Moderne Mobilität in der Stadt

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Fraenker

Fraenker

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Ich wiederhole das gerne
Wir wissen alle (nicht erst durch dich), dass ein Auto eine grössere Masse besitzt. Aber diese Gefahr wird ja nicht geringer, indem man aufgrund eines Hype eine weitere unnötige Gefahr hintufügt.
Erst Fahrspuren wegnehmen und dann wird das auch was mit der Verkehrswende.
 
mawadre

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Erst Fahrspuren wegnehmen und dann wird das auch was mit der Verkehrswende.
Gute Idee. Die rot/grüne Stadtregierung hier in Zürich macht das seit Jahren mit langjähriger Unterstützung ihrer Wähler. Autospuren reduzieren, Zebrastreifen und Kreisverkehre anstatt Ampeln. Wenn Ampekn, dann nur sehr kurze Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer. Generell eine Verkehrspolitik, dass Autos nicht Vorrang haben. Besucher der Stadt sind auch oft überrascht, wie wenig Autoverkehr es im Verhältnis zur Größe und Bedeutung der Stadt gibt. Aber für Anwohner ist es immer noch mehr als genug.

Größere Städte haben ja häufig eine weniger konservative Wählerschaft als das Umland. Da könne sich einige Städte noch mehr trauen, etwas in der Richtung zu tun.
 
flavor82

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Bin zur Zeit in Frankreich. Gestern waren wir in Lyon. Dort gibt es jede Menge Elektroroller. Die meisten die ich gesehen habe waren von Bird oder von Lime. Die Roller wurden rege genutzt auch von älteren Menschen. Also von Kinderspielzeug kann eigentlich keine Rede sein. Auch haben sich die Roller gut in das Verkehrsgeschehen integriert. Von rücksichtlosen verhalten habe ich nicht viel mitbekommen. Obwohl die Roller auch auf Gehwegen gefahren sind.
Mich persönlich hat allerdings der Vandalismus gestört. Des öfteren Lagen die Roller einfach auf dem Boden oder einer wurde über einen Zaun geschmissen. Habe ich bei den Leihfahrrädern leider auch schon oft gesehen.
Gut fand ich auch ein Mercedes Fahrer. Er hielt auf einem Park & Ride Parkplatz holte sein Monowheel raus und fuhr damit los. Für diese Anwendung wäre es für mich auch interessant, damit man mit dem Auto nicht bis in das Zentrum vor muss.
Wären wir ohne Kinderwagen da gewesen, hätte ich mir auch ein Roller geliehen und mir die Metro-fahrt erspart.
Gruß
 

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mawadre

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Der Bedarf nach Mobilität in oder auch in die Stadt wird nicht weniger. Der berühmt-berüchtigt "deutsche Fachkräftemangel" (der oft eigentlich nur wie üblich ein Mangel an ordentlicher Entlohnung ist) scheint nur auf dem Land und bei kleineren Firmen wirklich akut zu sein:

Kleinere oder mittlere Firmen in Großstädten mit mindestens 100.000 Einwohnern scheinen erfolgreicher im Wettbewerb um knappe Fachkräfte zu sein. Sie zögen häufiger Arbeitnehmer aus anderen Regionen an, heißt es in der Studie. Ein Grund sei der Standortvorteil: "Städte sind für viele Arbeitnehmer attraktiver."
Studie: Weniger Probleme mit Fachkräftemangel in Großstädten
 
Tomcat1960

Tomcat1960

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Vernetzung wird wohl kaum ohne Umsteigen funktionieren. Wenn die beteiligten Verkehrsmittel gut getaktet und zuverlässig sind, wären sicher auch viel mehr Menschen bereit, sie zu nutzen. Einmal mehr müssten dafür die Städte aber vom Autoverkehr entlastet werden.
 
