Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Diskutiere Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland Oder einfacher: Wenn man mit einem Pedelec ohne Eigenleistung mit den berühmten 250W die ebenso...
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labella-baron

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Macht also sehr grob 500 Wh für 40km mit Stop and go + 300 Hm bei 100 kg und aufrechter Sitzposition, so ganz grob geschätzt. Allerdings ohne Schrankwand! ;)
Oder einfacher: Wenn man mit einem Pedelec ohne Eigenleistung mit den berühmten 250W die ebenso bekannten 25km/h fährt, so sind das 10Wh/km.
 
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Kundu

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

danke für die Lesetipps ;)

Die Angaben für die Solarzellen wirken tatsächlich etwas sehr optimistisch:

Die vom Solarzellen-Shop wiegen pro m² 8,4kg, die von mir verlinkten nur 2,45kg.
Diese hier http://item.taobao.com/item.htm?id=14657354932 sogar nur 2,3kg. Noch unrealistischer wirkt aber die Angabe der Leistung, die auf einen m² gerechnet 130W betragen soll, also ein Wirkungsgrad von 13%! In den Kommentaren der anderen Käufer ist dazu allerdings leider nichts zu finden. Mit 2135Yuan, also über 250€ pro m² ist der Spaß natürlich auch nicht ganz billig, aber durchaus noch bezahlbar.
Letztendlich müssten wir wohl mal eine Zelle kaufen und selbst messen.

Ein größeres Problem mit der Masse hätten wir, wenn wir die Solarenergie eines ganzen sonnigen Ruhetages in Akkus speichern würden.
Bei 500W/m² Sonneneinstrahlung, 3 m² Solarzellen und 10 Sonnenstunden wären das
0,5*130W*3*10h=1950Wh. Ein LiFePo4 Akku mit dieser Kapazität würde über 20kg wiegen! Mit einem LiPo Akku sähe das natürlich zumindest etwas besser aus, diese sind hier allerdings schwer zu bekommen.
Effizienter auf die ganze Fahrt gerechnet wäre es dann wohl, diese Energie nicht komplett zu speichern und nur einen Pufferakku für wenige Stunden zu verbauen.

An eurer Schrankwand habt ihr ja scheinbar Gefallen gefunden. Ich zumindest sehe die Aerodynamik unseres Velomobils nicht mit einem in dieser Hinsicht annähernd zur Perfektion gebrachtem Mango oder Quest im Vergleich, sondern mit zwei gut beladenen Tourenrädern oder Mountainbikes. Da sieht das schon einmal etwas anders aus.

LG,
Tobias
 
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Fire

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Anfangs hab ich ja an sowas gedacht:
Four_4_Wheel_Two_2_And_Four_4_Person_Surrey_Bike.jpg

Mit solchen Dingern hab ich auch schon ein paar Kilometer durch italienische Fussgängerzonen geradelt. Damit kommt man sicher vorwärts, zwar nicht schnell und mangels Schaltung auch nicht steil aufwärts, andererseits fahren die Dinger.
Bei der Suche nach dem Foto bin ich dann allerdings darauf gestossen:
diy-solar-fahrrad-4-raeder-2.jpg
http://web.me.com/dgdixon/SOHH_Project/Welcome.html

So was in der Art finde ich doch recht Vielversprechend und könnte vielleicht eine Anregung für Euch sein.

Statt der 4 Sitze dann nur 2, und ev. ein Dach für Wetterschutz und Solarzellen...


Was Ihr euch mit einem Elektroantrieb aber vielleicht wirklich Gedanken machen müsst ist über die rechtliche Seite. Als normales Fahrrad ist auf der Strasse ziemlich viel erlaubt, als Pedelec gibt es z.B. spätestens in Deutschland die Regelung dass der Motor maximal 250 Watt haben darf. In anderen Ländern gibts vielleicht andere Regeln, gar keine oder es hängt davon ab wie gut ihr den Polizisten/Zöllner schmiert ;)
 
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Michael.HH

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Die Pedelec-Regelung gilt für zweirädrige Fahrzeuge, wenn ich nicht irre. Ein Tandem-Pedelec wird möglich sein. Mit Fahrrad-Normteilen und zwei Motoren käme man vlt.durch. Und solange in Deutschland einer der Motoren nicht am Strom hängt, wird das Rad nicht gleich konfiziert werden. Hoffentlich...
 
