Pendler: nur 10% nutzen das Fahrrad

Diskutiere Pendler: nur 10% nutzen das Fahrrad im Plauderecke Forum im Bereich Community; Habe ich schon gemacht. Habe es noch nicht bereut!
Klauswesterwald

Klauswesterwald

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Der größte Teil der Radwege ist sicher von Autofahrern finanziert worden... oder ??
 
onemintyulep

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Es soll Menschen geben die nicht in der Stadt leben, täglich 40 km zur Arbeit und 40 km zurück fahren müssen. Es ist keine ÖPNV möglich die kürzer dauert als 90 Minuten.
Dann sollten die die wählen die versprechen den ÖPNV zu stärken. Und die Infrastruktur auf dem Land. Nicht diejenigen die glauben machen dass so ein Hansel auch in 10 Jahren noch mit einem Auto jeden Tag 80km zur Arbeit fahren kann.
 
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luka

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Ich habe einen täglichen Arbeitsweg von 33km (einfach); davon ca. 20km über Land. Der Rest, städtisches Randgebiet und Innenstadt. Die Strecke fahre ich hauptsächlich mit dem S-Pedelec (bei guten Windverhältnissen 60min). Mache aber kein "Leistungssport" daraus. Ist das Wetter bei mir -in der Südheide (nördlich von Hannover)- schlecht, starker Wind, Regen oder ich habe einfach keine Lust, die ganze Strecke mit S zu fahren, dann nehme ich das Auto, fahre 15km, parke in einem Dorf, nehme das S vom Kupplungsanhänger und bin innerhalb 35min in der Innenstadt.
Spare dadurch Zeit, Nerven, Kraftstoff, Parkplatzsuche und die Stadt wird mit einem Auto weniger belastet. Das ist keine Einschränkung, sondern eine Freude (abgesehen von der Fahrrad unfreundlichen Infrastruktur). Also hoch mit den Spritpreisen!
Das Autofahrer*Innen die schlechten Fahrradwege finanzieren, ist genau so eine Mär und aus manchen Köpfen nicht zu entfernen, wie die "Überzeugung", dass schwerere Objekte schneller fallen.

Lieben Gruß Luka
 
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Omarad

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Viele Menschen nehmen diese Wege ausschließlich aus Gewohnheit/Bequemlichkeit auf sich, weil es bislang der einfachste Weg war, nicht umziehen oder den Job wechseln zu müssen.

Rahmenbedingungen ändern sich.
Wurde denn in den letzten Jahrzehnten in irgendeiner Form Jobwechsel oder Umzug erleichtert?
 
Loddi

Loddi

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Viele Menschen nehmen diese Wege ausschließlich aus Gewohnheit/Bequemlichkeit auf sich, weil es bislang der einfachste Weg war, nicht umziehen oder den Job wechseln zu müssen.
Meine Frau arbeitet im Landtag von Ba-Wü und hat einen Arbeitsweg von ca. 90km, und das in einem Beruf, den es nur dort gibt. Zur Arbeit nutzt sie die Bahn. Unsere sozialen Kontakte sind am Wohnort.
Machst du mal einen praktikablen Vorschlag wie sie das Händeln soll?
Bitte antworte ohne Standardfloskeln wie Bequemlichkeit/Gewohnheit.
 
E

Elmo

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Wurde denn in den letzten Jahrzehnten in irgendeiner Form Jobwechsel oder Umzug erleichtert?
Es geht um Rahmenbedingungen. Nicht den vollversorgenden und kontrollierenden Staat. Wenn Du letzteren suchst: es gibt da in Asien ein Volk, dessen Partei exakt dies gegenwärtig im Grossversuch durchzieht.
 
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Ausflügler

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Es gibt viele Gründe das Auto vorzuziehen: Schlechte Radverbindung; unsichere Wetterbedingungen; notwendige Umwege Einkauf, Kinder holen; Überstunden bis Ultimo etc.
Und es gibt die Bequemlichkeit. Eine Quote von "10%" nimmt auf solche Gewichtungen keine Rücksichten.

Und wie man es offensichtlich bei BMW sieht, kann durch Anreize das Verhältnis verbessert werden.

