Nie wieder positive Zinsen

Diskutiere Nie wieder positive Zinsen im Plauderecke Forum im Bereich Community; Ihr wisst doch, Geld allein macht nicht glücklich. Es braucht dazu noch Aktien, Immobilien und Gold. Und eines galt schon früher, spare in der...
Morsi65

Morsi65

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Ihr wisst doch, Geld allein macht nicht glücklich. Es braucht dazu noch Aktien, Immobilien und Gold. Und eines galt schon früher, spare in der Schweiz dann hast du in der Not. In diesem Sinne, kurze Restlaufzeit und gute Zinsen.
 
jm1374

jm1374

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... sagten die Japaner in der 90ern.
Weiss ich. Die hatten in der Zeit ihre geplatzte Immobilienblase und seitdem kein Wirtschaftswachstum mehr. Ihre Nullzinspolitik funktioniert aber nur weil es noch Regionen auf der Erde mit Wirtschaftswachstum gibt. Zinsen sind im Endeffekt nur die Auswirkung von Wirtschaftswachstum. Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ist zwingend auf Wachstum angewiesen. Momentan können Volkswirtschaften ohne eigenes Wachstum in anderen Regionen mit Wachstum ihren benötigten Gewinn erwirtschaften.
Die spannende Frage ist, wie lange es noch Regionen mit Wachstum geben wird. Stetiges Wachstum in einem begrenzten Raum( wir leben auf einer Kugel die im Nichts schwebt) wird irgendwann schwierig zu realisieren sein. Der Trick des Kapitalismus ist dann gezielte Zerstörung um aus den Trümmern wieder wachsen zu können. An den nationalistischen Abschottungen und dem Zerfall des „Wir“-Gefühls kann man erkennen wohin die Reise geht.
 
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FlyerL6

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Weiss ich. Die hatten in der Zeit ihre geplatzte Immobilienblase und seitdem kein Wirtschaftswachstum mehr. Ihre Nullzinspolitik funktioniert aber nur weil es noch Regionen auf der Erde mit Wirtschaftswachstum gibt. Zinsen sind im Endeffekt nur die Auswirkung von Wirtschaftswachstum. Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ist zwingend auf Wachstum angewiesen. Momentan können Volkswirtschaften ohne eigenes Wachstum in anderen Regionen mit Wachstum ihren benötigten Gewinn erwirtschaften.
Die spannende Frage ist, wie lange es noch Regionen mit Wachstum geben wird. Stetiges Wachstum in einem begrenzten Raum( wir leben auf einer Kugel die im Nichts schwebt) wird irgendwann schwierig zu realisieren sein. Der Trick des Kapitalismus ist dann gezielte Zerstörung um aus den Trümmern wieder wachsen zu können. An den nationalistischen Abschottungen und dem Zerfall des „Wir“-Gefühls kann man erkennen wohin die Reise geht.
„Wir“-Gefühl:X3::mad:
 
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Boerni556

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...Zinsen sind im Endeffekt nur die Auswirkung von Wirtschaftswachstum. ...
Die spannende Frage ist, wie lange es noch Regionen mit Wachstum geben wird. Stetiges Wachstum in einem begrenzten Raum( wir leben auf einer Kugel die im Nichts schwebt) wird irgendwann schwierig zu realisieren sein. ...
...und eine bereits schrumpfende europäische Gesellschaft soll/will wachsen?

Durch den Bevölkerungsrückgang im Beschäftigungsfenster (Arbeitskräfte mit Lebensalter 20 - 67) werden zwar erst Arbeitskräfte knapp, was gewisse Lohnspiralen erklärt, später sinkt aber die Nachfrage und damit werden dann (Produktions-)Kapazitäten frei. Das sollte zu Preissenkungen führen. Mangels Inflation gibt es folglich keine Zinsen. Bei Deflation (Preisrückgänge) dann auch negative Zinsen. Das ist bezogen auf die Kapitalsammler letztlich nix anderes als der Rentenrückgang im Umlageverfahren. „Assets“ werden knapp. Die Einführung der Grundrente ist vor diesem Hintergrund ein klassischer vollkommen unverantwortlicher Wahlplazebo (noch höhere Kosten für immer weniger Beschäftigte) der uns allen, ausgenommen Politiker und Beamte, als Bumerang später wieder auf die Füße fällt.

