Punktschweißen mit "Sunkko Welding Machine" oder ähnlichen Geräten

Diskutiere Punktschweißen mit "Sunkko Welding Machine" oder ähnlichen Geräten im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Hat jemand Erfahrungen mit folgendem Punktschweissgerät...

Joe23

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Nachdem es offensichtlich nicht allzuviele gibt, die den genannten Punktschweisser kennen, fange ich mal selbst an, daran herumzumäkeln.
Leider ist nicht mal der Lieferumfang deutlich benannt.
Wenn ich von den gezeigten Bildern ausgehe, dann besteht der Punktschweisser aus:
-Elektrobox
-unnötigerweise aus einem Lötkolben
-Nadelschweisser
-und hoffentlich auch demFußschalter (allerdings nicht abgebildet)

Der Angebotstext ist kümmerlich und durch einen automatischen Übersetzungsvorgang unverständlich, es besteht wohl keine Hoffnung, dass der Verkäufer eventuelle Fragen beantworten kann.
Soll ich den Kauf trotzdem wagen? Den Kauf meines China-Oszis habe ich noch nie bereut.
Die einzige verwertbare Spezifikation ist die Stärke der Verschweissbaren Ni-Bleche mit 0,03-0,3 mm.
Es gibt auch noch einen Preigünstigeren Punktschweisser, der nur 0,02-0,2mm verschweissen kann. Die Tatsache, dass der nicht den Begriff "Puls" in seiner Bezeichnung führt und dass er als alternative Funktion Ladegerät für Batterien sein kann, erweckt in mir den Eindruck, dass hierbei nur ein Kondensator auf eine einstellbare Spannung aufgeladen wird und dieser Kondensator dann restlos entladen wird.
Vermutlich wird man mit dem Pulsgerät die benötigte Schweißenergie genauer einstellen Können?
 

trilobyte

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das selbe teil gibts bei aliexpress für den halben preis. mit der gerätebezeichnung findest du auch mehr testberichte.
bei der 230V version ist wohl das problem dass der sicherungsautomat fliegt. bei ali express schreiben sie was von einer grossen vorsicherung.

ich habe mir die tage so ein teil aus einem mikrowellentrafo gebaut mit einem bausatz einer steuerung. gibt auch hier einen tread dazu.

gruss
siegi
 ps:
http://de.aliexpress.com/wholesale?catId=0&initiative_id=SB_20160818231809&SearchText=sunkko
 

Üps

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bei der 230V version ist wohl das problem dass der sicherungsautomat fliegt.
Ist das mit Trafo statt Schaltnetzteil, oder warum?
Wenn Trafo, gäbe es einfache Möglichkeiten einer Einschalt-Strombegrenzung:
Vorwiderstand oder Heißleiter in Serie schalten und über ein Relais, das durch die Sekundärspannung gesteuert wird, überbrücken.
 

Joe23

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@trilobyte: Danke für Deinen Link, da konnte ich doch einiges mehr erfahren.

Leider habe ich keine für mich lesbaren Anwenderberichte finden können.
In einem amerikanischen Forum konnte ich sehen, dass ein Transformator eingebaut ist. Dort konnte ich auch erahnen das der Schweiss-Strom Primärseitig geschaltet wird. Man muss also mit häufigem Ausschalten durch den Sicherungsautomaten rechnen. Allerdings ob und falls ja, wie gut Akkuzellen damit verschweisst werden können, habe ich nichts gefunden.
 

interrupted

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Leitungsschutzschalter mit d Charakteristik eher sogar e, sonst hast du damit keine Freude.

Die schweisspunkte selber sind absolut io (wenn die Sicherung nicht grad fliegt wegen dem exorbitantem inrush. Daher die trägen Schalter... Ohne macht das null sinn.
 
