New kind of kick.. BBS02 Fatbike

Dieses Thema im Forum "Umbau-Pedelecs" wurde erstellt von DerOlli, 12.06.18.

  1. DerOlli

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    Nach etwas MTB-Abstinenz und ausschließlicher E-Nutzung in Trikes und Velomobilen habe ich mich mal an ein Fatbike gewagt. Mission war es, ein E-Fatbike zu bauen, dass annähernd in der gleichen Liga spielt wie die Fertig-Bikes von Haibike, Cube, Specialized etc.
    Mit dem BBS02 nicht unbedingt superleicht da er im Standard nur für 68er / 73er Tretlager passt und die Umbauten auf längere Achsen schnell mal 250 € mehr kosten. BBSHD kam nicht in Frage, da ich es leicht und quasi legal haben wollte.
    Basis ist ein recht sportliches Fatty, das Bergamont Deer Hunter 8.0, welches bereits passend ausgestattet ist, tubeless fahren kann und recht leicht ist. Obendrein verkauft ein online-Händler es derzeit mit 50 % Rabatt.
    Der Motor kommt fertig umgebaut auf 100 mm Achse aus China, Aufpreis zur 73er Version war 50 €. Es ist ein BBS02 in 48 Volt Version, gezähmt auf 15 amp und gekappte Leistung. Warum das so ist erzähle ich später.
    Das große Problem beim BBS ist die fiese Kettenlinie bei Verwendung eines nicht gekröpften Kettenrades. Ich lege viel Wert auf gutes Klettern auch bei kleinem Tempo und fahre daher ein 32er Kettenblatt. Da muss man schon mal schauen, mit welchem Rahmen da eine gute Kettenlinie geht. Das Bergamont empfiehlt sich da sehr, da bereits die Original-Kurbel und damit das Kettenblatt recht weit aussen liegt. Störend war nur der Umwerfersockel, der musste etwa 3 mm gekürzt werden, damit der Motor ohne Spacer gut anliegt.
    Dennoch ist der Motor leicht versetzt, was aber nur 5 mm sind und nicht spürbar ist. Das habe ich schon schlimmer gesehen. Mit 10fach Kassette kann ich ohne Tricks alle Gänge auf Anhieb nutzen. Wenn ich das größte Ritzel nicht nutze, habe ich fast die gleiche Kettenlinie wie vorher. 32 zu 36 bei einer 12-42 Kassette sind völlig ausreichend selbst für brutalste Steigungen.
    Mechanisch funktioniert das also bestens. Da ich in etwa street-legal sein will und mit dem Rad eher technische Trails fahre, reicht mir eine stark gekappte Leistung und Pedelec-konformes Tempo aus.
    Der BBS02 kann sehr vieles - ihm fehlt aber für´s technische Fahren mit Tempo - und Lastwechseln die Drehmomentsteuerung. Ich fahre 3 Stufen, 20 %, 30 %, 40% und Unterstützung bis zur Maximalkadenz, super für Straße und gleichmäßiges Fahren am Berg. Für´s Trailen habe ich mir eine 4te Stufe gebaut, 30 % Power, aber gekappte Kadenz - das verhindert wirkungsvoll das "Hamstertreten". Auch im Vergleich mit einem Shimano-Steps fährt sich das ziemlich gut, wenngleich nicht so perfekt.
    Was gibt es sonst noch? Ein Fatbike mit Motor ist geil, man kann die irre Traktion bestens nutzen. Der Schwerpunkt wandert durch den Akku leicht nach oben, aber das ist auch bei den "Serien"-Bikes so. Die Akku - Befestigung am Flaschenhalter scheint stabil, ich unterstütze das noch mit 2 heavy duty - Kabelbindern. Die bekannt langen Kabelbäume lassen sich gut verstecken und werden bei Gelegenheit gekürzt. IMG_20180603_194017_resized_20180612_123355607.jpg
    Wer schon ein nettes Fatty hat, kann dies also recht simpel zum E-Fat upgraden.
     
  2. Einsamer

    Einsamer

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    Geile Sache! Aber was ist eigentlich "quasi legal" ?

    Mit den 750Wbei 48V ist der doch auch in Österreich und der Schweiz illegal, von der brd gar nicht erst zu reden, selbst wenn man die Leistung elektronisch begrenzt. Aber ich überlege selbst mir einen einzubauen. In der Bucht ist der z.Zt. mit 409€ vom Chinamann günstiger als der BBS01. Würde die volle Leistung dann natürlich nur an steileren Anstiegen nutzen und nicht bei über 25km/h, und ansonsten einfach darauf hoffen, dass die Ordnungsmacht in den nächsten Jahren sinnvolleren Beschäftigungen nachgeht als die Jagd auf übermotorisierte ebiker.

