Reise Ludwig- Kanal, Limesradweg, Mosel und Saar

Diskutiere Ludwig- Kanal, Limesradweg, Mosel und Saar im Treffen, Touren, Reiseberichte Forum im Bereich Community; Nachdem ich voriges Jahr coronabedingt nicht auf Radreise gehen konnte und wollte war es nun so weit. Am 30. August ging es mit dem Zug nach...
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Nachdem ich voriges Jahr coronabedingt nicht auf Radreise gehen konnte und wollte war es nun so weit. Am 30. August ging es mit dem Zug nach Nürnberg. Noch im Zug goss es in Strömen. Aber Regenklamotten und Überzüge hatte ich mit, ich wollte das unbedingt durchziehn. Vom Hbf war es nicht weit, der Ludwig - Main - Donau Kanal war erreicht. Er beginnt eigentlich bei Bamberg, am besten erhalten ist er zwischen Nürnberg und dem Altmühltal/ Neuen Main- Donau Kanal. Da taucht er wie aus dem Nichts auf, links und rechts über die ganze Strecke getrennt für Fußgänger und Radler. Zahlreiche Schleusen sorgen für Abwechslung, aber auch techn. Meisterleistungen der damaligen Zeit wie eine Kanalbrücke oder ein tiefer Geländeeinschnitt der ausgehoben werden mußte.

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das Profil war flach, schnell war das Altmühltal erreicht und damit der neue Main- Donau Kanal. Altmühl und Alter Kanal existieren hier nur noch teilweise. Ob dieser gewaltige Eingriff angesichts des doch eher schwachen Verkehrs auf dem Kanal notwendig war ? Ich mag es nicht entscheiden. Schön ist es immer noch. Noch fix durch das kleine Städtchen Berching dann war aber auch schon das Etappenziel erreicht, in Hirschberg oberhalb Beilngrieß . Da gibt es ein schönes Schloß, aber auch den ersten deftigen Anstieg der Tour. Von oben war es trocken geblieben, nur die Wege waren noch naß, dem Radl war es anzusehn. Kleine Rätselaufgabe : Wie heisst das Hotel ?

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Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Die Strecke nehmen wir uns immer wieder mal vor. Einfach herrlich!
 
pd5tud

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Die Strecke war ein Abschnitt auf unserer Variante des 5-Flüsse-Radwegs. Nur sind wir in Gegenrichtung gefahren. War sehr angenehm, wenn auch auf Dauer ein wenig eintönig. 50km auf gekiesten, verdichteten Treidelwegen am Kanal entlang bewirkt bisweilen eine sehr meditativ-monotone Stimmung. Diverse Kunst auf dem Weg lockerte es ein bischen auf. Leider war der Archäologiepark nicht zugänglich.
Unter der Woche glücklicher Weise nicht ganz so voll, am WE eher total überlaufen.
 
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Diese Stimmung hatte ich auch als plötzlich auf einem von rechts einmündenden Radweg ein anderer Radfahrer angeschossen kam. Trotz Vollbremsung war ein Zusammenstoß nicht abzuwenden. Zum Glück nur harmlose kleine Kratzer und ein Haken meiner Ortlieb war gebrochen.
 
hadizet

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Es gibt viele beliebte Radwege, die man am WE besser meidet.
 
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Die Strecke am zweiten Tag schaut schon irre aus, der direkte Weg zum nächsten Etappenziel wäre ca. 40km gewesen, mein Plan war anders. Erst mal im verbauten Altmühltal weiter bis Kehlheim. Zu sehen gab es genug. Reste des alten Kanals gibt es noch, imposant die Schleusenbauwerke des neuen.

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trotz Planung am PC gefiel mir mancher Weg in natura besser . Da sollte man aber schon schauen das der nicht in einer Sackgasse endet. Zum Glück gab es eine SB- Fähre die den Rückweg über den Altmühlarm abkürzte.

