Leichtes Allround-Pedelec mit Touringqualitäten - Umbau oder Komplettbike?

Diskutiere Leichtes Allround-Pedelec mit Touringqualitäten - Umbau oder Komplettbike? im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Hallo liebes Forum (Achtung o_O- laaaange Geschichte!) helft mir bitte einmal aus meiner Verwirrung! Seit 1-2 Wochen wühle ich mich hier durch...
lightart

lightart

Dabei seit
03.02.2011
Beiträge
142
Punkte Reaktionen
67
Ort
Münsterland
Hallo liebes Forum (Achtung o_O- laaaange Geschichte!)
helft mir bitte einmal aus meiner Verwirrung! Seit 1-2 Wochen wühle ich mich hier durch viele viele Threads, um mich bestmöglich zu informieren, doch spätestens seit heute bin ich absolut verwirrt.

Zum Hintergrund und zu meinem Projekt:
Zwischen 2011 und 2015 besaß ich ein S-Flyer (nach ausgiebiger Beratung hier im Forum:)) mit 26-Zoll-Rädern, Rohloff und 300W-Panasonic, verkaufte es jedoch vor 2 Jahren wieder (zu schwer, zu hoher Energieverbrauch, ohne Motor praktisch nicht zu fahren, Verunsicherung wg. veränderter gesetzlicher Regelungen).
In den vergangenen 3 Jahren war ich häufig mit meinem Bio-Rad unterwegs (Simplon Kagu Alu-Tourer, 26"-Räder mit Rohloffnabe, kompl. ca. 16 kg), nutzte es für Fahrten zur Arbeit (2x11km), Feierabend- (20-30km) und ausgedehntere Tagestouren (23-70km) am Wochenende plus ein paar größere Touren in den Ferien (2015: 3-wöchige Deutschlandtour über 2300km).
Leider gibt´s seit einem Jahr Knieprobleme (Meniskusanrisse), die bleiben werden. Also: Bewegung fürs Knie wird gut sein, starke Belastung soll ich vermeiden.
Deshalb soll´s nun ein Pedelec sein, mit dem ich meine Alltags- Feierabend- und hin und wieder meine längeren Reisetouren weiterhin verwirklichen kann.
Meine "Spec´s":
Alter: 58, Gewicht 87kg bei 180cm (hoffentlich bald wieder unter 80:sneaky:) , Trainingszustand momentan eher gering, aber (wieder) ausbaufähig. Ich wohne im rel. flachen Münsterland, aber Teutoburger Wald und Sauerland sind nicht weit.

Meine Erwartungen an ein Pedelec:
- Möglichst leicht und Straßen-tauglich (StVZo), Gewicht komplett (mit leichtem Gepäckträger, kl. Schutzblechen, etc. + Akku) möglichst nicht über 17kg, auf jeden Fall unter 20kg.
- leiser Antrieb
- ausreichend stabil für Tourenfahrten mit ca. 20 kg Gepäck
- ausreichend stark für Steigungen im Mittelgebirge, keine (längeren) Extremsteigungen.
- Feld- und Waldwege gerne, doch keine Trails.
- Material: Lieber Stahl bzw. Alu anstatt Carbon (Ausnahme evtl. bei der VR-Gabel).
- Federgabel kann ich drauf verzichten
- gern 26-Zoll-Laufräder (auch wenn´s nun als oldschool gilt), zur Not aber auch 27,5 er.

- Wichtig: Das Pedelec soll sich mit abgeschaltetem Motor - bzw. jenseits der 25 km/h noch weitgehend wie ein Fahrrad pedalieren lassen, Beschleunigen mit Muskelkraft bis auf 30 km/h sollte (auch mir "älterem Herren") ohne Kreislaufkollaps möglich sein.
Kostenrahmen: Wenn alles passt, bin ich bereit, dafür 4.000,- bis 4.500 auszugeben, notfalls darf es noch ein wenig mehr kosten, aber dann muss ich völlig überzeugt sein.

