Moderne Mobilität in der Stadt

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mawadre

mawadre

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Das wäre aber auch zu clever gewesen, ein staatliches Kommunikationsunternehmen zu gründen, daß die Leistung zum Selbstkostenpreis abgibt.
Gab's schonmal, die Deutsche Post. Wir wollen die Zeiten garantiert nicht zurück. Nur völlig überteuerte (100fach, 1000fach?) veraltete, mietbare Geräte, ein riesiger überbezahlten Wasserkopf... ich war im Jahr ??? ein paar Monate vor dem Fall des Telefon-Monopols der Deutschen Post auf der CeBIT. Der mit Abstand größte Stand war nicht der von Intel oder Microsoft sondern der Deutschen Telekom. Und Hundertschaften von Herren in dunkelblauen Sakkos.
Die Schweiz hat auch kein Patentrezept im epischen Duell des unbeweglichen überteuerten Staatlichen Anbieters mit byzantinischer Bürokratie gegen den ultrakosteneffizienten, innovativen, globalisierten Anbieter, der sich nur die Sahnestücken vom Kuchen abschneidet. Die halbstaatliche Swisscom ist scheinbar der Versuch des Schweizer Kompromisses. Halb in Staatsbesitz, mit Versorgungsauftrag für Telefon, Internet und Mobilfunk bis auf die letzte Alp oder Berghütte aber mit starken Freiheiten und privaten Konkurrenten auf allen Gebieten fördert Innovation und Qualität.
 
holsteiner

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Wenn es noch "Tante Emma" Läden "um die Ecke" gäbe, könnte man den täglichen Einkauf sicher mit dem Rad oder zu Fuß erledigen. Die Supermärkte liegen leider zumeist zu weit entfernt für den täglichen Einkauf, und den Wochengroßeinkauf für die Familie bekommt man auf dem Rad nicht transportiert. Zumal der jüngere Nachwuchs auch noch mitgenommen werden will.
 
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Pöhlmann

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Wenn es noch "Tante Emma" Läden "um die Ecke" gäbe, könnte man den täglichen Einkauf sicher mit dem Rad oder zu Fuß erledigen.
Meine Lokalrunde über Lidl, Aldi und Penny ist gerade mal 6 Kilometer lang. Bei Bedarf gibt es noch weitere Filialen, Biomarkt, Wochenmarkt. Ab mittelkleiner Stadt hat man leidlich Auswahl.

Hier ging es um " Moderne Mobilität in der Stadt". Es sollen nicht alle ihre Fahrten in der Stadt mit Fahrrad oder Pedelec erledigen, aber es ist eine erhebliche Steigerung drin, von der auch die Autofahrer profitieren könnten.
 
mawadre

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Wenn es noch "Tante Emma" Läden "um die Ecke" gäbe, könnte man den täglichen Einkauf sicher mit dem Rad oder zu Fuß erledigen.
In den Städten ist das meistens so. Wir wohnen am Stadtrand von Zürich an einem ehemaligen Dorfkern und haben Migros, Coop, 2x Denner, 2 Apotheken, ein Reformhaus, einige Restaurants, Bäcker, Bibliothek, 2 Kindergärten, 4 Grundschulen, 2 weiterführende Schulen, mehrere ÖV Haltestellen von Tram und Bus usw. in 5 Minuten Fußlaufweite. Es lohnt sich eigentlich nichtmal das Pedelec die Kellertreppe hochzutragen. Tante Emma Läden gibt's aber keine.
 
Tomcat1960

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In den Städten ist das meistens so.
Stimmt. Auf dem Land sieht es aber ganz anders aus. Da kannst du durch drei, vier Dörfer fahren, ohne auch nur ein Lebensmittelgeschäft zu sehen. Vielfach werden die Menschen dort allenfalls noch vom mobilen Lebensmittelhändler versorgt, der im Ortskern hält. Sieht man speziell im Fernen Osten Deutschlands ... der Teufelskreis "Jobs weg-Junge Leute weg-Geschäfte und Dienstleister weg" hat da gnadenlos zugeschlagen...
 
