Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojektes

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Fasermacker

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Werte Gemeinde,

es ist an der Zeit, mein Liegerad-Pedelec Umbauprojekt vorzustellen. Seit Ende April ist meine Liege nun elektrifiziert auf der Straße. Seitdem habe ich ca. 1500 km als Pedelec zurückgelegt und genügend Erfahrung damit gesammelt um hier davon zu berichten.

Das Ausgangsgerät:

Mein Eigenbau Carbon Liegerad („Tieflieger“). Vollgefedert, 26“ Hinterrad, 20“ Vorderrad. Sitzhöhe über Asphalt: 26 cm. Schaltung: 3 x 9 Kettenschaltung. Das Fahrzeug fährt sich hervorragend als Langstreckentourer auf Landstraßen (in dichten Stadtverkehr ist es wegen der geringen Höhe eher ungünstig).

Meine Situation:

Ich wohne im Voralpenland – und somit stehe ich schon nach kurzer Strecke vor irgendeinem Berg. Die Tatsache, dass für mich längere Bergstrecken ein Hindernis darstellen ist weniger in dem – Irrglauben – begründet, dass Liegeräder per se schlecht für Berge geeignet sind. Es liegt eher an mir selber: etwas Übergewicht, Raucher, 50 Jahr alt. Kein „Fitnesswunder“. Gesamt-Systemgewicht: ca. 130 kg. :eek: Damit also meine Touren mich tief ins Alpenland führen können und für mich die Aufstiege im Isar- und Loisachtal keine Hindernisse mehr darstellen, habe ich mich für die Erweiterung um einen Pedelec Antrieb entschieden.

Die Pedelec Ausrüstung:
Als Lieferanten habe ich mich für ElfKW entschieden. Ich habe den 36V, 250W Hinterrad Nabenmotor mit „Bergwicklung“ genommen – also einen auf 28“ spezifizierten Motor in ein 26“ Hinterrad eingebaut. Speed war für mich nie ein Thema – da ich mit reiner Muskelkraft immer schneller wie 30km/h bin. Drehmoment war wichtig!
17A Controller + MMC v3 Vorstufen Controller. Ich fand die Bluetooth Anbindung an ein Smartphone einfach unwiderstehlich!
Leistungssteuerung durch Gasdrehgriff. Pedaliererkennung durch PAS Sensor. Magnetscheibe in der Kettenumlenkrolle untergebracht.
Akku: 36V, 11,6 AH. Diesen habe ich mir bei BattEnergyShop in München löten lassen.
Sonstige „Gimmicks“: Der Pedelec Akku versorgt - über Spannungswandler – die beiden Scheinwerfer und eine USB Ladebuchse für’s Smartphone mit Strom.
Wichtig war es mir, das ganze Pedelec-„Gedöns“ mit wenig Aufwand ausbauen zu können, um recht einfach wieder ein unmotorisiertes, leichteres Tourenrad zu bekommen.
Der Akku und die Controller-Elektronik wurden in separate Seitentaschen, die mit einem Schnellverschluss an die entsprechende Rahmenhalterungen angeklipst werden können. Alle außenliegenden Kabelverbindungen sind über Steckerkupplung oder XT60 Stecker miteinander verbunden. Die innenliegenden Signalleitungen sind mit MPX Modellbaustecker verbunden.

