Pedelec pro Strecke so teuer wie ein Kleinwagen?

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stardealer

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Wenn ich alles zusammenrechne - Anschaffungskosten, Ersatzteile, Werkzeuge, Kleidung und dreimal Werkstattkosten, komme ich nach vier Jahren und 11.500km auf ungefähr 42ct/km. Von der Gesamtleistung ist nur etwa 40% Arbeitsweg, 60% sind Freizeitvergügen.
Mein Auto hat in den letzten 10 Jahren bei 10.000km/Jahr ungefähr 43ct/km gekostet und das ist kein Kleinwagen.

Aber zum Sparen habe ich mir das Pedelec ja nicht angeschafft.
 
jm1374

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Es fällt einem halt eben schwer ein komplett überholtes Fahrzeug, mit weniger als 20.000 km seit der Überholung, zu einem Schleuderpreis vekaufen zu müssen, nur weil es auf dem Papier alt ist.
Je länger du wartest, desto weniger ist das Auto wert. Wenn du es eh nicht nutzt, kannst du es auch verkaufen.
Die Alternative wäre selbst zum Carsharer zu werden. Mit Drivy und SnappCar kannst du dein Auto privat vermieten. Das mache ich seit knapp 4 Jahren mit unserem Zweitwagen. Seit ich S-Pedelec fahre, steht der meist ungenutzt in der Garage. Verkaufen können wir den nicht weil ich ab und zu doch mal ein Auto benötige. Durch die Vermietung ist er knapp 40.000km bewegt worden und die Mieteinnahmen zahlen die laufenden Kosten.
 
G

Gast001

Erlich gesagt ich bekomme geld je km fahrleistung
Hamburg (hvv jahreskarte ca 1000euro ) die ich jedes spar ,da ich alles mit dem bike mache
Was ich noch los werden mußte : Ausfallzeiten der öffis (bus &bahn )unbezahlbar gerade hier in HH
Positiver Nebeneffekt :nach 40km pedelec tour komme ich meistens noch mit 3-5 euro flaschenpfand nach hause ...
Dafür Schäme ich mich nicht das aufzusammeln.
 
mawadre

mawadre

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Aber von wegen Voll-Kostenrechnung: Ich war die letzten Tage intensiv Skifahren. Da relativieren sich die 700 fürs neue S-Pedelec und die bisher 0,50/km ganz schnell.
Andererseits habe ich es geschafft, die selbe Winterausrüstung fürs Skifahren und S-Ped-Fahren zu teilen: Ski-Helm, Ski-Brille, Ski-Handschuhe, Ski-Jacke, wenn ganz schlimmes Wetter ist auch Ski-Hose nutze ich jeweils auch auf dem Bike. Das sind doch auch nochmal einige massive Kosten. Marken- und Hightech-Sportkleidungs-Fetischisten geben da auch mal locker über Tausend und mehr dafür aus.
 
Sunrise

Sunrise

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Bei tief verschneiten Straßen kannst ja auch noch das Vorderrad durch einen Ski ersetzen. Das verbessert die Spur- und Lenkstabilität enorm ! :whistle:
Spart auch noch einen Winterreifen :cool:
 
mawadre

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Bei tief verschneiten Straßen kannst ja auch noch das Vorderrad durch einen Ski ersetzen
Wieso nur das Vorderrad?


Aber im Ernst: neulich stand einer mir seinem selbst umgebauten Fully vor mir am Skilift...
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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Wenn ich alles zusammenrechne - Anschaffungskosten, Ersatzteile, Werkzeuge, Kleidung und dreimal Werkstattkosten, komme ich nach vier Jahren und 11.500km auf ungefähr 42ct/km. Von der Gesamtleistung ist nur etwa 40% Arbeitsweg, 60% sind Freizeitvergügen.
Mein Auto hat in den letzten 10 Jahren bei 10.000km/Jahr ungefähr 43ct/km gekostet und das ist kein Kleinwagen.

