R&M Riese & Müller Charger / Supercharger Erfahrungsaustausch

Diskutiere Riese & Müller Charger / Supercharger Erfahrungsaustausch im Bosch Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Ich dachte die werden "wechselweise" entladen? Also 2-3% von dem einen, dann den anderen Akku? Da "saugt" man doch genau so kräftig am Akku, wie...
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Dunkeltier

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Ich dachte die werden "wechselweise" entladen? Also 2-3% von dem einen, dann den anderen Akku? Da "saugt" man doch genau so kräftig am Akku, wie wenn nur einer drin wäre? Oder liege ich Falsch-Informationen auf?
 
OldMan54

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R&M SC GX Rohloff 1000W, Bosch CX, emtb, legal
Ja, die werden wechselweise entladen, aber es wird logischerweise nur 50% der Kapazität entnommen wie bei einem Akku. Halbierung der Zyklen.
Wobei das nach meiner Erfahrung nicht so dramatisch ist. Gisela hat auf dem Centurion, ≈3,5 Jahre alt, 12.500 km.
Davon ca. 11.500 km auf dem ersten Akku, der 2. für Langstrecke kam erst Mitte diesen Jahres dazu.
Sie kommt auch mit dem alten Akku über 100 km, der hat sicher nachgelassen, aber wirklich spürbar ist das für sie nicht.
Ihr erstes Bike, Bergamont von März 2014, ist bei @prophete immer noch mit dem originalen 400 Wh Akku in Betrieb.
Die Bosch Akkus gehen entweder gleich kaputt oder halten ewig, so unsere Erfahrung.
 
Dirkzeitz

Dirkzeitz

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Neuss
Da ich öfter mal das ganze Wochenende unterwegs bin und bei meinem ersten Rad immer ein 2. Akku in der Satteltasche hatte war für mich die Entscheidung leicht. Zudem sieht das SC2 so Hammer aus das musste ich haben. Die Probefahrt hat das Pünktchen auf dem i gesetzt und ich hatte bestellt. Habe das Rad seit Juni und nichts bereut.
 
Maik1975

Maik1975

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Ok, wenigstens einer sollte die Charger 3 Fahne hochhalten ! 😂
Ich habe das Charger 3 mit 625Wh. Systemgewicht liegt bei ca 95-100kg. Gepäck habe ich selten viel dabei, das käme dann noch dazu. Meistens fahre ich Tagestouren bis max 100km. Oft auch weniger. Verteilung ist bei mir 20% ohne Unterstützung, 60% Eco und 20% Tour und minimalste Verwendung des Sportmodus. Bei dem Fahrmodus habe ich eine Reichweite von mindestens 150km bei dem hiergegebenen Streckenprofil, eher mehr. Und dafür reicht mir das Charger mehr als aus.
Du siehst also dass es wirklich sehr auf die Anforderungen ankommt. Mir war es den Mehrpreis und das Mehrgewicht nicht wert. Hier is aber auch flaches Land und ich weiß dass es, zumindest imo, defintiv keine länegeren Touren gibt.
 
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a2s

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Ich habe den Charger3 vor allem zum Pendeln gekauft, das sind nur zwischen 15 und 25 km pro Tag auf ebener Strecke und sollte dann bei 500 Wh für 2 bis 3 Tage reichen. Als es dann bei Bestellung auch den 625 Wh Akku gab, habe ich den genommen und fahre nun fast immer in eco. Dass die Touren abseits des Pendelns mehr Kapazität brauchen, ist bei mir nicht absehbar.
 
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vadda-mh

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Vielleicht sollte ich erwähnen, dass mein Systemgewicht aktuell durchaus 160 KG inkl. Rad beträgt. Da macht ein Doppelakku schon viel Sinn...ich denke, dass ich dann doch zum SC2 mit Rohloff und 2x625er Akkus greifen werde. Dann brauche ich mich nachher nicht über zu wenig Kapazität ärgern....