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Kundu

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Danke für die Anregung :)

Nun, würden wir ohne Rekuperation fahren würde ein ab und zu mal zuschaltbarer 250W Motor ja vollkommen ausreichen. Ob wir dann für die paar Kilometer in Europa diesen noch pedeleconform ansteuern würden, wäre eine andere Sache.
Sowas hier z.B (2kg): http://detail.tmall.com/item.htm?id=17323188453&ad_id=&am_id=&cm_id=&pm_id=
500W wiegt auch gleich das doppelte, muss also wirklich nicht sein!

Problem ist jedoch, dass dieser für "Tret"Roller gedacht ist, die natürlich viel kleinere Räder haben.
Wenn mir mit unseren 26" Rädern 2650 Umdrehungen pro Minute hätten, würde dies bei einem Umfang von ca. 2 Metern in etwa 2650*60*0,002 = 318km/h entsprechen.
Selbst wenn wir über eine Zusatzachse und dann insgesamt zwei Ketten zweimal die Umsetzung von 9 auf 44 Zähne verbauen würden, hätten wir bei Nenndrehzahl immernoch eine Geschwindigkeit von (9÷44)²×318 = ~13,3km/h.
Für 50 Zähne: (9÷50)²×318 =~10,3km/h.
Auf die Antriebsachse könnten wir dann auch eine 3-Gangschaltung verbauen wenn nötig.

Einen Motor gleich mit entsprechendem Getriebe habe ich leider noch nicht gefunden. Für vergleichbare Motoren wird ein Wirkungsgrad von 78% angegeben.
Finde ich recht wenig. Wenn wir dann noch zwei Ketten mit je einem Wirkungsgrad von 97% haben bleiben nur noch
0,78×0,97×0,97 =~0,73%, noch ohne Controller Verlust.

Kundu
 
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Michael.HH

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Und nehmt einen LENKDRACHEN mit ! Und viel Verbandszeug. Könnte etwas schneller voran gehen...
Meine ich jetzt ernst, ich weiß aber nicht, ob es reffbare gibt bei zuviel Wind.
 
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mo*

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Auf die Gefahr hin, dass ich als Miesepeter daherkomme, ich kann es mir aber nicht verkneifen:

Wenn ich mir das Ganze so anschaue, komme ich zu einem ähnlichen Schluss wie didi28: praktisch alles was es für euer Unternehmen braucht ist Neuland für euch (Fahrzeugkonstuktion/-bau, Aerodynamik, Elektronik, Rekuperation, Fotovoltaik, ...). Aus meiner Erfahrung als Ingenieur scheint es mir fast unmöglich (ich halte es eigentlich nicht für möglich, will es euch aber nicht von vornherein absprechen, nichts ist unmöglich...;)), in nur 9 Monaten sich in Eigenregie das nötige Know-how anzueignen, es anzuwenden (eventuelle Korrekturen anzubringen) und noch dazu genügend Erfahrung zu sammeln. Wenn ich mir dann noch eure Erwartungen ansehe (gute Strassen mit Kilometerlangen Abfahrten, Dauersonnenschein von 8h/Tag, ...) und diese mit Erfahrungsberichten vergleiche (ja, ich kann euch leider keine diesbezüglichen, persönlichen Erfahrungen weitergeben), dann zweifle ich daran, dass ihr wisst, was auf euch zukommt.

Daher würde ich mich an eurer Stelle fragen, was euch wirklich wichtig ist: aus eigener Kraft nach Hause zu kommen oder das ganze Gebastel mit diesen schönen Sachen?

Ich gehe mal davon aus, dass es das erstere ist. Dann würde ich mir ein vernünftiges Rad kaufen und alle Zeit die ihr mit Überlegungen an Rekuperation oder Solarzellen verbringt dazu verwenden zu trainieren. Dann habt ihr im März eure Akkus geladen (Muskeln), ihr kennt euren Motor (Beine) und das Gefährt bis ins letzte Detail und wisst, was mit der euch zur Verfügung stehenden "Technik" möglich ist. In den Erholungsphasen könnt ihr dann immernoch im Internet nach Seelenverwandten suchen die das schon mal gemacht haben und mit ihnen Erfahrungen austauschen. Wenn ihr dann im Frühling immer noch von eurer Tour überzeugt seid, könnt ihr beruhigt loslegen...

