Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Diskutiere Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet? im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo Elektroradler, für Pedelecs gilt ja die 25 km/h Beschränkung. Ich habe mich nun gefragt, welcher sportliche Fahrer sich ein Pedelec...
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radfreund

Hallo Elektroradler,

für Pedelecs gilt ja die 25 km/h Beschränkung.

Ich habe mich nun gefragt, welcher sportliche Fahrer sich ein Pedelec zulegen würde. Unter sportlichen Fahrern meine ich jetzt nicht einige wenige Leistungssportler, die mit dem Rennrad Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 40 km/h bei Wettbewerben erreichen, sondern hauptsächlich sportliche Freizeitradler, die ohne Elektrounterstützung in der Ebene schneller als 25 km/h unterwegs sind.

Ich würde jetzt auch vermuten, dass sich kaum ein sportlicher Fahrer, der nicht häufig in den Bergen oder mit Anhänger fährt, ein Pedelec kauft.

Würdet Ihr mir zustimmen?
 
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Alv

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Nur mit Motor bin ich ein "sportlicher" Fahrer. Ohne Motor würde ich nichtmal 25km/h länger als ein paar Minuten durchhalten...
 
yardonn

yardonn

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

So jemand wird dann eher über ein S-Pedelec nachdenken...

Klar, ich persönlich würde ein normales Pedelec auch nur Sinnvoll brauchen können, wenn ein Anhänger (hier im Bergigen...) oder viel Gepäck dran ist... Was aber auch nicht so selten vorkommt...
Man must hat realitisch sehen, wie oft man unter 25 km/h fällt (Stadtverkehr z.B.....).
Und das ist nicht so leicht zu beantworten....

Um mir die Frage nicht stellen zu müssen, fahre ich mit dem schnellen Alleweder 4 ein Fahrzeug, das die Unterstützung bei keiner Geschwindigkeit einstellen muss...
 
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Jack

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Ja, stimme zu.

Ich finde, wer sich als sportlicher Strassenfahrer sehr oft oberhalb 30 km/h bewegt, für den ist ein 25-km/h Limit nichts, da der Antrieb ja dann meist inaktiv ist und nur zum Anfahren oder am Berg mit geringeren Geschwindigkeiten benutzt wird.

Ein S-Pedelec ist da schon sinnvoller, vor allem eins mit Nabenmotor ist ideal zum sportlichen Fahren ohne Einschränkungen bezüglich sportlicher Kettenschaltung (wenn man mal vom dämlichen Schraubkranz absieht, aber da kommen ja jetzt die Alternativen mit Steckkassette). Damit machen Geschwindigkeiten bis 45 km/h (bergab natürlich auch darüber) über längere Strecken mit moderater Unterstützung dann richtig Spass, man kann die Motorunterstützung z.B. gut nutzen, um Kadenz, Tretkraft und Geschwindigkeit auf gleichem Niveau zu halten, auch wenn es mal etwas bergauf geht oder mehr Wind aufkommt.

Gruss,
Jack
 
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dietzekall

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Hallo Radfreund,

da würde ich Dir auch uneingeschränkt zustimmen.

Ich fahre auch seit drei Jahrzehnten Rennrad und MTB und bei Probefahrten mit Pedelcs störte mich das, hier im Forum oft beschriebene, "gegen die Wand fahren".

Wer trainiert und an hohe Geschwindigkeiten gewöhnt ist, -für den macht nur ein S-Pedelec wirklich Sinn (und Spass ;-).

Gruss
Steffen
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

sehe ich auch so...

Pedelecs mit 25km/h Limit (das ja - man meint es ist noch im gesetzlichen Rahmen - oft noch bis 28km/h, 30km/h oder gar 32km/h ausgedeht wird)
bringen nur noch was im hügelig/bergigen Gelände

Bike mit 25km/h-Limit gibts meiner meinung nach für sportliche Fahrer nur 1 Möglichkeit:
das Gewicht des E-antriebes inkl. Akku so niedrig wie möglich halten, damit er beim Fahren über 25km/h ned ungut auffällt

beispielsweise GruberAssist...
 