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malerisch eingeklemmt zwischen einem Altmühlarm und einer steilen Felswand das Örtchen Essing. Hier gibt es wie im Ländle einem Blautopf, etwas kleiner und schlecht zugänglich.

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über diesen Teil des Altmühltals verstreut liegen Stationen des Archäologieparks, Überreste und Nachbauten eisenzeitlicher Besiedlung

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Aber auch die Landschaft ist schön, stolze Burgen auf steilen Klippen, die typischen Felsformationen, es gibt immer was zu sehn

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Bald ist Kelheim erreicht, am Hafen des Ludwig ist zu erkennen das er recht bald techn. überholt war, die Eisenbahn löste den Transport auf dem Wasser ab. Kelheim war pedelecmäßig fast vorbildlich, abschließbare Fahrradboxen, Ladestation, alles da. Leider waren die Boxen voll und die Ladestation ausser Betrieb.

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Der Limesradweg führt danach hoch zur Befreiungshalle danach mit der Fähre zum Kloster Weltenburg und zum Römerkastell Abusina in Eining. Ich wollte mir eine Fährfahrt sparen und bin direkt zum Kloster geradelt. Dort war schon zu sehen das ziemlich viel Wasser in der Donau war, die ufernahen Wege waren gesperrt, Hochwasser.

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wie die im weiteren Verlauf oft waren nur die Reste der Mauern des Kastells zu sehen, man kann sich aber gut die Ausmaße vorstellen. Leider fuhr wegen Hochwasser die Fähre in Eining nicht, ich mußte bis Neustadt fahren um über die Donau zu kommen und dann zurück zur Route zu finden. Irgendwie war mir dann die Lust zum fotographieren vergangen, bis Kipfenberg gabs auch nicht mehr viel römisches zu sehen, nur den Hinweis auf Reste eines römisches Kleinkastells in einer unzugänglichen Lichtung. Wer will kann in Kipfenberg noch den Mittelpunkt Bayerns besuchen, ich hab mir das gespart, erst gab mir das Navi einen falschen Abbiegehinweis der mir noch mal einen Umweg bescherte und der Aufstieg nach Hirnstetten hatte es auch noch in sich

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zum Schluß noch die Tour mit allen gewollten und nicht gewollten Umwegen

Beilngrieß - Kipfenberg | Fahrradtour | Komoot
 

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Schone Erfahrungen, die sicher den einen oder anderen herausfordern.

Das Kloster heißt aber WELTENBURG.
 
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So, jetzt aber weiter. der dritte Tag sollte nun richtig den Limesweg entlangführen. Wobei es deren drei gibt, die Limesstraße , den Rad- und den Wanderweg. Die Ausschilderung ist unterschiedlich und nicht immer vollständig. Ich hab versucht Limesrad - und wanderweg zu kombinieren was nicht immer gelang. Teils war die Topographie nicht für Radreisende geeignet oder der Weg war zugewachsen oder verschlammt. Es lohnt sich auch nicht unbedingt, viele in den Karten verzeichnete Wachposten oder Kleinkastelle sind nicht mehr sichtbar und/oder zugänglich. Am besten auf evtl. vorhandene Fotos bei komoot achten.

Der Morgen versprach gutes Wetter und bald war der erste rekonstruierte Wachturm erreicht, sogar in der historisch korrekten Ausführung ( woher auch immer man die her hat ). Wenig später eine der Überraschungen die man bei der Planung nicht erkennt, die Radroute führt durch ein Steinbruchgebiet. Man muss auf sehr große Kipper achten, noch dazu ist der Weg total verschlammt. Bei trockenerem Wetter sicher total staubig.


