sonstige(s) Performance: Bremst der ausgeschaltete Motor oder ist das Einbildung?

Diskutiere Performance: Bremst der ausgeschaltete Motor oder ist das Einbildung? im Bosch Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Bremst der ausgeschaltete Motor oder ist das Einbildung? Hi Leute.... Nach nun einer Woche und ca. 250 km nach dem Neukauf meines E-Bikes bin ich...
lufizer

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Bremst der ausgeschaltete Motor oder ist das Einbildung?

Hi Leute.... Nach nun einer Woche und ca. 250 km nach dem Neukauf meines E-Bikes bin ich nach wie vor so etwas von begeistert..... Der Hammer! Ich biege im Wald auf Strecken ab, wo ich vorher mit meinem "Standard" Rad nie einen Gedanken dran verschwendet hätte..... Ich fahre mit ruhigem Gewissen einfach mal einer unbekannten Strecke nach, ohne zu wissen, ob es tief in ein Tal führt, wo man wieder hoch muss..... Egal!!!! Wie frustrierend war es vorher, wenn die Kraft am Ende war und man musste noch 20 km überwinden bis man zu Hause war..... Kurz und Knapp.... So ein Hybrid Bike ist für mich die eierlegende Wollmilchsau. Trotz dem Gestichel meiner schmunzelnden Rad Kollegen "na Opa, alles gut mit Deinem Mofa" oder.... Na, heute wieder den Berg mit 20 ohne Anstrengung hoch geknallt?... Ich sag immer nur..... "Fahrt mal einen Tag mit dem Ding durch die Eifel und Ihr wollt auch nichts anderes mehr" . Ich werde zwar auch mein altes Rad behalten, aber denke,dass es nicht wirklich viel zum Einsatz kommt. Ich fahre nun anstatt 20km/Tag sehr gerne mal 35 bis 45 km und bin ähnlich geschafft, habe aber mehr gesehen und erlebt....

Das einzige was mir wirklich unangenehm aufgefallen ist:
BREMST der BOSCH Motor oder bilde ich mir das ein?
Leider habe ich hierzu noch nichts im Forum gefunden...
Manchmal fahre ich ohne Unterstützung los und bin der Meinung, es fährt sich, wie ein schwer beladenes Mountainbike. Nachdem ich dann auf ECO oder höher Stelle, einige Zeit fahre und auf gerader Strecke oder sogar leicht abschüssig auf "aus" stelle, habe ich das Gefühl, dass hinten jemand festhält oder zieht.... Obwohl ich es mir durch den Freilauf nicht wirklich vorstellen kann, würde ich gerne mal Eure Meinung dazu hören.... Ganz zu schweigen von leichter Steigung, wenn ich hier eine geringere Unterstützungstufe wähle, denke ich immer das Bike ist defekt, oder ich habe einen platten.... Soooo schwer ist der Berg selbst nicht mit dem "normale Bike"

Gruß und schönes Wochenende!!!
Sascha
 
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3Rad

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Das Gefühl kann ich bestätigen.
Ich finde man spürt ein Unterschied zwischen Intuvia an ohne Unterstützung und voll abgeschaltetem System.
Wenn der Akku mal völlig leer ist merkt man es das der Motor "bremst". Bilde ich mir zumindest ein...

Auf dem Heimweg unserer Feldberg-Tour war ich froh das ich trotz leerem Akku ich das Intuvia immer mal wieder anschalten konnte um ein wenig Entlastung zu haben. Aber bis der Akku völlig leergesaugt war dauerte es nicht lange.
 
Liebesengelsmaus

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Hi zusammen,

nein, es ist keine Einbildung. Habe ich am Anfang auch gedacht. Fahrt man ohne Unterstützung muss der "Motor" mitgetreten werden.
Aber da ich selten bis gar nicht ohne Antrieb fahre, ist mir das "Wurst"

Doch das ich nun ja leider den 3. Ten Motor habe, ist dies pro Motor unterschiedlich gewesen.... Warum auch immer...
 
Rank

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Falls es sich hierbei um den neuen Boschmotor handelt, dann kann das schon sein.
Mein Händler hat mich kürzlich extra darauf aufmerksam gemacht, als ich nach den Unterschieden zwischen altem Bosch "Classic" und neuem Bosch Motor gefragt hatte.
Völlig ungläubig fragte ich nochmals nach: "Wie jetzt, der neue Motor hat ohne Unterstützung einen leichten Widerstand?"
Er bestätigte mir dies nochmals mit einen klaren Ja und lies mich dann zur Demonstration mal kurz mit der Hand an zwei Vergleichsrädern kurbeln (jew. kleinster Gang, bei abgeschaltetem Motor und Hinterrad in der Luft).
Dieser leichte Widerstand ist wohl nicht sonderlich gross, aber so wie's ausschaut durchaus vorhanden.

Wer also gerne öfters auch mal ohne Unterstützung fährt (mache ich im Flachland bis ca. 20 Kmh eigentlich immer), der ist wohl mit dem alten Bosch Classic Motor besser bedient.


