sich um ein theoretisches Problem handelt und die meisten S-Pedelec Fahrer wohl weitgehend angemessen unterwegs sind.

Ich selbst habe in meinem S-Pedelec (Riese-Müller Delite BionX, BJ 2011) sogar mitlerweile den BionX Pedelec Motor (350 W statt 500 W) montiert und bewege mich i.d.R. so mit 30-32 km/h durch die Stadt,
auf Radwegen situationsangepasst.

Ich fühle mich (dort wo es im seltenen Fall notwendig ist) auf dem Radweg selbst wesentlich sicherer, und mit der KFZ Haftpflichtversicherung auch für den Fall der Fälle sehr gut geschützt.
 
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Nord-flyer

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Entscheidend ist aber auch der zwischen Fahrrädern und S-Pedelecs vorhandene hohe Überholdruck, der aus der größeren Beschleunigungswirkung der S-Pedelecs resultiert. Die vorhandene Radinfrastruktur lässt in vielen Fällen ein Nebeneinanderfahren zweier Radfahrer nicht ohne Risiken zu.

Allein das Wort "Überholdruck"... Als wenn die Bauart eines Fahrzeugs einen "Überholdruck" erzeugt ...
Man könnte es auch als rücksichtslose Fahrweise tutlieren, welches aber auch anderen Verkehrsteilnehmern (Stichwort "Radfahrer aus Fußwegen oder gemeinsamen Fuß- und Radwegen"...) durchaus nachgesagt wird.

Mit der obigen Begründung müsste man ein generelles Überholverbot auf Radwegen verhängen und insbesondere Rennradfahrer von den Radwegen verbannen. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang eher ungern an die diesbezüglichen Erfahrungen auf dem Elberadweg zwischen der Tchechischen Grenze und Meissen. So gut wie keiner von den Rennradlern hat eine Klingel und drägelt sich unangekündigt an allen anderen Radlern vorbei. Bei denen würde ich sogar mit meinem S-Ped nicht mithalten können.
 

AMM

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-doppelt kann gelöscht werden-
 

AMM

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Möglicher Vorsatzausschluss auch für dolus eventualis; §§ 81, 103 VVG (VersicherungsVertragsGesetz), Versicherer möglicherweise dann leistungsfrei trotz § 3 PflichtVersicherungsGesetz.
Schön, dass Paragraphen genannt wurden, aber da steht nicht das drin, was @Kulrich behauptet.
  • § 103 VVG: "Der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich und widerrechtlich den bei dem Dritten eingetretenen Schaden herbeigeführt hat." Über den Fall unterhalten wir uns hier gar nicht, wie ja schon als Beispiel fiel: Der Typ in Trier. Solange man auf dem Radweg also nicht mit Absicht versucht Leute zu überfahren, können wir den 103er schon mal vergessen.
  • § 81 Abs. 1 VVG: "Der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Versicherungsfall herbeiführt." - s.o.
  • § 81 Abs. 2 VVG: "Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen." Schon eher die Richtung, grob fahrlässig ist auch ein unbestimmter Rechtsbegriff, so dass es schlussendlich am Richter hängt. Wie Seemann schon ausgeführt hat:
Grob fahrlässig ist z.B. das Überfahren einer roten Ampel, das Tippen einer Whats app Nachricht während des Fahrens oder halt deutlich überhöhte Geschwindigkeit
Aber: In meinen Versicherungsbedingungen bei der Huk steht:
"Wir leisten auch dann, wenn der Versicherungsfall grob fahrlässig herbeigeführt wird. Aber wir kürzen unsere Leistung entsprechend Ihrem Verschulden in folgenden Fällen:
Sie führen den Versicherungsfall infolge des Konsums von Alkohol oder anderer berauschender Mittel herbei.
Sie ermöglichen die Entwendung des Fahrzeugs oder seiner mitversicherten Teile"
Sprich auch hier wieder, solange ich den Radweg nüchtern befahre, kein Problem!
  • ad §23 VVG: Beispiele für Gefahrerhöhung. Jüngstes Beispiel bei mir: Balkon wurde eingerüstet und der Architekt hat uns deshalb darauf hingewiesen, der Hausratversicherung die Einrüstung anzuzeigen. Das temporäre Befahren eines Radwegs stellt keine Gefahrerhöhung dar. Im Gegenteil, wir wollen ja nur deswegen auf die Radwege, weil es dort (zumindest gefühlt) sicherer ist als auf der Straße. Insofern liegt auf subjektiver Seite genau das Gegenteil einer Gefahrerhöhung vor. Ob es objektiv gefährlicher ist mit einem S als mit einem normalen Pedelec auf dem Radweg zu fahren, dazu könnten wir lange diskutieren, verlässliche Daten sind mir nicht bekannt. Blick ins Ausland legt aber nahe, dass es nicht so dramatisch sein kann. Und die alten L1e-A dürfen ja außerorts auf den Radweg. Warum es bei absolut gleichen Bedingungen genau am Ortsschild (sofern auf dem Radweg überhaupt ein solches vorhanden ist) auf einmal zu einer Gefahrerhöhung kommen sollte, kann ich kein bisschen nachvollziehen. Und hier bitte auch vorsichtig sein und nicht einfach nach dem eigenen Wortverständnis "erhöhte Gefahr" vorgehen, sondern schauen, welche Gefahr überhaupt gemeint ist. Ist ein Auto im Spiel, so sind sowohl die Sach- als auch Personenschäden im Regelfall größer als zwischen S-Pedelec und anderem Radfahrer oder Fußgänger, so dass selbst wenn man die Meinung vertritt, dass es auf dem Radweg häufiger zu einem Unfall mit dem S käme als auf der Straße, man immer noch nicht dargelegt hat, ob sich durch die geringeren Schadenssummen auf dem Radweg überhaupt eine Gefahr für die Versicherung ergeben hat (im Sinne von zu niedrig angesetzten Prämien). Und wenn man trotz all dieser Argumente krampfhaft an der Vorstellung einer Gefahrerhöhung bei Benutzung des Radwegs mit dem S festhalten möchte, dann schreibt man halt seiner Versicherung ein Briefchen und zeigt an, dass man ab und an auf dem Radweg unterwegs ist, ob sie das bei den Prämien berücksichtigen möchten. Und ist damit auch aus dem Schneider.
 

