Mein SPed hat heute frei...

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tehdon

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erste Ausflugsfahrt mit zwei Akkus in 02/20

Ganz klar: Für die meisten von uns sind unsere SPeds Geschwindigkeits- und Pendeltiere: das wichtigste ist der schnelle und zuverlässige Einsatz im Arbeitsalltag.

Vor ein paar Jahren traf ich jedoch im Biergarten einen Frührentner, welcher mit seinem Delite HS unterwegs war. Dieses hat er sich für den Freizeiteinsatz gekauft - normale Pedelecs waren ihm einfach zu langweilig. Er erzählte, dass er natürlich nicht überall mit 45 durchballert. Aber die höhere Geschwindigkeit (natürlich gekoppelt mit den beiden Powerpacks) erweitert seinen Radius im Vergleich zum normalen Pedelec um ein Vielfaches. Und sollte mal ein Gewitter drohen, legt er den Turbo ein und ist fix wieder zuhause.

Inspiriert durch diesen Thread musste ich kürzlich wieder an ihn denken. Seit ich auf zwei 500er-Akkus zugreifen kann, habe ich nun auch ein paar "Freizeitfahrten" unternommen und mein Radl nach knapp zwei Jahren nochmal auf einer anderen Ebene kennen gelernt - nicht nur als Verkehrsmittel (mit hohem Genussfaktor) sondern als Genussmittel (mit hohem Verkehrsnutzen) :cool:

Es macht richtig viel Spaß!

Im Vergleich zu den "normalen" Pedelecs muss man natürlich immer im Hinterkopf behalten, dass Geschwindigkeit kostet. Und zwar Strom. Der exponentiell ansteigende Energieaufwand, je schneller man fährt, macht sich hier unmittelbar bemerkbar. Umgekehrt ist es bemerkenswert, welche Distanzen auf einmal möglich sind, wenn man einen 30er- Schnitt anpeilt und an Steigungen auch mal etwas fester in die Pedale tritt, statt den Nachbrenner anzuschmeißen.

In diesem Thread soll es also um das SPedelec-fahren abseits vom Pendeln gehen - vorwiegend Tagestouren bzw kleinere Ausflüge. Warum hier und nicht im Touren- oder Reisethread? Um sich hier speziell mit anderen SPed-Fahrern auszutauschen was Geschwindigkeit, Unterstützung, Verbrauch und Distanz anbelangt, ob hier merkbare Unterschiede zwischen den Herstellern/Aggregaten liegen, ob sich manche Räder besser oder schlechter eignen und und und...

@Georg hat gemeint, S-Pedelecs sind keine Marathonläufer - dem möchte ich widersprechen. Ich bin schon oft über 42,2km geradelt 🤪

Wie gesagt, bisher halten sich meine Erfahrungen noch in Grenzen. Trotzdem hier der Abriss meiner letzten Ausflüge:

Februar 2020: "Endlich zwei Akkus!"
Strecke: 70 km, flach, windig
Unterstützung: Turbo (4/4); Rest: 2x20%
Tempo: Bosch-Maximum 🥳
Pausen: auf halber Strecke, 1h, beide Akkus mit 2 Ladegeräten nachgeladen
Fazit: War die erste Fahrt mit 1000wh. Eröffnet nochmal komplett neue Möglichkeiten! Merke: <750wh am SPed sind ein Schmarrn nicht mehr als ein Kompromiss. Aber erzählt das mal Kettler und MTB Cycletec...

März 2020: "Was geht auf Sport?"
Strecke: 70 km, hügelig. Lechtal durchquert, da gehts hart runter und wieder rauf. Man hat den Eindruck, die natürliche bayerisch-schwäbische Grenze ist nach wie vor schwer passierbar. Fehlen nur noch Schlagbäume und Mautstellen. Tatsächlich gibt's bei manchen Staustufen noch Luken im Boden aus der Zeit des eisernen Vorhangs, um im Zweifelsfall den Übergang sprengen zu können, falls der Russe kommt. Oder der Münchner? 🙃
Unterstützung: Sport (3/4); Rest: 20% und >40%
Tempo: gemütlicher 30er-Schnitt
Pausen: Nur kurz um Akku zu wechseln
Fazit: Bosch kalibriert seine ab-Werk-Unterstützungsstufen für meinen Geschmack echt gut. Auf "Sport" kann man sich hervorragend durch die Gegend kutschieren lassen und hat nach 70km noch ein mehr als gesundes Polster. Apropos "Polster": Jetzt, wo ich öfter Touren mache, die länger als 40 min dauern: Ich brauch wirklich nen neuen Sattel! Oder auch ein Delite *träum*. Oder einfach beides. 💰💰💰
Bilder gab's diesmal keine, hat einfach zu viel Spaß gemacht.

