Reibrollenmotor

Diskutiere Reibrollenmotor im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Hallo zusammen Ich bin aktuell auf der Suche nach einem Fahrrad das mir den Weg in die Arbeit erleichtern soll. (ohne zu schwitzen 15 km ein Weg)...
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Blizzzard

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Hallo zusammen

Ich bin aktuell auf der Suche nach einem Fahrrad das mir den Weg in die Arbeit erleichtern soll. (ohne zu schwitzen 15 km ein Weg)
Da ich bei fertigen Fahrrädern mit der Preis-Leistung und der Ausstattung der Räder nicht ganz zufrieden bin würde ich mir am liebsten ein Rad mit einem Reibrollenmotor ausstatten. Fahrrad soll ein Merida Speeder 400 oder ein Canyon Roadlite 7.0 werden.

Jetzt stellt sich mir die Frage welcher hier für den Preis der beste ist.

Add-e Next Sport -> Akku: 200 Wh, Motorleistung: 600W, Preis: 1058,33€
Go-E ONwheel -> Akku: 198 Wh, Motorleistung: 600W, Preis: 749,00€
Gboost V6 -> Akku 365 Wh, Motorleistung: 250W-500W, Preis: 899,00-1299,00€

Wer hat hier Erfahrungen mit der Qualität, Service usw. dieser Motoren?

Für mich ist Optisch im Moment der Add-e Next der Favorit gerade auch weil hier das ganze System sehr leicht sein soll. Der Preis ist jedoch auch höher wie z.B beim Go-E ON wheel.
Wäre froh wenn mir hier der ein oder andere seine Erfahrungen weitergeben könnte um mir die Kaufentscheidung zu erleichtern.

LG
Christian
 
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Tommmi

Tommmi

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Ohne die Räder anschaut zu haben würde ich keinen empfindlichen Reibrollenantrieb nehmen. Leicht kann man auch mit Getriebe Motor bauen. 200wh Akku wäre auch nix für mich :D
Ach Du scheiße, jetzt hab ich geguckt, nicht Reibrolle im Motor sondern am Rad :oops:
Das würd ich nicht machen
 
Electric

Electric

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Das solltest du dir wirklich überlegen, wenn du das Rad erst kaufen musst. Ein Orbea Gain für 2000€ ist doch schnell im do-ist-yourself Verfahren mit den Komponenten ausgerüstet, die du feierst. Dann hast du ein richtiges Rad.

Zur Not gibt es sogar das erwähnte Canyon mit Fazua-Antrieb für 2700€. Roadlite:ON AL 7.0
Weder mag ich Canyon noch halte ich den Fazua-Antrieb für ein gutes Angebot, aber im Alltag dürfte so ein Rad einem nachgerüsteten Reibrollenantrieb um Längen überlegen sein.

Und, nein, ich habe den Reibrollenantrieb nie gefahren. Nicht mal 100m Testfahrt. Aber ich lese da mit, wie sich Beteiligte, Profiteure und unkritische Fans hochjubeln. Da gehen bei mir alle Alarmlampen an. Jetzt wurden neulich alle Alpenpässe schneller als mit einem Rennmotorrad bewältigt....gut, ich übertreibe. Und immer neue und ausgefeiltere Lösungen gegen Lärm und Traktionsverlust und Feuchtigkeit und Schmutz und Lagerthemen durch zu hohen Anpressdruck. Also gegen prinzipbedingte Probleme, die normale Motoren gar nicht haben.
 
Ewi2435

Ewi2435

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Ohne zu schwitzen bei der Strecke und so kleinem Akku kannst du vergessen egal welcher dieser Antriebe.

verbau einen Nabenmotor mit brauchbarem Akku. Das kostet die Hälfte und du hast 500Wh und nicht 200.

Diese Reibrollenantriebe sind was für leichtbaufetischisten die den Antrieb nur sporadisch nutzen (Steigungen/Gegenwind) und so wenig Akku brauchen weil sie selber viel zusteuern.
 