Grüße
Carsten
 
Horst123

Horst123

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Bosch CX 4
Hallo zusammen,

habe vor einigen Tagen, nach ziemlich exakt 6 Monaten, mit meinem SC 2 die 10.000 km und geschätzt 80-100.000 Höhenmeter überschritten und
wollte nun mal meine Erfahrungen mitteilen.
Bei meinem SC2 handelt sich um die 2020er-Variante (2 * 500 Wh), Rohloff und Heavy Duty Ausstattung.

Das Systemgewicht ist ca. 135-140 kg (93 kg KG, Rad, Satteltasche mit etwas Werkzeug, Pannenspray, Wasser, Schloß etc.). Habe gleich zu Anfang die ZEG-Vollversicherung (über Assona) abgeschlossen, die Diebstahl, Mobilitätsschutz, Verschleißteile etc. beinhaltet.

In der Ebene fahre ich im Tour-Modus. Wenn's etwas hügelig wird im eMtb. Für mich der perfekte Modus. Finde dabei die Unterstützungsleistung perfekt. Eco und Turbo verwende ich nie.
Fahrprofil ist ca. 60% Asphalt + fester Schotter, Rest schlechte Schotterwege und Waldwege - auch sehr unwegsame.

Der Motor war wahrnehmbar, aber nicht unangenehm laut. Zieht gut durch, immer Leistung satt. Irgendwie wie eine kleine Turbine.
Bis vor Kurzem - mehr dazu weiter unten...

Ausstattung:
Von Anfang an bis jetzt war der SuperMoto X aufgezogen. Bei Nässe kam er mir etwas rutschig vor, ansonsten unauffällig und gut. Platten hatte ich keinen. Vorne ist das Profil noch sehr gut, hinten ziemlich abgefahren. Fahre ihn mit ca. 2 bar.
Auf den Winter hab ich die Johnny Watts in 2.6" bestellt. Sollten eigentlich diese Woche aufgezogen werden - leider hat der Händler die Reifen ohne Reflexstreifen bestellt.

Ansonsten hab ich den Brooks-Sattel von meinem Bio-Treckingrad übernommen, seit einer Woche auch die großen Plattformpedale, nachdem ich die Pins gegen normale Inbusschrauben ausgetauscht habe (hatte mir immer die Schienbeine aufgeschlagen).

Außerdem habe ich für den Rohloff-Schalter den Lenkeradapter von Nicolai angebaut. Nach kurzer Eingewöhnung viel bequemeres Schalten.

Verschleißteile und Händler- Service:
Den ersten Service hatte ich nach knapp 800 km machen lassen, danach das meiste selbst - ausgenommen Dinge, die über die ZEG-Versicherung abgedeckt sind.
Nach dem ersten Service war der Riemen total lose, was mich darin bestärkt hat, den Standardservice selbst zu machen.
Bisher:
Je 2-mal Bremsbeläge vorne und hinten. Einmal bei ca. 3500 km (hätten noch länger gehalten).
Einmal bei 9300 km. Da waren sie allerdings grenzwertig und auch etwas asymmetrisch abgefahren.
Bei meinem Fahrprofil würde ich von gut 5000 km real ausgehen.
Aktuell steht der Wechsel von SuperMoto X auf Johnny Watts an.


Garantie-Reparaturen:
Ab ca. 1200 km hatte ich ein lästiges Knarzen aus dem Motorbereich, was bei ca. 1700 kam von meinem Händler behoben wurde. Dazu war das Rad 2 Tage in der Werkstatt.
Irgendwann über 4000 km ging das Knarzen wieder los. Hab's dann selber behoben, indem ich Kurbeln, Pedale und "Zahnkranz" demontiert und etwas gefettet habe. Motorabdeckung links abgeschraubt und alle 6 Motorschrauben gelöst und mit korrektem Drehmoment (20-22 Nm) wieder angezogen (siehe Anmerkung weiter unten). Läuft bis heute ohne Knarzen.

