Pendler: nur 10% nutzen das Fahrrad

Diskutiere Pendler: nur 10% nutzen das Fahrrad im Plauderecke Forum im Bereich Community; Da kann ich zur moralischen Überlegenheit nur herzlich Gratulieren.
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Omarad

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Wenn man mal entschieden hat mit dem Rad zu pendeln, ist das mit dem Wetter gar nicht mehr so ein Problem. Es entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine Ausrede, die auf den Müll gehört - so in etwa seine Worte.
Das kann ich im Grund schon unterschreiben. Die ersten 2 Jahre bin ich bei jedem Wetter geradelt, solange es nicht schon beim Start geregnet hat. Auf dem Rückweg dann natürlich auch, wenn es schon regnete.
Bin gefühlt keine 10 mal richtig nass geworden in den 2 Jahren. D.h. bis auf die Unterhose. Schuhe, Hose, Trikot wechsle ich eh.
Was mich fertig macht, sind die Bodenverhältnisse und der Matsch im Wald. Man sieht aus wie ein Schwein, das Rad sowieso, Kette kann man ständig ölen. Inzwischen nehme ich den Motorroller und fahre über die Straße, wenn es nachts geregnet hat.
Mit dem s-Pedelec die Steraßenroute fahre ich nicht, das ist eine Selbstmörderstrecke.
 
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Elmo

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Ich suche noch nach einer Lösung für richtige Winter. Bis vor kurzem bin ich da mit meinem Bio- Mtb gependelt, mit den besten skandinavischen Spikes, die draufpassten. Hat zwar Spaß gemacht mit dem Schneepflug rennen zu fahren, ging jedoch objektiv betrachtet arg aufs Material. Hab das Rad schließlich verkauft, weil ich einfach kein Mountainbiker mehr bin.
Der Klimawandel hat uns seither wärmere Winter beschert. Werde bald dieses Jahr mal sie Marathon MTB Reifen aufs Stromer montieren, Spikes geht ja nicht.
Für richtig Winter ist das jedoch auch keine Lösung.
 
Ilsurion

Ilsurion

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Das in die Arbeit pendeln mit dem Rad ist doch eine höchst individuelle Sache. Was man hier in einem Fahrradforum nie vergessen sollte ... es gibt genug Leute die mögen das Radfahren nicht. Warum auch immer. Nur wenn so jemand z. B. auf dem Land wohnt, bleiben dann wenig Alternativen zum Pkw. Außer die Arbeit ist nur wenige Kilometer entfernt, dann kann auch das Laufen eine Alternative sein.

Ich selbst pendle jetzt auch erst seit ca. 10 Jahren regelmäßig mit dem Rad in die Arbeit. Seit ca. 5 Jahren soweit möglich auch ganzjährig. Mein Arbeitsweg liegt mit 10,5 km und 40 hm einfach im statistischen Mittel. Als ideales Bike hat sich für mich dazu ein einfaches Mtb-Hardtail mit 1/12-fach-Schaltung bewährt. Sehr wartungsarm und im Winter auf Grund fehlendem Umwerfers nie Probleme. Ein Pedelec bringt bei meinem Streckenprofil normal keine Vorteile. Die 30 min die ich so Morgens und Abends in die Arbeit fahre, sehe ich als geistige Erholung und Stärkung meiner Gesundheit. Mit dem Auto spare ich jeweils 15 min ein. Das ist für mich nicht der Rede wert. Wenn das Wetter zu schlecht ist (Dauerregen, viel Schnee oder Glätte), lasse ich das Rad aber auch stehen und fahre mal mit dem Auto in die Arbeit. Man kann ja auf solche Tage z. B. gleich den Wocheneinkauf legen.

In meiner alten Heimat dem Erzgebirge und im alten Job bin ich in jungen Jahren, aber zum Vergleich NIE mit dem Rad in die Arbeit gefahren. Ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen. Da war mein Arbeitsweg mit 15 km einfach auch voll im Rahmen. Aber die 350 (Bundesstraße) - 500 hm (Wald- und Nebenwege) einfach waren schlichtweg nicht zu schaffen. Heute wäre das natürlich mit dem Pedelec locker machbar. Nur gab es damals so etwas noch nicht und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, wäre ich damals trotzdem mit dem Auto gefahren. Einfach weil ich da noch jung war und Benzin im Blut hatte ... schneller, tiefer und lauter.