Aber zum Sparen habe ich mir das Pedelec ja nicht angeschafft.
Hmm.. wie sowas zustandekommt, kann ich nicht so recht nachvollziehen..

durchschnittlich geben Deutsche folgende Beträge für Auto/Pedelec/Fahrrad aus:
durchschnittlicher Neuwagenpreis in Deutschland 2018: 30.250 Euro
durchschnittlicher Pedelec-NeuPreis in Deutschland: 2500 Euro
durchschnittlicher Fahrradpreis in Deutschland: 460 Euro (2010) bzw. 698 Euro (2017)
minimaler Autopreis in Deutschland: ~8000 euro (?)
minimaler PedelecPreis in Deutschland: < 1000Euro

Service und Wartungskosten: sind beim Auto höher
ein Zahnriemenwechsel beispielsweise kostet schnell mal 500 Euro+

Verschleissteile: Autoreifen kosten mehr als Fahrradreifen
(z.b.: ich hab auf meinem Velomobil Nutracs drauf: kostet einer 8 Euro das Stück - ist ein schneller und trotzdem recht robuster Reifen)

Tanken: 100km beim Auto --> schnell mal 10 Euro
Strom fürs Fahrrad? 500Wh -> unter 30cent

15.000km beim Auto -> 1500 Euro Spritkosten
beim Pedelec von miraus einen Ersatzakku nach 15.000km --> der kostet aber keine 1500Euro

nötige Versicherungen und Steuern beim Auto


ich versteh nicht, wie da ein Pedelec pro km gleich teuer sein kann wie ein Auto
Ergänzung:
EDIT: was ich vielleicht gelten lasse:

5 Pedelecs vs. 5 Leute in einem Auto
 
jm1374

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ich versteh nicht, wie da ein Pedelec pro km gleich teuer sein kann wie ein Auto
Weil immer Äpfel mit Birnen verglichen werden. Beim Pedelec werden die Kosten auf die wenigen km verteilt die gefahren wurden. Man liest ja immer wieder wie erschreckend wenig die Leute ihre Räder nutzen. Das ergibt natürlich sehr hohe Werte pro km.
Beim Auto sind die Kosten pro km geringer weil mehr gefahren wird. Die absoluten Kosten sind beim Auto höher. Grad wieder knapp 800€ in die Werkstatt gebracht um 2 weitere Jahre TÜV zu bekommen.

Service und Wartungskosten: sind beim Auto höher
Das stimmt nur bedingt. Wenn man alle Wartungsarbeiten am Pedelec beim Händler machen lässt, ist das teurer als beim Auto. Beim Pedelec kann man einfacher sparen da man fast alles selbst machen kann. Beispiel Reifen, die sind zwar beim Pedelec billiger, halten aber auch nur 10-15.000km. Beim Auto kann ich >60.000km mit einem Satz fahren. Beispiel Bremsen, gute Bremsbeläge gibt es ab 10€. Die müssen aber alle paar Tausend km gewechselt werden. Beim Auto kann ich die Bremsbeläge >150.000km nutzen.

Tanken: 100km beim Auto --> schnell mal 10 Euro
Ich komme mit 5,50€ 100km weit. Man kann nicht alles verallgemeinern. Wenn man aber sein Pedelec genauso oft nutzt wie das Auto ist man mit dem Pedelec normalerweise günstiger unterwegs.
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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5,5Euro pro 100km ?
ich hab versucht einen halbwegs realistischen Mittelwert anzugeben..

Zahl von 2015:
Durchschnittsverbrauch auf 100km aller deutschen zugelassenen Autos: 7,9liter Benzin bzw. 6,9 Liter Diesel

macht was um die 10 Euro aus
 
Electric

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Wenn Menschen ehrlich buchführen und ehrlich rechnen, kommen bei Velomobil und Auto höhere Beträge heraus als hier „errechnet“ werden.

Ein privater Autofahrer, der das Fahrzeug nur nutzen will, kann dennoch erstaunlich günstig fahren. Ein guter Gebrauchtwagen, den jede freie Werkstätte reparieren kann und der im Kern solide ist, lässt sich für 5000€ kaufen und für 3000€ vier Jahre später weiterverkaufen. Das sind z.B. 9 Jahre alte Ford Focus etc. mit knapp über 100tkm aus maximal 2Hd., die scheckheftgepflegt sind. 500€ Wertverlust/Jahr ist wenig.

Wie teuer so ein Auto tatsächlich ist, ist ja fast egal. Gefühlt ist es sehr billig, da alles wenig kostet. Nur ein Beispiel: Reifen für einen Focus halten locker 40.000km und kosten 200€ für 4 Stück mit Montage. 1000km kosten also 5€ Reifenkosten.

Selbst wenn das Velomobil günstiger wäre oder ist - der Preisabstand zum ungleich komfortableren PKW, der gefühlt viel mehr fürs Geld bietet, ist dem Durchschnittsbürger zu klein.
 
Flatliner

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Weil immer Äpfel mit Birnen verglichen werden. Beim Pedelec werden die Kosten auf die wenigen km verteilt die gefahren wurden. Man liest ja immer wieder wie erschreckend wenig die Leute ihre Räder nutzen...
Das ist kein Äpfel-Birnen-Vergleich. Natürlich muss man die Kosten/km nehmen um auf vergleichbare Werte zu kommen und nicht die absoluten Kosten.