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Blizzzard

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Ich muss hier wohl noch den ein oder anderen Punkt hinzufügen.
Aktuell fahre ich die Strecke von 16 km ein Weg mehrmals im Monat mit meinem Rennrad und habe bei gemütliche fahrt immer einen Schnitt von 25 kmh. (Beim nachhause auch schneller) Jedoch ist auf der Strecke gerne mal gegenwind welche morgens um 6:00 nicht so angenehm ist. Diesem möchte ich entgegenwirken.
Einen 500 Wh Akku möchte ich gar nicht da ich keine Touren mit dem Rad fahren werde und ein 200 Wh Akku die 16 Km in die Arbeit (kann dort geladen werden) auch schaffen sollte. Größerer Akku heißt auch mehr Gewicht.

Ich bin E-Bikes wie das Orbea Gain probe gefahren. War von der Unterstützung vom Ebikemotion C35 jedoch nicht überzeugt. Da fahre ich mit dem Rennrad mit derselben Krafteinwirkung auch 25 kmh. Zusätzlich muss hier auch mehr bezahlt werden wenn die Ausstattung des Rades passen soll.
Ein Cube mit Fazua antrieb bin ich ebenfalls gefahren. Fand ich besser. Jedoch ist dieser antrieb relativ teuer. Ansonsten bin ich auch Cannondale Quick Neo EQ gefahren. Gefiel mir auch nicht schlecht. Jedoch merkst du da über 25 kmh auch das Gewicht des Rades.

Und eben das Fahren über 25 kmh brachte mich auf die Reibrollenmotoren. So leicht wie diese ist sonst nicht viel auf dem Markt.
 
steini1968

steini1968

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Hallo, ich kann nur für den Add-e Next sprechen. Benutze ihn an zwei vorhandenen Räder. Wechsel zwischen den Rädern 2min. Sehr leichtes System, das Rad bleibt Rad, gemeint ist es funktioniert auch ohne Add-e. Benutze es bei Gegen Wind oder Steigung und Steuer viel Eigenleistung dazu. Das System soll mich nur Punktuell unterstützen. Bei Dauerlast in Stufe 1 (50W) kommt man um die 50km. Die Einstellungen sind nen bissel Fummelig das stimmt. Aber hier im Forum wird einen immer geholfen. Für meinen Einsatzzweg passt das System zu mir. Anbei Bilder Liegerad und Up. Mfg Jörg
 

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Habberdash

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Eine Testfahrt wäre bestimmt hilfreicher als all die "weisen" Hinweise von Nicht-Reibrollenfahrern im Forum. Versuche vielleicht im Add-E Thread ob du einen Besitzer eines Rades in deiner Nähe findest.
 
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Blizzzard

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Eine Testfahrt wäre bestimmt hilfreicher als all die "weisen" Hinweise von Nicht-Reibrollenfahrern im Forum. Versuche vielleicht im Add-E Thread ob du einen Besitzer eines Rades in deiner Nähe findest.
Ich bin bereits ein Add-e gefahren. Jedoch leider eine alte Version.
Da es bei einem Händler war habe ich trotzdem keine Erfahrungen bekommen wie wenig Probleme auftreten und welche Motor besser ist usw.
 
Silvus

Silvus

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Hallo Blizzzard,

Vielleicht hilft dir meine Erfahrung: Ich verwende den add-e Next Sport mit der stärksten Akku-Variante seit ~August dieses Jahres täglich zur Fahrt in die Arbeit (12 km je Richtung, ~100 hm auf den letzten Km) und alle Alltagswege und auch "Dienstfahrten" in der Stadt. Der Motor hat den Sinn, dass ich nicht alzu verschwitzt im Büro oder bei Geschäftspartnern ankomme. Ich bin sehr zufrieden damit, aber man muss wissen was man da kauft (Ich hab den alten Add-e auch mal bei einem Radverleih ausprobiert und da war ich nicht so begeistert).