    Aber wenn sie einen doch kriegen gibt es für die imho nur legal oder illegal aber kein "quasi legal".
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.06.18
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  3. DerOlli

    DerOlli

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    "Quasi legal" heißt: Ich betreibe den Motor in einer Spezifikation, die kein besonderes Interesse der Ordnungsmacht erweckt - dieses wird insbesondere durch 50 km/h ohne Versicherungskennzeichen geweckt. Die pedelec-legalen 250 Watt beziehen sich übrigens auf die Dauerleistung, auch ein Bosch oder Shimano-Antrieb macht kurzzeitig deutlich mehr. Die Polizei ist natürlich keinesfalls unwissend, ich hatte bei einem anderen Rad mal ein Gespräch mit einem eher interessierten Beamten, der von mir wissen wollte, ob man den BBS über Dongle oder Software tunen kann - er war dann ganz überrascht, dass man das simpel über das Display macht und beruhigt, dass bei mir 27 km/h drin standen.
    Eindeutige Feststellung: Wer an "Erster-Gang-Rampen" immer noch 25 km/h fahren will, braucht auf jeden Fall 750 Watt oder mehr. Wer es dabei belässt, solche Spaßkiller mit 10 km/h im 3ten Gang zu fahren, dem reichen 250 Watt locker aus. Ich bin vor 2 Wochen den neuen Steps8000 von Shimano im harten Einsatz gefahren und war überrascht, was mit 250 Watt plus "Boost" alles möglich ist. Eins ist auch klar: Bafang hat die Motoren für Straßenbetrieb entwickelt, dort ist eine Motorsteuerung über mehrere Stufen und Kadenz sinnvoll. Für E-MTBs ist es ein prima funktionierender Kompromiss, sich einen Trailgang zu programmieren. Die neueste Motorgeneration mit optimierter Drehmomentsensorik liefert quasi auf Pedaldruck die gewünschte Leistung, das kann auch ein - illegaler - Gasgriff nicht mehr besser.
     
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  4. Hiasi

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    Meinst du damit, dass der BBS eine Drehmomentsteuerung bekommt, oder meinst du Shimano & Co.?
     
  5. Üps

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    Geschmacksfrage. Wenn ich gerade voll rein treten will, dann will ich nicht automatisch, dass der Motor volle Leistung bringt und mich daran hindert, Eigenleistung zu bringen und den Akku zu schonen. Das gleiche gilt umgekehrt: Wenn ich mich erholen will oder muss, bedeutet das noch lange nicht, dass der Motor ebenfalls Pause machen soll.
    Bekommt er wohl kaum, aber andere Motoren (Maxdrive) aus dem selben Haus oder Mittelmotoren von anderen Herstellern gleichen sich immer mehr dem Bosch an. Hoffentlich gibt es nicht bald nur noch Einheitsbrei.
     
  6. Klein Andy

    Klein Andy

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    Aber dazu hat man dann doch die Stufen? Wenn ich voll reintreten will und keine Motorleistung (bei mir meistens auf den letzten Kilometern Heimweg) stelle ich auf Null, da kann ich keuchen wie ein Ochse, der Motor macht nix. Vielleicht auch noch auf Stufe 1, da ist der Zuschuss vom Motor gering, auch wenn ich alles gebe. Andersrum: Stufen 3, 4 und 5, je mehr ich reintrete, um so mehr spürt man den Rückenwind. Ich finde das lässt sich gut dosieren, wenn man auf Stufe 5 lange Steigungen hochfährt und nur leicht tritt, gibt auch der Motor nur leicht Kraft dazu. Nur das der Motor alles macht und ich nix, das funktioniert eben nicht (pseudopedalieren).
     
