Range Extender für E45

Dieses Thema im Forum "Green Mover" wurde erstellt von Papa_Balu, 20.08.14.

  1. DerHans

    DerHans

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    Auch meinen Dank für die tolle Beschreibung und die Mühe die Du Dir damit gemacht hast.(y)
    --- Beitrag zusammengeführt, 10.02.18 ---
    Noch eine Frage an Uzlo. Wird die Fuhre nicht stark hecklastig da Du den Akku auf den Gepäckträger aufgesetzt hast?
    Ich habe auch nur einen 50er Rahmen (bin etwas kleiner:p) und wohl kaum Platz den Akku in einer Rahmentasche zu verstauen.
    Ich habe zusätzlich zu meinem Gewicht noch zwei Packtaschen am Gepäckträger mit allerlei Zeug (Wechselklamotten, Laptop, etc.).

    Deshalb hab ich Angst das Gewicht vom Akku auch noch auf den Gepäckträger zu packen.

    Gruß Hans
     
  2. Tu4r3g21

    Tu4r3g21

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    Ich möchte nochmal kurz darauf hinweisen, dass der eigentliche Dank @Papa_Balu gehört, für seine Grundlagenforschung.
     
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  3. ulzo

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    Die Frage - und auch die weitere Frage, ob der Extender beim 48 v-System funktioniert - werde ich beantworten, sobald ich erste Erfahrungen gesammelt habe. Bislang habe ich den Akku noch nicht erhalten; er ist aber mittlerweile versendet und dürfte in den nächsten Tagen bei mir eintreffen.
     
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  4. ulzo

    ulzo

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    Der noch fehlende 48 V Akku kam doch etwas schneller als erwartet, so dass ich die Extender-Lösung heute erstmals testen konnte.

    WP_20180212_15_14_31_Pro.jpg

    Das für mich positive vorab:
    Grundsätzlich scheint der Extender auch beim 48 V-System zu funktionieren. Gleichwohl habe ich Bedenken, ob alles seine Richtigkeit hat. Dazu folgender Bericht:

    Gestartet bin ich heute Morgen bei leichten Minustemperaturen (Rad und Akku übernachten bei ca. 11-12°). Alles funktionierte perfekt, bis es bei gut 27 km zum Systemausfall mit der Fehlermeldung E00 kam. Nach Wiedereinschalten des Systems konnte ich die verbleibenden 5 km bis zu meinem Arbeitsplatz problemlos zurücklegen. Die Akkukapazität lag bei 53 %; ohne den Extender hätte ich bei den vorherrschenden Wetterbedingungen (Kälte und Gegenwind) den Akku komplett leergefahren. Beim Abstellen des Rades konnte ich an der blinkenden LED Anzeige erkennen, dass eine Ladung aus dem Extender erfolgte.
    Als ich die Rückfahrt antrat, lag die Kapazitätsanzeige bei 63 %, was aus meiner Sicht als Laie nur den Schluss zulässt, dass sich während der Fahrt ein deutlicher Spannungsunterschied zwischen dem Extender und dem Originalakku aufgebaut hat. Die 32 km Rückweg bei etwas günstigeren Bedingungen führten zu einem Abbau der Kapazitätsanzeige bis auf 23 %, die aufgrund höherer Spannung im Extender nach Abstellen des Rades noch auf 28 % anstieg. Probleme mit dem System gab es bei der Rückfahrt nicht.
    Die LED-Anzeige des Originalakkus blinkt im Übrigen bei meinem 48-Volt-System nur bei Ampelstopps oder beim Rollen ohne Motorunterstützung, so dass ich davon ausgehe, dass eine Ladung des Originalakkus bei angeforderter Motorunterstützung nicht erfolgt, sondern dass der Strom aus dem Extender dann ebenfalls für die Motorunterstützung verwendet wird.

    Für mich ergeben sich aus diesen Erfahrungen folgende Fragen:

    1. Ist es auch beim 37-Volt-System so, dass sich mit zunehmender Fahrtlänge eine größer werdende Spannungsdifferenz zwischen dem Originalakku und dem Extender aufbaut?