1) Das Ding ist wirklich sehr leicht (2,6 kg auf meiner Badezimmerwaage inkl. Akku).
2) Die Verarbeitung ist sehr wertig. Gute Materialien, nix das klappert oder klemmt, sehr gute Anleitung für Einbau und Einstellung...
3) Der Support ist sehr gut und sehr schnell - hier im Forum als auch direkt beim Hersteller
4) Die Leistung und Reichweite paßt für mich genau: Bei einem Systemgewicht ~110 kg fahre ich mit nur-Bio-Antrieb meist zwischen 22 und 28 km/h auf der Ebene. Mit dem Add-e reicht da Stufe 1 um einen deutlich merkbaren Zusatzschub zu bekommen. Manchmal ist mit der Vortrieb sogar in Stufe 1 beinahe ein bisserl zu viel. Bergauf kannst du noch 5 Stufen zuschalten (die Reichweite leidet natürlich entsprechend), dann geht die Post ab. Wenn ich am Abend den Akku auflade, nach 30 - 40 km Wegstrecke im leicht hügeligen Wien ist er meist noch ~ 50% voll. Für Radtouren bi s100 km sollte der Akku reichen, wenn man fleißig mittritt.
5) Schub am Berg: Bis Steigungen von 7-8% ist der Schub gut, sogar mit hoher Stufe sogar sehr gut. Wenn es aber richtig steil wird, dann ist die eigene Kondition entscheidend, weil eine Geschwindigkeit von 10 km/h nicht unterschritten werden sollte, weil der Motor sonst zu langsam dreht und entsprechend wenig Leistung bringt. Also: Großglockner mit Gepäck ist wohl nicht das primäre Einsatzgebiet des Add-e. Am leichten Rennrad hat es aber durchaus Charme sich mit dem Add-e die Bergwertungen zu erleichtern.
6) Wenn du eine Holowtec-Kurbel hast, dann ist die Montage ein Klacks. Bei älteren Tretlagersystemen könnte es kniffliger werden, weil die Demontage oft richtig schwer geht und du spezielles Werkzeug brauchst. Das hat aber nix mit dem Adde-e zu tun, sonderm dem Basisrad. Für einen Radmechaniker kein Problem, kostet halt 70 € mehr.
7) Probleme: Eigendlich kaum. Regen, heiße Temperatur spielen keine Rolle, die AkkuLadezeit ist OK. Wie das Verhalten im Winterbetrieb ist, weiß ich noch nicht. Das einzige , was mich zur Zeit etwas nervt ist, dass der Motor auch im Bereich unter 26 km/h hin und wieder für ein paar Sekunden ausschaltet und dann wieder zuschaltet. Das dürfte aber ein spezielles Problem bei mir sein, sonst hab ich davon noch nie in einem Forum gelesen. Auch hier hilft Add-e weiter und hat mich an einene Partnerbetrieb verwiesen, ich bin zuversichtlich dass wir eine Lösung finden (Vielleicht ist der Kurbel-Sensor nicht voll funtionsfähig?) .
8) Lautstärke: Auch wenn der Antrieb immer wieder als eher sehr leise beschrieben wird, ist meine Erfahrung anders: Ein helles Summen (Mischung Gelse/Zahnarztbohrer) ist immer hörbar. Der Add-e NEXT ist definitiv nicht so dezent wie viele E-Antriebe mit Naben- oder Kurbel-Antrieb. Man gewöhnt sich dran, und dann paßt das auch ...
9) Der Antrieb setzt sehr angenehm und ohne zu ruckeln ein! Das erstaunt mich immer wieder. Auch wenn man im Grenzbereich ~27 km/h unterwegs ist und der Antrieb sich immer wieder wegklappt, weil die Geschwindigkeitsgrenzen erreicht werden und dann wieder zuschaltet stört das beim Fahren überhaupt nicht.
10) Ws ist schade finde: Die Sensoren sind anscheinend nicht mit Fremdgeräten kompatibel - ich konnte sie zumindest nicht mit meinem Garmin 850 koppel, weil sie nicht erkannt werden.

FAZIT: Wenn du bereits ein hochwertiges Straßen-Rad hast, dass für dich perfekt paßt, du aber einen kleinen Helfer für permanenten Rückenwind willst, dann paßt der Add-e NEXT. Das Radfahren verlernst du damit sicher nicht, weil Treten bleibt dir nicht erspart - macht aber viel mehr Spass.
 
