Missverständliche Radwegbeschilderung

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SchinderhannesX

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Moinsen.
Bin heute morgen in Wuppertal auf dem Weg zur Arbeit außerorts auf nen horizontal geteilten Rad- Fussweg auf der rechten Seite von einem entgegenkommenden Hundebesitzer ausgebremst worden der sagte ich hätte da nix zu suchen. Hab ihm erklärt dass es mir leid täte und ich viel lieber die Straße nutzen würde. Er schimpfte, ich fuhr weiter. Abends auf dem Rückweg hab ich dann erstmals gesehen dass aus seiner Richtung der Weg nur als Fussweg ausgeschildert ist....
Sorry aber das ist doch ein Riesenscheiss!!!!
Ich weiss jetzt, dass ich da morgens an Einmündenen viel vorischtiger sein muss, weil da Autos ggf keine Pedelecs auf dem Fußweg erwarten und mir ggf die Vorfahrt nehmen können, nur weil die Beschilderung so komisch ist.

Meine Frage wie sollte sie eigentlich "richtig" sein? (Also Warnung vor Fahrrädern, nicht Radweg in Gegenrichtung?)
Als ich Ende der 80er meinen Lappen gemacht habe lernten wir, dass Radwege nur dann in beide Fahrrichtungen befahrbar sind wenn Zweirichtungspfeile unter dem Schild angebracht sind. Damas hätte man also in beide Richtungen das selbe Schild ohne Pfeile angebracht und alles wäre gut gewesen.

Irgendwann wurde der Zweirichtungspfeilwohl abgeschafft (wann und warum eigentlich????)
Heute heißt ein Radwegschild gegen die Hauptfahrdrichtung wohl nicht mehr "Vorsicht Radweg" sondern "Benutzungspflicht für die Gegenrichtung".
Oder irre ich mich hier, das wäre toll, dann könnte ich aufhören all die lästigen Radwege auf Fusswegen in Gegenrichtung hier in Neuss zu befahren.
Gibt es da ne belastbare Rechtssprechung? Oder gar nen Paragraphen?

LG
Hannes
 
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DieterWilke

DieterWilke

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Du meinst mit "horizontal geteilt" das Schild 240? Fußgänger oben und Radfahrer unten?
Das wäre dann kein Radweg, sondern ein gemeinsam genutzter Fuß- und Radweg.
Allerdings müssen Fußgänger und Radfahrer diesen Weg nehmen. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer ist der Weg verboten. Jedoch müssen Rad- und Mofafahrer immer auf die Fußgänger Rücksicht nehmen.
Wegen der unterschiedlichen Beschilderung aus verschiedenen Richtungen solltest Du die Stadt informieren und um Korrektur bitten.
 
lusi22

lusi22

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Evtl. ist es ja auch so gewollt, damit Radler nur in eine Richtung unterwegs sind.
 
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Jaap

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Genau so ist es.
Linksseitiges radeln müsste angeordnet werden. Du musst also auf dem Rückweg auf der Straße radeln. Falls kein Radweg auf der anderen Seite ist.
Das der Radweg für die Fussgänger nicht angezeigt wird, ist blöd. Entspricht aber den Vorschriften.
Radverkehrsanlage – Wikipedia
 
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Pöhlmann

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Sorry aber das ist doch ein Riesenscheiss!!!!
Die Beschilderung (gemeinsamer Fuß- und Radweg in die eine, Fußweg in die andere Richtung) ist natürlich widersprüchlich. Ich rechne als Fußgänger erst einmal nicht auf einem offiziell als Fußweg deklarierten Weg mit Radfahrern, egal in welcher Richtung fahrend.

Man sieht aber auch mal wieder, dass sich selbsternannter Hilfssheriffs schnell über den Rand des Gesetzes hinaus bewegen könnten. Wobei mir die Sorte hinter dem Steuer allerdings wesentlich unangenemer aufstößt.

In meiner Stadt würde ich mich an den "Mängelmelder zu Schäden an Fuß- und Radwegen" melden. Habe ich schon mal gemacht, die rufen zurück und verteilen die Aufgaben an die eigentlich zuständigen Stellen. Mit ein wenig Recherche im Netz findet man eventuell andernorts Ansprechpartner. Wenn nicht, müsste man sich ggf. erbarmen und klagen ...
 