Durch die vielen Tipps hier im Forum habe ich - als grobes Meinungsbild - erfahren, dass für eher längere Strecken im vorwiegend flacheren Gelände eher Nabenmotoren in Frage kommen sollen.
Auch lese ich immer wieder, dass die Direktantriebe gegenüber den Getriebenabenmotoren mit Freilauf beim "Treten ohne Motor" zäher zu fahren sind.
Auch musste ich feststellen, dass es eigentlich nix von der Stange zu kaufen gibt, wenn man sich zum Ziel gesetzt hat, die 20kg-Marke deutlich zu unterschreiten. Add-e, Gruber, etc. überzeugen mich nicht - ein wenig mehr Motorleistung (für das viele Geld) fänd ich schon nett. Ich muss mich nicht komplett den Berg raufziehen lassen, doch will ich - bei Bedarf - auch mal mit etwas mehr Gepäck - die Motorunterstützung spüren können und notfalls den 10-15%-Anstieg auch noch schaffen.
Mittelmotor wird ja von vielen hier kritisch beurteilt, gerade wenn man vorhabe, ab und zu das Teil mit Muskelkraft allein zu bewegen (mein Flyer mit 27- 29kg inkl. Rohloff mochte ich eigentlich nie ohne Motorunterstützung bewegen). Der (alte) Bosch mit dem kl. Ritzel und doppeltem Getriebe soll ja angebl. noch unangenehmer zu Pedalieren sein (ohne Motor).
Ein paar wenige Bikes sehen zwar klasse bzw. stylish aus (Coboc, Remsdale, Cooper, Ampler, evtl. auch Vanmoof), haben aber - abgesehen vom z.T. ambitionierten Preis - alle den Riesennachteil (für mich!), dass die Akkus zum Nachladen im Rahmen bleiben müssen. Finde ich sehr unpraktisch - spätestens bei längeren Touren.
Also denke ich zunehmend an Umbau - jedoch hab ich nix zum umbauen (mein Simplon Kagu will ich nicht anrühren) und werde deshalb ein neues Rad kaufen und dies dann mit Pedelec-Nachtrüstsatz umbauen:
Hier beginnen die Unsicherheiten: Was soll bzw. muss es für ein Rad werden, damit das Ganze leicht genug und gleichzeitig ausreichend stabil und tourentauglich ist? Cross?, Randonneur?, MTB-Hardtail?, Trekkingbike?
Ausstatten (bzw. aussuchen) will ich es mit möglichst leichten Komponenten- und schließlich mit einem Pedelec-Umrüstsatz mit einem ca. 3kg schwerem Hinterrad-Naben-Getriebemotor (Bafang, Vitenso, o.ä.) plus 1-2 Trinkflaschenakkus .
Erwähnen sollte ich noch, dass ich zwar keine zwei linken Hände habe, mit handwerklichen Dingen und kleineren Fahrradschraubereien vertraut bin, aber mich nicht zutraue - wie Meister783 mir alle Komponenten selbst zusammenzustellen.
Hab ein Auge auf Velotraum geworfen und mich für das Speedster (aber mit geradem Lenker) begeistert, das immerhin eine solide Alukonstruktion und gute Komponenten zu bieten scheint. Als Schaltung schwebt mir eine 1x9 oder 1x10 Kettenschaltung vor (wenn das mit dem Händler und mit Velotraum bei der Konfiguration hinzukriegen ist). Soweit der Plan. Ich weiß, manche empfehlen eher die VR-Version, ich hätt´s aber nun mal gern hinten verbaut.

