Haibike Neues Haibike: XDURO Fat Enduro Pro

Diskutiere Neues Haibike: XDURO Fat Enduro Pro im Bosch Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Bei meinem Streifzug durch die Haibike-Homepage bin ich auf einen schlecht gesicherten Entwicklungsbereich gestoßen. Ich konnte schnell ein paar...

Glücksrad

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Bei meinem Streifzug durch die Haibike-Homepage bin ich auf einen schlecht gesicherten Entwicklungsbereich gestoßen. Ich konnte schnell ein paar Screenshots machen, dann bin ich offenbar entdeckt worden und herausgeflogen. Aber, was ich da entdeckt habe, ist genau mein Traumrad (y). Ein komfortables Fat mit einzigartigem Design.

Hier die Screenshots:
Bild-1.jpg


Bild-2.jpg


Ich bin mal gespannt, wann das auf den Markt kommt.
 

rebecmeer

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Das Ding würde ich auch sofort nehmen, am liebsten mit HMI.:ROFLMAO:
 

Glücksrad

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Du bist doch nicht wieder heimlich am basteln ? :whistle: :D
So ist es. Ich hatte da so eine fixe Idee und außerdem ein paar Teile rumliegen. Und dann hatte ich jede Menge Spaß und Arbeit :).
Das Ding würde ich auch sofort nehmen, am liebsten mit HMI.:ROFLMAO:
Ja, ich gebe zu, die Intuvia ist schon ein Stilbruch. Zu viel modernes Zeug an einem Oldstyle-Rahmen. Aber ich könnte auch den Bosch-Urmotor mit der alten Softwareversion einbauen, den habe ich rumliegen. Mit HMI.
 

rebecmeer

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Kannst Du mir nicht zwei Motoren flashen?
Und dazu noch bitte das Spezialgetriebe!

Übrigens hätte an das Bike ne komplette MT 4 drauf gemußt. Kein Mix.
 

Glücksrad

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Nee, der Motor und das Getriebe ist schon fast ein Sammlerstück. In 20 Jahren bekomme ich dafür ein Vermögen ;).
Die Mischung aus MT2/4 ist dadurch entstanden, dass der Bremsschlauch der zweiten MT4 zu kurz war. Deshalb habe ich eine MT2 aus meinem Lager genommen. Das ging am schnellsten.

Edit:
Das Rad ist ja noch nicht fertig. Ich will die hintere Strebe noch lackieren, die Rohloff ist auch noch nicht drin und außerdem fehlen die Schutzbleche. Dann kommen die kleinen Optimierungen. Bei der heutigen Probefahrt war ich mit der Sensibilität des hinteren Dämpfers nicht zufrieden.
 

Glücksrad

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Ich glaub wenn das Dingen lackiert ist und fertiggestelllt sieht das nicht nur sehr geil aus, tolle Idee (y)
Leider werde ich die Schwinge weiß lackieren. Eine Schweißerei dieser Art ist eine heikle Sache, auch wenn ich es habe machen lassen. Bei einer weißen Lackierung kann ich Risse schneller erkennen. Wenn die Schutzbleche montiert sind, bekommt das Rad ohnehin einen ganz anderen Chrakter. Ich habe SKS-Bleche längs geteilt und eine Alu-Verbreiterung eingenietet. Damit sieht das Rad eher wie eine e-Harley als wie ein Fatbike aus.
Was hat der Aufbau ca. gekostet insgesamt?
Nur die Schwinge: 50 Euro für das Fräsen des verstärkten Lagers, 70 Euro für den Laserzuschnitt der Verstärkungsbleche, 50 Euro für das Schweißen. Das Fräsen und Schweißen kostet sonst erheblich mehr, aber die Leute waren total begeistert von meinem Vorhaben und haben mir echte Freundschaftspreise gemacht. Das restliche Material hatte ich da. Z.B. für den Richtrahmen zum Schweißen, der besteht aus alten Alu-Richtlatten.
Bild-1.jpg
Richtig teuer wurden die anderen Sachen. Laufräder, neue Vordergabel, Rohloff, ... . Das Fahrrad selbst hatte ich letztes Jahr als Reserverad einigermaßen günstig erstanden.
@Glücksrad Kann ich dir meine Hinterradschwinge schicken damit du sie umbaust :) Dann hätte mein alter Hai noch eine Zukunft.
Das ehrt mich :). Nur, das war schon viel Arbeit. Für den Winter ideal, aber jetzt beginnt die Saison wieder. Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie lange das hält. Ich konnte viel dazulernen und würde jetzt Einiges anders machen. Deswegen sehe ich eventuellen Rissen auch gelassen entgegen. Ein zweites gefrästes Lager habe ich schon herumliegen und viele neue Ideen ...
 
