Rat gesucht: Prophete Navigator 6.5 mit Bafang BBS01 klopft

Diskutiere Rat gesucht: Prophete Navigator 6.5 mit Bafang BBS01 klopft im Discounter / Direktvertrieb Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; ´Nabend! Ich brauche Rat bei meinem Rad - daher frage ich hier mal nach, da ich grad bei einem Problem mit meinem Händler und dem...
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Bafang BBS01
´Nabend!

Ich brauche Rat bei meinem Rad - daher frage ich hier mal nach, da ich grad bei einem Problem mit meinem Händler und dem Herstellersupport nicht weiterkomme.

Kurz zu mir: Ich mache an meinen Rädern schon seit Jahren eigentlich alles selbst, von Wartung über Verschleißreparaturen, Teiletausch, Einstellungen bis hin zum Laufradzentrieren. Über die Jahre waren die Patienten schon Rennrad, Trekkingräder, Mountainbikes... lediglich Nabenschaltungen hatte ich noch nicht vorm Schraubenschlüssel, und bislang auch noch kein Pedelec. Mein Alltagsrad ist ein fast 15 Jahre altes, gehegtes und gepflegtes Bulls Fully.

Mein Navigator 6.5 (Trekking, 28 Zoll, 8 Gang Shimano Acera, Schraubkranz, V-Brakes, BBS01 Mittelmotor mit "e-novation"-Label) habe ich Mitte Mai bei einem Online-Händler bestellt und wenige Tage später geliefert bekommen. Bei den üblichen Starttätigkeiten (Sattel, Lenker, Schaltung, Bremsen einstellen) kamen in den ersten Tagen die ersten wenigen Kilometer bei Testfahrten um den Block auf den Tacho. Erst mal rausfinden, wie das so funktioniert, welche Kadenz zu dem Rad in welchem Gang bei welchem Gelände am besten passt.

Die ersten Fahrten zur Arbeit waren auch noch etwas verhalten und gemütlich - welche Unterstützungsstufe passt zu welchem Gang? Gut, also eingewöhnt, schien auch alles in Ordnung. Bis ich dann, angekommen doch mal auch auf Unterstützungsstufe 4 im 7. und 8. Gang und damit bei "Endgeschwindigkeit" bemerkte, dass etwas ein Geräusch macht.

Ein Geräusch, dass sich am ehesten als "Klopfen" beschreiben lässt. Als würde man mit dem Fingerknöchel gegen den Rahmen klopfen, oder an das Schubladenelement aus Metall unterm Schreibtisch. Dumpfes metallisches klopfen eben. Auch im Rahmen war es leicht zu fühlen. Das Klopfen wiederholt sich periodisch, könnte so etwa ein mal pro Umdrehung des Hinterrades sein. Kommt auch etwa aus der Richtung - jedenfalls nicht von vorne.

Laufleistung bis zu diesem Zeitpunkt waren wenn´s hoch kommt 70km.

Ich dachte, "Ok, leichter Seitenschlag im Hinterrad, die Felge klopft an den Bremsschuh..." Also ab auf den Montageständer, Hinterrad raus und in den Zentrierständer gespannt. Genau hingeschaut, und - nix. Kein Schlag, kein Spiel, alles in Ordnung. Lediglich der Schraubkranz eiert leicht, aber das ist ja fast normal bei den Dingern.

Ich wunderte mich und probierte also aus, wann genau das Klopfen vorkommt: Nur im 7. und 8. Gang, also auf den kleinsten Ritzeln. Unabhängig davon, ob ich mit Motor fahre oder ohne. Beim Rollen ist es still, kein Klopfen. Seltsam.

Ich rief also einfach mal beim Prophete Kundenservice an, um zu fragen, ob die vielleicht eine Idee haben. Antwort: Das Rad ist ja noch neu, da müssen erst einige Kilometer gefahren werden, damit sich auch alles setzt. Das dauert einfach noch ein wenig, dann ist es wieder still. Na gut...