Kleinere "Probleme" hatte ich mit der Thudbuster-Federsattelstütze. Gleich zu Anfang hat sich das Polymer-Element irgendwie herausgearbeitet. Hat nach einer Tour einfach gefehlt. Eigentlich keine große Sache - wenn es über den Händler bzw. R&M lieferbar wäre. Leider war dem nicht so... Hatte dann das von meiner Frau vom Charger 3 genommen, da bei ihr sowieso die falsche Gewichtsklasse eingebaut war. Mein Händler meinte, dass R&M immer die gleichen Elemente einbaut und es in der Verantwortung des Händlers läge, bei Auslieferung die richtigen einzubauen. Wie gesagt, Händler konnte sie kurzfristig nicht besorgen. Mein Frau musste dann leider ein paar Tage mit der fixen Stütze fahren ;-)
Parallel dazu hab ich über Ebay das richtige Element für meine Frau bestellt. Hat vielleicht 3 Tage gedauert...
Wochen später ruft mein Händler an und teilt mir mit, dass die Elemente jetzt da sind. Hab dann aber ein komplettes Starterset bekommen mit 4 oder 5 unterschiedlichen Gewichtsklassen ;-)
Eine andere Sache mit der Thudbuster (wie hier im Forum oft berichtet) waren die O-Ringe, die sich auflösen (auch beim Charger 3). Weiß nicht genau, ob die irgendwie zur horizontalen Dämpfung oder doch eher zur Abdichtung gegen Staub sind. Jedenfalls wurden sie nach längerer Lieferzeit (auch mehrere Wochen) ausgetauscht. Ein paar hundert km später wieder das gleiche. Hab dann keine neuen mehr einbauen lassen... Händler bemüht sich wohl beim Importeur um Lösung.

Was mich dabei ärgert, ist nicht, dass sowas passiert, weil das eigentlich Lappalien sind, sondern dass weder Händler noch R&M in der Lage sind, solche Pfennigartikel kurzfristig zu besorgen. Der Händler verweist auf seine offiziellen Lieferanten, an denen er angeblich nicht einfach vorbeikommt. Sprich, er kann nicht einfach bei Amazon oder Ebay bestellen wie der Endkunde. Letztendlich ein Armutszeugnis für R&M.

Habe noch ein anderes (selbstverschuldetes) Beispiel. Ich hole etwas weiter aus, vielleicht hilft es dem einen oder anderen den Fehler aus technischer Sicht zu vermeiden:
Es gab eine Situation, wo mein SC2 mit dem Auto abgeholt werden musste. Hatte meinen Sohn damit beauftragt. Mangels Fahrradträger wollte er das Rad im Kofferraum unseres Kombis verstauen. Dazu musste das Vorderrad ausgebaut werden. Nun fährt mein Sohn ein Rad mit Rockshox-Gabel. Dort gibt es eine Steckachse mit Gewinde. Nach Lösen des Schnellspanners wird die Achse rausgeschraubt bis sie sich ziehen lässt.
Dummerweise ist das bei der Suntour etwas anders. Dort löst man auch den Schnellspanner und dreht nur ca. 1 Umdrehung. Dann müssen auf der rechten Seite Spannbacken mit Federmechanismus bewusst zusammengedrückt werden, damit die Achse gezogen werden kann. Der Gedanke dahinter ist wohl, dass auch bei offenem Schnellspanner nichts passieren kann, weil die Spannbacken noch gespreizt sind. Dreht man jetzt aber etwas weiter, so wie bei anderen Systemen dann löst sich ein kleiner Sicherungsring und die ganzen Innereien der Achse mit 5 Spannbacken, Federn etc. fliegt einem um die Ohren. Wie gesagt, ich war selbst nicht anwesend, habe aber meine Frau gebeten zum Händler zu fahren und die Einzelteile wieder zusammensetzen zu lassen. Leider meinte er, er könne das nicht reparieren weil Teile fehlten. Er hat dann eine neue bestellt (avisierte Lieferzeit mindestens 2 Wochen). Hatte parallel schon geschaut und hätte die Achse online bei diversen Händlern bestellen können (auf Lager).
Als ich zuhause war, hatte ich mir die gleiche Achse vom Charger 3 meiner Frau genauer angeschaut. Hab den Sicherungsring vorsichtig entfernt, das ganze Ding auseinander gebaut und geschaut, wie der Aufbau ist und ob tatsächlich was fehlt. Was gefehlt hat, waren 2 kleine O-Ringe, die mit der Funktion der Achse nichts zu tun haben. Sie sind nur dazu da, die Spannbacken in eine Grundstellung zu bringen. Beim Schließen des Schnellspanners werden die Spannbacken sowieso gespreizt. Reparaturdauer vielleicht 20 Minuten. Passende O-Ringe hatte ich dann aber doch besorgt und später eingebaut, einfach um alles wieder im Originalzustand zu haben.
Ach übrigens - worauf ich eigentlich hinauswollte. Der Händler rief nach 5 Wochen an, die Achse sei jetzt da. Wie sich herausstellte war es die falsche. Er hatte er die 100mm Version statt die 115mm bestellt!
In meiner naiven Endkunden-Sichtweise würde ich erwarten, dass R&M in solchen Fällen (Thudbuster-Polymer, O-Ringe, Steckachse) ans große Regal geht und das Teil innerhalb zwei Tagen zum Händler schickt. Die bauen mehrere Hundert Fahrräder pro Tag mit diesen Teilen (Vorlaufzeit 6-10 Wochen). Da sollte es doch möglich sein ein Teil abzuzweigen, nachzubestellen und später wieder in die Produktion einfließen zu lassen.