Ist das mit Trafo statt Schaltnetzteil, oder warum?
Wenn Trafo, gäbe es einfache Möglichkeiten einer Einschalt-Strombegrenzung:
Vorwiderstand oder Heißleiter in Serie schalten und über ein Relais, das durch die Sekundärspannung gesteuert wird, überbrücken.


Been there, tried that. Also, Anlaufstrom begrenzen über PTC. Bringt nur mäßig Besserung. Der Leitungsschutzschalter muss sehr gutmütig aka träge sein.


Und ja, kein smps sondern ein trafo befeuert den. Kupfer war wohl zu teuer, daher wurde alu verwendet was wohl für den krassen Anlaufstrom mit verantwortlich ist so weit ich das aus US Foren verstanden habe.
 
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Üps

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Wenn man primärseitig die Leistung schaltet, ist das leider klar! Ich dachte da mehr an ein einmaliges Einschalten mit dem Hauptschalter.
Ständiges Geschalte im Betrieb, das geht so nicht wirklich gut. Schon wegen des Einschwingsverhaltens des Trafos, aber auch weil der NTC sehr niederohmig wird.

Wenn die Schaltvorgänge nicht zu schnell erfolgen, könnte hier die Widerstandslösung mit Überbrückung erfolgversprechender sein. Problem ist der Nahezu-Kurzschluss auf Sekundärseite. Je nachdem, was da noch an Spannung(en) bleibt. Oder gleich eine phasenrichtige Einschaltung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Trafoschaltrelais
 
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interrupted

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Oder was gescheites kaufen ;) würde die bastelbude nicht nochmal holen
 

interrupted

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in der Bucht für knapp 100 geschossen, kein Eigenimport. Hatte häufiger gelesen das die Dinger keinerlei Prüfzeichen haben sollen, oder zumindest CE fehlt. Auf Zolldiskussionen hab ich eher wenig Lust.

Ich mein, das Ding tut was es soll. Aber so wie es ab Werk kommt ist es mE schlicht unbrauchbar, kaum einem wird klar sein was für abartige Peakströme das Teil verursacht. Hat man ds im Griff (hier mit Holzhammer gelöst, E Schalter) + kleinere Umbauten um vernünftige Usability zu erhalten kann man damit schon arbeiten. Hat bei mir schon mehrere Packs überlebt, man muss sich halt im klaren sein das es nichts ist aus der Ecke "auspacken, einstecken, läuft"
 Der Auslösemechanismus is zb total beknackt, die beiden Elektroden müssen mit dem Akku nach oben gedrückt werden. Das blöde dabei ist das jede elektrode für sich bewegt wird und nur eine der beiden im Gerät irgendwann an einen simplen Mikroschalter anstößt was den Impuls auslöst. Totaler mist. Hab den ziemlich zu Beginn schon umgebaut und diesen Hebelkram entsorgt, dafür das ganze mit dickem Kupferkabel (16mm" oder so, Starterkabel müsste das gewesen sein) rausgeführt, parallel dazu den Mikro ClickClacktaster dahin befördert wo er hingehört, dafür ebenfalls Kabel rausgeführt und was ähnliches wie hier gebstelt



Auslöser für den Schweißimpuls ist exakt in Daumenreichweite.
 

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Knapp bemessene Trafos (zu wenig Eisen) müssen im Spannungsmaximum eingeschaltet werden.*
Das kann man selber basteln indem man das Schütz über ein Verzögerungsglied schaltet welches nach individueller Totzeit nach Nulldurchgang Saft auf die Schützspule gibt.
Individuell weil die jeweilige Einschaltverzögerung des Schützes berücksichtigt werden muss.
Sanfteinschalt-Schaltungen bringen nichts weil darunter das Schweißergebnis leidet, zumindest wenn die Ausgangsspannung auf die Schweißelektroden gelegt wird.
Mit einem Trafo der für 380/400V ausgelegt ist (am 230V Netz betrieben) umgeht man diese Probleme weitestgehend.

