Rückruf und Jobrad

Diskutiere Rückruf und Jobrad im Plauderecke Forum im Bereich Community; Servus, Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und...
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vavo01

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Servus,
Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und wird vom Hersteller zurückgeholt. Damit ist der Vertrag mit Jobrad hinfällig.
Normalen Käufern erstattet Riese und Müller den kompletten Kaufpreis zurück. Bei Jobrad heißt es allerdings, dass die bis zur Stilllegung gezahlten Beiträge nicht zurückgezahlt werden. Hat jemand bereits Erfahrungen mit Jobrad und zurückgerufen Fahrrädern gemacht? Meine laienhafte Vorstellung ist die, dass Jobrad vom Hersteller ebenfall wie ein gewöhnlicher Kunde den kompletten Preis erstattet bekommt. Und deshalb das Geld (zumindest den Anteil für das Fahrrad) nicht einfach einbehalten darf, da diese Aufwendungen für sie wegfallen.
 
Chaos

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Im Forum war auch zu lesen, dass man Leasinganbieter die bereits gezahlten Raten (nach Diebstahl) für ein neues Rad anrechnen, mindestens anteilig).
Vllt kannst du sowas verhandeln.
Na wenn du sonst eine Mobilitätsgarantie hast, berufe dich drauf und die sollen jmd (Spedition) Zum Abholen schicken...
 
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vavo01

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Im Forum war auch zu lesen, dass man Leasinganbieter die bereits gezahlten Raten (nach Diebstahl) für ein neues Rad anrechnen, mindestens anteilig).
Vllt kannst du sowas verhandeln.
Na wenn du sonst eine Mobilitätsgarantie hast, berufe dich drauf und die sollen jmd (Spedition) Zum Abholen schicken...
Ja, habe ich auch bereits gelesen. Finde aber auf der Jobradseite leider keine Info.
 
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vavo01

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Ich würde meine Energie in die Suche einer sinnvollen Alternative stecken und mich freuen, dass es mich nicht zerlegt hat. Aber jeder, wie er mag.
Ich habe es zweimal probiert. Jedesmal ohne Erfolg aber mit Schweiß auf der Stirn.
Und Du wirst es nicht glauben, ich bleibe bei RM. Also ist der Punkt bereits abgehackt.
 
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vavo01

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An alle Leasingexperten und die es noch werden wollen, hier die Mail, die ich soeben von Jobrad bekommen habe:

Sehr geehrter Herr XYZ,

vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Hierzu gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen:

1. Einen technischen Austausch wird vorgenehmen. Da an den laufenden Vertragskonditionen keine Änderungen vorgenommen werden können, muss das neue Rad gleichwertig zu dem alten sein. Hiermit wird den Vertrag weiterhin bestehen.

2. Den Vertrag wird rückabgewickelt zum Leasingbeginn. Alle Leasingraten werden an Ihrem Arbeitgeber zurückerstattet nachdem den Prozess vollzogen ist.
 
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Sven2020

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Genau DESHALB mag ich so manches Geschreibsel hier in den Foren nicht, wenn man es nicht mal versucht hat.
Und vavo01 hat es richtig gemacht. Wenn etwas unklar ist, die Leute gezielt anschreiben / anfragen und auf Unklarheiten hinweisen. Dann kann man immer noch weiterschauen, was man macht. Aber direkt zu sagen "kannste Dir sparen" ist weder hilfreich noch nützlich bei Verbraucherfragen!
 
MultiBen

MultiBen

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An alle Leasingexperten und die es noch werden wollen, hier die Mail, die ich soeben von Jobrad bekommen habe:

Sehr geehrter Herr XYZ,

vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Hierzu gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen:

1. Einen technischen Austausch wird vorgenehmen. Da an den laufenden Vertragskonditionen keine Änderungen vorgenommen werden können, muss das neue Rad gleichwertig zu dem alten sein. Hiermit wird den Vertrag weiterhin bestehen.

2. Den Vertrag wird rückabgewickelt zum Leasingbeginn. Alle Leasingraten werden an Ihrem Arbeitgeber zurückerstattet nachdem den Prozess vollzogen ist.
Vielleicht bin ich zu empfindlich, aber ich denke man sollte im Kundenservice keine Analphabeten anstellen. 😱
 
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iGude

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Vielleicht bin ich zu empfindlich, aber ich denke man sollte im Kundenservice keine Analphabeten anstellen. 😱
Hatte mich da auch etwas gewundert.
Hier, ganz besonders durch die Smartphone Nutzung und der Worterkennung ist es ja auch oft abenteuerlich -bei meinen Texten leider auch- , aber so eine Mail verwundert dann schon etwas.
 
Trekker

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An alle Leasingexperten und die es noch werden wollen, hier die Mail, die ich soeben von Jobrad bekommen habe:

2. Den Vertrag wird rückabgewickelt zum Leasingbeginn. Alle Leasingraten werden an Ihrem Arbeitgeber zurückerstattet nachdem den Prozess vollzogen ist.
Ziffer 2 kann ich - offen gesagt - nicht so ohne weiteres nachvollziehen. Wenn es Jobrad aber so anbietet, ok. Dann wäre ich jetzt aber mal gespannt, wie sich der AG verhalten wird, insbesondere was die Rückabwicklung der Gehaltsumwandlung betrifft.
 
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vavo01

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@Trekker
Mein AG macht keine klassische monatliche Gehaltsumwandlung. Viel mehr sammelt er übers Jahr meine "Schuld" und zieht sie von meine jährlichen Gewinnbeteiligung ab.