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MartinaD

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Gboost V6
Ich fahre den Gboost V6 mit dem größeren Akku auf relativ ebener Strecke problemlos mit wenig Eigenleistung 2x 20km.
Sowohl über den Gboost V6 als auch über den Add-e Next gibt's hier im Forum längere Threads mit jeder Menge Informationen und Erfahrungsberichten.
Gboost V6
add-e NEXT - Fragen und Antworten zur 3ten Generation

Die Entscheidung zwischen den beiden ist fast Geschmackssache. :D
Der Gboost hat keine externen Sensoren und kann mit einem "Schalthebel" am Lenker per Bowdenzug angelegt werdenoder mit einem kleinen Hebel direkt am Motor, wenn man das während der Fahrt nicht ändern möchte. Dann kann der Bowdenzug komplett weggelassen werden.
Die fünf Leistungssstufen lassen sich per App frei in der Unterstützung und Höchstgeschwindigkeit (bis 25 km/h in der hier legalen "Gold" Version) programmieren.
Der Add-e Next legt sich automatisch elektronisch gesteuert ans Hinterrad an und muss dafür etwas feinfühliger ausgerichtet werden als der Gboost. Die Stufen lassen sich unauffällig per Drehung des Akkuflaschen-Deckels wählen. Er hat per Bluetooth gekoppelte Sensoren und lässt sich einfach zwischen mehreren Rädern "umstecken", wenn bei diesen die entsprechende Halteplatte montiert ist.
 
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mosi-ohne-daisy

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Ich bin bereits ein Add-e gefahren. Jedoch leider eine alte Version.
Da es bei einem Händler war habe ich trotzdem keine Erfahrungen bekommen wie wenig Probleme auftreten und welche Motor besser ist usw.
Hallo Christian,
na wenn du schon einen Add-e gefahren bist, weisst du ja evtl. ob du dich mit dem automatischen runterklappen anfreunden kannst.
Evtl. kannst du ja einen Gboost auch irgendwo probefahren, musst dich mal outen wo du herkommst. Im Raum KA könntest du bei mir gucken kommen.

Da du ja auch fertige Räder im Visier hast, kennst du die hier :
Start
Finde ich evtl. eine interessante Alternative wenn man noch kein Bike hat ;-)
Ups, sehe gerade die haben ihr Akku-Konzept geändert, war vorher im Vorderrad der Akku.

Gruß Uwe
 
JohanK

JohanK

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add-e 600, Gboost V6, Shengyi X2, Q75, Q100 CST
Wäre froh wenn mir hier der ein oder andere seine Erfahrungen weitergeben könnte um mir die Kaufentscheidung zu erleichtern.
Viele haben keine Ahnung was Rollenantriebe anbelangt und machen demnach Kommentare die nicht gerechtfertigt sind. Es gibt aktuell nur 2 Systeme die in Frage kommen add-e Next oder Gboost - beide sind echt gute Systeme (y)
@Blizzzard: Darf ich fragen aus welcher Gegend du bist, gerne würde ich Dir eine Testfahrt ermöglichen - alles ist möglich(y)
Ergänzung:

@Blizzzard - Ok, die Sache hat sich vermutlich erledigt, resp. habe in einem anderen Thread von Dir gelesen "Nur finde ich den Preis relativ hoch wenn ich für den Motor 1200 euro bezahlen muss und ......."!
In diesem Sinne frage ich mich ernsthaft warum du ein Thread über Reibrollenantriebe angefangen hast:unsure:
Ansonsten, du bist doch aus Österreich da sollte es doch möglich sein in Villach vorbeizuschauen, egal wie groß die Distanz ist.
 
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Blizzzard

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Hallo Blizzzard,

Vielleicht hilft dir meine Erfahrung: Ich verwende den add-e Next Sport mit der stärksten Akku-Variante seit ~August dieses Jahres täglich zur Fahrt in die Arbeit (12 km je Richtung, ~100 hm auf den letzten Km) und alle Alltagswege und auch "Dienstfahrten" in der Stadt. Der Motor hat den Sinn, dass ich nicht alzu verschwitzt im Büro oder bei Geschäftspartnern ankomme. Ich bin sehr zufrieden damit, aber man muss wissen was man da kauft (Ich hab den alten Add-e auch mal bei einem Radverleih ausprobiert und da war ich nicht so begeistert).