Und dass die Leute ihre Räder wenig nutzen ist auch ein Vorurteil.
Laut statista fuhren (2015) über 50% der Fahrradbesitzer zwischen 1.500 - 5.000 km und fast jeder 10. über 5.000 km.
Ich finde dies sind schon beachtliche Werte. Außer für Hardcorefahrer.

PS: Die Statistik ist für alle Radfahrer, bei den Pedelecs dürften die Werte vermutlich noch höher liegen. Hab da aber keine Statistik gefunden.
 
Kraeuterbutter

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Selbst wenn das Velomobil günstiger wäre oder ist - der Preisabstand zum ungleich komfortableren PKW, der gefühlt viel mehr fürs Geld bietet, ist dem Durchschnittsbürger zu klein.
das ist ganz sicher so
und was dazukommt von der anderen Seite: Unwissenheit..
wenn Radfahrer wüßten WAS Aerodynamik ausmacht, würden denke ich viel mehr Radfahrer auch ein VM in betracht ziehen als ein teures Rennrad oder ein teures Pedelec

Wenn Menschen ehrlich buchführen und ehrlich rechnen, kommen bei Velomobil und Auto höhere Beträge heraus als hier „errechnet“ werden.
klingt so, als würdest du bei Velomobil "versteckte" Kosten im Vergleich zum Fahrrad sehen ?

1.) Kette ist 3mal so lange - stimmt, kostet also 3mal soviel
ABER: kette hält viel länger, länger als 3mal so lange
am MTB kann eine Kette nach 1000km hinüber sein, am Rennrad nach 3000-5000km
im Velomobil sind 20.000-30.000km üblich, manche erreichen noch mehr km

2.) Bremsbeläge: am MTB oder Rennrad mit Scheibenbremsen sind durchaus alle paar wenige 1000km neue Bremsbeläge nötig
(Beispiel mein Trike: auf 10.000km -> 3 Sätze Bremsbeläge benötigt)
Velomoil: bald 30.000km und noch die ersten Bläge drauf
Ersatzbeläge kostet bei Velomobil 22Euro (70er Trommel) bzw. 27 Euro 90er Trommeln

3.) Federbeine..
beim MTB kostet mich das Service der Fatty am Cannondale ca. 100 Euro (laut Hersteller sollte man es einmal im Jahr durchführen lassen - mach ich natürlich nicht, ist nicht nötig)
am Velomobil ist primitiv-TEchnik bei den Federbeinen verbaut... das Umrüsten auf neue Elastomere hat mich komplett 35 Euro gekostet (= komplett neues Innenleben)
bei einem Unfall mit 50km/h+ hab ich mir ein Federbein zerstört - ein neues hat glaub ich 60 EUro gekostet (?)
(am Cannondale kostet mich ne neue Fatty 600 Euro)

möchte nur zeigen: man sollte nicht glauben, das am VM alles teuer ist... da vieles primitiv ist (Rollstuhl-Bremstrommeln, primitive FEderbeine, ...) kosten Ersatzteile erstaunlich wenig !
und viele Teile halten wirklich extrem viele km stand...

am MTB eine Alpenabfahrt und die hälfte der Bremsbeläge der Scheibenbremse sind weg...
mit dem VM bin ich schon in 10 Ländern gefahren, teils mit 54kg FAhrzeuggewicht aufgrund Gepäck und Zelt... und der Vorbesitzer hat damit auch mehrere Länder bereist und 14.000km draufgefahren..
und die Bremsbeläge sind noch original
(und das obwohl im Vergleich zum normalen Rad ja höhere Bremskräfte auftreten weil man höhere GEschwindigkeiten fährt... 25km/h beim normalen Rad sind 40-50km/h beim Velomobil ... 50km/h sind 4-fache Energie im vergleich zu 25km/h die weggebremst werden müssen)

klar: wenn man einen Unfall mit dem VM hat - REparatur kann teuer werden ! (wenn GFK/CFK-Hülle zerstört wird und aufwendig repariert werden muss, neu lackiert werden muss)
aber ist beim Auto wenns man Unfall selber zahlen muss auch sehr teuer

wegen Wertminderung..
nen um 5000Euro gebraucht gekauftes Velomobil kann durchaus 5 jahre später für fast ähnlichen Betrag verkauft werden bzw. nur mit sehr geringem Abschlag - vielfach im Forum bereits gesehen