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axel

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Ich würde jetzt auch vermuten, dass sich kaum ein sportlicher Fahrer, der nicht häufig in den Bergen oder mit Anhänger fährt, ein Pedelec kauft. Würdet Ihr mir zustimmen?
Jein :)

Ich zähle mich zu der von dir genannten Gruppe, dennoch genieße ich die Fahrten mit dem Pedelec zu Arbeit.

Der Motorantrieb hilft mir, etwas weniger verschwitzt zur Arbeit zu kommen - vor allem bei Steigungen und Gegenwind (haben wir hier oben viel) ist es ein großer Genuss, im Vergleich zu "ohne Motor" !

Auf der anderen Seite finde ich es gerade gut, dass ich eben kein Mofa fahre sondern nach Lust und Laune auch noch kräftig mittreten kann und so mein gewohntes Reisetempo jenseits der 30 fahre.

Es bleibt halt ein Fahrrad, wenn auch mit eingebautem Rückenwind :D

Viele Grüße,
-Axel-
 
S

Steueroase

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Freizeitradler, die ohne Elektrounterstützung in der Ebene schneller als 25 km/h unterwegs sind.
Also jeder gesunde Mensch. Mit 150 Watt in der Ebene sind schon 27 km/h drin, mir 200W knappe 30 km/h.

Dank Motorunterstützung fahre ich aber 35...38 km/h in der Ebene, ohne mich zu verausgaben und fast ohne Schwitzen.

Mein Fazit: Für Pendler kommen eigentlich nur S-Pedelecs in Frage.

.
 
didi28

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

80W ist etwa der Wert, den man für eine untrainierte, normalgewichtige Frau als Dauerleistung annimmt. Bei untrainierten, normalgewichtigen Männern geht man etwa von 135W Dauerleistung aus.

Trainierte Sportler schaffen mehr als das Doppelte, Profis nochmal deutlich mehr.
 
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radfreund

AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich über Eure große Zustimmung richtig freuen kann.

Das S-Pedelec als angebotener Ausweg aus der Misere baut ordentliche neue Hürden auf:
1. Ein Mofaführerschein ist erforderlich.
2. Für die Gesetzestreuen bleiben Radwege Tabu.

Die gesunde Fortbewegung abseits von abgasbelasteten Straßen bleibt damit ein Privileg der Pedelecs.

Gleichzeitig ist man als S-Pedelec Fahrer auf Straßen einem höherem Unfallrisiko als auf autofreien Radwegen ausgesetzt.

Solche Rahmenbedingungen sind beste Voraussetzungen dafür, dass potentiellen Elektroradlern der Umstieg vergällt wird.

Bike mit 25km/h-Limit gibts meiner meinung nach für sportliche Fahrer nur 1 Möglichkeit:
das Gewicht des E-antriebes inkl. Akku so niedrig wie möglich halten, damit er beim Fahren über 25km/h ned ungut auffällt
Ich würde gern mal mit den Verantwortlichen diskutieren, die mit ihren Regelungen umweltfreundliche und gesunde Fortbewegung mit Elektrounterstützung behindern. Angeblich soll Deutschland zum Leitmarkt Elektromobilität werden. Als Ziel setzt man eine Million (kaum bezahlbare?) Elektroautos bis 2020. Aus meiner Sicht sollte man 50 Millionen muskelkraftbetriebene, gesundheitsfördernde Hybridräder anstreben. Asien ist Deutschland schon um einige Jahre voraus. Dort fahren bereits über 100 Millionen Elektrofahrzeuge.

Aus meiner Sicht ist ein Fahrrad, so lange ein Fahrrad, wie der größte Teil des Vortriebes aus Muskelkraft stammt. Jedes Fahrrad sollte auf Radwegen fahren dürfen. Für Mofafahrer gibt es Mofaführerscheine und für Fahrradfahrer wird derzeit kein Führerschein gebraucht.

Wie seht Ihr das?
 
didi28

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Aus meiner Sicht ist ein Fahrrad, so lange ein Fahrrad, wie der größte Teil des Vortriebes aus Muskelkraft stammt.
Ja. S-Pedelecs haben bis zu 500W Nenndauerleistung und etwa 1KW Spitzenleistung.

80W ist etwa der Wert, den man für eine untrainierte, normalgewichtige Frau als Dauerleistung annimmt. Bei untrainierten, normalgewichtigen Männern geht man etwa von 135W Dauerleistung aus.
 