Zuletzt bearbeitet:

derb

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Hut ab, da steckt viel Arbeit und Zeit drin (y)(y)(y)
Ich hatte vorm FatSix sogar die gleiche Idee für mein 2012er Xduro, leider fehlte mir dann doch der Mut das durchzuziehen.

Zum Aufbau selbst hätte ich jetzt gedacht du nimmst beim Reifen gleich was mit aggressiveren Profil...

Bei dem Bike würde ich - wenns meins wäre - ein wenig Farbe ins Spiel bringen, irgendwas kräftiges wie Candy Rot / Orange, so wie in meinem Avatar würde natürlich auch gehen :D

Lass uns bitte am Aufbau und deinen Erfahrungen weiter dran teilhaben.
 

Glücksrad

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Ich hatte vorm FatSix sogar die gleiche Idee für mein 2012er Xduro, leider fehlte mir dann doch der Mut das durchzuziehen.
Dafür brauchte ich nicht nur Mut, sondern auch sehr viel Zeit. Vor mehr als einem halben Jahr kamen mir die ersten Gedanken. Dann war es ein ewiges Hin und Her wegen der vielen Unabwägbarkeiten und Risiken. Zum Beispiel die Kleinigkeit mit den Kurbeln. Passen sie oder passen sie nicht. Und als sie da waren, musste ich mit der Befestigung improvisieren, da sie Gewindegröße zum Festschrauben der Kurbeln beim Active/Performance eine andere ist als beim Classic. Ich musste die Kurbeln mit einer Gewindestange quer durch die Welle befestigen. Die Schrauben sind mit Schraubenkleber geklebt, damit sie sich nicht lockern.
Bild-1.jpg
Oder so Kleinigkeiten, dass ich zwei rechte Kurbeln geliefert bekam. Ich hätte sie umtauschen können, aber dann hat mich @wildtrak informiert, dass @Woppes zwei linke Kurbeln hat. Also haben wir getauscht und waren beide glücklich.
Wobei ich nicht allein war. Ich habe in einem kleinen Team gearbeitet (@wildtrak , @Manfred , @Mei , @tib02 , @HAI-toaster ), die mich viel unterstützt haben (y)(y)(y).
Zum Aufbau selbst hätte ich jetzt gedacht du nimmst beim Reifen gleich was mit aggressiveren Profil...
Das mit den Reifen wird sich so im Laufe der Zeit entwickeln. Mich berät dabei ein kleines Fahrradgeschäft, auf dessen Erfahrung ich vertraue.
Bei dem Bike würde ich - wenns meins wäre - ein wenig Farbe ins Spiel bringen, irgendwas kräftiges wie Candy Rot / Orange, so wie in meinem Avatar würde natürlich auch gehen :D
Farbe ist nicht so meine Stärke, ich bin schon mit dem Weiß der Hinterradschwinge nicht so ganz glücklich. Schwarz wäre mir lieber gewesen.
 

Glücksrad

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Möglich wurde der Umbau durch meinen durch einen Unfall demolierten weißen Hai. Der Rahmen hatte zwar Risse, die Schwinge war aber noch ok. So konnte ich an meinem Reservehai einen Schwingenumbau wagen, da ich im Falle eines Misserfolgs nur die Originalschwinge des Reservehais wieder hätte einbauen müssen und das Fahrrad wäre wieder ok. Alle hinzugekauften Teile (Gabel, Laufräder, ...) könnte ich wieder verkaufen und so den finanziellen Verlust in Grenzen halten.