Wenn es euch aber ums basteln geht, würde ich das von einer "gesicherten Basis" aus tun. So mache ich es seit knapp 5 Jahren von zuhause aus auf dem Arbeitsweg und habe viel Spass dabei. Aber auch mit denjenigen Dingen, die sich sehr gut bewährt haben würde ich mich nicht auf eine solche Reise begeben. Ich kenne bis jetzt noch kein System, das auf so einer Reise nicht nach kurzer Zeit nur noch zum mühsamen Balast mutieren würde....

Im Sinne von "just my 5 cents, but I could not resist..." wünsche ich euch viel Spass und Durchhaltewille bei der Vorbereitung

p.s: wenn ich mir die Erfahrungsberichte von Fahrrad-fahrenden-Weltenbummlern so ansehe, fällt mir auf, dass praktisch alle mit einem "normalen Tourenrad" unterwegs sind und nicht mit Liegerad oder Velomobil, und schon gar nicht mit etwas selbst-gebautem. Woran das wohl liegt? Ich tippe mal auf Ersatzteilversorgnung, Reparaturmöglichkeiten unterwegs... . Nur mal so als Denkanstoss
 
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Pedaltotal

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Nun was die Erfahrung als Ingenieur angeht kam ich ja auch zu ähnlichen Schlüssen ... andererseits kommt auch jeder vernünftige Aerodynamiker nach Betrachtung einer Hummel zu dem Schluss, dass dieses Ding nie fliegen können wird.
 
yardonn

yardonn

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Zeit, bzw Erfahrung ist eigentlich der Kritische Faktor.
Technisch ist das alles theoretisch machbar.
Aber wie die Praxis aussieht... nun, das muss man "erfahren".
Ohne ein paar 1000 km Praxistest mit so einem Mobil würde ich sowas ich angehen.
Ich hab schon vieles Probliert... weniges war auf anhieb perfekt, einiges hat mir dann nach kurzer Zeit erst mal die Karre lahmgelegt.
Etwas was ich unterwegs nicht erleben möchte.
Vor Langstrecken (ähm, z,B. 130 km !!!) ist bei mir erst mal meherer Wochen "inovationsstop" angesagt. Ich will nicht mit unterprobtem Krempel abseits meiner Heimatbasen unterwegs sein.


Habt ihr wirklich genug Zeit zur Vorbereitung.
Macht mal eine Roadmap, was soll wann fertig sein.
Wo ist Zeit (und fertiges Material...) für Test und Messphasen (was in der Praxis aus den Solarzellen rauskommt, könnt ihr nur Messen...)?


Ansonsten, die Konstruktion flexibel halten.
2-Seitig aufgehängte Motoren. Zur not einfach weglassen und normale Laufräder einbauen.
eine gute (getrennte... unterschiedliche Kadenzen der Fahrer?) Gangschaltung, um auch mit reiner Menschenkraft bei leeren Akkus die Berge rauf zu kommen.
Im Notfall den ganzen Eletkro"Müll" rausschmeißen können, und Fahrradfahren. Im Notfall...
Der genaue Motortyp... fast irrelevant. Irgendwas nehmen, was ganz gut passt, und erst mal Fahren. Ist die Fuhre dann ohne Strom (es wird auch schlechte Tage geben...) überhaupt Fahrbahr... an dem Punkt, wo ihr das in der Praxis prüfen könnt, kann man anfangen zu planen. Vorher... nur spekulationen.


Eigene Kondition Prüfen. Mal eine Woche Radfahren. Die ganze Woche... wie fühlen sich die Muskeln nach ein paar Tagen an?
Evlt. einen Trainingsplan aufstellen, damit ihr bei der Abfahrt wirklich fit seid. So zur Sicherheit, wenn der Elektrokram nicht so funktioniert wie gedacht.


Bei einem so speziellen, noch nicht mal fertig geplanten Fahrzeug halte ich 9 Monate für viel zu kurz... ich würde nicht drauf wetten, das das Fahrzeug bis dahin fertig und aus den Kinderkrankheiten raus ist. Das ist nämlich das Problem, wenn man mal wieder das Rad neu erfindet... man findet auch all die kleine Probleme, die die anderen auch in mühevoller Kleinarbiet ausmerzen mussten...
 
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Pedaltotal

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Ihr kämt also mit einem einzelnen 250 W Motor für den Antrieb hin, brächtet aber für die Rekuperaion allein aber einen grossen Motor?

Dann trennt die Systeme. Einen 250 W Motor am Tretlager und eine Lichtmaschine aus dem Auto zur Rekuperation. Die hat dann zwar keinen tollen Wirkungsgrad aber sie ist mit Aludraht gewickelt und sehr viel leichter.

