Moderne Mobilität in der Stadt

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Fraenker

Fraenker

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Bei mir funktioniert der Link nicht.
Hmm, bei mir funktioniert der Link. Keine Ahnung, warum der bei dir nicht funktioniert.
Aber ist doch eigentlich egal, die Kernaussage hatte ich doch schon hier zitiert.

Für dich noch einmal (sogar um einen Absatzu umfangreicher):

Dass die Stromer beim Antriebsgeräusch weniger lärmintensiv sind, wollen die Macher der Studie nicht bestreiten. Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor seien sie bei Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h "deutlich leiser". Weil mit steigendem Tempo jedoch das Abrollgeräusch der Reifen auf der Fahrbahn zunehme, würden sie bei höheren Geschwindigkeiten vergleichbar laut wie herkömmliche Pkw.

Das Potential der Elektroautos, den Verkehrslärm zu senken, betrachtet das Umweltbundesamt deshalb als gering. Selbst wenn bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs wären - diese Zahl wird von der Bundesregierung angestrebt, viele Experten halten sie jedoch für völlig illusorisch - würde der Lärm am Straßenrand nach Schätzungen der Behörde im Schnitt um mickrige 0,1 Dezibel sinken. "Das ist ein völlig unbedeutender Effekt", heißt es in der Studie.
Wenn jetzt noch alle E-Karren mit elektronischen
PIep-Piep-Piep Generatoren für geringe Geschwindigkeiten ausgerüstet werden müssen....
Also das Gedudel bei einem langsam kriechenden hohen elektrischen innerstädtischen Verkehrsaufkommen mag ich mir gar nicht vorstellen:eek:.
Dürfen die Hersteller eigentlich jeder ein eigenenes Markengedudel (Corporate Sound) implementieren?
Dann haben wir an jedem Tag so eine Art Love-Parade in den Stadtzentren.
 
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Üps

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Die Studie geht von einem normalen Stadtauto aus. Was aber in Wohngebieten stört, sind die laut gemachten Fahrzeuge, die zunehmend verkauft oder getunt werden, wo du dann das Radio nicht mehr verstehst oder senkrecht im Bett stehst, das Herz rast, das Adrenalin ins Blut schießt etc. Das erzeugt Stress und macht die Gesundheit kaputt.
Und leider wächst die Anzahl der extrem lauten Fahrzeuge gerade anscheinend exponentiell. Viele PS-Boliden bekommst du gar nicht mehr ohne Extra-Lärm. Das war früher bei den Sportwagen anders. Die waren nicht so extrem laut. Da hatte keiner einen Klappenauspuff und Fehlzündungs-Simulationen.
 
Fraenker

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Die Studie geht von einem normalen Stadtauto aus...
Selbstverständlich, von was denn sonst?

...Was aber in Wohngebieten stört, sind die laut gemachten Fahrzeuge, die zunehmend verkauft oder getunt werden...
Dann muß da der Hebel angesetzt werden.
Evtl. Gesetzeslücken müssen schnellstens geschlossen werden, das ist doch klar.
Diese Typen mit ihren lauten Protzkarren, die man z.B. immer an der Kö in Düsseldorf hört, sind einfach nur zum Fremdschämen.
 
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Üps

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Die Industrie verkauft das. Daimler-AMG, VW, Ford... Alle dabei, einer schlimmer als der Andere. Und dann noch die ganze Tuning-Industrie.
Das bringt Geld, also habe ich bei Scheuer und co keinerlei Hoffnung, dass da was passiert.
Erst wenn diese Leute stattdessen Elektrosportwagen kaufen, wird das wieder zurückgehen.

Zumal auch z.B. Fraport AG und co massives Interesse an mangelndem Lärmschutz haben.
Fraport AG (Flughafen Frankfurt) hat m.E. verhindert, dass es schärfere Grenzwerte gibt.
 
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Fraenker

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Die Industrie verkauft das. Daimler-AMG, VW, Ford... Alle dabei, einer schlimmer als der Andere. Und dann noch die ganze Tuning-Industrie.
Das bringt Geld, also habe ich bei Scheuer und co keinerlei Hoffnung, dass da was passiert.
Mag alles sein, aber trotzdem ist es nur ein sehr kleiner Teil der Autos, die abnormal laut sind.
Aber diese paar fallen natürlich auf und dann wird das gerne zu einem allgemeinen Problem aufgebauscht.
In unserem kleinen Städtchen sieht und hört man solche Radaumacher eigentlich äußerst selten.
(Der Krach von Verbrennerautos scheint mir doch eher ein kulturelles als ein technisches Problem zu sein)
 
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Üps

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Wenn das hier jeden Tag im Schnitt 10 mal nervt, anderswo auch, ist es inzwischen ein allgemeines Problem! Gestern ging das bis Mitternacht, teils mehrere gleichzeitig.
Das ist, wie bereits gesagt, inzwischen auch nicht mehr nur die Tuning-Szene, das sind immer mehr Serienfahrzeuge in ganz normaler Massenherstellung!
Kau dir einen Ford-Fokus mit möglichst starkem Motor, den bekommst du auch nicht mehr in leise. Ich kenne einen, der fährt so ein Ding und regt sich genau darüber auf, dass er ihn nicht leise bekommt und er die Leute nervt.
 