Nun zu meiner Verwirrung:
Heute nahm ich erstmals zu einem Anbieter von Umbausätzen Kontakt auf, um mich nach dem Gesamtgewicht eines Bafang(250W)-Umrüstsatzes und ein paar Einbaumaßen zu erkundigen. (Nein, es war nicht Dein Betrieb, Didi28:)). Der Mann am Telefon war sehr geduldig und auskunftfreudig, schien auch kompetent und erfahren mit Pedelecs. Er hatte jedoch sehr rasch auch eine klare Meinung zum Bafang ("recht laut, brennt unter Belastung rasch durch, da kein Thermo-Überwachung, im Freilauf spürbarer Widerstand"). Im Vergleich dazu kam er direkt auf den großen BionX D-250W zu sprechen ("der Mercedes unter den Nabenmotoren") und nannte mir all dessen Vorzüge: "sehr leise, sehr starkes Drehmoment, gehr guter Überhitzungsschutz). Meinen überraschter Einwand, dass es doch ein DD sei und ich davon ausginge, dass Getriebe-Nabenmotoren mit Freilauf doch grundsätzlich besser für die Bewegung mit reiner Muskelkraft seien, ließ er nicht gelten. Auch sprach er - mit Blick auf das Gesamtgewicht eines Umbausatzes - davon, dass die 250W-Bafang-Lösung etwa 8 kg" wiege und die BionX-Lösung "bloß ein Kilo mehr" auf die Waage bringe (bei etwa vergleichbarer Akkugrößen). Er ging aber offenbar schon von den größeren Akku-Versionen aus.
Erstens hatte ich gehofft, dass ein Hinterrad-Umbausatz maximal 6 kg Zusatzgewicht bringt, und nun heißt es plötzlich "8-9 kg"(aber evtl. hab ich da nicht genug nachgedacht(n)). Als ich ihm meinen Wunsch (eher 15-17 kg Gesamtgewicht nannte, meinte er nur: "Alles, was deutlich unter 20kg wiegen soll, wird dann sehr sehr teuer".
Als ich dann auch noch - eher im Nebensatz - erwähnte, Mittelmotor (insbesondere Bosch) sei meines Wissens für meine Zwecke (auch mal leicht pedalieren können) ungeeignet, brachte er prompt die beiden neuen Boisch-.Modelle (Active line bzw. Active Line Plus) insSpiel und meinte: "die fahren sich komplett anders als die bisherigen Bosch-Modelle. Die neuen (!) Bosch-Modelle seien im Betrieb sehr leise und würden sich sehr gut mit reiner Muskelkraft treten lassen, da es nur noch ein anstatt vorher zwei "Zwischen-)Getriebe gebe. Am Berg gehe natürlich gerade der Active Plus nochmals ordentlich Schub (was mich aber auch nicht überrascht. Schließlich hob er nochmals die "deutlich bessere Fertigungsqualität" des Bosch hervor: Bei Bafang und Ähnlichen hätten im Neuzustand "ca. 3-5% Mängel", bei Bosch spiele sich das im Bereich " Null-komma-X Prozent ab".

So - wer von Euch bis jetzt mit dem Lesen durchgehalten hat, kann vielleicht nachvollziehen, dass ich ein wenig verunsichert bin. Meine Fragen lauten nun:
- Kann ich mir das abschminken, ein halbwegs leichtes Touren- und StVZO-taugliches Pedelec zu bauen?
- Muss ich beim Motor noch deutlicher verkleinern (Vitenso?)
- Rauchen Bafang & Co tatsächlich so rasch ab, wenn ich (mal) am Berg etwas mehr Leistung fordere (ich dachte, die neuen Controller würden das verhindern?)?
- Ist BionX tatsächlich deutlich besser (ohne Motorkraft) zu treten, als ein abgeschalteter Getriebe-Nabenmotor im Freilauf???
- Ist ein Umrüstset mit BionX D(!) tatsächlich nur etwa 1 kg schwerer als ein Bafang-Set?
- Ist die BionX-D-Qualität tatsächlich soviele Klassen besser? (was bei dem Preis eigentlich auch nicht so verwundern täte)
- Wäre Bosch (neue Generation) tatsächlich etwas, womit ich ernsthaft hoffen könnte, einen relativ leicht (ohne Motorkraft) zu tretenden Antrieb zu haben, der das Pedelecgewicht noch unter 20 kg lässt?

Vielen Dank - Euch vorab für´s tapfere Mitlesen, ich hoffe auf ein paar Antworten, die mir helfen können, mich wieder zu sortieren.
Horst
 
E

erbse

Ich kann dazu leider nichts beitragen, bin aber sicher, dass hier einige gute Tipps kommen werden.
Nur zu einem Kommentar möchte ich was sagen...

Er hatte jedoch sehr rasch auch eine klare Meinung zum Bafang ("recht laut, brennt unter Belastung rasch durch, da kein Thermo-Überwachung, im Freilauf spürbarer Widerstand").