    2. Ist hierfür möglicherweise verantwortlich, dass mein Extender etwa 1/3 mehr Kapazität hat als der Originalakku?

    3. Ist möglicherweise dieser Spannungsunterschied für den Systemausfall mit der Fehlermeldung E00 verantwortlich?

    4. Gibt es möglicherweise eine andere Erklärung für die Fehlermeldung E00?

    Für Hinweise und Beantwortung der Fragen bin ich sehr dankbar.


    @DerHans:
    Abschließend noch meine Einschätzung zur Hecklastigkeit bei Montage des Akku in der Gepäckträgerbox:
    Mein sehr subjektiver Eindruck ist, dass sich das Fahrverhalten im normalen Einsatz nicht spürbar ändert. Beim Überwinden der 4 Stufen in unseren Fahrradabstellraum sind die 4 kg Mehrgewicht auf dem Gepäckträger allerdings deutlich merkbar.
     
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  5. Münsterländer

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    Ich fahre den Go Swiss Motor und kann deine Erfahrungen bestätigen.

    Mein Extender Akku hat nur 10S5P und hat somit eine etwas geringere Kapazität als der Originalakku (10S6P), 621 Wh zu 735 Wh.
    Der Originalakku hat schon gut 6.000 km runter und lässt sich noch bis ca. 41,7 V, während der recht neue Zusatzakku die vollen 42 V schafft.
    Nach dem Verbinden der Akkus zeigt das Blinken der LEDs am Originalakku, dass ein Spannungsausgleich in seine Richtung stattfindet, ca. -0,3 A. Die Spannung gleicht sich während der Fahrt aus, mehr noch der kleinere Akku wird höher belastet, sodass am Ende der Fahrt ein Spannungsangleich in Richtung des Extender stattfindet, ca. + 0,3 A.

    Während der Fahrt wird also der kleinere Zusatzakku vom Originalakku geladen; ergo blinken die LEDs nicht.

    Ich mache somit die gleiche Erfahrung, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen.

    Eine Fehleranzeige hatte ich bisher nicht.

    Die während der Rekuperation angezeigten Ströme haben sich halbiert. LEDs blinken bei der Rekuperation.
     
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  6. jm1374

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    @ulzo
    zu 1) und 2) Spannungsausgleich nach der Fahrt ist normal. Da dein Extender grösser und neuer als der Hauptakku ist, hätte ich getippt das der Strom nach einer Fahrt aber Richtung Extender fliesst.

    zu 3) und 4) Ich glaube nicht das die Fehlermeldung mit dem Extenderakku zusammen hängt. Dann hätte sie früher und auch öfter auftreten müssen. Wenn ein Spannungsunterschied die Fehlermeldung ausgelöst hätte, dann hättest du nicht gleich weiter fahren können ohne eine weitere Fehlermeldung zu bekommen. Sobald du wieder fährst, erhöht sich der Spannungsunterschied.
    Ich habe zu wenig Ahnung von deinem System um zu wissen was die Fehlermeldung bedeuten könnte.

    Danke für deine Rückmeldung. Schön zu wissen das die Akkuerweiterung auch beim 48V Suntourmotor funktioniert. Versuche mal nur mit Extenderakku zu fahren. Wäre noch wichtig ob das auch funktioniert.
     
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  7. ulzo

    ulzo

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    @Münsterländer und @jm1374: Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

    Langsam bekomme ich Bedenken, ob der Versuch mit dem Extender bei meinem 48-Volt-System wirklich eine gute Idee war.

    Auf dem Weg zur Arbeit und bei fast identischen Bedingungen wie gestern ist es exakt an derselben Stelle nach 27 km erneut zum Systemausfall mit der Fehlermeldung E00 gekommen.
    Zum Glück ließ sich das System ohne vorherige Akkuentnahme und ohne Wartezeit wieder einschalten und die Fahrt problemlos fortsetzen.