Ich bin der Meinung der Mensch muss für sich selbst realisieren, wie gut einem die mit dem Pendeln einhergehende Bewegung tut. Das sehen gerade junge Menschen wie z. B. bei uns in der Firma ganz anders, da pendelt keiner unter 40 Jahren. Lehrlinge mit 3 km Arbeitsweg muss die Mutter bei Wind und Wetter in die Arbeit bringen oder ein Kollege mitnehmen. Ein paar Tage zu Lehrbeginn kam der eine Lehrling sogar mal mit dem Rad. Dann wurde es leider gestohlen. ;)

Von meiner Sich ist vom Radboom der letzten Jahre noch sehr wenig auf der Pendelstrecke angekommen. Die meisten Räder rollen nur in der Freizeit und bei schönem Wetter. Aber auch das kann ich bei einigen verstehen.
 
jm1374

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Mit dem s-Pedelec die Steraßenroute fahre ich nicht, das ist eine Selbstmörderstrecke.

Stimmt schon, dass viele Strassen sehr unangenehm für S-Pedelecfahrer sind. Nur ist Selbstmordstrecke die falsche Bezeichnung. Im Zweifelsfall wird man von einem Autofahrer getötet und bringt sich nicht selbst um.
 
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schmadde

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Das hat sich bewährt und nun mit 24km bei einem anderen AG bin ich zu 95% mit der S-Bahn gefahren (ca. 5% S-Bahn wenn es Hunde und Katzen geregnet hat).
Hier sollte: zu 95% mit dem S-Pedelec stehen, nicht S-Bahn (die nutzte ich schon vor corona seltenst und habe mein Jahresabo mittlerweile gekündigt - ich tät wieder eins abschließen wenn es nicht so ein unzuverlässiger stets überfüllter Viehtransporter wäre und kürzere takte hätte).

Stimmt aber wenn ich so recht drüber nachdenke auch nicht ganz - in sommer fahre ich auch gerne mal mit dem Rennrad. Also vielleicht 70:25:5% ;)
 
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schmadde

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Hier ist eine kleine aber wie ich finde sehr aufschlussreiche Homepage des Niederländers Gerard Poels, der durch penible Aufzeichnungen über einen Zeitraum von etwa 11 Jahre belegt, was @schmadde kürzlich aus eigener Perspektive abgeschätzt hat.
Also der kommt im Schnitt auf über 30 nasse Tage im Jahr. So viel wars in B und MUC nicht. Aber Nieselregen zähl ich auch noch nicht zu nass.
 
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Elmo

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sommer fahre ich auch gerne mal mit dem Rennrad. Also vielleicht 70:25:5%
Das Rennrad nehme ich nur, wenn ich am WE im Büro bin und zudem nichts transportieren muss. Dann drehe ich anschließend gerne noch eine Schleife. Schließlich war der ursprüngliche Grund der Anschaffung eines elektrischen, die Kolleginnen weniger zu belästigen.
 
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schmadde

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Das Rennrad nehme ich nur, wenn ich am WE im Büro bin und zudem nichts transportieren muss. Dann drehe ich anschließend gerne noch eine Schleife. Schließlich war der ursprüngliche Grund der Anschaffung eines elektrischen, die Kolleginnen weniger zu belästigen.
Klar, mitnehmen kann man auf dem Rennrad ausser den Handys und etwas kleinkram nichts. Ich hab den Luxus einer Dusche vor Ort und mittlerweile auch einen Spind wo ich Wechselklamotten etc deponieren kann. Laptop und Headset lasse ich dann tags zuvor in der Firma.

Ich würde das öfter machen, aber meist reicht die Zeit nicht. Wenn ich um 8 Uhr die Kinder in Kindergarten oder Schule abliefern muss und um 9 Uhr das erste Meeting in 24km Entfernung habe dann ist keine Zeit mehr zum Duschen und umziehen. Mit S-Bahn wird das auch sehr knapp und mit Auto wäre es nicht zu schaffen. Drum bin ich froh um das S-Pedelec.
 
Seemann

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Schließlich war der ursprüngliche Grund der Anschaffung eines elektrischen, die Kolleginnen weniger zu belästigen.
Man sollte NIE Kolleginnen belästigen, weder nach einer Rennradfahrt, noch nach einer Pedelecfahrt. :oops:

Wer sich aufhängt wird auch von der Gravitation getötet...
Du vergleichst also die Erdanziehung, ein unumstößliches immer vorhandenes Naturgesetz, mit dem Vorhandensein von rücksichtslosen, empathielosen und unaufmerksamen Autofahrern auf Landstraßen ? (denn nur diese kleine Gruppierung gefährdet oder tötet Fahrradfahrer)
 
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Omarad

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Ja, weil das Vorhandensein dieser Autofahrerspezies ja bisher leider Fakt ist. Ich hoffe, dass sich das ändert, aber mein Selbsterhaltungstrieb zwingt mich zur Zeit noch, etliche Strecken wenn immer möglich zu meiden und auf mein Nutzungsrecht zu verzichten.
 