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radfreund

AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Zweifellos entsprechen S-Pedelecs mit der überwiegenden Elektrounterstützung (gegenüber Muskelkraft) nicht der Fahrraddefinition. Sportliche Fahrer werden sich auch weniger durch ein Wettrüsten der elektrischen kW-Leistungen beeindrucken lassen. Bei dieser Zielgruppe wird normalerweise die Muskelkraft im Mittelpunkt stehen.

Warum gibt es keinen Pedelec-Typ, der zumindest oberhalb 25 km/h die Elektrounterstützung auf unter 50% des Muskelkraftbeitrages begrenzt und der nicht die S-Pedelec Nachteile aufweist, weil die Fahrraddefinition noch erfüllt wäre?

Oder was spricht dagegen, einfach mal die sportlichen Fahrer (und solche die es werden können), als potentielle Elektroradler zu betrachten?
 
didi28

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Warum gibt es keinen Pedelec-Typ, der zumindest oberhalb 25 km/h die Elektrounterstützung auf unter 50% des Muskelkraftbeitrages begrenzt und der nicht die S-Pedelec Nachteile aufweist, weil die Fahrraddefinition noch erfüllt wäre?
Weiß auch nicht, vielleicht gab es bisher noch niemanden, der so etwas in dieser Form öffentlichkeitswirksam gefordert hat?

Wenn Du in dieser Hinsicht etwas bewegen willst, starte doch z.B. eine entsprechende Petition zur Änderung der bestehenden Rechtslage bei Pedelecs:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=ad1374a6c3a848b12641f6091ae2523d&action=petition;sa=new
 
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Steueroase

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Das S-Pedelec als angebotener Ausweg aus der Misere baut ordentliche neue Hürden auf
Mir wurde mal erzählt, Freitags wäre Fleisch tabu, deswegen gäbs halt Fisch. Wobei Fisch auch Muskelfleisch ist. Aha. Trotzdem schmeckt das Steak auch am Freitag und ich wurde deswegen auch noch nicht vom Blitz erschlagen.

Solche Rahmenbedingungen sind beste Voraussetzungen dafür, dass potentiellen Elektroradlern der Umstieg vergällt wird.
Du musst ohne schlechtes Gewissen die Toleranzen ausnutzen, und stets das 11. Gebot beachten.

Ich würde gern mal mit den Verantwortlichen diskutieren, die mit ihren Regelungen umweltfreundliche und gesunde Fortbewegung mit Elektrounterstützung behindern. Angeblich soll Deutschland zum Leitmarkt Elektromobilität werden.
Nur zu.

Die "Verantwortlichen" haben zukunftsweisende Visionen, und lassen sich nicht durch - mit Verlaub - statistisch irrelevantem Kleinkram davon ablenken. Ausserdem ist der durch Pedelecs generierte Umsatz einfach zu klein: kleine, preiwerte Akkus, minimale Unterhaltskosten, keine Besteuerung weder von Fahrzeug noch Fahrstrom (obwohl, das werden die Grünen schon noch hinkriegen...).

Ich denke, dass der ganze E-Auto Hype nur dazu taugt, die Sinnhaftigkeit des E-Antriebes vor dem grossen Publikum zu diskreditieren.


Aus meiner Sicht ist ein Fahrrad, so lange ein Fahrrad, wie der größte Teil des Vortriebes aus Muskelkraft stammt.
Schönes Beispiel für eine gefährliche Definition... damit sind alle Oma-Pedelecs schon mal durch (Motor 250Watt, Omchen 50 Watt)

Gegenvorschlag, falls du eine Petition einrichten willst: maximal 500Watt mechanisch, Treten zwingend erforderlich, keine Geschwindigkeitsbegrenzung - sowas soll als Fahrrad gelten. Also wie in Australien, nur dass da 200W angesagt sind.

Beispiel: Nehmen wir mal einen Tretlagerantrieb mit bis zu 500W Abgabeleistung, der drehmomentgesteuert 1:2 unterstützt: Fahrer tritt 150 Watt, Motor addiert 300 Watt. In der Ebene ergibt das dann knapp 40 km/h. An einer 10%tigen noch 17 km/h, wobei der Motor noch weit unter seiner Nennleistung betrieben wird. Erst wenn ich 250 Watt trete, kommt der Motor in die Begrenzung.