Gruss Rank
 
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prophete

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Der Bosch-Motor - eigentlich das Zwischengetriebe hat einen leichten Widerstand.
Auf dem Ständer bemerkt man es, wenn man an der Kurbel dreht. Es ist aber nur ein leichter Widerstand, etwa als ein Nabendynamo.
Das spielt es keine Rolle ob das Intuvia aus oder auf off steht.
Es macht nur ca 2Watt aus, das bemerkt man beim fahren nicht.
Das der Motor bremst ist nur eine Einbildung, geht mir manchmal genau so.
Da ich aber fast immer in Begleitung eines nicht E-Bike Fahrers bin, stellt sich sehr schnell heraus warum es manchmal so zäh fährt.
 
Jürgen01

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Das Umschalten von "Unterstützung" auf " Bio-Biken " ( Retro-Biken ) ist von dem Fahreindruck her schon gewaltig. Der Gewöhnungseffekt der Unterstützung akzeptiert der Körper von Anfang an als --quasi- eine Wohltat, die er nicht mehr missen möchte. Wieder einsetzendes Bio-Biken wird von dem Körper als "Höchststrafe" angesehen. Der Erinnerungseffekt des Körpers auf Bio-Biken wird sofort auf -Null- gesetzt. E-Biken betrachtet der Körper schlagartig als Normalzustand. Das wird umso mehr als Strafe empfunden, je untrainierter der Biker ist.
Gerade im Gelände nimmt das richtig krasse Auswirkungen an. Deshalb fahre ich immer auch mal immer wieder längere flache Strecken ohne jegliche Unterstützung, damit auch die Kondition erhalten bleibt und der Respekt vor den Bio-Bikern erhalten bleibt.
 
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ZNolte

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Kette abnehmen, Pedale drehen, dann dürfte man schnell merken, dass der Motor nicht oder nur minimal bremst. Das dürfte die gleiche Diskussion sein wie bei Nabendynamos und deren angebliches Bremsverhalten. Meiner Meinung nach liegt das beschriebene Bremsgefühl eher an der Gewöhnung an den Motor an sich. Je nach persönlicher Tagesverfassung des Fahrers unterstützt der Motor mehr oder weniger, und es fühlt sich an, als würde man irgendwie nicht voran kommen. Ist aber nur subjektiv empfunden so.
 
D-ULI

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Wie schnell man sich doch an schöne Eigenschaften gewöhnen kann ....... :)

Ich dachte auch am Anfang daran, ob der Motor bremst .....

Aber wenn ich mit anderen Radlern (ohne elektrische Unterstützung) fahre, dann ist alles wieder in Ordnung: der Motor bremst nicht ohne eingeschaltet zu sein.
 
lufizer

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Vielen Dank für die vielen aussagekräftigen Antworten.... Dann werde ich mich einfach daran gewöhnen müssen, dass manchmal hinten einer zieht. :)
Auf jeden Fall gut zu wissen, dass der Motor nicht "klemmt";)


Schönen Sonntag! ;)
 
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Hi,
der Tretwiderstand liegt etwa 3% über dem des Classic-Motors. Das liegt an der höheren Anzahl an Zahnrädern des neuen.
Viele Grüße!
Mitch
 
lufizer

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Hi Mitch.
DANKE für die Info... dachte wirklich es wäre mehr.
Dann wird das wenigstens schon mal aus dem Hinterkopf verbannt :)

und jetzt ab zum Fußball..

Gruß Sascha

Unnötiges Wiederholungs-Vollzitat des vorherigen Beitrages gelöscht [Christof]
 
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markimark

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Ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen: auch ich empfinde das Fahren mit dem Bosch Motor (Performance 2014) ohne Unterstützungsstufe als deutlich anstrengender als mit einem normalen MTB.
Vor einigen Tagen dann bin ich die gleiche Strecke mit normalem MTB gefahren und danach mit dem E-Bike ohne Unterstützungsstufe. Ergebnis: mit dem normalen MTB fährt sich die Steigung deutlich leichter. Es fällt mir schwer anzunehmen, daß das allein an dem höheren Systemgewicht des E-Bikes an sich liegt und den oben geschilderten 3%.
Gibt es zum Thema inzwischen verlässliche Daten?
 
oger

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Pack dir dochmal das Zusatzgewicht des Pedelecs auf dein MTB. Dann könnte man eher vergleichen.
Ich hatte auch mal ein Bosch, und das war auch zäher. Lag aber wohl auch an der sehr ineffizienten Nuvincischaltung.

Unnötiges Wiederholungs-Vollzitat des vorherigen Beitrages gelöscht [Christof]
 
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ZNolte

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Der Widerstand beim Drehen des Motors per Hand ohne Kette ist minimal. Wie soll der Motor selber also bemerkbar bremsen? Es wird wohl eher an den verschiedenen Rädern an sich liegen.
 