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horst1

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Das ist ein Fehler auf sein Nutzungsrecht zu verzichten. Wenn wir Veränderungen wollen, müssen wir Opfer bringen.
Ich bringe Jeden Tag das Opfer und fahre durch den Berliner Großstadtdschungel. ;) (y) :)🚴‍♂️
 
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Elmo

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Zum Thema Wetter und Radweggestaltung. Bei den Niederlanden gibt es ja gerne Abwehrreflexe (s.o.). Wie wäre es stattdessen mit Finnland - diesmal erzählt aus der Perspektive eines Kanadiers? Auch ansonsten äußert interessanter YT Kanal, wie ich finde. Oulu hat etwa 200.000 Einwohner.

 
Kraeuterbutter

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Klar, mitnehmen kann man auf dem Rennrad ausser den Handys und etwas kleinkram nichts.
würde ich so nicht sagen..

beim Trans Am Bike Race (ca. 6800km, 50.000 Höhenmeter quer durch die USA, self-supported)

wird mit z.b. REnnrädern gefahren:
img_0692.jpg


da ist Zelt, Schlafsack etc. dabei
img_0650.jpg


da ist alles für 2-3 Wochen dabei und ist noch hinreichend aerodynamisch (auch mit Trialenker) - im Vergleich zu "REiseradl" mit GEpäcktaschen auf der Seite

mit bissal Fantasie müsste sich auch ein Firmenlaptop noch seitlich am Rad montieren lassen
ansonsten ein flacher dünner Rucksack nur für den Laptop - die wiegen heute ja eh nur noch 1-1,3kg

es gibt jedenfalls für Renräder recht große RAhmentaschen..
160010-05-d-286210.jpg
 
Kraeuterbutter

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Wer sich aufhängt wird auch von der Gravitation getötet...
finde ich sehr unglück...

soviel ich weiß, ist ein Autofahrer verpflichtet so zu fahren, dass er bei Hindernissen innerhalb seines Anhalteweges stehen bleiben kann..

mit der Aussage, dass man sich auf einer Land oder Bundesstraße (die für alle Verkehrsteilnehmer da ist) als Radfahrer als "Selbstmörder" betätigt,
nimmt man eine Schuld und Verantwortung schon im Vorfeld von Autofahrern weg..

"der war ja selber schuld, wenn er da fährt"

NEIN

genauso wird man z.b. als Liegeradler oder Velomobilfahrer oft angsprochen:
"ist das nicht gefährlich"?

ich antworte dann immer: "nein... das Rad wiegt ja nur 25kg und hat nur 0,3PS ... jedes Auto ist viel gefährlicher"

dann kommt immer: "nein, ich meinte ob es gefährlich ist damit zu fahren wegen der anderen Autos"

aber allein hier der Sprachgebrauch: "ist das Liegerad gefährlich"
 
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Omarad

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Ich schaffe es halt nervlich nicht, das auszuhalten. 99,999% der Autofahrer halten ja einen Überholabstand >0 ein, tatsächlich kommt es sehr selten zu Berührungen (hatte ich bisher erst 2-3) und noch viel seltener zu Unfällen deswegen (0 bisher). Aber das muss man erstmal aushalten.
Bei besagter Strecke geht es einen relativ steilen Berg hoch, mit bis 15% in der Spitze. Ich habe vom 125er Roller auf einen 250er gewechselt, weil der 125er da zu langsam ist, da drücken sich die Autos ganz genauso knapp vorbei wie am Fahrrad.
 
Kraeuterbutter

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Dann lebst du in einer ganz miesen Ecke...
Das ist mir zum Glück in 10 Ländern mit VM und noch mehr mit anderen Raeder noch nicht passjert
Auf den meisten Straßen kann man auch mit Rad gut fahren

Klar: Wenns 1000 Autos die Stunde hat und Schwerverkehr sucht man sich vielleicht doch ne andere Strecke, aber Gott sei dank ist auf 99% der Strasse nicht soviel Verkehr
 
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Omarad

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Wie, du bist noch nie berührt worden? Kann ich mir fast nicht vorstellen.
 
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