Projekte und Tests mit BionX

Diskutiere Projekte und Tests mit BionX im BionX Forum im Bereich Nabenmotoren; Diese Thread ist eine Zusammenfassung von verschiedenen Projekten, was mit BionX ua. alles so möglich ist und ich getestet hatte. So habe ich eine...

eichensven

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Diese Thread ist eine Zusammenfassung von verschiedenen Projekten, was mit BionX ua. alles so möglich ist und ich getestet hatte.
So habe ich eine bessere Übersicht, wenn von manchen Usern Fragen kommen und kann sie auf diesen Thread verweisen.
2015 habe ich unsere zwei Cube Tonopah mit BionX auf Pedelec umrüsten lassen.
Darauf hin versorgte ich mir SW und HW (BikeInfo und BBI) um mehr Erkenntnis und Einstellmöglichkeit über das System zu erlangen.
Nach einer Neubestückung der Akkus und intensiven Tests war das nächste interessante
Thema, den Motor seperat vom System mit Spannung zu versorgen. So kann man jeden X-beliebigen
Akku zwischen 24Volt und 58Volt an den Motor anschließen und das System über einen sehr
kleinen Akku oder auch einen DCDC Wandler laufen lassen.
Die nächste Erkenntnis war, das es möglich ist, einen seperaten Akku an die Platine ohne
Einzelzelenüberwachung anzuschließen.

Daraufhin folgte ein Test mit Ferrofluid zwecks Motorkühlung.
2017 habe ich dann einen D-Motor nachgerüstet und wollte auch auf Rahmenakku zwecks besserer
Lastverteilung umsteigen.
Dabei fand ich es doch am besten, die zwei Akku`s (13s4p MJ1 und GA) über einen Kabel direkt zu verbinden
und einen als Extender zu nutzen.Ich habe bei jeden Akku einen seperaten Ausgang mit XT60 Buchsen.Über ein Y-Kabel kann ich jetzt auch mit meinem Well HLG-320-54 Schnellladen und bekomme bei Bedarf den Akku auch mal richtig voll(54,6Volt) .Das System läuft dabei nur über einen Akku, der andere wird über das eigenen BMS überwacht und gibt Signaltöne sollte etwas nicht in Ordnung sein.
So sieht das Bike zZt. aus
20180824_180215.jpg
 

Fria

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Hallo Eichensven
Mir gefällt dein Eigenbau sehr und ich möchte es gleich machen.
Ich habe einige Frage an dich:
- ich habe einen PL und einen SL Motor, welchen würdest du nehmen?
- wie hast du verkabelt (wo zusammengesteckt, Sicherungen, Dioden, Wiederstand; ...)
- über welche Ladebuchse lädst du?
- kann ich als Zweitakku auch einen Fremdakku verbauen?

Ich wäre dir sehr dankbar für etwas Hilfe!

Gruss Andreas
 

eichensven

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Hallo Andreas,
ich würde den PL Motor bevorzugen.
Zum einen überhitzt er nicht so schnell und zum anderen hat er mehr Drehmoment.
Das System ist das gleiche, wie es schon viele hier im Forum anwenden, dh. den Hauptakku mit einem Extenderakku zu verbinden.
Mein Extender Akku ist in dem Fall ein Originalakku und wird durch das eigene BMS überwacht.
Ich habe die zwei Akkus nur mir einem Kabel (2x4mm) über XT 60 verbunden.
20181028_203539.jpg
20181028_203441.jpg
Im Akku habe ich zur Sicherheit noch jeweils eine 30 A Sicherung eingeschleift.
Du kannst natürlich auch einen Fremdakku verwenden.
Geladen wurde zum größtem Teil direkt über ein y-Kabel mit einem Meanwell-Netzgerät mit ca. 5A, was ziemlich schnell geht.
Beim Laden mit originalen Netzgerät habe ich jetzt auch die gleichen Probleme festgestellt, wie @stef33 sie schon öfters beschrieben hat und werde versuchen, der Sache mal auf den Grund zu gehen.
Der einzelne Akku(14Ah) lädt ganz normal bis 53,6V.
In Verbindung mit dem anderen (auch 14Ah) bricht er aber vorzeitig ab. Daraufhin konnte ich aber über den anderen Akku das System noch voll laden.
Bisher hat das für mich keine große Rolle gespielt, da ich meistens direkt geladen habe.
Gruß Sven
 