Reifenverschleiss: der ist bei VM höher als am normalen RAd (hohes Tempo, Querkräfte)
die Nutrac für 8 Euro halten ca. 3000km vorne - also alle 3000km für 16 Euro vorne neue Reifen
die Hinterreifen (GP4000) kostet um die 35 Euro und hält bei mir um die 8000km

Schlauch Flickzeug... nicht zu vergessen..
Kleinzeugs wie Lager werden auch alle paar jahre fällig..
und irgendwann dann Kettenblätter udn ritzel (so wie am normalen Rad) - halten aber im VM natürlich auch länger (a) kein Dreck und b) weniger Kraft für gleiche km-Anzahl nötig, somit weniger Abrieb auf Ritzel)



Ein privater Autofahrer, der das Fahrzeug nur nutzen will, kann dennoch erstaunlich günstig fahren. Ein guter Gebrauchtwagen, den jede freie Werkstätte reparieren kann und der im Kern solide ist, lässt sich für 5000€ kaufen und für 3000€ vier Jahre später weiterverkaufen.
ähnliches gilt für VMs...
gebrauchtes VM für 3000-4000Euro - kann man selber warten - und 4 Jahre später mit etwas Glück für ähnlichen Betrag verkaufen


Beispiel: Reifen für einen Focus halten locker 40.000km und kosten 200€ für 4 Stück mit Montage. 1000km kosten also 5€ Reifenkosten.
das ist allerdings heftig günstig
da komme ich mit den billigen Reifen bei mir am VM auf 8,80 Euro auf 1000km
allerdings unfair: es kommen beim VM natürlich noch Schläuche und Flickzeug dazu... also denke min. das 3fache...

immernoch verdammt günstig im Vergleich zum Laufen... da kommt man auf 1000km ja eher so auf 60-150 Euro (TurnSchuh-Verschleiß)

was beim Auto halt dazukommt: wenn was verreckt, kanns sehr teuer werden (Kat, Motor, Getriebe, ....)
Ergänzung:
Das ist kein Äpfel-Birnen-Vergleich. Natürlich muss man die Kosten/km nehmen um auf vergleichbare Werte zu kommen und nicht die absoluten Kosten.
hmm...

sogesehen ist Autofahren fast nicht eurer als zufuss laufen..
weil: 300.000km zu fuss --> 30.000 Euro Schuhkosten ;)
 
Electric

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das ist ganz sicher so
und was dazukommt von der anderen Seite: Unwissenheit..
wenn Radfahrer wüßten WAS Aerodynamik ausmacht, würden denke ich viel mehr Radfahrer auch ein VM in betracht ziehen als ein teures Rennrad oder ein teures Pedelec
Also, ich bin schon bei dir, dass viele normale Radfahrer/Pedelecfahrer gar nicht wissen, was Aerodynamik ausmacht und dass ihr Fahrrad total unaerodynamisch ist. Aber ich bin sicher, wenn sie es wüssten, würden sie niemals ein Velomobil kaufen, niemals!

Erstens, sieht man damit nicht cool aus, sondern wie ein Sonderling. Da gucken alle und denken: Sauber, der kompostiert sicher seinen Hausmüll und würde am Liebsten Bündnis 90 wählen. Oder er ist Beamter im gehobenen Dienst mit Erziehungsauftrag und Gesichtsgarten. Sorry, muss man so offen sagen. Ich denke, an dieser Stelle sind 99,9% potenzieller Interessenten raus. Das Image ist verheerend.

Zweitens, schlängelt man sich bei uns in der Town so durch: Bordstein hoch, durch die Parkanlage die Böschung hoch, durch ne Lücke im Absperrgitter, zwischen zwei Autoreihen, zwischen Fußgängern, über eine Baustelle, Treppe runter zur U-Bahn. Ich fahre gar eMTB, Fully im Straßendschungel. So muss das! Das alles geht mit einem Velomobil nicht, es ist sperriger, viel unbeweglicher. Und darf in Öffis zumindest in Berlin/Brandenburg nicht mit.