Mit einer 1:3 Unterstützung wären es 150+450=600W => 44 km/h in der Ebene bzw. 21,3 km/h am 10%ter. Also immer noch im "sozialverträglichen" Rahmen. Vor allem ist damit ein Mitschwimmen im Stadverkehr damit möglich, für die, die das wollen.

Wer jetzt die gebotene Leistung wie und wo einsetzt, sollte jeder selbst wissen. An einem netten sonnigen Tag kann man auch mit wenig oder null Unterstützung durch die Gegend radeln und die hochaufgelöste 3D-Grafik mit Surroud Sound um sich herum geniessen.

.
 
didi28

didi28

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Gegenvorschlag, falls du eine Petition einrichten willst: maximal 500Watt mechanisch, Treten zwingend erforderlich, keine Geschwindigkeitsbegrenzung - sowas soll als Fahrrad gelten.
Ohne Betriebserlaubnis durchsetzbar halte ich 500W Nenndauerleistung, Motorunterstützung nur beim Pedalieren und Ende der Motorunterstützung bei 30km/h. Mit Toleranz im rechtlichen Graubereich ist dann vielleicht etwa 35km/h drin. Wer noch mehr will, muss dann eben zum S-Pedelec mit Betriebserlaubnis und Versicherungsschild greifen.


... und die hochaufgelöste 3D-Grafik mit Surroud Sound um sich herum geniessen.
:D
 
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Hoschijan

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Ich beschäftige mich zur Zeit ja auch gerade mit der Kaufentscheidung eines e-Bikes (oder S-Pedelec, wie Eure Terminologie lautet). Nun habe ich das Glück, dass es in der Schweiz etwas unproblematischer ist was die Regelungen für die "schnellen" e-Bikes angeht. Es braucht auch eine Mofa-Zulassung, aber das ist eigentlich kein Problem. Die Händler haben wie es aussieht gewisse Auflagen die ein e-Bike erfüllen muss wenn es mit Mofa-Zulassung gefahren werden soll. Aber mein Händler z.B. hat keine Probleme ein Bike (Price Adventure) mit Bionx 500HS auszustatten, und das dann so einzulösen.

Bei meiner Kaufentscheidung war von Anfang an klar, dass nur ein "schnelles" Bike in Frage kommt. Ich will nicht mit geringerem Aufwand so schnell wie bis anhin vorwärts kommen, sondern ich will mit gegebenem Aufwands durch die Unterstützung schneller vorwärts kommen. Bei den Pedelecs <25 km/h verstehe ich das Vorurteil, dass das wohl nur etwas für alte Leute ist. Das käme für mich auch nicht in Frage, weil 25 km/h schaffe ich auch noch so... Ich möchte mit geringem Einsatz so um die 35 fahren können oder mit gesteigertem Einsatz dann aber auch mit 40 - 45 unterwegs sein können. Wie schon erwähnt eigentlich hauptsächlich letzteres. Bis anhin habe ich meinen Arbeitsweg mit dem Motorrad bewältigt (kurzes Autobahnstück, OeV ist mir zu umständlich). Für den Weg brauchte ich runde 10 Minuten. Mein Anspruch an ein alternatives Fortbewegungsmittel ist, dass ich unter dem Strich etwa gleich lange unterwegs bin. Mit dem e-Bike benötige ich nun ca. 12 Minuten. Das klingt zwar jetzt kleinlich und man kann auch sagen, es würde ja auch genügen in 20 - 30 Minuten da zu sein, aber für mich macht das eben etwas aus, da ich relativ früh bei der Arbeit sein muss, und morgens daher für mich jede Minute zählt, die ich länger schlafen kann ;)
 
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Jack

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

In CH spricht man eigentlich von Elektrovelos und schnellen Elektrovelos (ich habe viel Verständnis dafür, dass hier dieses Kunstwort "Pedelec" nicht angenommen wird, ich mag es auch nicht). E-Bike finde ich jedoch etwas zu ungenau definiert, damit kann ja auch ein Elektromotorrad (wo gar nicht mehr getreten werden muss) gemeint sein.

