Rückruf und Jobrad

Diskutiere Rückruf und Jobrad im Plauderecke Forum im Bereich Community; Servus, Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und...
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vavo01

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Servus,
Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und wird vom Hersteller zurückgeholt. Damit ist der Vertrag mit Jobrad hinfällig.
Normalen Käufern erstattet Riese und Müller den kompletten Kaufpreis zurück. Bei Jobrad heißt es allerdings, dass die bis zur Stilllegung gezahlten Beiträge nicht zurückgezahlt werden. Hat jemand bereits Erfahrungen mit Jobrad und zurückgerufen Fahrrädern gemacht? Meine laienhafte Vorstellung ist die, dass Jobrad vom Hersteller ebenfall wie ein gewöhnlicher Kunde den kompletten Preis erstattet bekommt. Und deshalb das Geld (zumindest den Anteil für das Fahrrad) nicht einfach einbehalten darf, da diese Aufwendungen für sie wegfallen.
 
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vavo01

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Sorry Leute. Ihr reitet hier nur auf dem Begriff Vertrag rum. Dass Jobrad hier juristisch safe ist, dämmert mir auch.
Fakt ist aber, dass jemand bei der Entwicklung Mist gebaut hat und ich (und das Finanzamt) dafür bis jetzt 900€ abgedrückt haben.
Deshalb hinkt auch der Vergleich zum Diebstahl, denn da ist der Verantwortliche in der Regel nicht greifbar.
 
MisterFlyy

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Fakt ist aber, dass jemand bei der Entwicklung Mist gebaut hat und ich (und das Finanzamt) dafür bis jetzt 900€ abgedrückt haben.

Dafür hast du das Rad doch nutzen dürfen.

Sei doch froh, daß du das Schrottteil nicht weiter fahren musst. Das du das Rad genutzt hast ohne zu verunfallen.
 
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iGude

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Fakt ist aber, dass jemand bei der Entwicklung Mist gebaut hat und ich (und das Finanzamt) dafür bis jetzt 900€ abgedrückt haben.
Du hast doch aber nur für die Nutzung/Überlassung durch den AG die 900€ gezahlt.

Du bekommst doch auch kein Weiteres Geld zurück wenn ein Mietwagen den du 3 Wochen hattest auf einmal vom Hersteller zurückgerufen wird.

Dann gehst einfach mit einem anderen Wagen weiter.
Wurde hier ja auch schon gesagt mit einem neuen Bike.
 
MScFW

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@vavo01 Ich seh nicht wo bzw warum Dir ein Schaden entstanden sein soll, oder entstehen könnte. Du hast das Rad genutzt und dafür gezahlt, fertig. Jobrad hat eine Schaden in der Zukunft, es fehlen die Gewinne der restlichen Laufzeit.
Servus
Markus
 
MisterFlyy

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Er hat einen gefühlten Schaden, wenn er davon ausgegangen ist, daß er das Rad nach dem Leasing günstig kaufen kann. So wird es in der Werbung der Anbieter versprochen.

Wenn er das Leasing als Ratenzahlung mit Schlußrate sieht und nebenbei noch Steuern und Sozialabgaben sparen wollte.
 
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vavo01

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Dafür hast du das Rad doch nutzen dürfen.

Sei doch froh, daß du das Schrottteil nicht weiter fahren musst. Das du das Rad genutzt hast ohne zu verunfallen.
Das Rad ist an sich genial. Die Vorteile der Seilzuglenkung nicht wegzudiskutieren. Aber es ist schon enttäuschend, dass andere kleinere Hersteller das Thema besser beherrschen.
 
MisterFlyy

MisterFlyy

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Das Schrottteil bezog sich darauf, daß das Rad nicht sicher nutzbar ist und deshalb zurück gerufen wird.
Jeder macht mal einen Fehler. Förderlich ist sowas für dem Hersteller auch nicht.
 
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vavo01

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Er hat einen gefühlten Schaden, wenn er davon ausgegangen ist, daß er das Rad nach dem Leasing günstig kaufen kann. So wird es in der Werbung der Anbieter versprochen.

Wenn er das Leasing als Ratenzahlung mit Schlußrate sieht und nebenbei noch Steuern und Sozialabgaben sparen wollte.
Falsch!!! Ich spare keine Sozialabgaben. Oder hast Du einen Einblick in den Vertrag zw. Jobrad und meinem Arbeitgeber?
 
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schmadde

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Ich bin "Besitzer" eines Riese und Müller Packster 70, das ich über Jobrad lease. Dieses ist jetzt mit einem Fahrverbot belegt worden und wird vom Hersteller zurückgeholt. Damit ist der Vertrag mit Jobrad hinfällig.
Normalen Käufern erstattet Riese und Müller den kompletten Kaufpreis zurück. Bei Jobrad heißt es allerdings, dass die bis zur Stilllegung gezahlten Beiträge nicht zurückgezahlt werden.
Und wieder einmal zeigt sich, dass Jobrad ein problematisches Modell ist, das für den Arbeitnehmer mit unvorhergesehenen Nachteilen kommt.
Hat jemand bereits Erfahrungen mit Jobrad und zurückgerufen Fahrrädern gemacht?
Wohl kaum, denn ich vermute dass es so einen Fall noch gar nie gegeben hat, schon gar nicht in der kurzen Zeit in der Jobrad überhaupt existiert. Ich habe jedenfalls noch nie davon gehört.