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Aber was solls, weiter gings . An einem Wanderparkplatz mit moderner Interpretation des Limes, gleich in der Nähe der diesmal totalunkorrekte Nachbau eines Wachturmes. Am Wegesrand Nachbildungen römischer Krieger . Drei unterschiedliche Interpretationen aufgefundener Mauerreste findet man als Modell am Burgus Burgsalach

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Aber schon wartet der nächste Höhepunkt. Weißenburg ist eine ansehnliche Stadt mit schöner Stadtmauer und Innenstadt und vor allem dem römischen Reiterkastell Biriciana. Gleich in der Nähe kann man auch noch römische Thermen besuchen, die sind überdacht und als Museum zugänglich, im Reiterkastell ist der Eintritt frei

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sicher einen ausführlicheren Besuch wert, aber für mich ging es weiter. Auf dem Weg nach Gunzenhausen noch die Grundmauern einer römischen Therme, in Gunzenhausen wurde mir klar warum das Wetter immer schöner wurde und bis zum Ende der Reise so anhalten sollte. Die hiesigen Eingeborenenhatten einen Wetterzauber veranstaltet der mir regenfreie Fahrt bescherte

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Endziel der Etappe war Dinkelsbühl mit einer sehr schönen Altstadt, gut erhaltener Stadtmauer und interessanter Geschichte

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Die Tour wie ich sie gefahren bin

https://www.komoot.de/tour/491965271
 
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Am nächsten Tag wieder bei schönem Wetter und steigenden Temperaturen passierte was immer auf Radreisen passiert, ein ernsthafter Defekt. Schon am Vortag war mir nachlassende Bremsleistung am Vorderrad aufgefallen, kurz nach dem Start passierte dann vorne fast nix mehr. Ein Blick und ein Wisch später war klar, der Bremskolben vorne war undicht geworden. Und ich hatte extra vor der Reise eine neue Scheibe und neue Beläge montiert.

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Ich wollte nicht warten bis in Dinkelsbühl was aufmachte, unterwegs wird sich schon eine helfende Hand finden. Bis dahin war die hintere Bremse ausreichend. Zu sehen gabs mal weniger mal mehr. Typisch für den Limesweg. Da findet man eine informative Schautafel, ein schönes Modell , aber sonst sieht man nix.

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Die Hecke um die Freifläche soll die Ausmaße des Kastells verdeutlichen. Aber es gibt auch recht aufwändig gestaltete Orte wie das Römertor bei Dalkingen. Unter Glas werden die Ausmaße des Bauwerkes visualisiert. Als ich da war leider geschlossen.

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Ungeplant ging es dann nach Ellwangen. Auch da gibt es sicher einiges zu sehen, ich packte einen Akku in die Ladestation am Markt und begab mich auf die Suche nach einem freundlichen der mir helfen konnte. Leider erfolglos. Aber dieses sehr schöne Haus mußte ich doch festhalten

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Bei einer Apfelschorle recherchierte ich weiter, im nahe gelegenen Aalen wollte man sich die Sache ansehen, lag eh auf den Weg, also Akku geholt und weiter.

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In Aalen dann sehr positive Aufnahme bei der Firma Rat & Tat, man konnte und wollte mir helfen. In ca einer Stunde sollte es fertig sein. Während der Wartezeit rief mich der Mechaniker an und wies mich auf die verschlissene Bremsscheibe hinten hin. Ich gab das OK zum Tausch. Bei Abholung zeigte er mir sie auch, ein Millimeter Restdicke ließen mich dann schon erschrecken. Gut das er da nachgeschaut hat. Durch den Aufenthalt in Verzug geraten ging es nun fix weiter zu meinem Tagesziel auf der Alb. Keine Zeit mehr für Zwischenstopps obwohl es sicher noch viel zu sehen gegeben hätte.

Der Tag auf der Karte

Ellwangen - Welzheim | Fahrradtour | Komoot
 
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Neuer Tag, neues Glück, heute sollte es über die schwäbische Alb gehen. Nachdem der Limesradweg bis jetzt ziemlich gleichmäßig nach Westen verlief biegt er in Lorch Richtung Norden ab. das bedeutet auch das mehrere Flußtäler den Weg kreuzen, heute ist es nur die Murr.