schmadde

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Beim Laden mit originalen Netzgerät habe ich jetzt auch die gleichen Probleme festgestellt, wie @stef33 sie schon öfters beschrieben hat und werde versuchen, der Sache mal auf den Grund zu gehen.
Der einzelne Akku(14Ah) lädt ganz normal bis 53,6V.
In Verbindung mit dem anderen (auch 14Ah) bricht er aber vorzeitig ab.
Ich schätze mal, dass da ein Sicherheitstimer zuschlägt. Fast alle Ladegeräte (vor allem für Li-Chemie) haben einen Sicherheitstimer, der nach Überschreiten der theoretischen Ladezeit für den größten anzunehmenden Akku die Stromversorgung unterbricht, damit der Akku keinen Schaden nimmt, falls irgendwas mit der Spannungsmessung nicht korrekt funktioniert.
 

Fria

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Hallo Sven
Danke für deine Antwort.
Kommt das aufs selbe, wenn ich die Kabel zum Motor öffne und mit beiden Akkus verbinde?
Ich habe gelesen die Akku Chemie des Zweitakkus muss identisch sein. Also gehen nur LiMn Akkus?
Dein Gepäckträgerakku gefällt mir. Was ist das für einer?
Sorry für die ganze Fragerei!
Gruss Andreas
 

eichensven

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Ich schätze mal, dass da ein Sicherheitstimer zuschlägt. Fast alle Ladegeräte (vor allem für Li-Chemie) haben einen Sicherheitstimer,
Hier handelt es sich aber um ein 26V Netzteil.
Ich vermute eher, daß das BMS nur eine max. W/h Anzahl als Ladung zulässt.
Kommt das aufs selbe, wenn ich die Kabel zum Motor öffne und mit beiden Akkus verbinde?
Nein, bei dieser Version müsstest du den Extender bei eingeschaltenem System und gleicher Spannungslage verbinden. Den genauen Ablauf kann dir @oskar97 erklären, da er mit diesem System fährt.
Ich habe gelesen die Akku Chemie des Zweitakkus muss identisch sein. Also gehen nur LiMn Akkus?
Wäre von Vorteil ( gleiche Spannung im vollen und leeren Zustand).
Dein Gepäckträgerakku gefällt mir. Was ist das für einer?
Ein ganz normaler RX 48 V Akku. Gibt es in grau und schwarz.
20181029_203829.jpg
20181029_210312.jpg

Gruß Sven
 

oskar97

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Nein, bei dieser Version müsstest du den Extender bei eingeschaltenem System und gleicher Spannungslage verbinden.
Bei annähernd gleicher Spannungslage. Bis zu 4V (wahrscheinlich sogar mehr) Unterschied halte ich für absolut tolerabel, es fließen dann bei meinem System kurzfristig ca. 8A, also 2A pro Zelle.
Es ist also nicht so risikobehaftet, wie man vielleicht denken könnte.
Die Akkuchemie muss dabei nicht die gleiche sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fria

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Danke Oskar für die Info
Also geht irgend ein Li-Ionen Akku (zum Beispiel auch ein LiNiMnCoO2)?
Ich weiss immer noch nicht genau, wie ich verkabeln soll.
Die Akkus direkt parallel verbunden und auch zusammen aufladen erscheint mir recht einfach und hat den einzigen Nachteil, dass der Akkustand nicht richtig angezeigt wird.
Ist das richtig oder giebts noch andere Unterschiede?
 

oskar97

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1. Ja
2.An wen richtet sich die Frage nach der Verkabelung?
3.Die Ladezeit verlängert sich entsprechend, wahrend sie bei meinem System gleich bleibt, da ich beide Akkus separat laden kann.
Zudem ist so ein Extenderakku, wie ich ihn verwende, günstiger und jederzeit erwerbber und in allen Größen konfigurier- und erweiterbar, während die Bionxakkus ja langsam knapp werden könnten und das Bionx-BMS ja leider nicht den allerbesten Ruf genießt...
Beides hat halt seine Vor- und Nachteile...
 