    Das Gleiche passierte auf dem Heimweg erneut irgendwo zwischen Kilometer 26 und Kilometer 27.

    Da ich dieses Problem vorher nicht hatte, führe ich es auf die Verwendung des Extender-Akkus zurück.

    Das Werkstatthandbuch von Suntour, welches ich mir kurz nach Erwerb meines Rades irgendwo aus dem Internet heruntergeladen hatte, hält für dieses Fehlerbild die im Folgenden eingefügten Lösungswege bereit; außer dem Anschluss des Extenders habe ich aber keine Veränderungen am bestehenden System vorgenommen; insbesondere nicht irgendwelche Kabelverbindungen gelöst und wieder verschlossen.

    upload_2018-2-14_18-36-4.png


    upload_2018-2-14_18-35-13.png

    Hat jemand eine Idee, wie der Anschluss des Extenders mit dem Fehlercode E00 in Zusammenhang stehen könnte?

    Zusätzlich musste ich noch folgendes feststellen: Zu Hause angekommen wollte ich mit dem Voltmeter die Spannungsdifferenz zwischen Originalakku und Extender ermitteln. Eine höhere Spannung im Extender war bereits daran erkennbar, dass die Lade-LED am Originalakku blinkten. Nach Trennung von Originalakku und Extender war mit dem Voltmeter am Original Akku keine Spannung feststellbar. Auch war es nicht möglich, den Original Akku mit dem Originalladegerät zu laden. Das Originalladegerät blieb im Bereitschaftsmodus.
    Über den Extender ist das Laden des Originalakkus nach wie vor möglich.

    Hört sich irgendwie alles nicht richtig gut an. Für Ideen und Vorschläge bin ich dankbar.

    Wenn ich hierfür den Linergy-Stecker an den eigentlich für den Originalakku vorgesehenen Anschluss anschließen muss, ist dies leider nicht möglich. Bei richtiger Polung würde der abgewickelte Teil des Steckers nach vorne zeigen; wegen des dort befindlichen Rahmenrohres ist dort nicht ausreichend Platz.
     

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  8. jm1374

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    Hast du den Originalakku mal vom Rad getrennt, ausgeschaltet und dann noch mal versucht mit dem Originalladegerät zu laden?
    Siehst du im Display wie hoch der Ausgleichstrom nach einer Fahrt ist? Ich hatte mal meine 2 Akkus mit über 3V Unterschied zusammen geschaltet, der Hauptakku hat sich sofort ausgeschaltet und liess sich nicht mehr laden. Ich dachte schon das ich den geschrottet habe. Nach einer Weile liess er sich aber wieder einschalten und funktionierte tadellos.
    Wenn zu viel Ausgleichstrom in Richtung Originalakku fliesst, wird er durch eine Schutzschaltung abgeschaltet.

    Fahre noch mal ohne den Extenderakku und schau ob die Fehlermeldung kommt. Ansonsten würde ich mal zum Händler fahren und den Fragen was die Fehlermeldung bedeuten könnte. Ich würde nicht unbedingt sagen das du einen Extenderakku ans System angeschlossen hast. Da könnte sofort die Standardantwort kommen das der Schuld sein muss.
     
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  9. ulzo

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    Ich habe versucht, den Akku getrennt vom Rad mit dem Originalladegerät zu laden; ausgeschaltet habe ich ihn nicht (Wie macht man das?).

    Ausgleichsströme kann ich an meinem Display nicht erkennen. Die Anzeigemöglichkeiten sind möglicherweise weniger umfangreich als beim go swiss-System.

    Vielen Dank für Deine Tipps!
     
  10. ulzo

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    @jm1374: Die Frage mit dem Abschalten des Akku hat sich erledigt. Deine Vermutung war zutreffend! Nach Abschalten des Akku lädt nun auch wieder das Originalladegerät!
     
  11. jm1374

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    Ich vermute das zu hohe Ausgleichströme auftreten. Wenn ein Schwellenwert überschritten wird, kommt die Fehlermeldung.
    Wie alt ist der Originalakku? Vielleicht bricht der bei Belastung in der Spannung zu stark ein.