Gleich zu Beginn in Welzheim eines der größeren Bauwerke , das Ostkastell mit rekonstruiertem Tor. Auf dem Gelände kann man Ausgrabungsstücke besichtigen , im Ort gibt es ein Römermuseum mit vielen Ausstellungsgegenständen. Das Westkastell wurde weitgehend überbaut. Etwas außerhalb sind noch die Grundmauern eines Kleinkastells erhalten

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Wenn es schon am Weg liegt kann man auch mal am Murrursprung Rast machen. Ziemlich unscheinbar, kaum zu glauben was für tiefe Täler der kleine Fluß gegraben hat.

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steil ging es runter nach Murrhardt, steil wieder rauf Richtung Mainhardt. Nach römischer Kultur mal wieder etwas Natur. Einen Römerturm gabs hinter Mainhardt noch zu besichtigen, der Blick von oben aufs Monster war interessanter als auf die Umgebung. IMG_20210903_131442.jpgIMG_20210903_132527.jpgIMG_20210903_135503.jpgIMG_20210903_135656.jpg

Das änderte sich , bei der Anfahrt auf Pfedelbach gabs eine schöne Aussicht aufs Land.

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In Pfedelbach gabs erst mal eine Dusche fürs Monster und weil in der nähe des hübschen Schlosses eine Eisdiele war ein Eis für mich

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Der Link zum Tag

Welzheim - Öhringen | Fahrradtour | Komoot
 
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Weiter gehts, die heutige Etappe führt von Öhringen nach Miltenberg am Main. In Öhringen selbst ist mir das hübsche Stadtschloß aufgefallen, der historische Markt vollgestellt mit Marktbuden, viel zu viel Trubel für mich. Etwas außerhalb Richtung Zweiflingen der Limesblick. Dort erfahre ich erstmals das es deren drei gibt. Einen in Pfedelbach-Gleichen, einen bevor man nach Öhringen reinkommt und eben den in Zweiflingen. Bei guter Sicht soll man den ziemlich exakt geraden Verlauf des Limes zwischen Welzheim und Walldürn nachempfinden. Noch besser spürt man es in den Waden, heute werden die Täler von Kocher, Jagst und noch ein paar anderen Flüßchen durchquert.

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ein paar Kilometer weiter, oberhalb von Jagsthausen die Götzenburg, benannt nach einem Sprößling derer von Berlichingen.

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römisch wird es wieder in Osterburken, Bestandteil des Römerparkes Osterburken ist unter anderem ein rekonstruierter Wachturm mit etwas ausführlicherer Erläuterung der Bauphasen des Limes, das Kastell Osterburken und ein Museum

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Weiter geht es nach Walldürn, von der Schwäbischen Alb geht es zum Odenwald. Unterwegs gibts noch ein paar Reste römischer Bautätigkeit zu entdecken bevor Walldürn auf manchmal rustikalen Wegen erreicht ist. Dort gibt es auch noch Reste eines Römerbades , die mehr oder weniger bekannte Wallfahrtskirche und anderes. Mir war zu warm und die Stadt wirkte etwas gottverlassen, der historische Altstadt könnte hier und da eine Auffrischung vertragen. Eine Statue in der Stadt gefiel mir dann aber doch. Ein schöner Radweg führte weiter nach Miltenberg, dem heutigen Ziel.IMG_20210904_143822.jpgIMG_20210904_144502.jpgIMG_20210904_150624.jpgIMG_20210904_153953.jpgIMG_20210904_162500.jpgIMG_20210905_092552.jpg

Und zum Schluß die gefahrene Strecke

Öhringen - Miltenberg | Fahrradtour | Komoot
 
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" Am siebten Tag sollt ihr ruhn " . Deshalb am Sonntag eine Flachetappe größtenteils am nassen Limes, dem Main entlang. Aber erst mal durch das wirklich schöne Miltenberg, sonntagsmorgens auch größtenteils menschenleer.