1) Das Ding ist wirklich sehr leicht (2,6 kg auf meiner Badezimmerwaage inkl. Akku).
2) Die Verarbeitung ist sehr wertig. Gute Materialien, nix das klappert oder klemmt, sehr gute Anleitung für Einbau und Einstellung...
3) Der Support ist sehr gut und sehr schnell - hier im Forum als auch direkt beim Hersteller
4) Die Leistung und Reichweite paßt für mich genau: Bei einem Systemgewicht ~110 kg fahre ich mit nur-Bio-Antrieb meist zwischen 22 und 28 km/h auf der Ebene. Mit dem Add-e reicht da Stufe 1 um einen deutlich merkbaren Zusatzschub zu bekommen. Manchmal ist mit der Vortrieb sogar in Stufe 1 beinahe ein bisserl zu viel. Bergauf kannst du noch 5 Stufen zuschalten (die Reichweite leidet natürlich entsprechend), dann geht die Post ab. Wenn ich am Abend den Akku auflade, nach 30 - 40 km Wegstrecke im leicht hügeligen Wien ist er meist noch ~ 50% voll. Für Radtouren bi s100 km sollte der Akku reichen, wenn man fleißig mittritt.
5) Schub am Berg: Bis Steigungen von 7-8% ist der Schub gut, sogar mit hoher Stufe sogar sehr gut. Wenn es aber richtig steil wird, dann ist die eigene Kondition entscheidend, weil eine Geschwindigkeit von 10 km/h nicht unterschritten werden sollte, weil der Motor sonst zu langsam dreht und entsprechend wenig Leistung bringt. Also: Großglockner mit Gepäck ist wohl nicht das primäre Einsatzgebiet des Add-e. Am leichten Rennrad hat es aber durchaus Charme sich mit dem Add-e die Bergwertungen zu erleichtern.
6) Wenn du eine Holowtec-Kurbel hast, dann ist die Montage ein Klacks. Bei älteren Tretlagersystemen könnte es kniffliger werden, weil die Demontage oft richtig schwer geht und du spezielles Werkzeug brauchst. Das hat aber nix mit dem Adde-e zu tun, sonderm dem Basisrad. Für einen Radmechaniker kein Problem, kostet halt 70 € mehr.
7) Probleme: Eigendlich kaum. Regen, heiße Temperatur spielen keine Rolle, die AkkuLadezeit ist OK. Wie das Verhalten im Winterbetrieb ist, weiß ich noch nicht. Das einzige , was mich zur Zeit etwas nervt ist, dass der Motor auch im Bereich unter 26 km/h hin und wieder für ein paar Sekunden ausschaltet und dann wieder zuschaltet. Das dürfte aber ein spezielles Problem bei mir sein, sonst hab ich davon noch nie in einem Forum gelesen. Auch hier hilft Add-e weiter und hat mich an einene Partnerbetrieb verwiesen, ich bin zuversichtlich dass wir eine Lösung finden (Vielleicht ist der Kurbel-Sensor nicht voll funtionsfähig?) .
8) Lautstärke: Auch wenn der Antrieb immer wieder als eher sehr leise beschrieben wird, ist meine Erfahrung anders: Ein helles Summen (Mischung Gelse/Zahnarztbohrer) ist immer hörbar. Der Add-e NEXT ist definitiv nicht so dezent wie viele E-Antriebe mit Naben- oder Kurbel-Antrieb. Man gewöhnt sich dran, und dann paßt das auch ...
9) Der Antrieb setzt sehr angenehm und ohne zu ruckeln ein! Das erstaunt mich immer wieder. Auch wenn man im Grenzbereich ~27 km/h unterwegs ist und der Antrieb sich immer wieder wegklappt, weil die Geschwindigkeitsgrenzen erreicht werden und dann wieder zuschaltet stört das beim Fahren überhaupt nicht.
10) Ws ist schade finde: Die Sensoren sind anscheinend nicht mit Fremdgeräten kompatibel - ich konnte sie zumindest nicht mit meinem Garmin 850 koppel, weil sie nicht erkannt werden.