Thema Solarzellen. Wenn ihr das Mobil über und über mit Kollektoren behängt gewinnt ihr täglich ein paar WH. Wenn sich die Aerodynamik dadurch verschlechtert verliert Ihr aber viele Watt. Ausserdem braucht ihr auch mehr Wattstunden um den Berg hochzukommen und die könnt Ihr nicht alle durch Rekuperation auf der anderen Seite des Berges wieder einfangen

Habt ihr schon mal eine wattbezogene Kosten-Nutzenrechnung gemacht wieviel Solarzellen sich "lohnen" oder wollt Ihr einfach nur soviele wie irgent möglich dranschrauben?
 
Ü

Üps

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

andererseits kommt auch jeder vernünftige Aerodynamiker nach Betrachtung einer Hummel zu dem Schluss, dass dieses Ding nie fliegen können wird.
Sorry, wenn er die Lösung des Rätsels als Aerodynamiker 2012 immer noch nicht mitbekommen hat, dann ist er ein Idiot.
 
yardonn

yardonn

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andererseits kommt auch jeder vernünftige Aerodynamiker nach Betrachtung einer Hummel zu dem Schluss, dass dieses Ding nie fliegen können wird.
nein, kommt er nicht. Dadurch, das man Fehler der Vergangenheit (ja, die Erde war auch mal ne Scheibe...) noch so oft wiederhohlt, bleiben es doch Fehler, die ein heute ausgebildeter Aerodynamiker nicht mehr machen sollte.
Es gibt nun mal einen unterschied zwischen einer falschen Theorie (und jeder Naturwissenschaftler weiß halt eigentlich, das eine Theorie falsch ist, wenn es nur ein Beispiel gibt, das dieser Theorie wiederspricht...) und ganz profanen praktischen Problemen...
 
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Pedaltotal

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

zur rechtlichen Situation:

Ich wurde im Forum belehrt dass das Wohnsitzprinzip gilt. Ein Amerikaner darf seinen 1,5 kw Erider auch hier in D im Urlaub fahren.

In China ist Euer Gefährt legal. Behaltet Euren Wohnsitz formal während der Fahrt, verseht euer Vehikel mit einer Fahrgestellnummer, lasst es in China irgentwo amtlich registrieren (Polizei, Versicherung) und nehmt das Papier einschliesslich 10 beglaubigter Kopien mit auf die Reise.

Wenn ihr in D angekommen seid: Hier sind 250 Watt Pedelecs mit 2 und drei Rädern - auch mit hinterem Doppelrad zulässig. Zum Doppelrad habe ich nix gefunden, ausser dass zwei miteinander verbundene Räder als Doppelrad angesehen werden. Also müssten auch zwei mit einer differntiallosen/differntialbehafteten Starrachse verbundene Räder ein Doppelrad bilden?

Ausserdem gilt für fahrrader generell eine maximale Spurbreite von 1 m

wirkliche Rechtsberatung kann ich Dir leider nicht bieten, ich fasse hier nur die Tips und Lesestellen zusammen, die mir hier gegeben wurden - hoffentlich führt es auf die richtige Spur
 
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mo*

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... andererseits kommt auch jeder vernünftige Aerodynamiker nach Betrachtung einer Hummel zu dem Schluss, dass dieses Ding nie fliegen können wird.
Da muss ich dir widersprechen: ich habe auch Vorlesungen zu Aerodynamik besucht und halte mich zudem auch für vernünftig:D. Meine Ansicht zur Hummel: sie kann auch nach aerodynamischen Gesichtspunkten "fliegen" (alles fliegt wenn man nur genügend Leistung hinein pumpt), und das tut sie auch. Was ich ihr aber absprechen würde ist vernünftige Gleiteigenschaften...

Meine Kritik geht nicht in die Richtung "es ist nicht machbar". Meine Vorbehalte richten sich nach der Kenngrösse Entwicklungsleistung pro Zeiteinheit. Da habe ich grosse Bedenken.

Noch ein Gedanke zu "Notfallmassnahmen": Was ist wenn das Gefährt unterwegs den Geist aufgibt? Bei einem einfachen Fahrrad aus Stahl wird man auch in der Pampa in einem Hinterhof mit einer Schweissanlage etwas bewirken können. Zudem kann man das fast auf jedes andere Fahrzeug noch obendraufpacken um in die nächste Stadt zu kommen. Wer kann aber bei einem Bambusvehikel behilflich sein? Wer nimmt einem mit einem grossen und vielleicht dazu noch fragilen Zweiplätzer einfach mal so ein paar Kilometer mit?
 
