Nie wieder positive Zinsen

Diskutiere Nie wieder positive Zinsen im Plauderecke Forum im Bereich Community; Natürlich braucht man im Alter mehr Kohle. Da hat man doch viel mehr Zeit das Geld auszugeben.
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Blueser

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...
Jetzt könnte man einwenden: Wenn ich miete, dafür aber entsprechende Beträge spare, bin ich auch sehr gut später aufgestellt. Stimmt. Entspricht aber nicht Lebenswirklichkeit. Macht in dem Umfang praktisch niemand.
Doch, ich ... ;)
 
D

didi0815

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Die Zinsen werden nicht dauerhaft so niedrig bleiben. Nichts währt ewig ..
Solange die Pleite-Staaten in der EU keine Zinsen zahlen können, solange wird der Zins am Boden bleiben.
Und wann Griechenland, Italien, Portugal, Spanien etc mehr Zinsen zahlen können, steht in den Sternen, solange sehe ich keine Zinserhöhung.

Deswegen ist eine Immo noch eine gute Wertanlage. Sie ist inflationsgeschützt, die Mieten steigen mit der Inflation. Vor allem, sind die Immo-Preise in den letzten 50 Jahren mal gefallen, langfristig? Nope.
Natürlich sollte ein Immo-Kauf nicht Oberkante Unterlippe finanziert sein, eh klar.
Trotzdem, alte Weisheit: Wer Eigentum hat, schafft mehr Wert ran, weil er meist das Eigentum abbezahlen muß, das ist Prio. Wer kein Eigentum hat, wird nicht den gleichen Betrag in eine ähnliche gelagerte Vorsorge stecken, sondern gibt auch schon mal das Geld aus. Fakt, es ist weg oder konsumiert.
Gute Mischung Immo-Aktien, etwas Bares. Das passt. Aktien sind fungibel, Immos nicht. Deswegen auch Aktien. Und man ist quasi Teilhaber an Unternehmen nimmt an deren Gewinnen teil. Wie auch immer man das sehen will.
 
BikeX

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Wer hat Dich denn gefragt?
 
FranksS

FranksS

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Was bringt denn diese Diskussion hier über Mieten, Kaufen, Wohnen, wenn jeder genau seinen persönlichen Fall vorstellt und daraus Rückschlüsse auf die Allgemeinheit zieht? Es gibt hier keine allgemein gültige Formel da einfach zu viele individuelle Faktoren mitspielen. Nicht zuletzt die Lage der Immobilie und die damit verbundene zu erwartende Wertsteigerung. So mag ein Bauernhaus in MeckPomm nicht so optimal zukunftssicher sein, eine 2 Zimmer ETW in der Münchener Innenstadt aber schon.
 
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Boerni556

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Solange die Pleite-Staaten in der EU keine Zinsen zahlen können, solange wird der Zins am Boden bleiben.
Und wann Griechenland, Italien, Portugal, Spanien etc mehr Zinsen zahlen können, steht in den Sternen, solange sehe ich keine Zinserhöhung.
Die Zinsen werden eher künstlich oben gehalten. Der sog. natürliche Zins liegt nach Expertenmeinung angeblich erheblich niedriger.
Deswegen ist eine Immo noch eine gute Wertanlage. Sie ist inflationsgeschützt, die Mieten steigen mit der Inflation. Vor allem, sind die Immo-Preise in den letzten 50 Jahren mal gefallen, langfristig? Nope.
Natürlich sollte ein Immo-Kauf nicht Oberkante Unterlippe finanziert sein, eh klar.
Trotzdem, alte Weisheit: Wer Eigentum hat, schafft mehr Wert ran, weil er meist das Eigentum abbezahlen muß, das ist Prio. Wer kein Eigentum hat, wird nicht den gleichen Betrag in eine ähnliche gelagerte Vorsorge stecken, sondern gibt auch schon mal das Geld aus. Fakt, es ist weg oder konsumiert.
Gute Mischung Immo-Aktien, etwas Bares. Das passt. Aktien sind fungibel, Immos nicht. Deswegen auch Aktien. Und man ist quasi Teilhaber an Unternehmen nimmt an deren Gewinnen teil. Wie auch immer man das sehen will.
Das stimmt nicht. Klar sind die Immobilienpreise etwa im Gewerbebereich ab Mitte der 90er um 1/3-2/3 kollabiert. Und zwar im Osten wie im Westen.