Meine laienhafte Vorstellung ist die, dass Jobrad vom Hersteller ebenfall wie ein gewöhnlicher Kunde den kompletten Preis erstattet bekommt. Und deshalb das Geld (zumindest den Anteil für das Fahrrad) nicht einfach einbehalten darf, da diese Aufwendungen für sie wegfallen.
Das kann im Zweifel nur ein Anwalt klären. Es wurde hier im Forum schon von einem Fall berichtet in dem erfolgreich gegen Jobrad vorgegangen wurde in einem Fall der vom Gefühl her eher noch vom Arbeitnehmer verursacht wurde (es ging um einen Arbeitgeberwechsel und Jobrad wollte das Rad zurück und zusätzlich noch künftige Leasingraten).
 
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Omarad

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Gedankenexperiment: Das Rad wäre nicht zurückgerufen worden, der Mangel spricht sich aber rum, das Packster wird deshalb auf dem (Gebraucht-)Markt zur unverkäuflichen Gurke.
Jobrad könnte den kalkulierten Gebrauchtpreis nicht erzielen, es entsteht ein Verlust.
Würdest du dafür aufkommen?
 
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schmadde

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Lies halt nach, was im Leasingvertrag zwischen deinem Arbeitgeber und dem Leasinggeber vereinbart ist.
Ich habe es schon im letzten Thread wo gegen Jobrad (letztlich erfolgreich) juristisch vorgegangen wurde geschrieben: nicht alles was in Verträgen steht gilt auch. Ganz besonderen bei Firmen gegenüber Privatpersonen sind sehr viele Vertragsklauseln anfechtbar oder unwirksam. Ob das nun im vorliegenden Fall so ist, kann aber nur ein Fachmann beurteilen (und auch der nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit)
 
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schmadde

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Wieso? Du hast das bike doch nur gemietet! Und diese Leistung wurde dir ja auch bis jetzt erbracht.
Auf den ersten Blick ist es so (juristisch vielleicht auch). Aber es ist doch völlig offensichtlich, dass die meisten Leute die Jobrad nutzen das nur tun, weil sie das Rad hinterher "ziemlich sicher" günstig erwerben können. Den Wertverlust finanzieren sie teils aus den Raten und teils durch den Steuervorteil. Das darf Jobrad natürlich nicht garantieren um nicht mit dem Finanzamt in Konflikt zu kommen, aber ich garantiere, dass es nur wenige Jobrad Kunden gäbe, wenn klar wäre, dass es um eine reine Überlassung während des Leasingzeitraums ginge und das Rad hinterher nicht günstig gekauft werden könnte.
 
MisterFlyy

MisterFlyy

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"Fehler passieren jedem mal"

Diese Aussage ist von mir und nicht von Riese und Müller. Sie zahlen ja dem Käufer den Kaufpreis zurück. Für die Nutzung machen sie auch keinen Abschlag.

Da du nur der Mieter bist, hast du keinen Schaden und kannst ein anderes Rad leasen.
 
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vavo01

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Und wieder einmal zeigt sich, dass Jobrad ein problematisches Modell ist, das für den Arbeitnehmer mit unvorhergesehenen Nachteilen kommt.

Wohl kaum, denn ich vermute dass es so einen Fall noch gar nie gegeben hat, schon gar nicht in der kurzen Zeit in der Jobrad überhaupt existiert. Ich habe jedenfalls noch nie davon gehört.


Das kann im Zweifel nur ein Anwalt klären. Es wurde hier im Forum schon von einem Fall berichtet in dem erfolgreich gegen Jobrad vorgegangen wurde in einem Fall der vom Gefühl her eher noch vom Arbeitnehmer verursacht wurde (es ging um einen Arbeitgeberwechsel und Jobrad wollte das Rad zurück und zusätzlich noch künftige Leasingraten
Danke für die erste objektive Antwort
 
Fraenker

Fraenker

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aber ich garantiere, dass es nur wenige Jobrad Kunden gäbe, wenn klar wäre, dass es um eine reine Überlassung während des Leasingzeitraums ginge und das Rad hinterher nicht günstig gekauft werden könnte.
Das ist ein offenes Geheimnis aber aus bekannten Gründen darf man sich nicht auf die günstige Übernahme verlassen.
 
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iGude

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Auf den ersten Blick ist es so (juristisch vielleicht auch). Aber es ist doch völlig offensichtlich, dass die meisten Leute die Jobrad nutzen das nur tun, weil sie das Rad hinterher "ziemlich sicher" günstig erwerben können.
Klar das kann man schon verstehen. Auch der jetzige Ärger. Aber wie du auch schon sagtest ein Grund mehr so ein Modell mit anderen Augen zu sehen.
 
Thema:

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