Tomcat1960

Tomcat1960

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Ich denke, diese Anordnung ist gesetzeskonform. Wenn der Radweg (bzw. seine Benutzungspflicht) nicht aus anderen Gründen rechtswidrig ist, dann wird eine Klage wenig bringen. (Wobei der Hundeführer, der doch sicher dort wohnt, eigentlich wissen sollte, dass die Ausschilderung etwas ... ungewöhnlich ist. ) ;)
 
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Pöhlmann

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Bei missverständlicher oder gar rechtswidriger Beschilderung sollte man dennoch gelegentlich tätig werden.
So wie dort: ADFC Bielefeld - Gehweg frei
 
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Tinkerer

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Genau so ist es.
Linksseitiges radeln müsste angeordnet werden. Du musst also auf dem Rückweg auf der Straße radeln. Falls kein Radweg auf der anderen Seite ist.
Das der Radweg für die Fussgänger nicht angezeigt wird, ist blöd. Entspricht aber den Vorschriften.
Radverkehrsanlage – Wikipedia
Hatte am Sonntag das selbe Spiel auf dem Weg nach Schloss Burg. Fährt man nach oben, steht unten ein VZ 240. Von oben kommend stehen garkeine Schilder. Hat dazu geführt, dass sich eine Dame mit freilaufendem Kind dazu berufen fühlte, kund zu tun, ich hätte auf dem Geweg doch nix verloren... (Wobei sie damit eigentlich recht hat, denn von Mindestbreite kann da keine Rede sein. Aber normalerweise sind da eh keine Fußgänger unterwegs, weil es einen Hauptweg auf der anderen Seite vom Berg gibt, von daher ist es eigentlich ganz angnehm, keine Autos im Nacken zu haben.) Naja, jedenfalls ist es hier auch unglücklich beschildert, aber mir wäre jetzt auch keine Lösung bekannt, dem Gegenverkehr sowas anzuzeigen. Runter geht es hier auf der Straße, ein Gegweg auf der anderen Straßenseite ist auch nicht vorhanden. Aber bergab ist man da mit dem Rad ja eh mindestens so schnell wie ein Auto, ein Radweg bergab ist also sowieso unnötig.
 
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Jaap

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Bei missverständlicher oder gar rechtswidriger Beschilderung sollte man dennoch gelegentlich tätig werden.
So wie dort: ADFC Bielefeld - Gehweg frei
Nur ist die Beschilderung nicht rechtswidrig. Eine Beschilderung für den Fussgänger dass ihm ein Radfahrer entgegen kommt, ist laut StVO nicht vorgesehen.
Normalerweise nehmen dann Verkehrsbehörden irgendwelche Zusatzzeichen die dafür nicht vorgesehen sind. Die man aber vielleicht richtig interpretieren könnte.
Oder erfinden einfach selbst Zusatzzeichen.

Nur geben die Zusatzzeichen in diesem Fall überhaupt nichts her. (Hab gerade nochmals nachgeschaut)

Da hilft also nur ein neues Zusatzschild.
"Radfahrer kommt legal entgegen" oder " nicht mosern der muss hier fahren"
 
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Pöhlmann

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Oder ein paar aufgemalte Fahrradsymbole ...
 
Morsi65

Morsi65

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Aber wenn dann mit Richtungspfeil in Fahrtrichtung.
Braucht es eigentlich nicht. Wir haben Rechtsfahrgebot. Radfahrer dürfen nur auf Anordnung durch ein Verkehrsschild auf der „falschen Seite“ mit dem Rad fahren.
 
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Jaap

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Braucht es eigentlich nicht. Wir haben Rechtsfahrgebot. Radfahrer dürfen nur auf Anordnung durch ein Verkehrsschild auf der „falschen Seite“ mit dem Rad fahren.
Mir ist daß klar. (Verkehrsbehörden oft nicht)
Da aber Verkehrsbehörden linksseitiges Radeln nicht nur im Ausnahmefall anordnen sondern immer dann wenn sie gerade Lust haben. Ist Linksradeln so weit verbreitet dass überall dort wo ein Fahrradsymbol steht in beiden Richtungen geradelt wird.

Grundsätzlich gilt Verkehrszeichen und Anordnungen müssen klar verständlich sein. In diesem Fall sowohl für Radfahrer wie Fussgänger.
Mit Pfeilen ganz einfach. Ohne Pfeil für die Mehrzahl der Radler unverständlich.

Und Geisterradler gibt's überall.

Ich fahr rechts auf einem Schutzstreifen.
Kommt mir ein Rentner auf dem 90cm viel zu schmalen Schutzstreifen entgegen.
Ich: Sie dürfen hier nicht fahren.
Rentner: Empört. Aber das ist doch ein Radweg.
 
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Missverständliche Radwegbeschilderung

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