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Pedaltotal

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Hier wär ja mal eine Designvorlage für Euch :)

Bambusmobil
 
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Pedaltotal

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

1).... (alles fliegt wenn man nur genügend Leistung hinein pumpt)...

2)...Meine Vorbehalte richten sich nach der Kenngrösse Entwicklungsleistung pro Zeiteinheit. Da habe ich grosse Bedenken.

3).. Wer nimmt einem mit einem grossen und vielleicht dazu noch fragilen Zweiplätzer einfach mal so ein paar Kilometer mit?
1. Alles fährt wenn mann genügend Arbeit hineinpumpt.
Du kannst durchaus einen 40 Tonner mit 250 Watt den Berghang hinaufbringen. Es dauert aber. Eine Geschwindigkeitsvorgabe haben sie ja nicht

2. Die Entwicklungsleistung lässt sich ja deligieren. Zum Beispiel an uns die wir Erfahrung mit Pedelecs haben. Wie wäre es wenn unser Forum ganz offiziell ein Open Source Drei/Vierrad entwickelt und die Baupläne in die Wiki stellt?

3.) Provokativ gesagt: Jeder der Brennholz transportieren kann. Das sind nicht wenige. Nur dass das Bambusmobil eine Ladefläche alleine füllt. Da sollte mit 20 Euro ein Transport ins nächste Dorf organisierbar sein.
 
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Fire

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AW: Mit dem Bambusmobil von China nach Deutschland

Notfalls kauft man sich einen Esel und nutzt das Teil als Kutsche :D

Das Projekt tönt auf den ersten Blick schon sehr mutig, andererseits hat es auch das Potenzial zu einem unvergesslichen Abenteuer.
Vielleicht muss man das eine oder andere Mal improvisieren, ev. kommen sie schlussendlich auch ohne das Bambusmobil zuhause an, wenn man genügend Zeit und vielleicht auch noch etwas Geld hat, ist aber fast alles machbar und das was man später mal seinen Enkeln erzählt ist nicht wie man 2 Monate pannenfrei unterwegs war, sondern wie man das Monster 20 Km ins nächste Dorf geschoben hat :p

Vielleicht sollte man sich vorher mal noch alle Folgen von MacGyver anschauen um seine Improvisationsfähigkeit zu schulen :D
 
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Michael.HH

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Notfalls kauft man sich einen Esel und nutzt das Teil als Kutsche :D
Genial ! Ist ja noch besser als Drachen als Zughilfe. Aber die Eselpreise sollen in letzter Zeit ziemlich angezogen haben. Mal "Esel" bei ebay gucken..in Kasachstan.
 
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Pedaltotal

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Notfalls kauft man sich einen Esel und nutzt das Teil als Kutsche :D
..... :D
lassen wir die Eseleien.

Die Jungs meinen es ernst.

Die idee wäre ein Mobil als Open Source Bauplan in unsere Wiki zu stellen

Das Mobil hätte einen Trapezrahmen der als drei oder Vierrad gebaut werdene kann, wäre soweit wie möglich aus nachwachsenden Rohstoffen, hätte einen 250 Watt Motor, eine zurüstbare Rekupation und Solartechnik - und viel Platz. Als Elektronik dient der Forumscontroller/Precontroller.

Es gibt im Netz Dreiräder mit Ackermann Lenkung, Pedelecs etc als Opensource Projekte, da können wir ganz legal Ideen und Zeichnungen übernehmen. Wir haben holzerfahrene Modelbauer, Elektroniker, Entwickungsingenieure, Radsportler, Radkuriere mit Frachterfahrung und Tourenradler - alles.

Wollen wir also den Jungs helfen ihren grossen Traum umzusetzen oder nur Witze Über sie machen und solange sagen "Es geht nicht" bis sie es dann doch alleine mit einem irgentwie zusammengewarzten Mobil schaffen?

Irgentwie sehe ich dieses Forum an einem Punkt wo wir gemeinschaftlich etwas Bedeutendes schaffen könnten oder uns als ein Haufen tatenloser Nörgler erweisen.
 
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Michael.HH

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Die Nörgler haben für mich die besseren Argumente.
 
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