Ich habe einen 250W Bafang im Hinterrad meines NCM Moscow und nutze ihn täglich seit >3000 km. Das Ding ist praktisch geräuschlos, wird auch bei langen steilen Bergen kaum mehr als handwarm und erzeugt im Freilauf keinen merklichen Widerstand. Das heisst nicht, dass ich diesen Motor in deinem Falle für geeignet halte, sondern nur dass man solche Aussagen nicht unbedingt auf die Goldwaage legen sollte. Vielleicht erweitert dass deinen gedanklichen Spielraum.
 
dann

dann

Dabei seit
16.07.2009
Beiträge
1.562
Punkte Reaktionen
239
Ort
Bodensee, CH
Details E-Antrieb
Nazca Gaucho 26", Q100H VR, 12S-Headway LiFePO4
Naja bei einem Bionx wird er wohl mehr verdienen als wenn er dir einen günstigen Getriebemotor verkauft;)
Wenn du einigermassen sportlich mithilfst und nicht den Motor die Hauptarbeit machen lässt, reicht ein 2kg-Getriebemotor meiner Erfahrung nach. Z.B. ein Cute 100 und dazu einen 1.5kg-LiMn-Akku, dann kommst du mit Controller usw. auf 4, maximal 5kg Zusatzgewicht ( das Gewicht einer Nabe kann man ja subtrahieren ).
Könntest z.B. einen Cyclocrosser kaufen, da passen auch bisschen breitere Reifen dran. Ist halt eine eher sportliche Haltung, aber ein Cyclocrosser verfügt meist über die notwendigen Ösen um Schutzbleche usw. anzubringen. Mein Alltagsrad ist z.B. ein Cyclocrosser von Kona, günstig und robust.
 
lightart

lightart

Dabei seit
03.02.2011
Beiträge
142
Punkte Reaktionen
67
Ort
Münsterland
Danke Euch , das sind ja schonmal erste Statements für die kleineren Motorenvarianten. Stimmt, den Cute 100 hatte ich ganz vergessen, der ist ja nochmals leichter. Wie ist der denn leistungsmäßig - im Vergleich zu Bafang, zuum Vitenso, evtl auch zu elfkw in der 250 W-Version einzuordnen? Wo gibt es Cute-100-Umrüstsätze?
 
E

Ehespons

Dabei seit
22.09.2011
Beiträge
532
Punkte Reaktionen
221
Details E-Antrieb
TranzX 24V, 8fun 24V, Bafang FM G311
Was in Deinem Fall ganz klar gegen den BionX und auch viele andere Fertigpedelecs spricht ist Dein Knieproblem! Der BionX (und die vielen anderen Fertig..) unterstützen via Drehmoment. Na klar kann (konnte) ich die Verstärkung so groß stellen, dass es auch mit geringem Pedaldruck für Beschleunigung reicht, aber das entspricht dann imo nicht mehr dem Verhalten eines Fahrrades. Und kann situationsbedingt gefährlich sein! Das BionXSystem ist für gesunde Knie bei normalen sparsamen Einstellungen sicherlich top und ich bin in etwa 20 TKM gerne BionX gefahren. Jetzt bin ich mit Getriebevorderrad-Nabenmotor unterwegs mit einem Torque-Controller (einstellbare Strombegrenzung) Für gemütliche Radtouren kann ich die Unterstützung auf bis z.B. 20 km/h begrenzen, dann wird es richtig sparsam. Im Alltagsverkehr steht sie auf 25 kM/h und auch dann ist mein jetziges System in meinem Fahrprofil sparsamer als der BionX es war. Ohne Unterstützung ist ein Getriebenabenmotor m.E.n. wesentlich leichter fahrbar als der DD. Gerade jetzt im Winter verzichte ich bei Kurzstrecken darauf den warmen Akku anzubringen. Habe ich beim BionX nur für sehr kurze Strecken gemacht. Und noch eins, was gegen DD oder besser Hinterradmotoren im Alltag generell spricht, ist die dann erforderliche Kettenschaltung bzw. die daraus resultierende Kettenpflege. Bei meiner Strecke war sobald es regnete wöchentliche Kettenpflege angesagt. Mit dem Vorderradmotor bin ich parallel auf eine Shimano SG-S 500 Nabenschaltung mit rapidfire umgestiegen, +Vollkettenschutz. Letzthin beim Reifenwechsel nach etwa 2000 km Kette angeschaut ... naja wenn ich schon mal dran komme, kann ich ja mal einen Tropfen Öl spendieren, aber nötig war es nicht. Der Dreck war nicht der Rede wert...
So genug mein Fazit: Du hast ja schon eine Rohloff !!! bau einen guten Vorderradmotor ein und wenn Du meinst, dass Du auch lange Steigungen von 10 % und mehr oft hochfahren willst (und nicht hin und wieder schieben) würde ich mal bei DiDi's Laden nach dem Puma fragen, sonst tut es sicherlich jeder andere gute Getriebnabenmotor auch.
Auf keinen Fall im Alltagsrad auf die Nabenschaltung verzichten würde
Ehespons
 
