Prophete "Stratos Olymp", 36V 10Ah 28"

Diskutiere Prophete "Stratos Olymp", 36V 10Ah 28" im Discounter / Direktvertrieb Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Guten Abend liebe Foristen, ich hole diesen Thread nach oben, weil mein Controller seit neuestem immer abschaltet, wenn ich den Akku anschließe...
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Michael_Luisenviertel

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Guten Abend liebe Foristen,

ich hole diesen Thread nach oben, weil mein Controller seit neuestem immer abschaltet, wenn ich den Akku anschließe und einschalte. Am Display erlischt das Licht nach zwei oder drei Sekunden, im Controller blinkt eine LED für zwei oder drei Sekunden, dann ist Schluss (hab es in geöffntetem Zustand ausprobiert).

Es ist der original verbaute LSW70A6G von www.lsdzs.net (Li Shui).

Kabel und Stecker sind alle okay, soweit erkennbar gibt es hier keine Probleme.

Hat jemand zufällig eine Quelle für den Controller oder ein Exemplar über?

Passt der KU63 auch?

Danke für Kommentare, beste Grüße, Michael
 
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Michael_Luisenviertel

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Danke für den Tipp mit dem Akku.

Hab zwei, einer original seit September 2011 gefahren, schwächelt natürlich.
Der andere nachgekauft und noch ziemlich frisch.

Beide laden normal.

Mit dem alten funktioniert das Rad, mit dem neuen nicht. Hatte ich bisher nicht zugeordnet.

Werde Sicherungen checken und mal eine Runde durch die Nacht fahren.
 
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Michael_Luisenviertel

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Wie es jetzt aussieht, ist nichts defekt, nur eine Sicherung bei einem Akku war locker. Wäre doch gelacht, wenn das Rad nicht über die 20.000 käme.:D

Danke @Üps für den Hinweis.
 
Ü

Üps

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Freut mich sehr, dass es so schnell und so billig zu beheben war! :)
 
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Raketenbändiger

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AW: temporäre Motorabschaltung

Hallo zusammen,
wie Ihr sicher wißt, hat der Controller des "Stratos Olymp" zwei ungenutzte 3-polige Anschlüsse, die danach aussehen, als wären sie für Bremsschalter (die ja entgegen der Bedienungsanleitung leider nicht eingebaut sind).

Kabel-Farbe und -Belegung:
schwarz: Ground (Masse)
rot: + 5V
grün: Signal

Ich hab´s jetzt mal ausprobiert: wenn man "grün" mit "schwarz" verbindet, unterstützt der Motor nicht mehr. Das entspricht also der Funktion, als würde man eine Bremse mit Bremsschalter betätigen. Das sollte der geneigte Dremel-User doch irgendwie bedienungsfreundlich an den Lenker bekommen, oder nicht?

Also hab ich mir ein paar Teile bei einem Elektronikladen gekauft bzw. zusammengesucht:
  • kleiner Schiebeschalter
  • kleinstes schwarzes Plastik-Gehäuse, wo der Schalter reinpassen würde (Unterseite offen lassen, kommt auf Lenker und wird durch Gummimatte geschützt)
  • 3 Meter schwarzes rundes Kabel, das zwei Adern hat (vergleichbar Kopfhörerkabel)
  • kleines Stück dünne Gummimatte (Lenker-Tachos haben sowas schonmal) oder Leder-Rest (möglichst schwarz)
  • => Kosten: ca. € 5,-
Schritte zur Montage:
  1. Mit dem Dremel (oder vergleichbaren Werkzeug) Aussparungen für den Schalter, das Kabel und zwei Kabelbinder im "Mini"-Gehäuse bohren und/oder feilen, fräsen - wie auch immer. Gehäuse-Unterkante 'rund' schleifen/feilen, dass es halbwegs bündig auf den Lenker passt (inkl. mit darunterliegendem Gummi- oder Leder-Teil).
  2. Kabel an Schiebschalter löten. Kabel durch erstellte Öffnung ziehen und Schalter im Gehäuse einkleben. Vorsicht mit Heißkleber, der kann den Schalter beschädigen (durch die Hitze).
  3. Gummidichtungen für Kabel aus Fahrradrahmen entfernen (herauspuhlen) und lange Ende des Kabels durch den Rahmen führen (das ging erschreckend einfach, hatte ich mir schwieriger vorgestellt).
  4. Zwei-adriges Kabel im Controller-Gehäuse mit einem der beiden Bremsstecker verbinden ('schwarz' und 'grün').
    (HINWEIS: bei mir hat witzigerweise nur einer der beiden ungenutzten Controller-Kabel funktioniert => also vorher ausprobieren!!!)
  5. linken (oder rechten) Kombigriff und Bedieneinheit am Lenker lösen, 'Mini'-Gehäuse mit vorgefädelten Kabelbindern dazwischen platzieren, und alles festmachen (TIPP: die Kabelbinder des 'Mini'-Gehäuses passen quasi "durch" neben die Brems-Halterung).
Erfahrungshinweise:
  • Das Vorbereiten des 'Mini'-Gehäuses mit seinen ganzen Ausfräsungen mit dem Dremel ist zeitaufwendig und sollte sorgsam gemacht werden.
  • Das Entfernen und Wieder-Anbringen der Kabelummantelung am Rad ging erstaunlich problemlos (einfach abwickeln und anschließend wieder aufwickeln).
  • Das Verlegen des Kabels durch den Rahmen ging auch erstaunlich stressfrei.
  • Die letztliche Verbindung zum Controller sollte sehr sorgfältig erfolgen, da man den Kabelbaum beim Wiedereinbau doch ziemlich reindrücken muss.
Ergebnis:
Ein kleiner Schiebschalter in einem Mini-Gehäuse, der super-bequem mit dem Daumen erreichbar ist und per 'Brems-Simulation' den Motor abschalten kann. Ich find, es sieht sehr dezent aus und passt perfekt zwischen linkem Griff und dem Brems-/Schalthebel.