Eigener Service:

Letztendlich bleiben eigentlich nur ein paar Kontrollarbeiten wie Schrauben, Speichen- und Riemenspannung kontrollieren und ggfs. korrekt einstellen.
Einmal Rohloff-Ölwechsel. Hie und da etwas Öl.
Gates-Riemen zeigt aus meiner Sicht keinerlei Verschleißerscheinungen. Hat zweimal etwas Silikonspray bekommen.

Fazit:

Prinzipiell ein super Bike. Bin nach wie vor begeistert und freue mich auf jede Ausfahrt!
Grundsolide gebaut, hochwertige Komponenten. Super Licht! Für mich sehr gute Bremsen.

Rohloff grundsätzlich super! Kannte ich von meinen Bio-Bikes in der mechanischen Variante.
Was ich vielleicht "bemängeln" würde:
- Schalter war für mich nicht optimal positioniert. Mit Nicolai-Adapter viel besser!
- Beim Schalten unter (starker) Last knallt es ab und zu im Getriebe, obwohl ja automatisch entlastet wird/werden sollte. Entlaste meisten auch selbst noch.
- Wenn ich anhalte (Kreuzung etc.), dann bleibe ich immer halb auf dem Sattel, rechtes Bein mit auf der Straße, linkes Bein auf Pedal in 10 Uhr Stellung.
Wenn jetzt noch etwas Druck auf dem Pedal ist, schaltet die Rohloff zwar auf den voreingestellten Gang (bei mir 7), was auf dem Display auch angezeigt wird. Das Getriebe ist aber manchmal in einer Zwischenstellung, sodaß ich das Gefühl habe, ich fahre im 14. Gang los. Hat mich schon hin und wieder in Verlegenheit gebracht, wenn ein Auto naht, ich losfahren wollte, es aufgrund der Blockade nicht ging, und ich wie mit dem Tretroller über die Straße gesprintet bin. Passiert nicht sehr oft und wird von mir toleriert (liegt ja schließlich an meiner Anhalte-Praxis ;-))

Alle oben beschriebenen Problemchen nehmen zwar hier viel Platz weg, fallen aber neben dem Positiven kaum ins Gewicht.