Noch zu erwähnen: Im Anschluss noch ne 10km-Runde mit Familie (+Anhänger) gemacht. Auf Unterstützung "Eco" (1/4) fährt sich der Bosch ähnlich wie ein Pedelec, nur ohne die unsägliche 25er-Wand. Mit bisl Schmagges geht's auch auf die 30 rauf.

Meine Prognose nach den ersten Erfahrungen:
Mit 2 Akkus sollte man mit dem Bosch für alle handelsüblichen Tagestouren gut gerüstet sein. Wenn es jetzt nicht darum geht, möglichst schnell unterwegs zu sein, ist ein ökonomisches Fahren jenseits der 25km/h definitiv möglich. Bin schon gespannt, wie weit man das treiben kann... Wie sind eure Erfahrungen?

Übrigens bin ich "nur" mit dem Intuvia-Display unterwegs, weshalb ich euch keine genaueren Daten zum Verbrauch etc. liefern kann.
 
FreddieK

FreddieK

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Das ist auch meine Erfahrung: entweder schnell oder weit. Oder Ersatzakku. Klever hat den Range Extender und ich steck das Teil halt in meine ganz normale Packtasche. Bosch sind ja böse, gemein und laufen keine 45, aber die große Verbreitung hat auch Vorteile. In der Bucht findet man genügend gebrauchte Akkus zu sozialverträglicheren Preisen. Gerade die praktischen 500er Knubbelakkus. Da werd ich bei Gelegenheit nochmal zuschlagen und dann geh ich mit 1,5 kWh auf große Tour. 🐌
 
Blackbird

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Auf Unterstützung "Eco" (1/4) fährt sich der Bosch ähnlich wie ein Pedelec, nur ohne die unsägliche 25er-Wand. Mit bisl Schmagges geht's auch auf die 30 rauf.
Mit 1000Wh kommt man schon ordentlich weit. Im Tour-Modus mit gelegentlich Sport oder Power für steilere Anstiege sind 100km schon gut machbar.

Bei meinem Hai fühlt sich aber Eco sehr schwach an. Da fährt sich mein MTB mit breiten Stollenreifen und ohne Motor leichter.
Deshalb fahre ich min. im Tour-Modus. Vielleicht gönne ich mir ja mal die individuell einstellbaren Modi und spiele da mal ein wenig rum.
 
Wuselbike

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Hallo zusammen,

dieses Wochenende mit meinem Superdelite HS zwei Touren gefahren - 77 km gestern und heute 90 km. 🙂

Heute war es ziemlich windig aber super sonnig. Schnitt 32 Km/h Garmin gps, Restakku 24 %. 🚴🏻‍♀️

Nach der Ausfahrt heute - mit Begleitrad :cool:

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mawadre

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an Steigungen auch mal etwas fester in die Pedale tritt, statt den Nachbrenner anzuschmeißen
Der ist gut. Mache ich werktäglich. Das mit dem Nachbrenner. Bis zu 1500 Watt auf 2km und 125 hm. Da ist der 6 Jahre alte 300 Wh Bionx 13S3P am Grace Easy S nach 2 km schon fast leer... :X3: :LOL:
Um sich hier speziell mit anderen SPed-Fahrern auszutauschen was Geschwindigkeit, Unterstützung, Verbrauch und Distanz anbelangt, ob hier merkbare Unterschiede zwischen den Herstellern/Aggregaten liegen, ob sich manche Räder besser oder schlechter eignen und und und...
Ich hatte es neulich und oben geschrieben: täglich nur 2 Nachbrenner-Kilometer oder aber neulich 16 km mit 50 hm und 50 kg Anhänger bei moderater Unterstützung und nur mal 1 km Rennradfahrer mit dem Hänger Windschatten geben 😂
Endlich zwei Akkus!
Ja, für die 16 km zurück hatte ich dann den zweiten Akku.
Mit 1000Wh kommt man schon ordentlich weit. Im Tour-Modus mit gelegentlich Sport oder
Wie heißt gleich einer der Stromer-Regulars aus CH der häufig im S-Pedelec-Pendler-Thread mit "Grüselis Jan" schreibt? Der letztes Jahr mit dem Stromer S-Pedelec eine Tour nach Spanien und zurück gemacht.
 
