Riese & Müller - erstes pedelec - unschlüssig welches Modell

Diskutiere Riese & Müller - erstes pedelec - unschlüssig welches Modell im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo zusammen, seit einigen Wochen bin ich auf der Suche nach meinem ersten ebike. Nach langer zunächst thereotischer Recherche bin ich beim...
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Goldeuro303

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Hallo zusammen,

seit einigen Wochen bin ich auf der Suche nach meinem ersten ebike. Nach langer zunächst thereotischer Recherche bin ich beim Hersteller R&M gelandet. Habe u. a. auch den ewig langen Supercharger Beitrag komplett durchlesen 🙃

Meine Vorgabe: Wartungsarm, deshalb mit Gates-Riemen.

Mein vorraussichtliches Anwendungsprofil:

90% : Alltag
- Arbeitsweg 2x 5 km (ja, dafür bräuchte man nicht unbedingt "e", aber bei z. B. Gegenwind wäre es aufgrund meiner weit unterdurchschnittlich entwickelter Muskeln schon schöner trotzdem auf die Autofahrt verzichten zu können)
- Einkaufen zum nächsten Bioladen 2x18 km
- regelmäßig kleine Touren / Spazierfahren bis vielleicht 60 km - mit eher hoher Unterstützungsstufe

10% : Urlaub & Co.
- längere Touren, mittel- bis langfristig würde ich vielleicht sogar mal eine Freundin in ca. 700 km besuchen wollen.
- ich würde mich auch gerne mal im MTB-Bereich probieren und leichte und mittlere Trails fahren können.

Für die "90% Alltag" würde mir das neue Charger GT Silent mit GX Option vorschweben und der Akku mit 500 Wh (besser wären natürlich 625...) auch ausreichen. Die Frage ist, ob es sinnvoll ist für die nur restlichen 10% dann doch eher das Superdelite (oder den Supercharger) anzuschauen. Die M99 mit Fernlicht und das Bremslicht fände ich schon sehr cool. Ob es sich aber "lohnt" den fast doppelten Preis zu investieren? Außerdem habe ich die Befürchtung, mich könnte der CX Motor nerven. Vielleicht weniger im Alltag (sowieso immer Verkehrslärm), aber eher schon auf idylischen Feld-/Waldwegen etc. Und dann das Gewicht: Mir unbehagt es ein wenig zu wissen, dass ich ein 35 kg Rad im Ernstfall nichteinmal ein paar Stufen hochtragen könnte. Ich bin das 2018er Delite mit Dual-Akku kurz probegefahren und konnte es im "XXL-Supermarkt" nicht mal im schmalen Gang durch anheben wenden.

Natürlich muss man die Räder in Natura sehen und zur Probe fahren, aber bis November/Dezember ist es noch lang. Und nach 2 Runden auf dem Händerparkplatz wäre ich wahrscheinlich auch noch nicht viel weiter in der Entscheidungsfindung. :unsure: Wie würdet ihr sinnvollerweise vorgehen?

Sowohl im "XXL-Supermarkt" sowie in einem etwas größeren Inhabergeführten "Erlebnisstore" hat man keine größeren Ambitionen gehabt mich näher zu beraten. Vielleicht auch weil ich nicht gekleidet bin wie jemand der so ein Bike kaufen könnte oder weil ich die 2020er Modelle angesprochen habe.
 
Vito

Vito

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Details E-Antrieb
Diamant Zouma mit Bosch CX
Ich würde mich nicht vom Lesen her auf die eine Marke festlegen.

Wie Du richtig schriebst, muss man E-Bikes genau, wie unmotorisierte Fahrräder ausgiebig ausprobieren und Probefahren.

Also: ich würde schauen, was meine Fahrradhändlerin in der Umgebung so im Angebot haben und dann telefonisch nach einem Beratungstermin fragen sowie gleichzeitig nachfragen, ob man längere Probefahrten machen kann.
 
