MXUS XF18 Frontmotor dreht durch...

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bjp

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Hi,

ich habe einen MXUS XF18 [2,5 kg) im Vorderrad, der dreht sporadisch durch, will heissen: Motor dreht hoch, treibt aber nicht an.
Nach ein paar Versuchen klappt es meistens, besser, wenn man mit niedriger (Stromstufen-) Leistung beginnt.
Hat er gegriffen, kann man problemlos mit der Leistung hochgehen.

Was kann das sein, wo muss ich suchen ?

Gruss, Bernd

Den Motor hat @schulerw als Heckmotor 2017 vorgestellt, ich bin so dreist und verlinke seine Fotos (Danke !).








 

didi28

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ich habe einen MXUS XF18 [2,5 kg) im Vorderrad, der dreht sporadisch durch, will heissen: Motor dreht hoch, treibt aber nicht an.
Da verklemmt sich dann der Walzen-, Rollen- oder Klemmstückfreilauf, auf Dauer hilft da meistens nur ein Austausch des Planetenträgers, darin ist der Freilauf integriert.

Du kannst aber auch mal versuchen den Planetenträger zu zerlegen (meistens sind die allerdings vernietet, aufbohren und neu vernieten ist nicht jedermanns Sache), kann sein, dass es nur an zu viel Fett im Getriebe liegt, von dem was in den Freilauf gekommen ist und diesen verklebt. Und vielleicht hilft ja auch den kompletten Planetenträger in Benzin legen und danach irgendwie dünnflüssiges Öl einbringen. Alles in allem ist ein neuer Planetenträger meistens die effizienteste Lösung.
 

RUBLIH

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Die Freilaufe arbeiten ohne Sperrklinken ?
Da gibt es keine Zähne in denen eine Klinke fällt und sperrt - die Freiläufe basieren auf auf Reibung und "Keilwirkung"

Nennt sich dann Walzen oder Rollenfreilauf....

Fett löst sich hervorrgend in Benzin - einen Tag oder zwei in Benzin lagern, sollte das Fett auswaschen. Anschließend muß man da irgendwie eine Schmierung wieder einbringen - fressen darf der Klemmfreilauf auch nicht. Geht einher mit rheoplexem Fett - dazu gibt es ein paar Überlegungen im Forum bei einigen Motoren - Keyde, Tongxin, Xiondga - alle die zur Funktion auf Reibung dringend angewiesen sind. Problematisch ist das Klemmen bei kleinen Durchmessern. Bafang hat das beim G311 ebenso erkannt und den Freilaufdurchmesser maximal vergrößert - so wie Aikema das schon lange tut.

Dieser braune Ring - 2. Bild - ...
Aus Automatikgetrieben in denen einige Klemmfreiläufe werkeln kenne ich das dieser eingepreßt ist. Wenn man den entfernen könnte, wäre eine Inaugenscheinnahme eventuell möglich ???
 
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bjp

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Erste Fotos,
die Achse muss man ja vermutlich aus dem Motordeckel herausschlagen.
Mit Kunststoffhammer ist es mir bisher noch nicht gelungen (in der Hand haltend).

Rest morgen, Motor ist noch kalt von draussen und das Gästebett muss momentan als meine Werkstatt herhalten. Etagenwohnung halt...

Danke an allen Input oben !

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bjp

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Ok, Deckel über die Bremsscheiben-Gewindebohrungen abgedrückt.
Dadrunter hier das, sieht wie ein Kugellager aus.
Motor ist schrägverzahnt, eine Lagerung für axiale Kräfte ist ja vielleicht erforderlich (Schulterkugellager ?).

Oder ist das schon der Freilauf ?
Denn im unteren Bild sieht man nix von Sperrklinken, Sperrkugeln oder Sperrklötzen.....

Mir fehlt ein Abzieher für den Planetenträger....



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bjp

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Nee, hatte ich nicht gelesen. Jetzt aber.
Der Deckel ist ja noch dran, siehe Foto.
Er geht auch nicht einfach runterzunehmen.

Aber Fehlerbild von Plauzi stimmt überein.
Gestern vor Ausfall auch ein lauteres knarzendes Geräusch, als wäre eine der kleinen Federn dazwischengekommen.

Der Motor ist zwar drei Jahre alt, aber erst seit 2 Monaten im Einsatz und bisher vielleicht 500 Km gelaufen.

Es gibt ihn auch nirgends mehr zu kaufen.
2017 vorgestellt und 2017 eingestellt. Rohrkrepierer 🙁
 

bjp

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Deckel vom Freilauf (?) mal abgenommen.
Sieht eigentlich ganz ok aus und eher wie ein Lager.
Ein Lager kann an der Stelle ggf. Doch erforderlich sein, da der Motor schrägverzahnt ist. Hat eine Getriebeübersetzung von 8,28.
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Stuggi Buggi

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Teste es doch mal aus.
In die eine Richtung sollte sich der Planetenradträger drehen lassen gegen die Achse.
In die andere Richtung nicht.