    Schade das dein gewinkelter Rosenbergerstecker nicht passt wenn der Originalakku nicht im Rad steckt. Vielleicht solltest du dir noch ein Kabel mit geradem Stecker basteln. Dann kannst du den Originalakku beim Händler testen lassen und nur mit dem Extenderakku fahren, falls der Originalakku getauscht werden muss.
     
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  12. ulzo

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    Der Originalakku dürfte eigentlich nicht das Problem sein. Er ist wie das Rad Baujahr 2016. Im April 2016 habe ich das Rad neu (Kilometerstand 8 km) erworben. Den Akku habe ich ca 160 Mal geladen bei gut 5100 km, der Akku war in der Regel auch nicht komplett leer gefahren.

    Die nächste Fahrt werde ich noch einmal ohne Extender machen; eigentlich erwarte ich, dass dann auch keine Fehlermeldung kommt.
     
  13. Münsterländer

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    Wenn du wieder mit beiden Akkus fährst, miss einmal direkt nach dem Ende der Fahrt die Spannungen beider Akkus getrennt.

    Nach deiner Beschreibung wird der Originalakku nach dem Ende der Fahrt in erheblichem Maße vom Extender geladen. Dies spricht für einen sehr hohen Spannungsunterschied beider Akkus nach der Belastung.

    Eventuell ist der Extender zu groß.

    Hat jemand im Forum eine ähnliche Akku-Konstellation? Extender mit ca. 50% höhere Kapazität als der Originalakku.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass Papa_Balu zeitweise mit einem recht kleinen Extender fährt.
     
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  14. ulzo

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    Werde ich machen. Vielen Dank für deine Einschätzung!

    Wetterbedingt konnte ich heute leider keine weitere Testfahrt machen. Laienmäßig sehe ich die Ursache meiner Probleme derzeit auch in der Größe meines Extenders.

    Der Originalakku hat 14 Ah und 670 Wh; der Extender 20,70 Ah und 993 Wh.

    Nach meiner ersten Fahrt lag die für den Originalakku angezeigte Kapazität bei 53 %; ohne den Extender hätte ich den Originalakku unter den konkreten Einsatzbedingungen komplett leergefahren. Eine Aufladung des Originalakkus durch den Extender ist allenfalls minimal während kurzer Standzeiten (Ampelstopps, kurzer Halt nach Ausfall des Systems, Rollen ohne zu treten) erfolgt. Ich vermute daher, dass die für den Motor erforderliche Energie etwa hälftig dem Originalakku und dem Extender entnommen wird.
    Für diese Schlussfolgerung sprechen meines Erachtens auch die Ausführungen von Münsterländer #165.

    Wenn dies tatsächlich so ist, sind bei meiner Fahrt sowohl aus dem Originalakku als auch aus dem Extender jeweils etwa 330 Wh entnommen worden. Beim Originalakku führt dies zu einer hälftigen Entleerung; beim größeren Extender entsprechen 330 Wh aber nicht der Hälfte, sondern machen lediglich 33,23 %, also etwa 1/3 aus.

    Beim Extender sind eine Ladespannung 54,6V und eine Entladeschlussspannung von 39V angegeben. Beim Start aufgeladen war eine Spannung von 53,9 V, so bis zur Entladung ein Spannungsabbau von ca. 15 V möglich war. Eine Entleerung um 1/3 dürfte daher zu einem Spannungsabbau von 5 V geführt haben.

    Soweit für den Originalakku ein ähnlicher Spannungsabbau möglich war (aufladen kann ich bis 53,9 V mit dem Originalladegerät; bei welcher Spannung der Akku leer ist, ist mir noch nicht bekannt) hätte die Entnahme der halben Kapazität zu einem Spannungsverlust von 7,5 V geführt, so dass sich rechnerisch ein Spannungsunterschied zum Extender von 2,5 V ergibt, der möglicherweise schon während der Fahrt durch geringe Aufladung bei Nichtinanspruchnahme des Motors abgemildert wurde.