Man muss, sofern verantwortlich unterwegs, neu denken. Ein Schrumpfen der Bevölkerung mit Überalterung sollte zu gedanklichen Anpassungen sowohl der Wirtschaftspolitik als auch der Kapitalanlage führen:
Immer weniger Menschen zwischen 20 und 67 ernähren unser Wirtschaftssystem. D.h. wir müssen
  • automatisieren und so die wegfallenden, da verrenteten, Arbeitskräfte (in D allein p.a. rd. 300-400 tsd.) ersetzen.
  • Damit dann vor allem die Preise senken.
  • Das geht nur mit Wettbewerb.
  • Google, & Co. müssen daher die heimlich gesammelten Daten für alle Unternehmer freigeben.
  • Beim Erreichen bestimmter Grenzen müssen Monopole zerschlagen werden.

„Wachstum“ sollte immer pro Kopf, d.h. in Relation zur Bevölkerungszahl sowie zum technischen Fortschritt betrachtet werden. Bei sinkenden Preisen kann dennoch der Wohlstand steigen. Beispiel Computertechnik.
 
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Pustefix

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Und wie hat schon Erich Honecker gesagt: "Vorhersagen sind schwierig - besonders wenn sie die Zukunft betreffen"
dieser satz wird lt. "bild der wissenschaft" niels bohr zugeschrieben. honecker hat ihn dann wohl höchstens nachgeplappert.
 
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FlyerL6

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Weiss ich. Die hatten in der Zeit ihre geplatzte Immobilienblase und seitdem kein Wirtschaftswachstum mehr. Ihre Nullzinspolitik funktioniert aber nur weil es noch Regionen auf der Erde mit Wirtschaftswachstum gibt. Zinsen sind im Endeffekt nur die Auswirkung von Wirtschaftswachstum. Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ist zwingend auf Wachstum angewiesen. Momentan können Volkswirtschaften ohne eigenes Wachstum in anderen Regionen mit Wachstum ihren benötigten Gewinn erwirtschaften.
Die spannende Frage ist, wie lange es noch Regionen mit Wachstum geben wird. Stetiges Wachstum in einem begrenzten Raum( wir leben auf einer Kugel die im Nichts schwebt) wird irgendwann schwierig zu realisieren sein. Der Trick des Kapitalismus ist dann gezielte Zerstörung um aus den Trümmern wieder wachsen zu können. An den nationalistischen Abschottungen und dem Zerfall des „Wir“-Gefühls kann man erkennen wohin die Reise geht.
ja die Reise geht weiter in die richtige Richtung(y).Wir schaffen das (alles wieder abzuschaffen).
 
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radlwadl

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Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen
kann ja auch sein, dass mehrere Leute unabhaengig von einander auf der Welt auf diesen Satz gekommen sind. ist ja egal wer als erster, aber unabhaengig von einander. bei Milliarden Menschen auf der Welt passiert das schonmal.
so einen Satz sich auszudenken ist ja jetzt kein Geniestreich.
Bei dieser Aussage ist nicht ganz klar, von wem sie stammt. Man schreibt sie dem Kabarettisten Karl Valentin, dem Schriftsteller Mark Twain oder dem Naturwissenschaftler Niels Bohr zu.
Liste geflügelter Worte/P – Wikipedia.
 
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Pustefix

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au weia - wikipedia! da wird zusammenschrieben, was man für "richtig" hält - einer schreibt vom anderen irgendwo ab, und am ende glauben alle daran...

dass das zitat zu bohr gehört, ist zumindest das glaubwürdigste, da er es im kontext der quantenmechanik geäußert hat mit der unmöglichkeit, den aufenthaltsort von elektronen vorhersagen zu können, auch bei kenntnis ihrer geschwindigkeit. dass er es vielleicht von mark twain kopiert hat, kann man nat. nicht widerlegen. erich hat´s garantiert nicht erfunden!
 
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Pustefix

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mal off topic: wem schreibt ihr die urheberschaft des satzes "alles hat ein ende nur die wurst hat zwei!" zu? (ich weiß es auch nicht, aber stefan remmler war es jedenfalls NICHT!)
 
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Pustefix

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sorry, mit "ph" also. aber er war es trotzdem nicht!
 
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FlyerL6

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ja die Reise geht weiter in die richtige Richtung(y).Wir schaffen das (alles wieder abzuschaffen).
Weiss ich. Die hatten in der Zeit ihre geplatzte Immobilienblase und seitdem kein Wirtschaftswachstum mehr. Ihre Nullzinspolitik funktioniert aber nur weil es noch Regionen auf der Erde mit Wirtschaftswachstum gibt. Zinsen sind im Endeffekt nur die Auswirkung von Wirtschaftswachstum. Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ist zwingend auf Wachstum angewiesen. Momentan können Volkswirtschaften ohne eigenes Wachstum in anderen Regionen mit Wachstum ihren benötigten Gewinn erwirtschaften.
Die spannende Frage ist, wie lange es noch Regionen mit Wachstum geben wird. Stetiges Wachstum in einem begrenzten Raum( wir leben auf einer Kugel die im Nichts schwebt) wird irgendwann schwierig zu realisieren sein. Der Trick des Kapitalismus ist dann gezielte Zerstörung um aus den Trümmern wieder wachsen zu können. An den nationalistischen Abschottungen und dem Zerfall des „Wir“-Gefühls kann man erkennen wohin die Reise geht.
ja die Engländer haben sich so geärgert (über das „Wir“-Gefühl) das es zum Brexit kamm. Das kann ich gut verstehen.
 