... bis auf Folgendes:
Seit etwa 3-400 km hat sich meine Wahrnehmung bzgl. des Motorgeräusches geändert. Irgendwie ist mir während einer Tour aufgefallen, dass mich das Motorgeräusch plötzlich richtiggehend störte. Das Geräusch kam mir viel hochfrequenter und richtig lästig vor. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das ein schleichender Prozess war und irgendwann meine Wahrnehmungsschwelle überschritten wurde, oder ob es einfach plötzlich aufgetreten ist.
Fakt ist jedenfalls, dass es mich während fast 10.000 km nie störte und ich es jetzt nicht mehr aus dem Ohr bekomme.
Es hat sich über den ganzen Geschwindigkeitsbereich verändert, aber besonders penetrant ist bei 26-27 km/h (laut Tacho), also kurz vor der Unterstützungsgrenze. Dort nimmt das Geräusch noch einen alternierenden Charakter an.
Werde jedenfalls demnächst mal beim Händler vorsprechen...


Hier eine wichtige Anmerkung, für alle Schrauber: Mir ist beim Lösen der Torx 40 - Motorschrauben aufgefallen, dass die Köpfe ganz schön rundgenudelt sind, was ich von Torx-Schrauben so nicht kenne. Muss wohl schon beim Händler passiert sein, als er das erste Knarzen behoben hat. Bei der Recherche nach dem korrekten Anzugsmoment, bin ich im Bosch-Service-Manual über den Hinweis gestolpert (mit dicker Warnung markiert), dass es sich nicht um normale TX40 Schrauben handelt, sondern um TP40 (Torx Plus). Diese haben flachere Köpfe und ein anderes Profil, sodass mit normalem TX40 mit erheblichem Verschleiß zu rechnen ist.
Hab's zwar noch geschafft, die Schrauben zu lösen und wieder anzuziehen, hat sich aber nicht "gut" angefühlt, weil man merkte, dass der Kraftschluss nicht mehr optimal gegeben ist.
Habe dann gleich eine TP40-Nuss und neue Original-Schrauben besorgt und später ausgetauscht (6er Set bei elektrofahrrad24.de ca. 3-4€, Bosch Schraubenset M8x16 Antriebseinheit Performance Line Gen. 4 - VE 6 Stück). Das erneute Lösen war bei 2 Schrauben nur noch mit Ausdrehhilfen mühsam möglich, weil der Torx-Einsatz nicht mehr gegriffen hat.

1603539634653.jpeg



Noch ein weiterer Hinweis für Selbstschrauber...
Habe mir bei Ebay eine billige Alusattelstütze besorgt (< 10€), sie von einem örtlichen Metallbauer auf Gehrung sägen und im rechten Winkel zusammenschweißen lassen. Ist die perfekt Aufhängung für den Montageständer. Das Rad lässt sich so auch ohne Hilfe einhängen und hängt schön austariert.



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So das war's erstmal.
Wenn es etwas Neues gibt, werde ich weiter berichten ;-)

Viel Grüße vom Bodensee und weiterhin viel Spaß mit Euren Bikes
Horst
 
heli_jupp

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Hallo Horst, vielen Dank für diesen sehr informativen und dem Titel des Fadens entsprechenden Beitrag. Ich erlaube mir ein paar Anmerkungen -wenn ich darf-.


habe vor einigen Tagen, nach ziemlich exakt 6 Monaten, mit meinem SC 2 die 10.000 km und geschätzt 80-100.000 Höhenmeter überschritten
um diese Fahrleistung kann ich dich nur beneiden

Von Anfang an bis jetzt war der SuperMoto X aufgezogen. Bei Nässe kam er mir etwas rutschig vor, ansonsten unauffällig und gut. Platten hatte ich keinen. Vorne ist das Profil noch sehr gut, hinten ziemlich abgefahren. Fahre ihn mit ca. 2 bar.
Auf den Winter hab ich die Johnny Watts in 2.6" bestellt.
Habe sehr schnell auf den Rock Razor "R&M Edition" umgestellt. Eigentlich "nur" als Winterreifen. Fahre den jetzt aber ganzjährig. Auch wenn es die "Optik" des RR nicht vermuten lässt, fährt er sich jenseits der 3 bar wie ein Straßenreifen, darunter hat er mächtig Gripp. Verschleiß nach 3.500 km minimal.