Oliver1

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Weshalb muss den immer alles super modern sein es geht doch auch anders!
Die sind doch ohne moderne Technik schon viel weiter als wir es jemals sein werden. :) ;)
 
mawadre

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Vernetzung wird wohl kaum ohne Umsteigen funktionieren. Wenn die beteiligten Verkehrsmittel gut getaktet und zuverlässig sind, wären sicher auch viel mehr Menschen bereit, sie zu nutzen.
Hierzulande gibt es das alles schon. Aber ich gehöre trotzdem zu den Leuten, die lieber nicht im ÖV unterwegs sind. Mir ist schon immer das Radfahren in der Stadt lieber gewesen. Ich hasse Fahrpläne, hinterherrennen, Taktzeiten, Verspätungen, Umsteigen, Anschlüsse verpassen, keinen Platz bekommen, gehetzte, gestresste, müde Pendler usw. Es gibt sicher noch ein paar mehr Menschen, denen es so geht wie mir. Ein guter Freund hat einige Jahre in London mit auch sehr gutem ÖV gelebt. Er ist lieber mit dem langsameren Doppeldeckerbus zur Arbeit gefahren als unter der Erde mit der schnelleren U-Bahn unterwegs zu sein.
 
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flachlandbiker

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Meine Tochter und deren Freund (beide Mitte zwanzig, berufstätig, Fahrradnutzer und -sportler) haben neulich in Lübeck die Roller von voi getestet. Fazit: siehe oben
M.E. haben die Teile nichts mit grüner Verkehrswende zu tun, sondern sind eine (teure) Spielerei für Touristen. Für 10 min Fahrt ist man 2,50 Euro los, der "Fahrtbereich" ist eng begrenzt. Und dann werden die Roller von "selbständigen Unternehmern" abends mit Autos eingesammelt, aufgeladen und morgens an bestimmten Stellen wieder bereitgestellt. Ich bezweifele, dass das einen Beitrag zum klimafreundlichen Verkehr ist. Kaum jemand wird dadurch eine Autofahrt ersetzen. Der ein oder andere wird mit dem Scooter fahren, anstatt einen Bus zu benutzen. Einige wären sonst zu Fuß gegangen. Der Rest sind "Spaßfahrten". Ich vermute, es wird nur wenige (Groß-)städte geben, wo das Geschäftsmodell langfristig aufgeht.
 
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ziltoid81

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. Für 10 min Fahrt ist man 2,50 Euro los,
Die Firmen wollen halt verdienen und da schnell E Schrott anfällt (was man so liest) , muss man das natürlich monetär kompensieren.
2,5€ für 10min ist schon hart.
Da gibt's in den Öffis ja billiger Wetterschutz und evtl. nen Sitzplatz.

Warum werden die Dinger eigentlich nicht flächendeckend geklaut und zerlegt?
Nicht, dass ich das wem wünsche, aber in den meisten Städten kann man nichtmal ein ranziges Rad stehen lassen.
Mich wundert, dass man da noch recht wenig liest.
Wenn dann geht's um Kontrollen, Spassfahrten, Vandalismus und Besoffene.
Ein paar flogen wohl schon in angrenzende Gewässer, aber das ist ja sinnfreier Vandalismus.

Das Verleihprinzip ist in meinen Augen viel zu teuer, selber einen besitzen dürfte deutlich kosten und umweltgünstiger sein, bei entsprechend sinnvoller Nutzung.
 
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E-Strampler

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Das Verleihprinzip ist in meinen Augen viel zu teuer, selber einen besitzen dürfte deutlich kosten und umweltgünstiger sein, bei entsprechend sinnvoller Nutzung.
Ja, und da sind wir an einem Punkt, wo wir keine Antworten erhalten werden. Hier im Forum wird sich kaum einer privat so ein Gerät zulegen. Damit bekommen wir keine verwertbaren Aussagen.
Was soll's, Leihgeräte bleiben eine Nischenanwendung für Touristen und "ich will mal Spaß", zumal man sich die Teile in seiner Umgebung auch noch suchen muß. Stehen ja höchstens frühmorgens mal an bekannten Stellen. Spätestens nach der ersten Ausleihe dann im Nirgendwo .
 
mawadre

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Ok, die gängige Einschätzung ist, dass der Verleih von eScootern meistens an Touristen geht und somit keinen Vorteil für die Umwelt und die Stadtbewohner hat.