Himmelfahrt, Radtour, Klopfen nach wie vor da, 200km auf dem Tacho. Erneuter Anruf bei Prophete: Ja, dann müsste sich ein Monteuer die Hinterradnabe ansehen, da stimmt etwas nicht. Abfrage der genauen Modellnummer - ach Moment! Das Modell hat ja eine Kettenschaltung, die muss nur richtig eingestellt werden, damit hat der Kundenservice aber nichts zu tun. Ich versicherte, dass die Schaltung richtig eingestellt ist - alle Gänge funktionieren, es schaltet sich einwandfrei, kein Rasseln, keine Knirschen. Nein, das Klopfgeräusch kann nur daran liegen, ich muss die Schaltung einstellen lassen.

Na gut, nochmals geprüft, aber da gab es nichts noch besser einzustellen. Und nun? Reklamation beim Händler - neues Rad, grad eine Woche in Nutzung, also klarer Fall innerhalb der Garantiezeit. Ich rief also bei der Hotline des Händlers an und schilderte den Fall. Kein Problem, da muss sicher ein Monteuer rauskommen und sich das ansehen, man klärt alles mit dem Hersteller.

Warten.

Nachfragen.

Warten.

...und so weiter. Der Händler hat sich nicht ein Mal zurückgemeldet, ich habe hinterhertelefoniert, später dann auch noch eine komplette Schilderung des Sachverhalts gemailt. Nur auf Nachfrage erfuhr ich, dass der Hersteller zwischenzeitlich die Modellnummer angefordert hatte.

Zwischenzeitlich teilte ich auch noch das bekannte "Akku leer - Display zeigt halbvoll"-Problem mit, wenn man schon grad dabei ist.

Heute hatte ich nun genug - gestern waren 4 Wochen um seit der Reklamation beim Händler. Ich machte der Hotline also klar, dass es so nicht weitergehen kann und bestand auf konkreten Aussagen, wann sich des Problems angenommen wird. Ich bekam die Zusage, dass sich heute noch jemand zurückmelden wird dazu. Das selbe spiel also wie vor einer und vor zwei Wochen...

Dann kam aber heute doch noch eine eMail mit der weitergeleiteten Antwort des Herstellerservice. Sinngemäß etwa:

"Es könnten lockere Speichen sein, die müssen festgezogen werden, reguläre Wartungsarbeit, kein Fall für Gewährleistung".

Und zum zweiten Problem:

"Bei einem Weitgehend entladenen Akku kann es zu dem Phänomen kommen, dass die Displayanzeige noch eine relativ hohe Restkapazität anzeigt, bei einem relativ hohem Belastungszustand die Kapazität des Akkus aber nicht mehr ausreicht um den Antrieb zu gewährleisten. Der Akku muss in diesem Fall wieder aufgeladen werden." - ich glaube fast, diesen Wortlaut habe ich schon mal hier gelesen.

Und nun? Ich hab grad echt nicht so wirklich eine Idee, was ich weiter machen kann. Zum Thema Akku & Anzeige gibt es ja offenbar verschiedene Aussagen, ob sich da etwas tun wird ist ja offen.

Aber bei dem Klopfen habe ich eben Bedenken, dass da etwas im Motor nicht in Ordnung sein könnte, und nur Vorbote zu einem gravierenden Problem und Ausfall ist. Ich starte keine große Tour derzeit, ist mir so zu riskant. Und zudem nervt es einfach beim Fahren.

Meiner Meinung nach kann es aber doch nicht an "lockeren Speichen" liegen - die Geräusche dadurch sind doch eher ein Knacken, Knirschen oder Knarzen, aber kein Klopfen, und sicherlich nicht abhängig vom eingelegten Gang. Und es trat ja schon bei wirklich wenig Laufleistung auf - kann doch nicht sein, dass man unmittelbar nach dem Kauf schon Reparaturen machen lassen soll.