Nach dem ersten Service war der Riemen total lose
Sollte mit dem richtigen Meßwerkzeug nicht der Fall sein. Die Einstellerei mit der App ist meiner Ansicht was für Musiker, ich komme damit auf Werte, die von Messung zu Messung bis zu 50% abweichen. Wer schrauben kann und will, sollte sich die mechanische Einstellehre anschaffen.

Kleinere "Probleme" hatte ich mit der Thudbuster-Federsattelstütze.
Kenne ich. Meine Lösung heißt: BySchultz G.2 LT.

Dummerweise ist das bei der Suntour etwas anders. Dort löst man auch den Schnellspanner und dreht nur ca. 1 Umdrehung.
Hier habe ich einen "Einspruch": Nach dem Lösen des Schnellspannhebels muss an der Gegenseite nicht "gedreht" werden. Einfach eindrücken und die Achse sollte sich entnehmen lassen.

Bei der Recherche nach dem korrekten Anzugsmoment, bin ich im Bosch-Service-Manual über den Hinweis gestolpert (mit dicker Warnung markiert), dass es sich nicht um normale TX40 Schrauben handelt, sondern um TP40 (Torx Plus)
Sehr, sehr wichtiger Hinweis, danke dafür! Sollte ich irgendwann ein SC2 fahren -derzeit ist es noch ein SC, bei dem die Motorbefestigung anders aufgebaut ist, werde ich mich daran erinnern.

Habe mir bei Ebay eine billige Alusattelstütze besorgt (< 10€), sie von einem örtlichen Metallbauer auf Gehrung sägen und im rechten Winkel zusammenschweißen lassen. Ist die perfekt Aufhängung für den Montageständer. Das Rad lässt sich so auch ohne Hilfe einhängen und hängt schön austariert.
das finde ich mal clever! Sehr gute Idee. in diesem Zusammenhang: Die Sattelklemme vs. Rahmen ist mit 5 Nm angegeben. Kommst du damit hin? Bei mir rutscht die Sattelstütze in den Rahmen. Meine Sattelstütze ist zwecks "Antiknarzen" leicht eingefettet.

In diesem Sinne: Nochmals vielen Dank für deinen tollen Beitrag & ganz herzliche Grüße, Klaus
 
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heimelini

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Super Bericht, für mich sehr informativ.
Ich habe die Sattelstütze auch getauscht und nun die bySchultz LT montiert - ich bin absolut begeistert, das Beste was ich je hatte.
Fast wie vollgefedert.
 
Horst123

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Benutze die App und bekomme eigentlich reproduzierbare Ergebnisse. Es gibt allerdings kleinere Abweichungen wenn ich den Riemen weiterdrehe. Vermute, dass es an unterschiedlicher Längung liegt. Habe so gespannt, dass er an der losesten Stelle ca. 30 Hz anzeigt. Das sind an der straffsten Stelle dann ca. 40 Hz. Dann gibts auch keine Schwingungen im Teillastbereich.

Kenne ich. Meine Lösung heißt: BySchultz G.2 LT.
Mal schauen, ob es noch eine Lösung gibt. Evtl.werde ich beim Händler die BySchultz mal als Alternative vorschlagen.

Hier habe ich einen "Einspruch": Nach dem Lösen des Schnellspannhebels muss an der Gegenseite nicht "gedreht" werden. Einfach eindrücken und die Achsel sollte sich entnehmen lassen.
Mit Drehen hatte ich den Schnellspannhebel gemeint (so wie bei der RoxShox). Vielleicht hätte etwas kräftiger Eindrücken auf der anderen Seite gereicht. Hatte den Eindruck, dass die Spannbacken sich erst nach leichtem Aufdrehen losgelöst hatten und dann einzudrücken waren. Vielleicht hätte ich vorher mal ins Handbuch schauen sollen ;-)