Verkehrsexperten haben sich dagegen erhofft, dass eRoller und Co. die letzte Meile des ÖV so stark verkürzen, dass spürbar mehr Leute vom eigenen Auto auf den ÖV umsteigen werden.

Jetzt die Frage an die Forenuser: Wer von Euch pendelt mit dem Auto, würde aber auf den ÖV umsteigen, wenn ein eScooter die jetzigen Fußwege zu den Haltestellen spürbar verkürzen oder bequemer (Schwitzen) machen würde? Das Potential ist wohl nicht so hoch.

Wie sähe das Potential aus, den ÖV zu entlasten, also zum Beispiel den Ansturm morgens und abends zu verringern? Wenn man die eRoller in Zug, Tram und Bus kostenlos mitnehmen könnte, würden vielleicht schon ein paar Leute mit der S-Bahn zu einem passenden Bahnhof fahren und in der Stadt selbst statt Bus oder Tram den eRoller nehmen. Aber wohl auch nicht so viele...
 
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ziltoid81

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Jetzt die Frage an die Forenuser: Wer von Euch pendelt mit dem Auto, würde aber auf den ÖV umsteigen, wenn ein eScooter die jetzigen Fußwege zu den Haltestellen spürbar verkürzen oder bequemer (Schwitzen) machen würde? Das Potential ist wohl nicht so hoch.

Also zu den Kosten des ÖV noch den Roller dazu, mit allen verbundenen Nachteilen?
Da endet doch selbst die beharrlichste Fantasie der ERollerfanboys.......

Auf die Idee wird keiner kommen.
Dafür extra nen Roller kaufen?
Sinnvoller als leihen, trotzdem realitätsfern in meinen Augen.

In deinen Augen sind ja immer alle grün, weitsichtig und vorbildlich, die Blase wird an der Realität zerbröseln, nunja und tut dies ja auch regelmäßig.

Ok, ICH würd eh nie auf die Idee kommen vom Rad umzusteigen, fahre nur Auto, wenn ich was transportiere, oder im Urlaub, da fallen Öffis komplett raus.
Mir fallen wenig Szenarien und vor allem Menschen ein, die tatsächlich aufs Auto verzichten würden, um mit Roller und Öffis zu pendeln.
Die mag es geben, ob die Gruppe repräsentativ ist, ist die andere Frage.
Letzteres muss man wohl negieren.
 
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flachlandbiker

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Ich wohne in einer Kleinstadt mit nicht so tollem ÖV. Aber trotzdem wird im Ort kaum jemand länger als 5 min bis zur nächsten Bushaltestelle gehen. In der Großstadt (z.B. Hamburg) oder auch etwas kleiner (z.B. Lübeck) ist das Netz so dicht, dass es die "letze Meile" doch überhaupt nicht gibt, Weg zur nächsten Haltestelle maximal ein paar Hundert Meter. Und in den Randbereichen, wo das Netz nicht so dicht ist, dürfen die Scooter nicht fahren. Klar, es könnte sich jemand selbst so ein Teil kaufen und dann 2 km zur nächsten Haltestelle fahren. Das machen viele aber auch mit einem Faltrad.
Ich glaube, das wird in allen Städten, wo das Geschäft nicht mit den Touristen gemacht wird, ganz schnell wieder verschwinden. Ich habe mir mal das Kleingedruckte von voi durchgelesen: Man darf den Roller maximal 24 h behalten, bis er wieder ausgebucht wird. Der Gesamt-Mietbetrag ist dann auf 100,- Euro (für 24 h) gedeckelt.😂😂🤣🤣
 
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