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Am Main entlang hat man dann die Qual der Wahl welche Seite man nimmt, wo nervt am wenigsten der Verkehr. klappt mal mehr mal weniger gut aber man findet auch mal schöne Wege abseits des Straßenlärms


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bald ist Aschaffenburg mit imposantem Schloß erreicht

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weiter gehts, ich wollte noch die Fähre in Seligenstadt erreichen. Hat leider nicht geklappt, eine Stunde warten bis die Mittagspause der Fährleute vorbei ist ( 1h ) wollte ich nicht , also über die Schleuse unterhalb von Großkrotzenburg. Ging dank großzügiger Schieberampen auch recht gut. In Großkrotzenburg kann man recht gut auf einem Rundweg erfahren wie die römische Bebauung noch heute die Stadtstruktur prägt. Hier verläßt der Limes den Main wieder, es geht östlich an Frankfurt vorbei.

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Im weiteren Verlauf geht es durch kleinere Orte an Hanau vorbei über nervende Autobahnen duch die recht flache Wetterau. Kinder haben die Nutzung eines Kastells auf ihre Art fortgesetzt. Wer möchte kann auch intensiver die Natur beobachten, unterwegs durchquert man ein größeres Vogelschutzgebiet.

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Miltenberg - Hüttengesäß | Fahrradtour | Komoot
 
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Der nächste Tag, weiter geht es nördlich an Frankfurt vorbei. Da haben die Römer einen Bogen drum herum geschlagen. Sie werden schon gewußt haben warum.

Wie unterschiedlich das Elebnis Limes sein kann wird auf dieser Etappe besonders deutlich. Die Gemeinde Limeshain hat sich besonders Mühe gegeben und einen Limes - Erlebnispfad gestaltet. Römische und germanische Lebensweise werden dargestellt, die verschiedenen gemanischen Stämme genannt. Ein rekonstruierter Wachturm wurde teilweise mit alten römischen Techniken und Materialien aufgebaut. Sogar an ein Warnschild für evtl. noch Wache haltende Legionäre hat man gedacht.

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Aber auch ohne dem ist das Erlebnis Limes hier besonders intensiv, man fährt direkt daran entlang, der Erdwall ist deutlich zu erkennen. Mtbler nutzen ihn als Singletrail. Aber auch der Weg daneben hat für einen Reiseradler so seine Herausforderungen

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Ein paar Kilometer später steht er dann und hält einsam Wache, der letzte römische Legionär am Limes. Die weißen Pfähle im Hintergrund sollen den Limesverlauf verdeutlichen. Einen Wachturm gab es noch, dann war mit Butzbach das Tagesziel erreicht.

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Hüttengesäß - Butzbach | Fahrradtour | Komoot
 
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Klasse,
der Markt in Butzbach sieht noch aus wie früher.
In der Gegend bin ich geboren.

Eine Schöne Reise machst du.
 
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Ist ja schon vorbei, aber schön war sie wirklich, ich hab das Riesenglück gehabt keinen einzigen Regentag zu erwischen. Das über 14 Tage, eine Seltenheit diesen Sommer
 
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weiter gehts mit der Königsetappe der Tour von Butzbach aus ging es in den Taunus. Die Römer kennen keine Gnade, bis unterhalb des Feldberges haben sie ihre Grenzschneise gezogen. Aber mittlerweile hab ich mich an die Topographie gewöhnt und genug Akkukapazität war im Gepäck. Gleich aus Butzbach raus geht es stramm bergauf, nach dem Kastell auf dem Hausberg dann der steile Anstieg zum Römerturm auf dem Gaulskopf der von einem reichen Fabrikanten während der Weltwirtschaftskrise finanziert wurde IMG_20210907_094945.jpgIMG_20210907_095001.jpgIMG_20210907_103745.jpgIMG_20210907_103929.jpg

Das am besten wieder aufgebaute Areal am Limes ist die Saalburg, ein großes römisches Kastell mit vorgelagerter Siedlung. Leider fehlen hier Schließfächer fürs Gepäck, sonst hätte ich das Museumsgelände sicher besucht. So blieb nur ein Blick durch den Zaun auf das imposante Bauwerk