  7. Üps

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    Das heißt dann auch, dass es in den Ebene nur aus gibt, aber keine gleichmäßig geringe Unterstützung.
    Oder dass ich am Berg nicht automatisch unterstützt werden kann, sobald ich eine von mir gewählte Kadenz nicht mehr halten kann.
    Und wo soll jetzt der alles entscheidende Vorteil gegenüber der selbstbestimmten Steuerung sein, wenn ich zwar nach wie vor rumklicken muss, aber letztlich nur mehr von der Elektronik bevormundet werde und Möglichkeiten komplett wegfallen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.06.18
  8. roger24

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    Wenn ich mit meinem Bosch einen Berg hochfahre, erhöhe ich die Trittfrepuenz und den Druck auf die Pedale. Der Boschmotor gibt mir automatisch mehr Leistung.
    Bin ich den Berg oben, nehme ich etwas Druck von den Pedalen und senken die Trittfrepuenz. Der Boschmotor nimmt die Unterstützung zurück. Alles ohne etwas zu verstellen.
    Beim BBS01 muss ich am Anfang vom Berg die Stromstufen hoch stellen und am Ende wieder runter.
    Wenn dann noch die Trittfrepuenz zu hoch wird nimmt er noch die Unterstützung zurück.
    Das fühlt sich total unnatürlich an.

    Rumklicken muß man also nur beim BBS.
     
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    Außer zum Stromsparen muss man beim BBS aber auch nicht klicken.
    Wie du schon gemerkt hast, hört er bei 90 rpm eh auf. Oder entsprechend früher, wenn man es programmiert.
    Ich kann mir eine Stufe programmieren, mit der ich 20% Steigung genauso bequem fahren kann, wie 0% oder -20%. Mehr als eine Gangschaltung braucht man dann nicht.
    Und warum klickst du beim Bosch nicht zum Stromsparen runter? Alle Bosch-Fahrer, die ich kenne, nutzen verschiedene Stufen und orgeln nicht dauernd auf Turbo rum.

    Klar: BBS muss man verstehen und passend programmieren. Auf den Bosch kann man sich drauf setzen und fast ohne jede Ahnung und ohne jedes Einlernen losfahren.
    Ist ein Vorteil, keine Frage. Aber keiner, der so alles entscheidend ist, dass nun wirklich jeder sagen muss: Ok, das muss jeder Mensch auf der Erde unbedingt so toll finden, dass er auf alle anderen Einstellmöglichkeiten verzichtet.
    Das ist genauso wenig der Fall, wie der Mittelmotor für jeden der optimale Motor ist, oder der Nabenmotor. Aber da gibt es ja auch genug Leute, die glauben, ihr System sei das Einzig sinnvolle für jeden. Ist es aber nicht.

    Oder kannst du mir sagen, was ich mit einem DMS-System ohne manuelle Eingriffsmöglichkeit wie dem Bosch (bin Yamaha, BionX und Xion gefahren, die ziemlich ähnlich sind) es erreiche, dass ich immer überall an und wieder zurück komme, immer genau so viel Unterstützung bekomme, wie ich haben will, nicht wie das System meint, es automatisch vorgeben zu müssen und wie der Akku dann auch hält, ohne dass ich zwischendurch komplett abschalten und ganz ohne Motor treten muss?

    Gibt es Geheimstufen, die ich nicht kenne, wo ich Geschwindigkeits- und Drehzahlbegrenzungen vorgeben kann, sodass ich immer dann, wenn ich es brauche, automatisch eine gleichmäßig schwache Unterstützung in der Ebene mit maximal 15% Leistung bekomme, um auch mit Motorunterstützung weite Strecken ohne merklich Akkuverbrauch zu fahren? Oder muss ich dann ständig an-aus-an-aus-an-aus schalten, um meine 0% bei Rückenwind, 5% in der Ebene und 15% bei Gegenwind zu erhalten für gleichmäßiges entspanntes Treten?
    Klar: Wenn ich in der Ebene 200 W Dauerleistung problemlos halten kann, dann kann ich auch ruhig ganz abschalten oder ständig zwischen 0 und 400 W Eigenleistung hin und her springen. Bioradler müssen das ja schließlich auch. Aber wozu habe ich dann einen Motor?

    Gibt es eine garantiert drehmomentstarke Stufe, mit der ich auch bei Erschöpfung, einem Asthmaanfall oder plötzlichem Herzrasen über den Hügel komme?

    Wenn kein Rezept gegen die Nachteile der fremdbestimmten Steuerung hast, dann macht es keinen Sinn, jeden zum DMS missionieren zu wollen.
     
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  10. roger24

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    Ich will überhaupt niemanden missionieren. Das überlasse ich dir, schließlich hast du ja die BBS Brille auf.

    Ich fahre beide Systeme, die meisten Km im Alltagsbetrieb mit dem BBS.
    Wenn ich eine Tour mache nehme ich mein Haibike.
    Wenn ich sportlich mit viel Eigenleistung fahren will ist der Bosch FÜR MICH die besser Lösung.
    Es ist auch ein Irrglaube von dir dass alle Boschfahrer nur im Turbo unterwegs sind. Ich fahre zum Beispiel ca. 85% im Ecomodus.

