Motorisierte Gewalt

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von flavor82, 22.08.17.

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  1. flavor82

    flavor82

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    Hallo,
    ich habe bei der ehrenamtlichen Zeitung FahradZukunft einen interessanten Artikel gefunden, den ich gut geschrieben finde. Deshalb will ich ihn euch nicht vorenthalten. Viel Spaß beim lesen (y).

    http://fahrradzukunft.de/25/motorisierte-gewalt/

    Gruß
     
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  2. Flatratte

    Flatratte

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    Ich kann das Gejammere net lesen, hab's immerhin versucht.

    Das weiße Fahrrad dagegen ist sehr interessant. Habe auch schon ein solches gesehen. Letzeres stand an einer Durchgangsstraße mit Abbiegemöglichkeit an der Stelle. Anscheinend wurde da von einem Abbieger ein auf dem Fahrradweg parallel fahrener Fahrradfahrer getötet. Das weiße Fahrrad war ein deutlicher Hinweis darauf und hat hoffentlich den einen oder anderen nachdenklich gemacht. Schade, daß es in den letzten Tagen entfernt worden ist. Der Platz ist eine gemeine Radfahrerfalle.

    Gruß
    flatratte
     
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  3. _Willy_

    _Willy_

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    (y)

    Zum Glück ist es keine richtige Zeitung - wäre schade um das Papier.

    LG Willy
     
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  4. schmadde

    schmadde

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    Ich finde, dieser Artikel fasst den Status Quo präzise und ohne Vorurteile zusammen. Fand das alles recht passend beschrieben.
     
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  5. RainerWH

    RainerWH

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    Ich hatte keinen Spaß beim Lesen.
    Der Author scheint ja von diesem Gender-Kokolores sehr überzeugt zu sein. Insgesamt 33 Mal findet es der Schreiber wichtig mit "Wörtern" wie Radfahrer*innen, Autofahrer*innen und Unterstützer*innenkreis die Deutsche Sprache zu vergewaltigen. Normalerweise lese ich so einen Quark erst gar nicht. Dann fährt er aber schweres Geschütz auf und schreibt sich mit dem von ihm erfundenen "Begriff" "Motorisierte Gewalt" so richtig in Rage. Seine Argumente sind Aneinanderreihungen von Substantiven und Verben wie "motorisierte Gewalt, Nötigung, Zwang und Druck", "gegängelt, drangsaliert, getötet, verstümmelt", "zurückdrängen, bekämpfen, eindämmen", also dramatische Überhöhung von realen Vorgängen.
    Dabei sind ja die von ihm geschilderten Probleme nicht zu leugnen. Aber Formulierungen wie: "Motorisierte Gewalt ist allgegenwärtig und doch merkwürdig unsichtbar" sind einfach unterirdisch und lassen mich doch am Geisteszustand des Schreiberlings zweifeln. Und nun die von ihm vorgeschlagene Lösung aller Probleme: "Wir brauchen eine Stadt der kurzen Wege, die es Menschen ermöglicht, ohne Auto zu leben." Gääähn! Super und originelle Idee. Machen wir es doch wie Nero und brennen unsere Städte ab.
    Solche hyperventilierende Fahrrad-/Pedelec-Enthusiasten braucht niemand. Sie dienen der Sache nicht und sorgen nur für (vermutlich politisch gewollte) Konfrontation zwischen den Interessengruppen und sind letztlich kontraproduktiv. Solche Leute sollte man fragen, was sie denn ganz konkret vorschlagen um z.B. ihr Stadtgebiet für Radfahrer besser zu gestalten. Das ist dann aber wahrscheinlich zu banal.

    Gute Fahrt
     
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  6. flavor82

    flavor82

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    Ich habe neulich eine Doku über Straßenrennen gesehen (glaube lief auf ZDF Info) und da wurde gezeigt, wie jetzt in Köln gegen Auto-Straßenrennen vorgegangen wird. Ich finde da passt oft das Strafmaß einfach nicht. Da wurde ein Sprinter gezeigt der mit 80 durch die Stadt gefahren ist und beinahe ein Fußgänger überfahren hätte sowie ein Radfahrer von der Straße gehupt hat, woraufhin er angehalten wurde. Er kam mit mehr oder weniger einem "Dududu" davon (Bußgeld für zu schnelles fahren, bekam er). Danach haben sie einen angehalten, weil er ein Sportfahrwerk eingebaut hatte (sonst nix). Dem haben sie dann vor Ort das Auto stillgelegt und abgeschleppt. Ich finde die Verhältnismäßigkeit passt da oft nicht zusammen. Wilde Sau mit dem Auto spielen bleibt so gut wie ungestraft, sich nicht dem deutschen Amtsschimmel anpassen = Höchststrafe ;)