Puh... viel Text, viel zu lesen - aber vielleicht hat von euch ja jemand eine Idee, woran das Klopfen liegen könnte, wie es sich beheben lässt, wie ich den Kundendienst davon überzeuge... was auch immer, bin grad echt angenervt von der Situation, und hoffe, ich bekomme hier neue Ideen, wie es weitergehen kann :(
 
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Guiri

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Zieh erst mal die Speichen vom Hinterrad um eine ¼ Umdrehung nach bevor du kirre wirst.
 
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Skeptiker

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Erst mal vorweg: Locker machen. Zweitens Hirn einschalten und im Ausschlussverfahren vorgehen.
Beim einfach Rollen tritt es nicht auf, sondern nur beim Schub? Ob mit oder ohne Motor?
Dann kann es unmöglich der Motor sein, denn der ist beim Treten ohne Strom duch einen Freilauf entkoppelt.
Ist das Klopfen synchron zum Treten? Wenn nicht, dann ist es auf keinen Fall der Motor und auch nicht im Tretkurbelbereich, dann scheidet der Antrieb komplett aus.
Ist das Klopfen synchron zur Radumdrehung? Wenn ja, dann wuürde ich die Speichenspannung prüfen oder einfach mal rundum JEDE Speich anziehen wie vom Vorposter empfohlen. Wenn immer noch Geräusch, Mechaniker kommen lassen.
Ist das Klopfen synchron zum Kettenumlauf? Wenn Ja, ist ein Kettenglied steif, was erklärt, dass es nur auf den kleinen Ritzeln passiert.
Und wenn schon mal das Hirn arbeitet und Deine Angaben verlässlich sind, dann hast Du die Antwort doch schon: Die Kette ist es.
Also, dank Deiner langjährigen Praxis kannst du den Fehler selbst schneller finden als der arme Kerl vom Telefoncenter. Und nochmal: Mach Dich locker.
 
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So. Ganz gelockerte zwei Wochen später. Danke für eure Tipps, zu denen wie folgt:

Kette: Keine festen Glieder, der Rhythmus lag auch nicht beim Kettenumlauf. Das Klopfgeräusch hat sich auch mittlerweile etwas verlagert in Richtung sechstes Ritzel, ist aber sonst gleich geblieben. Müsste sich ja ändern auf diesem größeren Ritzel.

Speichen: Das Hinterrad lief nahezu exakt sauber, kein Seiten- oder Höhenschlag feststellbar. Bei lockeren Speichen würde ich das aber annehmen, da die sich wohl nicht zufällig exakt alle um den selben Faktor setzen. Nun gut, aber schaden kann´s ja kaum, also alle Speichen reihum um 1/4 Umdrehung fester gestellt. Keine Änderung am Klopfen.

~~

Den Misserfolg beim Speichennachziehen habe ich dem Händler Anfang KW 27 mitgeteilt, und er sagte nun höchste Priorität und umgehende Bearbeitung und Antwort zu. Also genau so wie in den Wochen zuvor...

Oh Wunder! Nach nun vollen 5 Wochen seit Reklamation tat sich aber etwas! Ohne Ankündigung oder Rücksprache erreichte mich ein Paket der SI Zweirad-Vertriebs-GmbH! Inhalt: Ein neues Hinterrad. Schön! Toll! Oder... moment, und nun? Wohlgemerkt ein Hinterrad - kein Mantel, kein Schlauch, kein Felgenband. Gut, lässt sich ja fix vom alten Rad umbauen. Aber es war auch kein Schraubkranz dran. "Tolles Ding - und wann kommt der Monteuer?" fragte ich mich da. Nicht dass ich nicht eventuell auch den Schraubkranz umbauen könnte - aber hey, danach heißt es, ich hätte was vermurkst? Nein danke. Zumal ich mir auch nicht sicher bin, ob ich den passenden Abzieher habe, sonst habe ich eben Steckkasetten auf meinen Rädern. Oh, und der Hinweis auf eine Rechnungsstellung wenn ich das Originalteil nicht fristgemäß zurücksende war auch noch dabei...