    Gruß Roger
     
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    Du solltest wirklich mal lesen, was die Leute schreiben und nicht einfach auf irgendwas völlig anderes antworten.
    Schon mein erstes Wort in meiner ersten Antwort war: "Geschmacksfrage."

    Auch hast du geschrieben, beim Bosch nicht die Unterstützungsstufe zu wechseln, nicht ich. Ich habe geschrieben, dass alle Bosch-Fahrer, die ich kenne, die Stufen wechseln.

    Offensichtlich konntest du keine meiner Fragen beantworten. Wohl weil es keine Lösung gibt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.18
  12. DerOlli

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    ..ich bezog mich bei Drehmomentsensorik auf die verfügbaren integrierten Motoren incl. dem Bafang Mid Drive.
    Ja, man kann dem BBS auch MTB-Manieren beibringen, das hat aber Grenzen. Für´s reine Uphill-Fahren ist das
    alles kein Thema, da reichen prinzipiell ein „ECO“ und ein „Standard“-Modus, je nach Steigung oder gewünschter
    Eigenleistung. Ich lasse den Motor da immer bis zur maximalen Kadenz unterstützen, den Rest macht die Schaltung.

    Ganz anders sieht es aus, wenn ein technisches Trail-Geländeprofil bergauf gefahren wird. Da braucht man die Kombination
    aus variabler Motorpower, schnellem Start und Stopp und einer direkten Verbindung zwischen anfordernder Stelle (Mensch)
    und liefernder Stelle (Motor). In solchen Situationen will man nicht mehr durch 9 Stufen klicken und die passende Stufe suchen,
    die Möglichkeiten einer Kadenzsteuerung sind da begrenzt, hier kommt es schnell zu dem Effekt, dass der Motor mehr schiebt
    als er eigentlich soll und den damit verbundenen Problemen
    Mein Kompromiss ist da simpel: Da ich eh auf solchen Strecken nicht schneller als 10 km/ fahren kann, lasse ich den Motor
    mit halber Kraft anschieben begrenze aber die Kadenz bei der noch unterstützt wird. Das funktioniert ziemlich gut. Ein Gasgriff kann das
    alles noch viel besser, der ist aber nicht legal und schlecht zu verstecken. Der "WorkMode" bleibt für mich undurchschaubar.

    Mit einem E-Enduro mit Steps8000 bin ich kürzlich mal sehr intensiv gefahren, dessen Steuerung im „Trail-Modus“ ist wirklich geil,
    der liefert exakt das, was man braucht, hat keinerlei Nachlauf und startet auf jeden ernstgemeinten Pedaldruck. Frühere Versionen
    waren da deutlich schlechter. Fazit: Drehmoment plus Kadenz plus Tempo sensorisch zu erfassen und den Motor entsprechend zu steuern
    ist durch optimale Programmierung des BBS nicht vollständig zu ersetzen, jeder muss selbst entscheiden, wie groß der Mehrwert für ihn ist.
     
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    Es gibt jemanden hier im Forum, der eine PAS-Freigabe für den Gasgriff gebastelt hat. Diese Kombination ist dann legal!

    Ansonsten gehe ich das Problem mit einer Stufe an, die mit 100% Strom schiebt, aber nur mit begrenzter Drehzahl. Allerdings reduziert der Motor dabei auch automatisch den Strom etwas. 100% KLeistung bekommt man also nicht. Damit kann ich schwierige Strecken einigermaßen fahren, sofern ich nicht 100% Motorkraft benötige.
    Mein Hauptproblem an MTB-Trails ist, dass die Übersetzung noch nicht genügt. Die Grenze ist bei mir bei 32 vorne, 34 hinten. Das reicht für sowas nicht!

    Sorry, der Post ist jetzt vielleicht etwas ungenau, weil ich eigentlich schon unterwegs sein müsste.
     
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  14. DerOlli

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    Ähnlich mache ich es ja auch, allerdings nicht mit Vollgas. Bei mir sind allerdings 32 - 42 noch fahrbar, damit geht natürlich richtig was.
    Das von mir getestete Haro Shift I/O 7 hat eine 38 / 42 Übersetzung, das ist schon ziemlich lang, man fährt trotz kräftigem Motor an wirklich harten Stellen mit sehr niedriger Trittfrequenz.
    PAS plus Gasgriff checke ich mal, klingt gut.
     