Fraenker

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Wie auch immer, die E-Karren haben jedenfalls keinen substanziellen technischen Vorteil bzgl. der Geräuschentwicklung.
Dass einige Verbrenner von Vollpfosten mit einer anderen GeräuschKultur gefahren werden, gehört natürlich rigoros bekämpft.
 
MvC

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Wenn das hier jeden Tag im Schnitt 10 mal nervt, anderswo auch, ist es inzwischen ein allgemeines Problem! Gestern ging das bis Mitternacht, teils mehrere gleichzeitig.
Das ist, wie bereits gesagt, inzwischen auch nicht mehr nur die Tuning-Szene, das sind immer mehr Serienfahrzeuge in ganz normaler Massenherstellung!
Kau dir einen Ford-Fokus mit möglichst starkem Motor, den bekommst du auch nicht mehr in leise. Ich kenne einen, der fährt so ein Ding und regt sich genau darüber auf, dass er ihn nicht leise bekommt und er die Leute nervt.
Wohnst du direkt in der Innenstadt?
Ich kann deine Erfahrungen nicht teilen, vielleicht bin ich weniger empfindlich, ich wohne ländlich in einer ruhigen Gegend und an der Hauptstraße kann ich keine „Riesenunterschiede“ bei Vorbeifahrendem feststellen. Ok, mal ein Mopped! Aber da ich selbst Ducati fahre, ist für mich der Klang nicht störend. Gruß, MvC
 
Fraenker

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Warum sollte es jetzt plötzlich passieren, wo sich die Regierung gegenüber der Automobilindustrie korrupter zeigt denn je?
Kann ich dir auch nicht sagen.
Aber wie gesagt, Geräuscharmut ist kein prinzipieller technischer Vorteil der E-Karren.
Das Argument mit der Korruption kann ich nachvollziehen.
Sonst würde die Regierung ja auch nicht den Hype um die Elektrifizierung der Staus derartig unterstützen.
 
Seemann

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@Kraeuterbutter hatte von seinem Gefühl her Recht und ich korrigiere mich gerne:
Ich habe mich dazu mal in verschiedenen Quellen (u.a. Umweltbundesamt) eingelesen.

Wenn man (bei einem aktuellen PKW) von einer EBENEN Straße mit STANDARD-Asphalt und RUHIGER, GLEICHMÄSSIGER Fahrweise ausgeht
verhält es sich wie folgt:

BIS 30 km/h überwiegt das Motorengeräusch.
AB 30 km/h überwiegt dann das Reifenabrollgeräusch (und das Windgeräusch).
Elektroautos sind (ohne Soundmodule) beim Motorengeräusch i.d.R. leiser als Verbrenner-Fahrzeuge.

Bei Steigungen, nasser Fahrbahn, höheren Geschwindigkeiten, entsprechender Fahrweise etc. kann das alles auch schon wieder anders aussehen.

Das bedeutet doch zur Lärmreduzierung in den Städten:

- Reduzierung der Immissionsquellen (Autoverkehr einschränken)
- Möglichts weitgehend das Tempo auf < 30 km/h absenken
- E-Fahrzeuge priorisieren.
- Möglichst leichte Fahrzeuge mit schmalen Reifen (Reifenabrollgeräusche vermindern)
und nicht zuletzt:
- Aerodynamik möglichst optimieren

Natürlich gibt es das alles schon, dabei kommt dann (zum Transport von 1 Person) folgendes raus:


www.Intercitybike.nl
 
holsteiner

holsteiner

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Wer meint, dass E-Autos nicht signifikant leiser seien, sollte sich mal an neben eine Straßenkreuzung stellen und den verschiedenen Fahrzeugen beim anfahren zuhören. Jeder Verbrenner ist da deutlich zu vernehmen während man die E-Karren akustisch nicht wahrnimmt.
 
mawadre

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Fehlzündungs-Simulationen
WTF???
Und tatsächlich, Google wird bei den Herren mit den "Premium-Fahrzeugen" fündig:
BMW M2 (2016): Neues M-Coupé - Fotos, Daten, Preise, Sitzprobe
Doppelendrohre. Deren kraftvoll rotziger Sound beeindruckt schon beim Umparken während des Fotoshootings. Diesen Klang haben die Sound-Ingenieure sorgfältig komponiert, wie uns Frank Isenberg, Projektleiter BMW M2, erklärt. Die Abgasanlage verläuft einflutig in Richtung Heck und teilt sich nach dem Endschalldämpfer erst in zwei und dann in vier Kanäle. Den Akustik-Künstlern war es wichtig, die Aufteilungspunkte so zu konstruieren, dass keine Strömungsgeräusche, sondern nur die Verbrennungsgeräusche des Reihen-Sechszylinders zu hören sind. Eine dezente Fehlzündungs-Simulation beim Herunterschalten soll für zusätzlichen Spaß sorgen.
OMG 🤦‍♂️ 🤦‍♂️ 🤦‍♂️
 