    Immerhin war nach Beendigung der Fahrt eine Aufladung des Originalakku aus dem Extender von 53 % auf 63 %, also um 10 % möglich, was unter Berücksichtigung der vorgenannten Zahlen einem Spannungsanstieg von 1,5 V entsprechen dürfte (Morgen oder spätestens am Wochenende werde ich den Originalakku soweit leerfahren, dass ich sowohl bei 63 % Kapazitätsanzeige als auch bei 53 % Kapazitätsanzeige die tatsächlich anliegende Spannung messen kann). Wird berücksichtigt, dass der Spannungsanstieg von 1,5 V mit einer Reduzierung der Spannung von 2/3 dieses Wertes = 1,0 V im 1/3 größeren Extender einhergeht, ergäbe sich die vorher ermittelte Spannungsdifferenz von 2,5 V.

    Meiner Einschätzung nach sollte daher ein Extender, der kapazitätsmäßig dem Originalakku entspricht, solche Spannungsunterschiede verhindern können.

    Vielleicht sollte ich versuchen, noch während der noch eine gute Woche laufenden Widerrufsfrist mit dem Akkuhersteller eine Lösung zu finden?

    Da ich selbst Elektrolaie bin, bin ich dankbar für Hinweise, ob meine oben stehenden Vermutungen zutreffen können. Interessant wäre auch die schon von Münsterländer gestellte Frage, ob es Forumsteilnehmer gibt, die einen Extender nutzen, der deutlich größer als der Originalakku ist. Sollte das der Fall sein, wären meine obigen Vermutungen wohl widerlegt.
     
  15. jm1374

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    Das sollte elektrotechnisch nicht der Fall sein. Bei gleichem Innenwiderstand sollte jede der parallelen Zellen den gleichen Strom liefern. Da dein Extenderakku mehr parallele Zellen als der Originalakku hat, sollte er auch mehr Strom liefern als dieser. Die Frage wäre warum der grössere Extenderakku nicht mehr Strom liefert.

    2,5V Spannungsunterschied wären schon heftig viel und können dafür sorgen das sich der Originalakku zum Selbstschutz ausschaltet. Das wäre dann der Grund für die Fehlermeldung.
     
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  16. proconnect

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    Wenn zu hohe Ausgleichsströme zu einem Abschalten des Systems führten, warum sollte sich das System dann bei unveränderter Spannungsdifferenz wieder einschalten lassen?

    Meine Vermutungen in absteigender Wahrscheinlichkeit:
    1. Wackelkontakt am Rosenberger -> Kabelbinder
    2. Eingang am Bullsakku ist strombegrenzt, so dass sich ein Spannungsunterschied aufbaut -> Kleinerer Extender
    3. System schaltet nach entnommenen 700 Wh ab -> das wäre böse.

    Bei meinem 36 Volt System flossen bei altem Originalakku bei Fahrtbeginn 20A aus dem Extender, bei halber Akkuladung immer noch 13A unter Vollast (27A). Die Spannung des 500 Wh Extenders bricht dann schneller ein als die des Hauptakkus, so dass gegen Ende der Extender vom Hauptakku geladen wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.02.18
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  17. jm1374

    jm1374

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    Zu 1) Wackelkontakt glaube ich nicht. Da der Fehler recht selten und scheinbar regelmässig kommt.
    Zu 2) Beim 36V System ist die Strommenge am Akkueingang nicht begrenzt. Da können 30A vom Extenderakku direkt zum Motor fliessen. Ich habe einen Wackelkontakt im Originalakku. Der macht sich bemerkbar indem der momentane Stromverbrauch im Display auf 0 sinkt, der Motor aber trotzdem noch unterstützt. Dann kommt der komplette Strom vom Extenderakku. Ich muss dann ein paar Mal mit der Hacke des linken Fusses gegen den Originalakku treten. Schon geht’s wieder. Kommt sehr selten vor. Ich glaube nicht das BMZ beim 48V System dramatische Änderungen vorgenommen hat.
    Zu 3) Ich glaube auch nicht das die Strommenge begrenzt wird. Dann dürfte sich das System auch nicht wieder starten lassen ohne neue Ladung der Akkus.

