Rücksichtslose Menschen

Diskutiere Rücksichtslose Menschen im Plauderecke Forum im Bereich Community; Da magst Du Recht haben, aber die Diskussionen im wahren Leben da draußen hatte ich, wenn ich dann mal eine hatte, mit u 45er und noch jünger.
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öcher

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bei so einer Haarspalterei wie hier, stellt man sehr leicht fest, dass das Forum überwiegend von männlichen Mitmenschen älteren Baujahrs besucht wird. 🤣
Da magst Du Recht haben, aber die Diskussionen im wahren Leben da draußen hatte ich, wenn ich dann mal eine hatte, mit u 45er und noch jünger.
 
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Ganz einfach, bleib doch mit deinem KFZ einfach von Rad/Fußwegen fern.
Für sowas gibt es eine total geniale Erfindung: Bremsen!
Anscheinend schaffen die superschnellen S-Pedelecs auf Rad/Fußwegen doch eine Kontroverse.
Es entspricht leider auch meiner persönlichen Erfahrung, dass häufig schnell fahren einen Gewöhnungseffekt schafft und Entschleunigung und Geduld geübt sein will.

In wieweit das S in diesem Fall zu einem anderen Geschwindigkeitsgefühl und entsprechender Anspruchshaltung geführt hat
oder nicht und ob die Kontroverse berechtigt ist, kann ich nicht beurteilen, ich war nicht dabei.
Aber zumindest der Gedanke drängt sich auf und das S auf dem Gehweg ist hier Thema.

Bis jetzt erschließt sich mir auch aus dem Diskussionsverlauf noch nicht, warum man mit dem KFZ nicht mal eben über die Straße ausweichen konnte.
Wie geschrieben, das soll keine Schuldzuweisung sein, aber es regt mich zum Nachdenken über die Problematik und die oft gestellte Forderung, das S auf Radwegen zuzulassen, an.
 
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mango

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Für sowas gibt es eine total geniale Erfindung: Bremsen!

Manchmal sind situationen auch eng und man muss direkt bremsen. Da bleibt keine zeit fürs klingeln. Dann schrei ich halt so laut es geht "HEY". Der fußgänger erschreckt sich dann natürlich. Vor einigen monaten hatte ich nach so einer situation ein freundliches "figger" hinter her gerufen bekommen. Ist mir aber lieber, als den typen umzunieten...😉
Alles klar?
 
trallafitti

trallafitti

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Gerade hatte ich wieder einen Beinahe -Zusammenstoß mit einen freihändig fahrenden jungen Menschen, der während der Fahrt mit beiden Gehirnhälften in der Cloud unterwegs war und beide Augen auf sein Smartphone gerichtet hatte.

Ich brülle mittlerweile unzivilisiert laut in solchen Situationen, weil selbst ein beherztes Klingelkonzert die Smombies nicht aus ihrer Blase reißt.

Dieses Phänomen wird nur gesteigert durch gleiches Klientel auf Pedelecs, welches dann brandgefährlich schnell im Blindflug unterwegs ist.

Das passiert mir mittlerweile leider täglich.
Liegt wohl auch daran, dass ich auf meinem Weg zur Arbeit an mehreren Schulen und einer kleinen Uni vorbeikomme.

Was denkt sich die Generation u25 nur dabei? (Viel älter sind sie meistens nicht)

Vg
 
Trampas

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Ich bin im Raum Winterberg unterwegs, meistens abseits der bekannten Wege. Förster, Waldarbeiter, Hawesterfahrer sind mir bekannt. Andere Wanderer oder Radfahrer treffe ich eher selten, wenn dann sind es meistens unsere Nachbarn aus Holland. Da ergeben sich häufig nette Gespräche, aber nie Probleme. Aber letztes Wochenende war ich auf dem Edertal Radweg unterwegs. Vor mir ein Papagei (Rennradfahrer, weil so schön bunt), vor uns zwei Familien mit zwei Kinderwagen. Die hatten uns von Weitem schon gesehen, aber keine Anstalten gemacht, den Weg zu teilen. Der Papagei hat seine Geschwindigkeit immer mehr reduziert und gerufen (Klingel haben die ja nicht), keine Chance. Er musste mit seinem Rennrad durch den Grünstreifen. Da stand ein Rucksack von den Idioten. A la Lewandowski oder Gerd Müller hat er den Rucksack mit einem gewaltigen Tritt in Eder befördert. Ich kann mir denken, beim nächsten Mal machen die Schwachmaten Platz.
 