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    Um das nochmal zu vervollständigen: Ich habe bei mir die Stufe 0 "geopfert", um speziell an solch komplizierten Strecken kontrolliert langsam fahren zu können.
    Das heißt: Strom auf 100% (von 15 A) und Speed auf 75%. Das könntest du ja mal antesten, ob dir das auch bei deiner besseren Schaltungsüberetzung als Notlösung überhaupt etwas bringt.
    Bei mir hilft es, da das Rad mit 28" und 32:34 bei 100, 100 an solchen Trails zu stark schiebt. Andererseits fehlt mir bei 75% Speedlimit auch Drehmoment, sodass ich Steigungen am absoluten Maximum so auch nicht fahren kann. Ich habe allerdings neben der schlechten Schaltungsübersetzung auch noch mit geschätzt mindestens 40 Kilo Gewicht für Fahrrad+Gepäck zu kämpfen. Da du aber momentan ohnehin verminderten Strom fährst, dürfte das etwas geringere Drehmoment für dich ja kein Problem sein.
     
  16. DerOlli

    DerOlli

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    ..bei mir ist das Drehmoment tatsächlich weniger das Problem, das sieht bei 40 kg Gepäck natürlich etwas anders aus. Der 750 Watt Motor mit 48 Volt hat selbst bei 15 Amp noch ordentlich Druck. Die Kadenzbegrenzung habe ich ähnlich wie bei Dir, in Verbindung mit der Verwendung kleiner Gänge verhindert dies das "Überschießen" der Leistung.
    Das funktioniert aber ganz gut, es wird noch ein wenig dauern bis ich die für mich optimale Einstellung habe. Im Vergleich zu "out of the box" E-Fatbikes, die bei vergleichbarer
    Ausstattung alle ab 3500 € kosten habe ich für 60 % der Kosten eine vergleichbare Performance, was ganz ok ist. Es ist erkennbar keine Bastellösung, ich werde bei Gelegenheit den Kabelbaum auf Maß kürzen, das ist die einzige optische Baustelle.
     
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  17. Üps

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    Das ist das Schöne, wenn man das Ding fertig kauft und dann nur noch modifizieren muss: Der Kabelbaum ist schon ab Werk optisch vertretbar gemacht.
    Dass die Einstellungen vom BBS01 beim 48V BBS02 nicht 1:1 passen und von einem User auf den anderen auch nicht unbedingt, ist klar.
     
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  18. BOBAH

    BOBAH

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    Olli, wo hast du den Motor mit 100mm bestellt?
     
  19. DerOlli

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    Bei Cnebikes. Die haben einen ganz guten aftersales-service und versenden mit FedEx, was zolltechnisch simpel ist.
     
  20. DerOlli

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    Update nach 100o km im teils wirklich kernigem Trail-Einsatz:
    PAS plus Gasgriff habe ich verworfen, zu viele Hebel verderben den Spaß. Ich bin oft mit anderen E-MTBs zusammen gefahren, Shimano Steps und Bosch.
    Damit der BBS02 die gleiche Spitzenleistung am Berg bringt, sind etwa 18 Ampere am 48 V Akku nötig - das Maximum sind 25 A, reichlich Reserve.
    Der Motor ist weiterhin sehr leise, einmal habe ich das Lagerspiel korrigiert, bei der Gelegenheit noch etwas Fett reingepackt.
    Motorbefestigung hält bombenfest, keine Probleme aufgrund etwas kleinerer Bodenfreiheit - aber mit Aufsetzen der Kurbeln (170 mm). 152er Kurbeln
    aus China haben das sofort gelöst, für 29 €.
    Die Kadenzsteuerung fühlt sich im mittleren Leistungsbereich im Vergleich zur Drehmomentsteuerung der anderen Motoren ziemlich indirekt an,
    ich muss öfter zwischen 2 Stufen wechseln, um nicht zu stark angeschoben zu werden. Klarer Vorteil für Drehmomentsensorik.
    Wird es brutal steil, verwischt dieser Unterschied. Bereits recht früh liefert ein Steps - Motor die volle Leistung, er reagiert aber natürlich schöner auf
    wechselnde Last. Motorstart auf Pedaldruck ist Fluch und Segen zugleich bei Steps, mein Bafang hat sehr kurze Ab - und Anschaltzeiten, funktioniert
    auch ganz gut.
    Fazit: Würde ich ausschließlich technisch schwierige Uphill-Trails fahren, würde ich immer zum Drehmomentsensor greifen.
    Der BBS02 kann alles irgendwie ganz gut, wenn auch nicht super. Mir reicht das zur Überbrückung, bis eine Motorengeneration mit integriertem
    Getriebe gibt.
     
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