Electric

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Wer meint, dass E-Autos nicht signifikant leiser seien, sollte sich mal an neben eine Straßenkreuzung stellen und den verschiedenen Fahrzeugen beim anfahren zuhören. Jeder Verbrenner ist da deutlich zu vernehmen während man die E-Karren akustisch nicht wahrnimmt.
Das leise Elektroauto. Auch eine Mär. Was du beschreibst, zeigt eine spezielle Situation und reflektiert nur den alten Fahrzeugbestand. Sowohl elektrisch als mit Verbrennungsmotor.

Alte Verbrenner sind laut, alte Elektroautos sind leise nur beim Start und bei sehr langsamen Geschwindigkeiten. Im Vorbeifahrt in der Stadt bei 50 km/h kann niemand sagen, ob Verbrenner oder Elektroauto. Bei den Verbrennern wird das Geräusch durch die hohe Quote von Schaltwagen bestimmt, die besonders beim Start viel zu hochtourig gefahren werden. Ich bin erst vor einigen Tagen einen 2019er Jaguar Benziner mit 9-Gang Automat gefahren. Da hörst du mit Fenstern heruntergelassen abends nichts, wenn der Wagen im Leerlauf steht. Ob der Motor gerade an oder aus ist - man weiß es nicht. Fährt er an, hört man so wenig, dass das Geräusch sofort in den Abrollgeräuschen verschwindet. Der Motor dreht im Stadtverkehr übrigens nie höher als 1300 U/Min, wenn man normal im Verkehr mitschwimmt.

Da Elektrofahrzeuge gemäß Verordnung 540/2014 seit Juli ein Geräusch im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten abgeben müssen, der eine bestimmte Lautstärke haben muss, werden sie vermutlich bald lauter sein als Verbrenner. Anbei ein Artikel, der auch Soundbeispiele zeigt. Besonders absurd finde ich den BMW-Sound, Modell Trambahn: Pflicht-Sound für E-Autos: Jetzt lässt auch Mercedes von sich hören
 
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Rollerfahrer

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Für Berlin fällt mir gerade die Lösung für die Zukunft ein.
Man reißt die Gleise aus der U-Bahn.
Und baut dort unten Radwege.
Man spart Strom und die Wartung der Züge. Radfahrer können ganzjährig wettergeschützt sicher fahren. Die Treppen werden zu Ein und Ausfahrten umgebaut. Ich muss gleich mal den Bürgermeister anschreiben.

Genial?
 
Electric

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Für Berlin fällt mir gerade die Lösung für die Zukunft ein.
Man reißt die Gleise aus der U-Bahn.
Und baut dort unten Radwege.
Man spart Strom und die Wartung der Züge. Radfahrer können ganzjährig wettergeschützt sicher fahren. Die Treppen werden zu Ein und Ausfahrten umgebaut. Ich muss gleich mal den Bürgermeister anschreiben.

Genial?
Aus egoistischer Radfahrersicht perfekt. Das übersieht allerdings die über 1,1 Milliarden Fahrten pro Jahr, die so abgewickelt wurden. Mal unterstellt, 10% würden auf das Rad/Pedelec wechseln, bleiben immer noch 1 Milliarde Fahrten. Das sind 1000 Millionen. Das heißt, im Schnitt benutzt jeder Einwohner die U-Bahn einmal täglich. Damit wäre also das meistbenutzte öffentliche Verkehrsmittel tot.

Allerdings könnte man die Strecken oberirdisch nachbauen und dort dem Auto den Platz klauen. Das kostet allerdings erheblich und wird nicht leise.
 
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Rollerfahrer

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im Schnitt benutzt jeder Einwohner die U-Bahn einmal täglich
Das war schon mein voller Ernst!

Ich habe 1980 das letzte Mal die U-Bahn benutzt, dann habe ich den Führerschein gemacht.

Die paar Millionen die noch U-Bahn fahren, müssen dann eben mal wieder das Rad aus dem Keller holen.
Wo ist das Problem?
Die Strecke ist zwischen den Zügen jetzt unnötig leer.
Außerdem ist es völlig ungesund in der U-Bahn zu hocken. Die Krankenkassen werden das auch begrüßen.
Also rauf auf das Rad und ab durch den Tunnel.
U-Bahn ist voll 70iger...
 
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