Rückruf und Jobrad

Diskutiere Rückruf und Jobrad im Plauderecke Forum im Bereich Community; Servus, Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und...
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vavo01

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Servus,
Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und wird vom Hersteller zurückgeholt. Damit ist der Vertrag mit Jobrad hinfällig.
Normalen Käufern erstattet Riese und Müller den kompletten Kaufpreis zurück. Bei Jobrad heißt es allerdings, dass die bis zur Stilllegung gezahlten Beiträge nicht zurückgezahlt werden. Hat jemand bereits Erfahrungen mit Jobrad und zurückgerufen Fahrrädern gemacht? Meine laienhafte Vorstellung ist die, dass Jobrad vom Hersteller ebenfall wie ein gewöhnlicher Kunde den kompletten Preis erstattet bekommt. Und deshalb das Geld (zumindest den Anteil für das Fahrrad) nicht einfach einbehalten darf, da diese Aufwendungen für sie wegfallen.
 
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Andreas_X

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Da geht es um eine Vollkaskoversicherung. Das aktuelle Problem gehört nicht zu den versicherten Risiken.

Zitat:
Nicht versichert sind:
...
• Schäden, für die ein Dritter aufgrund Gesetz oder ver-
traglich als Hersteller, Verkäufer, aus Reparaturauftrag
oder sonstigem vertraglichen Verhältnis einzustehen hat;
...
 
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Boerni556

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Also, ich fasse zusammen:
  • Das Rad wurde vom Hersteller wegen technischer Probleme zurückgerufen.
  • Es ist ein ausgewachsenes Lastenrad.
  • Den Rück-Transport soll der Arbeitnehmer durchführen.
  • Das Rad darf nicht mehr benutzt werden.
  • Käufer des Rades erhalten vom Hersteller w/Rückrufaktion den gesamten Kaufpreis zurück.
  • hier: Jobrad erhält als Käufer den gesamten Kaufpreis zurück.
  • Denn Käufer ist Jobrad beim Händler.
  • Jobrad behält den erstatteten Kaufpreis zu 100% und erstattet dem Kunden davon 0,0%.
  • Jobrad zahlte den Kaufpreis und errechnete daraus die Leasingraten. Rabatte gab es idR keine, denn…
  • Jobrad verlangte auch noch einen Kickback vom Händler in Höhe von 7%. Andere Leasingfirmen verlangen das nicht.
  • vom kickback erhält der Kunde keine Kenntnis.
Der Gehaltsumwandler mit dem kaputten Rad kann jetzt wählen:
  • Er bestellt ein Ersatzbike und während der Wartedauer laufen seine Leasingraten weiter, ohne, dass er ein Bike nutzen kann.
  • Der Leasingvertrag wird zum Rückruf beendet. Ab dann fallen keine Raten mehr an. (gem. Angabe von @vavo01 korrigiert)
Ergebnis:
  • Jobrad hat also unter dem Strich 0,0€ für das Rad bezahlt, 7% Kickback beim Kauf eingestrichen und die bereits bezahlten Leasingraten werden von Jobrad trotzdem einbehalten und nichts zurückerstattet. Sollte der Kunde ein anderes Rad wollen, laufen die Leasingraten auch in der Phase weiter, in der auf das Ersatzbike gewartet werden muss. Ansonsten wird der Vertrag ab dem Zeitpunkt beendet.
  • User @vavo01 lässt Leasing Leasing sein, kauft ein neues bike und erhält 20% Rabatt.
 
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vavo01

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Ich sag ja, der Vergleich zum Diebstahl hinkt ein wenig.

Egal wie. Immerhin hat mein Packster 70 für irgendjemand ein wenig Geld erwirtschaften können. Und ich für meinen Teil bekomme am Freitag einen nagelneuen Load 75 mit 20% Rabatt vor die Tür gestellt.:giggle:
 
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vavo01

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Er kauft sich frei und entrichtet den gesamten Kaufpreis an Jobrad. Gemeint sind hier aber möglicherweise nur die restlichen Raten bis Leasingende. Natürlich ohne Rad.
Das definitiv nicht. Der Vertrag wird zum 30.09 rückabgewickelt. Endet also mit der Septemberrate ohne weitere Kosten.
 
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Als verbranntes Kinds versuche ich das natürlich jetzt schriftlich zu bekommen. Kann ja in 3 Jahren noch viel passieren.

Es handelt sich ja um Produkthaftung. Und die wird kaum in einem Vertrag verhandelbar sein. Eher kann ich mir vorstellen, dass RM nach dem Produkthaftungsgesetz nur den Restwert erstatten muss und bei privaten Endkunden aus Kulanz es eben großzügiger handhabt (nicht ohne Eigennutz) als bei gewerblichen wie Jobrad und Konsorten.

@vavo01, nur ein kleiner Einwand: das Produkthaftungsgesetz ist für die von dir genannten finanziellen Einbußen nicht einschlägig.

Das ProdHaftG gibt einen Schadenersatzanspruch für Personenschäden (Tod, Körperverletzung), die durch den Produktfehler verursacht werden, z.B. bei Benutzung desselben, und für Schäden an anderen Sachen, soweit diese durch das fehlerhafte Produkt verursacht werden (du fährst z.B. als Folge der fehlerhaften Lenkung gegen (edit: das) Tor deiner Garage, das deshalb ausgetauscht werden muss).