Arbeitsaufwand: hoch!
Kosten/Wertsteigerung: niedrig!
Funktion/Effekt: niedrig!
Nachbau: keine Angabe (Nutzerabhängig)

Fazit: nur was für Enthusiasten ;)

(...oder Leute wie mich, die keinen Gasgriff mit dem PAS kombiniert haben :D )

Liebe Grüße, Puetti
Hallo Puetti,
und danke für Deine Hartnäckigkeit. Haha, nur so kommt man weiter, sonst säßen wir immer noch auf den Bäumen. Okay, manche sitzen da auch heute noch .... Bin gerade wieder aus dem Bett gehüpft, vor Zorn, wegen der drei Kabel an meinen Bremsen. Bitte was soll der Scheiß? Ein Mikroschalter täte es doch auch, dieses Hallsensor-Getue ist doch gerade für'n A.....! Und vor Allem, wie soll ich jetzt prüfen ob die Bremsschalter okay sind? Denn mein Motor läuft nicht (Und ich bin nicht so schlau wie einige hier). Vielleicht weil einer dieser "Gruzifixnomal-Hall-Sensoren nicht will. Die Frage ist ob ich bei mir auch auf Schwarz-Grün gehen kann oder ob es dann knallt? Wahrscheinlich muß ich morgen nochmal meine Pull up-Schaltung zum Einsatz bringen, damit könnte ich ja sehen ob der Bremsschalter ein Hall-Depp ist oder normal. Denn komisch, diese offene Zweierbuchse blockiert ja das scharze Kabel. Oder fehlt da ein Schalter oder ein Bremslicht oder was? Lieber Gott hilf mir .....
Und Gruß
Friedemann
Ergänzung:

AW: bei plus.de ausgelistet, bei lidl.de noch drin


Ich würde mir lieber einen Umbausatz in ein gutes Rad einbauen, als so ein Billigpedelec zu kaufen. Ich habe mir diese Art Räder bei Aldi und Co auch schon angeschaut, und sie sehen ja auch immer schön hochglanzpoliert aus, aber eigentlich ist es doch besser ein gebrauchtes Markenpedelec zu kaufen. Da bekommt man im Winter für unter 1000 Euros schon gute Ware. Bei Autos kauft man ja auch Gebrauchte. Ich hatte einmal ein gebrauchtes Pedelec aus dem mittleren Preissegment, aber mit meinem Flyer bin ich doch mehr zufrieden. Klar, wenn man nur in der Stadt rumfährt und vielleicht 100 km pro Jahr macht, reicht auch ein billigeres. Ich habe hier aber noch keine Berichte von Billigpedelcs mit über 10 000 km auf dem Tacho gelesen.

