Pedelec für Österreich

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Helm, 09.10.09.

  1. -MM-

    -MM- Guest

    AW: Pedelec für Österreich

    Wenn du das schreibst will ichs dir mal glauben ;-) Ich hatte den eindruck, dass die drehzahl dann so hoch wird, dass der motor eben nicht mehr viel bringt (ausgenommen dieser panasonic mittelmotor natürlich). Aber vielleicht sollte ich statt recherchieren und gescheid reden endlich mal eine Probefahrt machen ;-)

    Wenn ich mit dem elektrorad mit 40 durch die city brause und ein polizist hält mich auf, dann habe ich genau das gleiche Problem wie ein teenie der mit einem aufgemöbelten moped herumdüst?

    Kurzum: Warum den motor technisch beschränken? Es muss ja wohl in der eigenverantwortung der fahrer liegen, zu wissen wann man dazutreten darf und wann nicht.
    Solange mir kein Gesetz und keine Verordnung einen tretsensor und eine motorlimitierung vorschreibt, will ich dies auch nicht haben. Aber schauen wir mal:

    "Bauartgeschwindigkeit die Geschwindigkeit, hinsichtlich der auf Grund der Bauart des Fahrzeuges dauernd gewährleistet ist, daß sie auf gerader, waagrechter Fahrbahn bei Windstille nicht überschritten werden kann;"

    Langsam verstehe ich euch: Ich kann mit einem Elektrorad nur dann 25km/h nicht "dauernd" überschreiten wenn der motor ausgeht, weil nur dann geht auch die puste irgendwann aus.... blöd... Aber wenn puste ausgehen zählt, dann muss auch akku/tank ausgehen zählen und somit ist "dauernd" für alle kfz hinfällig ;-)
    IMO gehört Kraftfahrgesetz §2 Abs. 1 Z 37a erweitert um eine klarstellung ob treten "zählt" oder nicht.
    Oder einfacher §1 (2a) erweitern um "Bauartgeschwindigkeit ohne des Einsatzes Muskelanlagen der Beine."
    Alles andere wäre ja unfug, sonst müsste jeder der das eRad "dauerhaft (in der ebene bei windstille)" auf über 25km/h bei (auch komplett) abgeschaltenem e-motor halten kann eine sonderzulassung beantragen, da in diesem Fall das Rad nicht als "Fahrrad" gilt. Ob so jemand überhaupt ein elektrorad benutzt, oder wie das überprüft werden soll ist eine andere aber IMO fürs gesetz irrelevante Geschichte ;-)

    PS: Übrigens das Fahrzeug aus der Bauartgeschwindigkeitsdefinition ist nicht näher definiert, im gesetzestext gibts nur das Kraftfahrzeug, "das durch technisch freigemachte Energie angetrieben wird und nicht an Gleise gebunden ist, auch wenn seine Antriebsenergie Oberleitungen entnommen wird;" Verbesserungsvorschlag 3: "...Oberleitungen, nicht aber einem biologischen System entnommen wird;" (Ich hätt wohl doch anwalt werden sollen ;-)

    PPS: Kurz zusammengefasst: Das Elektrorad zählt zu allererst mal als KFZ, und nur dann wenn die Bedingungen aus Kraftfahrgesetz §1 abs 2a zutreffen ists ein fahrrad. Insoferne ist es von allergrßstößter wichtigkeit, genau zu deinieren ob das selbst treten als "technisch freigemachte energie" zählt oder nicht. Wenn ja, ist der übersportler bei bloßer anwesenheit eines e-motors illegal unterwegs, egal ob sich der motor abschaltet oder nicht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23.04.10
  2. Kraeuterbutter

    Kraeuterbutter

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    AW: Pedelec für Österreich

    Hallo -MM-
    ist -MM- = <MM> aus dem Bikeboard-Forum ?

    wenn ja:
    dort hast du ja das Selbe mal geschrieben und gemeint,
    dass aus diesem Grunde das Gruber-Assist legal auch über 25km/h (ja auch bei 40km/h) noch unterstützt

    weil es alleine nicht über 25km/h kommen würde

    ich hab bei Gruber Assist nachgefragt: das stimmt nicht
    die haben mir gesagt, dass WENN man mit dem Gruber-Assist legal in Österreich unterwegs sein will (also auf Strassen, etc.)
    sie einen Begrenzer anbieten, der bei 25km/h (unabhängig von der Trittfrequenz, also besser wie bei Flyer/Panasonic) das Rad begrenzen

    die meisten Kunden würden diese Bikes aber in den Alpen auf Mountainbikestrecken etc. einsetzen, also abseits der StVO
    vondaher kein Geschwindigkeitslimit nötig

    bist der "der" <MM> ?
     