C

cephalotus

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s-Pedelec eignen sich vorzüglich für Touren.

Ich war letzten Sommer mit meiner Freundin in der Schweiz und in Frankreich unterwegs.

Damit der Urlaub kompatibel mit den Vorstellungen meiner Freundin blieb und trotzdem halbwegs passable Disatnzen pro Tag zurück gelegt werden können waren die s-Ped gerade richtig. Die niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeiten mögen täuschen, aber das waren Urlaubsfahrten, die haben auch Schiebepassagen in Städten oder langsames Fahren auf Feldwegen, Strand o.ä. mit dabei. Die 40-45 sind wir zwischendrin durchaus auch mal gefahren.

Mein Akku hatte nominal 1085Wh, der meiner Freundin 1310Wh. Ladegerät war je ein Cycle Satiator mit je 360W. Ursprünglich hatte ich mit Zwischenladungen Mittags gerechnet, tatsächlich haben wir aber nur ganz selten mal kurz an Pausen geladen an gerade zugänglichen Steckdosen.

Umbauten im Vergleich zum Alltag:

1. Hinten 9x 11-34 Kassette statt 9x 11-28 (vorne sind es drei Kettenblätter mit 24-36-48 Abstufung)
2. Gefederte Sattelstütze
3. Breiterer Sattel
4. Goßer 13s8p Eigenbauakku, dadurch auch etwas andere Verkabelung
5. Trinkflaschenhalter für 1,5l Flaschen
6. Stabilere Pedale

Trialenker war nicht vernünftig in Kombi mit dem dem Redshift Vorbau zu verwenden

Damit landet es bei ca. 23kg.

Ich hatte etwas umfangreicheres Werkzeug und Ersatzteile mit, so z.B. Ersatz- BMS für die Akkus, Bedienelement und Display.

Gebraucht hab ich am Ende den Kettennieter (für einen anderen Radfahrer), Inbus Schlüssel zum Anziehen der Scharuben (Hauptsächlich Ständer) und tatsächlich den Gaslötkolben wegen einem Kabelbruch beim Frontlicht.

Mein sPed mit Kennzeichen:
sPed_Frankreich01.jpg


Beide s-Ped unterwegs mit Gepäck (wir haben überwiegend gezeltet, hatten aber auch etwas brauchbare Kleidung für Restaurants etc mit dabei:
sPed_Frankreich03.jpg


Die sPed sind so programmiert, dass sie nach Abnahme des Displays bis 25km/h unterstützen. Die Motoren haben auch nur offiziell 250W. Die Kennzeichen sind via Magnethalterung befestigt und schnell abgenommen. Das haben wir für den Bahntransport genutzt und am 1. Tag in Frankreich waren wir erstmal ohne Kennzeichen unterwegs, weil wir uns da noch unsicher waren. Tatsächlich war es kein Problem.

Ohne Kennzeichen:
sPed_Frankreich04.jpg


Hier die Verbrauchswerte vom Hauptteil der Tour. Ich hatte bei meinem sPed einen Datenlogger dazwischen gehängt
Reku_sPed_Tour_2019_Teilstück.jpg


Und hier noch die Leistungen im Detail (Bild extern verlinkt):



Fazit für mich. Ich würde solche Touren in Ländern in denen es möglich und sinnvoll ist nur noch mit dem sPed machen und nicht mehr mit dem 25er. Mit einem 1310Wh Akku sollte da selbst bei normal anstrengender Urlaubsfahrt 150km gut machbar sein, mit Zwischenladen und einem leistungsfähigen Ladegerät und dem Willen, solange im Sattel zu hocken sind vermutlich auch 200km+ denkbar.

Wir sind meist erst zwischen 10-11 los gekommen und wollten Abends noch gemütlich aufbauen, duschen, waschen und Essen gehen und hatten unterwegs stets längere Stopps, da waren die Fahrzeiten und Strecken nicht so lange.

Sinnvoll wäre eine aorodynamischere Anordnung des Gepäcks und ebenso muss ich nochmal über einen Trialenker nachdenken.

MfG
 
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tehdon

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Sehr cool, @cephalotus ! Toll, dass doch mehrere eine unterschätzte Fertigkeit eines unterschätzten Verkehrsmittels nutzen (y)

@mawadre: natürlich kenn ich den Reisebericht von @kawajan74. Macht brutal neidisch beim lesen.

Grüsselis Tobi :p
 
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