Erfahrungen:
Mittlerweile habe ich ca. 1500 km und ca. 20 Akkuladungen hinter mir. Eine Akkuladung hält somit ca. 70 – 90 km bei „durchschnittlicher“ Unterstützung. Bei heftigen Bergstrecken kann die Reichweite auch mal auf 50 – 60 km zurückgehen. Ich verwende die Unterstützung aber nur an Bergstrecken oder beim Anfahren. Gerade das Anfahren ist bei tiefen Liegerädern manchmal eine etwas kippelige Angelegenheit, bis man auf „Speed“ ist. Die Unterstützung mit Motor „entschärft“ diese Situation.
Das Pedelecunterstützte fahren ist wirklich eine tolle Angelegenheit! Macht enorm Spaß - insbesondere, wenn man vor bevorstehenden Bergetappen keine „Angst“ mehr haben muß. Nun sind Tagestouren von ca. 200 km in die Alpen für mich machbar (schon ausprobiert). Vor kurzem habe ich eine Alpenüberquerung von mir zu Hause zum Gardasee gemacht: eine höchst-entspannende Angelegenheit ;-).
Von der Leistung des Motors bin ich positiv überrascht. Mit Naben-Getriebe-Motor geht’s damit auch knackige Steigungen rauf. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass Nabenmotoren nicht das Optimum an Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten hätten: mir hat’s bisher immer gereicht.
Leider hat mich der Motor bei einer kleineren Tagestour hier einmal im Stich gelassen: siehe hierzu diesen Thread: https://www.pedelecforum.de/forum/s...efallen-Hallsensor-defekt&p=335863#post335863. Ein Hallsensor war wohl schon ab Werk defekt (das Plastikgehäuse war vorbeschädigt - beim Austausch sind mir die Brösel entgegen gefallen). Martin Koeck von ElfKW hat mir schnell geholfen. Die Reparatur habe ich dank der vielen Infos hier im Forum selbst durchführen können.
Ja – Pedelec fahren ist schön. Aber es gibt auch einige Punkte, die mir aufgefallen sind:
Durch die Kombination Liegerad + Pedelec bin ich in einem Leistungs-/Geschwindigkeitsbereich unterwegs, bei dem meine durchschnittlich fitten Mitfahrer nicht mehr mithalten können. Ich bin daher jetzt öfters alleine unterwegs, wenn ich mal richtig „die Sau rauslassen will“.
Der Pedelecantrieb wird recht schnell „integraler Bestandteil“ des Fahrradfahrens. Will sagen: ich neige dazu, manchmal zu vergessen, dass es in der Hautsache noch Fahrradfahren ist. Mein „Stromzähler“ ist von nun an das wichtigste Instrument am Rad. Der Gedanke „was ist wenn der Akku unterwegs leer wird“ ist schon vorherrschend. Oft wird dann bei langen Touren vorsichtshalber das Ladegreät noch mit eingepackt… Ich scheine manchmal zu vergessen, dass man auch ohne Motor noch längere Touren schaffen kann!!! Vor Ampelstops vergesse öfters ich runter zu schalten ( der Motor schiebt mich ja wieder an…).
Ja und nochwas ist mir negativ aufgefallen: wenn man erwähnt, dass das Rad mit einem Motor ausgerüstet ist, wird man gleich als „Schlaffi“ oder „Mogler“ hingestellt. Dann ist die gerade absolvierte Alpenüberquerung nicht mehr wert als wäre ich mit dem Motorrad mal schnell rübergedüst „…jaaaa – mit so’ner Rentner-Drohne kann das ja jeder…blafasel“ :mad:. Es folgen dann meinerseits immer irgendwelche Erklärungsversuche. Ist manchmal nervig. Das ist sicher alles auch ein mentales „Problem“ meinerseits – vielleicht stellt sich bei mir auch irgendwann die notwendige „coolness“ ein.

Und hier noch ein paar Detailfotos:

Für Fragen, Anregungen und konstruktive Kritik habe ich stets offene Ohren!

Es grüßt Euch Norbert!
 

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neandertaler

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AW: Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojektes

Hallo Norbert,
eine schöner Eigenbau mit toller Elektrifizierung. Glückwunsch.
Die gleichen Gründe, mangelnde Sportlichkeit, Steigungen, Raucher etc. haben mich für den Arbeitsweg auch mein Trike elektrifizieren lassen. Mittlerweile ist es mir egal wie schnell ich ohne Motor könnte. wenn man sich nur genug anstrengt, tut man so viel man kann / mag ist aber viel schneller und nicht gleich GANZ kaputt.

