Max. Gesamtgewicht im "Grenzbereich": okay oder gefährlich?

Diskutiere Max. Gesamtgewicht im "Grenzbereich": okay oder gefährlich? im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; moin, was mein ihr? Es geht um ein Kalkhoff Endeauvour 1.B! Systemgewicht 130 kg. Das Rad hat ca. 24 kg. Der Fahrer 120 kg. Meint ihr ist es...
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moin,

was mein ihr?

Es geht um ein Kalkhoff Endeauvour 1.B!

Systemgewicht 130 kg.
Das Rad hat ca. 24 kg.
Der Fahrer 120 kg.
Meint ihr ist es kritisch wenn man damit nur auf festen Straßen unterwegs ist?!
 
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Hat sonst noch jemand reelle Erfahrungen mit Markenbikes und "überladung"....

Angenommen ich bewege das Bike nur in der City zum pendeln..?!

.. ich lese nur KANN knapp sein mit dem Bremsen, KANN Brüche verursachen, etc.

Wie oft ist sowas bei einem vernünftigen Markenrad passiert?
 
Moadib

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Ich finde, Du stellst im letzten Beitrag die falschen Fragen- die richtige hast Du oben schon beantwortet bekommen.

Auf jeden Fall ist es fahrlässig und vorsätzlich, wenn man bewusst die vom Hersteller zulässigen Grenzwerte überschreitet.

Ansonsten weiß ich ja nicht, wo Du wohnst und wie die Straßen bei Euch so sind- bei mir hier sind sie jedenfalls voller Schlaglöcher, nicht richtig absenkten Bordsteinkanten und Wurzelverwerfungen. Und auf den Fahrbahnen dann noch die Gullideckeln, denen man auch nicht immer ausweichen kann. Ganz zu schweigen vom Kopfsteinpflaster. Kurzum: die Belastung für das Rad ist gerade in der Stadt enorm.

Es ist übrigens ein (positives) Vorurteil, dass Marken generell ein Synonym für hohe Qualität wären. Kann man bei Warentest immer wieder sehen- natürlich auch bei Tests von (Marken)rädern. Dort findest Du dann auch auch hin und wieder tatsächliche Brüche.

vg,
 
CROW1973

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Ich habe letztens einen ~180kg Mann auf einem ~8kg Rennrad gesehen.
Sind unsere Pedelcs so schlecht gebaut oder die Rennräder einfach besser gebaut?
 
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@CROW1973

Das ist eine gute Frage.
Kann doch nicht sein das Rad und Felge sich verbiegen wegen 15-20 kg .. :unsure:
 
Moadib

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Funktioniert wunderbar.

klar funktioniert das...bis eben irgendein Teil bricht.

Die hier haben das auch gedacht. Jahrelang ging das ja sogar gut:

Einsturz der Morandi-Brücke: «Sie haben Blinde geschickt» - Blick
(nur ein Beispiel, gibt ja noch mehr)

Es gibt doch genügend Räder, die für höhere Gewichte ausgelegt sind. Wieso muss man dann unbedingt zu einem greifen, das für das eigene Gewicht nicht ausgelegt ist?

Selbst wenn das Rad nicht unter einem zusammen bricht (was anscheinend das einzige ist, was einige interessiert), verliert man seine Garantie und Gewährleistung, riskiert seine eigene Gesundheit und die von anderen und begibt sich darüber hinaus auf rechtlich unsicheren Boden bei Unfällen.

Und für was noch mal genau?

vg,
 
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Dirkkro

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Kann doch nicht sein das Rad und Felge sich verbiegen wegen 15-20 kg .. :unsure:

Das passiert im Allgemeinen nicht. 15% ist schon die Materialstrueung,. Das weiss ich, da ich oft mit Materialzertifikaten zu tuen habe, in denen die echten Prüfwerte stehen. Meist 10-15 % über Soll (nicht immer).
Zudem sind die meisten Felgen für passende Lasten zuigelassen

Es ist ja meist auch woanders Reserve übrig.