    Gruß

    "Motorisierte Gewalt" =ClickBait
    Ein bißchen Provokation gehört doch dazu :cautious:
    Mit dem Gender-Mist kann ich auch nix anfangen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.08.17
  7. RainerWH

    RainerWH

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    @flavour82
    da gibt es anscheinend endlich ein Umdenken:
    https://www.tagesschau.de/inland/autorennen-strafe-raser-103.html

    Wenn jetzt noch aus "fahrlässiger Tötung" "Mord" wird, dann finde ich das völlig OK. Jemand der mit seinem Auto Menschen tötet und anschließend seine beschädigten Alu-Felgen beklagt gehört weggesperrt. Das sind aber eben keine Leute die ihr Auto benötigen um zur Arbeit zu kommen, das sind Idioten denen es anscheinend egal ist, was sie mit ihrem Verhalten anrichten.
    Ich merke gerade das ich mich aufrege. Deswegen Schluss für heute.
    Gruß
     
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  8. Flatratte

    Flatratte

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    Das prickelnde an der Geschichte ist doch, das sind 'Jugendliche', Besoffene etc., aber auch wir selbst, sobald wir in ein Auto steigen!

    Rücksichtsloses Fahren und fadenscheinige Motive dafür. Aggressives Potential in der Gesellschaft wird durch durch die Auto-Technik der Dämpfung und Filterung beraubt.

    Vielleicht sollten wir auf Pedelec-Tretautos zurückrüsten, bis wir reifer geworden sind.

    Das Prinzip 'ich, jetzt sofort und das schnell' ist jedenfalls fekalisch.
    *find*

    Gruß
    flatratte
     
  9. BikeAlex

    BikeAlex

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    Und das ist auch das Problem warum sich in Zukunft nichts ändert wenn sich genau das auch
    nicht ändert. Unserer Länder sollten in Bezug auf das Strafmaß mal schauen wie es die Norweger
    oder Dänen machen. Da würden selbst unsere deutschen Evil Knievel vernünftig werden. Die
    veranstalten nicht so einen Kindergarten wie wir. Da braucht es keinen Blitzermarathon!

    Grüße
    Alex
     
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  10. Boerni556

    Boerni556

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    Quergedacht. Finde ich gut. Ob er Recht hat? Keine Ahnung. Gibt auch Radler, die Regeln brechen oder Fussgänger erschrecken. Gewalt ist eben überall. Leider.
     
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  11. Slingchiller

    Slingchiller

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    Ein Cute 100 im Vorderrad
    Wieder ein Grund,Radwege auf die Straße zu verlegen.
    Die meisten Abbiegetoten liessen sich dadurch vermeiden.

    Mfg
     
  12. flavor82

    flavor82

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    Ist wsl. richtig, ändert aber leider nix an der Tatsache das es den meisten gefühlt auf der Straße zu gefährlich ist. Ich denke jeder der regelmäßig auf der Fahrbahn fährt wurde schon mal angehupt, geschnitten oder bedrängt.
    Zudem kommt manch einer Berge, mit dem motorlosen Fahrrad, <10km/h hoch und neben ihm rauschen sie dann mit 50 (eher 60) an einem vorbei und versuchen ob der Verkehrsfluss es zulässt oder nicht einen auf Teufel komm raus zu überholen. Ist halt nicht jedermann Sache, mich stört es nicht. Ich fahre in der Regel sogar lieber auf der Fahrbahn als auf einen schlecht ausgebauten Radweg. Durch das Pedelec kann man aber auch wesentlich besser im Verkehr mitschwimmen als mit dem motorlosen Bike.

    Gruß
     
  13. Rhaegar

    Rhaegar

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    Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von Fahrradwegen auf der Fahrbahn. Zumindest nicht von den kleinen Streifen, die man aktuell vorfindet. Mag sein, dass statistisch so weniger Unfälle passieren, aber a) habe ich selbst auch schon am eigenen Leib der Statistik widersprochen und b) mögen Autofahrer getrennte Fahrradwege weniger im Blick haben, mir als Fahrradfahrer bleibt aber in der Regel mehr Zeit zum Reagieren. Und das ist mir persönlich lieber, als mich auf eine Statistik zu verlassen. Dazu kommen dann noch so Aspekte, wie Autofahrer die den Fahrradweg mitnutzen, Vorbeigequetsche, das Gefühl mitten in den Abgasen zu fahren etc.
     