Zuletzt bearbeitet:
Empathiker

Empathiker

Dabei seit
23.06.2014
Beiträge
4.185
Punkte Reaktionen
2.324
Ort
23683 Lübecker Bucht
Details E-Antrieb
Bafang, Q100CST, Adde-next lite
Ich stimme @Ehespons voll zu. Bau dir ein Bike mit Rohloff hinten, Cute100 vorne, nimm den jmw Controller mit Display und legalem Gasgriff. All deine Ziele sind so günstig zu erreichen. Allerdings wirst du das angestrebte Gewichtsziel wohl um ca. 2-3 Kg verfehlen (bei moderatem Preisrahmen), was nicht soo schlimm ist, wenn du das Rad nicht tragen musst.

Mein 30 Jahre altes Baumarkt-Stahlross mit schweren Komponenten wiegt mit allem Gerödel auf dem Bild 23 Kg. Ich fahre es auch oft ohne Unterstützung
IMG_20180107_233115.jpg


Das verbaute E-Set bringt ein Mehrgewicht von 4,1-4,7Kg (je nach verbauter Akku-Kapa)
 
Zuletzt bearbeitet:
Empathiker

Empathiker

Dabei seit
23.06.2014
Beiträge
4.185
Punkte Reaktionen
2.324
Ort
23683 Lübecker Bucht
Details E-Antrieb
Bafang, Q100CST, Adde-next lite
Stimmt, den Cute 100 hatte ich ganz vergessen, der ist ja nochmals leichter. Wie ist der denn leistungsmäßig - im Vergleich zu Bafang,
Meine früher verbauten Bafangs habe ich mittlerweile durch Cutes ersetzt
 
Rauchen Bafang & Co tatsächlich so rasch ab, wenn ich (mal) am Berg etwas mehr Leistung fordere (ich dachte, die neuen Controller würden das verhindern?)?
Wenn du den Gasgriff richtig einzusetzen weißt, wirst du mit dem Cute kaum Probleme bekommen.

Und mal ehrlich; bei 15% Steigung wäre ich mir auch nicht zu schade, mal zu schieben.:barefoot:
 
lightart

lightart

Dabei seit
03.02.2011
Beiträge
142
Punkte Reaktionen
67
Ort
Münsterland
Prima, also eher Cute 100 anstatt Bafang - und vor allem anstatt BionX - kann ich so nachvollziehen. Auch danke (@Ehespons) für den Hinweis auf schlechtere Knieschonung beim schweren BionX! Das Argument für den VR-Motor, um pflegeaufwändige Kettenschaltung zu vermeiden, hat zwar etwas (fahre ja selbst meine Rohloff plus Chainglider und freu mich über wenig Wartungsaufwand) - aaaaaber - ich würde mein Simplon gern in genau der bisherigen Ausstattung als reines Bio-Rad belassen und gerne zwischendurch mal mit reiner Muskelkraft fahren wollen. Es widerstrebt mir, das Simplon zu motorisieren.
Auch reizt es mich, ein Pedelec zu besitzen, dass genauso schwer oder höchstens nur unwesentlich schwerer ist als das Simplon. Und das spricht (für mich) jetzt eher gegen eine Nabenschaltung. Oder liege ich mit meiner Einschätzung falsch? Wie groß wäre denn die Gewichtsdifferenz zwischen einer passablen 8 /9 Nabenschaltung und einer leichten 1x9-er der Kettenschaltung? Ist der Mehraufwand denn bei der 1x9-er Kettenschaltung so drastisch?
 
E

Ehespons

Dabei seit
22.09.2011
Beiträge
532
Punkte Reaktionen
221
Details E-Antrieb
TranzX 24V, 8fun 24V, Bafang FM G311
Vorderradmotor raus, altes VR rein 5 Minuten, Akku bleibt zu Hause = Biorad. Controller & Gedöns wiegt nichts. Alles passt Dir wie angegossen, Du musst Dich nicht an andere Schaltungswege(arten) gewöhnen!!!!..... Bau um! Biorad fährst Du dann sowieso nur wenn Du musst.
 