    Ich glaube es liegt an zu grossen Spannungsunterschieden mit hohen Ausgleichströmen. Die liegen nur sehr kurz an und flachen direkt wieder ab. Bei so einer Spitze kommt die Störmeldung und bis man reagiert hat, ist die Spannungsdifferenz schon merklich gesunken. Da dann nur noch 5km gefahren werden, kann sich kein hoher Spannungsunterschied mehr aufbauen. Man kann mit Sicherungen experimentieren. Einfach mal eine 20A Sicherung zwischen die Akkus schalten und schauen was die bei der Fehlermeldung macht. Wenn die heil bleibt die nächstgrössere Sicherung probieren.
     
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  18. Papa_Balu

    Papa_Balu

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    Hallo @ulzo

    erst einmal Glückwunsch zu dem Extender. (y) Bedauerlicherweise hast du mehr Probleme mit dem Extender und dem 48V Motor als Andere mit der 36V Version. Ich beantworte erst ein paar Fragen und dann kommen wir zur Problem Analyse.

    Ja. Ich fahre normalerweise mit 2 zusätzlichen Extender (10s3p LG MJ1 und 10s5p Samsung 35E) in der Revelate Designs Ranger Fahrradtasche. Die beiden Extender haben zusammen die gleiche Wh wie dein Extender (1.008Wh) und mein original Akku hat 735Wh. Manchmal schließe ich auch noch einen dritten Extender an, der nochmal 418Wh beisteuert.

    Ja, ich fahre auch manchmal mit einem kleineren Extender.

    Generelle Beobachtungen
    Der Strom zum Motor teilt sich entsprechend der Innerwiderstände auf. D.h. bei einem größeren Extender mit meistens einem niedrigeren Ri fließt der größere Strom vom Extender. Bei mir teilt sich der Strom wie folgt

    E45 Akku (735Wh) ~8A
    Extender (1000Wh) ~10A

    Das entspricht auch ungefähr ihrem Kapa-Verhältnis. Nach einer Fahrt haben die beiden Akkus immer einen Spannungsunterschied, der aber noch nie größer als 1V betrug. Nicht wenn die Akkus dauerhaft verbunden waren. Bei meiner Frau kam es allerdings schon mal vor, dass durch einen Wackelkontakt am Rosenberger-Stecker ein viel größerer Spannungsunterschied entstand.

    Vermutungen
    Wie @jm1374 schon beschrieb, könnte dieses dazu führen, das sich der Original-Akku zum Selbstschutz ausschaltet. Selbiges vermutet auch @proconnect. Beim 36V System kann man das ganz gut an der Displayanzeige A erkennen. Wenn bei mir mehr als 8A fließen, ist der Extender nicht zugeschaltet. Während längeren Touren, verwende ich auch das Speedict Mars und kann auf meinem Smartphone Strom, Spannung, Leistung und Kapa nachschauen.

    Ganz, ganz wichtig! Der Rosenberger-Stecker darf keinen Wackelkontakt haben! Das kann den Stecker und schlimmstenfalls den Akku zerstören.

    Ich schließe mich der Meinung von @jm1374 an, kann aber auch nicht ganz ausschließen, das der Strom von der Rosenberger-Buchse nicht direkt zum Motor, sondern mit einer Strombegrenzung (z.B.6A) übers BMS fließt. Das war beim 36V meine größte Befürchtung.

    Um das auszuschließen, muss unbedingt der max. Strom vom Extender gemessen werden. Sollten hier Ströme über 12A fließen, könnte man dieses Ausschließen. Auch die Wh oder Ah nach einer Fahrt währen hilfreich für eine Fehleranalyse. Du wirst um ein GTPower (~35€) oder einem ähnlichen Messgerät nicht drum rum kommen.