Ewi2435

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Mir ist echt Latte was Gesetze sagen, ich kann jeden verstehen der außerorts den Radweg nutzt statt mit 35km/h von Autos mit 110km/h ueberholt zu werden.
Davon faehrt ein Teil noch fast Blind umher weil die aufs Handy glotzen. Waere reiner Selbstmord IMMER die Straße zu nutzen auch wenn man sich absolut Gefährdet fühlt.

Auch Rollerfahrer nutzen die Radwege und da sagt keiner was. Einfach weil bei den Differenzgeschwindigkeiten Gefahr fuer Leib und Seele besteht.
 

Boerni556

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Was viele auch nicht verstehen ist, „Leistungsfreiheit“ nach § 103 VVG in der Kraftfahrthaftpflicht bedeutet:
Die §§ 5,6 KfzPflVV beschränken die Leistungsfreiheit in der Haftpflichtversicherung auf 5.000 € bei Obliegenheitsverletzungen vor dem Versicherungsfall und besonders schwerwiegender vorsätzlicher Verletzung nach dem Versicherungsfall , D.3.3 AKB 2008, bzw. auf 2.500 € im Regelfall der Obliegenheitsverletzung nach dem Versicherungsfall, E.6.1 AKB 2008.
Quelle: https://www.verkehrsanwaelte.de/fil...beitshilfen-reform-vvg-kfz-versicherungen.pdf

Soll heissen, das Versicherungsunternehmen ist zwar „leistungsfrei“, aber nur in Höhe von 5.000€, die es sich dann beim Versicherungsnehmer im Wege des Regresses holen kann.

Allein das Wort "Überholdruck"... Als wenn die Bauart eines Fahrzeugs einen "Überholdruck" erzeugt ...
Man könnte es auch als rücksichtslose Fahrweise tutlieren, welches aber auch anderen Verkehrsteilnehmern (Stichwort "Radfahrer aus Fußwegen oder gemeinsamen Fuß- und Radwegen"...) durchaus nachgesagt wird.

Mit der obigen Begründung müsste man ein generelles Überholverbot auf Radwegen verhängen und insbesondere Rennradfahrer von den Radwegen verbannen. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang eher ungern an die diesbezüglichen Erfahrungen auf dem Elberadweg zwischen der Tchechischen Grenze und Meissen. So gut wie keiner von den Rennradlern hat eine Klingel und drägelt sich unangekündigt an allen anderen Radlern vorbei. Bei denen würde ich sogar mit meinem S-Ped nicht mithalten können.
Das Argument, dass Überholdruck vermieden werden muss, dürfte dann ja auf der Strasse auch im Verhältnis Autos zu s-Pedelecs gelten.
 