lightart

lightart

Dabei seit
03.02.2011
Beiträge
142
Punkte Reaktionen
67
Ort
Münsterland
"Vorderradmotor raus, altes VR rein 5 Minuten..."
Gaaanz so einfach dann auch nicht. Im Simplon hab ich vorne noch meinen Nabendynamo drin, der ja beim Wechsel des Vorderrads wegfiele. Das müsste ich dann dauerhaft anders lösen. Klar - kann man machen.
Aber ich mag auch nicht das Vorderrad ständig hin- und herwechseln, auch wenn Dein Vorschlag sicherlich die Sparsamste Variante darstellt, dass lässt sich nicht leugnen.
Doch ich hab einfach auch große Lust dazu, mir als Pedelec was Neues, insgesamt noch Leichteres aufzubauen / zusammenzustellen - und dabei stört mich die Rohloff - trotz all ihrer Qualitäten (auch wenn´s vielleicht etwas versnobt klingen mag).
Muss nochmal nachdenken....
Gibt´s die Cute 100 (ist das dasselbe wie Q 100?) irgendwo von einem deutschen Händler, oder nur bei BMS-Battery?
 
C

cephalotus

Dabei seit
23.11.2008
Beiträge
12.745
Punkte Reaktionen
10.737
Details E-Antrieb
elfKW+mmc3 / Cute 85 / BionX 25kmh / BionX 45kmh
Wenn Du mit Knieprobleme 15% Steigungen fahren willst rate ich von 1x9 oder 1x10 Schaltungen ab. Ich würde bei 3x9 oder 3x10 bleiben.

Ansonsten leichtes Rad kaufen und ins Hinterrad nen Getriebenabenmotor und dazu einen Stromstufencontroller. Vorderrad nur wenn es auf jedes Gramm ankommt, man die Leistung stark drosselt, keineCarbon- oder Federgabel fahren will oder für den Winter als Allrad. Gemütlich kommst Du damit keine 15% Steigungen hoch. Der Trick ist langsam hoch kriechen in einem wirklich kleinen Gang und den Motor dabei stark drosseln, damit er nicht überhitzt.

MfG
 
lightart

lightart

Dabei seit
03.02.2011
Beiträge
142
Punkte Reaktionen
67
Ort
Münsterland
Danke cephalotus - zumindest eine 3x8 Schaltung ist mir von meinem alten Stahlross (Fahrradmanufaktur, 98-er Serie) noch bekannt und schreckt mich nicht.
 
dann

dann

Dabei seit
16.07.2009
Beiträge
1.562
Punkte Reaktionen
239
Ort
Bodensee, CH
Details E-Antrieb
Nazca Gaucho 26", Q100H VR, 12S-Headway LiFePO4
Gibt´s die Cute 100 (ist das dasselbe wie Q 100?) irgendwo von einem deutschen Händler, oder nur bei BMS-Battery?

Ja das ist derselbe Motor. Ich weiss ehrlich gesagt von keinem Händler in DE, hab meine Motoren direkt in China bestellt..die muss man dann halt noch selber einspeichen, wenn du dir das nicht zutraust kaufst du dir besser ein fertiges Laufrad bei elfkw oder so, das sind dann halt meist Motoren der 3kg-Klasse. Die haben jedoch auch bisschen mehr Reserven, kann man also mehr belasten.
 
E

Ehespons

Dabei seit
22.09.2011
Beiträge
532
Punkte Reaktionen
221
Details E-Antrieb
TranzX 24V, 8fun 24V, Bafang FM G311
mir als Pedelec was Neues, insgesamt noch Leichteres aufzubauen / zusammenzustellen - und dabei stört mich die Rohloff
schon mal ein Rad mit Pinion gefahren? Mein Kollege ist schwer begeistert und der fährt arbeitstäglich knapp 20 km eine Richtung ohne Unterstützung....
 
A

Allwetterbiker

Dabei seit
16.07.2014
Beiträge
687
Punkte Reaktionen
335
Ort
Bayern
Details E-Antrieb
Bionx 48 V 350 W
1. sehr leichtes Pedelec: nur Selbstbau oder Carbon
2. Bionx: Kniethema, lässt sich ohne Unterstützung nur sehr schwer bewegen. Ich spreche aus Erfahrung
3. Bafang: ist sehr robust aber sehr laut (zumindest meiner in der Vorderachse.
4. Q100: soll angeblich sehr leise sein und ist sehr leicht. Gibt es wohl nur bei BMS Battery. Dieser Motor wird im Forum sehr gelobt.