    Viel Erfolg (y)
     
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  19. ulzo

    ulzo

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    Zunächst einmal vielen Dank an alle, die mir mit ihren Erfahrungen, Tipps und Ratschlägen dabei helfen, mein Extender-Problem hoffentlich noch in den Griff zu bekommen.

    Meine Mutmaßungen hinsichtlich der Größe des Extenders als Fehlerursache sind damit durch die Praxis widerlegt.

    Ich werde zunächst den Rosenberger-Strecker ins Visier nehmen. Grundsätzlich wäre ich auf diese Idee nicht gekommen, da der Stecker vom Magnetsystem „satt“ in die Akkubuchse gesaugt wird und guten Halt zu haben scheint. Andererseits habe ich – wie #158 geschildert – Aussparungen durch Wegschmoren am Rosenberger-Stecker vergrößert, um Platz für die ansonsten nicht passenden Plastiknasen am Akkuanschluss zu schaffen. Dies könnte durchaus für eine Destabilisierung sorgen, die für die Kabelbinderlösung spricht.

    Eine eventuelle Destabilisierung allein scheint allerdings nicht der Grund zu sein. Glatteisbedingt konnte ich heute zwar nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren, ich habe aber am späten Nachmittag eine kurze Testfahrt gemacht und dabei den Rosenberger Stecker mit einem Kabelbinder fixiert. Da ich heute Morgen beide Akkus komplett aufgeladen hatte, bestand diesmal schon beim Start eine Spannungsdifferenz zu Gunsten des Extenders von 0,5 V, da der Extender 54,1 V und der Original Akku 53,6 V aufwies. Die Zeichen standen also schon auf schnelleren Systemausfall als bei den vorangegangenen Fahrten, bei denen die Spannung identisch war. Tatsächlich ist dann auch bei Kilometer 11,5 die Fehlermeldung E00 gekommen und das System hat sich abgeschaltet. Mit dem Voltmeter habe ich am Extender eine Spannung von 52,8 V gemessen. Am Akku war eine sofortige Messung nicht möglich, weil offensichtlich die von jm1374 #175 angesprochenen Schutzschaltung ausgelöst hatte. Nachdem ich den Akku zweimal an und ausgeschaltet hatte, konnte ich eine Spannung am Original Akku von 51,8 V feststellen; die Differenz betrug also 1 V, möglicherweise im Zeitpunkt der Fehlermeldung aufgrund zwischenzeitlicher „Erholung“ auch 1,1 V. Gleichwohl bin ich mir nicht sicher, ob das Abschalten des Akku die Fehlermeldung und das Abschalten des Systems verursacht hat. Zwischen den insgesamt 3 Fehlermeldungen auf den Fahrten Anfang der Woche hatte ich den Akku nämlich nicht abgeschaltet, um die Akkubuchse wieder frei zu schalten, ob sie sich selbst nach einem gewissen Zeitablauf wieder öffnet, weiß ich nicht.

    Jedenfalls werde ich mir meinen Rosenberger-Stecker am Wochenende noch einmal genauer anschauen, da ich nicht ganz sicher bin, ob trotz der durch Wegschmoren vergrößerten Aussparungen am Stecker die Plastiknasen am Akkuanschluss nicht doch noch minimal den Stecker berühren und vielleicht den entscheidenden Bruchteil eines Millimeters von den Kontakten fernhalten, was zu einem Wackelkontakt oder jedenfalls nicht optimalen Kontakt führen könnte.

    Sollte auch das nicht weiterhelfen, müsste ich auf die von Papa-Balu empfohlene Fehleranalyse ausweichen:
    Möge mein elektrotechnischer Unverstand hier nicht das entscheidende Hindernis sein!
     
  20. Eddy87

    Eddy87

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    Hallo!

    Kann mir jemand sagen wie die Pinbelegung beim rosenberger ist?
    Unzwar fehlt bei mir wohl ein Pin (Nr 1 müsste es sein), ist der Stecker der vom Akku zum Motor geht.
    Kann es daran liegen das der Motor nicht läuft??
    Bitte dringend um Rat...
     


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