Gruss
Claudia
Du gell, ich schraube gerade wie ein Irrer ein solches "Billig-Rad" zusammen. Okay, muß man sicher mehr pflegen, aber wer seine Sachen liebt der macht das sowieso. Gut, mit Frontmotor kommst Du nicht den San Berhardino hoch aber für's Flache reicht der allemal. Der größte Vorteil der Billigräder ist aber ihre Beherrschbarkeit. Solide Technik auch für den einfachen Verstand, also mich. Das Schrauben macht Spaß, und wenn's dann mal läuft bin ich der glücklichste Pedelec-Fahrer von Welt. Weil "Kaufen kann ja jeder...."!!!!!
 

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Raketenbändiger

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Hallo liebe Pedelec- und E-Bike-Gemeinde,

ich lese und recherchiere jetzt seit einigen Wochen hier im Forum, auf das mich mein Bruder aufmerksam gemacht hat, der schon seit längerem ein seeehr geiles "Self-Made"-Pedelec fährt. Davon "angefixt" habe ich mir vor drei Wochen nun endlich auch eins zugelegt :)
Da ich sehr viel von den Erfahrungen und Diskussionen dieses Forums profitiert habe, möchte ich auf diesem Wege zumindest insoweit etwas zurückgeben, dass ich meine Entscheidungs- und Kauferfahrung wiedergebe und dies vielleicht dem ein oder anderen hilft.

Vorab kurz zu meinem "Profil" als Radfahrer:
Ich bin 'mid-aged', unter 1,90m und unter 70kg, nicht unbedingt ne "Sportskanone" und wohl eher Freizeit/Gelegenheitsfahrer (beruflich auf PKW angewiesen). Für meine Bedürfnisse hier in "Ruhr-Stadt" kommen 28" City- oder Trekking-Räder in Frage, die 100%ig verkehrstauglich sind.
Persönlich habe ich eine lange Fahrraderfahrung, da ich in einer der flachsten Fahrradstädte groß geworden bin. Ich kann auch etwas an der Mechanik und Elektrik (mein Spruch ist immer: "Ströme gehen seltsame Wege" ;) ).
Ich hatte anfangs durchaus damit geliebäugelt, mir selber ein Pedelec zu bauen (allein schon wegen dem "Schrauber-Spaß!"), aber da ich kein wirklich lohnenswertes Zweirad als Basis mein eigen nennen konnte, musste es wohl ein fertiges Pedelec werden. Wobei... ich hätt ja lieber 'gebastelt'... :)

Preisliche Überlegungen:
Meine ersten Recherchen ergaben, dass ein gutes fertiges Pedelec gerne € 1.500-2.000 und mehr kostet, demgegenüber ein Selbstbausatz mit eingespeichtem Rad, Akku und Zubehör bei rund € 600 rauskommt (ok, kann man natürlich ausgiebig diskutieren...).
€ 2.000 fand ich für mich als Gelegenheitsfahrer aber als deutlich zuviel für den Spaß (das war's mir einfach nicht wert) und € 600 in mein altes/billiges Bestandsrad zu investieren, fand ich auch übertrieben. Wie Ihr wisst, landet man dann gerne bei den Discountern, über dessen Qualität natürlich auch viel diskutiert wird...

Sei's drum: ich hab mich letztlich aus diesen persönlichen Überlegungen für ein solches entschieden und möchte (wie oben erwähnt) mit einigen Details bei diesem tollen Forum 'bedanken', indem ich Feedback gebe. Also bitte nicht als Webung oder so verstehen - it's just my personal experience!

Hier also die Details zu meinem Discounter-Pedelec:
  • Hersteller: Prophete (Link) (die vertreiben ja auch die REX ALU Pedelecs)
  • Modell: Stratos Olymp, 28" Herren Trekking Elektrofahrrad
  • Vertrieb: PLUS.de (Link), haben auch LIDL und andere im Programm
  • Preis: € 925,95 + € 15 Lieferung
Die wichtigsten technischen Daten zu dem Prophete Stratos Olymp findet man auf der Produktseite von PLUS.de, deshalb möchte ich hier ein paar Details nachreichen, die man dort nicht findet (und ich hab ja als erstes meinen Werkzeugkoffer bemüht :)):