Frage also beim Händler, was es nun mit dieser Lieferung auf sich hat. Man sagte mir erneut höchste Prio, umgehende Bearbeitung und Antwort zu... kannte ich ja schon zu genüge. Bislang gab es nicht eine einzige Rückmeldung vom Händler ohne nachzufragen.

Um nun herauszufinden, warum sich alles so verzögert und nichts voran geht, und wie es nun weitergehen soll mit dem nun bereits zugestellten Hinterrad, rief ich am 10.7. bei Prophete an. Dort war der Fall auch bereits präsent und es stellte sich heraus, dass man dort erst genauere Angaben dazu seit KW 27 hatte! Der Händler hatte also vorher quasi nichts von der mehrfach - telefonisch und schriftlich - übermittelten Problembeschreibung weitergegeben. Jedenfalls nicht viel mehr, als dass ich ein Problem mit Geräuschen, die mein Fahrrad macht, habe. Auch meine Kundendaten waren nun erst an Prophete mitgeteilt worden. Das Hinterrad hatte der Händler bestellt auf dem Weg, wie ein Fachhändler ein Ersatzteil bestellen würde, welches er selbst in seiner Werkstatt austauscht.

Mit der Lieferung des Hinterrades hat Prophete da wirklich schnell reagiert, hier gibt man sich also wirklich Mühe, Probleme zu lösen und zufriedene Kunden zu haben :) Ich schilderte also die komplette Geschichte und die Probleme, und man sagte mir umgehende Hilfe zu:

Akkuanzeige: Problem bekannt, leider aktuell nicht lösbar. Man warte auf den Hersteller bzw. dessen neue Softwareversion. Diese sollte eigentlich schon da sein, aber es verzögert sich noch. Wenn es die neue Software gibt, dann wird das Display getauscht. Ok, abwarten, ist zwar ärgerlich, lässt sich aktuell aber wirklich nichts dran ändern.

Klopfen: da das Ersatzteil ja schon da ist wird ein Mechaniker vorbeikommen und das Hinterrad nebst Schraubkranz austauschen, das Rad korrekt einstellen und prüfen, damit auch alles damit wirklich in Ordnung ist.

Am 13.7. kam schon - und auch hier muss ich ja sagen, Prophete war da schneller als ich überhaupt damit gerechnet hätte - die Terminankündigung für heute. Der Mechaniker war vorhin da, tauschte das Hinterrad und den Schraubkranz, stellte die Schaltung neu ein, bemängelte die bereits total abgefahrenen Bremsbacken an der Hinterradbremse ("heutzutage gibt´s ja nur noch so weiches Material, die halten da eben nicht lange") und stellte fest, dass der alte Schraubkranz zu stark eiert, damit wäre so oder so etwas nicht in Ordnung gewesen.

Er lies mich dann probefahren, und... leider überhaupt keine Änderung beim Klopfen :( Er meinte, das müsse dann das normale Geräusch sein, welches so ein Schraubkranz eben macht, das könne auch mal lauter sein. Ich soll damit fahren, vielleicht geht es ja noch weg, aber da könne man sonst nichts dran ändern. Aber nach dem Tausch des kompletten Hinterrades müsste sich doch zumindest irgendwas am Geräusch ändern?

Ich habe so etwas allerdings weder bei einem meiner Räder oder bei Familienmitgliedern, noch bei Rädern die irgendwo durch die Gegend fahren bislang gehört. Und somit bleibt es nach Rücksprache mit dem Prophete-Service vorerst dabei: Weiterfahren, wenn es nicht besser wird geht die Suche weiter...

Ein Gutes hatte die Aktion bislang: Der neue Schraubkranz eiert nun nahezu gar nicht (!!!), und das Rad fährt sich - ohne Motor - gefühlt deutlich leichter. Vielleicht auch nur Einbildung.

Nein, irgendwas war am Hinterrad doch faul ;) Großes Lob aber schon an Prophete! Und an den Händler: "Setzen, sechs."
 