Im Antriebsfall steht der innere Teil gegen den Äußeren fest. Da ist keine Lagerfunktion mehr vorhanden.
Und in Freilaufrichtung werden keine Kräfte übertragen.
 

bjp

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klar, habe ich schon.
Ist so. Funktioniert im Handbetrieb In eine Richtung, nicht in die andere.
Die Kugeln sind unbelastet leicht drehbar, also kein Lager sondern Freilauf.
Wenn er sperrt sind allerdings nur 2 oder 3 Kugeln gebremst, der Rest lässt sich trotzdem drehen. Schiebe ich auf fehlende Präzision oder so....., oder vielleicht ist das schon der Fehler, dass eben ein paar nicht mehr funktionieren.

Irgendwo müssten doch Federchen stecken. Von aussen sehe ich nix, im Innenring wäre aber viel Platz.
 

Stuggi Buggi

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Ja, die eigentliche Sperrfunktion sitzt tiefer oder dazwischen. Erkennen kann man so nicht viel davon.

Was mir jetzt auf den ersten Blick nicht gefällt: Das Teil ist gefettet.
Wird Fett mit der Zeit zäher und "pappig", dann funktionieren solch mechanische Freiläufe unter Umständen unzuverlässig.

Wenn man den Freilauf nicht so einfach weiter zerlegen kann, dann würde ich z. B. mal testweise versuchen das Teil mit Entfetter zu reinigen. Siehst ja im Prinzip sofort ob dadurch noch mehr von den Kugeln "klemmen". ;)
 

bjp

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Genau das hatte ich mir auch überlegt. Ausgefallen ist es bei Temperaturen von 3-5 Grad. Das kann tatsächlich von schwergängigem Fett kommen.

Aber er ist werksseitig gefettet, gehört wohl dahin.
Daher vielleich ein Fett/Öl verwenden, was bei Minusgraden nicht fest wird, sondern weich bleibt. Nur welches ?

Ob da tatsächlich Federn drin sind oder das nur über Schwerkraft / Fliehkraft sperrt, weis ich nicht. Die Kugeln lassen sich sehr leicht mir dem Schraubenzieher drehen, nicht so, als wären sie Federbelastet.

Tendiere eher dazu ein paar tropfen 5w40 Synthetiköl dran zu tun.
Komplettausbau fehlt mir ein Abzieher und kann ich jetzt sowieso nicht machen. Da schadet der Ölversuch vielleicht nicht....
 
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Stuggi Buggi

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Ohne zu zerlegen wirst eh nicht das ganze Fett raus bekommen. Zumindest etwas "angedünntes" Fett verbleibt sowieso. Dies dürfte zur Schmierung und als Korrosionsschutz fast ausreichen. Würde da bestenfalls mit einer geringen Menge an dünnflüssigem Öl den Freilauf noch nachbehandeln.
 

bjp

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Ich will das Fett (jetzt) nicht herausbekommen, sondern bei Minusgraden dünnflüssiger haben. Daher die Überlegung, dünnflüssiges Öl hinzuzufügen. Soll sich dann vermischen und die Viskosität insgesamt senken.

Die Betriebsanleitung von Rollenfreiläufen schreiben bestimmte Ölqualitäten bei verschiedenen Temperaturen vor. Siehe Hier (PDF) bei lamb.de

...werde berichten!
 
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Stuggi Buggi

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Musst da halt schauen in wie weit es Sinn macht das Fett dort zu belassen. Der Freilauf selbst kann jedenfalls keine große Menge an Öl halten. Im Freilauffall hat man sofort eine Zentrifugalkraft welche das Öl nach außen an die Gehäuseinnenwand drückt. Zurück bleibt nur eine sehr kleine Menge aufgrund der Oberflächenhaftung. Diese vermischt sich mit dem vorhandenen Fett und wird dadurch langsam "eingedickt".

Frei nach Motto: Versuch macht klug. ;)
 

RUBLIH

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Klemmen wird mit Fetten @Schwipp mit "erhöhtem Traktionskoeffizienten" erreicht. Ich nenne das Verhalten mit einem Begriff aus der Tribologie rheoplex. Das meint, unter hohem Druck erhöht sich die Viskosität ;)

Öle werden zumeist als gut, mit möglichst geringem Traktionswert beschrieben. Diese spezielken Fette/Öle finden Anwendung, wo Reibung das Wirkprinzip darstellt. Da wo Energie nicht über Verzahnungen, sondern Reibung transportiert wird.

Mir erschließt sich nicht, wie die Kugeln funktionieren, irgendwo muß ein Keil sein, wo diese hochlaufen und zum Klemmenn führen. Dazu müsste jede Kugel "individuell" also unabhängig der anderen federbelastet sein. Rohrkrepierer bei so einem Freilauf, gut möglich/vorstellbar.

Die Reibflächen bei rotierenden Kugeln wären wenig zweckmäßig, sieht ja eher wie ein Lager aus ????
 

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Also, hab jetzt gefühlt 15 Tropfen 75w90 Getriebeöl dran.
Die Fettspuren/Berge auf den Kugeln sind weg, alles durchs Öl eingeebnet. Der Freilauf manuell ausprobiert ist richtig "snappy", schlägt also sofort an. Hier ist es aber auch 21 Grad.

Einbau am Rad folgt....
 

bjp

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Läuft, sanft und leise. 😀

jetzt mal sehen wie es bei kaltem Motor morgen früh aussieht.
 
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