Die größte Unsicherheit bei der Entscheidung zum Bau war die Frage nach der Haltbarkeit der umgebauten Schwinge. Die Haltbarkeit der von mir konstruierten Teile sah ich nicht als ein Problem, da ich die Materialstärke selbst bestimmen konnte. Nach einer Weile Materialstudium im Internet war ich sicher: die Haltbarkeit wird in jedem Fall geringer sein als vorher. Nur, um wieviel? Das konnte mir keiner so richtig sagen. Also habe ich der Einfachheit halber gehofft, dass es trotz der Schwächung noch hält. Außerdem scheint es so zu sein, dass sich eine Weile vor dem Bruch Risse im Lack zeigen. Deshalb werde ich die Schwinge weiß lackieren und engmaschig auf Risse kontrollieren. Wenn es dann Risse geben sollte, habe ich noch andere Lösungsmöglichkeiten.

Die zweite Unsicherheit bestand in der veränderten Geometrie des Fahrrads. Das umgebaute Rad ist für jeden Geometriefanatiker ein leuchtend rotes Tuch ;). Speziell die Anhebung des Rads um etwa 7cm. Nachdem ich mehr als ein Jahr mit meinem weißen Hai gut gefahren bin, der in der Geometrie vergleichbar unmöglich war, habe ich beschlossen, dass ich das Wagnis eingehen kann. Offenbar fehlt mir für derartige Unmöglichkeiten das Fahrgefühl :).

Also habe ich losgelegt und als erstes die Maße der Schwinge ausgemessen und in ein Zeichenprogramm übertragen. Dann habe ich die Schwinge zersägt.
Bild-1.jpg

Die nächsten Schritte erfolgten am Computer. Da konnte ich recht einfach die vorher ausgemessenen Schwingenteile zersägen und in die für den Umbau notwendige Position schieben. Das war die Basis für die Zeichnung der Verbindungsteile. Zur Kontrolle habe ich die Verbindungsteile auf selbstklebende Folie ausgedruckt, auf 3mm PVC-Platten aufgeklebt und zu einem Modell zusammengeklebt.
Bild-2.jpg Bild-3.jpg Bild-4.jpg

Mit diesem Modell bin ich zur Schweißerei gegangen und habe es mit ihnen durchgesprochen. Ergebnis, im Prinzip ja, aber ein Anschweißen an das Original-Schwingenlager
Bild-6.jpg Bild-18.jpg
ist nicht wirklich ratsam. Diese Risiko habe ich von vorneherein eingeplant und für diesen Fall einen Plan B zurechtgelegt. Ein Neubau des Schwingenlagers.
Bild-5.jpg Bild-19.jpg Bild-20.jpg
Das sah schon vertrauenswürdiger aus.

Als eine unendlich wertvolle Hilfe hat sich der Bau eines Richtrahmens aus alten Alu-Richtlatten herausgestellt. Er war ursprünglich nur für das Schweißen gedacht.
Bild-12.jpg
In Verbindung mit ein paar Anbauteilen war er unverzichtbar bei der Justierung der Schwingenteile untereinander. Für die Anpassung der Verbindungsstücke musste ich die Teile sehr oft ab- und anbauen. Ohne den Rahmen wäre das eine unmögliche Aufgabe geworden. Durch an dünnen Fäden angebundene Schrauben konnte ich die Schwinge und das Hinterrad millimetergenau justieren. Auch jetzt, im fertig geschweißten Zustand sitzt, das Rad einwandfrei gerade in der Mittelebene. Auch die Anschlüsse des Schwingen- und Wippenlagers fluchten sauber.
 

rebecmeer

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@Glücksrad

Du bist verrückt. Das kann nur noch von einem eigenen Rahmen getoppt werden.

Danke für Deine lesenswerte und gut bebilderte Dokumentation. Ein paar Kleinigkeiten werden wohl noch kommen.
So bekommt man einen Einblick was alles hinter einer solchen Konstruktion steckt, welche Schwierigkeiten auftreten können und welche Lösungsansätze Du hast. Spannender als ein Krimi.
 
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