FAZIT: Wenn du bereits ein hochwertiges Straßen-Rad hast, dass für dich perfekt paßt, du aber einen kleinen Helfer für permanenten Rückenwind willst, dann paßt der Add-e NEXT. Das Radfahren verlernst du damit sicher nicht, weil Treten bleibt dir nicht erspart - macht aber viel mehr Spass.

Hallo

Danke für die ausführliche Antwort. Hier sind viel Infos drinnen die mir weiterhelfen. Gerade weil du ca. denselben Arbeitsweg hast wie ich. :)
Da du noch keine Probleme hattest und doch schon gute drei Monate unterwegs bist scheint die Qualität ja zu stimmen. Bergfahrten sollen es bei mir sowieso nicht werden da ich dann mit dem Mountain Bike unterwegs bin.

Ich denke den Einbau würde ich machen lassen da eine längere Einlesephase bräuchte und doch bei dem ein oder anderen Probleme auftreten bei welchen ich nicht mehr weiter wüsste :D
Ergänzung:

Viele haben keine Ahnung was Rollenantriebe anbelangt und machen demnach Kommentare die nicht gerechtfertigt sind. Es gibt aktuell nur 2 Systeme die in Frage kommen add-e Next oder Gboost - beide sind echt gute Systeme (y)
@Blizzzard: Darf ich fragen aus welcher Gegend du bist, gerne würde ich Dir eine Testfahrt ermöglichen - alles ist möglich(y)
Ergänzung:

@Blizzzard - Ok, die Sache hat sich vermutlich erledigt, resp. habe in einem anderen Thread von Dir gelesen "Nur finde ich den Preis relativ hoch wenn ich für den Motor 1200 euro bezahlen muss und ......."!
In diesem Sinne frage ich mich ernsthaft warum du ein Thread über Reibrollenantriebe angefangen hast:unsure:
Ansonsten, du bist doch aus Österreich da sollte es doch möglich sein in Villach vorbeizuschauen, egal wie groß die Distanz ist.
Hallo

Die Sache mit den zwei Themen hat folgenden Grund. Anfangs habe ich gedacht ich möchte einen Add-E. Jedoch habe ich so viele schlechte Meinungen gelesen und gehört das ich mir nicht mehr sicher war ob das das beste für mich ist.
Dann habe ich in Richtung fertiges Bike gesucht und habe gedacht z.B. das Cowboy wäre eine gute alternative für mich. Inzwischen bin ich nach einigen Probefahrten jedoch so weit das ich nicht mehr der Meinung bin das ich ein Fertiges Bike finde welches in mein Preisschema passt. Zusätzlich sollten ja auch noch Qualität das Optische und die Ausstattung passen.

Die Probefahrt in Villach kommt für mich nicht in Frage da Österreich doch nicht so klein ist. Da hätte ich eine Anfahrt von 5:30 Stunden. Der Händler in meiner nähe hat mir ja die Probefahrt schon ermöglicht. Wenn auch nicht mit der neuesten Generation.
Kommen tue ich aus Österreich am Bodensee.

Interessant wäre jetzt noch von dir zu hören was der Vorteil vom Gboost gegenüber dem Add-E ist. Du hast ja beide Motoren verbaut was ich in dem anderen Thema gelesen habe.
Stört dich der Seilzug vom Gboost nicht an deinem Rennrad? Hast du ein Gewicht wie schwer der Gboost ist?

Ich hoffe trotzdem noch eine Antwort von dir zu bekommen :)
Ergänzung:

Hallo Christian,
na wenn du schon einen Add-e gefahren bist, weisst du ja evtl. ob du dich mit dem automatischen runterklappen anfreunden kannst.
Evtl. kannst du ja einen Gboost auch irgendwo probefahren, musst dich mal outen wo du herkommst. Im Raum KA könntest du bei mir gucken kommen.