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MartinaD

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Ich überlegen eine Wohnimmobilie zu kaufen. Lohnt sich derzeit trotz der geringen Zinsen nicht. Kaufen lohnt nur wenn der Kaufpreis das 20fache der Jahresmiete kostet. Nur gibt es das nicht auf dem Markt. Die Immobilienwerte sind derzeit so weit überteuert, dass nur Dummköpfe noch kaufen.
Ich hab vor zwei Jahren gekauft, nachdem ich unerwarteterweise die "fehlenden" 20% Eigenkapital geerbt hatte.
Hier war es auch ungefähr die 20fache Jahresmiete als Kaufpreis und ich konnte das ganze mit 15 Jahren Volltilgung rechnen.
Damit habe ich dann mit 63 meine alterstaugliche Eigentumswohnung komplett bezahlt und werde wohl keine übermäßigen Renovierungskosten haben, da die Wohnung Erstbezug nach ordentlicher Kernsanierung quasi Neubau war.
 
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Pustefix

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an die eigene immobilie als nicht näher bzw. schwammig definierte "altersvorsorge" mag ich nicht glauben. wenn man das eigene haus altersmäßig oder wg. krankheit nicht mehr bewohnen und bewirtschaften kann oder in ein alters-/pflegeheim einrückt, muss man es verbimmeln. was soll daran vorsorge sein?
 
dieter2008

dieter2008

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an die eigene immobilie als nicht näher bzw. schwammig definierte "altersvorsorge" mag ich nicht glauben. wenn man das eigene haus altersmäßig oder wg. krankheit nicht mehr bewohnen und bewirtschaften kann oder in ein alters-/pflegeheim einrückt, muss man es verbimmeln. was soll daran vorsorge sein?
Das man im Alter keine Miete zahlt. Nicht jeder muss übrigens in ein Pflegeheim. Und selbst wenn man es "verbimmelt" hat man wenigsten ein paar Euro übrig.
 
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Pustefix

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mal ehrlich. braucht man im alter wirklich mehr kohle als in den besten jahren?
 
Electric

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Da der Mensch wesentlich weniger rational ist, als er sich gerne sieht, ist das Eigenheimbesitzer für die Meisten extrem gut. Denn es schafft positive Fakten.

Psychologisch ist die Triebfeder hinter dem Traum vom Eigentum die Urangst vor dem Existenzverlust. Somit baut man mit jeder Rate diese Angst ein kleines Stück ab. Wenn man mit Mitte 50 die Immobilie abbezahlt hat, hat man noch 10-12 Jahre, wo man gut ansparen oder sehr gut leben kann, weil man es ja gewohnt ist, die Rate nicht im normalen Monatshaushalt auszugeben.

Auch kann man sich als Eigentümer seine Immobilie deutlich individueller als der Mieter gestalten. Pedelecwerkstatt? Richte ich mir ein. Ebenerdige, gesicherte, trockene Abstellmöglichkeit für Pedelecs? Richte ich mir ein. Lastenrad unterstellen? Richte ich mir ein. Das ist also viel kleines, persönliches Glück dabei, das eher Gesundheit erhält als Krankheit bringt.

Zudem sterben Menschen nicht mit Erreichen der Pensionsgrenze. Heute kann man mit 80 Jahren noch fit und agil sein, dann verbraucht man grundsätzlich mehr Geld, weil man noch Freude an Dingen, Dienstleistungen und Reisen hat. Sollte es gesundheitlich doch blöd kommen, kann man sich die beste Therapie leisten. Denn die Immobilie ist Kapital. Man muss sie dafür nicht einmal verkaufen oder ausziehen, gibt auch Umkehrhypotheken, Leibrenten, Verkauf mit Nießbrauchsrecht....

Jetzt könnte man einwenden: Wenn ich miete, dafür aber entsprechende Beträge spare, bin ich auch sehr gut später aufgestellt. Stimmt. Entspricht aber nicht Lebenswirklichkeit. Macht in dem Umfang praktisch niemand.
 
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