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weiter gings zum Feldberg, unterwegs hat man schöne Ausblicke in die Wetterau

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Frankfurt im Dunst und die Kahlschlagflächen im Vordergrund wirken dann schon fast apokalyptisch

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weil ich einmal da war ging es noch rauf auf den großen Feldberg, die Straße war zum Glück nur schwach befahren, off road war es mir mit dem Gepäck zu steil. Viel zu sehen gibts es da oben nicht, wer will kann noch auf den Turm rauf. Ich bin weiter zum kleinen Feldberg und dem dortigen Kastell, diesmal wieder die üblichen Mauerreste.

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Damit war auch schon der Höhepunkt des Limesradweg für mich erreicht, am nächsten Tag ging es Richtung Lahntal. Sehenswert das Kastell Holzhausen und ein stilechter Rastplatz allemal. Noch ein einsamer Wachposten, dann war etwas oberhalb von Lahnstein der Limesradweg für mich zu Ende. Er führt aber noch etwas rechts des Rheins entlang bevor er auf diesen trifft. Für mich war heute in Koblenz schluß.

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Die nächsten Tage soll es dann gemütlich an der Mosel weitergehen

Die Aufzeichnung der beiden Etappen

Butzbach - Bad Schwalbach | Fahrradtour | Komoot

Bad Schwalbach - Koblenz | Fahrradtour | Komoot
 

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Der thematisch zweite Teil der Reise, der Moselradweg bis Trier . Ab jetzt sollte genußradeln stattfinden. Und ja, das ist auch an der Mosel möglich, trotz z.T. dichtem Verkehr auf den oft nahe des Radweges verlaufenden Straßen. Aber es gibt ja Alternativen. Wieder mal schönstes Wetter. Mal auf naturbelassenen Wegen, mal entlang von Bahn oder Straße ging es vorbei an steilen Hängen und einst stolzen Burgen von Ort zu Ort, und die sind schon schmuck anzusehn.

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Mittlerweile hatte es sich zugezogen, ich wollte meinen geplanten Umweg zur Burg Elz schon abblasen. Aber es riß wieder auf , also nix wie hin. Burg Elz liegt ziemlich untypisch nicht auf dem Moselhang sondern dahinter. Man fährt also hoch um dann auf die Burg herabzuschaun.

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Erst unten im Tal sieht man das sie auf einem Felsvorsprung im Tal gebaut wurde. Bei meinem Besuch war wenig los, die kleinen roten Schilder zeigen die Wartezeit in halben Stunden an

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vom Wanderweg führt ein am Anfang mit S1 bezeichneter Trail hinunter an die Elz, ging aber problemlos mit dem Monster

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wieder zurück an die Mosel ging es natürlich über den Hang, es gibt auch einen Wanderweg entlang der Elz den hab ich aber nicht ausprobiert. Die Bezeichnung " Steig " sollte man hier ernst nehmen das kann schnell sehr steil werden. Vorbei an der Reichsburg Cochem tauchte dann schnell die Burg Metternich auf. Ein paar Höhenmeter gingen noch, also nix wie rauf. Die Aussicht war es allemal wert.

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Der nächste Höhepunkt wartete schon, die Moselschleife Bremm , für schwindelfreie gibt es hier den Calmont - Klettersteig. Am Einstieg hat man eine schöne Aussicht. Unglaublich in welch steilen Lagen hier noch Wein angebaut wird. wer will kann auch bis zum Gipfelkreuz rauffahren, dann hat man die Moselschleife noch perfekter vor sich

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Am Zielort Zell an der Mosel wurde ich standesgemäß begrüßt

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Das Wetter hielt bis ich nach dem Abendessen wieder in der Pension war, dann fing es an zu schütten

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Thema:

Ludwig- Kanal, Limesradweg, Mosel und Saar

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