Da du ja auch fertige Räder im Visier hast, kennst du die hier :
Start
Finde ich evtl. eine interessante Alternative wenn man noch kein Bike hat ;-)
Ups, sehe gerade die haben ihr Akku-Konzept geändert, war vorher im Vorderrad der Akku.

Gruß Uwe
Diese Bikes habe ich bereits im Auge gehabt. Jedoch ist auch hier für mich eine Probefahrt unmöglich (nur in Berlin möglich).
Der Preis für ein Fahrrad mit Schaltung welche ich benötige und mit Schutzblechen ist mit fast 3000€ doch schon wider hoch wie ich finde.
 
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JohanK

JohanK

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Interessant wäre jetzt noch von dir zu hören was der Vorteil vom Gboost gegenüber dem Add-E ist. Du hast ja beide Motoren verbaut was ich in dem anderen Thema gelesen habe.
Sorry, aber auf direkte Vergleiche möchte ich aus gutem Grund verzichten, in den jeweiligen Threads wie auch auf den jeweiligen Homepages gibt es jede Menge an Infos.
Wie schon gesagt sind beide Systeme ganz OK, haben sich enorm weiterentwickelt.
Wenn man sich nicht entscheiden kann dann sollte man unbedingt eine Testfahrt anstreben mit den aktuell erhältlichen Motoren.

Ansonsten, das Schlimmste in allen Dingen ist die Unentschlossenheit - bin ech froh nicht mit dem Virus infiziert zu sein:sneaky: resp. habe mir zusätzlich zu all meinen Motoren kürzlich noch ein China-Nabenmotor bestellt, dies rein aus Neugier auf Neues:)
 
Nixauto

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@Blizzzard
sofern Du noch an einer Probefahrt mit einem Add-e Next interessiert sein solltest und Konstanz für Dich eine machbare Entfernung wäre, könntest Du vielleicht mt @TREBLEDE hier aus dem Forum Kontakt aufnehmen.
Vielleicht ergibt sich dann ja eine Möglichkeit, den add-e Next mal anzutesten.

Ich fahre Add-e seit Januar 2016 und den Next seit April diesen Jahres und der hat dann wirklich die Butter vom Brot gezogen. Es lohnt sich wirklich den mal probezufahren.

Der Motor ist an einem Radon Trekking Rad montiert und das dient mir für die täglichen kleinen Besorgungen und einmal die Woche zum Getränkeeinkauf per Hänger... ja der Motor schafft das auch mit der entsprechenden Eigenleistung des Fahrers. Und bei mir ist es auch durchaus hügelig mit 10% Steigungen. Gerade dabei ist eine Unterstützung in der 3. oder 4. Stufe des Add-e Next (Mapping 2) sehr willkommen.
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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@Blizzazrd

wie viele Steigungen hast du auf deiner Strecke...
falls es sehr flach ist, würde ich auch mal in die andere Richtung denken..

du schriebst, dass dir fahren über 25km/h auch wichtig ist, also der MOtor nicht viel bremsen soll und darf..
und dass du mit dem Rennrad so 25km/h Schnitt fährst und der Wind dich morgens stresst..

mein dezenter Hinweis: optimiere mal richtung Aerodynamik.. sprich: Liegerad mal probieren

da ist Wind weit weniger ein Thema
ich fahre zw. 11 und 16km in die Arbeit, hab mit Liegerad eigentlich immer so 30km/h Schnitt (da ist 2km Schotterweg, paar 100m Singletrail, 800m Stadtfahrt mit Ampeln dabei..
dort wo es läuft (Radweg in Wien auf der donauinsel) hab ich bis zu 41km/h gefahrenen Schnitt auf ca. 10km

ich bin damit deutlich schneller als mit dem Rennrad

und auch wenn ich es ganz gemütlich angehe ist ein Fahren unter 25km/h praktisch nicht möglich ;)

laut Kreuzotter sind für 25km/h so 60-70Watt nötig
sprich: gemütlich dahinkurbeln
(ist wie Rennradfahren nur mit Rückenwind)
fürs Rennrad gibt Kreuzotter ca. 100-120Watt für 25km/h an (geh mal davon aus dass du die 15km Arbeitsweg nicht ständig in untenlenkerhaltung fährst ;) )
wenns Gegenwind gibt, wird die Freude am LIegerad immer größer weil alle anderen sich so plagen ;)

