Rahmenriss NCM London, Garantie

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Gunnarson

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Hallo Leute,

da ich dieses forum als sehr kompetent kennengelernt habe, wende ich mich an Euch, um ein paar Meinungen einzuholen.

Ich habe leider ein größeres Problem mit Leoncycle bzw. NCM.

Habe seit knapp zwei Jahren ein NCM London und war sehr zufrieden. Ich habe stets penibel auf die Markierung an der Sattelstütze geachtet, es war immer noch deutlich Abstand zum Mindesteinschub. Das Rad ist komplett Serie und ich hatte schon über 3.000 Kilometer drauf. Die Laufräder sind noch in einem richtig guten Zustand, keine Probleme mit den Speichen. Ich wiege nicht mal 80 Kilo.

Nun hatte ich zufällig einen Riss am Rahmen festgestellt:



Der Riss umfasst nur die Hälfte des Rohrs, er geht nicht durch.

Da NCM zwei Jahre Garantie auf den Rahmen gibt habe ich den durchaus freundlichen Service kontaktiert, gewünschte Fotos übermittelt und war mir sicher, dass NCM das ganze professionell abwickelt.

Ich hatte extra noch mit viel Aufwand einen passenden Versandkarton besorgt und alles feinsäuberlich verpackt. Abholung durch Dachser wurde von Leoncycle beauftragt, auch eine gute Sache. Dachser kam zwar erst am dritten Tag, aber dafür konnte Leoncycle nichts.

Nun fiel ich aber aus allen Wolken als ich folgende erste Rückmeldung erhielt:

...
Die Diagnose ist ein Rahmenbruch aus Eigenverschulden.

Natürlich möchten wir Ihnen ebenfalls aufzeigen, weshalb unsere Diagnose des Rahmenbruches aus Eigenverschulden für uns repräsentativ ist.

Angehängt finden Sie zwei Fotos Ihres Rahmenbruches.

Das erste Foto mit dem Dateinamen "xy" zeigt die minimale Einschubhöhe Ihrer Sattelstütze und die Abnutzungsspuren Ihres Einschubes als Markierung.

Hier sehen Sie klar, wie weit die Sattelstütze selbst ausgezogen war.

Wir können daraus schlussfolgern, wie weit die Sattelstütze im Rahmen steckte, als es zu dem Bruch kam:

Diese ist deutlich zu weit herausgezogen, sodass die Hebelwirkung zu groß war und es zu einem Rahmenbruch kam.

...

Das erwähnte Foto:


Mir wurde also offenbar unterstellt, dass ich mit einer so weit gezogenen Stütze mit dem Rad gefahren bin.

Auf meinen Protest folgte eine weitere Stellungnahme:

...
Durchaus verstehen wir Ihren Einwand, weshalb ich auch gerne noch einmal mit unserem Technischen Leiter Rücksprache gehalten habe, welcher ebenfalls den Rahmenbruch / Rahmenriss wegen unsachgemäßer Handhabung zusicherte.

Da der Rahmen an dieser Stelle gebrochen ist (in Ihren Augen ist dies wie Sie schildern eher ein Riss) bezeichnen wir dies als Bruch.

Wir möchten Ihnen keineswegs etwas unetrstellen, können aber versichern, dass wir diese Diagnose auf Grund unserer Fachkräfte bestätigen können.

Auch wir haben Ihnen gerne unsere Diagnose in weiteren Fotos und Beschriftungen angehängt.

Auf dem Foto "xx" haben wir die Nutzfläche markiert. Dies zeigt den Einschub in den Rahmen und genau die Stelle, die an der Schnalle anliegt.
...

Das Foto:



Anfangs wurde mir noch angeblich bewiesen, dass die Stütze "deutlich" zu weit raus gezogen wurde und jetzt geht es plötzlich um so ein bisschen? Soll das ein Scherz sein? Heute so, morgen so?

Unabhängig davon, dass bei mir weder Rillen noch Schrift herausschauten finde ich das echt heftig. Ich habe das Gefühl ich werde mit willkürlichen "Beweisen" abgespeist. Außerdem glaube ich nicht, dass es irgendwie möglich ist, dass eine Sattelklemme (was ist eine Schnalle?) solche Spuren erzeugen kann. Wie auch, sie klemmt ja nur die Stütze ein. Diese Stellen können alle möglichen Ursachen haben, aber mit Sicherheit nicht von der Klemme kommen.

Was würdet ihr jetzt tun? NCM gibt freiwillig zwei Jahre Garantie auf den Rahmen und versucht jetzt offenbar mit allen Mitteln eine Beweisführung für Eigenverschuldung aufzubauen.

Meiner Meinung nach kann es nur ein Materialfehler sein. Im schlimmsten Fall ein konstruktiver Fehler.