*Der magnetische Fluss im Trafo ist proportional zum Integral über die Spannung.
Also eigentlich wegen positiver und negativer Halbwellen Null.
Interessant sind die Momentanwerte.#
Schalte ich zum Spannungsmaximum ein kann maximal eine halbe Halbwelle aufintegriert werden, danach wird die Spannung negativ, der Fluss nimmt wieder ab bis er im Maximumn der negativen Halbwelle wieder Null ist.
Danach wird der Fluss negativ, aber auch nur maximal so groß wie das Integral über eine halbe Halbwelle. Danach wird die Spannung positiv und der jetzt maximal negative Fluss wird wieder kleiner.
Schalte ich im Spannungsnulldurchgang wird über eine komplette Halbwelle integriert, der Trafo geht in die Sättigung mit den dazugehörigen brutalen Strömen.
Genauer und mit Berücksichtigung der Remanenz hier https://de.wikipedia.org/wiki/Einschalten_des_Transformators
 

interrupted

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Gerne wenn Du mir sagst, was und wo es das gibt.

Vielleicht willst Du mir die Bastelbude verkaufen?

bisher haben deine Beiträge bei mir nicht gerade den Eindruck hinterlassen das ich Dir, ohne schlecht schlafen zu können, ein Gerät wie das hier überlassen wollen würde.

Sorry, nope. Wenns nicht grad ein 100 Zellen Akku ist könnte ich mir vorstellen den zusammen zu brutzeln
 

Joe23

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wegen diesem satz:
"elektrische Leckage Schalter Anforderung: 60A oder mehr als 60A"
Das war wohl auch vernünftig, denn alles was hier noch zum Einschalten des Transformators gepostet wurde, ist nach meinem Verständnis nur gültig, wenn der Transformator nicht sekundärseitig kurzgeschlossen ist.
 

Broadcasttechniker

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Das mit der Sättigung hat nichts mit dem (transformierten) Strom zu tun, nur mit der Spannung.
Klar ist dass sich der Sekundärstrom auf die Primärseite transformiert.
Dabei ist es egal ob jetzt in anderen Anwendungen leere Elkos geladen werden oder hier ein Fast-Kurzschluss vorliegt.
Letzteres ist aber nicht so wild, viel mehr als 15 Ampere (3KW) werden das nicht sein, und da lacht jeder Haushaltsautomat drüber, der Triac ebenfalls.
 

Üps

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Knapp bemessene Trafos (zu wenig Eisen) müssen im Spannungsmaximum eingeschaltet werden.*
In dem von dir zitierten Artikel steht allerdings:

Die Eisenkerne üblicher Transformatoren, mit geringen oder gar keinen Luftspalten, bereiten jedoch beim Einschalten Probleme. Transformatoren werden aus Gewichts- und Kostengründen mit einem kleinstmöglichen Luftspalt im Kern und außerdem so ausgelegt, dass der Eisenkern im eingeschwungenen Zustand gerade noch nicht gesättigt ist, ...
Scheitelspannungs-Schalter. Dieser eignet sich jedoch nur für Transformatoren, die einen extra Luftspalt im Kern und deshalb nur einen geringen Restmagnetismus haben.
Ich frage mich, ob das Billigstding einen ausreichenden Luftspalt hat.

Ok, am Ende wird alles deutlich besser sein als hartes Einschalten zufällig im Nulldurchgang.
 
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Broadcasttechniker

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Ein anständiger Trafo hat keinen Luftspalt.
Ein Luftspalt im Kern macht den Trafo über die erhöhte Streuinduktivität weich.
Das hat man im vergangenen Jahrhundert bei (Lichtbogen)Schweißtrafos und Klingeltrafos so gemacht um die Kurzschlussfestigkeit zu gewähren.
Wenn man richtig abschaltet dann ist auch halbwegs gewährleistet dass der Kern entmagnetisiert ist.
 
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