das finde ich mal clever! Sehr gute Idee. in diesem Zusammenhang: Die Sattelklemme vs. Rahmen ist mit 5 Nm angegeben. Kommst du damit hin? Bei mir rutscht die Sattelstütze in den Rahmen. Meines Sattelstütze ist zwecks "Antiknarzen" leicht eingefettet.
Nein, mit 5 Nm komme ich auch nicht hin. Über längere Zeit rutscht die Stütze dann leicht nach unten. Ziehe sie mittlerweile mit 7-8 Nm an. Da gibts keine Probleme mehr. Habe übrigens ca. 2 mm oberhalb der Sattelklemme einen Streifen schwarzes Isolierband um die Sattelstütze geklebt. Damit hab ich einerseits die Einschub-Position markiert, wenn ich den Sattel ausgebaut habe, anderseits sehe ich, ob die Sattelstütze beimFahren nach unten rutscht.
 
heli_jupp

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Habe übrigens ca. 2 mm oberhalb der Sattelklemme einen Streifen schwarzes Isolierband um die Sattelstütze geklebt. Damit hab ich einerseits die Einschub-Position markiert, wenn ich den Sattel ausgebaut habe, anderseits sehe ich, ob die Sattelstütze beimFahren nach unten rutscht.
dito. mache ich auch so. Verwende aber graues Klebeband :cool: und klebe es direkt als „Anschlag“ zur Klemmschelle. Funktioniert gut.

Grüße, Klaus
 
Horst123

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dito. mache ich auch so. Verwende aber graues Klebeband :cool: und klebe es direkt als „Anschlag“ zur Klemmschelle. Funktioniert gut.

Grüße, Klaus
...hatte ich anfangs auch so. Aber als die Stütze bei 5 Nm noch gerutscht ist, hat‘s mir immer das Isolierband gestaucht ;-)
 
juergen007

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Hallo Horst,

erstmal mein Respekt vor Deiner Fahrleistung und DANKE für Deinen Input/Erfahrungsbericht zum SC2. Sehr informativ und hilfreich, für Deinen Händler hingegen eher kein Ruhmesblatt :)
 
Horst123

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Hallo Horst,

erstmal mein Respekt vor Deiner Fahrleistung und DANKE für Deinen Input/Erfahrungsbericht zum SC2. Sehr informativ und hilfreich, für Deinen Händler hingegen eher kein Ruhmesblatt :)
Vielen Dank!
Es handelt sich um einen ziemlich großen Händler, mit mehreren Filialen und großer Ebike-Abteilung. Da geht der persönliche Kontakt sehr schnell verloren.
Habe zumindest zu meinem Verkäufer und dem Leiter der Ebike-Abteilung aufgrund der Problemchen mittlerweile eine gute Beziehung aufgebaut. Sie sind beide wirklich sehr bemüht. Leider sind ihnen aufgrund der aktuellen Situation auch die Hände gebunden (Ersatzteile, Liefersituation, Werkstatt). Über die Situation in der Werkstatt hatte ich mich mit ihnen auch unterhalten. Es gab dort neben den falschen Teile-Bestellungen und nicht zufriedenstellendem Service noch einige andere Dinge, die nicht korrekt gelaufen sind, z.B. nicht eingehaltene Termine etc. Da ich vermutlich nicht der einzige bin, der genervt ist, wollen sie dem nun entgegenwirken, indem sie einen internen Workshop zu mehr Kundenorientierung und Qualität abhalten wollen. Devise: mehr Qualität statt Quantität. Bin gespannt! Jedenfalls hat der Ebike-Chef mich gebeten, einige Stichworte als Input für den Workshop zu liefern ;)

Als Kunde bleibt einem im Moment wohl nur, das Spiel mitzuspielen. Nach Aussage ist bei allen Herstellern die gleiche Situation. Besserung nicht in Sicht.
 
T

Tp-10000

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Besonderen Dank für den Hinweis mit der Steckachse. Das hätte im Pannenfall nicht gewusst.
 
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Riese & Müller Charger / Supercharger Erfahrungsaustausch

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