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Gast54506

Ich bin im Raum Winterberg unterwegs, meistens abseits der bekannten Wege. Förster, Waldarbeiter, Hawesterfahrer sind mir bekannt. Andere Wanderer oder Radfahrer treffe ich eher selten, wenn dann sind es meistens unsere Nachbarn aus Holland. Da ergeben sich häufig nette Gespräche, aber nie Probleme. Aber letztes Wochenende war ich auf dem Edertal Radweg unterwegs. Vor mir ein Papagei (Rennradfahrer, weil so schön bunt), vor uns zwei Familien mit zwei Kinderwagen. Die hatten uns von Weitem schon gesehen, aber keine Anstalten gemacht, den Weg zu teilen. Der Papagei hat seine Geschwindigkeit immer mehr reduziert und gerufen (Klingel haben die ja nicht), keine Chance. Er musste mit seinem Rennrad durch den Grünstreifen. Da stand ein Rucksack von den Idioten. A la Lewandowski oder Gerd Müller hat er den Rucksack mit einem gewaltigen Tritt in Eder befördert. Ich kann mir denken, beim nächsten Mal machen die Schwachmaten Platz.
Ich würde da auch nicht Platz machen. Rennradfahrer haben keinen Sonderstatus. Ein Rad ohne Klingel ist ein nicht-verkehrssicheres Fahrrad. Und auf rufen muss man nicht reagieren.
Rücksichtsvoll wäre es von dem besagten Rennradfahrer gewesen, langsam heranzufahren, zur Not abzusteigen und zu fragen ob er vorbei kann.
Sein Rad ist immerhin nicht konform mit der Straßenverkehrsordnung. Sein Hobby wird geduldet oder hingenommen. Im Straßenverkehr und auf Radwegen hat der Rennradfahrer mit der fehlenden Ausstattung eigentlich nichts zu suchen. Das ist immer noch so eine geduldete Grauzone, worin sich Rennradfahrer bewegen. Es werden mehr Pedelec Fahrer wegen Tuning Verdacht in Kontrollen gerufen, als nicht stvzo konforme Rennradler.

Im Straßenverkehr und auch auf Radwegen gilt immer die Rücksichtnahme auf den langsameren Verkehrsteilnehmer oder Fußgänger, auch wenn der sich mal querstellt. Das verlangt die Rücksicht.

Ich gebe Dir in dem Punkt Recht, dass man die Reaktion der Fußgänger auch als rücksichtslos bezeichnen kann, da sie den Rennradfahrer vielleicht sogar mit Absicht oder aus einer Trotzreaktion heraus nicht vorbei gelassen haben. Das gründet sich dann aber wohl auch in deren Erfahrungswerten mit Radfahrern. Dass Fußgänger so reagieren müssen sollte schon zum Bedenken anregen, wie das Verhalten von Radfahrern auf Fußgänger wirkt und was es in ihrem Verhalten macht. Ich kann das Verhalten nachvollziehen, da Rennradfahrer mit einem nicht- verkehrssicherem Rad auch keine Radwege befahren dürfen und ein Zurufen nicht zwingend beachtet werden muss.

Auf ein Klingeln, hätten die Fußgänger sehr wohl reagieren "müssen", da es sich beim Edertal Radweg um einen ausgewiesenen Radweg handelt und Fußgänger sich mit Rücksicht auf Radfahrer nach der rechten Wegseite orientieren müssen, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern oder zu gefährden. Dennoch gilt dann für den Radfahrer ein Überholen mit Schrittgeschwindigkeit.

Und dann ganz persönlich an Dich, Trampas: Man bezeichnet andere Menschen nicht als Idioten. Sowas geht gar nicht. Da empfehle ich Dir, an Deiner sozialen Haltung, Achtung und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen zu arbeiten und Dein Wertesystem zu erweitern.
 