Und Rennradfahren ist ein Sport mit Verbreitung bei uns. Gerade haben die jungen Frauen das bei uns entdeckt. Du hast Vorbilder, du hast tolle Strecken und viele gemeinsame Ausfahrten. Mit dem Velomobil fahren 2-3 graubärtige Männer.
 
stardealer

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Laut statista fuhren (2015) über 50% der Fahrradbesitzer zwischen 1.500 - 5.000 km und fast jeder 10. über 5.000 km.
:ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
Ich kenne bisher nur ganz wenige die tatsächlich mehr als 1500km im Jahr fahren, über 5000km keinen einzigen.
Die Quote in meinem Umfeld - maximal jeder 10. fährt 1500-5000 pro Jahr, jeder 100. über 5000km.
Selbst mit Pedelec sind meist Jahresleistungen von 500-1500km üblich, so zumindest die Aussage der Werkstattmitarbeiter, die ich mal gefragt habe.
 
mawadre

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Beim Auto kann ich >60.000km mit einem Satz fahren. Beispiel Bremsen, gute Bremsbeläge gibt es ab 10€. Die müssen aber alle paar Tausend km gewechselt werden. Beim Auto kann ich die Bremsbeläge >150.000km nutzen.
Da erlebe ich aber anderes. Reifen 10-20k, Bremsen je nach Fahrertyp 60k plus minus. 150k für Bremsen hört sich nach Elektroauto an...

Aber Fahrräder und besonders eBikes tragen auf jeden Fall für uns "Kostenoptimierer" das Stigma des "Freizeitsports" und der "Renterausflugskutsche". Alles Märkte, in denen die Budgets absurd hoch sind (jedes Jahr ein neues Spielzeug), die Kilometerleistungen absurd tief (Rentner: 1000 km in 5 Jahren...) etc.pp. Und es gibt so viele Marken und Händler mit Marge dass niemand so richtig eine autoherstellerartige, kostengünstige Großserienfertigung hat. Der neue CEO von Stromer kommt aus der Autozulieferer-Industrie und soll meines Wissens genau das für Stromer aufbauen.

Das man wirklich Mehr, Besser und Kostengünstiger gaben könnte, zeigen die verfügbaren günstigen, haltbaren Elektroroller. Aber in D und CH kann man damit keinen Stich machen. Entweder wollen die Leute ÖV oder Auto oder Fahrrad fahren. Roller fährt kaum jemand.
 
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jm1374

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Auto fahren will gelernt sein. Wer wenig Kraftstoff benötigt, kommt auch mit den Reifen und Bremsbelägen weiter.
Da braucht’s kein Elektroauto, es reicht beim Fahren das Hirn einzuschalten. Ist beim Radfahren ja auch nicht anders.
 
stardealer

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Hmm.. wie sowas zustandekommt, kann ich nicht so recht nachvollziehen..

durchschnittlich geben Deutsche folgende Beträge für Auto/Pedelec/Fahrrad aus:
durchschnittlicher Neuwagenpreis in Deutschland 2018: 30.250 Euro
durchschnittlicher Pedelec-NeuPreis in Deutschland: 2500 Euro
..
ich versteh nicht, wie da ein Pedelec pro km gleich teuer sein kann wie ein Auto
was ich vielleicht gelten lasse:

5 Pedelecs vs. 5 Leute in einem Auto
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Laufleistung in 10 Jahren - 100.000km
Wertverlust in 10 Jahren - 20.000€
Sprit ca. 11.500€
Steuer + Versicherung ca. 8.000€
Werkstatt, Reifen, TÜV ca. 4000€
Summe 43.500€ / 100.000km = 43ct/km

Pedelec:
Laufleistung in 4 Jahren - 11.500km
Kaufpreis 3.300€ (Restwert vielleicht 500€?)
Werkstattkosten 300€
Werkzeug, Montageständer 500€
Ersatzteile (Kette, Ritzel, Kasetten, Bremsbeläge,..) 300€
Helm, Kleidung, Packtaschen 950€ (finde ich nicht viel)
Sume 4.850€ /11.500km = 42ct/km
 
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stardealer

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Für den Montageständer gingen nur 39€ drauf, also nur bedingt stabil.
Der Rest war Werkzeuggrundausstattung - kleiner und großer Drehmomentschlüssel haben alleine schon über 200€ verschlungen, dann die Fahrrad- und Boschspezifischen Werkzeuge wie Kettenlehre, Kettenpeitsche, Kettennieter, Standluftpumpe, Pumpe für Gabeldämpfer, das Ding für den Ritzelverschlussring etc. dazu, dann einen Ratschenkasten, ein Maulschlüsselset, etc. etc.
 
rolan

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Danke
Schade, daß du bei dem vielen Werkzeug nicht auch einen guten Montageständer dabei hast und empfehlen kannst. Bei einem Preis von 39 Euro kann für ein schweres Pedelec sicher nichts Gescheites rauskommen. Leider sind auch bei den teueren Teilen viele negative Bewertungen (Amazon) zu lesen, die mir einen Kauf schwer machen.
 
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