  3. Kraeuterbutter

    Kraeuterbutter

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    AW: Pedelec für Österreich


    ich würde nicht nur 100 Euro, auch 200 Euro im Jahr bezahlten

    nur den ganzen Schmarrn mit Blinker, Hupe, Seitenspiegel, Helmpflicht usw. will ich ned
    ergo also leider doch nicht möglich

    ich möchte einfach das, was andere mit viel Training und 2000 Euro teuren, filigranen, 8kg leichten Rennrädern an Tempo fahren
    genauso mit meinem 20kg schweren, robusten, bequemen, gut haftenden Reifen (also von Fahrsicherheit einem Rennrad wohl überlegen) fahren...

    schon klar: der Gesetzgeber kann nicht auf mich Hansel in der Pampa rücksicht nehmen, der in einer Stunde 1 Auto begegnet...
    der legt das natürlich für den Worstcase aus: und will dann eben nicht, dass E-Bikes mit 40km/h ohne Blinker, Spiegel usw. durch die Stadt fahren


    mein E-Bike (formals normales MOuntainibke) hat in seinen 18 Jahren (2 davon als ebike) weniger Sichtkontakt mit Autos gehabt, wie mein Stadtrad an einem Tag in Wien

    das ist einfach sowas von ein Unterschied...
    25km/h "legales" pedelec ist in der Stadt viel gefährlicher, wie
    40km/h "Elektroradl" bei mir am Lande in der Pampa
     
  4. -MM-

    -MM- Guest

    AW: Pedelec für Österreich

    Nein das ist ein anderer MM *g*

    Ich würde bei dem Thema nicht allzuviel auf die Aussage der Firmen geben. Klar, mit limitierung ist man immer auf der sicheren seite. Wenn man die EU-Verordnung zum Thema einhält sollte es jederzeit möglich sein, sich auf diese zu berufen, selbst wenn das Bike nach irgend einer österreichischen eigendefinition nicht Gesetzeskonform wäre.
    Ausserdem wollen die für den kleinen österreichischen Markt keine Extrawürste (=Rechtsgutachten und was weiß ich alles) machen. Wenn sie ein unlimitiertes 600w radl als Straßentauglich verkaufen würden, dann bekämen sie ja selbst probleme wenns zb einen unfall geben sollte und irgend ein Gericht entscheidet, dass es illegal ist.

    Eigentlich sollten sich die österreichischen Radlobbys mal bei dieser THematik etwas mehr ins zeug legen (oder tun sie das schon?)

    Warum? Muss er ja bei den restlichen gesetzen auch... IMO hat der Gesetzgeber sehr wohl dei Pflicht auf alle rücksicht zu nehmen. Mopeds düsen ja auch mit 40km/h durch die Stadt. Ausserdem wär ich mir nicht so sicher dass da wirklich auf einmal alle mit 40 düsen würden. Dann muss man ja erst wieder kräftig reintreten....
     
  5. wernHer

    wernHer

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    AW: Pedelec für Österreich

    nein; sogar von seiten der ARGUS gabs von einer zentralen figur einmal ein statement, dass der ganze pedelec/ebike-wirbel nix weiter als eine bloße vorübergehende mode-erscheinung sei ... !!!

    vor so viel kurzsichtigkeit kann man als radler wirklich nur kapitulierend in die knie gehen.

    let-it-roll

    wernHer
     
  6. Steueroase

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    AW: Pedelec für Österreich

    Dann kommt bestenfalls der Moped-Prüfstand zum Einsatz. Und dann? Wenn es ein drehmomentgesteuertes Pedelec ist, läuft ohne Krafteinsatz nichts. Womit die angewendete Messmethode schon mal nicht passt. Ist halt ein Fahrrad :)

    Davon abgesehen gibt es noch einen feinen Unterschied zwischen dem ultracoolen Teenie, der mit seiner aufgemotzten Kreissäge schon mal Nase und Ohr des Polizeibeamten beleidigt, und dem Pedelecfahrer, der unauffällig an der Verkehrskontrolle vorbeirauscht - nicht anders als Hobbyrennfahrer.

    .
     
  7. -MM-

    -MM- Guest

    AW: Pedelec für Österreich

    Das ändert aber nichts drann, dass jederzeit ein irrer ogh-Richter befinden könnte, dass ein so ein unsäglicher pedelecsensor notwendig wäre, da es ja gesetzlich nicht eindeutig geregelt ist.

    Da will man halt nicht der sein, der das durchjudizieren muss...

    Deswegen wären ja die Radlobbies imo gefordert
     
  8. Jack

    Jack

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    AW: Pedelec für Österreich

    Wünschenswert wären doch solche Bestimmungen wie hier in der Schweiz:
    http://www.astra2.admin.ch/media/pdfpub/2003-07-21_2062_d.pdf
    (v.a. Seite 2 für "S-Pedelecs" -- "Erleichterungen für bestimmte Elektro-Motorfahrräder")

    Es ist in diesem Zusammenhang auch das mit den Radwegen entspannt geregelt (Mofa=Velo).

    Jack
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.04.10
  9. nurmibaerli

    nurmibaerli Guest

    AW: Pedelec für Österreich

    Ich antworte gleich mal mit einer Frage:
    Wir Österreicher sind ja am EU-Markt benachteiligt, nur weil wir so wenige sind, im Vergleich zu unseren Nachbarn. Wir müssen das nehmen was die uns geben.
    Die Kalkhoffs, Flyers, Raleights sind ja fein, aber mit mehr Leistung wären sie noch feiner.
    Wenn man ein stärkeres Pedelec haben möchte, müsste man zu den schnellen, >25 km/h greifen (in Österreich nicht erlaubt!!).
    Will man ein starkes > 400 Watt haben, muss man selber bauen! Will man das haben was die haben, von LED-Licht über gefederter Sattelstütze bis zu den hochwertigen Bremsen usw. zahlt man gut 1/3 mehr als wenn man diese "Standardmodelle" nimmt.