Die Brücken in Deutschland bekommen trotz sorgfältiger Arbeit Risse, hier hat man aber z.T mehr Überlast genehmigt, (früher 38 t nun bis 44 t ) . Es ist auch eine Sache der Überwachung und Pflege

Ich würde das Rad fahren! Aber immer ein wenig vorsichtiger an Bordsteinkanten und Schlechtwegstrecken meiden.
Zudem ggf. etwas breitere Reifen und nicht den Luftdruck etwas absenken, damit es besser federt und die Belastungsspitzen gemindert werden.
So würde ich mich sicher fühlen!
 
H

hansmeier2018

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Die hier haben das auch gedacht. Jahrelang ging das ja sogar gut:
Das Beispiel hinkt gewaltig.
Es gibt doch genügend Räder, die für höhere Gewichte ausgelegt sind. Wieso muss man dann unbedingt zu einem greifen, das für das eigene Gewicht nicht ausgelegt ist?
Spart Geld.
Selbst wenn das Rad nicht unter einem zusammen bricht (was anscheinend das einzige ist, was einige interessiert), verliert man seine Garantie und Gewährleistung, riskiert seine eigene Gesundheit und die von anderen und begibt sich darüber hinaus auf rechtlich unsicheren Boden bei Unfällen.
Die hast du eh nicht beim Gebrauchkauf.

Bei knapp 20% Ubergewicht bricht nichts zusammen.
Und wenn etwas bricht, passiert doch auch nicht viel.
Wenn überhaupt sind es die Laufräder und dann fängt das mit einzelnen Speichen an und nicht aufeinmal.
Übertreiben wir es mal nicht.
Hier fahren x Leute im Forum mit über 200kg Gesmtgewicht bei 100er oder 130er Freigabe. Guck mal in die Umbaufraktion oder alle die ihre Einkäufe oder Kinderabholungen mit dem Rad erledigen.


Was anderes wäre es, wenn er mit einem MTB im Bikepark fährt, da würde ich auch nichts riskieren. Da wirken andere Kräfte und ein Bruch kann richtig übel ausgehen.
 
G

Gunair

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Prinzipiell ist bei Gewähleistung und Produkthaftung der Verkäufer und Herrsteller bei Fahrzeugen in der Beweislast (nach ablauf der Gewährleistung in der Garantie falls darüber hinaus vorhanden nicht mehr, bei der Produkthaftung wenn ein versagen der Technick ersichtlich ist teils schon noch).
Bei der Beurteilung werden Maschienenbaunormen für Fahrzeuge zum Personentransport gerangezogen,
diese beinhalten bei bewegten tragenden sowie sicherheitsrelevanten Bauteilen eine Auslegung auf 10 Fache Sicherheit bei statischen Bauteilen 3 Fache Sicherheit (grob zusammengefasst auf Bruchlast bezogen), also wird man sich mit 20% Mehrbelastung im Streitfall kaum aus der Schlinge ziehen können, anders sieht es jedoch bei Einsatz in eundeutig sportlicher Verwendung aus (MTB im Wald...)
 
Massa666

Massa666

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Zudem kann man ja noch mit entsprechender Federung (Gabel, gefederte Sattelstütze) gewisse "Belastungsspitzen" herausnehmen.
Habe mir selbst vor kurzem eine By-Schultz G2 gegönnt und das merkt man schon enorm
 
Moadib

Moadib

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Prinzipiell ist bei Gewähleistung und Produkthaftung der Verkäufer und Herrsteller bei Fahrzeugen in der Beweislast

wenn man hier nicht noch Betrug (durch Falschangabe) hinzufügen möchte, reicht die Benutzung außerhalb des zulässigen Gesamtgewichtes um eine Gewährleistung abzulehnen.