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mango

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früher durften mopeds und mokicks 40 kmh fahren (führerscheinklasse 5).

das war ne ganz üble geschwindigkeit innerorts. wir, freunde und ich, waren damals der meinung, dass unsere "maschinen" 50 kmh hätten fahren müssen, damit diese abdrängerei durch autos und lkw aufhört.

das sehe ich heute ähnlich. spedelecs sind nen tacken zu langsam innerorts. das sollte geändert werden.

aber meine radwege will ich nicht teilen mit solchen geschossen.

ich hoffe auch, dass bald innerorts 30 kmh als regelgeschwindigkeit eingefürt wird, und nur auf bestimmten hauptstrassen noch 50 kmh erlaubt wird.

wer sich momentan ein spedelec holt, weiss in aller regel was auf ihn zukommt, und soll hinterher nicht rumjammern. das nervt einfach...😎

ausserhalb von ortschaften auf landstrassen kann und sollte man aber andere regeln finden. hier sollten meiner meinung nach s-peds geschützt werden, und dazu auf radwegen fahren dürfen.
 

Fraenker

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aber meine radwege will ich nicht teilen mit solchen geschossen.
Das Argument, dass Überholdruck vermieden werden muss, dürfte dann ja auf der Strasse auch im Verhältnis Autos zu s-Pedelecs gelten.
wer sich momentan ein spedelec holt, weiss in aller regel was auf ihn zukommt, und soll hinterher nicht rumjammern. das nervt einfach...
Tja, so ist es wohl.
Offensichtlich passt das S-Pedelec in keinen der schon lange vor dem Erscheinen
des S-Pedelecs etablierten Vekehrsbereiche.
Für die Straßen zu langsam und für die Radwege zu schnell.
 
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Noah

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Ganz im Gegenteil!

Was in diesem Thread vom überwiegenden Teil der S-Pedelec-Lobbyisten an Pseudo-Argumenten angeführt wird, ist pubertär bis kindisch:
"MAAAAMMMIII!!! Die Autofahrer sind gaaaaaanz böse zu mir. Ich will auch auf den Fahrradweg. Raaaabäähäääh!!"
Werdet erwachsen und hört auf euch gegenseitig die Märchen von "Notwehr", "gezwungen sein", "die anderen begehen doch auch Ordnungswidrigkeiten", "wenn die Polizei mich nicht sofort auf dem Radweg anhält, darf ich da auch in Zukunft fahren", usw. zu erzählen!

Die Rechtslage ist und bleibt trotz aller Relativierungsversuche klar:
Das Benutzen eines nicht freigegebenen Radwegs mit einem S-Pedelec oder anderen Mopeds ist schlicht illegal und die Fahrer Rechtsbrecher.

Dass die geringe Pönalisierung entsprechender Verstöße als Ordnungswidrigkeit angesichts des Verhaltensunwerts, der erheblichen Gefährdung und der ausweislich dieser Diskussion praktisch nicht gegebenen generalpräventiven Wirkung, de lege ferenda zu überdenken ist, erscheint evident.

Aus berufenem Munde liest sich die Beschreibung der Rechtslage etwas weniger pointiert so (man beachte bitte auch den zweiten Absatz):

"S-Pedelecs sind Kraftfahrzeuge und werden nach den EU-Typgenehmigungsvorschriften als Kleinkrafträder eingestuft. Für sie gilt die Pflicht zur Benutzung der Straße. Eine generelle Nutzung von Radwegen kommt für S-Pedelecs aus Verkehrssicherheitsgründen nicht in Frage. Radwege sind speziell für den Verkehr mit Fahrrädern gebaut worden und daher dem Radverkehr vorbehalten. Sie sind für die mit S-Pedelecs erreichbaren hohen Geschwindigkeiten oftmals nicht ausgelegt. Entscheidend ist aber auch der zwischen Fahrrädern und S-Pedelecs vorhandene hohe Überholdruck, der aus der größeren Beschleunigungswirkung der S-Pedelecs resultiert. Die vorhandene Radinfrastruktur lässt in vielen Fällen ein Nebeneinanderfahren zweier Radfahrer nicht ohne Risiken zu. Eine Öffnung der Radwege für S-Pedelecs muss daher der Prüfung im Einzelfall (ausreichende Breite, Überholsichtweiten etc.) vorbehalten bleiben.

Es ist heute bereits möglich, Radwege auch für S-Pedelecs im Einzelfall zu öffnen: Die für die Durchführung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zuständigen Straßenverkehrsbehörden der Länder dürfen bei Bedarf auch Radwege für andere Verkehrsarten mittels Zusatzzeichen öffnen. Dies entscheiden sie in eigener Zuständigkeit nach pflichtgemäßem Ermessen anhand der konkreten Verkehrsverhältnisse und Örtlichkeit. In diesen Fällen müssen diese Krafträder dann aber auf den Radverkehr Rücksicht nehmen. Sie müssen erforderlichenfalls die Geschwindigkeit an den Radverkehr anpassen (vgl. Anlage 2 zu § 41 StVO, lfd. Nr. 16 Nr. 3, Zeichen 237)."

(Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Norbert Barthle (BMVI) auf die Frage des Abgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann vom 18.01.2018 - BT-Drucks. 19/484 Rn. 64)
Hier geht es aber darum etwas zu ändern und zum anderen von Notwehr kann ich teilweise verstehen.
 

Noah

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Bionx D
Meine Meinng
früher durften mopeds und mokicks 40 kmh fahren (führerscheinklasse 5).

das war ne ganz üble geschwindigkeit innerorts. wir, freunde und ich, waren damals der meinung, dass unsere "maschinen" 50 kmh hätten fahren müssen, damit diese abdrängerei durch autos und lkw aufhört.

das sehe ich heute ähnlich. spedelecs sind nen tacken zu langsam innerorts. das sollte geändert werden.

aber meine radwege will ich nicht teilen mit solchen geschossen.

ich hoffe auch, dass bald innerorts 30 kmh als regelgeschwindigkeit eingefürt wird, und nur auf bestimmten hauptstrassen noch 50 kmh erlaubt wird.

wer sich momentan ein spedelec holt, weiss in aller regel was auf ihn zukommt, und soll hinterher nicht rumjammern. das nervt einfach...😎

ausserhalb von ortschaften auf landstrassen kann und sollte man aber andere regeln finden. hier sollten meiner meinung nach s-peds geschützt werden, und dazu auf radwegen fahren dürfen.
 

StromerLE_ST1

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wer sich momentan ein spedelec holt, weiss in aller regel was auf ihn zukommt, und soll hinterher nicht rumjammern. das nervt einfach...😎
Das stimmt, aber ich nehme hier weniger Gejammer der S-Ped Fahrer wahr (die haben sich arrangiert) sondern Entrüstung vieler Unbeteiligter über dieses Arrangement: sich dort zu bewegen wo es für alle Beteiligten am wenigsten Stress gibt auch wenn es nicht erlaubt ist.
 

MisterFlyy

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Die Empörten würden vielleicht auch gerne ein wenig schneller fahren, aber haben sich beim Kauf für das Pedelec entschieden.

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten.

Man erkennt das die Entscheidung falsch war und....

1.
kauft sich doch noch ein S-Pedelec.

2.
kommt auf die dumme Idee und baut einen Chip ins Rad und spart auf den ersten Blick eine Menge Kohle.

3.
rügt man das Fehlverhalten der S-Pedelecfahrer und bestätigt sich damit, es selbst doch richtig gemacht zu haben.
 
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Fraenker

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...sich dort zu bewegen wo es für alle Beteiligten am wenigsten Stress gibt auch wenn es nicht erlaubt ist.
Aber es haben ja vmtl. nicht alle S-Ped Fahrer ein genügend großes Privatgrundstück, um dort für alle stressfrei ihr S-Ped ausführen zu können.
Auf Straßen und Radwegen ist es ja offensichtlich nicht ohne Stress für die anderen Verkehrsteilnehmer möglich.
Vernünftige Geschwindigkeitsbeschränkung für KFZ/S-Ped auf Radwegen (25Km/h z.B.) wäre wohl am besten, um das Problem anzugehen. Wer schneller will, muß eben auf die Straße - eigentlich ganz einfach.
 

Jenss

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Richtig. Ich bleibe bei meiner 2 Gruppen theorie:

1. Gruppe
Leute die ein 45er besitzen und es auch auf dem Radweg nutzen.

2. Gruppe
Leute die kein 45er besitzen.


Oder gibt es hier auch nur einen einzigen s-ped Fahrer der sich immer an alle Regeln hält??? Gehirn aus??? Mit den Autos und LKW spielt?

Apropos....gibt es überhaupt pedelec oder biobiker die noch nie ne OWI begangen haben?

Recht und Gesetzt kollidieren in dem speziellen Fall hier leider mit körperlicher unversehrtheit.

Ja ich gehe soweit zu sagen.

Da läuft was falsch im Gesetz!
 

Radlerhai

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Bosch Drive Unit Performance CX Generation 4
Die Empörten würden vielleicht auch gerne ein wenig schneller fahren, aber haben sich beim Kauf für das Pedelec entschieden.

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten.

Man erkennt das die Entscheidung falsch war und....

1.
kauft sich doch noch ein S-Pedelec.
Unfassbar dumme Aussage von dir @MisterFlyy , ich bin sprachlos :X3: Willst du hier mit aller Gewalt einen Keil zwischen S-Ped-Biker und Ped-Biker treiben? Hast du die Weisheit mit Löffeln gegessen dass du hier behaupten kannst dass S-Peds das non plus ultra sind und jeder der ein Ped gekauft hat falsch liegt und sich nen Mist gekauft hat?

Ich bin sowas von raus aus dieser "Diskussion" und Selbstbeweihräucherung bevor ich noch richtig Puls bekomme. (n)
 
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