Zuletzt bearbeitet:

Fria

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Die Frage der Verkabelung richtet sich an beide.
Wenn man zwei Akkus parallel miteinander verbindet, dann muss der Zweitakku auch kein Bionx sein oder?
@Oskar: Hast du einen Wiederstand verbaut? Hast du ein Bild deines Aufbaus?
 

schmadde

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Hier handelt es sich aber um ein 26V Netzteil.
Ich vermute eher, daß das BMS nur eine max. W/h Anzahl als Ladung zulässt.
Ist doch kein Widerspruch zu meiner Aussage. Bei den 48V Akkus sitzt die Ladeelektronik halt im Akku, nicht im Netzteil und die hat den Sicherheitstimer. Dass die nun Wh (bitte nicht W/h!) zählt ist unwahrscheinlich, wozu auch? Die sind ja durch die Zeit recht genau definiert, da bei dem mickrigen Ladestrom bei BionX die CC Phase fast bis zum Ende geht.
 

eichensven

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Dass die nun Wh (bitte nicht W/h!)
Hast ja recht(y).
Habe jetzt nochmal komplett über Netzgerät aufgeladen.
Diesmal hat es funktioniert, also bis 53,6Volt geladen. Das Energiemeßgerät zeigte 1302Wh an.
Erstaunlich war, daß das BMS des Akku`s nur 640 Wh registriert hat.
Leer:
Total charged energy .................: 8228Wh
Total discharged energy ..............: 8195Wh
Voll:
Total charged energy .................: 8868Wh
Total discharged energy ..............: 8195Wh
 

Jomar59

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Winterzeit kommt, habe mir auch ein Projekt vorgenommen, einen Akku bauen mit 26650 Zellen. Jetzt würde ich mal Info benötigen und vielleicht kann auch jemand einiges über 26650 Zellen erzählen, welche man verwenden könnte etc. Ob ich dafür ein Originalgehäuse verwende ist noch offen, denke aber da die Kapazität um einiges höher ist, ist man mit einem 2p schon stärker als mit einen herkömmlichen 3p, man kommt auch über einen 4p. Von der Arbeit des Akkubaues ist man da natürlich auch schneller und es ist doch einfacher mit der Anordnung.
 

schmadde

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Jetzt würde ich mal Info benötigen und vielleicht kann auch jemand einiges über 26650 Zellen erzählen, welche man verwenden könnte etc.
IMHO gar keine. Mir sind da keine Zellen bekannt, die es mit modernen 18650ern aufnehmen können auf Größe und Gewicht normiert.

Warum nimmst Du nicht welche von den neuen 21700ern? Da gibts zwar noch nicht viele, aber die sind mit halbwegs aktueller Chemie ausgestattet. Ich bin auch grade am überlegen wie ich 52 von den 5.000mAh Akkus unterbringen kann.
 

Jomar59

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Die 21700 bringen da eigentlich keine Ersparnis in der Menge, die 26650 gibt es bis angeblich 8.800mAh, da würde man dann keine 52 sondern nur mehr 39 Zellen benötigen und hat genügend Leistung. Natürlich sind die größer und schwerer, aber auch deutlich mehr Leistung, dafür weniger Zellen die man verbauen muss.
 

schmadde

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Die 21700 bringen da eigentlich keine Ersparnis in
der Menge,
Naja, immerhin 50% mehr Kapazität bei gleicher Anzahl Zellen, das ist schon ne Menge. Bei den 5Ah Zellen bringt ein 52 Zell-Akku fast eine kWh! Sollte auch hohe Rekuströme besser vertragen. So arg viel größer müsste ein Gehäuse auch nicht werden damit die noch reinpassen - in die üblichen wirds aber wohl nicht gehen.
die 26650 gibt es bis angeblich 8.800mAh,
Meinst Du sowas wie die hier?
https://lygte-info.dk/review/batteries2012/UltraFire BRC26650 7800mAh (Red) UK.html

Oder gibts tatsächlich welche mit 8,8Ah? Meines Wissens gibts keine 26650er von vertrauenswürdigen Herstellern mit halbwegs aktueller Chemie für hohe Kapazität. Die "guten" sind LiFePo, der rest Chinaware mit Phantasie-Kapazitäten.
 

Jomar59

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Also es gibt nicht besonders viele und auch fast nur China import, daher dachte ich das hier vielleicht jemand mehr drüber weis. Bis ca 6000 mAh gibt es einige die schon getestet und als brauchbar empfunden wurden, leider sind diese aber immer wieder schnell vergriffen.
 

schmadde

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Bis ca 6000 mAh gibt es einige die schon getestet und als brauchbar empfunden wurden,
Welche denn? Die da? - reale Kapazität 4,3Ah bei 1A Entladestrom, aufgedruckt "6000mAh". Dampfakkus listet keine einzige mit 6.000mAh - ein paar mit um die 5.000mAh gibts, aber so viel gibts im kleineren 21700er Format auch. Hast Du einen Link zu Akkutyp und Test?
 
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