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Akkadier

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Und auf rufen muss man nicht reagieren.
Komische Einstellung von dir? Wir Menschen kommunizieren auch verbal oder wie sollte es sonst funktionieren mit dem miteinander?
Bin auch mit einem S-pedelec unterwegs und habe auch den einen oder anderen Kontakt mit Fußgängern, die auch Kinder und Hunde dabei haben, bisher keine Probleme wenn ich freundlich gebeten habe vorbei fahren zu dürfen, dabei die Geschwindigkeit deutlich reduzire um jederzeit anhalten zu können. Und ein Dankeschön wird fast immer mit einem gerne erwidert.
Rücksicht ist keine Einbahnstraße, gehört für jede Fraktion da draußen angewendet.
Egal, manche sind von Natur aus Rücksichtslos, manche sind abgelenkt, manche in Gedanken und manche so aufgewühlt dass die es eben nicht merken. Man weiß nicht was in den Menschen vorgeht.
Ich für meinen Teil bin froh, daß 27 von 35 km über Land führt und ich wirklich wenige Fußgänger oder andere Fahrradfahrer sehe bzw überholen muss!
 
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Gast54506

Akkadier: Ein freundlicher Kontakt, ein aufeinander Aufmerksam machen, das mache ich genau so, Tempo rausnehmen, ansprechen, grüßen, Dankeschön und Danke erwidern. Genauso kommt man in ein Miteinander.
Das scheint aber bei dem Thema, das ich beantwortete nicht funktioniert zu haben. Ich kann mir die Situation gut vorstellen, da ich die Art solcher Zurufe bei Überholmanövern kenne und auch oft geschildert bekommen habe.
So wie Du das mit Deiner Erfahrung beschrieben hast, ist es genau richtig.
Die Reaktion auf drängende Zurufe kann ich aber auch gut nachvollziehen. Da schaltet man dann auch mal gerne auf stur. Und wie gesagt, auf Zurufen muss man als Fußgänger gegenüber einem Radfahrer nicht reagieren. Der braucht als Verkehrsteilnehmer ein entspechendes Signal, nämlich eine Klingel. Rufen ist in der StVZO nicht als Signal oder Schallzeichen vermerkt.
 
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trallafitti

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Ich bin etwas irritiert von einigen Argumenten, die hier angebracht werden. Wenn ein Rennrad keine Klingel hat, ein Fahrrad kein Licht oder ein S-Pedelec auf einem Radweg unterwegs ist, gibt das keinem der anderen Verkehrsteilnehmer das Recht, den Anderen zu ignorieren oder im schlimmsten Falle zu nötigen.
Das gleiche gilt im Auto auch. Wenn ein Fahrrad nicht auf der Straße fahren darf mache ich trotzdem Platz. Wenn ein Auto keinen TÜV hat hat es trotzdem Vorfahrt und wenn die Hupe kaputt ist, muss ich trotzdem Platz machen wenn ich das Auto sehe.
Dieses verkrampfte Pochen auf die STVZO ist auch oft einfach rücksichtslos.

Vg
 
Gernot1610

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Ich würde da auch nicht Platz machen. Rennradfahrer haben keinen Sonderstatus. Ein Rad ohne Klingel ist ein nicht-verkehrssicheres Fahrrad. Und auf rufen muss man nicht reagieren.
Rücksichtsvoll wäre es von dem besagten Rennradfahrer gewesen, langsam heranzufahren, zur Not abzusteigen und zu fragen ob er vorbei kann.
... das meinst Du ernst, oder? Du bist sicher auch einer von denen, die permanent anderen erklären was sie wie richtig zu machen haben. Ich tippe mal auf Lehrer, ü55, Trekking-Pedellec, StVZO-Konform ...
Deine Aussage muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, herrlich. Dazu fällt mir nur "alter weißer Mann" ein (bin ich selber auch, aber so alt will ich im Kopf nie werden).
 
andreasDo

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Ich bin etwas irritiert von einigen Argumenten, die hier angebracht werden. Wenn ein Rennrad keine Klingel hat, ein Fahrrad kein Licht oder ein S-Pedelec auf einem Radweg unterwegs ist, gibt das keinem der anderen Verkehrsteilnehmer das Recht, den Anderen zu ignorieren oder im schlimmsten Falle zu nötigen.
Das gleiche gilt im Auto auch. Wenn ein Fahrrad nicht auf der Straße fahren darf mache ich trotzdem Platz. Wenn ein Auto keinen TÜV hat hat es trotzdem Vorfahrt und wenn die Hupe kaputt ist, muss ich trotzdem Platz machen wenn ich das Auto sehe.
Dieses verkrampfte Pochen auf die STVZO ist auch oft einfach rücksichtslos.