Es sei noch gesagt, dass mir ein Angebot für eine Reparatur unterbreitet wurde. Wäre ich selbst schuld an der Geschichte wäre das wirklich fair. Fast schon zu fair. Aber so komme ich mir hinsichtlich der Garantie und auch dieser widersprüchlichen "Beweisführung" einfach nur veräppelt vor.

Da geht es mir mittlerweile fast eher ums Prinzip als um das Rad. Meint ihr es macht Sinn einen Gutachter einzustellen? Rechtsschutz ist vorhanden.
 
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Gunnarson

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Danke, aber hier war die Garantie bereits abgelaufen. Also musste der Hersteller keinen Ersatz leisten.
 
mango

mango

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was soll denn die reparatur kosten?

es gibt ein forum, das sich schwerpunktmässig mit ncm beschäftigt. findet man leicht über google.

dort würde ich das problem auch noch mal schildern.
 
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Gunnarson

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Danke, ich schaue mal ob ich das Forum finde.

Das erste Angebot war Rahmentausch für 350 Euro (davon 150 Arbeitskosten) . In der zweiten Mail hieß es dann es gibt sogar ein ganz neues Fahrrad mit dem alten Akku, vom Preis keine Rede, deshalb vermute ich ebenfalls 350. Wobei, 150 Lohnkosten für einen Akkuwechsel? ;)

Keine Ahnung, ob jetzt so lange gehandelt wird, bis ich die Klappe halte?

Ich verstehe es ja, dass der Händler genervt ist von Leuten, die irgend einen Mist machen und dann etwas reklamieren. Oder von Leuten, die keine Ahnung haben was der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist oder "Garantie" auf irgendwelche Verschleißteile oder Akkus haben wollen.

Aber wenn man dann als echter Garantiefall nicht ernst genommen wird, dann läuft was schief.
 
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gruno

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Bin kein Jurist,
was heist knapp 2 Jahre ? Drunter Garantie, drüber Kulanz.
Wenn Garantiefall Gutachter. Kostet aber ungefähr soviel wie der Rahmentausch.
 
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Gunnarson

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Sind natürlich unter zwei Jahre - also innerhalb der Garantie. Werde wohl mal die kostenlose Erstberatung der Rechtsschutz in Anspruch nehmen.
 
mango

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Das erste Angebot war Rahmentausch für 350 Euro (davon 150 Arbeitskosten) . In der zweiten Mail hieß es dann es gibt sogar ein ganz neues Fahrrad mit dem alten Akku, vom Preis keine Rede, deshalb vermute ich ebenfalls 350. Wobei, 150 Lohnkosten für einen Akkuwechsel? ;)
empfinde ich als faires angebot.

der sattel war nun mal etwas zu weit rausgezogen.

eh ich mir jetzt die nerven schmirgeln würde, nähme ich das angebot an.
 
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Gunnarson

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Wie kommst du darauf dass er zu weit raus war? War er eben nicht. Der Händler behauptet es einfach nur, damit es kein Garantiefall ist. Erst wurde behauptet die Stütze war utopisch weit raus, dann wurde behauptet bis zu dieser Schrift unter den Rillen.

Ich bin allerdings so gefahren, dass die Schrift über den Rillen auch verdeckt war. Das sieht man meiner Meinung nach auch, wenn man ganz genau guckt auf dem Foto vom Händler (das mit den roten Markierungen).

Der Vollständigkeit halber, hier noch ein Foto mit der tatsächlichen Tiefe:



Wäre das Rohr das bisschen drüber gewesen (also die zweite Behauptung vom. Händler) würde ich auch sagen, ja Mist gebaut, ich nehme das faire Angebot an.
 
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Sack84

Sack84

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Es gibt zwei Mindesteinstecktiefen. Die von der Stütze selbst, aber auch vom Rahmen.
Kommt der Rest der Stütze denn bis unter die Schweißnähte?

Kann ich schwer abschätzen an Hand der Fotos.

Edit: perspektivisch schwer dazustellen...
img_20200117_131159tdkbf.jpg
 
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Gunnarson

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Ja kommt er.

Grundsätzlich hast Du auch Recht, dass man auch auf den Rahmen achten muss.

Beim NCM London steht aber explizit in der Anleitung, dass die Markierung auf der Stütze die relevante Angabe für die Tiefe ist und zu beachten ist. Natürlich nur, wenn man auch die originale Stütze verwendet.

Mir wird nämlich auch unterstellt, ich hätte Anleitung nicht beachtet. Stimmt allerdings nicht.
 
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Sack84

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Dann markiere doch noch mal die Stelle , wie weit die Stütze im Sattelrohr steckte, und schicke das Foto an Leoncycle. Versichere denen, dass keiner der eventuell noch größer wäre, auf dem Rad gesessen hat.