Hasso123

Hasso123

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Heinzmann, Fischer Proline ECU 1401,Umbau-Pedelec
Hallo.
Leidige Geschichte ohne das erwartete Ende...(n)
Ich würde das Hinterrad damit ausschließen, außer es melden sich hier noch User die das selbe Pedelec fahren und schildern, ob die dieses klopfen auch haben.
* Das solche Ersatzteile nur halb fertig zum Kunden kommen, scheint auch bei anderen Firmen gängig zu sein.
Hatte auch Mal bei Aldi ein 7gang Nexus Hinterrad reklamiert, geschickt wurde ein neues (y) aber da fehlte das Ritzel, der Bremsarm und die Schaltung, zumindest das wo der Zug eingesetzt wird zum schalten. Musste alles vom alten Rad umgebaut werden.
Naja, basteln am Fahrrad/ Pedelec ist schon einer meiner Hobbys worden, so zwangsläufig. :whistle:;)
Ich lese immer wieder gerne Erfahrungen ander User mit den Firmen, wenn es Probleme gibt. Vielleicht lernt man was dazu oder Wundert sich dann nicht mehr so über das Verhalten bestimmter Händler/ Firmen.
Dir dennoch viel Glück bei der Fehlersuche (y)

LG Hassan
 
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Bafang BBS01
Dank Wetter kamen erst 200km dazu in der Zwischenzeit. Nun sollte es im Urlaub noch losgehen mit einigen ausgedehnten Touren. dafür extra einen Zweitakku gekauft, Navi-Halter gebaut, alles vorbereitet - doch was macht das Rad nun für Geräusche?

Weil ich dran vorbeikam mal bei BOC in der Werkstatt vorstellig geworden: Das neue Hinterrad hat einen Lagerschaden, die Achse ist auch nicht gerade, und der Freilauf im Schraubkranz hat etwas viel Spiel... Dass es erst 200km hinter sich hat nahm man recht ungläubig auf, empfahl aber eher einen Tausch als eine Reparatur, da diese teurer werden würde. Und ich sollte lieber keine längeren Strecken damit fahren, ich käme wohl nicht mehr sehr weit.

Das war´s also mit den geplanten Touren. Ich fürchte das wird noch zu einer neverending story...
 
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Üps

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Vielleicht könntest du den Fehler mal mit deutlich weniger Ausschweifungen beschreiben: Wie ist das mit dem Klopfen?
Nur mit Motor? Oder auch beim Treten ohne Motor?
Oder auch ganz ohne Treten?
Vom Gang abhängig?
Von der Last abhängig?
Im Takt von der Drehzahl des Hinterrads abhängig?
Im Takt von der Drehzahl des Kettenblatts abhängig?
Wird allmählich lauter, wechselhaft oder immer konstant?
 
Phrophete

Phrophete

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nicht lachen, das hatte ich auch mal, an einem xdurofully, habe das Teil zum Haibikedealer gebracht und der sagte mir: alles in Ordnung, das ist das Pedal, ich lachte und dachte mach mal, wirklich es war und ist weg, ob da noch was anderes gemacht wurde weiß ich natürlich nicht, war mir aber auch Wurst, Garantie, falsch - Pedale sind da ausgeschloßen und so mußte ich die 40 Euros selbst zahlen, aber das Teil furzt wieder ohne klopfen und knacken
 
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Mal ein Update:

In der Zwischenzeit war zwei mal ein Techniker von Prophete bei mir und hat sich um mein Rad gekümmert. Nach den Problemen mit dem defekten Austauschhinterrad habe ich, da ich nicht bis zum Technikertermin auf das Rad verzichten wollte, selbst das Hinterrad getauscht gegen ein besseres (geöste Speichenlöcher, Kassette statt Schraubkranz, bessere Nabe). Das änderte am Klopfen allerdings nichts, wodurch das Hinterrad als Ursache nun endgültig ausschied. Es waren nun also vom "Antriebsstrang" schon Hinterrad komplett, Kette und Schaltröllchen getauscht.