    Also: Langer Rede kurzer Sinn: Kann man diese Panasonic-Motoren irgenwie aufmotzen (= auffrisieren), dass die mehr Leistung hergeben, oder gibt es das irgendwelche anderen Möglichkeiten?
     
  10. Steueroase

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    AW: Pedelec für Österreich

    Nein. Panasonic Antriebe lassen sich bisher nicht frisieren, sprich, umprogrammieren.

    Andere Möglichkeit: Einen BionX 500HS organisieren und damit fahren. Code 3773 sollte beim 500HS ja nicht blockiert sein, da kanns du die Höchstgeschwindigkeit auf 25,00 km/h stellen.

    Noch eine Möglichkeit: Bafang 500W Nabenmotor ins Hinterrad, Controller anpassen.

    .
     
  11. Steueroase

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    AW: Pedelec für Österreich

    Ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Das hier: "maximal 500W mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h im reinen Elektrobetrieb" geht ja noch. Aber dann folgt die Ernüchterung: "die Höchstgeschwindigkeit dar nur im schnellsten Gang erreicht werden". Also ist auch bei reinem Muskelbetrieb nicht viel mehr drin.

    Tja... also wieder mal nicht gewollt und nicht gekonnt.

    Die Australier haben eine sehr einfache Regelung: 200W maximale Leistung, Rest egal...

    .
     
  12. Jack

    Jack

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    AW: Pedelec für Österreich

    Wie das wohl mit Direktantrieben zu realisieren ist... da fährt der Motor immer im höchsten Gang ;) Ich denke, das bezieht sich höchsens auf Mittelmotor-Elektrovelos, bei denen die Schaltung in den Elektroantrieb integriert ist.

    Aber das ist wohl eh egal, da S-Pedelecs in der Schweiz anscheinend keine Geschwindigkeitsbegrenzung im Rahmen von Tretunterstützung haben. Ich kenne aber die genauen Entscheide dafür nicht (das Gesetz selbst gibt mir da zu wenig Konkretes her), ich weiss nur, dass solche Gefährte mit <=500W Dauerleistung und unlimitierter Tretunterstützung hier zugelassen werden.

    Gruss,
    Jack
     
  13. Steueroase

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    AW: Pedelec für Österreich

    Ist hier in L ja auch so. Rein elektrisch max 25 km/h und max 500 Watt -> Cycle electrique = Fahrrad! Oder andersrum: alles was Klasse L1e ist, ist per Gesetz ein Fahrrad. Ich hoffe mal, das das auch noch lange so bleibt.

    Allerdings wäre ein BionX 500HS auch dann nur astrein legal, wenn der Gasgriff sich auf 25 km/h beschränken liesse. Das Problem ist nämlich, dass gerade die ohne Treten erreichbare Geschwindigkeit sich mit einem mobilen Prüfstand sehr einfach bestimmen lässt. Oder der Gasgriff wird gleich ganz abgebaut, braucht eh keiner ;)

    .
     
  14. Jack

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    AW: Pedelec für Österreich

    Sehe ich genauso. Hier in CH sind es sogar nur 20 km/h.
     
  15. Kraeuterbutter

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    AW: Pedelec für Österreich

    ja, so fände ich es auch super

    zumindest für mich als "FAHRRAD"-Fahrer wär das voll ok

    für die "Moped-Fahrer"-Fraktion wären 200W halt wohl zu wenig

    die Fahrradfahrer würden bei jedem Tempo unterstützung kriegen,
    und Angst haben, dass sie wahnsinnige Geschwindigkeiten erreichen müsste man auch ned, weil eben "nur" 200W

    wer vorher ned schnell war, ist damit nachher auch ned sonderlich schnell
    und bei höheren Geschwindigkeiten wirken sich die 200W immer weniger aus (ein 40km/h Rennradler wird mit 200W+ ned plötzlich gefährliche 60km/h schnell)
     
  16. didi28

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    AW: Pedelec für Österreich

    In Australien gibt es anscheinend nur gesunde und halbwegs trainierte Radfahrer. Für die ist diese Regelung eine gute Sache und ich würde sie (hoffentlich viele Jahre noch) auch bevorzugen.

    Maximal 200W am Berg bringt bei sehr schweren oder in der körperlichen Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkten Menschen jedoch nicht allzu viel.

    Für die ist unsere europäische Rechtslage, zumindest wie sie bei uns derzeit ausgelegt wird (250W Nenndauerleistung bedeuten beim BionX 250HT wohl etwa 1000W Spitzenleistung), besser.
     
  17. Megge

    Megge

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    AW: Pedelec für Österreich


    Und ich dachte immer, du seist ein Liechtensteiner!!!:)
     


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