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Wurzelsepp

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Im Prinzip dürfte der Supercharger für 90 % deiner Anwendung passend sein. Du kannst dann den zweiten Akku zu Hause lassen, außer es geht über 50 km hinaus. Ich schreibe dieses, da du anscheinend doch viel in den höheren Unterstützungsstufen unterwegs sein möchtest. Da wird dann ein Akku doch etwas knapp und würde dich einschränken.
Zu 10 % kann ich dir aber auch zum Superdelite raten, denn dann wären die seltenen Ausritte ins Gelände auch abgedeckt. Akku wie beim Supercharger handhaben.
Falls du die heftigen Geländeausflüge beiseite schieben würdest, dann wäre der Charger Silent mit dem neuen Performance, also dem großen Kettenblatt vorne auch noch eine Option. Der Motor ist leiser, braucht weniger Akku und du kommst damit ( bei leicht erhöhter Eigenleistung) im normalen Betrieb auch weiter. Da du auch längere oder wirklich lange Strecken in Betracht ziehst, würde ich da aber den Huckepackakku mitbestellen. Diesen kannst du dann anbauen, wenn es wirklich mal weit gehen soll.
Bei allen drei Versionen ist das nachrüsten eines zweiten Akkus "nicht" möglich, bzw. sehr aufwändig und teuer. Also vorher entscheiden und dann damit leben.
Ansonsten wie Vito schrieb, drauf setzen und fahren. Das kann dir niemand ersetzen oder dir den richtigen Tip geben. Das Rad muss zu dir passen.
 
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Falco

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Als ich 2018 rein zufällig ein günstiges, gebrauchtes E-Bike kaufen konnte machte ich mir fast genauso wenig Gedanken, wie mit dem etwas später teueren S-Ped, ob es passen könne oder nicht, meine Ansprüche waren als unerfahrener Ebiker gegen 0, das einzige Kriterium war damals, wenn schon ü4000 EUR kostet,...wartungsarm, deshalb NuVinci und Gatesriemen. Mitttlerweile haben beide Bikes über 5000 km drauf und ich möchte keines von beiden missen. Beides unterschiedliche Mittelmotorenhersteller, Antriebsarten und Getriebeschaltungen. Das Gewicht wäre mir bei einem Pedelec egal, aber muss man selbst wissen.
Auf was ich aber auf jeden Fall achten würde ist die Sitzposition, du must dich wohlfühlen. Der Abstand von Sattel zu Lenker macht bei mir einen erheblichen Unterschied aus, ob mir nach 30km das Kreuz weh tut oder nicht, bin da vielleicht extrem empfindlich. Teure gefederte Sattelstützen auch ausprobiert, für meine Zwecke sinnlos und tlws eher negative Auswirkung, wichtier ist der Sattel selbst.
Du schreibst wartungsarm, deshalb Gatesriemen. Bei einer Nabenschlatung halten auch die Ketten sehr lange und die Pflege hält sich je nach Fahrbedingungen (Staub) in Grenzen, anders sieht es mit Kettenschaltungen aus, da ist schon mehr Pflege und Handanlegen angesagt. Der Gates ist einfach ne saubere Sache. Ich nehme das Fahrrad manchmal mit in unser Auto, Vorderrad ausbauen und ab in den Kofferraum , keine ölige Angelgenheit und passt.
Was Sicherheit anbelangt würde ich je nach Alter und Übung eher auf Tiefeinsteiger bzw. tieferliegendes Rohr setzen.
 
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Goldeuro303

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Danke für euere Tipps!! Tiefeinsteiger ist nicht unbedingt notwendig, bis auf schwächelnde Muskeln ist gesundheitlich bei mir eigentlich alles in Ordnung und sollte hoffentlich die nächsten 2-3 Jahrzehnte auch noch so bleiben.
Wegen Kette: Ja bei uns in der Pfälzer Rheinebene ist es eigentlich sehr heiß und trocken im Sommer (viel Staub) und außerdem möchte ich das Rad auch im Winter benutzen können (Salz), daher klingt das mit dem Gates Riemen in der Theorie sehr verlockend.

Im Grund müsste man das Alles in Einzelentscheidungen aufsplitten:

- Motor der etwas lautere CX2 Gen4 oder der leisere Gen3
- 1 Akku oder Dual
- Fully oder Hardtail (Hat ein Fully, neben dem höheren Preis, auch Nachteile? Wartung/Verschleiß/Reinigung beim Federelement?) Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass (meine Vermutung beim Lesen des Forums) so viel mehr SC im Verhältnis zum Delite/Superdelite verkauft wurden/werden.

Letztendlich muss ich wohl wirklich bis November/Dezember warten bis die ersten Testräder verfügbar sind. Vielleicht kann ich vorher bei meinem Händler mal wenigstens die Nuvinci Schaltung an einem 2019er Modell probieren, ob mir das überhaupt zusagt.
 
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