Siehe auch mein Post in einem anderen Thread:
@BikeAlex sehr interessant deine Bemerkungen zur geringen Geräuschkulisse des Q128 Motors! Ich fahre derzeit Bionx also DD mit 4.7 kg Motor. Für mein nächstes Pendler-lec favorisiere ich einen Getriebenabenmotor im VR und im HR eine Nexus 8. Mein allererstes Ped hatte einen Bafang im VR. Der nervte mit einer penetranten Geräuschkulisse. Er wurde erst bei hohen Drehzahlen erträglicher, war aber immer präsent. Ich vermute der Vorteil der Cutes ist die Schrägverzahnung der Planetenräder und das höhere Drehzahlniveau. Was mir Sorgen bereitet ist das Einspeichen des Motors. Ich habe weder Vorkenntnisse noch Spezialwerkzeug wie Zentrierständer, Spannungsmesser. Meinst du es geht auch ohne diese Werkzeuge? Einspeichen lassen plus Transporte, Steuern, Zoll macht das Ganze ziemlich teuer. Da locken die Bausätze mit den eingespeichten gerade verzahnten Nabenmotoren.
 
lightart

lightart

Dabei seit
03.02.2011
Beiträge
142
Punkte Reaktionen
67
Ort
Münsterland
...erst mal danke für all die Tipps:)
Es konzentriert sich bei mir nun zunehmend auf die Variante: Leichtes, stabiles Rad als Basis - und dann mit einem cleveren kompletten HR-Umrüstsatz (mit fertig eingespeichtem Hinterrad) umbauen - das traue ich mir noch zu.
Und dafür will ich auch den etwas größeren Ketten-Pflegeaufwand bzw. Kettenverschleiß in Kauf nehmen, denn für mich bleibt nur noch Kettenschaltung übrig.
Das reduziert aber auch die Wahlmöglichkeiten bei den Motoren.
Wie ist denn der elfkw 250W einzustufen?
Wie schlägt sich der elfkw im Vergleich zu Bafang, Cute, Vitenso - also hinsichtlich Leistung, Laufgeräusch, Leerlaufwiderstand, Zuverlässigkeit - oder ist das schon eine "andere Liga"?
FALLS der elfkw (3kg?) mehr Leistung bringen könnte - wäre es dennnoch möglich, ihn auch sparsam zu fahren, damit der Akku länger durchhält? Wieviel Mehr-Gewicht muss ich einrechnen, wenn ich die elfkw-Umrüstset mit den etwas kleineren HR-Motoren-Umrüstsets (z.B. Bafang) vergleiche? Außerdem hat elfkw etwas mehr Einbaubreite, ich glaub 143mm bei Disc. Kann ich das schmaler gestalten, wenn ich nur ne 9-er-Kassette draufstecke oder zwingt ALLEIN die Scheibenbremse zu der größeren Einbauweite?
 
Empathiker

Empathiker

Dabei seit
23.06.2014
Beiträge
4.185
Punkte Reaktionen
2.324
Ort
23683 Lübecker Bucht
Details E-Antrieb
Bafang, Q100CST, Adde-next lite
Ich habe nur die rpm201-Varianten. Andere interessierten mich nicht wegen deren Illegalität in meinen 28/29 Zoll-Laufrädern. Ich habe meine aus der Bucht bei Verkäufer schnergy günstig gekauft (neu)
 
dann

dann

Dabei seit
16.07.2009
Beiträge
1.562
Punkte Reaktionen
239
Ort
Bodensee, CH
Details E-Antrieb
Nazca Gaucho 26", Q100H VR, 12S-Headway LiFePO4
Wie ist denn der elfkw 250W einzustufen?
Wie schlägt sich der elfkw im Vergleich zu Bafang, Cute, Vitenso - also hinsichtlich Leistung, Laufgeräusch, Leerlaufwiderstand, Zuverlässigkeit - oder ist das schon eine "andere Liga"?