Für finanzielle Folgen, die aus den Leasing- oder Nutzungsverträgen resultieren, greift das ProdHaftG nicht.
 
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Boerni556

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Das definitiv nicht. Der Vertrag wird zum 30.09 rückabgewickelt. Endet also mit der Septemberrate ohne weitere Kosten.
Das trifft auf Dich als Arbeitnehmer zu. Die Überlassung ist ja beendet. Aber gilt das auch für den Leasingnehmer/Arbeitgeber? In anderen Fällen, beim Jobwechsel, soll ja der Arbeitnehmer auch alle Raten zahlen und das Rad beim Arbeitgeber abstellen. Ist also alles andere als abwegig.
 
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vavo01

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@vavo01, nur ein kleiner Einwand: das Produkthaftungsgesetz ist für die von dir genannten finanziellen Einbußen nicht einschlägig.
Hab ich aber auch zu keinem Zeitpunkt behauptet. Ich bezog mich auf die Entschädigung von RM an Jobrad/Mercator und nicht an mich.

Ob nur Produkthaftung oder nicht. RM und Jobrad werden sich schon grün geworden sein.
 
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vavo01

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Das trifft auf Dich als Arbeitnehmer zu. Die Überlassung ist ja beendet. Aber gilt das auch für den Leasingnehmer/Arbeitgeber? In anderen Fällen, beim Jobwechsel, soll ja der Arbeitnehmer auch alle Raten zahlen und das Rad beim Arbeitgeber abstellen. Ist also alles andere als abwegig.
In der Email steht, dass die Leasingraten "rückwirkend zum 30.09 an den Arbeitgeber" zurückerstattet werden.
 
Trekker

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Hat jemand die allgemeinen Leasingbedingungen von Jobrad und kann die mal als Dateianhang reinstellen?
 
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vavo01

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Sorry Leute,
Für mich ist Ende hier, da folgende Fakten feststehen:
  • Meine Leasingraten sind mit dem 30.09 zu Ende
  • Ich sehe sie auch anteilig nicht wieder, wie z.B. bei Diebstahl, da anderer Kontext
  • Ich bekomme sofort ein neues Load 75 mit 20% Rabatt. Wird im Moment beim FH vorbereitet
Alle weiteren theoretischen Ergebnisse an dieser Stelle bringen mich persönlich nicht mehr weiter.
 
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Boerni556

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Sorry Leute,
Für mich ist Ende hier, da folgende Fakten feststehen:
  • Meine Leasingraten sind mit dem 30.09 zu Ende
  • Ich sehe sie auch anteilig nicht wieder, wie z.B. bei Diebstahl, da anderer Kontext
  • Ich bekomme sofort ein neues Load 75 mit 20% Rabatt. Wird im Moment beim FH vorbereitet
Alle weiteren theoretischen Ergebnisse an dieser Stelle bringen mich persönlich nicht mehr weiter.
Naja. Du könntest mal mit Deiner Firma und einem Anwalt sprechen und ggf. solltet ihr versuchen, auf der Grundlage von dem Schreiben, das sie Dir zuerst gesendet haben, die Leasingraten einzufordern:
Sehr geehrter Herr XYZ, vielen Dank für Ihre Mitteilung. Hierzu gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen:

1. Einen technischen Austausch wird vorgenehmen. Da an den laufenden Vertragskonditionen keine Änderungen vorgenommen werden können, muss das neue Rad gleichwertig zu dem alten sein. Hiermit wird den Vertrag weiterhin bestehen.

2. Den Vertrag wird rückabgewickelt zum Leasingbeginn. Alle Leasingraten werden an Ihrem Arbeitgeber zurückerstattet nachdem den Prozess vollzogen ist.
Auch die Sache mit dem Kickback wäre ggf. interessant. Soweit ich weiß, müssen Kreditinstitute das den Kunden bei Vertragsabschluss mitteilen.

Und ja, falls ihr denen den Schwanz anzündet, bitte hier weiterposten!
 
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vavo01

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Glückwunsch.
Wieder geleast oder diesmal gekauft?
Oder auf eine andere Art finanziert?
Tatsächlich wieder geleast. Vor allem aus einem Hauptgrund: ich weiß heute nicht, ob ich in drei Jahren noch eine Verwendung für ein Lastenrad haben werde.
Natürlich nehme ich die Steuerersparnis gerne mit. Mit rund 50% ist sie bei den Konditionen meines AG nicht unerheblich für meine Überlegungen (Sozialabgaben werden übrigens in diesem speziellen Fall nicht gespart, dafür hat der Betriebsrat gesorgt).
 
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vavo01

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Leider ja. Mein AG bietet nur Jobrad an. Und das Abrechnungsmodel, bei dem die 50% Direktersparnis entsteht ist nur da möglich. Da ich leider nur einer von 500.000 Kollegen bin, werde ich das auch nicht ändern können.
 
MisterFlyy

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Klever New B-Speed mit Biactron V2
Warum nicht? Wenn man doch soviel Steuern sparen kann....

Sinngemäß, wir müssen sparen, koste es, was es wolle.
 
Chaos

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Also die neuen Leasingraten basieren auf 80% des VK-Preis vom Load75 und es gibt keine Anrechnung der bisherigen Raten, richtig?
 
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