Was BMW im einzelnen tut ist mir nicht bekannt. Dazu zählen aber u.a. die Bereitstellung von Duschen; überdachte Fahrradständer und diese auf dem bewachten Werksgelände (ohne Angst vor Diebstahl und Vandalismus); Reparaturständer etc.
 
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Omarad

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Es geht um Rahmenbedingungen.
Genau darum geht es: Immobilienmarkt, Mietmarkt, Jobmarkt, alles ziemlich verkrustet hierzulande. Der schnelle Wechsel scheint wohl in Holland oder USA wesentlich leichter zu fallen.
 
Kasselaner

Kasselaner

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.....Es wäre ja schonmal ein Anfang, wenn diejenigen die bloß einen Weg von 5 bis 10 km Strecke haben, das Auto jeden zweiten Tag stehen lassen würden, fördert Nachweislich auch das Wohlbefinden!

Ich persönlich hätte jetzt auch nicht immer Lust, täglich bei Mistwetter 30 bis 40 km zu Pendeln.
Habe mich so eingerichtet, das die Wege kurz sind ( sprich Arbeitsplatznähe und Nahversorgung ) und Autofahrten meist unnötig machen, wohne am Stadtrand und es ist wunderbar Grün hier.

Jeder kann was tun, auch die, die auf's Auto angewiesen sind!
 
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schmadde

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Der größte Teil der Radwege ist sicher von Autofahrern finanziert worden... oder ??
Wohl kaum. Das Lohnsteueraufkommen ist mehr als 20x so hoch wie die KFZ-Steuereinnahmen, also kann man wohl eher davon sprechen, dass die Fahrradfahrer die Autobahnen mitfinanzieren - wenn man so eine blödsinnige Aussage wie "wir bezahlen für Euch" in einem Staat ohne Zweckbindung von Steuern überhaupt tätigen wollte. Am Ende profitieren alle von guter Fahrrad-Infrastruktur: die Radfahrer weil sie besser und sicherer fahren können, die Autofahrer, weil dann mehr Leute Fahrrad fahren und weniger Stau ist und der Rest der Bevölkerung, weil weniger Lärm, schwere Unfälle und Umweltschäden entstehen.

Meiner Schätzung nach würde allein das Kurzarbeitergeld des letzten Jahres die Radwege der letzten 25 Jahre überwiegen.
Das Kurzarbeitergeld wird aber nicht aus Steuern bezahlt, sondern aus den Beiträgen der Arbeitnehmer. Drum ist es auch wie oft fälschlicherweise behauptet keine Subvention für die Unternehmen. Im Gegenteil: einige von denen haben aus eigenen Mitteln das Kurzarbeitergeld noch aufgestockt, damit die Angestellten keine zu großen Einbußen haben. Das KA-Geld ist halt ein Instrument, um kurzfristige unvorhergesehene fehlende Beschäftigung für MA abzufedern. Gäbs das nicht, hätten Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen aussprechen müssen - ist ja in anderen Ländern oder bei andersartigen Beschäftigungsverhältnissen so auch passiert.

Was BMW im einzelnen tut ist mir nicht bekannt. Dazu zählen aber u.a. die Bereitstellung von Duschen; überdachte Fahrradständer und diese auf dem bewachten Werksgelände (ohne Angst vor Diebstahl und Vandalismus); Reparaturständer etc.
Bei uns am Standort (ca. 3.500 MA im Gebäude) gibts neben den 1.000 Stellplätzen (übrigens mittlerweile überwiegend mit Wallboxen ausgestattet) in der Tiefgarage Platz um Fahrräder abzustellen (ich schätze so ca. 300-400, die auch meist voll belegt sind) und vor dem Gebäude nochmal Kreuzberger Bügel für geschätzt 50 Räder. Duschen und Umkleideräume gibts auch und sogar Spinde zum Einschliessen von Wechselklamotten etc. Die allerdings sind ständig ausgebucht und werden im Rotationsverfahren vergeben oder geteilt zwischen 2 MA die sie dann dauerhaft behalten können. Es gibt auch rund um den Standort eine ganz gute "Fahrradautobahn", die auf einem Grünstreifen verläuft und diverse große Straßen Ampellos unterquert. Ob sich die Firma an den Kosten beteiligt hat weiss ich nicht, bei der geplanten S-Bahn-Anbindung für den FIZ-Ausbau haben sie sich angeblich mit "einem hohen zweistelligen Millionenbetrag" beteiligt.
 