Als dann auch noch Probleme mit dem Motorfreilauf dazu kamen (Knacken, Durchrutschen bzw. ins Leere treten) wurde der Motor getauscht. Und so fahre ich jetzt seit etwa 400km ohne Klopfen, Knacken, Knarzen - so gefällt mir das :)

Heute bekam ich nun einen Anruf von Prophete - die Nachfrage, ob das Problem mit der ungenauen Akkuanzeige im Display noch bestehen würde. Es gäbe jetzt ein Update, ein Techniker kommt demnächst vorbei um es aufzuspielen. Bin gespannt :)
 
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Das Display-Update wurde letzte Woche aufgespielt. Nunja, nun ist es... anders auf jeden Fall...

Frisch geladener voller Akku: 4/4 am Akku, 5/5 auf dem Display
Ein paar km gefahren: 4/4 am Akku, 4/5 auf dem Display
20 km gefahren: 4/4 am Akku, 3/5 auf dem Display
30 km gefahren: 3/4 am Akku, 2/5 auf dem Display
40 km gefahren: 2/4 am Akku, 1/5 auf dem Display

Eine Akkuladung reicht bei meinem Arbeitsweg und meiner Fahrweise etwa knapp 90 km. Somit zeigt das Display jetzt bei halb-vollem Akku schon "fast leer" an. Nun könnte es also laut Display jederzeit vorbei sein mit der Unterstützung. Ob das jetzt besser ist? :(
 
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Ich habe die Hoffnung, dass sich alle Probleme lösen lassen, mittlerweile aufgegeben, möchte meine Erkenntnisse aber hier noch für die Nachwelt oder andere Navigator-6.5-Fahrer (die es kaum zu geben scheint) dokumentieren.

Die Abweichung der Akkustandsanzeige im Display von der Anzeige direkt am Akku und von der Realität zeigte sich, wie schon beschrieben, auch nach mehreren Volladungen meiner beiden Akkus: Mit dem neuen Softwareupdate ist das "Schätzeisen" nun noch ungenauer als vorher. Mit der alten Software wusste ich, wenn es auf nur noch zwei Balken runtergeht, dann habe ich noch etwa 10km Unterstützung - damit hatte man zumindest einen Anhaltspunkt. Da beim Navigator eSport die Anzeige durch das Update ja wesentlich besser wurde vermute ich, dass das Update für die Bafang-Motoren wohl nicht so genau geprüft wurde, und einfach nicht ganz dazu passt.

Beim letzten Besuch eines Technikers meinte dieser noch, meine Akkus sollte ich mal zum Überprüfen einschicken - denn die Anzeige am Akku müsste genau sein, und bei fast leer ja auf "rot" gehen, daran sollte ich mich dann orientieren. Allerdings habe ich diese rote LED am Akku bei keinem der beiden bislang mal leuchten sehen. Gut, den ersten Akku hat Prophete abholen lassen, geprüft und zurückgeschickt. Allerdings ohne jegliche Angabe darüber, ob etwas nicht OK war. Nur die Mitteilung, dass eine Überprüfung stattgefunden hat. Nach mehreren Telefonaten mit dem Prophete-Service hatte ich mich weit genug durchgefragt, um folgende Auskunft zu bekommen: Der Akku ist 100% in Ordnung, alle Zellen OK. Auf die Frage allerdings, warum die Anzeige nie auf "rot" schaltet, wenn der Akku leer wird, und was der Techniker ja auch als "nicht normal" eingestuft hatte, gab es folgende Auskunft: Mittlerweile wäre bekannt, dass die Akkustandsanzeige dieser Samsung-Akkus nicht genau wäre, man hätte das Problem aber noch nicht lösen können. Mahlzeit.