Ich hab nur den Vergleich zwischen Elfkw und Cute, und da ist es so dass bei gleicher Eingangsleistung und ähnlicher Nenndrehzahl des Antriebs sich auch die Ausgangsleistung nur marginal unterscheidet. Entscheiden tut ja schlussendlich der Controller wieviel Eingangsleistung der Motor kriegt. Den grösseren Motor könnte man einfach mehr oder länger belasten, aber wenn man die Strombegrenzung zum Beispiel auf 12A ansetzt und den Motor nicht abgewürgt mit Vollgas einen Hügel hochquält, dann kommt wohl kein Motor an die Grenze. Das hat einfach damit zu tun dass der Wirkungsgrad des Motors immer schlechter wird je geringer die Drehzahl ist, und irgendwann kann die entstehende Wärme nicht mehr abgeführt werden. Beim Geräusch ist oft die Einbausituation massgebend, wenn z.B. ein Schutzblech zur Resonanz angeregt wird dann kann auch ein an sich sehr leiser Motor gut hörbar werden, hatte diesen Fall auch schon.

FALLS der elfkw (3kg?) mehr Leistung bringen könnte - wäre es dennnoch möglich, ihn auch sparsam zu fahren, damit der Akku länger durchhält? Wieviel Mehr-Gewicht muss ich einrechnen, wenn ich die elfkw-Umrüstset mit den etwas kleineren HR-Motoren-Umrüstsets (z.B. Bafang) vergleiche?

Ja klar, einen grösseren Motor kann man ebenso sparsam betreiben, tut man dies ständig stellt sich irgendwann einfach die Frage warum man einen grösseren Motor braucht wenn man ihn nie richtig fordert ;) Wobei hier "gross" relativ ist, ein Motor mit 3kg ist ja immer noch sehr leicht im Vergleich zu einem grossen Direktläufer.
Naja du hättest einfach etwa 1kg mehr mit dem "grösseren" Motor, am Akku, Controller usw. ändert sich ja grundsätzlich nichts.
Zur Einbaubreite kann ich leider nichts sagen, von Elfkw kenne ich nur den VR-Motor, ich hab schon auch einen HR-Motor von Elfkw aber das war die erste Version die nicht mehr angeboten wird, damals noch ohne Scheibenbremse.
 
R

radsammler

Dabei seit
16.05.2012
Beiträge
493
Punkte Reaktionen
183
Details E-Antrieb
SWXK VR 250W, A123 ANR26650M1B
Danke cephalotus - zumindest eine 3x8 Schaltung ist mir von meinem alten Stahlross (Fahrradmanufaktur, 98-er Serie) noch bekannt und schreckt mich nicht.

Und das alte Stahlross fällt als Basis aus, weil es keine Scheibenbremsen hat ? Denn wenn die Geometrie passt und das Rad noch vorhanden ist, wäre dies der einzige wesentliche Grund nach einem neuen Rad/Rahmen zu suchen. Unter 20 kg bekommt man alles, auch für deutlich weniger als dein Budget.
2x8 reicht bei Pedelec, da du kaum über 30 km/h treten willst. Bei Knieproblemen ist Q-Faktor wichtig.
 
Thema:

Leichtes Allround-Pedelec mit Touringqualitäten - Umbau oder Komplettbike?

Leichtes Allround-Pedelec mit Touringqualitäten - Umbau oder Komplettbike? - Ähnliche Themen

Pedelec für besonders kleine&zierliche Menschen gesucht? Dann auch mal hier reinschauen...: Moin, da wir schon immer kämpfen müssen, um ein passendes Rad für meine sehr kleine&zierliche Frau zu finden (hab ja schon mehrfach die letzten...
Stufentandem Performer Family zum Pedelec umbauen: Hallo, ich bin neu hier im Forum und brauche direkt mal Hilfe :) Und zwar möchte ich ein Stufentandem (Performer Family FWD) zum legalen Pedelec...
Pedelec zum Pendeln (16 km einfach) mit Gepäck (kein Lastenrad, kein S-Pedelec): Hallo zusammen, vorab die Kurzfassung: Fährt hier jemand mit ordentlich Gepäck (10-20 kg) eine flache oder nur leicht hügelige Pendelstrecke von...
Umbau Randonneur zum legalen Pedelec: Ich möchte mein Radmanufaktur Randonneur zum Pedelec umbauen - in der Ebene bin ich zwar schön schnell, meist mit 29-33 km/h unterwegs, aber jeder...
Leichtes und preiswertes e-MTB , 14kg, 2500Euro zum Selbstbau.: Hier mein 2.Umbau aus dem Jahr 2018. Was soll dieses Rad können? Da ich gerne Überquerungen der Alpen mit teils heftigen Tragestücken mache...
Oben