Ferner gilt: Wir haben keine Inflation. Im Gegenteil. Die Immopreise sind zinsbedingt hoch und z.T. schon blasenartig. München und Berlin haben im Wohnsegment Rückschlagspotential. 15.000 € pro qm sind nicht durch rationale Berechnungen erklärbar. Da steckt jede Menge Luft drin.
 
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schmadde

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München und Berlin haben im Wohnsegment Rückschlagspotential. 15.000 € pro qm sind nicht durch rationale Berechnungen erklärbar. Da steckt jede Menge Luft drin.
Da bin ich mal gespannt. Die "Blase" in München wurde schon vor 20 Jahren vermutet. Seit damals kannten die Preise nur eine Richtung. Wer damals gekauft hat ist heute reich...
 
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Electric

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Die geplatzte Blase gab es ja schon ein paar mal, zuletzt in Berlin und Potsdam Ende der 90er Jahre. Sie betraf besonders Luxusimmobilien in nicht ganz guten Lagen. Alle anderen Immobilien stagnierten nur für etwa 15 Jahre. Heute ist das nicht mehr in der Form denkbar, weil der Zuzug immens ist. Vor allem kommen Leute aus dem Ausland verstärkt in den Markt, weil die Preise für eine europäische Hauptstadt immer noch lächerlich niedrig sind.

Übrigens, die sicherste Geldanlage ist der momentane Verbrauch. :ROFLMAO:
Insofern werde ich mir Freitagnachmittag erst mal das neueste iPhone bestellen.:cool:
 
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Eloya

Eloya

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Ferner gilt: Wir haben keine Inflation. Im Gegenteil. Die Immopreise sind zinsbedingt hoch und z.T. schon blasenartig. München und Berlin haben im Wohnsegment Rückschlagspotential. 15.000 € pro qm sind nicht durch rationale Berechnungen erklärbar. Da steckt jede Menge Luft drin.
Da stimme ich zu. Wir haben in den USA gesehen, wozu die Kombination billiges Geld + steigende Immobilienpreise geführt haben.
Es bleibt zu hoffen, dass die Immobilienkäufer heute und in den letzten Jahren sich mit Krediten mit langer Zinsbindung versorgt haben. Finanzierungen auf Kante und für die früher üblichen 10 Jahre in Hochzinsphasen könnten sich nachteilig auswirken.

Ob und wann wir den Gipfel der Immobilienpreise erreicht haben, vermag ich nicht zu sagen. Es gibt Indikatoren, dass die Grenzen dafür schon erreicht sind bzw. bald erreicht werden. Rein rechnerisch gibt es definitive Grenzen für die Mehrheit der Immobilien, die in die Vermietung gegeben werden - diese sind durch die erzielbare Rendite und letzten Endes durch solvente Mieter, welche die Miete überhaupt stemmen können, gesetzt.

Auch für Privatpersonen ist vielerorten der Gipfel erreicht bzw. wird erreicht werden. Wenn ich mich bei mir auf dem Land umschaue und ich schaue auf das Umfeld, welches NEU baut, dann sehe ich dort Einfamilienhäuser, die ob des günstigen Geldes für 500K oder in dieser Ecke herum gebaut werden. Das wären früher Villen gewesen beinahe :)

Problem dabei ist das Risiko in den ersten zehn Jahren der Zinsbindung: Will man umziehen oder ist man nicht mehr in der Lage, die monatlichen Raten zu bedienen, hat man sowieso ein Problem. Die Bank fordert eine VFE (Vorfälligkeitsentschädigung) bei Veräußerung und wenn man Pech hat, sind Käufer nicht mehr daran interessiert, den zur Kompensation des Kredits nötigen Preis zu zahlen. Es gab schon einige, die mit stolzgeschwellter Brust sich im Besitz Ihrer Immobilie wähnten. Die Party schmeisst aber derjenige, der die Rechnung zahlt - und das ist in der aktuellen Lage und den hochpreisigen Immobilien lange Jahre in der Regel die Bank und erst nach vielen Jahren der neue, stolze Eigentümer.