Das Problem mit den Vorhaltungen bezüglich des Motors habe ich hier auch.
Es fällt schwer das zu erklären, das man ja doch "richtig" reintritt aber deshalb nur halb so lange braucht und die Extremen Belastungen weg sind. Mittlerweile Grinse ich nur noch, da ich ja weiß, das ich getan habe was kann. Wenn du mal eine andere Lösung / Erklärung findest bitte Posten ;)

VG Edgar
 

Creative_Inspire

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AW: Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojektes

Ist das die Schraub-oder die Kassettenvariante?
 

Fasermacker

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Ist das die Schraub-oder die Kassettenvariante?

Hallo Christosser,

das ist "leider" die Schraubvariante. Wenige Wochen, nachdem ich bei ElfKW den "Schraub-"Motor gekauft habe, kam die Kassettenvariante auf den Markt. Hat mich echt geärgert! Hätte mich gefreut wenn mir ElfKW einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben hätte - denn das mir unsympathische Schraubkassettenthema habe ich kurz davor mit Martin Köck erörtert. Da ich Sonder-eingespeichte Laufräder habe (kostet jedesmal über 100,-) , kommt ein schnelles "altes Laufrad bei eBay verchecken und neues Laufrad mit Kassettenmotor kaufen..." auch nicht in Frage. Jetzt bleibt der drin bis er nicht mehr kann. Argh!
 

Fasermacker

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Hi Edgar,

danke für das Lob! Leider habe ich die Coolness da irgendwie noch nicht hingekriegt. Ich werde sowieso ständig wegen meines Rades angesprochen - weil's halt doch etwas exotisch ist. Das stört mich gar nicht und ich gebe gerne darüber Auskunft. Und irgendwann kommt die Frage: "und was sind denn das für Taschen da ...". Tja und wenn sie "Pedelec" hören ist irgendwie der ganze "Glamourfaktor" des Rades dahin. Pedelec wird hierzulande vielfach immer noch verstärkt mit "Rentner-Drohne" und "faul" und "Schlaffi" in Verbindung gebracht... Also, ich habe bisher wenig positive Kommentare gehört, eher Unverständnis, dass man "sooo ein Rad" mit nem Electroantrieb "verschandelt". :dagegen:

Grüße, Norbert
 
R

Ratpack

AW: Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojektes

Traumschön! :)
verstau doch den Inhalt der Taschen im individualisierten Heck
 

holli2000

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AW: Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojektes

Sehr schönes Rad - Glückwunsch ! Hast du die Durchführung der Kabelage durch die Tasche selber konstruiert ? Oder gibt es so etwas zu kaufen ? Wie verhält es sich mit dem Controller, wird der nicht zu warm ?
 

neandertaler

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Leider habe ich die Coolness da irgendwie noch nicht hingekriegt. Ich werde sowieso ständig wegen meines Rades angesprochen .... Tja und wenn sie "Pedelec" hören ist irgendwie der ganze "Glamourfaktor" des Rades dahin. Pedelec wird hierzulande vielfach immer noch verstärkt mit "Rentner-Drohne" und "faul" und "Schlaffi" in Verbindung gebracht... Also, ich habe bisher wenig positive Kommentare gehört, eher Unverständnis, dass man "sooo ein Rad" mit nem Electroantrieb "verschandelt". :dagegen:

Grüße, Norbert

Hallo Norbert,
ist ja mit einem Trike nicht anders, man wird angesprochen, weil so cool und so schön bequem und das ist ja sicher auch sehr schnell.

Angesprochen auf den Motor beginne ich immer mit: Da ich damit nicht aus dem Sattel und so mit keinen Wiegetritt kann, wird's am Berg echt mörderisch und dafür ist der Motor.
Auf der Ebene braucht man den ja nicht.
Dann geht's meist eher in Richtung: Ach ja, verstehe, würd ich wohl auch machen.