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Ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen: auch ich empfinde das Fahren mit dem Bosch Motor (Performance 2014) ohne Unterstützungsstufe als deutlich anstrengender als mit einem normalen MTB.
Ich kann dich ebenfalls nur nochmal auf meinen Beitrag verweisen, wo ich die Situation für jeden von uns sehr treffend beschrieben habe. Packe dir mal 15 kg zusätzlich Gewicht auf dein "normal MTB", denn um diese Größenordnung geht es ja, was ein E-MTB gegenüber einen " normal MTB" so in der Regel mehr hat und dein Eindruck des --unbeschwerten Biken-- wird schlagertig der Vergangenheit angehören. E-MTB, müssen aufgrund höherer Anforderungen stabiler ausgelegt sein, was auch z.Z. nur über mehr Gewicht zu verwirklichen ist. Die E-MTB sind nun mal eindeutig schwerfälliger im Gelände, was auch durch Fahreindruck und dein Gefühl bestätigt. Mein E-MTB ist eine -schwerfällige- Kiste gegenüber meinen vorherigen Scott-Fully.
 
prophete

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Wenn ich mit meinem E-Bikes in der ebene oder leicht bergab fahre ist mein Motor aus. Ist erst mal Speed da rollt es fast genau
so leicht wie mein MTB ohne Motor. Kommt die kleinste Ansteigung wird ganz schnell die Unterstützung zugeschaltet.;)
Das -schwerfällige-fahren liegt am zusätzlichen Gewicht des E-Bikes.
 
Glücksrad

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Meine Frau meinte neulich beim Zurückschalten von Speed auf Tour (Classic+), dass sie das Gefühl habe, dass sie jemand hinten festhält ;). Den Motor mal testweise ganz ausschalten wollte sie bei einer Steigung von etwa 15% aus unerklärlichen Gründen nicht ...
... Das -schwerfällige-fahren liegt am zusätzlichen Gewicht des E-Bikes.
Das sehe ich auch so.
Kette abnehmen, Pedale drehen, dann dürfte man schnell merken, dass der Motor nicht oder nur minimal bremst. Das dürfte die gleiche Diskussion sein wie bei Nabendynamos und deren angebliches Bremsverhalten. Meiner Meinung nach liegt das beschriebene Bremsgefühl eher an der Gewöhnung an den Motor an sich. Je nach persönlicher Tagesverfassung des Fahrers unterstützt der Motor mehr oder weniger, und es fühlt sich an, als würde man irgendwie nicht voran kommen. Ist aber nur subjektiv empfunden so.
@ZNolte : Bei der Subjektivität bin ich bei Dir. Beim Versuch mit dem Drehen der Pedale sieht es anders aus. Im Gegensatz zum Nabendynamo handelt es sich beim Bosch um Reibungsverluste eines Getriebes. Und die Reibungsverluste eines Getriebes sind zum größten Teil lastabhängig. Deshalb wäre ich nicht sicher, ob das minimale Bremsen im Leerlauf eine belastbare Aussagefähigkeit besitzt. Irgendwo habe ich mal gelesen, wie viel Verlust ein einstufiges Getrieb in % hat. Leider finde ich das nicht mehr. Immerhin gibt es Besitzer des neuen Boschantriebs, die die Verluste gespürt haben.
 
wildtrak

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Immerhin gibt es Besitzer des neuen Boschantriebs, die die Verluste gespürt haben.
Es soll auch Leute geben, die die Strahlung vom Handy spüren. Ich merke da nichts. Eine trockene oder verdreckte Kette verursacht sicher mehr Verluste in der Kraftübertragung, als das gut geschmierte Bosch-Getriebe.
 
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... Eine trockene oder verdreckte Kette verursacht sicher mehr Verluste in der Kraftübertragung, als das gut geschmierte Bosch-Getriebe.
Ja, so ist es. Meiner Schätzung nach liegen die Verluste des Getriebes unter 3%. Und das spürt nicht jeder.
 
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ZNolte

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Beim Versuch mit dem Drehen der Pedale sieht es anders aus. Im Gegensatz zum Nabendynamo handelt es sich beim Bosch um Reibungsverluste eines Getriebes. Und die Reibungsverluste eines Getriebes sind zum größten Teil lastabhängig.
Wenn das angetriebene Rad unter Last in das Abtriebsrad eingreift, ist es nachvollziehbar etwas anderes, als wenn sich beide Zahnräder im Leerlauf befinden, ok. Hört sich irgendwo plausibel an.

Die Frage ist, wie man das heraus bekommen könnte, welche Widerstandskurve sich dabei bildet. Dass ein Widerstand da ist, steht außer Frage. Das wird wohl keiner wegdiskutieren wollen, egal bei welchem Motorsystem.

Subjektiv kann ich aber keinen Unterschied zu meinen motorlosen Rädern erkennen. Ob der Bosch oder mein Trekkingrad, beide gehen auf flacher Strecke um die 35 Km/h mit der 10fach Kette.

Was ich im höheren Geschwindigkeitsbereich aber eher merke, sind schon kleine Unterschiede in Luftdruck und Verschmutzungsgrad der Kette. Also vermute ich deshalb, dass die sonstigen Unterschiede zwischen den Rädern mehr ausmachen.
 
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