Vg
Nun es gibt mehrere Varianten der Geschichte in meiner Vorstellung ... mal die Extrempole:
Variante 1
Ein Rennradfahrer fährt mit gemütlichen 20 km/h über den Radweg. Auf weite Entfernung sieht er eine Gruppe auf dem Weg und reduziert seine Geschwindigkeit bis auf Schrittgeschwindigkeit. Die Gruppe übersieht in absichtlich oder unabsichtlich ... ein freundliches "Guten Tag, darf ich kurz vorbeifahren?" wird ignoriert ... der Rennradfahrer steigt ab fährt über den Grünstreifen und tritt völlig unabsichtlich vor einen dort stehenden Rucksack der Gruppe und befördert ihn in die Eder ...

Variante 2
Ein Rennradfahrer fährt mit 30 km/h über den Radweg, sieht eine Gruppe auf dem Radweg und brüllt "Platz da!!!!" Nachdem nichts passiert reduziert er zwangsweise seine Geschwindigkeit quetscht sich wutschnaubend an der Gruppe vorbei und tritt mit voller Absicht vor einen Rucksack ... direkt dahinter @Trampas der sich denkt oder vielleicht sogar sagt: "Ist euer blöder Rucksack im Wasser gelandet? Selber schuld ihr Schwachmaten!"
Da stand ein Rucksack von den Idioten. A la Lewandowski oder Gerd Müller hat er den Rucksack mit einem gewaltigen Tritt in Eder befördert. Ich kann mir denken, beim nächsten Mal machen die Schwachmaten Platz.
Dieser Teil des Berichtes lässt mich sehr, sehr stark zu Variante 2 tendieren ... und egal wie das Verhalten der Gruppe einzuschätzen ist: So ein Verhalten geht nicht! Und wer das als erzieherische Maßnahme auch noch gut findet hat sehr merkwürdige Vorstellung vom Umgang zwischen zivilisierten Menschen.
 
Trampas

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Also, ich will da nicht mehr reininterpretieren. Die Leute haben den Rennradfahrer und mich von Weitem gesehen. Ob das Fahrrad nun auf den Radweg darf, oder nicht, ist doch vollkommen egal. Ich verlange ja auch nicht, dass jemand vor Ehrfurcht in die Büsche springt, aber den Weg zu teilen ist in meinen Augen Pflicht. Ob der der Tritt mit dem Rucksack okay war, hat mich auch eine Weile beschäftigt, mein innerer Schweinehund sagt ja.
 
Delphis1982

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Ich würde da auch nicht Platz machen. Rennradfahrer haben keinen Sonderstatus. Ein Rad ohne Klingel ist ein nicht-verkehrssicheres Fahrrad. Und auf rufen muss man nicht reagieren.
Und dann maßt man sich an, sich als Hilfssheriff zu gerieren und den Weg mit ABSICHT zu versperren?
Ein Rad ohne Klingel ist eine Owi, vorsätzlich den Verkehrsfluss behindern eine Straftat.
Gut, der Tritt gegen den Rucksack ist genauso falsch und Sachbeschädigung.
In dem Moment, wo man von einem Radfahrer Kenntnis erlangt,hat man als Fußgänger qua Gesetzt tatsächlich die Pflicht, ein Vorbeikommen zu ermöglichen (wenn MÖGLICH).
Tut man das nicht, gefährdet man unter Umständen sich und andere und ist an asozialer Rücksichtslosigkeit kaum zu toppen.
Diese Leute sollten sich mit irgendwelchen Moralpredigten besser ganz zurückhalten.