... Streitfall kaum aus der Schlinge ziehen können, anders sieht es jedoch bei Einsatz in eundeutig sportlicher Verwendung aus (MTB im Wald...)

gibst Du dem TO eine Garantie darauf und vertrittst ihn im Fall der Fälle?

Natürlich haben technische Geräte eine Sicherheit eingebaut- die gilt aber der Sicherheit (auch des Herstellers) und nicht dem User zur Ausreizung. Sie dient u.a. auch dazu, dass ein Bauteil einmal weniger als die berechnete Last tragen kann und dann immer noch die zugesicherten Eigenschaften besitzt- ist ja immer so, dass etwas passiert, wenn mehre Komponenten zusammen kommen. Kann- und geht oft gut. Manchmal aber eben auch nicht. Und hinterher will natürlich wieder niemand etwas davon gewusst haben- ist mein Lieblingssatz: ...wer konnte das auch wissen...

Wenn man sich schon auf ein Risiko einlässt, sollte man es hinterher auch tragen- also weder Gewährleistung geltend machen noch die Kranken/Rentenkasse mit Kosten belasten und jeden Schaden begleichen, der dadurch ggfls. entsteht. Und sich nicht rausreden.

vg,
 
G

Gunair

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reicht die Benutzung außerhalb des zulässigen Gesamtgewichtes um eine Gewährleistung abzulehnen.
Hier müsste kein Zweifel daran bestehen dass die Überladung Ursache war also erstens die Überladung bewiesen werden, zweitens argumentiert dass diese ausserhalb einer Toleranz welche Normativ vorhgegeben ist war.

Nein ich vertrete niemand bin kein Anwalt sondern Technicker, der in der Konstuktion auf Normen und Haftungsfragen zu achten hat. Was öfter vorkommt ist dass ich Anwälten im Verwandschafts und Bekanntenkreis eine Einschätzung zu konkreten Fällen gebe, wonach diese dann abwägen (bis jetzt lag ich da immer gut).
Aber ja natürlich sind diese Angaben der Hersteller dazu da um sie zu achten. Aber wenn Hersteller nur mehr Gesetzlich erforderliche Mindestgrößen (obwohl oft viel mehr möglich ist) angeben und somit Personen aus dem Markt ausschließen, ist zivieler Ungehorsam und Ausreitzung der Judikatur nicht unangebracht!
 
goofy1968

goofy1968

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Yakun Yamaha PW-X + Radius Yamaha PW
Wie oft ist sowas bei einem vernünftigen Markenrad passiert?
Das kommt drauf an.
Ein MBT Rahmen mit einer lang ausgezogenen Sattelstütze neigt
eher zum brechen als ein Trecking.

Es gibt genügend Pedelecs in der 150kg + Klasse zu kaufen.

Gegenfrage warum das Risiko eingehen, wenn nicht nötig?
 
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Lorenz03

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Hallo Matz
Ich bin durch zufall auf diesen Beitrag von dir gelandet.
Ich bin auf der suche nach einem Bike für meinen Mann. Dieser hat mit 163 Kilo viel zu viel auf der Waage (geht auch wieder runter). Mir wurde das Hercules E-Imperial 180 S F5 für meinen Mann empfohlen. 180Kg Gesamtgewicht. Ich hab halt echt zweifel dass das "halten" wird. Bei Fahrrad XXL hat man mir gesagt das man 10% locker draufrechnen kann! Aber er hat halt nicht wirklich viele Möglichkeiten, da er auch noch 2 Meter groß ist. Du hast selber geschrieben das du mit 20 Kg über deinem zulässigen Gesamtgeicht bist. Hält dein Bike immer noch?
Ich bin echt verweifeln deswegen :(
Schau mal bei Utopia Velo. Due Stahlrahmen der Modelle halten mit Big Apple Bereifung bis 200 kg Gesamtgewicht aus. Und sind qualitativ der Hammer! Nicht ganz billig aber top!
 
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Max. Gesamtgewicht im "Grenzbereich": okay oder gefährlich?

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