Und nachdem ich gestern von meinem Arbeitsweg nach Hause kam und in den Beinen merkte wie stark ich mitgeholfen habe (war ziemlich platt) , da können mir andere erzählen was sie wollen.
Meine Fitness ist im letzten Jahr gestiegen (Dokumentation von durchschnittlicher Geschwindigkeit und Stromverbrauch) und ich habe abgenommen und fühle mich wohl - kann man nicht weglästern :D

Weiterhin viel Spaß mit deinem Rad und immer schön Bauch (wenn vorhanden) rein und Brust raus und mit größtmöglicher Überzeugung sprechen. dann wird's ;-)

VG Edgar
 

Fasermacker

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AW: Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojekt

Hallo in die Runde,

Traumschön! :)
verstau doch den Inhalt der Taschen im individualisierten Heck
Danke für Das Kompliment, Ratpack! Das war natürlich mein erster Ansatz, den ganze Elektrokrempel im Heckkoffer zu verstauen - leider passt das alles nichtmal ansatzweise da hinein. Ich habe da sehr lange rumgetüftelt, wie ich das da unterbringen könnte - aber irgendwie kam ich um die angeklipsten Seitentäschchen nicht herum. Ich überlege mir nun, die Stofftaschen durch Kohlefaserboxen zu ersetzen, die in der "Formensprache" mit dem restlichen Design gut harmonisieren. Mal sehen, was ich diesen Winter aus meiner Laminierwerkstatt zaubere...

Sehr schönes Rad - Glückwunsch ! Hast du die Durchführung der Kabelage durch die Tasche selber konstruiert ? Oder gibt es so etwas zu kaufen ? Wie verhält es sich mit dem Controller, wird der nicht zu warm ?
.
Auch Dir, holli2000, vielen dank für die Blumen ;-). Die Durchführung der Kabelage habe ich mir selber erdacht...Na ja so richtig viel zu "erdenken" war's ja nicht: aufgrund der Anforderung, das ganze Gedöns schnell wieder abbauen zu können, kam ich um die Steckerlösungen nicht herum. Der Signalleitungsstecker (+ Schwachstrombuchsen für Licht und Smartphone) ist ein 14-poliger CPC Stecker + zugehörige Buchse von AMP. Boaah - alleine der Stecker und die Buchse haben ummera 60,- gekostet. :eek:
Gegen die Überhitzung des Controllers habe ich in die eine Tasche ein entsprechendes Loch geschnitten, durch die die "Kühllamellenseite" des Controllers ins Freie ragt. Somit ist der immer schön mit Kühlluft umflossen. Durch die unmittelbare Nähe zu den rotierenden Speichen glaube ich sogar, dass der dort besonders viel verwirbelte Frischluft abkriegt. Damit die Taschen mit den eingeschnittenen Löchern nicht zu labberig werden, habe ich die innenseitig an den entsprechenden Stellen mit 1 mm Kunststoffplatten verstärkt. Ich werde demnächst ein paar Fotos mit den Detaillösungen nachreichen...

Weiterhin viel Spaß mit deinem Rad und immer schön Bauch (wenn vorhanden) rein und Brust raus
Ähem - nunja irgendwie habe ich sogar das Gefühl, dass eine kugelige Wampe auf einem Liegerad irgendwie aerodynamische Vorteile bringt ... verbessert irgendwie die laminare Strömung:cool:. Ist halt mein Hofbräu-Spoiler :D. Nenene - so schlimm ist mein Kugelspoiler dann auch wieder nicht:p

GroßeGrüße, Norbert
 

Michael.HH

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AW: Mein Liegerad-Pedelec Umbauprojekt

es gibt eben noch vorbehalte gegen die e.unterstuetzung. letztens wurde ich gefragt,ob ich den motor denn wirklich schon brauche. ich habe geantwortet,das ist ein e-bike.und ein e-bike ohne motor ist doch auch bloed,oder?
...ansonsten schliesse ich mich meisters meinung an,mein cross ist definitiv ein,etwas zu schnelles,mofa. ich kann damit leben.
 
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OldMan54

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Gehört jetzt nicht direkt in den Thread...