Da die Akkustandsanzeige mit der alten Softwareversion zumindest noch besser war als mit der neuen bot man mir an, das Display auszutauschen gegen eins mit der alten Software. Das Tauschdisplay bekam ich nach ein paar Tagen zugeschickt, tauschte es aus und testete. Leider kein Unterschied zum aktualisierten Originaldisplay. Auf Nachfrage beim Service erfuhr ich, man hat keine Displays mehr mir der alten Software, das war aber vorher noch nicht so bekannt. Somit habe ich jetzt ein neues Display mit neuer Software am Rad, einen Kilometerstand von gut 2400km weniger als gefahren wurden, und keine Besserung.

Eine definitive Aussage, wie es nun weitergeht und ob und wann das - schon fast so lang wie ich das Rad habe bestehende und gemeldete - Anzeigeproblem gelöst wird, habe ich trotz mehrerer Zusagen noch nicht bekommen.

Gatauscht wurden nun also mittlerweile:
  • Lenkergriffe (jetzt Ergon GP3)
  • Kette (jetzt Connex vernickelt)
  • Sattelstütze (jetzt SP12-NCX)
  • beide Laufräder, Kasette
  • Bereifung (jetzt Schwalbe Marathon Plus)
  • Motor, Display
  • Schaltwerk (nun Deore, das Originalteil bekam nach ~2500km zu viel Spiel und klapperte)

Getauscht werden noch:
  • Bremsen (habe noch Shimano XT im Keller liegen)
  • Lenker (möchte was graderes dran haben)

Das Rad fährt sich so jetzt ganz gut, ich fahre gerne damit und fast täglich bei fast jedem Wetter zur Arbeit, und mit seinen "Eigenheiten" werde ich wohl leben und weiterfahren müssen.
 
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Kurzes Update:

Mittlerweile wurden noch Lenker (XLC Riser Bar HB-M10), Bremsen (Deore XT), Pedale (PD-T421) und Sattel (Wittkop) geändert. Für das Display musste ich allerdings eine neue Halterung konstruieren, da das Originalteil nicht an den Lenker passte. Alles keine Notwendigkeit, eher Aufwertung und Anpassung.

Nach nun fast 3500km löste sich allerdings der Motor. Das machte sich zunächst durch Knacken beim Anfahren bemerkbar, und dann auch zwischendurch bei Lastwechsel. "Hoppla! Da klappert ja die große Kontermutter rum..." Also Werkzeug besorgt, Motor nun gelöst um die Spalte zwischen Rahmen, Motor und Halteplatte zu säubern und wieder richtig zusammenzubauen.

Dabei stellte ich zum einen fest, dass die Halteplatte zum Motor etwas Abstand hatte. Der Monteur hatte sie einfach dagegengezogen, somit alles auf Spannung. Einbauanleitungen für den BBS01 nach soll in einem solchen Fall mit M6 U-Scheiben gearbeitet werden.

Das Andere ist ein interessantes Detail, welches ich der Nachwelt gern zeigen möchte. Prophete verbaut hier nicht, wie ich angenommen hatte (habe es mir vorher auch nicht so genau angesehen), Standardrahmen und Halteplatten. Das Tretlagergehäuse ist links abgeschlossen mit einer Erweiterung, um den Motor zu fixieren, die Halteplatte ebenfalls entsprechend geformt :)

Seht selbst:

SL706134.JPG SL706135.JPG
SL706137.JPG SL706138.JPG
 
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Üps

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Bei Prophete hat der BBs01 einen Keil, der in eine Nut am Tretlager drückt. So kann er sich nicht so einfach durch das Drehmoment lösen.
 
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Falco

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Ich habe das 6.5 nun kanpp über ein Jahr im Besitz und vor kurzem einen Akkudefekt gehabt. Zum Glück noch relativ günstig einen brauchbaren Akku ergattern können. Aber warum ich hier schreibe, ich fahre das Bike seit über 5000km, freihändig fahren war nie möglich, der Lenker fing sofort an zu flattern. Letzte Woche bin ich Ausversehen in ein sehr tiefes Schlagloch gefahren, Felge ist heile, aber das flattern ist seitdem weg?! Vom Fahrgefühl her hat sich ansonsten nichts verändert. Was war da faul?
 
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