Produkt-technische Zusatzdaten:
  • Fahrrad: stammt wohl von "Active Cycles (China) CO., LTD.", wie ich einem beiliegenden 'Inspection'-Zettel entnehme. "E-Bike W52" steht auf dem Karton. Das Modell selbst ist aber dort nicht zu finden.
  • Felgen: HJC, wie ich auf dem Aufkleber auf der Felge sehe
  • Reifen: Kenda
  • Hinterrad-Motor: Bafang SWXH 36V250W185R (36V, 250W, 185U/min); bekannt, leise, unauffällig
  • Controller: wahrscheinlich ''LSW70A Micro Controller" von "Nanjing Lishui Electronics Research Institute" (kurz LSDZS.com). Der Controller hat scheinbar zwei 3-adrige Anschlüsse für Bremsen, die nicht genutzt sind. Er liegt einfach im Kasten vor dem Akku, wo die Kabel zusammenlaufen.
  • Akku: Advanced Electronics Energy Limited (AEE)
  • Ladegerät: High Power Technology lnc, Modell HP1202L3, Output 36V/3A; Der Akkustecker weicht vom Produktbild ab.
  • PAS-Sensor auf der rechten Seite des Tretlagers. Der Motor springt so nach 0,5-0,75 Umdrehungen an.
Datenblatt auf dem Controller:
  • Typical voltage: 36V
  • Wheel size: 28”
  • Maximum current: 14A
  • Typical current: 7A
  • Under voltage: 31,5V
  • Speed signal input voltage: 1.27-4.4 V
  • Break input: Electron: low
  • CE: E0804655E
  • ROHS:BV E&E Ref.NO.LSU-08AP23-01CTSP –A0/A1
Meine persönliche Einschätzung der Komponenten:
Wenn man mal etwas recherchiert (auch bei 'Endless-Sphere'), werden hier durchaus nicht ungewöhnliche Komponenten von Zulieferern aus China oder anderweitiger asiatischer Produktion eingesetzt. Insofern für mich nicht wirklich überraschend und absolut in Ordnung für meine Ansprüche (ich war ja nicht auf der Suche nach 'High-End').

Testeindruck (subjektiv, was sonst?):
Ich hab jetzt zwei/drei Touren hinter mir von ca. jeweils 20km. Das Rad fährt sich für meine Begriffe sehr gut. Die Unterstützung setzt früh ein (0,5-0,75 Pedalumdrehungen) und schiebt dann nicht hektisch, sondern sanft, aber bestimmt an. Man hat nie den Eindruck, dass die Kontrolle entgleitet (auch auf Schotter). Aufpassen muss man allerdings bei Wendemanövern oder in engen Bereichen: einen Tick Pedaldrehung zuviel und der Motor schiebt schon wieder. Da muss man sich anfangs echt dran gewöhnen (so'n Gas-Hebel meint man zu vermissen).
Die V-Brake Bremsen finde ich für "Ruhr-Stadt" (eher flach) absolut ausreichend (hier braucht's keine Scheibenbremse). Positiv fiel mir das LED-Frontlicht auf, das gutes Licht gibt (beide Lichter betrieben durch Frontnabendynamo).
Man merkt durch den Heckmotor und den Akku auf dem Gepäckträger eine leichte Hecklastigkeit, aber das tut dem Handling keinen Abbruch. Der 5-Stufen-Controller am Lenker bietet genügend Differenzierung, insb. wenn man mit 'normalen' Radfahrern ne Tour fährt.
Federgabel vorne und gefederter Sattel sind nicht so ganz 'geschmeidig', wie ich mir das wünschen würde, aber das tut meinem Komfort keinen Abbruch (hatte ich früher nicht, brauche ich heute auch nicht zwingend).

Mein Fazit:
Ich hab mit diesem Pedelec nen Riiieeesenspass! :) Für meine Bedürfnisse (s.o.) ist das genau das richtige. Und ich wusste garnicht, dass man in "Ruhr-Stadt" sooo geeeil radfahren kann (das stimmt wirklich, ganz im Ernst!!! - man muss nur mal die Wege etwas erkunden, Stichwort z.B. "Erzbahntrasse"). Da fährt man mal eben nach Bochum ins 'Bermuda-Dreieck', trinkt vielleicht ein drittes Bier im Biergarten (maximal!!!) und dann ganz entspannt mit dem Pedelec nach Hause über die 'Erzbahntrasse', wo die Jungs in grün nichtmal hinkommen ;) - und so schön flach und horizontal diese alte Bahn-Trasse :)).


Das war's soweit von mir, ich hoffe, der Bericht 'hilft' jemandem...
Vielen lieben Dank an dieses Forum,

Puetti
Hallo Puetti,
das hast Du wirklich sehr schön geschrieben, großes Kompliment, klasse Auseinandersetzung mit dem Thema, 100 Punkte. Oder 1000, egal.
 
Thema:

Prophete "Stratos Olymp", 36V 10Ah 28"

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