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Pöhlmann

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Da kannst du durch drei, vier Dörfer fahren, ohne auch nur ein Lebensmittelgeschäft zu sehen.
Wie gesagt, dass Thema ist "Moderne Mobilität in der Stadt". Unter 2000 Einwohnern sind andere Lösungen verstärkt gefragt. Immerhin sind es hier im flacheren Teil des Regierungsbezirks Arnsberg von den meisten Dörfern aus maximal 10 Kilometer bis zur nächsten Gemeinde mit mindestens 2000 Kilometern. Selbst da lässt sich vermutiich mindestens der eine oder andere Zweitwagen einsparen. Bin ja mal gespannt, wie das hier in der Gegend in zehn Jahren dank des Pedelec - Booms und recht freundlicher Bedingungen fürs Radfahren aussieht. Der Aldi in der nächsten 2000-Einwohner-Gemeinde wurde gerade auf neuesten Stand gebracht und bietet eine für hiesige Verhältnisse ungewohnt großzügig gestaltete Abstellanlage mit stabilen Bügeln unter dem Vordach der Filiale. Die wird auch von Pedelec-Fahrern gut angenommen.
 
mawadre

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Da kannst du durch drei, vier Dörfer fahren, ohne auch nur ein Lebensmittelgeschäft zu sehen.
Vielfach werden die Menschen dort allenfalls noch vom mobilen Lebensmittelhändler versorgt, der im Ortskern hält. Sieht man speziell im Fernen Osten Deutschlands ... der Teufelskreis "Jobs weg-Junge Leute weg-Geschäfte und Dienstleister weg" hat
In CH bringen sich die Bewohner der Grenzregionen zum günstigeren Deutschland seit Jahren durch massiven Einkaufstourismus um ihre Infrastruktur vor Ort. Jenseits der Grenze ist es billiger, also kaufen viele mit dem Auto da ein. Die Läden in CH bauen Stellen ab bis sie schließen müssen. Im Dorf meiner Eltern ist das so ähnlich gelaufen: wenn alle immer mit dem Auto dem nächsten Supermarktsonderangebot in der Nachbarstadt hinterherfahren, macht zum Schluss alles mangels Kundschaft zu.
 
balumatic

balumatic

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wenn alle immer mit dem Auto
Würde da ein Lasti etwa was ändern? Normaler Lauf der Dinge würde ich sagen... Die Bayern fahren in die Tschechai und Berliner nach Polen zum Einkaufen. Niemand hat was zu verschenken...
Grüße
 
Tomcat1960

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Würde da ein Lasti etwa was ändern? Normaler Lauf der Dinge würde ich sagen... Die Bayern fahren in die Tschechai und Berliner nach Polen zum Einkaufen. Niemand hat was zu verschenken...
Richtig. Nur soll man dann auch nicht jammern, wenn die Infrastruktur im eigenen Ort aufgegeben wird und man wegen einer Tüte Salz (die man beim Einkauf in Polen vergessen hat) oder ein paar Knoblauchzehen (die einfach ausgegangen sind) in die nächste größere Stadt fahren muss. Und wenn Geschäfte schließen, dann ziehen auch Handwerker (gut, kann man auch aus Polen kommen lassen) und Ärzte (die auch?) und andere Dienstleister weg, irgendwann auch Schulen, und natürlich alle noch verbliebenen Arbeitsplätze.

Sprit ist einfach viel zu billig. :sneaky:
 
mawadre

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Die Bayern fahren in die Tschechai und Berliner nach Polen zum Einkaufen. Niemand hat was zu verschenken...
Dann soll halt niemand jammern, dass der eigene Wohnort tot ist. Die Geschäftsinhaber haben halt auch nichts zu verschenken. Im Kleinen gibt's keine Infrastruktur, Zusammenhalt und auch Steuern in sen Dörfern, im Großen gilt dasselbe Städte, Regionen, ganze Kontinente und für Amazon oder Alibaba.
 
DJTornado

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Also meine Züricher Kollegen kaufen die Schweizer Schoki in Deutschland 🤭
 
mawadre

mawadre

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Eine der "Nachtschlafplätze" für Elektroroller hier in der Stadt:
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