Bei den Pedelecs <25 km/h verstehe ich das Vorurteil, dass das wohl nur etwas für alte Leute ist. Das käme für mich auch nicht in Frage, weil 25 km/h schaffe ich auch noch so...
Das würde du anders sehen, wenn du viele Höhenmeter in deiner Strecke hättest, dann wäre ein normales Elektrovelo fast die bessere Wahl, da die schnellen meist nicht so kräftig bzw. ausdauernd am Berg sind. Das gilt natürlich besonders für Direktantriebe wie BionX.
 
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Hoschijan

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

In CH spricht man eigentlich von Elektrovelos und schnellen Elektrovelos (ich habe viel Verständnis dafür, dass hier dieses Kunstwort "Pedelec" nicht angenommen wird, ich mag es auch nicht). E-Bike finde ich jedoch etwas zu ungenau definiert, damit kann ja auch ein Elektromotorrad (wo gar nicht mehr getreten werden muss) gemeint sein.

Das würde du anders sehen, wenn du viele Höhenmeter in deiner Strecke hättest, dann wäre ein normales Elektrovelo fast die bessere Wahl, da die schnellen meist nicht so kräftig bzw. ausdauernd am Berg sind. Das gilt natürlich besonders für Direktantriebe wie BionX.
Ja, da bin ich mit Dir einverstanden. Ich ging von meiner Lage aus. Ausser 2 kleine kürzere Steigungen gibts da nichts auf meinem Arbeitsweg. Wenn jemand eine grosse Reichweite zusammen mit einigen Höhenmetern erreichen muss, dann siehts natürlich anders aus, und man ist mit einem leichteren 250w System vielleicht besser bedient. Bei mir spielt's keine Rolle, ich brauch die Geschwindigkeit auf ebener Strecke, und wollt ich mal ausnahmsweise Hügel hochfahren, dann würde ich vielleicht die Unterstützung etwas zurückschrauben um längere Reichweite zu erreichen, mit dem Handicap etwas mehr Gewicht mitzuschleppen...
 
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cephalotus

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AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

Aus meiner Sicht ist ein Fahrrad, so lange ein Fahrrad, wie der größte Teil des Vortriebes aus Muskelkraft stammt. Jedes Fahrrad sollte auf Radwegen fahren dürfen.
Du möchtest die Pedelecleistung auf maximal 100% Unterstützung begrenzen? Das wäre für viele Leute eine dramtsicshe Einschränkung zur bisherigen Regelung.Du möchtest 12 jährige Elektroradfahrer ohne Führerschein mit 45km/h auf den Radwegen deutscher Großstädte fahren lassen? Wird die Hersteller von Särgen aber freuen... Ich selbst trete auch 25km/h in der Ebene, allerdings komme ich dabei ziemlich ins Schwitzen. Weder bergauf noch bei Gegenwind kann ich längere Zeit 25km/h fahren.
 
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amp-berlin61

AW: Pedelecs für sportliche Fahrer ungeeignet?

80W ist etwa der Wert, den man für eine untrainierte, normalgewichtige Frau als Dauerleistung annimmt. Bei untrainierten, normalgewichtigen Männern geht man etwa von 135W Dauerleistung aus.
80W ist aber auch die leistung, die ein herzinfarkt-patient in reha-phase 2 (nach 1 woche ) 1 std aufm ergometer bringen muß. (schnelles spazierengehen)

also 150 watt kann wirklich jeder, wer nicht, der sollte zum arzt wegen ernsthafter erkrankung.

der wechsel von untrainierten status in den trainierten ist übrigends innerhalb von 3-4 wochen für jeden gesunden menschen möglich.


gerade der gesellschaftliche hintergrund, z.b. in D, 1/3 aller erwachsenen übergewichtig, ca. 13% fettsüchtig (ernsthaft krank), 20% aller kinder zu fett, 30% aller bewegen sich zuwenig, (quelle wiki + adipositas gesellschaft ) und die tatsache, daß 99% aller zurückgelegten elektro-fahrrad-km auch ohne probleme mit dem ältesten klapprad zu bewältigen sind, sollte jeden gesunden menschenverstand dazu bringen, sowohl als sportlicher, erst recht als unsportlicher, von diesem elektro-fahrrad-schwachsinn abstand zu nehmen.
 
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