also eventuell das auch überlegen.. für ca. 1000 Euro kriegst schon gute gebrauchte schnelle Liegeräder

zusätzlich sind sie auch noch bequem, man sieht besser als am Rennrad (wenn man längere STrecken fährt wird am Rennrad der Kopf schwer)
und kann auch recht viel Gepäck mitnehmen ohne sich die Aerodynamik gleich zu verhauen..:

also nur als Alternativ-Vorschlag

wenn du viele Steigungen hast auf den 15km wird natürlich ein Motor interessanter
 
wettermax

wettermax

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G.Boost V6 Platinum
Alles Bastelkram.
Wenn ich so eine Äußerung lese, könnte ich kotzen, zeugt von wenig Ahnung aber Besserwisserei.
Ergänzung:

Ohne zu schwitzen bei der Strecke und so kleinem Akku kannst du vergessen egal welcher dieser Antriebe.

verbau einen Nabenmotor mit brauchbarem Akku. Das kostet die Hälfte und du hast 500Wh und nicht 200.

Diese Reibrollenantriebe sind was für leichtbaufetischisten die den Antrieb nur sporadisch nutzen (Steigungen/Gegenwind) und so wenig Akku brauchen weil sie selber viel zusteuern.
Völliger Blödsinn. Hast Du so einen Antrieb langfristig getestet? Ich fahre dem GBoost V8 Platin mit 130 Kg Systemgewicht und 16Ah Akku seit mehreren Monaten, damit verblase ich jeden Frontmotor. (auch die Pizzafahrer)
Jeden Tag zur Arbeit und zurück. Im Urlaub lange Strecken. Aber Du scheinst ja Ahnung zu haben.
 
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Ewi2435

Ewi2435

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TDCM 48V 20A Bh Bikes Nitro 45km/h S-Pedelec
Wenn ich so eine Äußerung lese, könnte ich kotzen, zeugt von wenig Ahnung aber Besserwisserei.
Ergänzung:


Völliger Blödsinn. Hast Du so einen Antrieb langfristig getestet? Ich fahre dem GBoost V8 Platin mit 130 Kg Systemgewicht und 16Ah Akku seit mehreren Monaten, damit verblase ich jeden Frontmotor. (auch die Pizzafahrer)
Jeden Tag zur Arbeit und zurück. Im Urlaub lange Strecken. Aber Du scheinst ja Ahnung zu haben.
???
16Ah sind auch kein kleiner Akku mehr sondern mehr als so manch fertig Pedelec an Board hat.

Bei 200Wh für 30km Fahrstrecke ist nunmal ein gewisser Eigeneinsatz notwendig, es sei denn man lässt sich bei niedriger Geschwindigkeit schieben. Dann darf es aber auch keine Steigungen geben.
 
linzlover

linzlover

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Bosch S-Performance, 24V-Bafang u. 600W-E-Mofa
Da es ja um eine Unterstützung bei Bedarf geht und nicht um die große Leistungskeule möchte ich trotzdem nochmal einen kleinen, leichten Naben-Getriebemotor ins Spiel bringen. Eine kleine Version fürs Vorderrad ist im Durchmesser ja nicht viel größer als ein Nabendynamo, ab 1,6kg bist Du dabei. Nochmal 400 Gramm für Controller und Verkabelung sind 2kg. Beim Akku bist Du dafür frei von typspezifischen Restriktionen, und da Du keinen allzu große Akku brauchst solltest Du mit 1,5kg hinkommen. OK, ist dann zwar ein kg mehr als der Add-E, kostet aber bestenfalls die Hälfte.

Ich hatte für das Faltrad auch mal den Add-E angedacht, aber die Restriktionen bezüglich des Akkus haben mich davon abgehalten. Ich bin schon beim S mit Bosch gegängelt, das möchte ich da umgehen. Diejenigen, die den Add-E fahren, scheinen ganz überwiegend aber zufrieden zu sein, also scheint das Ding doch eine ordentliche Qualität zu haben.
 
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