Sonst fällt mir nichts ein, sorry. (y)
 
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Gunnarson

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Ja, ich werde es nochmal versuchen mit einer letzten sachlichen Mail. Hab zwar alles schon mehrfach klar formuliert dargestellt, aber einmal versuche ich es noch.

Wenn man mein Foto mit den Produktfotos vergleicht sieht man eigentlich auch, dass die Stütze nicht zu weit raus sein kann.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. Das Rad an sich war echt klasse. Schaltung einmal eingestellt funktioniert wie ein Uhrwerk, Bremse mit keramischen Belägen bestückt super. Kette und Antrieb mit ausreichend Pflege noch top. Nix knarrt, Motor zieht wie am Anfang. Und das trotz Fahren bei Wind und Wetter.
 
RUBLIH

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Der Sattel ist wirklich weit herausgezogen. Ist sogar egal ob die Markierung erreicht ist oder nicht. Bei diesen Abstand ist der Hebel einfach zu lang und der Rahmen überlastet.

Ist egal wie es weitergeht, das wird so nie zuverlässig funktionieren.

Das war ist und bleibt unbrauchbar. Auch der neue Rahmen wird wieder dort überbelastet und brechen.
 
mango

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Wie kommst du darauf dass er zu weit raus war? War er eben nicht.
hab ich dann falsch verstanden.

ohne ein schreiben, das von einem rechtsanwalt aufgesetzt wurde, wirst du dann vermutlich nicht weiter kommen.

hast du bei den schlechten bewertungen im www mal geguckt, ob es ähnliche fälle bei den klapprädern gibt?

wenn ja, hättest du zumindest schon mal einen hinweis, dass du mit deinem problem nicht der einzige bist.

ganz zu anfang, als ich ein pedelec gesucht hatte, hatte ich mich auch kurz mal für ein klapprad interessiert. mir erschienen die rahmen aber zu wackelig, zudem brauch ich nicht zwingend ein klapprad. war dann wieder von der idee weg zu normalen 28er rahmen.

nutzt dir im moment zwar nix, aber wie @RUBLIH gerade schon schrieb, das kann wieder auftreten.
 
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Gunnarson

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Der Sattel ist wirklich weit herausgezogen. Ist sogar egal ob die Markierung erreicht ist oder nicht. Bei diesen Abstand ist der Hebel einfach zu lang und der Rahmen überlastet.

Ist egal wie es weitergeht, das wird so nie zuverlässig funktionieren.

Das war ist und bleibt unbrauchbar. Auch der neue Rahmen wird wieder dort überbelastet und brechen.
Also eine Fehlkonstruktion meinst du?

Das heißt aber auch, dass es nicht meine Schuld ist, wenn ein Riss entsteht , solange ich mich an die Vorgaben des Herstellers (Markierung am Rohr, klare Formulierung im Handbuch) halte. Der Hersteller garantiert mir die Funktionsfähigkeit unter diesen Vorgaben ja.
Ergänzung:

Hier nochmal ein Link zu einem Verkaufsangebot eines offiziellen Partners vom Leoncycle...

NCM London E-Bike Faltrad NEU in Hannover - Mitte | eBay Kleinanzeigen

Achtet auf die Stütze. Ich würde mal ganz gewagt behaupten ist weiter raus als bei mir.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Ich meine damit, daß die Markierung an der Sattelstütze zur Sattelstütze gehört und nicht zum Rahmen.

Die Hebel bei Falträdern sind außerhalb dessen was zB. für mich oder meiner Masse geeignet erscheint und zügig zum Bruch führen würde. Insofern setze ich mich gar nicht auf so etwas - .....
 
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Gunnarson

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Ist klar was du meinst.

Allerdings ist es in diesem Fall so dass in der Betriebsanleitung explizit steht, dass die Markierung an der Stütze relevant ist für den maximalen Auszug. Beim London im Serienzustand gehört die Markierung also genau zu dieser Kombination von Stütze und Rahmen.

Leoncycle hat mir ja dies auch schriftlich bestätigt. Behauptet aber halt leider, ich hätte das Maximum überschritten. Was aber einfach nicht der Wahrheit entspricht.

Hatte von Anfang an die gleichen Bedenken wie du, deshalb hab ich penibel darauf geachtet das Maximum nicht auszureizen. Wiege auch keine 80 Kilo.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Dann kann der Auszug an der Schrittlänge festgemacht, das Zünglein an der Waage bedeuten.

Sind die Beine ausreichend kurz, das die Stütze laut Handbuch versenkt sein muß, fehlt ein anders lautendes Argument....

80kg wäre bei mir ja schon untergewichtig ;)
Oder anders, hab schon Sattelstützen verbogen.....
 
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