Ich finde diese Diskussionen müssig. Niemand muss sich für ein E-Bike rechtfertigen :p

Recht interessant finde ich den Bericht von Maximilian Semsch, Around OZ.
In den Extras der DVD erläutert er sehr anschaulich die Vorteile des E-Bikes im Vergleich zu seiner Singapur Tour.
Er kann in einer definierten Zeit einfach mehr Strecke machen. Ausserdem, für mich einer der ganz wesentlichen Punkte überhaupt,
können Partner mit unterschiedlichem Leistungsniveau miteinander etwas unternehmen,
ohne das der oder die Schwächere den Maximalpuls neu definiert :rolleyes:
Der Bericht zeigt deutlich, dass auch das Fahren mit E-Bikes durchaus fordernd sein kann.

Immer wieder werde ich mit meinem 11 Ps Dieselmotorrad angesprochen, "wie kann man so viel Geld für so wenig Leistung...."
Meine, eventuell arrogant klingende Antwort, "Ich kann mir das leisten" ;)

Die Masse der Kommentare kommt von Menschen, die so etwas noch nie getestet haben...
 

Holgi

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Die meisten Leute mit denen man sich etwas länger unterhält äußern sich nicht abfällig über e-Bikes oder Pedelecs. Erst gestern bin ich mit einen Rennradfahrer zusammen auf dem Bockerlbahnradweg von Landau bis Simbach gefahren. Wir hatten zufällig die gleiche Richtung und er Interesse an meinem Bike. Nach dem ersten Datenaustausch: wie schnell, wie weit, wie teuer, kamen dann schon Fragen woher jeder kommt und wie weit wir heute noch fahren wollen. Er konnte weiter trainieren und ich habe mich gut unterhalten auf meiner gestrigen Strecke von 200 km.
 

DerScooter

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wenn man erwähnt, dass das Rad mit einem Motor ausgerüstet ist, wird man gleich als „Schlaffi“ oder „Mogler“ hingestellt.

Hi,
meine Bekannten sagen alle: "Wenn ich in Rente gehe, hole ich mir auch ein Elektrorad".
Hat aber nichts mit Rente zu tun, sondern damit dass der E-Antrieb die Reichweite oder die Möglichkeit Steigungen zu überwinden deutlich erweitert.
Dadurch benutze ich mein Rad z.B. häufiger...:)

Gruß
Jens
 

Creative_Inspire

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Es können sich nur die abfällig über ein wirklich sportliches ebike/pedelec äussern, die noch nie eins gefahren sind.

Einfach links liegen lassen und grinsend davon...!
 

Fasermacker

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Werte Gemeinde,

irgendwie scheint's da doch ein wunder Punkt getroffen worden zu sein: mit den Vorurteilen, mangelnder Toleranz und dem ständigen Rechtfertigungs- und Erklärungszwang. Natürlich kann man das versuchen zu ignorieren. Natürlich steht man da drüber. Natürlich ist es am wichtigsten, dass es einem selber taugt. Und Ja: somit wäre jede Diskussion müßig. Dennoch wird man diesen Diskussionen ausgesetzt. Man muss seine Antworten parat haben. Immer wieder die gleichen Kommentare mit immer den selben Phrasen abtun. Ist halt irgendwie nervig...:mad:

Da wäre es doch mal interessant, hier im Forum eine Art "Pedelec-Nörgler-Typologie" aufzustellen und die schrägsten Kommentare zu sammeln. Ich fang mal an:

Neulich bei einem Privatfest kennengelernt: Eine Gruppe neureicher, hipper Life-style Junkies mit ausgeprägten Profilneurosen (Typ: Münchner Schicki-Micki *würg*). Keine Ahnung von Technik - Hauptsache gut und teuer. Kein Rad unter 3.500,- Euro. Zum Schaltung-einstellen wird's mit dem Porsche Cayenne zum Händler gefahren. Überboten sich mit ihren Hammer-Alpencross Geschichten, wieviel Höhenmeter und Km pro Tag geschafft wurden. Pedelec - du meine Güte! "zum Glück habe ich noch so viel eigenen Ehrgeizig, dass ich den Berg ohne Fremdhilfe hochkommen will". Umkehrschluss: jeder der Pedelec fährt ist entweder unambitionierter Leistungsverweigerer oder lässt sich "gehen" - oder beides.


Wäre mal interessant, sich das näher anzuschauen, oder?

Grüße, Norbert
 
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