Da der Zeitpunkt erst im April 2022 ist, bekomme ich die Rückabwicklung auf meiner Abrechnung nicht mehr zu Gesicht.
 
Trekker

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@Trekker
Mein AG macht keine klassische monatliche Gehaltsumwandlung. Viel mehr sammelt er übers Jahr meine "Schuld" und zieht sie von meine jährlichen Gewinnbeteiligung ab.

Da der Zeitpunkt erst im April 2022 ist, bekomme ich die Rückabwicklung auf meiner Abrechnung nicht mehr zu Gesicht.
Ah, ok.

Ich habe übrigens eine Gerichtsentscheidung (LG Bamberg, 02.10.2020, 3 S 44/20) gefunden, die zwar zum Dieselskandal ergangen ist, aber folgendes sagt:

"Dem Leasingnehmer steht gegen den Leasinggeber, der nicht der Fahrzeughersteller ist, hinsichtlich des geleasten Fahrzeugs, das vom sog. Dieselskandal betroffen ist und deswegen möglicherweise einen Minderwert aufweist, kein Schadensersatzanspruch (etwa aus §§ 826, 31 BGB) wegen zu viel gezahlter Leasingraten zu."
Weiterhin fehlt es an einem Schadenseinritt, wenn für eine eingeschränkte Nutzbarkeit des Fahrzeugs während der Dauer des Leasingvertrags nichts ersichtlich ist. Beim Leasingvertrag hat der Leasinggeber dem Leasingnehmer als Hauptverpflichtung den Gebrauch der Leasingsache für die Vertragszeit zu verschaffen. Anknüpfungspunkt für das Vorliegen eines Schadens ist daher die Nutzbarkeit des Fahrzeugs, nicht aber ein etwaiger merkantiler Minderwert, der aus einem Mangel des Leasingfahrzeugs resultiert."

Folgt man der Entscheidung des LG Bamberg, könnte dein AG (Leasingnehmer) gezahlte Leasingraten wegen der Mangelhaftigkeit oder Minderwertigkeit des Leasingrades bei uneingeschränkter Nutzbarkeit vor dem Rückruf also eigentlich nicht von Jobrad (Leasinggeber) zurückfordern.

Jetzt ist nur die Frage: war die Nutzbarkeit während der schon abgelaufenen Leasingzeit in irgendeiner Weise einschränkt?

Möglicherweise ist dies der Grund, warum Jobrad schon gezahlte Leasingraten erstattet.
 
nadennchen

nadennchen

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Hier mal ein Zitat aus der mail von Jobrad an uns als Fachhändler:

Zitatanfang:

Sehr geehrter Fachhandelspartner,

der im Betreff genannte Vorgang wurde von der Rückrufaktion des Herstellers Riese & Müller betroffen.

Hierzu gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen:
  1. Wir nehmen den Austausch des Leasingobjektes vor. Hier wird ein gleichwertiges Fahrrad im bereits bestehenden Leasing-Vertrag aufgenommen, da an den Leasingvertragskonditionen keine Änderungen vorgenommen werden können. Sie vereinbaren diesen mit dem JobRadler und senden uns die Daten (Hersteller, Modell, Farbe, Größe, Rahmennummer) des neuen Rades zu. Hierbei wird den Vertrag unberührt weiterhin bestehen.
  1. Wir beenden den Vertrag zum 30.09.2021 (Zeitpunkt der Rückruffaktion). Sie senden uns eine schriftliche Bestätigung, dass wir Ihnen den vollen Kaufpreis in Rechnung stellen dürften. Sobald wir dies erhalten haben, werden wir den Prozess bei dem Arbeitgeber und Leasinggeber MLF-Mercator/JobRad-Leasing anstoßen.

Eine vollständige Rückabwicklung kommt nicht Betracht, da das Leasing-Objekt bis zum Zeitpunkt des Rückrufs genutzt wurde.

Zitatende
 
Trekker

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Hier mal ein Zitat aus der mail von Jobrad an uns als Fachhändler:

Zitatanfang:

Sehr geehrter Fachhandelspartner,

der im Betreff genannte Vorgang wurde von der Rückrufaktion des Herstellers Riese & Müller betroffen.

Hierzu gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen:
  1. Wir nehmen den Austausch des Leasingobjektes vor. Hier wird ein gleichwertiges Fahrrad im bereits bestehenden Leasing-Vertrag aufgenommen, da an den Leasingvertragskonditionen keine Änderungen vorgenommen werden können. Sie vereinbaren diesen mit dem JobRadler und senden uns die Daten (Hersteller, Modell, Farbe, Größe, Rahmennummer) des neuen Rades zu. Hierbei wird den Vertrag unberührt weiterhin bestehen.
  2. Wir beenden den Vertrag zum 30.09.2021 (Zeitpunkt der Rückruffaktion). Sie senden uns eine schriftliche Bestätigung, dass wir Ihnen den vollen Kaufpreis in Rechnung stellen dürften. Sobald wir dies erhalten haben, werden wir den Prozess bei dem Arbeitgeber und Leasinggeber MLF-Mercator/JobRad-Leasing anstoßen.

Eine vollständige Rückabwicklung kommt nicht Betracht, da das Leasing-Objekt bis zum Zeitpunkt des Rückrufs genutzt wurde.

Zitatende
Oje, ich hoffe nicht, dass Jobrad meinen obigen Beitrag gelesen hat. ;)
 
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Rückruf und Jobrad

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