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  14. stan

    stan

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    Nach kurzer Lektüre habe ich von dem m. E. populärwissenschaftlichen Artikel einen ausnehmend positiven Eindruck, gerade auch weil er eine klare Meinung vertritt. Das Gegendere interessiert mich nicht, der Schreibstil gefällt mir.
    Man merkt, dass der Autor den Begriff der Strukturellen Gewalt sicher in Anschlag bringen kann.
     
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  15. Macke

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    Naja ich finde dass die Jüngsten Aktionen des IS doch dieses Thema (wenn auch etwas anders) deutlich sichtbar machen.

    Traurig wie es sich anhören mag, aber die haben das Auto mittlerweile eben als "Waffe" im wörtlichen Sinn für sich entdeckt und dessen Potential als solche deutlich gemacht.

    und das fand ich auch sehr treffend: "Und die motorisierte Gewalt beeinflusst uns von Kindesbeinen an. Lauf nicht auf die Straße. Geh nicht auf der Straße. Geh nicht allein zur Schule. Draußen ist Gefahr. Der Park ist okay. Drinnen ist gut. Riegel, Leine. Der öffentliche Raum als Todeszone. Kinder unter Daueraufsicht. Auf der Rückbank. Weggeschlossen"

    Wir wohnen neben einer Bundesstrasse, und meine kleinen kann es einfach nicht verstehen warum Papa immer etwas lauter wird wenn sie einfach (aus kindlicher Freude heraus) los-Springen will.
    Na gut, sie hat sich daran gewöhnt mir die Hand zu geben und weiß: dann darf sie, aber ganz ehrlich: sie wird das lange nicht verstehen können. un mir tut es im Herzen weh wenn ich sie wegen sowas ermahnen muss :(
    --- Beitrag zusammengeführt, 24.08.17 ---
    Ach ja, NAchtrag: in Freiburg ist halt nicht genügend Platz für ALLE Radfahrer :D :D
     
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  16. lusi22

    lusi22

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    Das grösste Problem benennt er meiner Meinung nach recht genau "kilometerlanger Autofriedhöfe". Nichts Anderes sind doch unsere Städte, 99% der Autos stehen im öffentlichen Raum, verschwenden damit sinnvoller nutzbaren Verkehrsraum und behindern die Sicht.
    Mein Rezept würde so aussehen:
    -Wohngebiete durch Einbahnstraßen und Sackgassen für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen
    -Parken Innerorts nur noch auf privatem Grund, Ausserorts P&R an Einfallstrassen anbieten
    -Durchgangsstraßen baulich von Geh-/Radwegen trennen, 70km/h erlauben und für grüne Wellen sorgen
    -Auf Nebenstrassen anstatt Ampeln aller 200m Fussgängerüberwege, dazu Kreisverkehre und gleichrangige Kreuzungen
    -In Wohngebieten keine getrennten Verkehrsräume mehr und alle Wege darin generell als "Spielstrasse" ausweisen.
     
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  17. Eule

    Eule

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    Ich finde es völlig unangemessen einen Keil zwischen Rad- und Autofahrern zu treiben. Zumal die meisten wahrscheinlich beides sind. Autofahrer sind mir als Verkehrsteilnehmer lieber als Fußgänger, da sie sich an Regeln halten und berechenbar sind. Die Fahrt auf dem Bürgersteig ist deshalb auch problematischer als die Fahrt auf der Straße.
     
  18. Rhaegar

    Rhaegar

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    Ich halte den Artikel für ziemlichen Käse, dazu noch verschwurbelt geschrieben. Ersetzt man das Auto in den ersten Absätzen durch "eBike" oder ein beliebiges anderes Fortbewegungsmittel, bleibt die Aussagekraft genauso. Alles ziemlich beliebig.
     
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  19. Fraenker

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    Er schreibt halt für ein ganz bestimmte Klientel. Die ist übrigens auch hier im Forum vertreten. Radikalismus war schon immer kontraproduktiv, unabhängig von der Ausrichtung. Leider fallen viele auf sowas rein.
     
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  20. flavor82

    flavor82

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    Dann ergibt der Artikel (oder der erste Absatz) absolut keinen Sinn mehr, sorry.
    Man darf wohl Probleme bzw. Sachverhalte noch beim Namen nennen ohne gleich als extrem zu gelten. Radikalismus wird es erst, wenn man anfängt extreme Positionen zu vertreten . Wie z.B. Todesstrafe für drängelnde Autofahrer. Was hier niemand tut, weil die meisten (mich eingeschlossen, wenn auch selten) ja auch Autofahrer sind.

    Gruß
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.08.17
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