Erschwerend kommt dazu, dass man eine solide Finanzierung einer Immobilie mit einer ordentlichen Eigenkapitalquote von 20 Prozent stemmen sollte - und in der Regel Kaufnebenkosten wie Notar, Grunderwerbssteuer und die Abzockzulage Maklercourtage nicht umlagefähig auf die Finanzierung sind. Tut man dies nicht, erhöht sich der Zins und es dauert sehr lange, bis aus dem 'Risiko Immobilie' eine 'Absicherung durch eine Immobilie' wird. Aufbau eines eigenen Kapitalstocks wird immer schwerer, da man sein Geld nicht mehr mit traditionellen Anlageformen und Tagesgeldkonten vermehren kann, sondern seine Erträge eher im Aktienmarkt suchen sollte - und hier sehe ich große Risiken durch die geplante weltweite Digitalsteuer (Quellenbesteuerung der Unternehmen, dies trifft ein Land wie Deutschland deutlich mehr als die USA, da hier unser Handelsdefizit in keinster Weise uns hilft) sowie die Handelskriege und den nationalen Protektionsmus, der sich entwickelt.

Im Alter ist eine Immobilie gut - aber auch nur, wenn man Rücklagen gebildet hat. Ein neues Dach, neue Drainagen, Fenster oder eine neue Heizungsanlage gibt es nicht zum Nulltarif.

Billiges Geld ist gut für den Konsum, mit Augenmaß. Oder für den Immobilienbau, wenn der Preis gerechtfertigt ist und nicht überzeichnet. Letzteres - wir werden sehen...

LG,

Nico
 
cubernaut

cubernaut

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So, nun auch einmal meine Mentalität dazu:
Ich pflege in der Regel auf Notwendiges zu verzichten, um mir Unnötiges leisten zu können (frei nach Oscar Wilde, dem ja gefühlt 98 Prozent aller Aphorismen zugeschrieben werden, ähnlich wie Churchill ...). Bislang macht mich das glücklich. Ob es auch noch so ist, wenn mein Pensionsalter erreicht ist und meine Kinder gerade einmal mit ihrer Ausbildung/ihrem Studium fertig sein werden (wenn überhaupt?)? Ich weiß es nicht und werde es dann wohl wissen.
 
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Strombremse

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Ist zwar ein anderes Thema, hängt aber trotzdem ein bisschen damit zusammen.
Ich habe neulich was von dieser "Fire" Bewegung in den USA gelesen. Wo sich Jugendliche vornehmen, bis max 40 zu arbeiten, durch ausgesuchtes Studium, sehr gut bezahltem Beruf möglichst soviel Kohle anzuhäufen, und auf der anderen Seite sparsam zu leben, um dann bis zum Lebensende "frei" zu leben. Das finde ich mal eine Investition fürs Leben.
Wäre ich jünger würde ich warscheinlich auch diesen Weg gehen und nicht wie die meisten bis kurz vor dem Sargnagel sich abzurackern um dann im Alter mit einer mickrigen Rente dahin zu vegetieren. Ich finde das exzessive und viiiiiiel zu lange Arbeitsleben in Deutschland ist eh nicht mehr zeitgemäß, dafür ist das Leben viel zu kurz.
Stellt euch mal vor, mit 40 fällt der Hammer und trotzdem kommen jeden Monat über 2000 Ocken rein. Mehr Freiheit geht nimmer.
 
P

Pustefix

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Es geht nicht um mehr, sondern um nicht allzu viel weniger.
wieso hilft dir dein haus dabei, wenn du es nicht verkaufts? etwa die mietersparnis? ich bitte dich! die abertausende €, die du in die finanzierung und instandhaltung, renovierung, steuern und abgaben über jahrzehnte reingesteckt hast, konnte ein mieter sparen und anderweitig anlegen. wenn du ein mietshaus besitzt (und nicht an mietnomaden geraten bist) oder ein haus geerbt hast, sieht die sache nat. anders aus...
 
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