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Elmo

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Drum ist es auch wie oft fälschlicherweise behauptet keine Subvention für die Unternehmen
Die Logik verstehe ich beim besten Willen nicht. Ich habe meine MA 100% durchbezahlt. Konnte mir halt leider keine Millarde Dividende ausschütten.

Was verdient zB BMW und andere an den Subventionierung von Hybriden, deren Besitzer die Ladekabel spazieren fahren? Von den Kosten könnten wir die nächsten 30 Jahre Fahrradwege, Parkhäuser und Brücken bauen.
Disclaimer: ich fahre/besitze einen BMW.
Ist aber total OT. Sorry.😔
 
S

schmadde

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Die Logik verstehe ich beim besten Willen nicht. Ich habe meine MA 100% durchbezahlt. Konnte mir halt leider keine Millarde Dividende ausschütten.
Die Logik ist ganz einfach: Das Kurzarbeitergeld bekommt nicht das Unternehmen, sondern der MA, obwohl der nix arbeitet weil für ihn keine Arbeit da ist. Und wird anders als Subventionen nicht vom Steuerzahler bezahlt, sondern von der Sozialversicherung in die der MA ja genau für solche Fälle vorher nicht zu knapp einbezahlt hat. Das ALG1 ist ja auch keine Subvention, da ist der Fall prinzipiell ähnlich.

Wenn Deine MA weiterarbeiten konnten ist ja gut, dann bekommen die auch kein KA-Geld. Bei den großen Firmen wurden ja auch nur die Produktions-MA in Kurzarbeit geschickt, die Büroangestellten nicht. Alternative wäre gewesen einen Teil der Produktions-MA zu entlassen oder alle in Zwangsurlaub zu schicken. Wär auch gegangen, da ist Kurarbeit für alle die bessere Alternative.


Was verdient zB BMW und andere an den Subventionierung von Hybriden, deren Besitzer die Ladekabel spazieren fahren? Von den Kosten könnten wir die nächsten 30 Jahre Fahrradwege,
An der Subventionierung von Hybriden verdient vor allem der der die kauft bzw. fährt. Natürlich profitieren die Hersteller indirekt auch davon, das ist schon klar. Und ja, ich finde die Subvention von Hybriden und E-Autos auch falsch. Aber glaubst Du ernsthaft, dass von dem Geld andernfalls Fahrradwege gebaut würden? Und auch noch solche die man gerne nutzt? Bei den Fahrradwegen die wir in D überwiegend haben würde ich mich sogar freuen wir hätten sie nicht. Die meisten davon erhöhen die Unfallgefahr signifikant und verringern die Reichweite und den Komfort ebenfalls stark. Da wär mit Tempo 30 oder 40 innerorts, konsequenter Abschaffung von Parkspuren und rigorosen Kontrollen und Ahndung von gefährlichem Fehlverhalten seitens KFZ Lenker viel mehr gewonnen und wär auch noch billiger.
 
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Elmo

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Es geht um die Frage, wie schaffen wir es, mehr Menschen als diese 10%zum Radfahren zu motivieren?

Die Rahmenbedingungen werden von der Politik geschaffen. Eine schöne Zusammenfassung der unterschiedlichen Standpunkte gibt es z.B. hier:
Dies ist keine Wahlwerbung!

 
P

planschi

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Der größte Teil der Radwege ist sicher von Autofahrern finanziert worden... oder ??
Die Autobesitzer zahlen in Deutschland nicht genug Steuern, damit der Straßenbau allein daraus finanziert werden könnte. Es muss aus anderen Steuersäckeln was hinzugegeben werden. Das ist auch nicht ganz wenig. Vielleicht würde diese Summe auch für die Radwege insgesamt ausreichen? Was kostet 1km Straße, 1km Autobahn und was kostet 1km Radweg und 1km Fahrradschnellweg? Würde mich mal interessieren.
 
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