Rücksichtsvoll wäre es von dem besagten Rennradfahrer gewesen, langsam heranzufahren, zur Not abzusteigen und zu fragen ob er vorbei kann.
Wurde laut Post gemacht, es wurde erst verlangsamt, dann geklingelt, dann freundlich gerufen, dann gebrüllt, man wurde aber schon längst bemerkt.
Wer ist jetzt also rücksichtslos?

Sein Rad ist immerhin nicht konform mit der Straßenverkehrsordnung.
Spielt ganz genau Null Rolle, Behinderung des Verkehrs ist schlimmer zu werten als eine nicht vorhandene Klingel (wobei ich letzteres nicht nachvollziehen kann).

Sein Hobby wird geduldet oder hingenommen. Im Straßenverkehr und auf Radwegen hat der Rennradfahrer mit der fehlenden Ausstattung eigentlich nichts zu suchen. Das ist immer noch so eine geduldete Grauzone, worin sich Rennradfahrer bewegen.
Dennoch bist Du nicht die Hilfspolizei.
Mit dem Verhalten spielst Du dich als Ermittler, Richter und Henker auf.

Es werden mehr Pedelec Fahrer wegen Tuning Verdacht in Kontrollen gerufen, als nicht stvzo konforme Rennradler.
Den Grund dafür müssen wir hier nicht durchkauen. Stichwort Äpfel und so...

Im Straßenverkehr und auch auf Radwegen gilt immer die Rücksichtnahme auf den langsameren Verkehrsteilnehmer oder Fußgänger, auch wenn der sich mal querstellt. Das verlangt die Rücksicht.
Falsch, es gilt die BEIDERSEITIGE Rücksichtnahme. Vom Radler etwas mehr, aber Fußgänger genießen dennoch keine künstlerische Freiheit, alles zu dürfen und man kann denen ja doch nichts.

Ich gebe Dir in dem Punkt Recht, dass man die Reaktion der Fußgänger auch als rücksichtslos bezeichnen kann, da sie den Rennradfahrer vielleicht sogar mit Absicht oder aus einer Trotzreaktion heraus nicht vorbei gelassen haben.
Das ist nicht nur "keine Begründung" sondern hier ist dann VORSATZ ableitbar, da man ja offenbar über das eigene Fehlverhalten Bescheid weiß und es wissentlich nicht ändert.

Das gründet sich dann aber wohl auch in deren Erfahrungswerten mit Radfahrern.
Mimimi... Der Bert ist doof und haut mich immer.
Dafür haue ich jetzt jeden anderen ebenfalls, weil ja offenbar ALLE doof sind.
Merkste wat? Alle über einen Kamm scheren? Das mache ich nicht mal bei Fußgängern. Es sind Tendenzen zu erkennen und dennoch sind die meisten ORDENTLICH unterwegs.

Dass Fußgänger so reagieren müssen sollte schon zum Bedenken anregen, wie das Verhalten von Radfahrern auf Fußgänger wirkt und was es in ihrem Verhalten macht.
Kleiner Tipp:
dieses gestörte Verhalten gibt es auf BEIDEN Seiten. Das Henne-Ei-Problem kann man nicht lösen.
Man kann nur verlangen, dass sich mal ALLE am Zippel reißen. Aber dann muss das von den Behörden auch mal DURCHGESETZT werden.

Ich kann das Verhalten nachvollziehen, da Rennradfahrer mit einem nicht- verkehrssicherem Rad auch keine Radwege befahren dürfen und ein Zurufen nicht zwingend beachtet werden muss.
Cordhut, Wackelfackel, gehäkelte Klorolle...?

Und dann ganz persönlich an Dich, Trampas: Man bezeichnet andere Menschen nicht als Idioten. Sowas geht gar nicht. Da empfehle ich Dir, an Deiner sozialen Haltung, Achtung und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen zu arbeiten und Dein Wertesystem zu erweitern.
Zustimmung. Der Tonfall geht wirklich nicht.
Ich bin ja gerne schnippisch, aber dennoch nicht beleidigend. Zumindest niemals persönlich, da ich die betreffenden Personen nicht kenne.
Ich bewerte grundsätzlich nur VERHALTEN.
 
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Akkadier

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Was sagt denn Paragraph1 STVO?
Gegenseitige Rücksichtnahme.

Das wird häufig vergessen oder in diesem Fall
Da stand ein Rucksack von den Idioten.
eben mit Vergeltung geahndet. War das richtig sich auf dasselbe geistige Niveau zu begeben mag ich zu bezweifeln.

Gelassenheit hilft einem weiter. Ich weiß, das sagt sich so einfach, da ich z.B. extrem auf Audi Fahrer achte weil die für mich der Inbegriff von Rücksichtslosigkeit sind. Wie gesagt, meine subjektive Meinung!
 
Delphis1982

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Gelassenheit hilft einem weiter. Ich weiß, das sagt sich so einfach, da ich z.B. extrem auf Audi Fahrer achte weil die für mich der Inbegriff von Rücksichtslosigkeit sind. Wie gesagt, meine subjektive Meinung!
Das habe ich hier in und um Berlin eher mit Mercedes Fahrern.
Kann man aber glaube ich nicht so wirklich pauschalisieren, ist nur ein Gefühl.
 
trallafitti

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Nun es gibt mehrere Varianten der Geschichte in meiner Vorstellung ... mal die Extrempole:
Variante 1
Ein Rennradfahrer fährt mit gemütlichen 20 km/h über den Radweg. Auf weite Entfernung sieht er eine Gruppe auf dem Weg und reduziert seine Geschwindigkeit bis auf Schrittgeschwindigkeit. Die Gruppe übersieht in absichtlich oder unabsichtlich ... ein freundliches "Guten Tag, darf ich kurz vorbeifahren?" wird ignoriert ... der Rennradfahrer steigt ab fährt über den Grünstreifen und tritt völlig unabsichtlich vor einen dort stehenden Rucksack der Gruppe und befördert ihn in die Eder ...

Variante 2
Ein Rennradfahrer fährt mit 30 km/h über den Radweg, sieht eine Gruppe auf dem Radweg und brüllt "Platz da!!!!" Nachdem nichts passiert reduziert er zwangsweise seine Geschwindigkeit quetscht sich wutschnaubend an der Gruppe vorbei und tritt mit voller Absicht vor einen Rucksack ... direkt dahinter @Trampas der sich denkt oder vielleicht sogar sagt: "Ist euer blöder Rucksack im Wasser gelandet? Selber schuld ihr Schwachmaten!"

Dieser Teil des Berichtes lässt mich sehr, sehr stark zu Variante 2 tendieren ... und egal wie das Verhalten der Gruppe einzuschätzen ist: So ein Verhalten geht nicht! Und wer das als erzieherische Maßnahme auch noch gut findet hat sehr merkwürdige Vorstellung vom Umgang zwischen zivilisierten Menschen.
Mein Post bezog sich nicht im Speziellen auf diese Geschichte.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass einige Mitmenschen in bestimmten Situationen mehr darauf achten was 'Recht' ist, als was 'richtig' ist.

Kleines Beispiel: Ich wohne an einer Bundesstraße mit Radwegen auf beiden Seiten. Wenn ich von der Arbeit oder vom Einkaufen komme fahre ich ein ca. 200m langes Stück gegen die Fahrtrichtung. Das ist auch kein Problem, da der Fahrradweg plus Fußweg gute drei Meter breit ist und wenig frequentiert wird.

Vor einiger Zeit kam mir auf diesem Stück ein Pedelecfahrer entgegen, der damit wohl nicht einverstanden war, dass ich hier gegen die Fahrtrichtung unterwegs bin und keinen Zentimeter zur Seite fuhr, sodass ich fast auf die Bundenstraße gedrängt wurde. Kurz bevor er an mir vorbei fuhr habe ich gerufen 'Fahren Sie bitte ein Stück zur Seite', was aber nicht erfolgte; stattdessen wurde 'Falsche Seite, Arschloch' gebrüllt.

Das hat mich länger beschäftigt, weil ich nicht verstehe, warum man sich zu einer Nötigung mit Gefährdung hinreißen lässt, nur weil man meint im Recht zu sein...


Vg
 
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